Presse

 
13.03.2020
Sigmar Gabriel ist neues Mitglied im Präsidialrat
Der Präsidialrat der Björn Steiger Stiftung wird erweitert: Sigmar Gabriel, ehemaliger Bundesaußenminister, Bundeswirtschaftsminister, Bundesumweltminister und Vizekanzler sowie SPD-Vorsitzender, ist ab sofort ehrenamtliches Mitglied im obersten Kontroll- und Entscheidungsgremium der Stiftung. „Wir freuen uns sehr, Sigmar Gabriel als neues Stiftungsratsmitglied begrüßen zu dürfen“, sagte Prof. Jürgen Gramke, Vorsitzender des Präsidialrats der Björn Steiger Stiftung. „Seine langjährige Erfahrung als Spitzenpolitiker ist für die Björn Steiger Stiftung ein enormer Gewinn.

Sigmar Gabriel betonte seine große Wertschätzung für die Leistung der Björn Steiger Stiftung in den vergangenen 50 Jahren. Die Stiftung habe in dieser Zeit viel bewegt und sei ein Beispiel dafür, was persönliches Engagement bewirken kann. „Gerne beteilige ich mich daran, die wichtigen Themen Notfallhilfe und Rettungswesen weiterzuentwickeln. Ich danke den Mitgliedern des Präsidialrates für ihr Vertrauen und freue mich auf die künftige Zusammenarbeit“, sagte Gabriel.

Die Björn Steiger Stiftung arbeitet intensiv an Initiativen zur Verbesserung des Rettungsdienstes in Deutschland und engagiert sich auch international für ein besseres Notfallwesen. Als Impulsgeber der Notfallhilfe bringt sie immer wieder politische Forderungen zur Optimierung des Rettungswesens in die öffentliche Diskussion. „Für uns als Stiftung ist ein breites Spektrum an Fachwissen im Präsidialrat unerlässlich“, sagte Stiftungspräsident Pierre-Enric Steiger. „So freuen wir uns sehr, Sigmar Gabriel als Präsidialratsmitglied gewonnen zu haben.

Der Präsidialrat ist das höchste Entscheidungs- und Kontrollgremium der gemeinnützigen Björn Steiger Stiftung. Es berät und kontrolliert den Vorstand und legt die grundsätzliche inhaltliche Ausrichtung der Stiftungsarbeit fest. Vorsitzender des Rats ist Prof. Jürgen Gramke, u. a. ehemaliger Minister für Wirtschaft und Technologie des Landes Sachsen-Anhalt, ehemaliges Präsidiumsmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Vorstandsvorsitzender des Institute for European Affairs (INEA). Weitere Mitglieder des Präsidialrates sind die Unternehmerin Liz Mohn, der Manager Dr. Rüdiger Grube (stellvertretender Vorsitzender), der ehemalige Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und jetzige Präsident der Deutschen Verkehrswacht Prof. Kurt Bodewig, der EU-Kommissar und ehemalige Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Günther Oettinger sowie der Vorsitzende der Geschäftsführung der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH Prof. Klaus-Dieter Scheurle.

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28.02.2020
Bei steigenden Fallzahlen von Covid-19 drohen Engpässe im Rettungsdienst
Mit der steigenden Zahl von Fällen der Lungenkrankheit Covid-19 in Deutschland wird der Rettungsdienst wahrscheinlich in absehbarer Zeit unter erheblicher Mehrbelastung stehen“, mahnte Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, als Reaktion auf die Häufung von Verdachtsfällen in weiteren Bundesländern. Heute könne der Rettungsdienst die aktuelle Zahl der Verdachtsfälle noch ohne große Auswirkung auf andere echte Notfallpatienten verkraften. Problematisch sei, dass der Rettungsdienst für diese „Taxi-Fahrten“ von Patienten dauerhaft eigentlich gar nicht zuständig ist. Mangels Alternativen stehe aber aktuell kein anderes Transportmittel zur Verfügung und für viele Verdachtsfälle von an Coronaviren Erkrankten werde der Rettungsdienst zum Transport alarmiert. Das ist eine vermeidbare Ressourcenbelastung in der Notfallversorgung. „Wegen dieser nicht notfallrelevanten Einsätze steht das Rettungsfahrzeug in dieser Zeit für einen echten Notfalleinsatz nicht zur Verfügung. Damit können sich zukünftig unnötigerweise schnell Engpässe für den Rettungsdienst ergeben. Über diese sich abzeichnende Entwicklung muss jetzt diskutiert und Maßnahmen erarbeitet werden, bevor es zu einem ernsten Problem wird“, erläuterte Steiger.

