Presse

 
15.12.2022
Björn Steiger Stiftung baut Defi-Netz in Crailsheim aus
Die Stadt Crailsheim kommt dem Ziel „herzsicher“ zu werden immer näher. Als Teil des Projekts „Herzsicherer Landkreis Schwäbisch Hall“ der Björn Steiger Stiftung kann sie sich bereits über 15 AED-Standorte (Automatisierter Externer Defibrillator) freuen. Seit März dieses Jahres stattet die Stiftung Crailsheim mit diesen öffentlich zugänglichen Laien-Defibrillatoren aus. Mit den Geräten kann jeder Laie, der Zeuge eines Herz-Kreislauf-Stillstands wird, schnell und einfach Leben retten. Am 31. März 2022 übergab die Stiftung die ersten AEDs symbolisch an Bürgermeister Jörg Steuler. Dank großzügiger Sponsoren kann das Projekt zum Jahresende eine sehr gute Zwischenbilanz vorweisen.

Die Telegärtner Elektronik GmbH hat mit Ihren beiden, in der TGE - Gruppe eingebundenen, Firmen Siwaltec und TG Services gleich drei Standorte (Turn- und Festhalle Ingersheim, Sport- und Festhalle Tiefenbach, Sport- und Festhalle Roßfeld) finanziert. „Als führender Hersteller verschiedenster Notrufsystemen ist für uns das Thema Hilfe in Notsituationen ein ständiger Begleiter und somit war bei uns sofort die Bereitschaft vorhanden, dieses Projekt entsprechend zu unterstützen“, so Thomas Hopf, Geschäftsführer der Telegärtner Elektronik GmbH.

Weitere Sponsoren für die Herzsicherheit in Crailsheim sind die R. Weiss Packaging GmbH & Co. KG, die Autohaus Linke GmbH, Rechtsanwälte Wirsching, die Baugenossenschaft Crailsheim eG, Bausch + Ströbel SE + Co. KG, die Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim und die H. Gröger GmbH.

Jörg Steuler, Sozial- und Baubürgermeister der Stadt Crailsheim, zeigt sich über den Projektfortschritt sehr zufrieden: „Mit diesem Schritt verbessern wir das Netzwerk der Notfallhilfe und des Rettungswesens in Crailsheim.“

In Kürze wird noch ein Gerät beim Modehaus TC Buckenmaier verfügbar sein.

Die aktuellen AED-Standorte in Crailsheim befinden sich: • Autohaus Linke, Haller Straße 1, Indoor (Mo-Fr 07:00-18:00 Uhr, Sa 08:00-12:30 Uhr)
• Sport- und Festhalle Roßfeld, Taxisstraße 7 - Outdoor (24h täglich)
• Sport- und Festhalle Tiefenbach, Steinbachstraße 9 - Outdoor (24h täglich)
• Turn- und Festhalle Ingersheim, Michael-Haf-Str 3 - Outdoor (24h täglich)
• VfR Altenmünster, Kirchstraße 62 - Outdoor (24h täglich)
• Kaufland Crailsheim, Haller Straße 195 (Mo-Sa 07:00-22:00 Uhr)
• Kaufland Crailsheim, Schönebürgstraße 78 (Mo-Sa 07:00-22:00 Uhr)
• Blumen und Mehr GmbH/Coffee Espress, Hallerstraße 183 - Outdoor (24h täglich)
• Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim, Hauptstelle Crailsheim, Wilhelmstr 10, im SB Bereich 24h täglich
• H. Gröger GmbH, Friedenstraße 46 - Outdoor (24h täglich)
• Hirtenwiesenhalle, Bürgermeister-Demuth-Allee 2, Indoor nach Belegung • Hangar Event-Location, Im Fliegerhorst 2, Indoor nach Belegung
• Lise-Meitner-Gymnasium, Bürgermeister-Demuth-Allee 4, Indoor im EG, Wand am Sanitätsraum
• TSV Crailsheim, Schönebürgstraße 79, am Gebäude des Vereins, direkt am Spielfeld - Outdoor (24h täglich)
• Turn- und Festhalle Onolzheim, Talstraße 8

Zusätzlich zu der Installation von AED-Geräten umfasst das Projekt „Herzsicherer Landkreis Schwäbisch Hall“ auch die Breitenausbildung der Bevölkerung. In Kooperation mit dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) werden öffentlich kostenlose Schulungen im ganzen Landkreis angeboten. Durch diese Kurzschulungen sollen eventuell vorhandene Hemmschwellen beim Thema Reanimation abgebaut werden. Bereits zwei haben 2022 in Crailsheim stattgefunden. Bei weiteren Kurztrainings und Einweisungsschulungen z.B. beim VfR Altenmünster, in den zwei Kauflandfilialen, den Filialen der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim und beim Rotary Club konnten insgesamt knapp 100 weitere Personen geschult werden.

