Presse

 
20.03.2019
Motorradunfälle: Keine Angst vor Erster Hilfe
Kann ich etwas falsch machen? Füge ich einem ohnehin schwer verletzten Motorradfahrer noch mehr Verletzungen zu, wenn ich aktiv werde?“ Solche Ängste und Unsicherheiten sind weit verbreitet, wenn es darum geht, nach Motorradunfällen Erste Hilfe zu leisten. Darauf macht die Björn Steiger Stiftung zum Frühlingsbeginn, wenn wieder mehr Motorräder auf Deutschlands Straßen sind, aufmerksam. Die Stiftung möchte Verkehrsteilnehmer dazu ermuntern, Erste-Hilfe-Kenntnisse im Allgemeinen und im Bezug auf Motorradfahrer aufzufrischen. „Nichts zu tun, ist keine Option – gerade in Situationen, in denen es um Leben und Tod geht“, sagt Marcus Fluit, Ausbildungsleiter im Bereich Erste Hilfe bei der Björn Steiger Stiftung. „Wer Erste Hilfe übt, kann sie im Notfall anwenden und zum Lebensretter werden.“

Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts sind im Zeitraum Januar bis November 2018 insgesamt 603 Motorradfahrer auf deutschen Straßen tödlich verunglückt. Im Jahr davor waren es im gleichen Zeitraum 575 Getötete. Das entspricht einem Anstieg von knapp fünf Prozent. Dass Motorradfahrer bei Unfällen oft schwer verletzt werden, hat mehrere Gründe: So haben beispielsweise Motorräder keine Knautschzone. Fahrer sind bei einem Aufprall relativ ungeschützt. Auch fehlende Sichtbarkeit ist ein Problem. Auto- und Lkw-Fahrer nehmen Motorradfahrer häufig durch deren dunkle Kleidung und auf den dunklen Maschinen verspätet oder gar nicht wahr. In brenzligen Situationen reagieren sie daher zu spät.

Was kann ein Ersthelfer im Notfall tun? „Zuerst sollte man sich um die Absicherung der Unfallstelle kümmern und über die Nummer 112 einen Notruf absetzen, um weitere, professionelle Hilfe zu organisieren“, rät Fluit. Dies sollte idealerweise immer zeitgleich mit der Versorgung des Verletzten geschehen. Konkret heißt das: den Verletzten ansprechen und prüfen, ob er reagiert. Ist dies der Fall, kann mit ihm kommuniziert werden: Helfer und Unfallopfer können beispielsweise zusammen ausloten, wie Erste Hilfe anhand der Beschwerden durchgeführt werden kann. Ist der Verletzte nicht ansprechbar, muss sein Helm abgenommen werden. „Gerade hier sind Ersthelfer häufig besorgt, für Folgeschäden verantwortlich zu sein“, sagt Fluit. „Diese Angst ist aber nicht gerechtfertigt, wenn man den Verletzten umsichtig versorgt.“

Bei der Helmabnahme wird das Visier nach oben geklappt und der Kinnriemen geöffnet. Dann kniet sich der Ersthelfer hinter den Kopf des Unfallopfers und zieht den Helm mit beiden Händen langsam und vorsichtig vom Kopf. Wichtig ist, dass Ersthelfer ruckartige Bewegungen vermeiden. Auch muss darauf geachtet werden, dass beim Abziehen des Helms ab einem gewissen Punkt mit einer Hand der Kopf des Verletzten von unten gestützt wird. Ist der Helm ab, kann der Kopf vorsichtig auf dem Boden platziert werden. Vorsicht ist bei sogenannten Klapphelmen geboten. Da diese besonders eng anliegen, muss hier vor dem Abnehmen noch ein bestimmter Klappmechanismus geöffnet werden.

Danach sollte der Ersthelfer den Kopf des Verletzten überstrecken und dessen Atmung überprüfen. Falls der Verletzte atmet, sollte er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Ist keine Atmung feststellbar, sollte der Ersthelfer unverzüglich mit einer Herzdruckmassage beginnen – so lange, bis die Rettungskräfte vor Ort sind.

