Presse

 
20.01.2020
dm-Filiale wird mit Laien-Defibrillator ausgestattet
Im Juli 2019 läutete die Björn Steiger Stiftung mit lokalen Partnern das Projekt „Herzsichere Stadt Sulz am Neckar“ mit der Aufstellung des ersten Laien-Defibrillators (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) ein. Heute trafen sich Vertreter der Stadtverwaltung und der Björn Steiger Stiftung mit Saskia Schenk, dm-Filialleiterin in Sulz am Neckar, und Patrick Laye, Geschäftsführender Gesellschafter der LAYE GmbH, zur offiziellen Übergabe eines weiteren AED-Geräts für die Stadt.

Der neue Laien-Defibrillator befindet sich gut zugänglich im Eingangsbereich an der Außenfassade des dm-Drogeriemarkts in der Bahnhofstraße 49. Darüber hinaus bekamen die Anwesenden eine Kurzschulung in Sachen Wiederbelebung und lernten unter anderem, wie das AED-Gerät im Notfall schnell eingesetzt werden kann. Gestiftet hat das Gerät Patrick Laye von der LAYE GmbH in Sulz am Neckar. „Das Projekt ‚Herzsichere Stadt Sulz am Neckar‘ finde ich überaus wichtig. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, aktiv zu helfen und für mehr Herzsicherheit zu sorgen“, sagte Laye, der auch den Standort für das neue AED-Gerät bereitgestellt hat. „Ich freue mich sehr über das beherzte Engagement der Beteiligten vor Ort. Nur mit solchen starken Partnern und Sponsoren können wir das Projekt nachhaltig gestalten und weiter ausbauen“, sagte Angelo Sapia, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung. „Für die großzügige Unterstützung und die Einsatzbereitschaft bedanke ich mich daher heute bei allen herzlich“, so Sapia weiter.

Der Herztod fordert rund 100.000 Opfer pro Jahr und ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben meist nur eine Chance, wenn Ersthelfer sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein AED-Gerät einsetzen. Ein AED-Gerät kann mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Zu den „Herzsicher“-Projekten der Björn Steiger Stiftung gehören deshalb zwei Komponenten: Zum einen die flächendeckende Aufstellung von AED-Geräten, zum anderen die Schulung der Bevölkerung in Sachen Wiederbelebung. „Durch die Schulungen werden Hemmungen vor Wiederbelebungsmaßnahmen und vor der Benutzung eines AED-Geräts abgebaut. So können Helfer im Falle eines Herzstillstands rasch Erste Hilfe leisten“, so Sapia.

Die Björn Steiger Stiftung engagiert sich schon seit Jahren im Kampf gegen den Herztod. 2013 startete das Projekt „Herzsicher“. Inzwischen stattet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Laien-Defibrillatoren aus und organisiert die Schulungen vor Ort. Seit 2001, als der Kampf gegen den Herztod begann, hat die Stiftung schon rund 27.000 Laien-Defibrillatoren in den Verkehr gebracht.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
14.01.2020
Katharina Bauer ist neue Botschafterin der Björn Steiger Stiftung
Stabhochspringerin Katharina Bauer ist neue Botschafterin der Björn Steiger Stiftung. Die von der „BILD“-Zeitung einmal als „härteste WM-Athletin“ Deutschlands bezeichnete 29-Jährige kämpft ab sofort zusammen mit der Stiftung gegen den Herztod, an dem in Deutschland pro Jahr rund 100.000 Menschen sterben. „Mir geht es darum, öffentliches Bewusstsein für das Thema Herztod und Erste Hilfe im Notfall zu schaffen“, sagt Bauer. „Wie kann ich Betroffenen helfen? Wie funktioniert eine Herzdruckmassage und wie geht man mit einem Defibrillator um? Ich möchte mit daran arbeiten, dass das alles zur Selbstverständlichkeit wird und jeder weiß, was im Notfall zu tun ist“, so Bauer.

Die Leichtathletin nahm in ihrer Karriere schon an vielen Welt-, Europa- und nationalen Meisterschaften teil. 2014 wurde sie Team-Europameisterin, 2018 holte sie den ersten Platz bei den Deutschen Hallenmeisterschaften. Dabei musste sie immer wieder Rückschläge wie Handbrüche und einen Bandscheibenvorfall verkraften. Sie stand aber auch immer wieder auf und widmet sich bis heute mit Energie und Hingabe dem Leistungssport.

Dass dies keine Floskel ist, bewies sie an anderer Stelle ihrer Biographie: Mit sieben Jahren wurde bei Katharina Bauer ein Herzfehler festgestellt – ihr Herz schlug schneller als dies gewöhnlich der Fall ist. Mit der Zeit wurde die Lage ernster, 2018 unterzog sie sich daher einer Operation: Die Ärzte implantierten ihr einen Defibrillator, der das Herz durch elektrische Impulse im Notfall wieder in den richtigen Takt bringen kann. Was folgte, war eine belastende Zeit der Ungewissheit. „Das war sehr heftig für mich damals, ich hatte Angst und tausend Fragen im Kopf, wie es mit meinem Leben weitergeht und ob ich jemals wieder springen könnte“, sagt Bauer im Rückblick. Trainer, Familie, Kolleginnen und Kollegen aus dem Sport hätten sie in dieser Zeit aber nach Kräften unterstützt. Und nicht nur das: Nach und nach gewöhnte sich die Leistungssportlerin an den implantierten Defibrillator. „Ich habe im Kopf umgeschaltet und ihn als Lebensretter begrüßt, der mich begleitet und da ist, wenn es darauf ankommt “, verrät Bauer.

