Presse

 
Düsseldorf, 04.02.2021
Strategiepapier des InÖG

Digital durch die Pandemie: 10 Punkte für 3 Ziele


Kontaktnachverfolgung, Interoperabilität und verbesserte Datenlage für die Öffentliche Gesundheitsversorgung entscheidend.

Die Ziele sind klar, Eile ist geboten: Für eine erfolgreiche Bekämpfung des Corona-Virus durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) ist Digitalisierung von entscheidender Bedeutung. Welche konkreten Maßnahmen notwendig sind, um die Gesundheitsämter nachhaltig zu entlasten, hat jetzt der Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit (InÖG), dessen Partner die Björn Steiger Stiftung ist, in einem Strategiepapier vorgestellt. Zehn Punkte, die zeitnah umzusetzen sind und die dazu führen sollen, dass durch den Einsatz von Technologie eine vollständige Kontaktnachverfolgung möglich wird.

„Aus Sicht des InÖG gibt es in der Pandemie für den Öffentlichen Gesundheitsdienst drei dringende Ziele. Dies sind 1) eine kreis- und länderübergreifende Kontaktnachverfolgung, 2) die Schaffung von Interoperabilität im Öffentlichen Gesundheitswesen und 3) eine umfassendere und aktuellere Datengrundlage, um das Lagebild zu verbessern", betont Dr. Tobias Opialla als Co-Initiator des InÖG und führt aus: „Wir haben in den vergangenen Monaten zehn Punkte identifiziert, mit denen diese Ziele erreicht werden können. Dabei gilt: Die SORMAS-Technik ist das Herzstück der Pandemiebekämpfung."

Insbesondere vor dem Hintergrund neuer Virusvarianten wie B.1.1.7 und zur Vorbereitung auf die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens ist eine Stärkung des ÖGD entscheidend. Die zehn Maßnahmen sollen deshalb noch bis zum Ende des bestehenden Lockdowns umgesetzt werden. Die Punkte wurden aus den Erkenntnissen der vergangenen Monate abgeleitet und nehmen Bezug auf identifizierte konkrete Bedarfe, die von unterschiedlichen Anspruchsgruppen aus dem ÖGD an den Verbund herangetragen wurden.

Die Punkte im Detail:

1. Kontaktnachverfolgung bzw. Ausbruchsermittlung weiter digitalisieren und vernetzen
2. Überblick über Systemarchitektur und notwendige Schnittstellen schaffen
3. SORMAS bundesweit einführen, inklusive Prozessebene
4. Beschleunigte Umsetzung von DEMIS
5. Notwendige Infrastruktur bereitstellen
6. Zentralen Tech-Support anbieten
7. Externes Personal der Gesundheitsämter flexibler bei der Kontaktnachverfolgung einsetzen
8. Den Austausch zwischen den Gesundheitsämtern fördern
9. Corona-Warn-App stärker in die Abläufe des ÖGD integrieren
10. Weitere digitale Lösungen an SORMAS anschließen

„Unter Beteiligung der Zivilgesellschaft, gemeinsam mit Politik und Forschung, leisten wir alle zusammen Pionierarbeit im Sinne von Open Social Innovation und schaffen damit als Vorreiter den Grundstein in unserem Land für die digitale Transformation im öffentlichen Sektor", sagt Achim Löbke als Co-Initiator des InÖG und führt weiter aus: „Wir haben das Potenzial sowohl in der Europäischen Union als auch in der Welt, wichtige Anstöße zu geben. Dies ist ein einmaliger Vorgang in der jüngeren Geschichte und diese Chance sollten wir mitnehmen."

Weitere Informationen zum Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit finden sich unter:

https://www.inög.de

Ansprechpartnerin:
Franziska Seidel
franziska.seidel@inoeg.de
www.inoeg.de


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Anna Brenner

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
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H www.steiger-stiftung.de