Presse

 
Winnenden, 10.10.2019
Ein Jahr seit dem Start der neuen Initiative der Björn Steiger Stiftung

Mehr als 2.800 Kinder lernten mit „Ritter Björn“ das Helfen

Nach nur einem Jahr hat die neue Initiative „Ritter Björn“ der Björn Steiger Stiftung bereits 121 Kindergärten und –tagesstätten in ganz Deutschland besucht. Bei den Schulungen für Kinder im Alter ab vier Jahren bis zur Einschulung konnten seit Projektstart am 10. Oktober 2018 insgesamt 2.832 Kinder das Helfen lernen. Mit der Initiative wendet sich die Stiftung an die jüngste Zielgruppe von potenziellen Helfern und fördert bereits früh das Interesse am Thema Helfen. Die Beschäftigung mit dem richtigen Verhalten bei Unfällen und Verletzungen nimmt Kindern außerdem Ängste und stärkt ihr Selbstbewusstsein. „Einige Kinder meinen, sie seien noch viel zu klein, um etwas zu bewirken. Wenn sie aber sehen, dass auch sie in einer schwierigen Situation aktiv helfen können, sind sie stolz und begeistert“, sagt Birgit Sturm, Leiterin des Projekts „Ritter Björn“ der Björn Steiger Stiftung.

Gemeinsam mit der Handpuppe Ritter Björn lernen die Kinder während einer Schulung altersgerecht und spielerisch, wie sie sich in einer schwierigen Situation verhalten können, wie sie helfen und Hilfe holen können. In den circa eineinhalbstündigen Schulungen erleben die Kinder gemeinsam mit dem Ritter spannende Geschichten, sprechen über eigene Erfahrungen und üben ganz praktisch richtiges Verhalten im Ernstfall. Kleine Kinder sind bereits in der Lage, eine Notfallsituation als solche wahrzunehmen und können dann trösten oder Hilfe holen. Daher lernen sie mit Ritter Björn auch die Notfallnummer 112 kennen und üben einen Notruf mit einer von der Stiftung entwickelten Übungs-App. Wichtig ist den Mitarbeitern der Stiftung dabei, dass die Kinder die fünf W-Fragen am Telefon ruhig und deutlich beantworten können: WO ist WAS mit WIE VIELEN Personen passiert? WELCHE Art von Verletzung liegt vor? Und ganz wichtig: Das WARTEN auf Rückfragen der Leitstelle.

Die vielen Anfragen von Kindergärten zeigen uns, dass unsere Initiative am richtigen Punkt ansetzt“, sagt Sturm. Die Mitarbeiter der Stiftung sind mit dem Ritter im Gepäck kreuz und quer zwischen Hamburg im Norden, Saarbrücken im Westen, Dresden im Osten und Stuttgart im Süden unterwegs. Zu Besuch war „Ritter Björn“ bereits auch in Kindergärten in den Gebieten der „Herzsicher“-Projekte der Stiftung, etwa in Alpirsbach im Kreis Freudenstadt oder in Michelbach im Kreis Marburg-Biedenkopf. Da die Resonanz in den Betreuungseinrichtungen so positiv ausfällt, ist ein zukünftiges Ziel, den besuchten Kindergärten jährliche Folgetermine anzubieten. Damit hat auch der nächste Jahrgang der Kinder die Gelegenheit, sich mit dem Thema Helfen auseinanderzusetzen.

Die Björn Steiger Stiftung setzt sich seit 2001 für den Kampf gegen den Herztod ein und bemüht sich deshalb auch um die Breitenausbildung der Bevölkerung in Wiederbelebung. Dazu gehört, dass bereits Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Projekten an das Thema Erste Hilfe herangeführt werden. Mit der Initiative „Ritter Björn“ wird in Zukunft eine Ausweitung des Projekts angestrebt. Aktuell läuft daher die Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern, um noch mehr Kindertagesstätten das Schulungsangebot durch „Ritter Björn“ anbieten zu können.
Interessierte Helfer können sich bei Projektleiterin Birgit Sturm melden: b.sturm@steiger-stiftung.de.



Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
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