Presse

 
Winnenden, 15.04.2019
Peter Neururer ist neuer Botschafter der Björn Steiger Stiftung
Kult-Trainer, TV-Experte, „Feuerwehrmann“ – und jetzt auch Kämpfer gegen den Herztod: Peter Neururer ist neuer Botschafter der Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Der Fußball-Fachmann will zusammen mit der Stiftung das Engagement gegen den Herztod weiter vorantreiben. „Die Björn Steiger Stiftung ist wichtig, weil sie allen Altersgruppen das Bewusstsein vermittelt, wie wichtig es ist, Leben zu erhalten“, sagt Neururer. Von Kindesbeinen an könne man mit ernsten Situationen konfrontiert werden. Von Kindesbeinen an könne man aber auch Lösungen finden. „Je früher man sich bewusst macht, dass jeder einen Beitrag dazu leisten kann, Menschenleben zu retten, desto besser ist es“, so Neururer weiter.

Der Trainer musste selbst schon Erfahrungen mit dem Thema Herztod sammeln. Im Jahr 2012 erlitt er beim Golfspielen in Gelsenkirchen einen Herzstillstand und musste wiederbelebt werden. „Das war dramatisch“, sagt er rückblickend. „Ich habe nichts geahnt, körperlich war ich topfit.“ Seine Rettung verdanke er „glücklichen Umständen“. Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, ist Neururer für sein Engagement daher sehr dankbar. „Wir freuen uns, dass wir mit Peter Neururer einen absolut authentischen Botschafter gewonnen haben“, sagt Steiger. „So dramatisch seine Geschichte auch ist: Sie zeigt, dass schnelle Erste Hilfe Leben retten kann. Dies aufzuzeigen, ist das Kernanliegen unserer Stiftung.“

Große Lebenseinschränkungen muss Peter Neururer nach seinem Herzstillstand nicht hinnehmen. Rauchen ist allerdings tabu. Mental hat sich bei Peter Neururer in seinem „Leben danach“ aber durchaus viel geändert. Er geht mit mehr Gelassenheit durch Leben. „Mein Bewusstsein für die Wichtigkeit der Dinge hat sich geändert“, sagt Neururer. „Ich rege mich nicht mehr über Sachen auf, von denen ich glaube und weiß, dass ich keinen Einfluss darauf habe.“ Früher habe es ihn als Trainer aufgewühlt, wenn einem seiner Spieler der Ball vom Fuß rutschte und seine Mannschaft dadurch ein Gegentor kassierte. „So etwas belächle ich heute zwar nicht“, betont der Trainer. „Ich gehe aber darüber hinweg und sage: Warum soll ich hier Energie verschwenden? So etwas passiert.“

Boschafter Peter Neururer spricht in einem Videoclip der Björn Steiger Stiftung über die Hintergründe seines Engagements. Zu finden ist der Clip auf der Website der Stiftung und auf den Social-Media-Kanälen. Die Unterstützung geht aber weiter: Geplant ist, mehrere Sportvereine der Region „herzsicher“ zu machen. Stiftungsmitarbeiter statten die Vereine mit Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) aus. Darüber hinaus machen sie die Vereinsmitglieder durch Schulungen fit in Sachen Wiederbelebung und erläutern den Umgang mit den AED-Geräten. Peter Neururer wird bei diesen Terminen dabei sein und aus erster Hand davon berichten, wie wichtig es ist, im Notfall Erste-Hilfe-Kenntnisse anwenden zu können. „Ich freue mich auf diese Aufgabe“, sagt Neururer. „Es ist mir ein ganz wichtiges Anliegen, mit dafür zu sorgen, dass Hemmschwellen beim Thema Erste Hilfe abgebaut werden.“

Rund 100.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr am Herztod. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn Ersthelfer sofort nach Eintritt des Herzstillstands mit einer Herzdruckmassage beginnen und schnellstmöglich einen Defibrillator zum Einsatz bringen. Zusammen mit der Herzdruckmassage sorgt ein solches Gerät dafür, dass ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus kommt.

Die Björn Steiger Stiftung hat den Kampf gegen den Herztod seit Jahren intensiv aufgenommen. Im Rahmen ihrer 2013 gestarteten Initiative „Herzsicher“ stattet sie aktuell ganze Landkreise und Städte mit Laien-Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Sachen Wiederbelebung. Seit 2001, als der Kampf gegen den Herztod begann, konnte die Björn Steiger Stiftung bereits rund 26.000 Laien-Defibrillatoren in Verkehr bringen. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mithilfe engagierter Persönlichkeit wie Peter Neururer weitere Erfolge verbuchen können“, sagt Stiftungspräsident Steiger. Botschafter Neururer hat dieses Ziel ebenfalls ins Auge gefasst. Im 50. Bestehensjahr wünscht er der Stiftung, dass sie weiterhin „Erfolgszahlen schreibt“.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Neustadt an der Weinstraße, 12.04.2019
Bald noch mehr junge Lebensretter in Rheinland-Pfalz
Bald können in Rheinland-Pfalz noch mehr Schülerinnen und Schüler zu Lebensrettern werden – das Projekt „Retten macht Schule“ wird ausgeweitet. Dazu haben die rheinland-pfälzische Bildungsministerin, Dr. Stefanie Hubig, Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, und Lars Wittenberg, Gründer der Stiftung Paula Wittenberg, heute im Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Neustadt an der Weinstraße einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die Kooperation sieht vor, dass das Projekt „Retten macht Schule“ zusätzlich an mehr als 200 weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz durchgeführt werden kann. Perspektivisch ist es das Ziel, flächendeckend in ganz Rheinland-Pfalz Schülerinnen und Schüler in allen weiterführenden Schulen ab der siebten Klasse in Sachen Reanimation fit zu machen. Dafür werden Lehrkräfte geschult, die dann dieses Wissen im Unterricht an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben.

Beim Herzstillstand heißt es: schnell handeln und helfen. Das Einzige, was man bei einem Herz- oder Atemstillstand wirklich falsch machen kann, ist nichts zu machen. Mit den Schulungen wollen wir Ängste abbauen, Kompetenzen schaffen und erreichen, dass bereits Schülerinnen und Schüler die drei lebensrettenden Schritte ‚prüfen, rufen, drücken‘ lernen und im Notfall selbstverständlich anwenden können“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. Prof. Dr. Dierk Vagts, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin des Marienhaus Klinikums Hetzelstift in Neustadt an der Weinstraße, hatte durch seinen persönlichen Einsatz an den Schulen in Neustadt den Startschuss für ein landesweites Konzept der Laienreanimationsausbildung in Rheinland-Pfalz gegeben.

Ich bin der Björn Steiger Stiftung, der Stiftung Paula Wittenberg sowie Professor Vagts und allen Beteiligten des Runden Tisches Reanimation für ihr Engagement sehr dankbar. Die Kooperationsvereinbarung ist ein klares Signal der Landesregierung, gemeinsam mit den Projektpartnern die Reanimationskenntnisse in den Schulen zu stärken“, so Hubig weiter.

