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Alpirsbach-Reutin, 10.09.2019

Kindergartenkinder lernen mit „Ritter Björn“ das Helfen

Die Björn Steiger Stiftung ist nun auch mit der Initiative „Ritter Björn“, die sich an Kindergärten und –tagesstätten richtet, im Landkreis Freudenstadt aktiv. Im Kindergarten Zwergenstüble im Alpirsbacher Stadtteil Reutin lernten die Vorschulkinder spielerisch Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen. „Die Schulung in Reutin war die Gelegenheit für die Kinder, sich bereits früh mit dem Thema Helfen auseinanderzusetzen“, sagte Birgit Sturm, Projektmanagerin der Initiative „Ritter Björn“ der Björn Steiger Stiftung.

Bürgermeister Michael Pfaff ließ sich die Gelegenheit der ersten Schulung nicht entgehen: „Ritter Björn ist eine gelunge Initiative, um die Kleinen auf das richtige Verhalten im Notfall vorzubereiten - durch die entsprechenden Übungen wird das Gelernte direkt gefestigt. ‚Ritter Björn‘ ergänzt das Programm der Breitenausbildung hier im Landkreis optimal“. Die Schulungen für die Kleinsten mit dem Projekt „Ritter Björn“ ergänzen nun die Aktivitäten im „Herzsicheren Landkreis Freudenstadt“ und bilden einen weiteren Baustein der Notfallhilfe vor Ort.

Die Durchführung von Erste-Hilfe Schulungen in Kindergärten und Schulen der Gemeinde Alpirsbach durch die Björn Steiger Stiftung wird durch die finanzielle Unterstützung der Unternehmensgruppe SAIER für die nächsten 10 Jahre gesichert. Der Sprecher der Geschäftsführung, Hanns-Ulrich Saier, meinte dazu: „Von Beginn an haben wir die hervorragende Arbeit der Björn Steiger Stiftung im Projekt 'Herzsicherer Landkreis Freudenstadt' unterstützt. Durch die Initiative konnte bereits etlichen Menschen geholfen und einigen das Leben gerettet werden. Dies erfüllt uns mit Freude und wir sind uns sicher, dass auch die aktuelle Projektfortführung einer verbesserten Notfallhilfeleistung im Landkreis zugute kommt.“

Die Initiative rund um die Handpuppe Ritter Björn entwickelte die Björn Steiger Stiftung, um Kinder im Alter von vier Jahren bis zur Einschulung mit dem Thema Helfen vertraut zu machen. Im Oktober 2018 startete das Projekt in Baden-Württemberg und vermittelt seitdem kleinen Kindern, wie sie bei einem Unfall reagieren können. „Durch das altersgerechte Konzept lernen auch die Kleinsten spielerisch, wie sie trösten, helfen und Hilfe organisieren können“, sagte Sturm. Während der Schulung können die Kinder unter anderem ausprobieren, wie man einen Notruf absetzt. Hierfür entwickelte die Björn Steiger Stiftung eine eigene Übungs-App. Außerdem dürfen die Kinder Verbände anlegen und die stabile Seitenlage üben.

Die Björn Steiger Stiftung ist seit Oktober 2016 im Landkreis Freudenstadt aktiv, um gemeinsam mit Partnern vor Ort die Notfallhilfe weiter voranzubringen. Seit Projektstart wurden im „Herzsicheren Landkreis Freudenstadt“ alle Gemeinden mit Laien-Defibrillatoren ausgestattet, sodass die Region mittlerweile die wohl herzsicherste in ganz Deutschland darstellt. Außerdem werden regelmäßig kostenfreie, öffentliche Schulungen zum Thema Reanimation angeboten. Die Initiative „Ritter Björn“ ergänzt nun im Landkreis das Angebot für die Bevölkerung, sich mit dem Thema Erste Hilfe vertraut zu machen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

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