Presse

 
Winnenden, 27.03.2019
21 neue Laien-Defibrillatoren für Herzsicherheit

Björn Steiger Stiftung und Stadt Winnenden machen Winnenden gemeinsam herzsicher

Der Winnender Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung vom 26. März die Zusammenarbeit mit der Björn Steiger Stiftung beschlossen, um flächendeckend Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) aufzustellen. Durch das gemeinsame Projekt „Herzsicheres Winnenden“ wird die Große Kreisstadt Winnenden, Sitz der Stiftung, nun mit weiteren AED-Geräten ausgestattet, die alle öffentlich zugänglich und damit jederzeit für die Bevölkerung erreichbar sein werden. „Mir ist es ein besonders Anliegen und eine besondere Freude, unsere Heimatstadt herzsicher zu machen“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth freut sich über die Zusammenarbeit mit der Björn Steiger Stiftung: „Es ist toll, dass wir mit der Björn Steiger Stiftung eine Institution in Winnenden haben, die hilft Leben zu retten. Ich bin ihr sehr dankbar, dass wir gemeinsam das Laien-Defibrillatorennetz in der Kernstadt und den Stadtteilen weiter ausbauen können.“

Der Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben im Falle eines Herzstillstands meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator eingesetzt wird. Daher engagiert sich die Björn Steiger Stiftung seit 2013 mit der Initiative „Herzsicher“ für die flächendeckende Verbreitung von AED-Geräten in vielen Städten und Landkreisen.

Die Stadt installiert die 15 neu von der Stiftung zur Verfügung gestellten AED-Geräte in der Kernstadt und den Winnender Stadtteilen. In der Vergangenheit hatte die Stiftung bereits 13 Laien-Defibrillatoren aufgestellt. Die neuen Standorte sind auf beiliegender Stadtkarte ersichtlich. Die Stiftung übernimmt vorerst allein die Anschaffungs- und Schulungskosten von bislang 50.000 Euro. Dies umfasst die Laien-Defibrillatoren, die Aufbewahrungskästen für die Geräte sowie die Kosten, um die Winnender Bevölkerung im Umgang mit den AED-Geräten zu schulen. Sponsoren sind jedoch aufgerufen, sich am Projekt finanziell oder durch Anregung ihrer Mitarbeiter zur Teilnahme an den Kurzschulungen zu beteiligen. So können auch die Sponsoren ihren Beitrag dazu leisten, die Heimat herzsicher zu machen.

Die kostenlosen und öffentlichen Ausbildungen der Stiftung sind ein wichtiger Teil des Projekts: Sie zeigen nicht nur, wie ein AED-Gerät benutzt wird. Vor allem helfen sie auch, Hemmungen abzubauen, einen Laien-Defibrillator zu benutzen. Diese kurzen Schulungseinheiten werden künftig regelmäßig von der Stiftung angeboten. Die Termine hierfür werden nach Montage der AED-Geräte veröffentlicht.

Schon bisher hat die Björn Steiger Stiftung einiges für die Herzsicherheit in Winnenden getan. Kürzlich übergab die Stiftung der Winnender Feuerwehr insgesamt fünf neue Laien-Defibrillatoren. Außerdem wurde das bisherige AED-Gerät am Rathaus durch ein neues Modell ersetzt. Insgesamt erhält die Stadt Winnenden damit 21 neue Laien-Defibrillatoren durch die Stiftung.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Stadtverwaltung Winnenden
Emely Rehberger
Pressesprecherin
T +49 7195 13103
E emely.rehberger@winnenden.de
H www.winnenden.de