Presse

 
Speyer, 10.10.2023
Erste Hilfe- und Wiederbelebungsmaßnahmen

Björn Steiger Stiftung schult Mitarbeitende der Stadtverwaltung Speyer

Rund 60 Mitarbeitende der Stadtverwaltung Speyer sind Ende September von einer Expertin der Björn Steiger Stiftung in Erste Hilfe- und Wiederbelebungsmaßnahmen fortgebildet worden. In drei jeweils eineinhalbstündigen Schulungen lernten sie von der Stiftungs-Projektmanagerin Stephanie Fritz, was im Ernstfall zu tun ist, nämlich: prüfen, rufen, drücken – und möglichst schnell und bei Bedarf mit dem Automatisierten Externen Defibrillator (AED) Schockstöße für das Herz abgeben.

„Es ist extrem wichtig, dass man auch als Laie sofort weiß, was im Ernstfall zu tun ist. Jedes Jahr sterben etwa 100 000 Menschen in Deutschland am plötzlichen Herztod, viele könnten aber gerettet werden, wenn die Menschen vor Ort sofort tatkräftig helfen und mit einer Herzdruckmassage beginnen würden“, erläutert Schulungsleiterin Stephanie Fritz.

„Wir wollen so viele Mitarbeitende wie möglich rund um das Thema Reanimation schulen und für das Thema sensibilisieren. Diese Kenntnisse sind für uns im Betrieb, aber auch in der breiten Bevölkerung immens wichtig und sollten immer wieder aufgefrischt werden, denn im Ernstfall zählt jede Minute“, weiß auch Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.

Ursprünglich sei nur eine Schulung für die Stadtverwaltung angesetzt gewesen, aufgrund der hohen Nachfrage wurden nun aber drei Schulungen angeboten. „Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Speyer so ein großes Interesse an unseren Schulungen zeigt. Gemeinsam helfen wir, Leben zu retten und die Stadt Speyer herzsicher zu machen“, betonte Fritz.

Bei vielen Schulungsteilnehmenden lag der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon Jahre oder sogar Jahrzehnte zurück. Umso begeisterter verfolgten die Mitarbeitenden die Schulungsinhalte und konnten dank der Erläuterungen und praktischen Übungen, angeleitet von Stephanie Fritz und ihren Kolleginnen, mehr Sicherheit in Bezug auf Erste Hilfe erlangen.

Nach den erfolgreichen Schulungen streben die Björn Steiger Stiftung und die Stadt Speyer eine langfristige Kooperation an, um künftig noch mehr für die Rettung von Menschenleben tun zu können.



Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und vor allem der Optimierung des Rettungsdienstes.

Weitere Informationen:

Béla Anda

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