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Kaiserslautern, 23.11.2018

Kaiserslautern: Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ein „herzsicherer" Ort

Auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt in Kaiserslautern sorgt ein Laien-Defibrillator für Hilfe im Notfall. Die Björn Steiger Stiftung hat das AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) zur Verfügung gestellt, das in „Knörr‘s Glühweineck“ in der Marktstraße installiert wurde. „Mit dem AED-Gerät können wir einen zentralen und gut zugänglichen Treffpunkt in der Kaiserslauterer Innenstadt während der Weihnachtszeit herzsicher machen“, sagte Harry Leipold, Mitarbeiter der Björn Steiger Stiftung, bei der Übergabe.

Etwa 100.000 Menschen in Deutschland sterben jedes Jahr am Herztod. Doch im Notfall können Ersthelfer mit einer Kombination aus Herzdruckmassage und AED-Gerät effektiv Erste Hilfe leisten – und im besten Fall ein Leben retten. Ein AED-Gerät kann ein aus dem Takt gekommenes Herz durch Stromimpulse in Verbindung mit einer Herzdruckmassage wieder zu einem normalen Herzschlag anregen. Wichtig ist, dass diese Erste Hilfe-Maßnahmen sofort durchgeführt werden. Denn bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage bleiben bei Betroffenen meistens irreparable Schäden zurück.

Noch vor Beginn des Weihnachtsmarktes stellte die Stiftung das AED-Gerät im Innenraum des Marktstandes der Familie Knörr auf. Anschließend gab es für die Standmitarbeiter eine Einweisung in die Funktionsweise des Laien-Defibrillators. „Für uns ist Sicherheit auf dem Markt ein wichtiges Thema. Daher freuen wir uns, dass wir mithelfen können, einen herzsicheren Ort zu schaffen“, sagte Betreiber Karl Knörr. „So können die Besucher des Weihnachtsmarktes eine unbeschwerte Zeit genießen und wissen, wo sie im Notfall Hilfe finden.“

Die Björn Steiger Stiftung zeigt beim Kampf gegen den Herztod viel Engagement: 2013 startete das Projekt „100.000 Leben zu retten“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren voranzutreiben. Aktuell werden ganze Landkreise und Städte gemeinsam mit Partnern „herzsicher“ gemacht. Darüber hinaus organisiert die Stiftung öffentliche kostenlose Schulungen, um Hemmschwellen bei der Bevölkerung beim Thema Erste Hilfe abzubauen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E t.langenbach@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de