Presse

 
Leipzig, 22.08.2019
Leipziger Baby-Notarztwagen „Felix“ ist schon 500 Mal gefahren
Der Baby-Notarztwagen „Felix“ der Björn Steiger Stiftung hat am Standort Leipzig seine 500. Fahrt hinter sich gebracht. In Dienst gestellt wurde das Fahrzeug vom Typ Mercedes-Benz Sprinter 516 CDI, das jetzt rund 43.000 Kilometer absolviert hat, vor noch nicht einmal zweieinhalb Jahren, am 3. April 2017. „Unser Leipziger ‚Felix‘ ist für alle Beteiligten eine Erfolgsgeschichte: für behandelnde Ärzte, für den Rettungsdienst, für uns als Stiftung – und natürlich für die vielen Familien, denen wir helfen konnten“, freut sich Thomas Pflanz, Leiter des Projekts „Baby-Notarztwagen“ bei der Björn Steiger Stiftung. „Die Zahlen zeigen: ‚Felix‘ wurde und wird gebraucht“, so Pflanz weiter.

Der von der Björn Steiger Stiftung entwickelte Baby-Notarztwagen sorgt dafür, dass Frühchen und kranke Säuglinge sicher und schonend transportiert werden können. Das Fahrzeug kommt meistens bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik zum Einsatz. Gewährleistet wird der sichere und leise Transport unter anderem durch eine spezielle Dämpfung, eine Akustikdämmung und ein bedienerfreundliches Be- und Entladesystem. Zudem ist der Transportinkubator, ein mobiler Brutkasten, quer zur Fahrtrichtung positioniert. Denn wenn das Fahrzeug bremsen muss, können beim Längstransport hohe Kräfte auf den Säugling einwirken. Dabei können Hirnblutungen oder Hirnquetschungen entstehen. Beim Quertransport ist die Gefahr viel geringer – wenn überhaupt vorhanden. Auch die Betreuung und medizinische Versorgung der kleinen Patienten ist beim Quertransport viel einfacher.

In Leipzig fordern das Universitätsklinikum Leipzig, das Klinikum St. Georg und das Herzzentrum (HELIOS) den Wagen an, wenn ein Transport nötig ist. „‚Felix‘ ist eine große Hilfe“, sagt Prof. Dr. med. Ulrich Thome, Leiter der Neonatologie und damit eines großen Zentrums zur Frühchenversorgung am Universitätsklinikum Leipzig. „Die technischen Gegebenheiten des Fahrzeugs ermöglichen es uns, risikofreie Transporte durchzuführen und unseren kleinen Patienten größtmöglichen Schutz und Komfort zukommen zu lassen.“ „Felix“ war bei seinen 500 Fahrten schon in vielen Orten Sachsens und darüber hinaus unterwegs, um seine kleinen Patienten in die Kliniken nach Leipzig zu bringen: Rodewisch, Erfurt, Meißen, Torgau, Dresden, Zwickau, Cottbus und Halle wurden genauso angesteuert wie das slowenische Ljubljana.

Dass dabei jede Fahrt eine Reise ins Leben ist, zeigt das Beispiel des kleinen Paul (Name geändert). Paul kam am 27. April 2019 gegen 6 Uhr morgens ganze 15 Wochen zu früh im Krankenhaus im sächsischen Wurzen zur Welt. Schon davor hatte das Krankenhaus die Information, dass sich ein Frühchen ankündigte, nach Leipzig weitergegeben: Das Kind würde schnell in eine Spezialklinik verlegt werden müssen, lautete die Meldung. „Felix“ rückte kurz nach der Alarmierung aus in Richtung Wurzen. Paul wurde von den Ärzten stabilisiert und für die Fahrt vorbereitet – immer in enger Abstimmung mit den besorgten Eltern. „Vor der Fahrt konnten Mutter und Kind noch zusammen ihren ersten Hautkontakt erleben“, erzählt Prof. Thome. „Das war für alle Beteiligten ein emotionaler Moment.“ Was folgte, war ein sanfter Transport ohne Komplikationen in das Universitätsklinikum Leipzig. Nach 40 Minuten war es geschafft. „Vor Ort in Leipzig konnten wir Paul dann weitergehend und optimal versorgen“, so Prof. Thome weiter. Paul ist auf einem guten Weg. Die Entlassung nach Hause ohne medizinische Hilfen steht bevor.