Seit 2017 nimmt zudem das Lise-Meitner-Gymnasium in Crailsheim am Schulungsprogramm „Retten macht Schule“ teil, bei dem Lehrerinnen und Lehrer der Klassenstufen Sieben und Acht von der Björn Steiger Stiftung geschult werden. Diese können ihr Wissen dann selbstständig an die Schülerinnen und Schüler weitergeben und an Übungspuppen unter Einsatz eines Trainings-AED-Gerätes üben.

Die Initiative „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Massenverbreitung öffentlich zugänglicher AED-Geräte wird fortgesetzt. Das Ziel: In ganz Deutschland soll ein AED-Gerät pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner öffentlich verfügbar sein.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Christian Hoppe

Björn Steiger Stiftung
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12.12.2022
Projekt AKUT: Ukrainische Flüchtlingskinder zu Gast beim MSV Duisburg
AKUT widmet sich Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine, um mit ihnen ihre furchtbaren Kriegs- und Gewalt-Erfahrungen zu verarbeiten. Jetzt macht das Projekt in der Duisburger schauinsland-reisen-arena Station. Das Projekt AKUT ist im Mai 2022 von der Björn Steiger Stiftung in Kooperation mit dem Initiativkreis Ruhr ins Leben gerufen worden. Gefördert wird das AKUT-Programm durch die RAG-Stiftung.

Prof. Dr. Jürgen Gramke, Vorsitzender des Präsidialrates der Björn Steiger Stiftung und AKUT-Koordinator, erklärt: „Mit unserem Projekt AKUT leisten wir gemeinsam mit der Unterstützung starker Kooperationspartner einen wichtigen Beitrag zur Betreuung von traumatisierten ukrainischen Kindern und Jugendlichen, damit sie in den ersten Wochen nach der Flucht die Hilfestellung erhalten, die sie am dringendsten benötigen: Psychologische Hilfe zur Stabilisierung in der akuten Phase des Ankommens, Begleitung bei der Neuorientierung in Deutschland und Vermittlung qualifizierter psychotherapeutischer Angebote zur Traumabewältigung. AKUT bietet insbesondere Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sieben und 18 Jahren für zwei Wochen die Möglichkeit, intensiv mit speziell ausgebildeten Pädagogen an durch Kriegsereignisse entstandenen Blockaden und Traumata zu arbeiten.“

Seit dem 5. Dezember 2022 und noch bis Ende Februar ist die Duisburger schauinsland-reisen-arena nach den ersten Projektstationen bei den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04, für den Dr. Christine Walther den „Staffelstab“ – in diesem Fall ein Wimpel – an MSV-Geschäftsführer Peter Mohnhaupt überreichte, der dritte AKUT-Projektstandort im Ruhrgebiet. Der MSV zeichnet gemeinsam mit der Stadionprojektgesellschaft für die Projekt-Räumlichkeiten, Logistik und die Verpflegung der Projektbeteiligten verantwortlich.

„Als die Björn Steiger Stiftung auf uns zugekommen ist, haben wir gemeinsam mit der Stadionprojektgesellschaft sofort unsere Unterstützung zugesagt und weitere Partner unseres Netzwerkes eingebunden“, verdeutlicht Mohnhaupt. „Es ist selbstverständlich, dass wir den Kindern nach all‘ diesen schrecklichen Erlebnissen helfen.“

Bis zu 30 Teilnehmer können in einem AKUT-Programm-Durchgang von zwei Wochen aufgenommen und begleitet werden. Die Kinder werden ganztägig von neun bis 16 Uhr in großen, lichtdurchfluteten Räumlichkeiten auf der Gegengerade betreut und erfahren dabei neben Spiel und Spaß vor allem intensive psychosoziale Unterstützung von pädagogischen und psychologischen Fachkräften. Feinkost Kersten versorgt die Teilnehmer mit warmen Mahlzeiten und Getränken.

Unterstützt wird das Projekt ebenfalls durch die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, die den Kindern und Jugendlichen sowie den Begleitpersonen für die Dauer des 14tägigen Angebots entgeltlos Fahrkarten zur Verfügung stellen.

