Presse

 
Winnenden, 05.11.2019
Plattform für smartphone-basierte Ersthelfer-Alarmierungssysteme geplant

Björn Steiger Stiftung will „Ersthelfer-Apps“ vernetzen

Die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt, will Ersthelfer-Alarmierungssysteme vernetzen und „Notfall-Lücken“ schließen. Hierbei will sie mit den Anbietern der Apps zusammenarbeiten.

Wir freuen uns sehr, zusammen mit unseren Partnern eine gemeinsame Plattform zur Vernetzung von Ersthelfer-Apps zu schaffen. Damit können im Notfall mehr Ersthelfer alarmiert werden, unabhängig vom vor Ort genutzten System“, erklärt Ulrich Schreiner, Geschäftsführer im Bereich Rettungsdienst bei der Björn Steiger Stiftung.

Im Notfall zählt jede Sekunde: Um die Rettungskette zu ergänzen und die Zeit bis zum Eintreffen des Regelrettungsdienstes mit Erste-Hilfe-Maßnahmen zu überbrücken, haben sich Systeme zum Alarmieren von Ersthelfern per Smartphone bewährt. Hierbei werden ehrenamtliche Ersthelfer per App über einen Notfall in ihrer unmittelbaren Nähe informiert und zum Notfallort navigiert. Dort können sie schnell Erste Hilfe-Maßnahmen einleiten und helfen, Leben zu retten.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl verschiedener „Ersthelfer-Apps“, die über unterschiedliche Funktionen verfügen und in unterschiedlichen Regionen etabliert sind. Eine system-oder regionsübergreifende Alarmierung von Ersthelfern ist in den meisten Fällen nicht möglich. Das vermindert die Anzahl der alarmierbaren Ersthelfer drastisch. Die Folge: „Notfall-Lücken“ tun sich auf.

Durch die geplante Vernetzung der Ersthelfer-Apps über eine gemeinsame, neutrale Plattform sollen diese Lücken geschlossen werden. Die Plattform soll es künftig ermöglichen, bei einem Notfall regionsübergreifend Ersthelfer zu alarmieren, auch wenn sie in unterschiedlichen Apps registriert sind.

An diesem Konzept sind neben der Björn Steiger Stiftung die Partner CombiRisk in Kooperation mit Fraunhofer FOKUS (KATRETTER-App), medgineering GmbH (Mobile Retter-App), Fa. L2R GmbH, GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple GmbH und umlaut telehealthcare GmbH beteiligt (corhelp3r-App). Bei einem ersten runden Tisch im September 2019 haben alle Partner ihre Bereitschaft erklärt, sich an der geplanten Plattform zu beteiligen und kurz darauf eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Der Zugang zur Plattform steht auch weiteren App-Betreibern und Interessengruppen offen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

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