Nach Angaben der Björn Steiger Stiftung sterben in Deutschland jedes Jahr insgesamt rund 100.000 Menschen am Herztod. Vor diesem Hintergrund begrüßt Pierre Steiger den Vertrag. „Wir setzen uns schon lange dafür ein, junge Menschen zu Lebensrettern auszubilden. Je mehr Lehrkräfte und Schüler wir mit „Retten macht Schule“ erreichen, desto besser.“ Lars Wittenberg ergänzt: „Unser Vorbild ist Skandinavien. Hier lernen alle Schüler der 7. Klassen seit Jahrzehnten Reanimation. Wiederbelebungsraten sind in diesen Ländern etwa drei Mal höher als in Deutschland. Unser Ziel ist es, durch dieses Projekt Wiederbelebungsraten nach Laienreanimation signifikant zu steigern.

Die Björn Steiger Stiftung rief die Initiative „Retten macht Schule“ 2007 ins Leben. Zwei Jahre später, 2009, fanden die ersten Schulungen in Berlin statt. Das Projekt folgt einem festen Konzept: In einem ersten Schritt bringen Mitarbeiter der Stiftung den Lehrkräften die Herzdruckmassage und die Anwendung eines Laien-Defibrillators (Automatisierter Externer Defibrillator = AED) bei. Im zweiten Schritt geben die Lehrkräfte ihr Wissen dann eigenständig an ihre Schülerinnen und Schüler weiter. Dafür erhalten die teilnehmenden Schulen Übungspuppen für die Reanimation sowie ein Handbuch und ein Übungs-AED-Gerät. Den Schulen wird außerdem ein einsatzbereites AED-Gerät zur Verfügung gestellt, das gut zugänglich im Schulgebäude angebracht wird und für den Notfall bereitsteht.

Durch den Einsatz von Professor Vagts und Lars Wittenberg wurde Neustadt an der Weinstraße die erste Pilotregion in Rheinland-Pfalz. Die zweite Pilotregion war die Stadt Neuwied. Dort wurde die Schulung vom Deutschen Roten Kreuz durchgeführt. Nach dieser Pilotphase geht es nun in einem zweiten, vertraglich festgehaltenen Schritt darum, das Projekt in die Fläche auszuweiten. Alle Projektpartner bringen sich ein: Während beispielsweise Bildungsministerin Dr. Hubig die Schirmherrschaft übernimmt und mit dabei hilft, das Projekt in neue Schulen zu bringen, sorgt die Björn Steiger Stiftung unter anderem für die Durchführung und stattet die Schulen mit Lehr- und Übungsmaterial sowie mit Defibrillatoren aus. Die Stiftung Paula Wittenberg wiederum unterstützt unter anderem bei der Suche nach Spendern, Förderern und Projektpaten.

Weitere Partner begleiten und unterstützen „Retten macht Schule“ am landesweiten Runden Tisch Reanimation. Dazu gehören wichtige medizinische Fachverbände wie der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (Landesverband Rheinland-Pfalz), die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (Landesverband Rheinland-Pfalz), die Landesärztekammer sowie die Unfallkasse Rheinland-Pfalz und die Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz.

Wir haben während der Pilotphase in Neustadt an der Weinstraße hervorragend zusammengearbeitet und viel erreicht“, betonen Pierre Steiger, Professor Vagts und Lars Wittenberg gleichermaßen. „Nun freuen wir uns darauf, den zweiten Schritt zu gehen. Wir danken Ministerin Dr. Hubig für die Unterstützung und wünschen uns gleichzeitig, dass die Finanzierung auch in den kommenden Jahren sichergestellt werden kann.




Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Fronhausen, 11.04.2019
Im Landkreis Marburg-Biedenkopf beginnt die Breitenausbildung
Viele Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) sind installiert – nun geht es verstärkt darum, die Bevölkerung fit zu machen in Sachen Wiederbelebung. Darum bildete Fronhausen den Auftakt für die Breitenausbildung der Bevölkerung im Rahmen des Projekts „Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf“ der Björn Steiger Stiftung. „Uns ist es besonders wichtig, dass die Bevölkerung nicht nur die Standorte der AED-Geräte kennt. Darüber hinaus soll sich auch jeder Einwohner zutrauen, die Geräte im Notfall zu benutzen“, sagte Michael Müller, Manager des Projekts „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung.

Im Landkreis stehen aktuell schon mehr als 50 Laien-Defibrillatoren, die seit Projektstart im Sommer 2018 installiert wurden. Somit wird die Region in Zusammenarbeit mit allen Projektpartnern Stück für Stück herzsicher. „Das Projekt ist ein wichtiger Baustein der medizinischen Notfallversorgung im Kreis und wir stärken damit das wichtigste Glied der Rettungskette“, stellte Landrätin Kirsten Fründt fest. „Die Augenzeugen eines medizinischen Notfalls schaffen die Voraussetzungen für die professionelle Hilfe durch Notarzt und Rettungsdienst. Durch das Alarmieren der Retter über Notruf 112 und Erste-Hilfe-Maßnahmen wie Wiederbelebung sowie den Einsatz der AED werde das Zeitfenster für die medizinische Hilfe weiter geöffnet“, betonte die Landrätin. Das vergrößere die Überlebenschance für Betroffene und schaffe Sicherheit für die Menschen in der Region.

Während der ersten öffentlichen und kostenfreien Schulung im Bürgerhaus Fronhausen erhielten die 40 Anwesenden eine Einweisung durch Thomas Kriebel vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), Kreisverband Marburg-Gießen. Im Landkreis übernehmen die Schulungen vor Ort die beiden DRK-Kreisverbände Biedenkopf und Marburg-Gießen. Anschließend an die theoretischen Erläuterungen konnten die Schulungsteilnehmer in Fronhausen ihr Wissen praktisch an Übungspuppen anwenden. „Nachdem ich bereits nach der Installation des Geräts im Rathaus eine Einweisung erhalten habe bin ich überzeugt, dass jeder Mensch einen AED problemlos nutzen und somit Leben retten kann. Nichts ist schlimmer als hilflos daneben zu stehen, wenn jemand Hilfe benötigt. Deshalb ist es wichtig, die Chance der Breitenausbildung zu nutzen und somit die Angst vor der Ersten Hilfe zu verlieren“, betonte Fronhausens Bürgermeisterin Claudia Schnabel.

Rund 100.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr am Herztod. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn Ersthelfer sofort nach Eintritt des Herzstillstands mit einer Herzdruckmassage beginnen und schnellstmöglich einen Laien-Defibrillator zum Einsatz bringen. Zusammen mit der Herzdruckmassage sorgt ein solches Gerät dafür, dass ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus kommt. Viele trauen sich jedoch nicht zu, ein AED-Gerät zu benutzen und haben Hemmungen, wenn im Notfall Erste Hilfe geleistet werden muss. Daher bietet die Björn Steiger Stiftung Schulungen wie in Fronhausen für die Bevölkerung an. Nach der Auftaktveranstaltung in Fronhausen sind weitere Schulungstermine geplant, so am 2. Mai in Bad Endbach und am 9. Mai in Stadtallendorf.

