Presse

 
11.07.2018
Hilfe zur Lebensrettung: Defibrillator am Ruhestein
Er kommt überraschend und ist lebensbedrohend: Der Herztod, ein plötzlich auftretender Herz-Kreislauf-Stillstand, gilt als eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jährlich sterben bundesweit bis zu 100.000 Menschen an den Folgen. Um die Überlebenschancen zu erhöhen und die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu überbrücken, ist sofortige Erste Hilfe per Herzdruckmassage notwendig – am besten in Kombination mit einem sogenannten Defibrillator, ein medizinisches Gerät, das mittels Elektrostimulation das Herz wieder zum Schlagen anregen kann. Ein solcher Defibrillator, den jeder Laie bedienen kann, wurde nun auch am Nationalparkzentrum Ruhestein installiert

„Der Nationalpark ist ein Tagesziel sehr vieler Menschen, um die Höhenluft zu genießen oder auch, um sich auf unseren Veranstaltungen über die Natur im Nordschwarzwald zu informieren. Da ist es möglich, dass auch hier eines Tages etwas passiert und schnelle Erste Hilfe notwendig wird“, so Friederike Scharfe, Leiterin des Veranstaltungsbüros des Nationalparks. „Wir freuen uns deshalb sehr über die Initiative der Björn Steiger Stiftung, die Region flächendeckend mit Defibrillatoren auszustatten. Jetzt können wir auch hier im schlimmsten Fall so gut es geht helfen.“

Der Automatisierte Externe Defibrillator (AED) – so die korrekte Bezeichnung – wurde speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer entwickelt. Beim Anschalten beginnt er zu sprechen und erteilt den Benutzerinnen oder Benutzern klare Anweisungen, was Schritt für Schritt zu tun ist. „So kann jeder, der bei einem plötzlichen Herztod in der Nähe ist, schnelle und wirkungsvolle Hilfe leisten“, freut sich auch Maite Graus aus dem Veranstaltungsteam. Sie wurde ebenso wie zahlreiche weitere Mitarbeiter von Harald Leipold von der Björn Steiger Stiftung in die Nutzung des Gerätes eingewiesen.

„Das Gerät ist zwar selbsterklärend, aber die Einweisung kann zusätzlich helfen, die Hemmschwelle zu senken und im Zweifel noch schneller zu reagieren“, erklärt Leipold. „Beim plötzlichen Herztod zählt tatsächlich jede Sekunde“, bestätigt Michael Müller, Projektmanager der Aktion „100.000 Leben zu retten“ der Björn Steiger Stiftung. „Bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage bleiben in den meisten Fällen irreparable Schäden zurück.“

Eine Herzdruckmassage trauen sich nicht alle Menschen spontan zu, ein zögerliches Eingreifen kann aber fatal sein. „Der bereitstehende Defibrillator ist da eine weitere Möglichkeit, schnell und so gut es geht zu helfen, auch wenn der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon Jahre oder gar Jahrzehnte zurück liegt“, führt Michael Müller weiter aus. Für die Björn Steiger Stiftung, die sich grundsätzlich der Verbesserung der Notfallhilfe verschrieben hat, ist der Zeitgewinn und die zusätzliche Option für Ersthelfer Grund genug, sich für die Verbreitung von AED-Geräten und deren Handhabung einzusetzen. „Wir können alle mal in eine Situation kommen, dass wir entweder Hilfe leisten müssen oder wir froh sind, wenn uns jemand Hilfe leisten kann.“

Hintergrund Björn Steiger Stiftung
Der achtjährige Björn Steiger verunglückte 1969 im Straßenverkehr und starb am Schock – die Notfallhilfe kam zu spät, um ihn retten zu können. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Die Stiftung engagierte sich seither unter anderem für die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf – und ganz aktuell für die flächendeckende Installation von AED-Säulen mit den einfach bedienbaren Geräten. Seit Herbst 2016 stellt die Björn Steiger Stiftung auch im gesamten Landkreis Freudenstadt diese Säulen auf und macht so die Region herzsicher. Mittlerweile konnten hier über 120 Defibrillatoren öffentlich verfügbar gemacht und fast 1.000 Bürger in Wiederbelebungsmaßnahmen geschult werden.
04.05.2018
Gemeinsam drücken für ein „Herzsicheres Straubenhardt“
Die Gemeinde Straubenhardt wird von der Björn Steiger Stiftung mit öffentlich zugänglichen AED-Geräten und Wiederbelebungskursen für die Bevölkerung „herzsicher“ gemacht. Ein AED (Automatisierter Externer Defibrillator) kommt bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zum Einsatz und kann von jedem Laien problemlos bedient werden. Insgesamt verfügen die einzelnen Ortsteile Straubenhardts nun über elf dieser öffentlich zugänglichen „Lebensretter“. Gestern wurde das AED-Gerät am Eingang der Straubenhardthalle im Beisein des Bürgermeisters Helge Viehweg und der Sponsoren des Projekts offiziell eingeweiht.

