Presse

 
16.09.2021
Niefern-Öschelbronn verbessert Notfallhilfe
Niefern-Öschelbronn ist einen großen Schritt weiter in Sachen Herzsicherheit: Mit der Installation öffentlich zugänglicher Laien-Defibrillatoren hat die Björn Steiger Stiftung die Enzkreis-Gemeinde in Baden-Württemberg mit leicht zu bedienenden Geräten zur Wiederbelebung ausgestattet. Ohne medizinische Vorkenntnisse können Ersthelfer damit bei einem Herzstillstand Leben retten. Die insgesamt vier automatisierten externen Defibrillatoren (AED) wurden im Rahmen des Projekts „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung auf Initiative der Gemeindeverwaltung zusammen mit ortsansässigen Unternehmen angeschafft und an neuralgischen, gut zugänglichen Standorten positioniert. Ein fünftes Gerät befindet sich in Planung.

Bürgermeisterin Birgit Förster lobte anlässlich der offiziellen Übergabe der Laien-Defibrillatoren in der Gemeinde das Engagement aller Beteiligten: „Ich danke im Namen unserer Bürgerinnen und Bürger allen Sponsoren sowie der Björn Steiger Stiftung, dass sie die notwendigen finanziellen Mittel für die Realisierung bereitgestellt haben, neben der Stiftung auch der Präzisionsteilehersteller Heinrich Hofsäß GmbH & Co. KG, die Bellmer GmbH und die Zimmerei Issel GmbH sowie der Edeka-Markt. Wichtig war uns bei der Auswahl eines geeigneten Anbieters, dass er auch die notwendigen Schulungen anbieten kann und uns bei Bedarf schnell vor Ort zur Verfügung steht. Gemeinsam sind wir im guten Miteinander das Projekt angegangen, unsere ortsansässigen Unternehmen leisten so einen lebenswichtigen Beitrag im Kampf gegen den Herztod.“

Die Geschäftsführer der Heinrich Hofsäß GmbH & Co. KG unterstreichen im Anschluss im Namen der örtlichen Sponsoren die Bedeutung dieses Projekts: „Wir freuen uns, als Unternehmen vor Ort gemeinsam mit der Björn Steiger Stiftung einen Beitrag leisten zu können, um die Menschen in unserer Gemeinde herzsicherer zu machen. Es kann jeden jederzeit und überall treffen. In solchen Fällen sind schnelle Reanimationsmaßnahmen mit einer Herzdruckmassage und einer möglichst frühen Defibrillation lebensrettend. Deshalb haben wir uns entschieden, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen. Wir handeln vorbeugend und warten nicht, bis ein Notfall eintritt. Dies sollte zugleich Motivation für andere Unternehmen sein, für mehr Sicherheit bei möglichen Notfälle zu sorgen.“

Die AED-Geräte stehen Ersthelfern nun bei Notfällen weitgehend Tag und Nacht zur Verfügung. Folgende Standorte wurden in Niefern-Öschelbronn realisiert:

- Edeka, Pforzheimer Straße 11, Leergutautomat Innen - Zugänglichkeit während Öffnungszeiten
- Bellmer GmbH, Hauptstraße 37-43, Außenwandgerät - Zugänglichkeit 24/7
- Bürgerhaus Niefern, Hauptstraße 26, Außenwandgerät - Zugänglichkeit 24/7
- Grundschule Niefern-Öschelbronn, Friedenstraße 8, Außenwandgerät - Zugänglichkeit 24/7

Mit Laien-Defibrillatoren Leben retten

Alle AED-Standorte wurden in Niefern-Öschelbronn zwischen Stiftung, den Partnern vor Ort und der Gemeindeverwaltung eng abgestimmt, erklärte Johanna Ziegler, Projektmanagerin der Stiftung bei der Übergabe der Defibrillatoren. „Ich freue mich nun auf den weiteren Projektverlauf, mit der Aufstellung von AED-Geräten alleine ist es noch nicht getan“. Das Stiftungsprojekt umfasst deshalb zusätzlich zu den AED-Geräten auch kostenlose Reanimationsschulungen, in denen die Stiftung gezielt die Bevölkerung in Sachen Wiederbelebung ausbildet. Durch diese Kurzschulungen sollen eventuell vorhandene Hemmschwellen beim Thema Erste Hilfe abgebaut werden. „Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden. Voraussetzung ist aber ein beherzter Einsatz der Bürgerinnen und Bürger als Helfer in der Not.“