Pauls Geschichte steht beispielhaft für all die Fälle, bei denen „Felix“ als überlebenswichtiges Bindeglied zwischen Geburts- und Spezialklinik, wenn ein Transport unumgänglich ist, zum Einsatz kommt. Die Björn Steiger Stiftung hat sich in ihrer Geschichte schon früh mit der Thematik des sicheren Neugeborenentransports beschäftigt: Bereits im Jahr 1974 war sie für die Entwicklung und Indienststellung des ersten Baby-Notarztwagens verantwortlich. Mit „Felix“ stellte sie 2012 die fünfte, jüngste und technisch völlig neu entwickelte Generation eines solchen Fahrzeugs vor. Aktuell ist „Felix“ neben Leipzig noch an den drei weiteren aktiven Standorten Oldenburg, Chemnitz und Halle (Saale) stationiert.

Der Baby-Notarztwagen erhält viel öffentlichen Zuspruch – auch von Kristin Meyer, die sich ehrenamtlich als Botschafterin für die Björn Steiger Stiftung engagiert. Die Schauspielerin („Unter uns“, „GZSZ“, RTL) ist selbst Mutter von Zwillingen, die zu früh auf die Welt kamen. „Ich kann mich gut in die Ängste und Sorgen betroffener Eltern einfühlen“, sagt Meyer. „Daher weiß ich, was für ein Segen ‚Felix‘ ist. Hier geht es um nichts weniger als um den Start ins Leben. Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, mich dafür einsetzen, dass dieser Start mit ‚Felix‘ gelingt!“


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Berlin, 16.08.2019
Bundespräsident empfängt oberste Vertreter der Björn Steiger Stiftung
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in Schloss Bellevue die Mitglieder des Präsidialrats, Gründungsmitglieder und den Präsidenten der Björn Steiger Stiftung empfangen. Mit dem Zusammentreffen würdigte der Bundespräsident das Wirken der Stiftung, die sich seit 50 Jahren für die Verbesserung der Notfallhilfe und des Rettungswesens einsetzt. Bundesweite und kostenlose Notrufnummern 110/112, 24-Stunden-Notarztsystem, Luftrettung, Notrufsäulen am Straßenrand, BOS-Sprechfunkstandard im Rettungsdienst – dies sind nur einige Beispiele für die Verbesserungen, die die Björn Steiger Stiftung in Deutschland mit auf den Weg gebracht hat.

Stiftungspräsident Pierre-Enric Steiger sagte im Rahmen des Treffens: „Ich möchte Bundespräsident Steinmeier danken für die Wertschätzung, die er der Arbeit der Stiftung entgegenbringt. Dass der Bundespräsident als oberster Vertreter des Staates unser Engagement für eine bessere Notfallhilfe würdigt, bedeutet höchste Anerkennung unserer Leistung.“ Peter Friedrichsohn und Karl-Heinrich Lebherz, die beide die Björn Steiger Stiftung mitgegründet haben, wurden im Rahmen einer anschließenden Präsidialratssitzung für ihr Engagement zu Ehrenvorständen ernannt.

Der Bundespräsident sowie Präsident und Präsidialrat der Björn Steiger Stiftung tauschten sich bei ihrer Zusammenkunft auch über den Zustand des Rettungsdiensts in Deutschland aus. Die Stiftung kritisiert, dass unter anderem fehlende bundesweite Qualitätsstandards, steigende Einsatzzahlen und wachsender Personalmangel den Rettungsdienst vor gewaltige Herausforderungen stellen. Die Stiftung moniert diese Entwicklungen nicht nur – sie arbeitet auch konstruktiv daran mit, dringend benötigte Veränderungen auf den Weg zu bringen. So hatte sie beispielsweise im Juli dieses Jahres den Fachkongress „Wege zum Rettungsdienst der Zukunft“ in Berlin organisiert.

Die Gründung der Björn Steiger Stiftung erfolgte auf Initiative von Hilda Heinemann, der Frau des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann, am 7. Juli 1969. Auch über die nachfolgenden Jahre hinweg war die Verbindung zwischen den Bundespräsidenten und Björn Steiger Stiftung stets eng und vertrauensvoll.

