Presse

 
Wolfsburg, 21.11.2017

Science Center phaeno mit Laien-Defibrillator ausgestattet

Die Experimentierlandschaft phaeno in Wolfsburg verfügt seit heute über ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) der Björn Steiger Stiftung. Das Gerät ist mitten in der Ausstellung in einer auffälligen Säule zu finden und für jeden Mitarbeiter sowie Besucher frei zugänglich. Der AED, auch Laien-Defibrillator genannt, kommt bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zum Einsatz und unterbricht das lebensbedrohliche Kammerflimmern. Eine anschließende Herzdruckmassage bringt das Herz wieder in den richtigen Takt.

Gesponsert wurde die AED-Säule von der Barmer und der Bürgerstiftung Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg. Stefan Lorenz, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Wolfsburg, betonte. „Jeder sollte sich vor Augen führen, dass im Notfall Sekunden über Leben und Tod entscheiden können.“ Auch Heiko Hoffmann, Vorstand der Bürgerstiftung Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg begründete sein Engagement damit, dass es gar nicht genug AED-Standorte geben kann. phaeno Geschäftsführer Michel Junge bedankte sich herzlich bei der Björn Steiger Stiftung und den Wolfsburger Unterstützern. „In einem Haus mit jährlich 250.000 Gästen ist es durchaus möglich, dass einmal jemand Herzprobleme bekommt, und jetzt sind wir für solche Notfälle optimal ausgestattet.“

Der Herztod gehört mit 100.000 Todesopfern pro Jahr in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Wiederbelebungsmaßnahmen in den erste paar Minuten sind oft lebensentscheidend. Mit dem Projekt „100.000 Leben zu retten“ rüstet die Björn Steiger Stiftung öffentliche und hoch frequentierte Orte mit Laien-Defibrillator aus, damit Anwesende schnell Erste Hilfe leisten können. Außerdem erhielten die Mitarbeiter des Phaeno eine Einweisung zur Herz-Lungen-Wiederbelebung mithilfe des AEDs.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de