Die Björn Steiger Stiftung appelliert zum Frühlingsauftakt auch an die Motorradfahrer selbst, umsichtig zu fahren. Denn oft muss sich nach der Winterpause erst wieder das richtige Gefühl für die eigene Maschine einstellen. Manchmal würden die eigenen Fahrfähigkeiten dann doch überschätzt und das Unfallrisiko steige, betont Erste-Hilfe-Experte Fluit. Risikofaktoren gibt es im Frühling genug: Die Fahrbahn kann noch nass und damit rutschig sein, Streusalz, das noch auf den Straßen liegt, kann für schlechtere Bodenhaftung der Reifen sorgen. Auch beim Überqueren von nassen Bahngleisen kann ein Motorrad ins Schlingern kommen. Fluit: „Wer vorsichtig fährt, ist sicherer unterwegs.“


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
19.03.2019
Baby-Notarztwagen „Felix 20“ fährt jetzt in Halle (Saale)
Der Baby-Notarztwagen „Felix“ der Björn Steiger Stiftung ist jetzt auch in Halle (Saale) im Einsatz. Im Rahmen einer Feierstunde an der städtischen Hauptfeuerwache übergaben Stiftungspräsident Pierre-Enric Steiger und Projektmanager Thomas Pflanz das Fahrzeug „Felix 20“ an Stadt und Hilfsorganisationen. „Wir freuen uns, dass ,Felix‘ jetzt in der Saalestadt auf der Straße ist“, sagte Steiger. „Das Fahrzeug wird Familien helfen und die Kleinsten der Kleinen sicher ans Ziel bringen. Wir danken Partnern und Spendern vor Ort sowie der Stadt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und für das Ausrichten dieser Veranstaltung“, so Steiger.

Das von der Björn Steiger Stiftung entwickelte Fahrzeug wird meistens bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik gebraucht. In Halle steuert er das Universitätsklinikum sowie die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara an. Der Arbeiter-Samariter-Bund als Leistungserbringer des städtischen Rettungsdiensts ist damit in der Lage, Baby-Transporte sicher und schonend durchzuführen. Gewährleistet wird dies durch eine spezielle Dämpfung, eine Akustikdämmung und ein bedienerfreundliches Be- und Entladesystem. Zudem ist der Transportinkubator, ein mobiler Brutkasten, quer zur Fahrtrichtung positioniert. Wenn das Fahrzeug bremsen muss, können beim Längstransport hohe Kräfte auf den Säugling einwirken. Dabei können Hirnblutungen oder Hirnquetschungen entstehen. Beim Quertransport ist die Gefahr viel geringer – wenn überhaupt vorhanden. Auch die medizinische Versorgung und Betreuung des kleinen Patienten ist beim Quertransport einfacher.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand: „Mit dem neuen Baby-Notarztwagen erhöhen wir die Qualität unseres städtischen Rettungsdienstes weiter. Das neue Fahrzeug sorgt für einen besonders schonenden Transport der kleinsten Patienten und wird künftig bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik eingesetzt. Der Baby-Notarztwagen steuert die Universitäts-Kinderklinik sowie die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara an.“ Auch Vertreter der medizinischen Einrichtungen in Halle an der Saale betonten bei der Übergabe, dass „Felix“ dabei helfen kann, Leben zu retten. Privatdozent Dr. Roland Haase, Leiter der Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin des halleschen Universitätsklinikums, der selbst seit zwei Jahrzehnten Transporte von kranken Früh- und Neugeborenen leitet, freute sich über das neue Fahrzeug: „ ,Felix 20‘ wird die Qualität des Neugeborenentransfers verbessern und zu einer Entlastung des Hubschrauber-transportes beitragen“, so Dr. Haase. Privatdozent Dr. Ludwig Patzer, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale), ergänzte: „Dass es gelungen ist, den ersten ,Felix 20‘ in Halle an den Start zu bringen, ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig persönliches und gesellschaftliches Engagement und klinikübergreifende Zusammenarbeit für eine gute und moderne Kindermedizin in Sachsen-Anhalt sind.“