Ein plötzlicher Herzstillstand fordert allein in Deutschland rund 100.000 Opfer pro Jahr. Dabei haben Betroffene bei schneller Erster Hilfe eine realistische Überlebenschance. Pro Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit nach Eintreten des Herzstillstands um zehn Prozent, wenn überhaupt keine Erste Hilfe erfolgt. Dagegen liegt die Überlebenschance bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach dem Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Ein AED-Gerät bringt mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus. Die automatisierten externen Defibrillatoren sind speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer konzipiert. Die Bedienung eines AED-Geräts ist denkbar einfach: Nach dem Einschalten gibt er alle Anwendungsschritte unmissverständlich akustisch vor.

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich bereits seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit 2001 hat sie bereits rund 28.500 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. Darüber hinaus betreut die Stiftung etwa weitere 16.000 AED-Anlage bundesweit. 2013 startete ihr spezielles Projekt „Herzsicher“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren voranzutreiben. Im Rahmen des Projekts rüstet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung. Perspektivisch ist die flächendeckende Umsetzung im ganzen Bundesgebiet geplant. Dabei ist von der Björn Steiger Stiftung die Installation von einem AED-Gerät pro 1.000 Einwohner vorgesehen. Für den weiteren Projektverlauf ist die Björn Steiger Stiftung auch weiterhin auf private und gewerbliche Sponsoren angewiesen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Christian Hoppe

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-711
E pressestelle@steiger-stiftung.de
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14.09.2021
Björn Steiger Stiftung übergibt Defibrillatoren an die Stadt Meersburg
Die Björn Steiger Stiftung hat im Rahmen ihres Projekts „Herzsicher“ die Stadt Meersburg mit Laien-Defibrillatoren ausgestattet. Ersthelfer können damit ohne medizinische Vorkenntnisse bei einem Herzstillstand Leben retten.
Herzinfarkt und Schlaganfälle gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Am plötzlichen Herztod sterben ungefähr 100.000 Menschen pro Jahr. Oft sterben sie, weil ihnen nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird. Betroffene haben im Falle eines Herzstillstands meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen und ein automatisierter externer Defibrillator (AED) eingesetzt wird.

Mit der Initiative „Herzsicher“ setzt sich die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe engagiert, für die flächendeckende Verbreitung von AED-Geräten ein. Insgesamt 11 neue AED-Geräte stellt die Stiftung nun zusammen mit der Stadt Meersburg und ortsansässigen Unternehmen im Stadtgebiet zur Verfügung. Die Stiftung bietet zudem zusätzlich kostenlose und öffentliche Schulungen zur Wiederbelebung an. Trainiert wird dort unter anderem, wie eine Herzdruckmassage durchgeführt wird und wie ein Laien-Defibrillator funktioniert. Ziel ist es, eventuelle Hemmungen potenzieller Benutzer abzubauen.

Bürgermeister Robert Scherer lobte anlässlich der offiziellen Übergabe der Laien-Defibrillatoren das Engagement aller Beteiligten: „Ich danke im Namen unserer Bürgerinnen und Bürger allen Sponsoren sowie der Björn Steiger Stiftung, dass wir gemeinsam das Laien-Defibrillatorennetz in unserem Stadtzentrum und den Stadtteilen ausbauen können. Die Sparkasse Bodensee, die Volksbank Überlingen, das Weinhaus Hanser und Frau Naeßl-Doms, sie alle haben die notwendigen finanziellen Mittel für die Realisierung bereitgestellt und leisten so einen lebenswichtigen Beitrag im Kampf gegen den Herztod. Dank ihres Einsatzes ist unsere Stadt ist nun für Herznotfälle bestmöglich ausgestattet. Dazu gehört neben der Installation der AED-Geräte auch das Konzept der Schulungen der Björn Steiger Stiftung, das uns bei der Auswahl eines geeigneten Anbieters besonders wichtig war.“