Die Björn Steiger Stiftung kämpft seit Jahren gegen den Herztod. Im Rahmen ihrer 2013 gestarteten Initiative „Herzsicher“ stattet sie aktuell ganze Landkreise und Städte mit Laien-Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Sachen Wiederbelebung. Seit 2001, als der Kampf gegen den Herztod begann, konnte die Björn Steiger Stiftung bereits rund 26.000 Laien-Defibrillatoren in Verkehr bringen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Mannheim, 28.03.2019
Björn Steiger Stiftung und Lions arbeiten gemeinsam gegen den Herztod
Die Björn Steiger Stiftung kämpft ab sofort gemeinsam mit dem Lions Distrikt 111-SN gegen den Herztod. Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, und Dr. Karsten Haasters, Distrikt-Govenor des Lions Clubs International Distrikt 111-SN, unterzeichneten einen Kooperationsvertrag in Mannheim und bekräftigten damit ihre künftige Zusammenarbeit. „Gemeinsam mit den Lions können wir unser Ziel, Deutschland herzsicherer zu machen, weiter verfolgen und haben einen starken Partner an der Seite“, sagte Steiger. „Wir freuen uns als Lions Vorreiter auf dem Gebiet der Herzsicherheit zu sein und das Know-how und die langjährige Erfahrung der Björn Steiger Stiftung nutzen zu können“, sagte Haasters.

Im Rahmen der Lions Kick-off-Veranstaltung trafen sich Vertreter der Stiftung und der Lions zur Vertragsunterzeichnung im Theresienkrankenhaus Mannheim. Dorthin eingeladen waren auch die Mitglieder der Mannheimer Lions Clubs, die die Möglichkeit hatten, an einer Übungseinheit zum Umgang mit einem Laien-Defibrillator (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) teilzunehmen. Prof. Dr. Markus Haass, Chefarzt der Kardiologie am Theresienkrankenhaus, und Dr. Kai Weinmann, Kardiologe am Helios Klinikum Pforzheim, erläuterten in einem Vortrag vorab die medizinischen Hintergründe sowie die Notwendigkeit von AED-Geräten. Während der Kurzschulung hatten die Anwesenden dann die Gelegenheit, die Reanimation praktisch zu üben und den Umgang mit den Laien-Defibrillatoren zu erlernen.

Diese Übungen für die Allgemeinheit bietet die Björn Steiger Stiftung an allen AED-Standorten an. Damit wird sichergestellt, dass nicht nur ein Laien-Defibrillator vor Ort und frei zugänglich ist. Darüber hinaus lernt die Bevölkerung, wie sie einen solchen bedienen kann. Wichtig ist dabei vor allem, dass Hemmungen bei der Ersten Hilfe abgebaut werden. Denn die Laien-Defibrillatoren weisen den Ersthelfer im Ernstfall akustisch Schritt für Schritt an.

Der Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben im Falle eines Herzstillstands meist nur dann eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator eingesetzt wird. Daher setzt sich die Björn Steiger Stiftung seit 2001 mit der Initiative „Kampf dem Herztod“ für die massenhafte Verbreitung von AED-Geräten ein. So hat die Stiftung seit Beginn der Initiative über 26.000 Laien-Defibrillatoren in Verkehr gebracht.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de

Lions Clubs International

Lions Clubs International ist eine weltweite Vereinigung freier Menschen, die in freundschaftlicher Verbundenheit bereit sind, sich den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit zu stellen und uneigennützig an ihrer Lösung mitzuwirken.
Lions helfen. Ob in Kinder- und Jugendprojekten, bei der Unterstützung Sehbehinderter oder in Ländern der Dritten Welt – Lions engagieren sich ehrenamtlich für Menschen, die Hilfe brauchen. Dabei kümmern sie sich um die Mitmenschen in ihrer Nachbarschaft genauso wie um Notleidende in aller Welt.
„We Serve" („Wir dienen") ist unser Motto. Mit 1,4 Millionen Mitgliedern weltweit ist Lions Clubs International (LCI) eine der größten Nichtregierungsorganisationen. Lions initiieren eigene Projekte oder unterstützen nützliche Projekte von Partnerorganisationen. Neben sozialen Zielen fördern Lions auch kulturelle Projekte und setzen sich für Völkerverständigung, Toleranz, Humanität und Bildung ein. Der erste deutsche Lions Club wurde 1951 in Düsseldorf gegründet. Derzeit engagieren sich in der Bundesrepublik über 52.000 Mitglieder für die Gemeinschaft und für Menschen in Not. Der Lions Distrikt SN (Süd-Nord) umfasst den Norden Baden-Württembergs (Nord-Baden und Teile von Württemberg). 57 Clubs und rund 2.000 Lions-Freunde engagieren sich ehrenamtlich.

Weitere Informationen unter https://www.lions.de/web/111sn.
Lions Clubs International – MD 111-Deutschland
Bleichstraße 3, 65183 Wiesbaden, Telefon: 0611 991 54-0
sekretariat@lions-clubs.de
Winnenden, 27.03.2019
Björn Steiger Stiftung und Stadt Winnenden machen Winnenden gemeinsam herzsicher
Der Winnender Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung vom 26. März die Zusammenarbeit mit der Björn Steiger Stiftung beschlossen, um flächendeckend Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) aufzustellen. Durch das gemeinsame Projekt „Herzsicheres Winnenden“ wird die Große Kreisstadt Winnenden, Sitz der Stiftung, nun mit weiteren AED-Geräten ausgestattet, die alle öffentlich zugänglich und damit jederzeit für die Bevölkerung erreichbar sein werden. „Mir ist es ein besonders Anliegen und eine besondere Freude, unsere Heimatstadt herzsicher zu machen“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth freut sich über die Zusammenarbeit mit der Björn Steiger Stiftung: „Es ist toll, dass wir mit der Björn Steiger Stiftung eine Institution in Winnenden haben, die hilft Leben zu retten. Ich bin ihr sehr dankbar, dass wir gemeinsam das Laien-Defibrillatorennetz in der Kernstadt und den Stadtteilen weiter ausbauen können.“

Der Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben im Falle eines Herzstillstands meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator eingesetzt wird. Daher engagiert sich die Björn Steiger Stiftung seit 2013 mit der Initiative „Herzsicher“ für die flächendeckende Verbreitung von AED-Geräten in vielen Städten und Landkreisen.