„Felix“ ist mit Halle (Saale) jetzt an vier Standorten in Deutschland aktiv. Neben Halle sind dies noch die Städte Leipzig, Chemnitz und Oldenburg. Die Einsatzzahlen für das Jahr 2018 an den damals noch drei aktiven Standorten sprechen für sich: Insgesamt absolvierten die Baby-Notarztwagen der Stiftung im vergangenen Jahr 332 Fahrten und legten dabei rund 34.500 Kilometer zurück. „Diese Werte zeigen deutlich: Unser ,Felix‘ wurde und wird gebraucht“, sagte Präsident Steiger. Die Björn Steiger Stiftung hat darüber hinaus Krankenhäusern und Kliniken auch einzelne Transportinkubatoren zur Verfügung gestellt. Im Einsatz sind diese Inkubatoren aktuell in Flensburg (Schleswig-Holstein), Neuwied (Rheinland-Pfalz) und Bayreuth (Bayern).

Die Stiftung finanziert das Baby-Notarztwagenprojekt mithilfe von Spendenaktionen und Sponsoren. Sie befasste sich schon früh mit dem Problem der Säuglingssterblichkeit. Denn bereits 1974 war sie für die Entwicklung und Indienststellung des ersten Rettungswagens für Frühgeborene verantwortlich. Über die Jahre wurde der Rettungswagen immer weiterentwickelt und verbessert. Im Jahr 2012 stellte die Björn Steiger Stiftung mit „Felix“ die fünfte und jüngste Generation des Fahrzeugs vor.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
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H www.steiger-stiftung.de
08.03.2019
Rathaus Schwann mit Laien-Defibrillator ausgestattet
Am Rathaus Schwann konnte Michael Müller, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung, der Gemeinde Straubenhardt im Enzkreis den neuesten Laien-Defibrillator (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) übergeben. Zur Anschaffung dieses Geräts hat die Bürgerstiftung Straubenhardt den finanziellen Beitrag geleistet, der die Aufstellung möglich machte. Bei der Übergabe des AED-Geräts an Bürgermeister Helge Viehweg war daher auch Joachim Scheffler, Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung, anwesend. „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Projektförderern funktioniert wunderbar – mit diesem beherzten Engagement werden wir Straubenhardt weiter herzsicher machen“, sagte Müller im Hinblick auf die Kooperation. Insgesamt wurde damit der zwölfte öffentlich zugängliche Laien-Defibrillator im Gemeindegebiet aufgestellt – drei davon wurden nicht von der Stiftung installiert – und Straubenhardt macht einen weiteren Schritt in Richtung „herzsicher“.

Nach der Übergabe fanden sich knapp 30 Teilnehmer in der Turn- und Festhalle Schwann zur bereits vierten Schulung der Björn Steiger Stiftung zum Thema Wiederbelebung ein. „Die sehr gute Resonanz in der Bevölkerung auf unsere Veranstaltungen bestätigt, dass wir hier sehr gute Arbeit machen“, so Projektmanager Müller. Denn die kostenlosen und öffentlichen Schulungen finden regelmäßig im Rahmen des Projekts „Herzsicheres Straubenhardt“ statt. Sie bieten den Einwohnern die Möglichkeit, ihr Wissen über Wiederbelebung samt dem Einsatz eines Laien-Defibrillators aufzufrischen. Damit soll potenziellen Benutzern der Laien-Defibrillatoren die Hemmungen vor der Nutzung genommen werden.

Der Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator eingesetzt wird. Die Björn Steiger Stiftung stattet seit Herbst 2017 in enger Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort die Gemeinde Straubenhardt mit AED-Säulen aus und schult die Bevölkerung in Erster Hilfe.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

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