Der Sportbund Rheinhessen, die BKK24 und die Björn Steiger Stiftung fördern gemeinsam AED-Geräte in Sportvereinen

In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 100.000 Menschen unvermittelt an einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Schnelle Hilfe in den ersten Minuten kann das Leben der Betroffenen retten! Eine realistische Überlebenschance besteht dann, wenn sofort mit der Herzdruckmassage begonnen wird und ein Defibrillator in den ersten fünf Minuten zum Einsatz kommt. Deswegen ist es wichtig, einen flächendeckenden Zugang zu automatisierten externen Defibrillatoren (AEDs) zu gewährleisten, welche ohne Probleme auch von Laien benutzt werden können. Bei der Defibrillation wird ein elektrischer Schock verwendet, um Herzrhythmusstörungen zu beenden und eine normale Herztätigkeit zu ermöglichen. Aber auch die Durchführung der Herzdruckmassage ist ein wesentlicher Bestandteil der Wiederbelebungsmaßnahmen.

Was tun Sie, wenn bei Ihnen im Verein ein*e Mitspieler*in auf einmal zusammenbricht? Wann war Ihre letzte Erste-Hilfe-Schulung? Wie lange braucht ein Krankenwagen, um Ihren Verein zu erreichen? Oft ist es lange her, dass man sich mit direkten Hilfsmaßnahmen beschäftigt hat. Ein zusätzliches Problem ist, dass der Krankenwagen zur örtlichen Vereinsanlage häufig zu lange braucht, bis er beim Einsatzort ankommt. Dabei sind die ersten Minuten entscheidend. Erste-Hilfe mit einer frühen Defibrillation rettet Leben. Sie steigert die Überlebenschancen um ein Vielfaches.

Aus diesem Grund hat der Sportbund Rheinhessen gemeinsam mit der Björn Steiger Stiftung und der BKK24 das Projekt „Herzsicher – Sportler*innen retten Leben“ initiiert. Ziel ist es, möglichst viele Menschen für das Thema Herzgesundheit zu sensibilisieren und Mitglieder aus Sportvereinen im Umgang mit AEDs auszubilden. Die geförderten Defibrillatoren sollen als zusätzliche Sicherheit für den Alltag im Sportverein und als entscheidender Unterschied für „den Fall der Fälle“ dienen.

Der Präsident des Sportbundes Rheinhessen, Klaus Kuhn, freut sich sehr über die neue Kooperation und weiß um die Wichtigkeit des Themas: „Wir sind sehr dankbar, gemeinsam mit unseren Partnern, der Björn Steiger Stiftung und der BKK24, unsere Sportvereine in der Lebensrettung unterstützen zu können. Die Corona-Pandemie mit möglichen Herzmuskelentzündungen nach einer Infektion hat die Notwendigkeit dabei im sportlichen Kontext nochmals massiv verstärkt. Dem möchten wir präventiv entgegenwirken!“

Doch auch die Sensibilisierung und Schulung von Vereinsvertreter*innen und Übungsleiter*innen ist dem Sportbund Rheinhessen ein Anliegen, so Thorsten Richter, Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen: „Wir möchten zur Herzgesundheit aufklären und dafür sensibilisieren. Mit der Björn Steiger Stiftung und der BKK24 als Krankenkasse konnten wir exzellente Experten als Partner gewinnen. Unser langfristiges Ziel ist es, die Kooperation weiter auszubauen und so nach und nach die rheinhessischen Vereine mit AEDs auszustatten.“

„Das Herz hat höchste Priorität! Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind sehr wichtig, ein plötzlicher Herztod lässt sich leider trotzdem nicht komplett ausschließen. Auch deshalb sollten möglichst viele Menschen in der Lage sein, als Ersthelfer im Ernstfall zu helfen. Das ehrenamtliche Engagement in Sportvereinen ist hier unbedingt zu unterstützen“, so Jörg Nielaczny, Vorsitzender des Vorstandes der BKK24.

„Herzsicherheit ist ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Wir freuen uns, dass der Sportbund Rheinhessen und die BKK24 gemeinsam mit unserer Stiftung das wichtige Thema Laien-Reanimation aufgreifen und ihre Vereine gezielt bei der Beschaffung von Defibrillatoren unterstützen. Damit können sie ihre Sportstätten mit lebensrettenden AED-Geräten herzsicher ausstatten. Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann jeden treffen - unabhängig von Alter, Geschlecht, ob Sportler oder Nicht-Sportler. Mit Defibrillatoren und der Schulung in Herzdruckmassage schaffen wir zusammen die Grundvoraussetzungen für Sportvereine, um in solchen Situationen angemessen und lebensrettend eingreifen zu können. Für dieses Engagement danke ich allen Beteiligten sehr herzlich. Ihr Einsatz ist beispielgebend im Kampf gegen den unvermittelten Herztod“, erklärte Sabrina Seitter, Geschäftsführerin der Björn Steiger Stiftung.

Sportbund Rheinhessen

Als Dachorganisation der rheinhessischen Sportvereine und Fachverbände vertritt der Sportbund Rheinhessen die Interessen seiner rund 900 Vereine, davon 45 Großvereine mit mehr als 1.000 Mitgliedern in 60 Fachverbänden. Der Sportbund Rheinhessen fungiert für rund 270.000 sportliche Mitglieder als Dienstleister zur Regulierung ihrer überfachlichen Angelegenheiten in sechs Sportkreisen (Stadt Mainz, Stadt Worms, Landkreis Alzey-Worms, Landkreis Mainz-Bingen, Landkreis Birkenfeld und Landkreis Bad Kreuznach). Er fördert insbesondere die Sportentwicklung in Rheinhessen wie z.B. die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Vereinsmitarbeiter*innen, die finanzielle Unterstützung von Mitgliedsvereinen, den Sportstättenbau, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Entwicklung sozialer Initiativen im Sport.

BKK24

Mit der Gesundheitsinitiative „Länger besser leben.“ unterstützt die Krankenkasse BKK24 seit vielen Jahren die individuelle Gesundheitsförderung der Menschen in Deutschland. Unabhängig von einer Mitgliedschaft bei der BKK24 können alle Personen ab 18 Jahren kostenlos daran teilnehmen und werden regelmäßig mit wertvollen Informationen rund um die Themen Gesundheit und Wohlbefinden versorgt. Themenschwerpunkte sind Bewegung, Ernährung, Suchtmittelkonsum, mentale Gesundheit sowie Klima und Gesundheit. Auch Informationen zu einzelnen Krankheitsbildern und präventiven Maßnahmen werden immer wieder aufgegriffen, weshalb die Prävention des plötzlichen Herztods für die BKK24 ein wichtiges Anliegen ist. Durch die Schulung in den Sportvereinen sollen die Menschen sensibilisiert werden und Handlungshilfen für den – hoffentlich nicht eintretenden Ernstfall – erhalten.

Zum Projekt Herzsicher im Verein: Sportbund Rheinhessen und BKK24

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