Der Präsidialrat ist das höchste Entscheidungs- und Kontrollgremium der gemeinnützigen Björn Steiger Stiftung. Es berät und kontrolliert den Vorstand und legt die grundsätzliche inhaltliche Ausrichtung der Stiftungsarbeit fest. Vorsitzender des Rats ist Prof. Jürgen Gramke, u. a. ehemaliger Minister für Wirtschaft und Technologie des Landes Sachsen-Anhalt, ehemaliges Präsidiumsmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Vorstandsvorsitzender des Institute for European Affairs (INEA). Weitere Mitglieder des Präsidialrates sind die Unternehmerin Liz Mohn, der Manager Dr. Rüdiger Grube (stellvertretender Vorsitzender), der ehemalige Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und jetzige Präsident der Deutschen Verkehrswacht Prof. Kurt Bodewig, der EU-Kommissar und ehemalige Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Günther Oettinger sowie Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und amtierender Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden, 01.08.2019
Prof. Klaus-Dieter Scheurle ist neues Mitglied im Präsidialrat
Der Präsidialrat der Björn Steiger Stiftung wird erweitert: Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und amtierender Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, ist ab sofort ehrenamtliches Mitglied im obersten Kontroll- und Entscheidungsgremium der Stiftung. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Professor Scheurle eine sehr erfahrene und allseits wertgeschätzte Persönlichkeit im Rat begrüßen dürfen“, sagte Prof. Jürgen Gramke, Vorsitzender des Präsidialrats der Björn Steiger Stiftung. „Seine Expertise und sein Know-how im Bereich Luftfahrt und Politik sind für die Björn Steiger Stiftung, die sich allumfassend, national und international für die Verbesserung des Rettungswesens einsetzt, sehr wichtig.“

Der Präsidialrat ist das höchste Entscheidungs- und Kontrollgremium der gemeinnützigen Björn Steiger Stiftung. Es berät und kontrolliert den Vorstand und legt die grundsätzliche inhaltliche Ausrichtung der Stiftungsarbeit fest. Vorsitzender des Rats ist Prof. Jürgen Gramke, u. a. ehemaliger Minister für Wirtschaft und Technologie des Landes Sachsen-Anhalt, ehemaliges Präsidiumsmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Vorstandsvorsitzender des Institute for European Affairs (INEA). Weitere Mitglieder des Präsidialrates sind die Unternehmerin Liz Mohn, der Manager Dr. Rüdiger Grube (stellvertretender Vorsitzender), der ehemalige Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und jetzige Präsident der Deutschen Verkehrswacht Prof. Kurt Bodewig sowie der EU-Kommissar und ehemalige Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Günther Oettinger.

Die Björn Steiger Stiftung treibt nicht nur eigene Projekte zur Verbesserung des Rettungsdienstes in Deutschland und weltweit voran. Als Schrittmacher der Notfallhilfe bringt sie auch immer wieder politische Forderungen zur Optimierung des Rettungswesens in die öffentliche Diskussion. „Deshalb ist Breite an Fachwissen im Präsidialrat mit Persönlichkeiten, die über große Erfahrung in den Bereichen Politik und Gesellschaft verfügen, für uns als Stiftung unerlässlich“, erklärte Stiftungspräsident Pierre-Enric Steiger. „Professor Scheurle ist daher ein großer Gewinn für uns alle und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“

Prof. Scheurle betonte bei seiner Berufung in den Präsidialrat, dass er die Arbeit und Leistung der Björn Steiger Stiftung der vergangenen 50 Jahre sehr schätzt. Die Stiftung habe viel bewegt und sei ein herausragendes Beispiel, was persönliches Engagement bewirken kann. Darüber hinaus sei es ihm persönlich ein wichtiges Anliegen, sich an der zukünftigen Gestaltung und Entwicklung der nationalen und internationalen Notfallhilfe mit einbringen zu können. „Gerade im Bereich der Luftfahrt wird es entscheidende Entwicklungen geben, die sich in Zukunft hilfreich und unterstützend auf die Notfallhilfe auswirken können“, sagte Prof. Scheurle. „Denken wir beispielsweise an Drohnen, um Notfallpatienten schneller zu finden und zu transportieren. Meine Erfahrung werde ich sehr gern in die Weiterentwicklung der Stiftungsarbeit und des Rettungswesens einfließen lassen. Ich danke dem Präsidialrat für das entgegengebrachte Vertrauen.“


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Stuttgart, 23.07.2019
Notrufsäulen werden zu Lebensrettern an Stränden und Badeseen
Künftig werden Notrufsäulen der Björn Steiger Stiftung nicht mehr nur am Straßenrand stehen: Ein neues Projekt der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Landesverband Württemberg e.V., sorgt dafür, dass Säulen bald auch an Badeseen und Badestränden zu finden sind. Dort können sie im Notfall Leben retten. Andreas Mihm, Projektmanager im Bereich Notruftelefone der Björn Steiger Stiftung, und Christian Lang aus der Stiftungs-Projektentwicklung trafen sich heute mit Armin Flohr, Präsident DLRG Landesverband Württemberg, und Eberhard Metzger, Leiter Einsatz des Landesverbands. Zusammen nahmen sie symbolisch die erste Säule auf dem Stuttgarter DLRG-Gelände am Max-Eyth-See in Betrieb.