„Wir freuen uns sehr, dass Meersburg mit uns zusammen den Kampf gegen den Herztod aufgenommen hat. Das vorbildliche Engagement der Sponsoren verdient Anerkennung. Nicht nur in Meersburg, sondern im gesamten Bodenseekreis. Unser ursprüngliches Ziel, ein Gerät pro 1000 Einwohner zu installieren, haben wir vor Ort übererfüllt“, sagte Johanna Ziegler, Projektmanagerin der Björn Steiger Stiftung, bei der Übergabe-Veranstaltung. „Jedes AED-Gerät ist für eine verbesserte Herzsicherheit von wesentlicher Bedeutung. Wenn schnell mit der Herzdruckmassage begonnen wird und ein Defi zum Einsatz kommt, können 50-70 Prozent der Betroffenen überleben. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr können vor dem Herztod gerettet werden. Wir freuen uns deshalb sehr, dass Meersburg jetzt herzsicherer ist als bisher. Wir setzen unser Projekt fort.“

AEDs öffentlich zugänglich

Zur Bestimmung der AED-Standorte haben sich Stiftung und Stadtverwaltung eng abgestimmt. Die Laien-Defibrillatoren sind an leicht zugänglichen Orten mit hoher Publikumsfrequenz installiert und für jedermann nutzbar. Sie stehen Ersthelfern nun rund um die Uhr zur Verfügung. Die grauen Außenkästen sind gut sichtbar an Häuserwänden, Gebäuden und Mauern angebracht. Darin befindet sich die AED-Geräte, welche einfach und unkompliziert angewendet werden können. Nach dem Einschalten geben sie alle Anwendungsschritte unmissverständlich akustisch vor. Wer Zeuge eines Herznotfalls wird, kann mit diesen handlichen mobilen Geräten umgehend Erste Hilfe leisten und Leben retten. Ein AED sorgt durch Stromimpulse und zusammen mit einer Herzdruckmassage dafür, dass ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus kommt.

Folgende Standorte wurden in Meersburg realisiert:

- Gasthaus Grüner Berg, Prälat-Schuh-Weg 1, Außengerät
- Backhaus Schiggendorf, Bildackerweg, Außengerät
- Dorfgemeinschaftshaus Baitenhausen, Grasbeurer Str.2, Außengerät
- Kapelle Riedetsweiler, Alter Ortsweg 13, Außengerät
- Hafenmeisterei Seglerhafen, Uferpromemade 12, Außengerät
- Sparkasse Bodensee, Daisendorferstr. 10, Innengerät
- Volksbank Überlingen, Marktplatz 9, Innengerät
- Öffentliches WC am Zollhaus, Uferpromenade 2, Außengerät
- Sommertalhalle, Sommertalweg 23, Außengerät
- Freiwillige Feuerwehr, Allmendweg 24, Außengerät
- Parkhaus an der Fähre, Unteruhldinger Str. 8, Außengerät

Initiative „Herzsicher“ - Gemeinsam gegen den Herztod

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich bereits seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit 2001 hat sie rund 28.500 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. Darüber hinaus betreut die Stiftung etwa weitere 16.000 AED-Anlage bundesweit. 2013 startete ihr spezielles Projekt „Herzsicher“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren voranzutreiben. Im Rahmen des Projekts rüstet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung. Perspektivisch ist die flächendeckende Umsetzung im ganzen Bundesgebiet geplant. Dabei ist von der Björn Steiger Stiftung die Installation von einem AED-Gerät pro 1.000 Einwohner vorgesehen.

Im Rahmen der „Herzsicher“-Initiative werden derzeit mit Unterstützung lokaler Partner möglichst viele der 23 Städte und Gemeinden im Bodenseekreis flächendeckend mit AED-Geräten ausgestattet. Im gesamten Landkreis befinden sich 103 Projektgeräte (Stand: 31. August 2021) der Björn Steiger Stiftung. Für den weiteren Projektverlauf ist die Björn Steiger Stiftung auch weiterhin auf private und gewerbliche Sponsoren angewiesen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Christian Hoppe

Björn Steiger Stiftung
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02.09.2021
Björn Steiger Stiftung macht Wittenberg herzsicher
In der Lutherstadt Wittenberg sind zwei weitere Standorte mit öffentlich zugänglichen Laien-Defibrillatoren der Björn Steiger Stiftung eingerichtet worden. Der Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED) kann bei medizinischen Notfällen wie einem Herz-Kreislauf-Stillstand Leben retten. Die neuen elektronischen „Lebensretter“ wurden im Eingangsbereich der Leucorea-Universität sowie in der Feuerwache Wittenberg installiert. Sie stehen Ersthelfern bei Notfällen Tag und Nacht zur Verfügung. Damit hat die Björn Steiger Stiftung mit ihrem Projekt „Herzsicher“ in der Kommune bereits zehn AED-Standorte mit ortsansässigen Unternehmen und der Stadtverwaltung realisiert.

