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22.11.2017
Sani Sanelli schult die Kleinsten für den Notfall
Ein ungewöhnlicher Anblick: Landrat Dr. Rückert und Bürgermeister Zimmermann sitzen gemeinsam mit den Erstklässlern der Berthold-Auerbach-Schule im Unterricht und lauschen gespannt, was Sani Sanelli den Kindern beibringt. Zum zweiten Mal besuchte der rote Kobold den herzsicheren Landkreis Freudenstadt, diesmal in der Grundschule in Nordstetten/Horb.

Mit knapp 50 Schülern probte Sani-Sanelli-Multiplikatorin Birgit Sturm den Ernstfall: „Ein Klassenkamerad läuft auf dem Pausenhof auf euch zu, bleibt dann plötzlich stehen, ist ganz blass im Gesicht und fällt dann plötzlich um. Was solltet ihr als erstes tun?" Prompt kam die Antwort: „Eine Lehrerin holen!" „Stimmt, aber vorher solltet ihr bei eurem Freund schauen und nachfragen, ob alles in Ordnung ist." Nach und nach spielen die Kinder diesen Notfall durch. Zum Schluss sollen sie üben, wie ein Notruf abgesetzt wird und welche Angaben sie dabei parat haben sollten.

Schulrektorin Monika Krahl ist begeistert von dem Projekt und will die Inhalte regelmäßig im Unterricht wiederholen. Dafür erhält die Schule ein kostenloses Sani-Sanelli-Lehrpaket. Landrat Dr. Klaus Michael Rückert unterstützt unsere Idee des ganzheitlichen Schulungsangebots für den Landkreis und ist überzeugt davon, dass das Sensibilisierung für Notfallsituationen in jungen Jahren sinnvoll und nachhaltig ist.

Initiative: „Sani Sanelli" >

21.11.2017
Science Center phaeno mit Laien-Defibrillator ausgestattet
Im phaneo in Wolfsburg steht seit heute im Ausstellungsraum eine unserer AED-Säulen (Automatisierter Externer Defibrillator) für Herznotfälle bereit. Gesponsert wurde sie von der Barmer und der Bürgerstiftung Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg. Stefan Lorenz, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Wolfsburg, betonte. „Jeder sollte sich vor Augen führen, dass im Notfall Sekunden über Leben und Tod entscheiden können.“ Auch Heiko Hoffmann, Vorstand der Bürgerstiftung Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg begründete sein Engagement damit, dass es gar nicht genug AED-Standorte geben kann. phaeno Geschäftsführer Michel Junge bedankte sich herzlich bei der Björn Steiger Stiftung und den Wolfsburger Unterstützern. „In einem Haus mit jährlich 250.000 Gästen ist es durchaus möglich, dass einmal jemand Herzprobleme bekommt, und jetzt sind wir für solche Notfälle optimal ausgestattet.“

„100.000 Leben zu retten" >

17.11.2017
100. Fahrt für Leipziger Baby-Notarztwagen
100 Transporte, 12.141 km und gerade mal 8 Monate im Dienst: Pünktlich zum Weltfrühchentag hat der Leipziger Baby-Notarztwagen „Felix“ seine 100. Fahrt hinter sich gebracht. Da in Leipzig viele Verlegungen zwischen Uniklinikum und Herzzentrum anfallen, ist das Spezialfahrzeug für Frühchen viel unterwegs. Auch aus entfernteren Geburtskliniken in ganz Sachsen und darüber hinaus hat er schon kleine Patienten nach Leipzig gebracht. So zum Beispiel aus Rodewisch, Erfurt, Meissen, Torgau, Herzberg, Dresden, Zwickau, Cottbus, Riesa, Wurzen, Halle und im August sogar aus Ljubljana (Slowenien).

Wie ein Einsatz mit dem Baby-Notarztwagen verläuft, erfahren Sie in der folgenden Geschichte vom Herzzentrum Leipzig.

„Blaues Baby“ Benjamin fährt mit Blaulicht ins Herzzentrum

Die junge Mutter betrachtet glücklich ihren vor wenigen Stunden geborenen ersten Sohn Benjamin. Er liegt friedlich und ruhig atmend im Arm seiner Mutter auf der Wochenbettstation in einer Geburtsklinik im Leipziger Umland. Die Geburt war schweißtreibend und anstrengend, aber unproblematisch. Benjamin hat sofort laut geschrien und brachte stolze vier Kilogramm auf die Waage. Nun erholen sich Mutter und Kind von den Strapazen.

