Presse

 
Winnenden / Düsseldorf, 17.06.2021
Gemeinsam für eine pluralistische Lösung

IRIS connect geht in Betrieb

Das neue Gateway System IRIS connect, das die Potentiale der digitalen Kontaktnachverfolgung für Gesundheitsämter bestmöglich nutzbar macht, hat offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Viele unterschiedliche Anwendungslösungen werden durch IRIS connect auf einen Nenner gebracht und Kontaktdaten über eine sichere Schnittstelle medienbruchfrei an Gesundheitsämter übertragen. Die ersten Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen und Thüringen haben in dieser Woche den Betrieb von IRIS connect aufgenommen, weitere folgen in Kürze.

»Mit Thüringen und NRW haben sich bereits zwei Bundesländer für IRIS connect entschieden und damit eine nachhaltige Infrastruktur für die Kommunikation von Gesundheitsämtern mit den Bürger*innen geschaffen«, sagt Joachim von Beesten, Geschäftsführer der Björn Steiger Stiftung und führt weiter aus: »Bundesländer und zahlreiche Gesundheitsämter bestätigen unseren Ansatz und begrüßen die professionelle Umsetzung – vom Konzept bis zum Livebetrieb innerhalb weniger Monate und mit breiter Unterstützung der Open-Source Community.«

Eine schnelle Kontaktnachverfolgung gilt als einer der Schlüssel in der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Verschiedene digitale Lösungen zur Kontaktnachverfolgung sind inzwischen eingeführt worden und es kommen stetig neue, zum Teil regionale, Lösungen hinzu. Für die Gesundheitsämter ist es von zentraler Bedeutung auf die Daten im Bedarfsfall möglichst schnell und unkompliziert zugreifen zu können, egal über welche Anwendung sie erhoben wurden. Und dafür gibt es jetzt IRIS connect: ein Gateway System, das die Daten der unterschied- lichen Kontaktnachverfolgungs-Lösungen auf einen Nenner bringt und über eine sichere Schnittstelle medienbruchfrei in die Fachanwendungen der Gesundheitsämter überträgt.

So müssen Gesundheitsämter, die über einen IRIS connect-Zugang verfügen, keine gesonderten Abfragen mehr bei den jeweiligen Lösungs-Anbietern stellen. Sie führen nur noch eine standardisierte Abfrage über IRIS connect durch und erhalten dann über einen sicheren Datenübermittlungsweg die relevanten Kontaktinformationen aller angebundenen Lösungsanbieter. »IRIS connect ist ein offener Standard und zugleich sicher für alle«, betont Bianca Kastl, führende Expertin für Kontaktnachverfolgungssoftware in Gesundheitsämtern und Projektmanagerin auf Seiten des Innovationsverbunds Öffentliche Gesundheit und führt aus: »IRIS connect erweitert die digitalen Datenquellen für Gesundheitsämter um viele Kontaktnachverfolgungs-Apps auf einmal. Und die Anwendung ist auch bereits für den weiteren sicheren Datenaustausch in der Zukunft nach dieser Pandemie gerüstet.«

IRIS connect beschleunigt somit nicht nur deutlich die Kontaktnach- verfolgung durch die Gesundheitsämter, sondern ermöglicht Betreibern von Hotellerie und Gastronomie, Sportstätten, Kultur, Einzelhandel und anderen Begegnungsstätten die freie Wahl der Kontaktnachverfolgungs- Lösungen. Abschließend fügt Dr. Tobias Opialla, Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit hinzu: »Es ist großartig zu sehen, wie viel Expertise aus der Zivilgesellschaft in IRIS connect einfließt und so in die Anwendung kommt. Gemeinsam mit der Björn Steiger Stiftung haben wir diese pluralistische Lösung entstehen lassen.« IRIS connect wurde unter dem Dach des Innovationsverbunds Öffentliche Gesundheit (InÖG) initiiert und mit der Open-Source Community entwickelt. Hauptsponsor und Partner hinter IRIS connect ist die Björn Steiger Stiftung, die auch für den Verfahrensbetrieb verantwortlich ist.

IRIS connect ist eine frei verfügbare Open-Source-Lösung und wird unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Vertragspartner für einen verlässlichen Verfahrensbetrieb (Support, Softwarepflege, Zertifikate) ist die Björn Steiger Dienstleistung GmbH.

Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit (INÖG)

Der Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit ist ein Zusammen- schluss von Initiativen, die digitale Lösungen für das Öffentliche Gesundheitswesen entwickeln. Der Verbund wurde während der Corona- Krise gegründet, um Akteure zu vernetzen, Innovationen umzusetzen und gemeinsam eine gesunde Zukunft zu gestalten. Der InÖGt vereint Menschen mit Expertise aus verschiedensten Bereichen: Digitalisierung, Gesundheit, Verwaltung, IT-Sicherheit, Naturwissenschaften, Kommunikation und Prozessverständnis.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Christian Hoppe

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-711
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de