Auch die Stadt Duisburg unterstützt diese wichtige Initiative: „Die Kinder sind die Leidtragenden des russischen Angriffskriegs. Ihnen zu helfen, das Geschehene zu verarbeiten, müssen wir zu unserem gemeinsamen Ziel machen. Ich danke der Björn Steiger Stiftung und dem MSV für ihr Engagement“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Die Stadt Duisburg hat kurzfristig die notwendigen Zugänge für das Projekt geschaffen. Die städtischen Dienststellen wie das Kommunale Integrationszentrum, das Institut für Jugendhilfe und das Amt für Schulische Bildung, die sich mit der Betreuung und Unterstützung von ukrainischen Flüchtlingskindern beschäftigen, haben das Projektteam aktiv unterstützt. Das Institut für Jugendhilfe steht für eine mögliche notwendige Nachbetreuung einzelner Kinder fachlich bereit.

Joachim von Beesten, Geschäftsführer der Björn Steiger Stiftung erläutert: „Wir sind dem MSV, der Stadt Duisburg und auch allen anderen Förderern sehr dankbar, dass sie unser AKUT-Programm unterstützen und wir damit nun auch in Duisburg weiteren ukrainischen Kinder und Jugendlichen helfen können. In den vergangenen sechs Monaten konnte über 330 Kindern und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit Borussia Dortmund und Schalke 04 das Angebot unterbreitet werden. Dabei wurden etliche Erfolge erreicht: 80 Prozent der Kinder gingen in der Regel gestärkt und stabilisiert aus dem Programm. 20 Prozent benötigen eine intensivere Begleitung, für die Kooperationspartner wie die Ruhr-Universität, das Klinikum Essen oder die LVR-Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Essen bereitstehen.“

Das AKUT-Projekt folgt auf einen vorangegangenen starken Einsatz der Björn Steiger Stiftung an der polnischen Staatsgrenze zur Ukraine, wo in Zusammenarbeit mit Rotary Deutschland am Standort Chelm (Eisenbahngrenzübergang nach Polen) intensive medizinische Unterstützung geleistet worden ist.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Christian Hoppe

Björn Steiger Stiftung
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12.12.2022
Die Notfallrettung in Deutschland ist gefährdet – der Rettungsdienst muss grundlegend reformiert werden!
Die Überlastung des Rettungsdienstes und Fehlsteuerungen im System haben den Rettungsdienst bundesweit in die Krise geführt. Das neu gegründete Bündnis pro Rettungsdienst fordert die Politik zu schnellem Handeln auf.

Die Aufgaben für den Rettungsdienst nehmen zu; er ist grundsätzlich leistungsfähig, kommt aber immer mehr an seine Grenzen.

Rettungsdienst ist kein Taxi!

Eine gesunkene Schwelle für die Inanspruchnahme, unzureichende Kenntnis, welche Notrufnummer die jeweils richtige ist und lange Wartezeiten sowie eingeschränkte Verfügbarkeit im ambulanten Sektor führen zu einer Überlastung des Rettungsdienstes. Rettungsleitstellen haben oft nur die Möglichkeit, Rettungswagen oder Notarzt zu schicken, nicht aber eine Gesundheitsberatung zu machen oder anzustoßen.

Das Bündnis pro Rettungsdienst fordert daher, eine enge Verzahnung zwischen den Notrufnummern 112 und 116 117 vorzunehmen. Notrufe, die sich in der Bearbeitung in der Rettungsleitstelle als nicht akut bedrohliche Situation darstellen, müssen an die 116 117 weitergegeben und dort durch eine Gesundheitsberatung oder den ärztlichen Hausbesuch beantwortet werden. Wie in Pilotprojekten erfolgreich begonnen, müssen Projekte wie der Gemeindenotfallsanitäter oder Notfallkrankenwagen in den Regelbetrieb überführt werden, um Rettungswagen und Notärzte zu entlasten und nicht jedem Notruf eine Krankenhausbehandlung folgen zu lassen.

Überlastung und Berufsflucht – die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung ist gefährdet!

Die Tätigkeit in der Notfallrettung stellt sehr hohe Anforderungen an Fachlichkeit und Persönlichkeit der Mitarbeitenden. Sie sind zuerst an der Einsatzstelle und müssen unter oft widrigen Bedingungen Menschenleben retten. Nicht selten unter Gefährdung ihrer eigenen Gesundheit.