Die Hebamme betritt das Zimmer und macht plötzlich ein besorgtes Gesicht. Die junge Mutter erschrickt und fragt, was so beunruhigend sei. Die leichte Blauverfärbung der Haut von Benjamin gefalle ihr nicht, sagt die Hebamme. Die hinzugerufene Kinderärztin erklärt, dass sie nun einige Untersuchungen mit Benjamin machen müsse und nimmt ihn mit auf die Neonatologie. Das ist die Station für Frühchen und kranke Neugeborene. Auf einmal geht alles ganz schnell. Benjamin wird verkabelt und mit Ultraschall untersucht. Er bekommt Blutentnahmen und Infusionen. Die Bewegungen der Ärzte und Schwestern sind flink, aber nicht hektisch. Benjamins Haut wird immer blauer und dunkler. Die Ärztin erklärt den jungen Eltern, dass Benjamin einen angeborenen Herzfehler hat. Dieser ist so kompliziert, dass man ihn auch während der Schwangerschaft oft nicht erkennen kann. Nun wird die Situation für Benjamin lebensbedrohlich.

Bei den Kollegen auf der Intensivstation der Kinderkardiologie im ca. 30 km entfernten Herzzentrum Leipzig klingelt das Telefon. Die Kollegin in der Geburtsklinik beschreibt Benjamins Symptome. Der Kinderkardiologe bestätigt den Verdacht auf Benjamins Diagnose: Eine Vertauschung der großen Hauptschlagadern, die aus dem Herzen kommen. Benjamin muss schleunigst ins Herzzentrum.

Der Kinderkardiologe ruft in der Rettungsleitstelle an und fordert den Baby-Notarztwagen an. Nur eine halbe Stunde später steht „Felix“ an der Rettungseinfahrt der ländlichen Geburtsklinik. Die Kollegen der Kinderkardiologie legen Benjamin in den Transportinkubator und laden diesen in den vorgewärmten Baby-Notarztwagen. Dort wird der Inkubator mit dem blauen Baby Benjamin federnd fixiert. Benjamins Zustand ist kritisch aber stabil. Alle Infusionen und Kabel können am Baby bleiben und werden an die Anschlüsse im Wagen angeschlossen. Auch Sauerstoff ist in jeder gewünschten Dosierung für das Baby im Wagen vorhanden. Ein Beatmungsgerät steht bereit, falls Benjamin keine Luft mehr holen sollte. Der Baby-Notarztwagen sieht aus wie eine fahrende Intensivstation. Durch spezielle Dämpfung im Wagen ist Benjamin vor lauten Geräuschen geschützt.

Nach einer halben Stunde Blaulicht-Fahrt wird Benjamin auf der Kinderintensivstation des Herzzentrums Leipzig in sein neues Bettchen gelegt. Seine Haut ist bedrohlich blau, aber er atmet ruhig. Jetzt erhält er den dringend benötigten Eingriff per Herzkatheter. Dafür bekommt er ein Schlaf- und Schmerzmittel. Durch diesen Eingriff wird eine bessere Mischung des Blutes erreicht. Seine Haut ist nun nur noch etwas blau. Die Sauerstoffsättigung ist ausreichend gut. In stabilem Zustand und Kreislauf wartet Benjamin nun auf seine große Herzoperation, die in einer Woche stattfinden wird. Bis dahin kann er täglich mit seiner Mutter kuscheln und das Stillen lernen. Nach der Operation wird Benjamin geheilt sein und normal aufwachsen. Nur durch das rasche Erkennen seines Problems und den unverzüglichen komfortablen Transport mit Technik auf höchstem medizinischen Niveau im Baby-Notarztwagen „Felix“ der Björn Steiger Stiftung war es möglich, dass Benjamin beste Chancen auf ein gesundes Leben hat.

Initiative: „Baby-Notarztwagen-System ,Felix‘“ >

Über die Stiftung

 
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Wir helfen Leben retten

Wir, die Björn Steiger Stiftung, sind eine gemeinnützige Organisation, welche sich seit 1969 der Verbesserung der Notfallhilfe annimmt.
Die grundlegenden Voraussetzungen für die moderne Notfallhilfe haben wir bereits geschaffen. Mit der Zeit bedarf es jedoch stetiger Nachbesserung. Hier sehen wir uns in der Pflicht.
Unsere aktuellen Initiativen widmen sich der Bekämpfung des plötzlichen Herztods („Kampf dem Herztod“) der Verbesserung des Notrufs 112 („Notruf“), dem Frühgeborenentransport („Baby-Notarztwagen-System ‚Felix‘“) und der flächendeckenden notärztlichen Versorgung („Rettungsdienst- und Notarztgrundversorgung“). „Kampf dem Herztod“ ist weiter untergliedert in „Retten macht Schule“ (Siebtklässler lernen Erste Hilfe und Reanimation mit AED-Geräten), „Sani Sanelli“ bereitet Grundschüler auf den Notfall vor und „100.000 Leben zu retten“ steht für die Massenverbreitung von Erste-Hilfe-Defibrillatoren (AED).
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