Die Stadt installiert die 15 neu von der Stiftung zur Verfügung gestellten AED-Geräte in der Kernstadt und den Winnender Stadtteilen. In der Vergangenheit hatte die Stiftung bereits 13 Laien-Defibrillatoren aufgestellt. Die neuen Standorte sind auf beiliegender Stadtkarte ersichtlich. Die Stiftung übernimmt vorerst allein die Anschaffungs- und Schulungskosten von bislang 50.000 Euro. Dies umfasst die Laien-Defibrillatoren, die Aufbewahrungskästen für die Geräte sowie die Kosten, um die Winnender Bevölkerung im Umgang mit den AED-Geräten zu schulen. Sponsoren sind jedoch aufgerufen, sich am Projekt finanziell oder durch Anregung ihrer Mitarbeiter zur Teilnahme an den Kurzschulungen zu beteiligen. So können auch die Sponsoren ihren Beitrag dazu leisten, die Heimat herzsicher zu machen.

Die kostenlosen und öffentlichen Ausbildungen der Stiftung sind ein wichtiger Teil des Projekts: Sie zeigen nicht nur, wie ein AED-Gerät benutzt wird. Vor allem helfen sie auch, Hemmungen abzubauen, einen Laien-Defibrillator zu benutzen. Diese kurzen Schulungseinheiten werden künftig regelmäßig von der Stiftung angeboten. Die Termine hierfür werden nach Montage der AED-Geräte veröffentlicht.

Schon bisher hat die Björn Steiger Stiftung einiges für die Herzsicherheit in Winnenden getan. Kürzlich übergab die Stiftung der Winnender Feuerwehr insgesamt fünf neue Laien-Defibrillatoren. Außerdem wurde das bisherige AED-Gerät am Rathaus durch ein neues Modell ersetzt. Insgesamt erhält die Stadt Winnenden damit 21 neue Laien-Defibrillatoren durch die Stiftung.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Stadtverwaltung Winnenden
Emely Rehberger
Pressesprecherin
T +49 7195 13103
E emely.rehberger@winnenden.de
H www.winnenden.de
Winnenden, 20.03.2019
Motorradunfälle: Keine Angst vor Erster Hilfe
Kann ich etwas falsch machen? Füge ich einem ohnehin schwer verletzten Motorradfahrer noch mehr Verletzungen zu, wenn ich aktiv werde?“ Solche Ängste und Unsicherheiten sind weit verbreitet, wenn es darum geht, nach Motorradunfällen Erste Hilfe zu leisten. Darauf macht die Björn Steiger Stiftung zum Frühlingsbeginn, wenn wieder mehr Motorräder auf Deutschlands Straßen sind, aufmerksam. Die Stiftung möchte Verkehrsteilnehmer dazu ermuntern, Erste-Hilfe-Kenntnisse im Allgemeinen und im Bezug auf Motorradfahrer aufzufrischen. „Nichts zu tun, ist keine Option – gerade in Situationen, in denen es um Leben und Tod geht“, sagt Marcus Fluit, Ausbildungsleiter im Bereich Erste Hilfe bei der Björn Steiger Stiftung. „Wer Erste Hilfe übt, kann sie im Notfall anwenden und zum Lebensretter werden.“

Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts sind im Zeitraum Januar bis November 2018 insgesamt 603 Motorradfahrer auf deutschen Straßen tödlich verunglückt. Im Jahr davor waren es im gleichen Zeitraum 575 Getötete. Das entspricht einem Anstieg von knapp fünf Prozent. Dass Motorradfahrer bei Unfällen oft schwer verletzt werden, hat mehrere Gründe: So haben beispielsweise Motorräder keine Knautschzone. Fahrer sind bei einem Aufprall relativ ungeschützt. Auch fehlende Sichtbarkeit ist ein Problem. Auto- und Lkw-Fahrer nehmen Motorradfahrer häufig durch deren dunkle Kleidung und auf den dunklen Maschinen verspätet oder gar nicht wahr. In brenzligen Situationen reagieren sie daher zu spät.

Was kann ein Ersthelfer im Notfall tun? „Zuerst sollte man sich um die Absicherung der Unfallstelle kümmern und über die Nummer 112 einen Notruf absetzen, um weitere, professionelle Hilfe zu organisieren“, rät Fluit. Dies sollte idealerweise immer zeitgleich mit der Versorgung des Verletzten geschehen. Konkret heißt das: den Verletzten ansprechen und prüfen, ob er reagiert. Ist dies der Fall, kann mit ihm kommuniziert werden: Helfer und Unfallopfer können beispielsweise zusammen ausloten, wie Erste Hilfe anhand der Beschwerden durchgeführt werden kann. Ist der Verletzte nicht ansprechbar, muss sein Helm abgenommen werden. „Gerade hier sind Ersthelfer häufig besorgt, für Folgeschäden verantwortlich zu sein“, sagt Fluit. „Diese Angst ist aber nicht gerechtfertigt, wenn man den Verletzten umsichtig versorgt.“

Bei der Helmabnahme wird das Visier nach oben geklappt und der Kinnriemen geöffnet. Dann kniet sich der Ersthelfer hinter den Kopf des Unfallopfers und zieht den Helm mit beiden Händen langsam und vorsichtig vom Kopf. Wichtig ist, dass Ersthelfer ruckartige Bewegungen vermeiden. Auch muss darauf geachtet werden, dass beim Abziehen des Helms ab einem gewissen Punkt mit einer Hand der Kopf des Verletzten von unten gestützt wird. Ist der Helm ab, kann der Kopf vorsichtig auf dem Boden platziert werden. Vorsicht ist bei sogenannten Klapphelmen geboten. Da diese besonders eng anliegen, muss hier vor dem Abnehmen noch ein bestimmter Klappmechanismus geöffnet werden.

Danach sollte der Ersthelfer den Kopf des Verletzten überstrecken und dessen Atmung überprüfen. Falls der Verletzte atmet, sollte er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Ist keine Atmung feststellbar, sollte der Ersthelfer unverzüglich mit einer Herzdruckmassage beginnen – so lange, bis die Rettungskräfte vor Ort sind.

Die Björn Steiger Stiftung appelliert zum Frühlingsauftakt auch an die Motorradfahrer selbst, umsichtig zu fahren. Denn oft muss sich nach der Winterpause erst wieder das richtige Gefühl für die eigene Maschine einstellen. Manchmal würden die eigenen Fahrfähigkeiten dann doch überschätzt und das Unfallrisiko steige, betont Erste-Hilfe-Experte Fluit. Risikofaktoren gibt es im Frühling genug: Die Fahrbahn kann noch nass und damit rutschig sein, Streusalz, das noch auf den Straßen liegt, kann für schlechtere Bodenhaftung der Reifen sorgen. Auch beim Überqueren von nassen Bahngleisen kann ein Motorrad ins Schlingern kommen. Fluit: „Wer vorsichtig fährt, ist sicherer unterwegs.“


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Halle (Saale), 19.03.2019
Baby-Notarztwagen „Felix 20“ fährt jetzt in Halle (Saale)
Der Baby-Notarztwagen „Felix“ der Björn Steiger Stiftung ist jetzt auch in Halle (Saale) im Einsatz. Im Rahmen einer Feierstunde an der städtischen Hauptfeuerwache übergaben Stiftungspräsident Pierre-Enric Steiger und Projektmanager Thomas Pflanz das Fahrzeug „Felix 20“ an Stadt und Hilfsorganisationen. „Wir freuen uns, dass ,Felix‘ jetzt in der Saalestadt auf der Straße ist“, sagte Steiger. „Das Fahrzeug wird Familien helfen und die Kleinsten der Kleinen sicher ans Ziel bringen. Wir danken Partnern und Spendern vor Ort sowie der Stadt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und für das Ausrichten dieser Veranstaltung“, so Steiger.

