100. "Retten macht Schule"-Schulung: Frühe Ausbildung von Kindern und Jugendlichen zu Lebensrettern durch Lehrkräfte

„Nach aktuellen Zahlen erleiden in Deutschland mindestens 50.000 Menschen pro Jahr einen plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand. Damit die Betroffenen gute Überlebenschancen haben, brauchen sie schnelle Hilfe von Personen, die unverzüglich Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten können. Wir alle in der Gesellschaft sollten diese Hilfe leisten können und ohne Scheu leisten. Um dies frühzeitig zu verankern und weil es auch in Schulen zu Situationen kommen kann, in denen Erste Hilfe geleistet werden muss, lernen unsere Kinder und Jugendlichen schon ab der 7. Klasse in dem von der Björn Steiger Stiftung initiierten Projekt „Retten macht Schule“ die wichtigsten Maßnahmen in Reanimationssituationen selbstverständlich anzuwenden“, erklärt Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. „Im Rahmen des Programms „Retten macht Schule“ wurde jetzt die 100. Schulung für Lehrkräfte durchgeführt. Interessierte Lehrkräfte können sich in regionalen Trainings als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren schulen lassen, sodass sie anschließend ihren Schülerinnen und Schülern selbstständig die Herzdruckmassage und die Laien-Defibrillation vermitteln können.“

Im Zeitrahmen von mindestens einer Unterrichtsstunde kann dies beispielsweise in den Fächern Biologie und Sport geschehen, in Projektwochen unter Einbindung der Schulsanitätsdienste, in Vertretungsstunden sowie im Zuge der Ganztagsschule. Schulen in ganz Rheinland-Pfalz erhalten durch „Retten macht Schule“ die Möglichkeit, interessierte Lehrkräfte kostenlos ausbilden zu lassen. Zusätzlich erhalten die teilnehmenden Schulen kostenlos Schulungs- und Lehrmaterial, Übungspuppen im halben Klassensatz sowie einen Laien-Defibrillator (AED – Automatisierter Externer Defibrillator) mit Wandschrank sowie ein AED-Trainingsgerät. AED-Geräte sind speziell auch für nicht ausgebildete Personen konzipiert und unterstützen so Ersthelfende ohne große Erfahrung bei der Wiederbelebung mit Hilfe von Abbildungen und per Sprachfunktion.

„Die Rückmeldungen der teilnehmenden Schulen sind durchweg positiv. Sie profitieren von den Schulungen, den Materialien, der Unterstützung und insbesondere auch der Ausstattung durch die Björn Steiger Stiftung im Rahmen von „Retten macht Schule“, freut sich die Ministerin.

Eine im Jahr 2019 unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zwischen der Björn Steiger Stiftung, der Stiftung Paula Wittenberg sowie dem Ministerium für Bildung stellt die flächendeckende Ausbildung von Lehrkräfte sowie die Versorgung mit Lehrmaterialien und Defibrillatoren in ganz Rheinland-Pfalz sicher. Die Projektkosten werden vollumfänglich durch die Björn Steiger Stiftung, das Land Rheinland-Pfalz und regionale Spender und Sponsoren gedeckt; das Bildungsministerium fördert die Umsetzung mit 65.000 Euro pro Jahr.

„In jedem steckt ein Lebensretter. Die Breitenausbildung an Schulen ist ein wichtiger Schritt für unsere Gesellschaft im Kampf gegen den plötzlichen Herztod, der jeden jederzeit treffen kann. Wir freuen uns, dass das Land Rheinland-Pfalz gemeinsam mit unserer Stiftung das wichtige Thema aufgegriffen und ein flächendeckendes Ausbildungskonzept für den Reanimationsunterricht in Schulen umgesetzt hat, das die Grundvoraussetzung schafft, damit Schülerinnen und Schüler in solchen Situationen angemessen und lebensrettend eingreifen können“, erklärt Ulrich Schreiner, Geschäftsführer der Björn Steiger Stiftung.

Anlässlich der 100. Schulung bedankt sich Bildungsministerin Hubig bei den zahlreichen Organisationen, Stiftungen und Fachverbänden, ohne deren Unterstützung und Organisation das Projekt „Retten macht Schule“ nicht realisierbar wäre. „Neben den Mitarbeitenden der Stiftungen und Organisationen die unsere Lehrkräfte schulen, möchte ich mich herzlich für das Engagement und die Lernbereitschaft unserer Lehrkräfte bedanken. Denn nur mit ihrer aller Unterstützung und der guten Zusammenarbeit können wir mit den Schulungen Kompetenzen schaffen, Ängste abbauen und erreichen, dass Schülerinnen und Schüler ihr Wissen im Notfall selbstständig und selbstverständlich anwenden und damit Leben retten können“, so Hubig.

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