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23.09.2019
Anpfiff für den Kampf gegen den Herztod
Zusammen mit unserem Stiftungsbotschafter, dem Fußballtrainer Peter Neururer, haben wir damit begonnen, Fußballvereine im Ruhrgebiet herzsicher zu machen. Den Auftakt machte der FC Erkenschwick 26 e.V. aus Oer-Erkenschwick im Kreis Recklinghausen. Botschafter Peter Neururer erzählte den Vereinsmitgliedern gleich zu Beginn seines Besuchs, dass er selbst durch Erste Hilfe gerettet wurde, als es bei ihm im Jahre 2012 beim Golfen in Gelsenkirchen zum Herzstillstand kam. „Meine eigene Geschichte handelt davon, wie wichtig Wiederbelebung ist“, sagte Neururer. Das Anliegen der Björn Steiger Stiftung, Laien-Defibrillatoren massenhaft verfügbar zu machen und mit so vielen Menschen wie möglich Wiederbelebungstechniken zu trainieren, unterstütze er daher mit aller Kraft. „Das ist für mich im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzenssache“, so Neururer.

Anschließend berichtete Stiftungspräsident Pierre-Enric Steiger den Zuhörern über die vielfältigen Bereiche der Stiftungsarbeit und dankte dem Botschafter für sein Engagement. Dank sprach auch der 1. Vorsitzende des FC Erkenschwick 26, Michael Grzeskowiak, an Botschafter und Stiftung aus. „Es ist toll, dass wir jetzt einen ‚Defi‘ vor Ort haben. Wir hoffen aber, dass es nie zum Ernstfall kommt und wir ihn einsetzen müssen“, sagte Grzeskowiak. Ebenfalls zur Übergabe anwesend war Oer-Erkenschwicks Bürgermeister Carsten Wewers.
Auch die Praxis kam bei diesem Event nicht zu kurz: Stiftungspräsident Steiger persönlich führte zu Übungszwecken eine Herzdruckmassage durch, während Botschafter Neururer einen mitgebrachten Trainings-Defibrillator bediente. Später probierten sich auch Vereinsmitglieder und aktive Fußballer in der Praxis aus – alles unter fachkundiger Anleitung von Marcus Fluit, dem Erste-Hilfe-Experten und Ausbilder der Björn Steiger Stiftung. Damit ist der Auftakt in Sachen Herzsicherheit im Ruhrgebiet ist gemacht. Es werden weitere Vereine folgen.

Botschafter Peter Neururer >

19.09.2019
Das Buch „Tot oder lebendig – das skandalöse Geschäft mit dem Notruf“ legt den Finger in offene Wunden
Schonungslos und schockierend: Das Buch „Tot oder lebendig – das skandalöse Geschäft mit dem Notruf“ der beiden Journalisten Lars Winkelsdorf und Thomas Eckert analysiert auf bestechende Art und Weise den Zustand des deutschen Rettungswesens. Darauf wollen wir zum 20. September 2019, genau 46 Jahre nach Einführung der bundesweiten und kostenlosen Notrufnummern 112/110, hin. „Die Autoren legen den Finger in offene Wunden und zeigen, dass der Rettungsdienst in Deutschland an seine Grenzen gekommen ist“, sagt unser Präsident Pierre-Enric Steiger. „Das Buch ist ein Weckruf an die Politik, dass sich grundlegend etwas ändern muss. So kann es in einem Bereich, in dem Menschenleben auf dem Spiel stehen, nicht weitergehen“, so Steiger weiter. „Wir fordern seit langem Verbesserungen im Rettungswesen und arbeiten konstruktiv mit, damit sich die Situation ändert.“

Im Buch beschreiben die beiden Autoren detailliert die vorliegenden Missstände. Die Rede ist von fehlenden bundesweiten Qualitätsstandards, von daraus resultierender völlig unterschiedlicher Versorgungsqualität des Notfallpatienten, von Personalmangel und fehlender oder unzureichender Ausrüstung, die den Rettern zur Verfügung steht. „In Deutschland existieren [...] zahllose unterschiedliche Rettungssysteme“, konstatieren die Journalisten. „Wir haben es mit einer regelrechten Streusandbüchse der Lebensrettung zu tun, während wir gleichzeitig in einem Land leben, in dem es einheitliche Vorschriften für die Ausgestaltung dörflicher Schützenvereine gibt.“ Weiterhin heißt es, man habe in der Bundesrepublik „16 Bundesländer mit unterschiedlichen Regelungen, die ihrerseits diese Regelungen den jeweiligen Landkreisen und Gemeinden aufoktroyieren, die Umsetzung und Ausgestaltung aber gleichzeitig diesen selbst überlassen. Es entstand eine absurde Verteilung im deutschlandweiten Rettungssystem, die in der Realität dazu führen kann, dass die beste Erste Hilfe darin besteht, einen Patienten 100 Meter weiter in einen anderen Landkreis oder ein anderes Bundesland zu schleifen, weil ihm dort besser geholfen werden kann.“

Hier geht es zur Pressemitteilung.



19.09.2019
REWE-Markt in Flöha mit Laien-Defibrillator ausgerüstet
Kommt es im REWE-Markt im mittelsächsischen Flöha zu einem Herzstillstand, kann ab jetzt effektiv Erste Hilfe geleistet werden. Wir haben in der Marktfiliale im Bäckereibereich einen Laien-Defibrillator (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) montiert. Unser Projektkoordiniator Thomas Pflanz, und Marktleiter Ralf Ruscher trafen sich heute zur offiziellen Übergabe des AED-Geräts. Die Mitarbeiter des Markts bekamen anschließend von der Stiftung eine Kurzeinweisung, um als potenzielle Ersthelfer zu wissen, wie der „Defi“ im Notfall bedient wird. Durch die Kurzschulungen werden eventuell vorhandene Hemmschwellen beim Thema Erste Hilfe abgebaut.

Das Engagement gegen den Herztod, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des REWE-Markts mit der Aufstellung des AED-Geräts zeigen, verdient großen Respekt“, sagte Pflanz. Der Laien-Defibrillator ist in der REWE-Filiale im Bereich der Bäckerei angebracht. Dieser Bereich ist auch sonntags geöffnet. Somit kann das Gerät im Notfall an allen sieben Wochentagen zu den entsprechenden Öffnungszeiten erreicht und eingesetzt werden. „Im Falle eines Falles ist das Gerät ab jetzt vor Ort und wir können helfen“, freute sich Marktleiter Ruscher.

Hier geht es zur Pressemitteilung.

„Kampf dem Herztod" >

Über die Stiftung

 
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Wir helfen Leben retten

Wir, die Björn Steiger Stiftung, sind eine gemeinnützige Organisation, welche sich seit 1969 der Verbesserung der Notfallhilfe annimmt.
Die grundlegenden Voraussetzungen für die moderne Notfallhilfe haben wir bereits geschaffen. Mit der Zeit bedarf es jedoch stetiger Nachbesserung. Hier sehen wir uns in der Pflicht.
Unsere aktuellen Initiativen widmen sich der Bekämpfung des plötzlichen Herztods („Kampf dem Herztod“) der Verbesserung des Notrufs 112 („Notruf“) und dem Frühgeborenentransport („Baby-Notarztwagen-System ‚Felix‘“). „Kampf dem Herztod“ ist weiter untergliedert in „Retten macht Schule“ (Siebtklässler lernen Erste Hilfe und Reanimation mit AED-Geräten), „Sani Sanelli“ bereitet Grundschüler auf den Notfall vor und „Herzsicher“ steht für die Massenverbreitung von Erste-Hilfe-Defibrillatoren (AED).
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