Presse

 
Schopfloch/Landkreis Freudenstadt, 22.02.2019

Schulung für Schopflocher samt Übergabe der Laien-Defibrillatoren

Bereits zwei Defibrillatoren der landkreisweiten Aktion „Herzsicherer Landkreis Freudenstadt“ wurden von Bürgern schon eingesetzt. Wie wichtig das Projekt ist und wie jeder mit einem AED (Automatisierter Externer Defibrillator) umgehen kann, zeigten die Björn Steiger Stiftung und der DRK-Kreisverband Freudenstadt bei der AED-Schulung im Schopflocher Rathaus. Schulungsreferent Roger Cornitzius vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Freudenstadt informierte darüber, wie die Laien-Defis benutzt werden müssen. Vorab wurden die Anwesenden durch Schopflochs Bürgermeister Klaas Klaassen und Michael Müller, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung, begrüßt. „Wir sind überwältigt vom Interesse der Bürger und wissen, wie notwendig die Installation dieser Geräte ist“, sagte Klaassen.

Der Aufstellung der AED-Geräte war eine Standortsuche vorausgegangen. Denn die Geräte müssen sowohl öffentlich zugänglich sein als auch geschützt – so steht nun einer der insgesamt vier Laien-Defibrillatoren im Eingangsbereich des Rathauses. „Damit haben wir die Gemeinde Schopfloch wie geplant herzsicher gemacht - ebenso wie den gesamten Kreis Freudenstadt“, sagte Müller. Wie er weiter informierte, waren vor kurzem bereits zwei Laien-Defibrillatoren im Kreis erfolgreich im Einsatz gewesen. „Ich bin sehr dankbar, dass wir die Defibrillatoren haben“, ergänzte Klaassen.

Bei der symbolischen Übergabe der Laien-Defibrillatoren im Rathaus erwähnte Müller die breite Unterstützung für das Projekt. Die Unternehmensgruppe Saier, die Fischerwerke sowie die Gemeinde Schopfloch selbst würden sich auch finanziell für die Aufstellung der AED-Geräte engagieren. Anschließend waren die Anwesenden zur kostenlosen Schulung eingeladen. Kooperationspartner für die Schulungen in Schopfloch ist der DRK-Kreisverband Freudenstadt, in dessen Namen Rettungssanitäter Roger Cornitzius das AED-Gerät erläuterte. Er betonte: „Man kann nichts falsch machen, außer man macht nichts.“ Daher müsse man sofort handeln, wenn es zu einem Herzstillstand komme. „Die Herzdruckmassage ist anstrengend, daher rufen Sie um Hilfe“, lautete die Empfehlung. Ein zweiter Helfer könne das AED-Gerät hinzuholen und den Notruf absetzen.

Die Björn Steiger Stiftung stattet seit Oktober 2016 den Landkreis Freudenstadt mit Laien-Defibrillatoren aus. Mittlerweile ist die Region die wohl herzsicherste in ganz Deutschland. Damit haben Betroffene im Falle eines Herzstillstands bessere Überlebenschancen. Wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten nach Stillstand des Herzens zum Einsatz kommt, haben 50 bis 70 Prozent der Betroffenen durchaus realistische Überlebenschancen. In der Gemeinde Schopfloch finden weiterhin Schulungen statt: Der nächste Termin ist am 29. März im Oberiflinger Sportheim.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

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