Björn Steiger Stiftung macht Wittenberg herzsicher

2. September 2021

In der Lutherstadt Wittenberg sind zwei weitere Standorte mit öffentlich zugänglichen Laien-Defibrillatoren der Björn Steiger Stiftung eingerichtet worden. Der Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED) kann bei medizinischen Notfällen wie einem Herz-Kreislauf-Stillstand Leben retten. Die neuen elektronischen „Lebensretter“ wurden im Eingangsbereich der Leucorea-Universität sowie in der Feuerwache Wittenberg installiert. Sie stehen Ersthelfern bei Notfällen Tag und Nacht zur Verfügung. Damit hat die Björn Steiger Stiftung mit ihrem Projekt „Herzsicher“ in der Kommune bereits zehn AED-Standorte mit ortsansässigen Unternehmen und der Stadtverwaltung realisiert.

Ein plötzlicher Herzstillstand ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jährlich sterben bundesweit rund 100.000 Menschen daran. Ein Großteil der Betroffenen stirbt, bevor der Rettungsdienst eintrifft. Junge und ältere Menschen, sportliche und weniger sportliche können gleichermaßen davon betroffen sein. Defibrillatoren können Menschenleben retten, wenn schnell Erste Hilfe geleistet wird. Die Überlebenschance liegt bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Ein AED-Gerät kann mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Die Geräte sind vollautomatisch und so konstruiert, dass sie ohne medizinische Vorkenntnisse von Laien bedient werden können. Sie verfügen über eine Sprachführung, die unmissverständliche Anweisungen und Hinweise gibt.

Die Volksbank Wittenberg eG hat sich deshalb dafür entschieden, die Anschaffung eines Laien-Defibrillators der Björn Steiger Stiftung in der Lutherstadt Wittenberg finanziell zu unterstützen. Der Defibrillator ist im Foyer der Leucorea, dem Universitätsstandort der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, angebracht. Ein grünes Defibrillator-Rettungszeichen – ein Herz mit einem Kreuz – auf dem Wandkasten weist auf den elektronischen Lebensretter hin.

Das AED-Gerät der Björn Steiger Stiftung steht aber nicht nur den Studenten und Mitarbeitern der Leucorea, sondern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung, erklärte Volksbank-Vorstandsmitglied Gerlinde Gonszczyk anlässlich der Übergabe des Defibrillators. „Der plötzliche Herztod ist allgegenwärtig und kann jeden jederzeit und überall treffen. Es ist der Volksbank ein besonderes Anliegen und beruhigendes Gefühl zu wissen, dass für den Fall der Fälle Hilfe in greifbarer Nähe ist – für die Sicherheit der Einwohner unserer Stadt und für die zahlreichen Studenten auf dem Universitätsgelände“.

Mit Laien-Defibrillatoren Leben retten

Der zweite von der Björn Steiger Stiftung finanzierte Defibrillator befindet sich im Gebäude der Feuerwache Wittenberg in der Waldstraße. „In städtischen Regionen ist eine professionelle Rettung im Idealfall bereits nach acht Minuten vor Ort. Dennoch ist Erste Hilfe durch anwesende Laien innerhalb der ersten paar Minuten bei einem Herzstillstand entscheidend. Eine Herzdruckmassage kann jeder durchführen. Ebenso wie die Anwendung eines Laien-Defibrillators – vorausgesetzt ein Gerät ist in nächster Nähe verfügbar“, betonte Projektkoordinator Thomas Pflanz von der Björn Steiger Stiftung bei der Übergabe des neuen AED-Geräts an die Feuerwehr. Pflanz erinnerte in diesem Zusammenhang an eine zentrale Forderung der Stiftung: „Die Aufstellung von AED-Geräten sollte eine Selbstverständlichkeit sein. So wie es überall Feuerlöscher und Erste-Hilfe-Schränke gibt, so sollte es überall einen leicht auffindbaren Laien-Defibrillator geben. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden. Jedes Gerät hilft, die Herzsicherheit entscheidend zu verbessern – auch in der Stadt Wittenberg, die nun herzsicherer ist als bisher. Voraussetzung ist lediglich ein beherztes Engagement der Menschen. Jeder kann zum Lebensretter werden.“

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung. Seit 2001 hat sie bereits rund 28.500 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. Darüber hinaus betreut die Stiftung etwa weitere 16.000 AED-Anlage bundesweit. 2013 startete ihr spezielles Projekt „Herzsicher“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren voranzutreiben. Im Rahmen des Projekts rüstet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung. Perspektivisch ist die flächendeckende Umsetzung im ganzen Bundesgebiet geplant. Dabei ist von der Björn Steiger Stiftung die Installation von einem AED-Gerät pro 1.000 Einwohner vorgesehen. Im Landkreis Wittenberg ging das Projekt im September 2020 an den Start. Seither sind schon 20 Defibrillatoren-Standorte eingerichtet worden. Für den weiteren Projektverlauf ist die Björn Steiger Stiftung auch weiterhin auf private und gewerbliche Sponsoren angewiesen. Insgesamt sollen bis Ende 2022 im gesamten Kreisgebiet Wittenberg 61 AED-Geräte bereitgestellt werden.

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