Das von der Björn Steiger Stiftung entwickelte Fahrzeug wird meistens bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik gebraucht. In Halle steuert er das Universitätsklinikum sowie die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara an. Der Arbeiter-Samariter-Bund als Leistungserbringer des städtischen Rettungsdiensts ist damit in der Lage, Baby-Transporte sicher und schonend durchzuführen. Gewährleistet wird dies durch eine spezielle Dämpfung, eine Akustikdämmung und ein bedienerfreundliches Be- und Entladesystem. Zudem ist der Transportinkubator, ein mobiler Brutkasten, quer zur Fahrtrichtung positioniert. Wenn das Fahrzeug bremsen muss, können beim Längstransport hohe Kräfte auf den Säugling einwirken. Dabei können Hirnblutungen oder Hirnquetschungen entstehen. Beim Quertransport ist die Gefahr viel geringer – wenn überhaupt vorhanden. Auch die medizinische Versorgung und Betreuung des kleinen Patienten ist beim Quertransport einfacher.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand: „Mit dem neuen Baby-Notarztwagen erhöhen wir die Qualität unseres städtischen Rettungsdienstes weiter. Das neue Fahrzeug sorgt für einen besonders schonenden Transport der kleinsten Patienten und wird künftig bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik eingesetzt. Der Baby-Notarztwagen steuert die Universitäts-Kinderklinik sowie die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara an.“ Auch Vertreter der medizinischen Einrichtungen in Halle an der Saale betonten bei der Übergabe, dass „Felix“ dabei helfen kann, Leben zu retten. Privatdozent Dr. Roland Haase, Leiter der Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin des halleschen Universitätsklinikums, der selbst seit zwei Jahrzehnten Transporte von kranken Früh- und Neugeborenen leitet, freute sich über das neue Fahrzeug: „ ,Felix 20‘ wird die Qualität des Neugeborenentransfers verbessern und zu einer Entlastung des Hubschrauber-transportes beitragen“, so Dr. Haase. Privatdozent Dr. Ludwig Patzer, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale), ergänzte: „Dass es gelungen ist, den ersten ,Felix 20‘ in Halle an den Start zu bringen, ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig persönliches und gesellschaftliches Engagement und klinikübergreifende Zusammenarbeit für eine gute und moderne Kindermedizin in Sachsen-Anhalt sind.“

„Felix“ ist mit Halle (Saale) jetzt an vier Standorten in Deutschland aktiv. Neben Halle sind dies noch die Städte Leipzig, Chemnitz und Oldenburg. Die Einsatzzahlen für das Jahr 2018 an den damals noch drei aktiven Standorten sprechen für sich: Insgesamt absolvierten die Baby-Notarztwagen der Stiftung im vergangenen Jahr 332 Fahrten und legten dabei rund 34.500 Kilometer zurück. „Diese Werte zeigen deutlich: Unser ,Felix‘ wurde und wird gebraucht“, sagte Präsident Steiger. Die Björn Steiger Stiftung hat darüber hinaus Krankenhäusern und Kliniken auch einzelne Transportinkubatoren zur Verfügung gestellt. Im Einsatz sind diese Inkubatoren aktuell in Flensburg (Schleswig-Holstein), Neuwied (Rheinland-Pfalz) und Bayreuth (Bayern).

Die Stiftung finanziert das Baby-Notarztwagenprojekt mithilfe von Spendenaktionen und Sponsoren. Sie befasste sich schon früh mit dem Problem der Säuglingssterblichkeit. Denn bereits 1974 war sie für die Entwicklung und Indienststellung des ersten Rettungswagens für Frühgeborene verantwortlich. Über die Jahre wurde der Rettungswagen immer weiterentwickelt und verbessert. Im Jahr 2012 stellte die Björn Steiger Stiftung mit „Felix“ die fünfte und jüngste Generation des Fahrzeugs vor.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Enzkreis/Gemeinde Straubenhardt, 08.03.2019
Rathaus Schwann mit Laien-Defibrillator ausgestattet
Am Rathaus Schwann konnte Michael Müller, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung, der Gemeinde Straubenhardt im Enzkreis den neuesten Laien-Defibrillator (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) übergeben. Zur Anschaffung dieses Geräts hat die Bürgerstiftung Straubenhardt den finanziellen Beitrag geleistet, der die Aufstellung möglich machte. Bei der Übergabe des AED-Geräts an Bürgermeister Helge Viehweg war daher auch Joachim Scheffler, Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung, anwesend. „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Projektförderern funktioniert wunderbar – mit diesem beherzten Engagement werden wir Straubenhardt weiter herzsicher machen“, sagte Müller im Hinblick auf die Kooperation. Insgesamt wurde damit der zwölfte öffentlich zugängliche Laien-Defibrillator im Gemeindegebiet aufgestellt – drei davon wurden nicht von der Stiftung installiert – und Straubenhardt macht einen weiteren Schritt in Richtung „herzsicher“.

Nach der Übergabe fanden sich knapp 30 Teilnehmer in der Turn- und Festhalle Schwann zur bereits vierten Schulung der Björn Steiger Stiftung zum Thema Wiederbelebung ein. „Die sehr gute Resonanz in der Bevölkerung auf unsere Veranstaltungen bestätigt, dass wir hier sehr gute Arbeit machen“, so Projektmanager Müller. Denn die kostenlosen und öffentlichen Schulungen finden regelmäßig im Rahmen des Projekts „Herzsicheres Straubenhardt“ statt. Sie bieten den Einwohnern die Möglichkeit, ihr Wissen über Wiederbelebung samt dem Einsatz eines Laien-Defibrillators aufzufrischen. Damit soll potenziellen Benutzern der Laien-Defibrillatoren die Hemmungen vor der Nutzung genommen werden.

Der Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator eingesetzt wird. Die Björn Steiger Stiftung stattet seit Herbst 2017 in enger Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort die Gemeinde Straubenhardt mit AED-Säulen aus und schult die Bevölkerung in Erster Hilfe.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Schopfloch/Landkreis Freudenstadt, 22.02.2019
Schulung für Schopflocher samt Übergabe der Laien-Defibrillatoren
Bereits zwei Defibrillatoren der landkreisweiten Aktion „Herzsicherer Landkreis Freudenstadt“ wurden von Bürgern schon eingesetzt. Wie wichtig das Projekt ist und wie jeder mit einem AED (Automatisierter Externer Defibrillator) umgehen kann, zeigten die Björn Steiger Stiftung und der DRK-Kreisverband Freudenstadt bei der AED-Schulung im Schopflocher Rathaus. Schulungsreferent Roger Cornitzius vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Freudenstadt informierte darüber, wie die Laien-Defis benutzt werden müssen. Vorab wurden die Anwesenden durch Schopflochs Bürgermeister Klaas Klaassen und Michael Müller, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung, begrüßt. „Wir sind überwältigt vom Interesse der Bürger und wissen, wie notwendig die Installation dieser Geräte ist“, sagte Klaassen.

