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10.11.2021
DLRG und Björn Steiger Stiftung stellen Notrufsäule am Hagerwaldsee auf
Die Zahl der von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Björn Steiger Stiftung gemeinsam aufgestellten Notrufsäulen in Wassernähe steigt in ganz Deutschland beständig weiter an. Am 9. November 2021 konnte eine Notrufsäule am baden-württembergischen Hagerwaldsee in der Gemeinde Alfdorf eingeweiht werden - auch dank tatkräftiger ehrenamtlicher Unterstützung des vor Ort ansässigen „Lions Club Welzheim“. Details dazu finden Sie hier in unserer Pressemitteilung.
08.11.2021
Herzsicher in Möhringen
Vereint im Kampf gegen den Herztod: Die Björn Steiger Stiftung und die Initiative Lebensraum Möhringen e.V. (ILM) engagieren sich in Zusammenarbeit mit der Johanniter Unfallhilfe im Rahmen des Projekts „Herzsicheres Möhringen“ gemeinsam für die Prävention des Herztodes sowie für die Aufklärungsarbeit bei Erster Hilfe. Insgesamt werden 20 öffentliche und gut zugängliche Standorte in Stuttgart-Möhringen mit modernen, mobilen Defibrillatoren ausgestattet. Beschafft wurden die automatisierten externen Defibrillatoren (AED) der Björn Steiger Stiftung mit finanzieller Unterstützung der Stadtverwaltung und ortsansässigen Unternehmen. Am 6. November 2021 wurde ein vom Bezirksbeirat gesponsertes AED-Gerät symbolisch an die Bezirksvorsteherin Evelyn Weis vor dem Gemeindezentrum Martinskirche übergeben und in das dortige AED-Außenwandgehäuse übernommen. Anschließend hatten die Anwesenden dann die Gelegenheit, die Reanimation in einer Kurzschulung vor Ort praktisch zu üben und den Umgang mit einem Laien-Defibrillator zu erlernen.
05.11.2021
Notfallversorgung als Notfall...? Es gibt Reformbedarf!
Von Pierre-Enric Steiger (Namensbeitrag in „Der Paritätische“, Verbandsmagazin des Paritätischen Gesamtverbandes (Ausgabe 05 / 2021))

Die Tatsache ist bis heute kaum bekannt - und gerade dies ist besonders bedenklich: Deutschland verfügt über keinen einheitlichen Stand in der Notfallversorgung. Denn diese ist in jedem Bundesland und innerhalb der Bundesländer teilweise von Landkreis zu Landkreis, von Stadt zu Stadt und letztlich sogar in jedem Rettungsdienstbereich unterschiedlich organisiert. Ergebnis der grundlegenden Verschiedenheiten: Die Notfallversorgungen, die wir heute in Deutschland haben, sind weder zu evaluieren noch miteinander zu vergleichen. So verfügt Baden-Württemberg als einziges (!) von 16 Bundesländern über einen Qualitätsbericht bezüglich der rettungsdienstlichen Leistungen.

Der gerade beschriebene Zustand verweist zugleich auf eine weit umfassendere Herausforderung: Die Notfallversorgung ist in Deutschland selbst zum Notfall geworden - nebenbei bemerkt schon vor langer Zeit. Reformbedarf besteht in vielfacher Hinsicht, wie ein aktuelles Beispiel verdeutlicht: Datengrundlagen über Notfallpatientinnen und -patienten vom Zeitpunkt des Notfallgeschehens bis zur Wiedereingliederung in das Arbeitsleben oder bis zur Erwerbsunfähigkeit gibt es in Deutschland bis heute nicht. Der Nachweis darüber, was die Notfallversorgung, der Rettungsdienst und die zentralen Notaufnahmen tatsächlich leisten, ist deshalb auch nicht zu erbringen - und Kosten und Nutzen zu bewerten, ist ebenfalls nicht möglich.

Seitenblick auf die bestehenden Strukturen: Die Bundeseinheitlichkeit ist zum obersten Gebot in der Notfallversorgung geworden. Wir brauchen in Deutschland eine einheitliche standardisierte Notrufabfrage sowie bundeseinheitliche Leitstellentechnik mit bundeseinheitlicher Datenerfassung - und zwar vom ersteintreffenden Rettungsmittel und dann den Daten aus dem Klinikinformationssystem bis hin zur Entlassung. Die Einführung ebenfalls bundeseinheitlicher Kennzahlen wie Hilfsfrist, Einhaltung der Tracer-Diagnosezeiten etc. ist deshalb genauso dringend geboten.

Die Schaffung einer bundesweiten Kontrollinstanz wäre zielführend, ausgeweitet auf die Leistungen der Notaufnahmen und ausgestattet mit der Befugnis, aus den gewonnenen Erkenntnissen auch die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Baden-Württemberg hat den Punkt der Kontrollinstanz mit der „Stelle zur trägerübergreifenden Qualitätssicherung im Rettungsdienst Baden-Württemberg (SQR-BW)“ vorbildlich ausgestaltet - allerdings beschränkt auf die Grenze des eigenen Bundeslandes.

„Bundeseinheitlichkeit“ steht gleichsam auf dem Wegweiser zu einer zuverlässigen, wirksamen und effizienten Notfallversorgung in ganz Deutschland - und den weiten, mitunter verschlungenen Weg, der zu diesem lebenswichtigen Ziel führt, wird die Björn Steiger Stiftung auch weiterhin ebnen - Schritt für Schritt, beharrlich, geduldig, mit festem Schuhwerk und mit klarem Blick auf den jeweils nächsten Streckenabschnitt.

Pierre-Enric Steiger (*1971) ist seit 2010 Präsident der gemeinnützigen Björn Steiger Stiftung und zugleich auf vielfache Weise ehramtlich engagiert. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Ehefrau und drei Kindern in Winnenden (Baden-Württemberg).

Über die Stiftung

 
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Wir helfen Leben retten

Wir, die Björn Steiger Stiftung, sind eine gemeinnützige Organisation, welche sich seit 1969 der Verbesserung der Notfallhilfe annimmt.
Die grundlegenden Voraussetzungen für die moderne Notfallhilfe haben wir bereits geschaffen. Mit der Zeit bedarf es jedoch stetiger Nachbesserung. Hier sehen wir uns in der Pflicht.
Unsere aktuellen Initiativen widmen sich der Bekämpfung des plötzlichen Herztods („Kampf dem Herztod“) der Verbesserung des Notrufs 112 („Notruf“) und dem Frühgeborenentransport („Baby-Notarztwagen-System ‚Felix‘“). „Kampf dem Herztod“ ist weiter untergliedert in „Retten macht Schule“ (Siebtklässler lernen Erste Hilfe und Reanimation mit AED-Geräten) und „Herzsicher“ (Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren und Sensibilisierung der Bevölkerung für Wiederbelebungsmaßnahmen).
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