Die Björn Steiger Stiftung fordert dringend eine Diskussion über neue Handlungsempfehlungen für den Transport dieser Patientengruppe. Um die Gefahr eines vermeidbaren Kollapses im Rettungsdienst zu minimieren, müssen Patienten mit Verdacht auf eine Infektion in alternativen Fahrzeugen transportiert werden. Da diese Patienten sitzend und nicht liegend transportiert werden können, ist im Prinzip ein einfacher PKW ausreichend. Dieser kann anschließend zeitunkritisch desinfiziert werden.

Freiwillige, wie etwa Sanitäter oder Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, könnten die Transporte anstelle des Rettungsdienstes durchführen und so entlastend wirken. Diese Freiwilligen müssten mit Schutzanzügen ausgestattet und über die richtigen Verhaltensweisen im Umgang mit Covid-19-Patienten aufgeklärt worden sein, bevor sie den Rettungsdienst derart unterstützen. Eine mögliche Zertifizierung solcher freiwilligen Helfer durch die zuständigen Behörden sollte in der Diskussion in Betracht gezogen werden. Eine solche Unterstützungseinheit muss aber rechtzeitig vor dem Ansteigen der Verdachtsfälle strukturiert und aufgebaut werden. Daher sollten die Bundesländer diesen Ansatz jetzt mit in ihre Planungen aufnehmen. Diesbezüglich hat sich die Björn-Steiger-Stiftung schriftlich an alle zuständigen Ministerien gewandt.

Das Rettungsdienstpersonal und die Rettungsmittel müssen zum gegenwärtigen Zeitpunkt von Verdachtsfällen des Coronavirus entlastet werden, um eine krisenhafte Zuspitzung in der Rettungskette zu verhindern“, sagte Dr. Stefan Lührs, Leitender Notarzt. „Notärzte und Rettungsdienstpersonal sind so gut wie möglich auf die Virusfälle vorbereitet, allerdings sind Entlastungen in dieser Lage notwendig“, schloss sich Dr. Roland Huf, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin (DGKM) an. Beide Experten befürworteten die Handlungsempfehlung der Björn Steiger Stiftung.

Grundsätzlich gilt, dass Personen, die Sorge haben, an Covid-19 erkrankt zu sein, sich gemäß der Handlungsempfehlung des Bundesgesundheitsministeriums beim zuständigen Gesundheitsamt – und nicht bei der 112 – melden. Die Björn Steiger Stiftung verweist mit Nachdruck darauf, dass ein Verdacht auf die Infektion mit dem Coronavirus kein Fall für den Rettungsdienst und die Notrufnummer 112 sei. „Die Bevölkerung muss zunächst überlegen, ob überhaupt ein Coronaverdacht vorliegen könnte. Dann sollten zunächst telefonisch der Hausarzt, die 116117 oder auch die örtlichen Gesundheitsämter kontaktiert werden, ob und wo eine Testung sinnvoller Weise durchzuführen ist. Aber auch der beste Test nützt nichts, wenn man sich nicht entsprechend verhält. Daher sei an dieser Stelle nochmal auf das regelmäßige Hände waschen, das Vermeiden von Kontakt mit kranken Personen und den Verbleib zu Hause hingewiesen, sollten Krankheitssymptome auftreten“, rät Dr. Carola Holzner, Notärztin und Leitende Oberärztin der Universitätsmedizin Essen.