Der Aufstellung der AED-Geräte war eine Standortsuche vorausgegangen. Denn die Geräte müssen sowohl öffentlich zugänglich sein als auch geschützt – so steht nun einer der insgesamt vier Laien-Defibrillatoren im Eingangsbereich des Rathauses. „Damit haben wir die Gemeinde Schopfloch wie geplant herzsicher gemacht - ebenso wie den gesamten Kreis Freudenstadt“, sagte Müller. Wie er weiter informierte, waren vor kurzem bereits zwei Laien-Defibrillatoren im Kreis erfolgreich im Einsatz gewesen. „Ich bin sehr dankbar, dass wir die Defibrillatoren haben“, ergänzte Klaassen.

Bei der symbolischen Übergabe der Laien-Defibrillatoren im Rathaus erwähnte Müller die breite Unterstützung für das Projekt. Die Unternehmensgruppe Saier, die Fischerwerke sowie die Gemeinde Schopfloch selbst würden sich auch finanziell für die Aufstellung der AED-Geräte engagieren. Anschließend waren die Anwesenden zur kostenlosen Schulung eingeladen. Kooperationspartner für die Schulungen in Schopfloch ist der DRK-Kreisverband Freudenstadt, in dessen Namen Rettungssanitäter Roger Cornitzius das AED-Gerät erläuterte. Er betonte: „Man kann nichts falsch machen, außer man macht nichts.“ Daher müsse man sofort handeln, wenn es zu einem Herzstillstand komme. „Die Herzdruckmassage ist anstrengend, daher rufen Sie um Hilfe“, lautete die Empfehlung. Ein zweiter Helfer könne das AED-Gerät hinzuholen und den Notruf absetzen.

Die Björn Steiger Stiftung stattet seit Oktober 2016 den Landkreis Freudenstadt mit Laien-Defibrillatoren aus. Mittlerweile ist die Region die wohl herzsicherste in ganz Deutschland. Damit haben Betroffene im Falle eines Herzstillstands bessere Überlebenschancen. Wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten nach Stillstand des Herzens zum Einsatz kommt, haben 50 bis 70 Prozent der Betroffenen durchaus realistische Überlebenschancen. In der Gemeinde Schopfloch finden weiterhin Schulungen statt: Der nächste Termin ist am 29. März im Oberiflinger Sportheim.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden, 21.02.2019
Monatliche Überprüfung der Hilfsfristen reicht längst nicht aus – Versorgungslage wird dadurch nicht besser
Die Björn Steiger Stiftung übt Kritik an den Plänen des baden-württembergischen Innenministeriums, künftig monatlich kontrollieren zu wollen, ob Rettungsdienste die Hilfsfristen einhalten und beauftragte Rettungsmittel überhaupt personell besetzt sind. „Die Pläne des Innenministeriums greifen zu kurz“, sagt Ulrich Schreiner, Geschäftsführer im Bereich Rettungsdienst der Björn Steiger Stiftung. Verbessert werde die Versorgungslage dadurch jedenfalls nicht. „Das Nachbarland Hessen macht vor, wie es besser geht.“ Dort kontrolliere der jeweilige Rettungsdienstträger – Landkreis oder kreisfreie Stadt – täglich automatisiert, ob die Rettungsdienste die Hilfsfristen inklusive Dispositions-, Ausrücke- und Fahrzeiten einhalten. „Eine Nichtbesetzung eines Rettungsmittels ist nahezu undenkbar, da dies mit Unzuverlässigkeit der Leistungserbringung gleichgesetzt werden könnte“, so Schreiner. In Hessen sei auch Bußgeld ein Thema, das sich bewährt habe. Die tägliche Kontrolle mit Anforderung einer Begründung, warum Fristen nicht eingehalten wurden, wäre auch in Baden-Württemberg angemessen und ein Schritt nach vorn.

Das baden-württembergische Innenministerium will mit seinen Plänen Defizite in der regionalen Notfallversorgung abstellen. Denn der Rettungsdienst ist überlastet. Wie Recherchen des Fernsehsenders SWR im vergangenen Jahr zeigten, fallen in einigen Bereichen des Rettungsdienstes regelmäßig Rettungswagen-Schichten aus. Als häufigsten Grund dafür nannte der SWR Personalprobleme. Dabei soll die Versorgung von Notfallpatienten in Baden-Württemberg grundsätzlich zügig geschehen. So ist festgelegt, dass die Rettungskräfte spätestens 15 Minuten nach Absetzen des Notrufs beim Patienten sein müssen. Wie der SWR weiter berichtet, wird diese Hilfsfrist aber „in tausenden Fällen“ nicht eingehalten.

Aus Sicht der Björn Steiger Stiftung ist dies ein nicht hinnehmbarer Zustand, da auf diese Weise Engpässe bei der Versorgung von Notfallpatienten entstehen. Hier ist mehr Anstrengung seitens der Politik vonnöten, beispielsweise – als eine von mehreren notwendigen Maßnahmen – tägliche Hilfsfrist-Kontrolle bis hin zum Entzug der Rettungsdienst-Beauftragung.

Die in Deutschland unterschiedliche Notfallversorgung ist nach Ansicht der Björn Steiger Stiftung ein großes Problem. Der Grund hierfür ist der deutsche Föderalismus der Bundesländer. Der Rettungsdienst liegt in der Verantwortung des jeweiligen Bundeslandes. Wie qualifiziert und wie schnell der Rettungsdienst arbeitet, ist von Land zu Land – und teilweise sogar von Region zu Region innerhalb eines einzigen Landes – verschieden. Qualität, Ausbildung und vor allem bundesweite Standardisierung: Die Liste der Punkte, die dringend verbessert werden müssen, ist lang. Die Björn Steiger Stiftung richtet unter anderem aus diesem Grund am 2. und 3. Juli 2019 in Berlin den Fachkongress „Wege zum Rettungsdienst der Zukunft“ aus. Experten der verschiedensten Fachrichtungen werden die unterschiedlichen Rettungsdienst-Standards unter die Lupe nehmen sowie Lösungsansätze und Best-Practice-Beispiele vorstellen, die bereits in Teilen Deutschlands oder im Ausland umgesetzt werden.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Köln/Winnenden, 11.02.2019
Björn Steiger Stiftung und Mobile Retter schließen sich zusammen
Zum Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar bündeln Experten der Notfallhilfe ihre Kräfte: Die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt, und der Verein Mobile Retter schließen sich zusammen und gründen eine gemeinsame gemeinnützige Organisation. Die Mobilen Retter – eine Initiative, in deren Rahmen ausgebildete Ersthelfer bei einem Notfall per App alarmiert werden – sind damit jetzt ein Projekt der Björn Steiger Stiftung. „Wir freuen uns über diesen Zusammenschluss“, sagte Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, beim Pressegespräch in Köln. „Durch schnelle Hilfe retten die Mobilen Retter Leben. Ihr Projekt fußt auf moderner Technik und passt inhaltlich perfekt zu unserer Stiftung. Damit stellen wir uns in unserem 50. Bestehensjahr in Sachen Notfallhilfe noch besser für die Zukunft auf.“ Die Björn Steiger Stiftung habe sich von ganzem Herzen der Verbesserung der Notfallhilfe verschrieben, sagte Dr. Stefan Schmitgen, 2. Vorsitzender des Mobile Retter e.V. „Wir teilen diese Motivation und freuen uns darauf, zukünftig gemeinsam weitere Erfolge in diesem Bereich zu erreichen.“