Die Verbindung zur Björn Steiger Stiftung liegt auf der Hand. Denn auch die Stiftung setzt sich dafür ein, dass Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) als Lebensretter vor Ort sind und im Notfall für jedermann bereitstehen. Darüber hinaus schult sie die Bevölkerung flächendeckend in Wiederbelebung und zeigt, wie eine Herzdruckmassage funktioniert und ein AED-Gerät zu bedienen ist. Seit 2001, als der Kampf gegen den Herztod begann, hat die Björn Steiger Stiftung bereits rund 27.000 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. 2013 startete ihr Projekt „Herzsicher“, inzwischen werden ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Laien-Defibrillatoren ausgerüstet und ihre Einwohner in Reanimation geschult.

Katharina Bauer wird die Stiftung dabei unterstützen: Geplant sind unter anderem gemeinsame Besuche bei Sportvereinen. Im Rahmen dieser Termine wird die Sportlerin AED-Geräte überreichen und bei Wiederbelebungstrainings dabei sein. Vor allem kann sie durch ihre eigene Geschichte herausstellen, wie wichtig es ist, im Notfall helfen zu können. Erste Hilfe sei nichts Fremdes oder etwas, vor dem man Angst haben müsse, betont Bauer. Im Gegenteil: Wer vorbereitet sei und schnell eingreife, könne Leben retten. Wo und wann die Botschafterin in Aktion zu sehen ist, wird die Björn Steiger Stiftung rechtzeitig bekanntgeben.

Wir freuen uns sehr über den Weg, den wir jetzt zusammen mit Katharina Bauer gehen “, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Dass sie sich neben vielen anderen Aufgaben noch ehrenamtlich für die Notfallhilfe engagiere, verdiene größte Hochachtung. „Wir sind fest davon überzeugt, gemeinsam viel bewirken zu können – im besten Fall retten wir Leben“, so Steiger weiter.

Neben Katharina Bauer sind der Fußballtrainer Peter Neururer und die Schauspielerin Kristin Meyer für die Björn Steiger Stiftung als Botschafter aktiv.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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13.12.2019
Bundespräsident würdigt Lebenswerk von Siegfried Steiger
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einem Brief das Lebenswerk von Siegfried Steiger, dem „Vater“ und Architekten des deutschen Rettungswesens, gewürdigt. Zum 90. Geburtstag des Gründers der Björn Steiger Stiftung schreibt der Bundespräsident: „Ihre Arbeit und die Unterstützung durch viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind ein Hoffnungszeichen für Menschlichkeit und Solidarität in dieser Welt und ein Beispiel dafür, wie viel Gutes ein Einzelner anstoßen und bewirken kann.“ Die Björn Steiger Stiftung bezeichnete der Bundespräsident als „Motor und Schrittmacher des modernen Rettungswesens“ in Deutschland. „Für all das sage ich Ihnen und Ihrer Frau heute meinen Dank“, so der Bundespräsident weiter.

Siegfried Steiger kam am 15. Dezember 1929 in Schönberg, heute ein Ortsteil der Gemeinde Bad Brambach, im sächsischen Vogtland zur Welt. 1950 lernte er seine spätere Frau Ute kennen. 1952 flohen erst er, dann später auch seine Frau aus der DDR in die Bundesrepublik. 1953 heirateten die beiden in Stuttgart, 1955 bauten sie ein Architektenbüro in Winnenden bei Stuttgart auf. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. 1969 änderte sich das Leben der Steigers: Ihr ältester Sohn Björn wurde am 3. Mai, eine Woche vor seinem neunten Geburtstag, in Winnenden von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde, bis der Krankenwagen kam – eine funktionierende Notfallhilfe gab es noch nicht. Björn starb später auf dem Weg ins Krankenhaus.

Am 7. Juli 1969 gründete das Ehepaar Steiger die Björn Steiger Stiftung mit dem Ziel, das Rettungswesen in Deutschland zu verbessern. Schritt für Schritt brachten die Steigers Veränderungen auf den Weg: Bundesweite Notrufnummern 112 und 110, Notrufsäulen am Straßenrand, 24-Stunden-Notarztsystem, BOS-Sprechfunkstandard im Rettungsdienst, Luftrettung mit Gründung und Finanzierung der ersten zivilen Luftrettungsorganisation (DRF: Deutsche Rettungsflugwacht), Baby-Notarztwagen – dies alles und mehr gehört dazu. Ihr „Rettungsmodell Rems-Murr“ – eine erstmals vollständige, eigenfinanzierte und wissenschaftliche Personal- und Materialberechnung für einen finanzierbaren Rettungsdienst – wurde zum Muster für die heutige bundesweite Notfallhilfe. „Das, was Ihrem geliebten Sohn damals widerfahren war, sollte sich niemals mehr wiederholen“, fasst Bundespräsident Steinmeier die zugrundeliegende Motivation des Engagements der Steigers zusammen.

Ich bedanke mich für die außerordentlich hohe Anerkennung, die meine Frau, ich sowie die gesamte Björn Steiger Stiftung durch die Zeilen des Bundespräsidenten erhalten haben“, sagte Siegfried Steiger. Leben retten: Dies sei früher wie heute oberste Maxime der Stiftungsarbeit. In unzähligen Fällen sei dies auch gelungen, und diesem Ziel würden sich nach wie vor alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung verpflichtet fühlen, so Steiger weiter. „Das macht uns sehr stolz.“


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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