Presse

 
Winnenden, 25.01.2019
Geschwindigkeitsbegrenzung: Nicht nur auf Autobahnen gibt es tödliche Unfälle

Björn Steiger Stiftung fordert Tempolimit auf Landstraßen


In der aktuellen Diskussion um Tempolimits fordert die Björn Steiger Stiftung, Landstraßen mehr in den Fokus zu nehmen. „Nach wie vor passieren die meisten tödlichen Unfälle auf Landstraßen, darauf müssen wir aufmerksam machen“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Mit entsprechenden Maßnahmen könne viel dafür getan werden, die Sicherheit zu erhöhen und Leben zu retten. „Daher fordern wir auf Landstraßen ein generelles Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde“, so Steiger. Dort, wo die Straße allerdings breiter, weniger kurvenreich und besser einsichtig sei, könne streckenweise auf 100 km/h erhöht werden.

Dass sich die Debatte momentan nur auf Autobahn-Höchstgeschwindigkeiten verengt, vernachlässigt nach Ansicht Steigers das Problem der vielen Todesopfer auf Landstraßen zu sehr. Der Stiftungspräsident verweist auf die Datenlage: Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts für 2017 starben über die Hälfte aller Getöteten im Straßenverkehr auf der Landstraße (56,4 Prozent) – pro 1.000 Unfällen endeten 24 tödlich. Die Ursache war meist überhöhte Geschwindigkeit. Der Anteil der auf Autobahnen zu Tode Gekommenen lag 2017 den Angaben zufolge dagegen bei knapp 13 Prozent. „Es geht immer um Menschenleben. Jeder Unfalltod ist einer zu viel, egal ob auf der Landstraße oder auf der Autobahn“, stellt Steiger klar. Es gelte allerdings, Dringlichkeiten zu beachten. Gerade auf den Landstraßen müsse schnell etwas passieren, um die Situation zu verbessern und Leben zu retten.

Die Björn Steiger Stiftung ist nicht die einzige Organisation, die sich für Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Landstraßen ausspricht. So fordert unter anderem der Deutsche Verkehrsrat (DVR) ein Tempolimit von 80 km/h auf schmalen Landstraßen mit einer Breite von maximal sechs Metern.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1969 setzt sich die Björn Steiger Stiftung dafür ein, die Notfallhilfe zu verbessern und Menschenleben zu retten. Ein Fokus lag dabei stets auch auf dem Straßenverkehr. So begann die Stiftung im Jahr 1971 mit der Aufstellung von Notrufsäulen am Straßenrand – es war eines der ersten Projekte, derer sie sich annahm.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

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