Presse

 
Leipzig, 04.12.2019
Weiterer Schritt für den optimalen Früh- und Neugeborenen-Transport

Universitätsklinikum Leipzig erhält neuen Transportinkubator

Das Universitätsklinikum Leipzig hat vor Kurzem im Rahmen des Welt-Frühgeborenentages einen neuen Transportinkubator in Betrieb genommen. Im April 2017 startete das Projekt „Baby-Notarztwagen“ in Leipzig mit der Inbetriebnahme des von der Björn Steiger Stiftung entwickelten Spezialfahrzeugs „Felix“. Die Initiative umfasst darüber hinaus die Übergabe von drei neuen Transportinkubatoren. „Ich freue mich sehr, dass wir dem Universitätsklinikum Leipzig den ersten Transportinkubator übergeben konnten und so das Projekt einen großen Schritt voranbringen“, sagte Thomas Pflanz, Manager des Projekts „Baby-Notarztwagen“ bei der Björn Steiger Stiftung. „Ich danke allen Beteiligten, insbesondere dem Universitätsklinikum Leipzig, für die großzügige Unterstützung bei der Konfiguration des Transportinkubators. Ich danke auch der Firma Saegeling Medizintechnik, die wertvolle Arbeit bei der Beratung zur Konfiguration geleistet hat“, so Pflanz.

Der Transportinkubator, ein mobiler Brutkasten, wird meistens bei Verlegungsfahrten von Frühgeborenen und Säuglingen zwischen Geburts- und Spezialkliniken im „Felix“ eingesetzt. Der neue Transportinkubator in Leipzig zeichnet sich durch ein verbessertes Fahrgestell aus, das mit den neuen elektro-hydraulischen Fahrgestellen des Rettungsdienstes als Rückfallebene kompatibel ist. Des Weiteren verfügt der mobile Brutkasten über ein hochmodernes Beatmungsgerät, eine Anfeuchtung und Anwärmung des Atemgases, einen modernen Vitaldatenmonitor und eine Absaugung. Auch zur Vorbereitung einer Stickstoffmonoxid-Therapie, die bei bestimmten Lungen-Komplikationen angewandt wird, kann das Inkubatorsystem multifunktional eingesetzt werden. Zusätzlich sorgen die hohen Isolierungswerte des neuen Transportinkubators für den Schutz der kleinen Patienten.

Jeder zusätzliche Transportinkubator ermöglicht uns eine größere Flexibilität und eine bessere Versorgung von Früh- und Neugeborenen, die in Spezialkliniken transportiert werden müssen“, erläutert Prof. Dr. med. Ulrich H. Thome, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und Leiter der Neonatologie am Universitätsklinikum Leipzig. „Daher freue ich mich sehr, dass sich das Projekt dank des Engagements der beteiligten Partner so gut entwickelt“, so Thome weiter.

Die Björn Steiger Stiftung finanziert das Baby-Notarztwagenprojekt mithilfe von Spendenaktionen und Sponsoren. Deutschlandweit sind die Baby-Notarztwagen an vier aktiven Standorten stationiert. Darüber hinaus hat die Björn Steiger Stiftung Transportinkubatoren für die Krankenhäuser und Kliniken in Flensburg (Schleswig-Holstein), Neuwied (Rheinland-Pfalz), Bayreuth (Bayern) und nun auch in Leipzig (Sachsen) für den Einsatz zur Verfügung gestellt. Bereits 1974 war die Stiftung für die Entwicklung und Indienststellung des ersten Rettungswagens für Frühgeborene verantwortlich. Mit „Felix“ stellte sie 2012 die fünfte und jüngste Generation des Fahrzeugs vor.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
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