Die Björn Steiger Stiftung setzt sich seit über 50 Jahren für die Verbesserung der Notfallhilfe ein. Mit ihrem Engagement als unabhängige Organisation nimmt sie sich auch der Belange des Rettungsdienstes an. Im Juli 2019 veranstaltete die Stiftung einen Kongress zur Zukunft des Rettungsdienstes und thematisierte dabei mit Expertenvorträgen und Diskussionsrunden verschiedene Probleme im deutschen Rettungswesen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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26.02.2020
Landrätin Fründt und Björn Steiger Stiftung ehren Helfer mit Lebensretterpreis
Drei Ersthelfer haben im Beisein von Landrätin Kirsten Fründt den Lebensretterpreis der Björn Steiger Stiftung für die engagierte Reanimation ihres Kollegen erhalten. Die Lehrer Michaela Koch, Sebastian Sohl und Silke Trautwein der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain (Landkreis Marburg-Biedenkopf) waren 2019 an der Rettung ihres Kollegen beteiligt. „In Anerkennung der mutigen und unbezahlbaren Hilfe für Ihren Kollegen möchten wir Ihnen diesen Preis überreichen“, sagte Angelo Sapia, Manager des Projekts „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung, bei der Übergabe des Lebensretterpreises in Marburg.

Wir alle sind diesen drei Lebensrettern zu großem Dank verpflichtet. Sie waren im richtigen Moment zur Stelle und haben das Richtige getan: Sie haben geholfen“, betonte Landrätin Kirsten Fründt. Die Lebensrettung in Kirchhain zeige auch, dass die Entscheidung zu dem Projekt ,Herzsicherer Landkreis‘ absolut richtig war. „Allein durch diesen einen erfolgreichen Einsatz eines Laien-Defibrillators hat sich das ganze Projekt bereits bezahlt gemacht“, sagte Kirsten Fründt.

Vor einem Jahr, als der Kollege der drei Pädagogen, der selbst nicht in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten möchte, an seinem Arbeitsplatz einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitt, leisteten die drei Preisträger sofort Erste Hilfe. Dank ihrer Herzdruckmassage und dem Einsatz eines Laien-Defibrillators (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) konnte sein Leben gerettet werden. Das AED-Gerät war im Zuge des Projekts „Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf“ im Oktober 2018 in der Alfred-Wegener-Schule installiert worden.

Die Björn Steiger Stiftung kämpft schon lange gegen den Herztod in Deutschland. Sie hat seit 2001 bereits rund 27.000 AED-Geräte in Umlauf gebracht. 2013 startete das Projekt „Herzsicher“. Hiermit stattet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf startete das Projekt „Herzsicher“ offiziell mit der ersten Installation eines Laien-Defibrillators im Juli 2018 am Bürgerhaus in Fronhausen.

Im Rahmen des Projekts „Herzsicherer Landkreis“ sind in Marburg-Biedenkopf bereits 120 Laien-Defibrillatoren an unterschiedlichen Orten, beispielsweise an Schulen, in öffentlichen Gebäuden oder Verwaltungen installiert worden. Etwa 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ließen sich in den notwendigen Erste-Hilfe-Maßnahmen und in der Bedienung der Geräte schulen.

Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die Betroffenen haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein AED-Gerät zum Einsatz kommt, um einem aus dem Takt geratenen Herz mit einem lebensrettenden Stromimpuls „Starthilfe“ zu geben. Diese wichtigen Erstmaßnahmen müssen in der Regel von Laien, die sich in nächster Nähe befinden, durchgeführt werden – denn bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage bleiben in den meisten Fällen bleibende Schäden zurück.



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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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