Bei der darauffolgenden öffentlichen Schulung im Bürgertreff war das Interesse für die Herz-Lungen-Wiederbelebung groß. Marcus Fluit, Bildungsreferent der Björn Steiger Stiftung, erklärte die einfachen Maßnahmen, mit welchen jeder bei einem Herztod Leben retten kann. Hierzu gehört natürlich die Herzdruckmassage. Dank der Sprachansage des AEDs wird der Laie zudem Schritt für Schritt angeleitet. Viele Teilnehmer hakten nach: „Was ist, wenn ich nicht schnell genug drücke?“, „Muss ich nicht auch beatmen?“, „Kann ich mit dem AED-Gerät auch Schaden anrichten?“ Fluit beantwortete alle Fragen und nahm den verunsicherten Zuhörern ihre Ängste. „Sie können dabei nichts falsch machen. Falsch wäre es nichts zu tun“, betonte er.

Helge Viehweg, Bürgermeister von Straubenhardt, war schon bei Schulungen der Stiftung dabei. Auch er betont: „Davor hätte ich mir das wahrscheinlich auch nicht zugetraut. Aber nun weiß ich, wie einfach Leben retten ist. Ich bin mir sicher, dass ich das jetzt hinkriegen würde, wenn der Ernstfall einträfe.“

Die Gollmer und Hummel GmbH finanzierten das AED-Gerät an der Straubenhardthalle. Für Geschäftsführer Christoph Schönthaler war es naheliegend das Projekt zu unterstützen. „Als Hersteller von Feuerwehrschläuchen sind wir an lebensrettenden Gerätschaften nah dran. Wenn wir die Gelegenheit haben der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können, tuen wir das natürlich gern.“ Auch für die Willy Lillich GmbH war es im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit ein AED mitzufinanzieren, besonders da vergangenes Jahr ein 43-jähriger Mitarbeiter aufgrund eines Herztods verstorben ist. Die Treff Disount GmbH beteiligte sich ebenfalls an dem Projekt.

Im Rahmen des Projekts „Herzsicheres Straubenhardt“ werden zukünftig weiterhin öffentliche und kostenfreie Wiederbelebungskurse angeboten. Außerdem stattete die Björn Steiger Stiftung die Wilhelm-Ganzhorn-Schule mit einem „Retten-macht-Schule“-Lehrpaket aus, damit die Schüler ebenfalls die Herz-Lungen-Wiederbelebung erlernen können.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
13.04.2018
Seit einem Jahr für die Kleinsten im Einsatz
Baby-Notarztwagen „Felix“ begeht seinen ersten Geburtstag

Seit dem 04.04.2017 ist der Baby-Notarztwagen „Felix“ in Leipzig im Einsatz. Insgesamt hat er bei einem aktuellen Kilometerstand von knapp 19.000 Kilometern 181 Fahrten absolviert. Das Spezialfahrzeug für Frühgeborene und kranke Säuglinge kommt meist bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik zum Einsatz. In Leipzig fallen häufig Transporte zwischen dem Universitätsklinikum und dem Herzzentrum an. Der Baby-Notarztwagen hat aber auch schon Säuglinge aus Berlin, Cottbus, Dresden, Chemnitz, Jena, Erfurt und sogar Ljubljana nach Leipzig gebracht. Betrieben wird das Fahrzeug von der Branddirektion.

Prof. Dr. Ulrich Thome, Leiter der Abteilung Neonatologie am Universitätsklinikum Leipzig, zieht nach einem Jahr Erfahrung mit „Felix“ ein zufriedenes Resümee: „Das Fahrzeug bietet nicht nur optimal schonende Bedingungen für das Kind, sondern auch optimale Arbeitsbedingungen für das begleitende ärztliche und pflegerische Personal. Es bleibt dabei, dass ein Kind, das nach seiner Geburt medizinische Hilfe benötigt, am besten an einem Ort geboren wird, wo es nicht mehr transportiert werden muss. Da sich dies nicht immer erreichen lässt, sind wir sehr froh, durch das spezialisierte Fahrzeug einen möglichst sicheren und schonenden Transport gewährleisten zu können."

„Felix“ sorgt dank einer speziellen Dämpfung, einer Akustikdämmung und einem bedienerfreundlichen Be- und Entladesystem für eine möglichst schonende Fahrt für die fragile Fracht. Zudem ist der Transportinkubator (mobiler Brutkasten) quer zur Fahrtrichtung positioniert, was für die kleinen Patienten wesentlich sicherer ist. Wenn das Fahrzeug bremsen muss, wirken beim Längstransport so hohe Kräfte auf den Säugling ein, dass Hirnblutungen oder Hirnquetschungen auftreten können. Dieses Phänomen ist beim Quertransport sehr viel geringer bzw. gar nicht vorhanden. Dank des Quertransports hat das Personal im „Felix“ auch räumlich einen besseren Zugang zum Kind und kann es so besser überwachen und betreuen.

Da der Baby-Notarztwagen im Rettungsdienstgesetz als Rettungsmittel nicht vorgesehen ist, musste er aus Spendengeldern finanziert werden. Die jährlichen Betriebskosten (Diesel, Versicherung, Inspektion, etc.) von rund 30.000 Euro werden ebenfalls von der Björn Steiger Stiftung getragen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Pressesprecherin
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Öffentlichkeitsarbeit
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