Laien-Defibrillatoren, Alarmierung von Ersthelfern per App, Frühgeborenentransport, Notrufsäulen und Erste-Hilfe-Schulungen: All das geschieht künftig unter dem Dach der Björn Steiger Stiftung. Notfallhilfe wird damit noch koordinierter. Projektpate für die Mobilen Retter ist Jürgen Roters, ehemaliger Oberbürgermeister und früherer Polizeipräsident der Stadt Köln. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Jürgen Roters einen absoluten Experten für das Projekt gewinnen konnten“, sagte Steiger. „Herr Roters verfügt über umfassende Einblicke in das Thema Rettungsdienst, Notfallplanung und Notversorgung“, betonte Dr. Schmitgen. „Mit seiner Erfahrung kann er entscheidend dazu beitragen, das Projekt Mobile Retter weiter voranzubringen.“

Worum geht es bei den Mobilen Rettern? Qualifizierte Ersthelfer wie Krankenschwestern, Feuerwehrleute, Sanitäter und Rettungsschwimmer können sich die Mobile Retter-App herunterladen und sich registrieren. Danach folgt ein Training vor Ort mit einer Qualifikationsüberprüfung und Einweisung in das Projekt. Ist dies erfolgt, werden die Ersthelfer freigeschaltet und stehen als aktive Unterstützung im Notfall zur Verfügung. Wird im Ernstfall über die 112 ein Notruf – aufgrund eines Herz-Kreislauf-Stillstandes oder von Bewusstlosigkeit – abgesetzt, alarmiert die Leitstelle den Rettungsdienst und parallel dazu die Mobilen Retter. Die App lokalisiert die Ersthelfer, die sich in unmittelbarer Nähe zum Notfall befinden, über ihr Smartphone und sendet einen Alarm. Die Mobilen Retter können auf diesen Alarm reagieren und innerhalb kurzer Zeit am Ort des Geschehens sein. Noch bevor die Rettungskräfte eintreffen und übernehmen, können die Helfer mit sofortiger Erster Hilfe wie der Herzdruckmassage starten und die Überlebenschancen des Betroffenen drastisch erhöhen.

Durch den Zusammenschluss beider Organisationen werden auch die über 5.300 aktiven ehrenamtlichen Mobilen Retter Teil der Björn Steiger-Familie. Mit vollem Herzen dabei sein und den Wunsch zu helfen als Grundmotivation des eigenen Tuns ansehen: Dies charakterisiere das Ehrenamt, sagte Stiftungspräsident Steiger. „Wir danken den Rettern für ihr wertvolles Engagement in Sachen Lebensrettung.“ Dr. Schmitgen betonte: „Ohne unsere ehrenamtlichen Helfer wäre die Arbeit der Mobilen Retter nicht möglich. Sie sind es, die das Projekt zum Leben bringen. Ihnen gebührt unsere größte Wertschätzung.“

Aktuell binden Leitstellen in zehn Regionen das System der Mobilen Retter mit ein. Mit Hochdruck wird eine bundesweite Ausweitung angestrebt. Denn genau hier liegt nach Ansicht der Stiftung und der Mobilen Retter ein großes Problem: Nur wenige Landkreise und Städte haben Ersthelfer-Appsysteme wie das der Mobilen Retter in ihre Leitstellen integriert. Zu oft vergeht in Deutschland nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu viel Zeit, bis mit Erster Hilfe begonnen wird.

Björn Steiger Stiftung und Mobile Retter fordern: Hier muss dringend gehandelt werden. Gebietskörperschaften wie Landkreise und kreisfreie Städte sollen Alarmierungssysteme für Ersthelfer flächendeckend in Deutschland einsetzen. „Es geht um Menschenleben“, sagte Dr. Schmitgen. Politische Entscheider vor Ort seien aufgefordert, alles Menschenmögliche dafür zu tun, Einwohner effektiv bei Notfällen zu schützen. Erste Hilfe sei kein Luxus, auf den verzichtet werden könne, sondern gehöre zur Grundversorgung, stellte Steiger klar. Gute oder schlechte Überlebenschancen dürften keine Frage des Wohnortes – und damit des Zufalls – sein.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden, 25.01.2019
Björn Steiger Stiftung fordert Tempolimit auf Landstraßen
In der aktuellen Diskussion um Tempolimits fordert die Björn Steiger Stiftung, Landstraßen mehr in den Fokus zu nehmen. „Nach wie vor passieren die meisten tödlichen Unfälle auf Landstraßen, darauf müssen wir aufmerksam machen“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Mit entsprechenden Maßnahmen könne viel dafür getan werden, die Sicherheit zu erhöhen und Leben zu retten. „Daher fordern wir auf Landstraßen ein generelles Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde“, so Steiger. Dort, wo die Straße allerdings breiter, weniger kurvenreich und besser einsichtig sei, könne streckenweise auf 100 km/h erhöht werden.

Dass sich die Debatte momentan nur auf Autobahn-Höchstgeschwindigkeiten verengt, vernachlässigt nach Ansicht Steigers das Problem der vielen Todesopfer auf Landstraßen zu sehr. Der Stiftungspräsident verweist auf die Datenlage: Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts für 2017 starben über die Hälfte aller Getöteten im Straßenverkehr auf der Landstraße (56,4 Prozent) – pro 1.000 Unfällen endeten 24 tödlich. Die Ursache war meist überhöhte Geschwindigkeit. Der Anteil der auf Autobahnen zu Tode Gekommenen lag 2017 den Angaben zufolge dagegen bei knapp 13 Prozent. „Es geht immer um Menschenleben. Jeder Unfalltod ist einer zu viel, egal ob auf der Landstraße oder auf der Autobahn“, stellt Steiger klar. Es gelte allerdings, Dringlichkeiten zu beachten. Gerade auf den Landstraßen müsse schnell etwas passieren, um die Situation zu verbessern und Leben zu retten.