Die Folgen der Überlastung des Rettungsfachpersonals können zur Bedrohung für die Notfallversorgung der Bevölkerung werden. Aus gesundheitlichen Gründen können nur Wenige bis zum Renteneintrittsalter im Beruf bleiben. Viele verlassen den Beruf schon nach wenigen Jahren. Als Folge der Personalnot hat die Zahl der unbesetzten Einsatzfahrzeuge in den letzten Jahren stark zugenommen.

Eine Ausbildungsinitiative, moderne Arbeitszeitmodelle sowie angemessene Bezahlung müssen erreicht werden, um die Attraktivität einer Tätigkeit im Rettungsdienst zu steigern und die Verweildauer der Beschäftigten im Beruf zu verlängern.

Oliver Hölters, Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas und Mitinitiator des Bündnis pro Rettungsdienst:

„Wir laufen Gefahr, dass das System der Notfallrettung in Deutschland zusammenbricht. Die Bevölkerung fühlt sich sicher, weil ihnen versprochen wird, dass in nur wenigen Minuten überall in Deutschland Hilfe naht. Dieses Versprechen ist schon jetzt absehbar ein trügerisches Versprechen!“

Dr. Florian Reifferscheid, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND e.V.):

„Personalmangel in den Kliniken, Arbeitszeitmodelle und gesetzliche Regelungen erschweren auch im ärztlichen Bereich die Besetzung der Notarztstandorte und gefährden die Notfallrettung. Daher müssen Anstrengungen unternommen werden, die notärztliche Versorgung im Rettungsdienst zukunftsfähig zu machen.“

Reform ist notwendig – Akteure beteiligen!

Der Rettungsdienst kann nicht ohne eine gemeinsame Reform der Notfallversorgung verbessert werden; punktuelle Nachbesserungen bringen keine Verbesserung. Ambulante, stationäre und rettungsdienstliche Versorgung der Patientinnen und Patienten sind gleichberechtigte Säulen der Notfallversorgung, die nur ganzheitlich reformiert werden können.

Das Bündnis pro Rettungsdienst fordert daher unter anderem, durch die technische Zusammenführung der Notrufnummern 112 und 116 117 eine Vereinfachung für hilfesuchende medizinische Laien zu schaffen. Standardisierte Notrufabfragen und Telefonreanimation sind ebenso verpflichtend einzurichten wie die Option, nicht lebensbedrohliche Hilfeersuchen an die 116 117 weiterleiten zu können und durch Gesundheitsberatung und Hausbesuche unnötige Krankenhauseinweisungen zu vermeiden.

Eine Strukturreform und eine neue Planung der Notfallversorgung sind notwendig. Die Gefahr ist groß, dass der Rettungsdienst bei der anstehenden Krankenhausstrukturreform erneut, aber unzureichend mitgeregelt wird. Das Bündnis pro Rettungsdienst fordert, bei den notwendigen Reformen alle Akteure der ambulanten, stationären und rettungsdienstlichen Notfallversorgung in Deutschland zu beteiligen.

Frank Flake, 2. Vorsitzender des Deutschen Berufsverbands Rettungsdienst und Mitinitiator des Bündnis pro Rettungsdienst:

„Die Probleme sind vielfältig und betreffen alle Sektoren der Gesundheitsversorgung. In den Bundesländern können die Probleme nicht alleine gelöst werden. Es braucht einen Gesetzgeber, der endlich entschlossen handelt, sonst ist die Katastrophe und der Zusammenbruch der Notfallversorgung nicht mehr aufzuhalten.“

Eine Lobby in der Politik haben die in der Notfallversorgung Tätigen kaum. Das Bündnis pro Rettungsdienst hat sich zu diesem Zweck am 27. Oktober in Frankfurt am Main gegründet.

Mitglieder des

BÜNDNIS PRO RETTUNGSDIENST

• Björn Steiger Stiftung
Ulrich Schreiner; u.schreiner@steiger-stiftung.de
• Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands
Dr. med. Florian Reifferscheid; reifferscheid@band-online.de
• Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft
Siegfried Maier; s.maier@dfeug.de
• Deutsche Gesellschaft für Rettungswissenschaften
Thomas Hofmann; thomas.hofmann@dgre.org
• Deutscher Berufsverband Rettungsdienst
Frank Flake; flake@dbrd.de
• Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes
Oliver Hölters; oliver.hoelters@malteser.org



Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Christian Hoppe

Björn Steiger Stiftung
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71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-711
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Leiter der Kommunikation
+49 7195-30 55-0
*über ABC Communication

Christian Hoppe
Stellv. Leiter der Kommunikation
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Béla Anda*
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