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03.11.2018
Weltmännertag: Björn Steiger Stiftung will mehr Defibrillatoren
Zum Weltmännertag am 3. November fordern wir: Städte und Landkreise müssen beim Kampf gegen den Herztod mehr tun! Denn der Weltmännertag rückt das Thema Gesundheit in den Fokus – für uns ein wichtiger Anlass, darauf hinzuweisen, dass das Engagement gegen den Herztod nach wie vor zu gering ist. Zu wenige Städte und Gemeinden sind in ausreichender Zahl mit Laien-Defibrillatoren ausgestattet. Und zu wenige Einwohner sind mit Erster Hilfe vertraut und könnten im Notfall eingreifen.

Etwa 100.000 Menschen in Deutschland sterben im Jahr am Herztod. Bei Männern ist das Risiko aus mehreren Gründen größer als bei Frauen. Die Zahl der bundesweit aufgestellten Laien-Defibrillatoren lässt bei dieser hohen Anzahl von Opfern - egal ob Mann oder Frau - nach wie vor zu wünschen übrig.

Wir wollen, dass sich daran etwas ändert. Und wir gehen mit viel Engagement voran. 2013 startete unser Projekt „100.000 Leben zu retten“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren voranzutreiben. Das Konzept: an belebten Orten wie Rathäusern und Supermärkten mit lokalen Partnern AED-Säulen aufstellen. Aktuell werden ganze Landkreise und Städte „herzsicher“ gemacht.

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„100.000 Leben zu retten" >

30.10.2018
Bocksberg in Goslar-Hahnenklee bekommt zwei Laien-Defibrillatoren
Gemeinsam gegen den Herztod: Zusammen mit der ErlebnisBocksBerg Hahnenklee GmbH haben wir den Bocksberg in Goslar-Hahnenklee „herzsicher“ gemacht. An der Berg- und an der Talstation, die durch eine Gondelbahn verbunden sind, wurde je einen Laien-Defibrillator (AED – Automatisierter Externer Defibrillator) aufgestellt.

So schön diese Nachricht auch ist: Die Aufstellung der beiden AED-Geräte hat eine tragische Vorgeschichte. Im Juli dieses Jahres starb ein zweifacher Familienvater bei einem Familienausflug auf dem Bocksberg am Herztod. Während der Beisetzungsplanung fasste die hinterbliebene Ehefrau, die 42-jährige Simone Simchen, einen Entschluss: Menschen, die Anteil nahmen, wurden gebeten, kein Geld für Blumen und Kränze auszugeben. Stattdessen wurden sie ermutigt, für die Anschaffung eines Defibrillators auf dem Bocksberg zu spenden. „Das wäre im Sinne meines Mannes gewesen“, sagte Simchen. „Als wir Hilfe brauchten, konnte man sie uns nicht geben. Das wollte ich ändern.“ Dies verdient höchste Anerkennung und größten Respekt!

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18.10.2018
„Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf": 40 AED-Geräte sind aufgestellt
Seit dem gemeinsamen Projektstart vom Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Björn Steiger Stiftung im Juli dieses Jahres sind bereits 40 AED-Geräte kreisweit aufgestellt worden, davon allein 30 in Liegenschaften des Landkreises. Dazu zählen insbesondere die Schulstandorte, aber auch die Kreis-Job-Center in Biedenkopf, Marburg und Stadtallendorf sowie das Gesundheitsamt und das Landratsamt in Marburg-Cappel. Weitere Geräte finden sich unter anderem in den Rathäusern in Cölbe, Lohra, Stadtallendorf und Wohratal sowie einigen weiteren Bürger- und Gemeindehäusern. Im Verlauf des Projekts konnte mit der Deutschen Vermögensberatung, die 15.000 Euro zur Anschaffung fünf weiterer Geräte spendete, ein weiterer Unterstützer hinzugewonnen werden. Wir freuen uns über diesen Erfolg!

Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die Betroffenen haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) zum Einsatz kommt, um einem aus dem Takt geratenen Herz mit einem lebensrettenden Stromimpuls „Starthilfe“ zu geben. Diese wichtigen Erstmaßnahmen müssen in der Regel von Laien, die sich in nächster Nähe befinden durchgeführt werden – denn bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage bleiben in den meisten Fällen bleibenden Schäden zurück.

Dementsprechend wichtig sind im Falle eines plötzlichen Herzstillstands die Ersthelfer. „Sie setzen den Notruf ab, leisten Erste Hilfe und stellen so die Weichen für alle anderen Schritte: Notarzt, Rettungsdienst und Klinik. Mit diesem Projekt können wir die Rolle der Ersthelfer stärken und weiter ausbauen, damit sie noch besser helfen können“, betonte Kirsten Fründt, Landrätin des Landkreises Marburg-Biedenkopf.

Wir freuen uns über das Engagement, mit dem der Landkreis Marburg-Biedenkopf den Kampf gegen den Herztod aufgenommen hat“, sagte Angelo Sapia, Projektbeauftragter der Björn Steiger Stiftung. Ein starker Partner an der Seite der Stiftung sei unerlässlich, um etwas bewirken zu können. Die Voraussetzung dafür sei allerdings das richtige Bewusstsein, betonte Sapia. „Die bisher schon 40 aufgestellten Defbrillatoren sind ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass ein solches Bewusstsein bei unserem Partner hier in der Region vorhanden ist."

„100.000 Leben zu retten" >

Über die Stiftung

 
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Wir helfen Leben retten

Wir, die Björn Steiger Stiftung, sind eine gemeinnützige Organisation, welche sich seit 1969 der Verbesserung der Notfallhilfe annimmt.
Die grundlegenden Voraussetzungen für die moderne Notfallhilfe haben wir bereits geschaffen. Mit der Zeit bedarf es jedoch stetiger Nachbesserung. Hier sehen wir uns in der Pflicht.
Unsere aktuellen Initiativen widmen sich der Bekämpfung des plötzlichen Herztods („Kampf dem Herztod“) der Verbesserung des Notrufs 112 („Notruf“) und dem Frühgeborenentransport („Baby-Notarztwagen-System ‚Felix‘“). „Kampf dem Herztod“ ist weiter untergliedert in „Retten macht Schule“ (Siebtklässler lernen Erste Hilfe und Reanimation mit AED-Geräten), „Sani Sanelli“ bereitet Grundschüler auf den Notfall vor und „100.000 Leben zu retten“ steht für die Massenverbreitung von Erste-Hilfe-Defibrillatoren (AED).
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