In der Pilotphase wollen wir hundert Notrufsäulen an ausgewählten Stränden und Badeseen in Württemberg aufstellen“, erklärte Mihm. Geplant sei die Aufstellung der Säulen zunächst im Rems-Murr-Kreis und am Bodensee. 30 Standorte seien bereits fest und mit genauer Position eingeplant, 45 Standorte seien schon reserviert, hier sei die DLRG in der konkreten Standort-Planung. 25 Standorte seien indes noch nicht vergeben. „Wir wollen das Projekt Schritt für Schritt ausweiten. Städte und Gemeinden können sich daher während und nach der Pilotphase bei uns oder bei der DRLG für die Aufstellung von Notrufsäulen an ihren Badeseen vor Ort bewerben“, sagte Mihm weiter. Es würden auch Standorte berücksichtigt, an denen die DLRG nur zeitweise Mitarbeiter einsetze oder die nicht betreut werden könnten. Eberhard Metzger betonte: Da die DLRG ehrenamtlich tätig sei, könne nicht an allen Seen kontinuierlich Wachdienst sichergestellt werden. „Wachdienste finden an größeren Seen in den Sommermonaten statt. Die Notrufsäulen erhöhen die Chance, schneller am Patienten zu sein“, so Metzger.

Präsident Flohr verwies auf Zahlen: 2018 seien 62 Menschen in Baden-Württemberg ertrunken, 52 davon in Seen, Teichen und Flüssen. „Durch die Notrufsäulen haben wir eine Möglichkeit mehr, dem Ertrinkungstod den Kampf anzusagen“, sagte Flohr. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Björn Steiger Stiftung, getreu unserem Motto ,Freie Zeit in Sicherheit‘."

Gerade im Sommer, wenn viele Schwimmer im Wasser sind und mit Badeunfällen gerechnet werden muss, können Notrufsäulen an Stränden und Badeseen überlebenswichtig sein. Obwohl in der heutigen Zeit fast jeder ein Handy mit sich führt, ist dies am Badesee oft nicht der Fall. Denn häufig wird das Handy aus Angst vor Diebstahl im Auto oder gleich zu Hause gelassen. Gerät dann ein Sonnen- oder Wasserbader in eine Notsituation, ist schnelle Hilfe gefragt. Notruf absetzen, 112 wählen – aber wie ohne Handy? Die Notrufsäulen können zukünftig sicherstellen, dass Ersthelfer die Leistelle schnell erreichen. Auch im Winter, wenn Schlittschuhläufer auf dem zugefrorenen See unterwegs sind und das Risiko eines Eis-Einbruchs besteht, können die Säulen Leben retten.