Die Björn Steiger Stiftung ist nicht die einzige Organisation, die sich für Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Landstraßen ausspricht. So fordert unter anderem der Deutsche Verkehrsrat (DVR) ein Tempolimit von 80 km/h auf schmalen Landstraßen mit einer Breite von maximal sechs Metern.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1969 setzt sich die Björn Steiger Stiftung dafür ein, die Notfallhilfe zu verbessern und Menschenleben zu retten. Ein Fokus lag dabei stets auch auf dem Straßenverkehr. So begann die Stiftung im Jahr 1971 mit der Aufstellung von Notrufsäulen am Straßenrand – es war eines der ersten Projekte, derer sie sich annahm.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden, 24.01.2019
Fast 21.500 Schüler zu Lebensrettern ausgebildet
Mit fast 21.500 neu ausgebildeten Schülerinnen und Schülern im Jahr 2018 fällt die Bilanz für das Projekt „Retten macht Schule“ der Björn Steiger Stiftung sehr positiv aus. „Mit einem Aktivitätsschwerpunkt im süddeutschen Raum konnten wir im vergangenen Jahr wieder viele Schüler erreichen“, freut sich Projektleiterin Melanie Schraml von der Björn Steiger Stiftung. „Damit sind viele junge Menschen in der Lage, eine Wiederbelebung durchzuführen und im besten Fall Leben zu retten.“ Zur positiven Bilanz zählen auch 60 neue Schulen, die 2018 zu Projektpartnern wurden und seit dem vergangenen Jahr ihren Schülern die Herz-Lungen-Wiederbelebung vermitteln – darunter viele Schulen in Bayern und Baden-Württemberg.

Die Björn Steiger Stiftung rief die Initiative „Retten macht Schule“ 2007 ins Leben. Zwei Jahre später, 2009, wurde es konkret: Die Stiftung ging erstmals in Berliner Schulen und bildete erst Lehrkräfte aus, die ihren Schülern anschließend die Herzdruckmassage beibringen konnten. Das Projekt folgt einem festen Konzept: In einem ersten Schritt bringen Mitarbeiter der Stiftung den Lehrkräften die Herzdruckmassage und die Anwendung eines Laien-Defibrillators (Automatisierter Externer Defibrillator = AED) bei. Im zweiten Schritt geben Lehrerinnen und Lehrer ihr Wissen im Rahmen einer Schulstunde eigenständig an ihre Schüler weiter. Dafür erhalten die teilnehmenden Schulen Übungspuppen für die Reanimation sowie ein Handbuch und ein Übungs-AED-Gerät. Den Schulen wird außerdem ein einsatzbereites AED-Gerät zur Verfügung gestellt, das gut zugänglich im Schulgebäude angebracht wird und für den Notfall bereitsteht.

Laut einer Studie der Uniklinik Rostock sind bereits junge Menschen ab der siebten Klasse in der Lage, einen Erwachsenen im Falle eines Herzstillstands zu reanimieren. Außerdem haben Jugendliche in diesem Alter der Untersuchung zufolge weniger Hemmungen beim Thema Erste Hilfe als Erwachsene. „Das sind zwei wichtige Erkenntnisse, die unser Projekt stetig voranbringen“, sagt Schraml. „Retten macht Schule“ wendet sich daher an alle weiterführenden Schulen, die ihren Schülern grundlegendes Wissen zum Thema Wiederbelebung vermitteln wollen.

Insgesamt waren etwa 500 Schulen im Jahr 2018 mit „Retten macht Schule“ aktiv – die 60 neuen Schulen miteingerechnet – und bilden nun ihre Schüler aus. Durch die langfristige Auslegung des Projekts will die Stiftung die Relevanz des Themas für die Gesamtbevölkerung untermauern. „Der Kontakt zum Thema Reanimation darf keine einmalige Sache bleiben; erst die Kontinuität der Ausbildung vermittelt langfristig Sicherheit“, betont Projektleiterin Schraml. Mit Projektstart verpflichten sich die teilnehmenden Schulen daher in den folgenden vier Jahren zur Durchführung von Schulungen. So können durch eine kontinuierliche Ausbildung der siebten Klassen mittelfristig alle Jahrgänge erreicht werden. Ein besonderes Erfolgserlebnis war 2018 die Schulung von Lehrern an fünfzehn Augsburger Schulen. In diesem Jahr wollen sich weitere Schulen in Augsburg anschließen und mit „Retten macht Schule" starten.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Marburg-Michelbach, 17.01.2019
Kita-Kinder lernen mit „Ritter Björn“ Erste Hilfe
Die Björn Steiger Stiftung ist nun auch mit ihrer Initiative für Kindergärten und –tagesstätten, „Ritter Björn“, im Landkreis Marburg-Biedenkopf aktiv. Bei einem Besuch in der Kindertagesstätte im Marburger Stadtteil Michelbach-Nord lernten die Vorschulkinder altersgerecht einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen. „Mit der Schulung in Michelbach ergänzt ‚Ritter Björn‘ das Landkreisprojekt und sorgt für Informationen zum Thema Erste Hilfe in der jüngsten Zielgruppe“, sagt Projektleiterin Birgit Sturm von der Björn Steiger Stiftung.

Die Initiative rund um die Handpuppe Ritter Björn wurde entwickelt, um Kinder im Alter von vier Jahren bis zur Einschulung mit dem Thema Helfen vertraut zu machen. Im Oktober 2018 startete das Projekt in Baden-Württemberg und vermittelt seitdem kleinen Kindern, wie sie bei einem Unfall reagieren können. „Durch das altersgerechte Konzept lernen auch die Kleinsten spielerisch, wie sie trösten, helfen und Hilfe organisieren“, sagt Sturm. Während der Schulung können die Kinder auch ausprobieren, wie man einen Notruf absetzt. Hierfür entwickelte die Björn Steiger Stiftung eine eigene Übungs-App. Außerdem dürfen die Kinder Verbände anlegen und die stabile Seitenlage üben.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf arbeitet bereits seit Juli 2018 mit der Björn Steiger Stiftung zusammen, um die Notfallhilfe vor Ort noch weiter voranzubringen. Seit dem Start des Projekts „Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf“ werden sukzessive in allen Gemeinden Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) aufgestellt. Ein solches Gerät bringt ein aus dem Takt geratenes Herz durch Elektrostimulation zunächst zum Stillstand, bevor es mithilfe der Herzdruckmassage wieder den richtigen Rhythmus findet. Aktuell stehen bereits 46 Laien-Defibrillatoren im Landkreis verteilt. Auch werden kostenfreie Schulungen zur Wiederbelebung in diesem Jahr angeboten. Nun ergänzt das Projekt „Ritter Björn“ als weiterer Baustein die Notfallhilfe in Marburg-Biedenkopf.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Tobias Langenbach
Pressesprecher
+49 7195-30 55-215
Tobias Langenbach
Pressesprecher
+49 7195-30 55-215
Presseverteiler