Ein plötzlicher Herzstillstand ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jährlich sterben bundesweit rund 100.000 Menschen daran. Ein Großteil der Betroffenen stirbt, bevor der Rettungsdienst eintrifft. Junge und ältere Menschen, sportliche und weniger sportliche können gleichermaßen davon betroffen sein. Defibrillatoren können Menschenleben retten, wenn schnell Erste Hilfe geleistet wird. Die Überlebenschance liegt bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Ein AED-Gerät kann mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Die Geräte sind vollautomatisch und so konstruiert, dass sie ohne medizinische Vorkenntnisse von Laien bedient werden können. Sie verfügen über eine Sprachführung, die unmissverständliche Anweisungen und Hinweise gibt.

Die Volksbank Wittenberg eG hat sich deshalb dafür entschieden, die Anschaffung eines Laien-Defibrillators der Björn Steiger Stiftung in der Lutherstadt Wittenberg finanziell zu unterstützen. Der Defibrillator ist im Foyer der Leucorea, dem Universitätsstandort der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, angebracht. Ein grünes Defibrillator-Rettungszeichen – ein Herz mit einem Kreuz – auf dem Wandkasten weist auf den elektronischen Lebensretter hin.

Das AED-Gerät der Björn Steiger Stiftung steht aber nicht nur den Studenten und Mitarbeitern der Leucorea, sondern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung, erklärte Volksbank-Vorstandsmitglied Gerlinde Gonszczyk anlässlich der Übergabe des Defibrillators. „Der plötzliche Herztod ist allgegenwärtig und kann jeden jederzeit und überall treffen. Es ist der Volksbank ein besonderes Anliegen und beruhigendes Gefühl zu wissen, dass für den Fall der Fälle Hilfe in greifbarer Nähe ist – für die Sicherheit der Einwohner unserer Stadt und für die zahlreichen Studenten auf dem Universitätsgelände“.

Mit Laien-Defibrillatoren Leben retten

Der zweite von der Björn Steiger Stiftung finanzierte Defibrillator befindet sich im Gebäude der Feuerwache Wittenberg in der Waldstraße. „In städtischen Regionen ist eine professionelle Rettung im Idealfall bereits nach acht Minuten vor Ort. Dennoch ist Erste Hilfe durch anwesende Laien innerhalb der ersten paar Minuten bei einem Herzstillstand entscheidend. Eine Herzdruckmassage kann jeder durchführen. Ebenso wie die Anwendung eines Laien-Defibrillators – vorausgesetzt ein Gerät ist in nächster Nähe verfügbar“, betonte Projektkoordinator Thomas Pflanz von der Björn Steiger Stiftung bei der Übergabe des neuen AED-Geräts an die Feuerwehr. Pflanz erinnerte in diesem Zusammenhang an eine zentrale Forderung der Stiftung: „Die Aufstellung von AED-Geräten sollte eine Selbstverständlichkeit sein. So wie es überall Feuerlöscher und Erste-Hilfe-Schränke gibt, so sollte es überall einen leicht auffindbaren Laien-Defibrillator geben. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden. Jedes Gerät hilft, die Herzsicherheit entscheidend zu verbessern – auch in der Stadt Wittenberg, die nun herzsicherer ist als bisher. Voraussetzung ist lediglich ein beherztes Engagement der Menschen. Jeder kann zum Lebensretter werden.“

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung. Seit 2001 hat sie bereits rund 28.500 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. Darüber hinaus betreut die Stiftung etwa weitere 16.000 AED-Anlage bundesweit. 2013 startete ihr spezielles Projekt „Herzsicher“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren voranzutreiben. Im Rahmen des Projekts rüstet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung. Perspektivisch ist die flächendeckende Umsetzung im ganzen Bundesgebiet geplant. Dabei ist von der Björn Steiger Stiftung die Installation von einem AED-Gerät pro 1.000 Einwohner vorgesehen. Im Landkreis Wittenberg ging das Projekt im September 2020 an den Start. Seither sind schon 20 Defibrillatoren-Standorte eingerichtet worden. Für den weiteren Projektverlauf ist die Björn Steiger Stiftung auch weiterhin auf private und gewerbliche Sponsoren angewiesen. Insgesamt sollen bis Ende 2022 im gesamten Kreisgebiet Wittenberg 61 AED-Geräte bereitgestellt werden.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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