Für die neuen Standorte wurden die Notrufsäulen optisch überarbeitet. Sie sind rot und weiß gehalten und stechen farblich hervor. Darüber hinaus gibt es technische Neuerungen: So ist die Säule wartungsfrei. Auch sendet sie beim Absetzen eines Notrufs ein gut sichtbares Leuchtsignal aus und übermittelt per GPS ihre genaue Position. Dies hilft den alarmierten Rettungskräften, schnell zum Notfallort zu finden. An Nachtbeleuchtung und an die Möglichkeit, einen Laien-Defibrillator (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) im Inneren der Säule unterzubringen, wurde ebenfalls gedacht. Die Bedienung der Säule erfolgt per Knopfdruck und ist einfach gehalten. Die Sprachqualität ist sehr gut, Funkanbindung ist über das LTE-Netz garantiert. Betrieben werden die Säulen über Solarenergie, auf Erdkabel kann verzichtet werden. „Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der DRLG haben wir die Möglichkeit bekommen, unser Sicherheitsnetz nochmal auszuweiten“, sagte Christian Lang und bedankte sich bei den Lebensrettern der DLRG. Die nächste Notrufsäule werde am Badesee der Gemeinde Plüderhausen im Rems-Murr-Kreis aufgebaut, kündigte Lang abschließend an.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden/Berlin, 22.07.2019
Reform der Notfallversorgung: ein wichtiger Schritt, aber noch längst nicht genug
Die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt, unterstützt aktuelle Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hinsichtlich seiner geplanten Reform der Notfallversorgung. „Wir begrüßen das Vorhaben von Herrn Spahn, die Notrufnummer 112 und die Nummer 116 117 für den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter einem Dach bearbeiten zu lassen, wie wir es schon gefordert hatten“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Dies sei ein wichtiger Schritt dahin, Patienten in einem bisher unübersichtlichen Gesundheitssystem besser zu lotsen und sie mehr an die Hand zu nehmen. Darüber hinaus würden auch Rettungskräfte entlastet. Denn so könnte direkt am Telefon entschieden werden, ob ein Notfall vorliege und Rettungskräfte ausrücken müssten oder ob ein Arztbesuch für den Pateinten ausreiche beziehungsweise der Arzt mit dem Fahrdienst zum Patienten komme. In der Folge würden Rettungskräfte bei echten Notfällen keine wertvolle Zeit verlieren. „Mit Jens Spahn haben wir endlich einen Bundesgesundheitsminister, der dringend nötige Veränderungen im Rettungswesen auf den Weg bringen will“, betont Steiger.

Die Björn Steiger Stiftung stellt aber klar: Was nun passieren soll, reicht bei weitem nicht aus. Im Rettungsdienst ist noch viel mehr Handlungsbedarf, wie die Stiftung auf dem kürzlich von ihr organisierten Kongress „Wege zum Rettungsdienst der Zukunft“ in Berlin herausstrich. So fehlen bundesweit einheitliche Qualitätsstandards, aktuell klaffen zwischen einzelnen Bundesländern – und sogar zwischen einzelnen Regionen innerhalb eines Bundeslands – große Qualitätslücken. Wer plant die Rettung vor Ort? Wer passt auf, dass Hilfsfristen eingehalten werden und Rettungswagen und -hubschrauber einsatzbereit sind? Wie systematisch und standardisiert laufen Notrufabfragen bei den Leitstellen? All dies sind Beispiele für fehlende bundesweite Regeln. „Dabei muss sich der Patient darauf verlassen können, dass er im Notfall überall, egal zu welcher Uhrzeit, gleich gut versorgt wird“, sagt Präsident Steiger. „Nur dann hat er überall gleich hohe Überlebenschancen. Hiervon sind wir weit entfernt.“ Aktuell sei Überleben eine Frage des Bundeslands oder des Landkreises – und damit des Wohnorts und des Zufalls.

Nach Ansicht der Björn Steiger Stiftung ist es daher mit der gemeinsamen Bearbeitung der Nummern 112 und 116 117 und weiteren kleineren Eingriffen nicht getan. Nötig sind in die Tiefe gehende Strukturänderungen des Rettungsdiensts: Gesetzliche Grundlagen, Aus- und Fortbildung, standardisierte Notrufabfragen, Patientenversorgung, Datenerfassung, Qualitätskontrollen – das alles muss nach bundesweit einheitlichen Standards erfolgen, fordert die Stiftung. Denn nach wie vor bestimmen föderale und kleinteilige Strukturen den deutschen Rettungsdienst – und erschweren eine überfällige Grundreform im Sinne des Patienten. Das Thema Notruf sei ein gutes Beispiel, hebt Steiger hervor: Hierzulande gebe es 241 Integrierte Leitstellen, die Notrufe annehmen und Rettungsmittel ausrücken lassen. In anderen Ländern seien es deutlich weniger, die gut aufeinander abgestimmt, mit weniger Bürokratie und mit nötiger Effizienz arbeiteten. „Das muss auch hier passieren“, fordert Steiger.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Baden-Baden, 11.07.2019
Shopping Cité Baden-Baden wird herzsicher
Ab sofort steht in der Shopping Cité eine Säule mit einem Laien-Defibrillator (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) der Björn Steiger Stiftung. Das darin befindliche AED-Gerät kommt im Falle eines Herztodes zum Einsatz und ist von Laien problemlos bedienbar. Sobald es eingeschaltet ist, gibt es alle notwendigen Schritte akustisch vor. Die Säule befindet sich zentral bei der Apotheke und den Schließfächern und ist für Kunden und Mitarbeiter des Centers frei zugänglich.

