Presse

 
Lauterbach/Winnenden, 27.10.2021
Projekt „Herzsicherer Landkreis Rottweil“

Laien-Defibrillatoren für die Gemeinde Lauterbach

Am 27. Oktober 2021 übergab die Björn Steiger Stiftung der Gemeinde Lauterbach im Schwarzwald die ersten automatisierten externen Defibrillatoren, kurz AED. Sie sind an vier Standorten gut sichtbar und öffentlich zugänglich im Gasthof Adler, im Geschwister-Heine-Kindergarten Sulzbach, bei der Firma DMT creaktiv GmbH und bei der Plastium GmbH angebracht. Im Rahmen des Projekts „Herzsicherer Landkreis Rottweil“ stattet die Björn Steiger Stiftung derzeit öffentliche, hochfrequentierte Orte im Landkreis mit diesen sogenannten Laien-Defibrillatoren aus. Seit dem Projektstart im Juli 2021 wurden bereits 36 Geräte in sechs Gemeinden und Ortschaften installiert, weitere werden in den kommenden Monaten noch folgen.

Der unvermittelte Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland, bundesweit sterben jährlich rund 100.000 Menschen daran. Defibrillatoren können Menschenleben retten, wenn schnell Erste Hilfe geleistet wird. Die Überlebenschance der Betroffenen liegt bei 50 bis 70 Prozent. Die etwa rucksackgroßen Laien-Defibrillatoren der Björn Steiger Stiftung sind speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer konzipiert. Das AED-Gerät kann ein aus dem natürlichen Takt geratenes Herz mithilfe von Stromimpulsen in Kombination mit einer Herzdruckmassage wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Mithilfe von Abbildungen zeigt das Gerät Ersthelfern, wie und wo die Elektroden anzubringen sind und führt sie per Sprachfunktion automatisch in der richtigen Reihenfolge durch alle weiteren Handgriffe.

„Im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde bedanke ich mich bei der Firma DMT creaktiv GmbH sowie der Plastium GmbH für die großherzige Spende“, sagt Bürgermeister Norbert Swoboda. „Mit den Laien-Defibrillator sind wir dank der ‚Herzsicher‘-Initiative der Björn Steiger Stiftung für mögliche Notfälle noch besser gerüstet. Darüber hinaus freue ich mich, dass die Einwohner unserer Gemeinde durch die Stiftung in Wiederbelebungsmaßnahmen geschult werden sollen. Jedes Gerät hilft, die Herzsicherheit entscheidend zu verbessern – auch in Lauterbach, das nun herzsicherer ist als bisher.“

Die Björn Steiger Stiftung kämpft schon lange gegen den Herztod in Deutschland, seit 2001 hat sie bereits rund 28.500 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. 2013 startete die Stiftung die Initiative „Herzsicher“, mit der ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren ausgerüstet und die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen geschult werden.

„Der unvermittelte Herztod ist allgegenwärtig und kann jeden treffen. Deshalb ist es das Ziel der Björn Steiger Stiftung, bundesweit möglichst viele Kommunen und Unternehmen mit AED[1]Geräten auszustatten, um nach und nach eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten“, erklärte Gabriele Ballmer, Projektkoordinatorin der Stiftung, anlässlich der offiziellen Übergabe des AED-Geräts in Lauterbach. „Ich freue mich nun auf den weiteren Projektverlauf mit den vorgesehenen Schulungen, in denen wir gezielt die Bevölkerung in Sachen Reanimation schulen wollen. Die Aufstellung von AED-Geräten muss so selbstverständlich sein wie Feuerlöscher.“


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Christian Hoppe

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-711
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de