Presse

 
Winnenden/Oberhausen, 27.11.2019
Fußballtrainer rüstete Fußballclubs mit Laien-Defibrillatoren aus und sprach über Erste Hilfe

Drei Sportvereine sind herzsicher – dank Botschafter Peter Neururer

3:0 für die Herzsicherheit – mit diesem Ergebnis schließen die Björn Steiger Stiftung und ihr Botschafter Peter Neururer ihre „Aktion Lebensrettung 2019“ im Ruhrgebiet ab. Insgesamt drei Fußballvereine haben der Fußballtrainer und TV-Experte sowie die Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt, innerhalb weniger Wochen im Ruhrgebiet herzsicher gemacht. Den Anfang machte Ende September der FC 26 Erkenschwick in Oer-Erkenschwick. Es folgte Anfang November der BV Rentfort in Gladbeck, den Abschluss machte gestern die Sportgemeinschaft SG Osterfeld in Oberhausen. Die Vereine bekamen von Botschafter Neururer je einen Laien-Defibrillator (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) der Stiftung überreicht. Anschließend wurden Vereinsmitglieder von Stiftungsmitarbeitern in Sachen Wiederbelebung trainiert: Gezeigt wurden unter anderem Wiederbelebungstechniken wie die Herzdruckmassage und wie das AED-Gerät im Notfall eingesetzt wird.

Für uns war die Aktion ein voller Erfolg und wir danken Peter Neururer für sein ehrenamtliches Engagement“, sagte Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „Mit seiner Hilfe konnten wir das wichtige Thema Notfallhilfe wieder sehr gut in den öffentlichen Fokus bringen. Es ist toll, solch einen authentischen Botschafter an seiner Seite zu wissen“, so Steiger weiter. Auch der Fußballtrainer zog eine durchweg positive Bilanz. „Für mich war, ist und bleibt das Thema Erste Hilfe im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit“, sagte Neururer. „Ich freue mich, dass ich unterstützen konnte. Es ist gut zu wissen, dass bei den Vereinen jetzt bei einem Herzstillstand effektiv Erste Hilfe geleistet werden kann. Aber ich hoffe natürlich, dass es dort nie zu einem Notfall kommt und das Gerät gar nicht erst gebraucht wird.

Rund 100.000 Menschen sterben allein in Deutschland pro Jahr am Herztod – es kann jeden treffen. Nach Eintreten des Herzstillstands sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um zehn Prozent, wenn überhaupt keine Erste Hilfe erfolgt. Demgegenüber liegt die Überlebenschance aber bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach dem Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Solch ein AED-Gerät kann mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Das alles beweist: Wer schnell und beherzt hilft, kann Leben retten.

Genau dafür setzt sich die Björn Steiger Stiftung ein: so viele Menschen wie möglich durch Wiederbelebungstrainings dazu befähigen, im Notfall eingreifen zu können. Und durch so viele gut und schnell zugängliche „Defis“ wie möglich sicherzustellen, dass Ersthelfer effektiv unterstützt werden, bis der Rettungsdienst eintrifft. Dass ausgerechnet Fußballtrainer Neururer mitmacht, ist kein Zufall: Er selbst erlitt 2012, beim Golfspielen in Gelsenkirchen, einen Herzstillstand. Zum Glück startete ein Ersthelfer vor Ort direkt mit der Reanimation. Das rettete Neururer das Leben. „Das war damals alles sehr knapp, keine Frage“, so Neururer im Rückblick. Als Botschafter der Stiftung konnte er den Mitgliedern der Vereine daher glaubwürdig und aus erster Hand berichten, dass Wiederbelebungs-Wissen überlebenswichtig ist.

Die drei Fußballvereine, die an der Aktion mit Peter Neururer teilnehmen, hatten sich zuvor für einen Vor-Ort-Besuch des Trainers samt „Defi“-Übergabe und Reanimations-Training bei der Stiftung beworben. Denn gerade auch auf einem Vereinsgelände kann es vor und während des Spielbetriebs bei den vielen versammelten Menschen immer zum Herznotfall kommen. Passiert dies, ist schnelle und effektive Hilfe gefragt. Der FC 26 Erkenschwick, der BV Rentfort und die SG Osterfeld sind nun vorbereitet, wenn es darauf ankommt.

Peter Neururer bleibt der Björn Steiger Stiftung als Botschafter erhalten. Und nicht nur das: Für das kommende Jahr 2020 sind weitere „Defi“-Übergaben an Fußballvereine der Region geplant. „Wir freuen uns sehr, dass es weitergeht mit unserer gemeinsamen ,Aktion Lebensrettung'“, betonte Präsident Steiger. Die Björn Steiger Stiftung wird rechtzeitig über den weiteren Projektverlauf informieren.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

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