Mit Sani Sanelli wird der Notruf zum Kinderspiel

23. Juli 2015

Die Grundschüler der Rosensteinschule sind jetzt dank der Initiative „Sani Sanelli“ für eine Notfallsituation gewappnet. Der rote Plüschkobold der Björn Steiger Stiftung kam diese Woche in die ersten bis vierten Klassen und brachte den Kindern spielerisch die Notrufnummer 112 bei.

Birgit Sturm, Mitarbeiterin der Stiftung, führte den Unterricht durch und erklärte den Schülern, welche Situationen tatsächliche Notfälle sind und wie wichtig es dabei ist, schnell Hilfe zu holen. Fiktive Geschichten rund um Sani Sanelli bereiteten das Thema kindgerecht und spielerisch auf. Dann wurde es für die Kleinen richtig spannend. Sie durften an Handy-Attrappen selbst einen Notruf absetzen. Einige wussten schon ganz gut bescheid und konnten sogar die Adresse der Schule aufsagen. Sani Sanelli wurde vor der Klasse für alle sichtbar auf einen Stuhl gesetzt und beobachtete aufmerksam, wie motiviert die Schüler bei der Sache waren.

Das Projekt für Grundschulen wurde 2005 von Marion Mihm, examinierte OP-Fachschwester, ins Leben gerufen. Damals war ihre viereinhalbjährige Nichte überfordert, als ihre Großmutter plötzlich bewusstlos wurde. So fing Marion Mihm an Geschichten rund um Notfälle kindgerecht niederzuschreiben. Mittlerweile waren sie und ihre Helfer schon an knapp 600 Schulen in ganz Deutschland unterwegs.

Birgit Sturm ist mit den Schulungen an der Rosensteinschule sehr zufrieden. „Viele Kinder kannten die Notrufnummer schon. Aber es ist wichtig, mögliche Notfallsituationen regelmäßig mit ihnen durchzuspielen. So kann ihnen die Angst davor ein wenig genommen werden.“ In den ersten und zweiten Klassen dürfen die Kleinen noch ein Bild von Sani Sanelli malen und währenddessen einer Hörbuchgeschichte lauschen, in den dritten und vierten Klassen wird die stabile Seitenlage geübt. Hier ist es nicht entscheidend, dass dieses Wissen in der Praxis schon angewendet werden kann, sondern dass die älteren Grundschüler ihre Berührungsängste verlieren und erste Erfahrungen mit Hilfsmaßnahmen sammeln können. Zum Schluss bekamen alle noch einen 112-Anstecker, der einen guten Platz auf dem ein oder anderen Schulranzen findet. Sani Sanelli verabschiedete sich; er muss ja bald wieder in die nächsten Schulen. Aber nicht bevor er nicht noch von allen Schülern einmal gedrückt wurde.

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