Presse

 
Schopfloch/Landkreis Freudenstadt, 08.03.2018

Herzsicherer Landkreis Freudenstadt: Schopfloch ist mit dabei

Nun ist es auch in Schopfloch soweit: Das erste AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) der Björn Steiger Stiftung ist gestern offiziell eingeweiht worden. Standort ist die Gemeinschaftsschule in Schopfloch, die sich auch an dem Projekt „Retten macht Schule“ beteiligt. Mit 15 von der Björn Steiger Stiftung zur Verfügung gestellten Übungspuppen können nun die Schüler ab Klassenstufe sieben Wiederbelebungsmaßnahmen erlernen. Im Lehrpaket ist auch ein Trainings-AED enthalten, welches den „scharfen“ Geräten im „Herzsicheren Landkreis Freudenstadt“ entspricht. Der Leiter der medizinischen Abteilung der Björn Steiger Stiftung schulte gestern im ersten Schritt das Kollegium der Schule, damit die Lehrer den Stoff zukünftig selbstständig an die Schüler weitergeben und die Übungen in Eigenregie durchführen können.

Bei der gestrigen Einweihung waren Bürgermeister Klaas Klaassen und Rektorin Simone Schuon zugegen, die sich beide sehr über die lebensrettenden Geräte und die Schulungsmaßnahmen im Landkreis freuen. „Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Betroffenen im Jahr immernoch eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Das Bestreben, den Landkreis herzsicher zu gestalten und schnelle Erste Hilfe zu fördern, unterstützen wir deshalb natürlich sehr gerne“, betont Klaassen. „Gut, dass die Björn Steiger Stiftung Schulungen anbietet, die die Hemmschwelle Erste Hilfe zu leisten hoffentlich senken. Durch das AED-Gerät, das zur Bedienung selbst Anweisungen gibt, finden die Menschen wahrscheinlich eher den Mut das Gerät in einem Notfall zu bedienen. Wichtig ist es, diese AED-Geräte an vielen öffentlichen Standorten zu finden. Ich freue mich, dass zukünftig ein solches Gerät auch unserer Schule zur Verfügung stehen wird“, so Simone Schuon.

Drei weitere öffentlich zugängliche Geräte sollen demnächst in Schopfloch installiert werden: in der Eugen-Hornberger-Halle, in der Iflinger und außen am Gemeinschaftsgebäude Unteriflingen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
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71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
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