Center Manager der Shopping Cité, Manfred Schneider, ist dankbar für diese möglicherweise lebensrettende Unterstützung. „Die Shopping Cité ist aufgrund unseres breit gefächteren Angebots beliebtes Ziel für Kunden in der Umgebung und weist eine sehr hohe Kundenfrequenz auf. Als Centerleitung tragen wir gegenüber unserer Kundschaft Verantwortung und möchten unser bestmöglichstes tun, dieser gerecht zu werden. Mit der neu installierten AED-Säule sind wir wieder einen großen Schritt weitergekommen“, so Schneider.

Neben der Aufstellung der AED-Säule wurden zudem Mitarbeiter des Centers in den Umgang mit dem Gerät geschult. Denn obwohl es sich um ein Laien-Gerät handelt, herrschen dennoch oft Hemmungen im Ernstfall einzugreifen. Dem möchte die Björn Steiger Stiftung durch diese Maßnahme entgegenwirken: „Wir freuen uns einen weiteren Standort in Betrieb nehmen zu können.“, so Michael Müller, Projektmanager „Herzsicher“, „schnelle Hilfe ist die beste Hilfe – das versuchen wir seit bereits 50 Jahren in die Tat umzusetzen.“

Der Herztod ist mit durchschnittlich 100.000 Opfern im Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Schnelle Erste Hilfe ist entscheidend, denn mit jeder Minute, die ohne Wiederbelebungsmaßnahmen verstreicht, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um zehn Prozent. Anwesende Laien sollten somit sofort den Notruf wählen und mit der Herzdruckmassage beginnen. Ist ein AED-Gerät vor Ort sollte dieser ebenfalls so schnell wie möglich zum Einsatz kommen, um die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich zu erhöhen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden, 08.07.2019
50 Jahre für eine bessere Notfallhilfe: Björn Steiger Stiftung begeht Festakt in Winnenden
Die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt, feierte im Rahmen eines Festakts den 50. Jahrestag ihrer Gründung. Festredner der Veranstaltung im Winnender Kärcher Auditorium war Dr. Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestags. „Sie haben die Notfallrettung in Deutschland revolutioniert“, wandte sich Dr. Schäuble in seiner Rede an die anwesenden Stiftungsgründer Ute und Siegfried Steiger und würdigte deren jahrzehntelanges Engagement. Bürgerschaftliches Engagement entstehe, wenn Missstände entdeckt würden, die der Staat nicht beheben könne. Dann seien engagierte Bürgerrinnen und Bürger gefragt, die Lage zu verbessern. Ute und Siegfried Steiger hätten dies durch Gründung der Björn Steiger Stiftung im Bereich des Rettungswesens gemacht. Und nicht nur das: „Die Notfallhilfe kommt allen zugute“, so Dr. Schäuble weiter. „Sie schließt keinen aus.“

Der achtjährige Björn Steiger wurde am 3. Mai 1969 auf dem Heimweg vom Schwimmbad in Winnenden von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde, bis der Krankenwagen kam. Björn verstarb später beim Transport ins Krankenhaus an einem Schock. Am 7. Juli 1969 gründeten seine Eltern Ute und Siegfried Steiger zusammen mit sieben Freunden die Björn Steiger Stiftung mit dem Ziel, die Notfallhilfe zu verbessern. Bundesweite Notrufnummern 110/112, Notruftelefone am Straßenrand, BOS-Sprechfunk im Rettungsdienst, 24-Stunden-Notarztsystem, Luftrettung – all dies und viel mehr hat das Ehepaar Steiger angestoßen.

Moderiert wurde der Festakt von Dunja Hayali und Jörg Thadeusz. Neben Dr. Schäuble sprachen Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg, Hausherr Hartmut Jenner, der Vorsitzende des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG und Prof. Jürgen Gramke, Vorsitzender des Präsidialrats der Björn Steiger Stiftung. Dr. Eisenmann dankte dem Ehepaar Steiger im Namen der Landesregierung für das, was die Stiftung über die Jahre „in Baden-Württemberg und weit darüber hinaus“ bewegte. Hartmut Jenner betonte gegenüber den Stiftungsgründern: „Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, tausende Leben zu retten. Wer kann das schon von sich behaupten?“ Prof. Gramke stellte in seiner Rede den persönlichen Einsatz des Ehepaars Steiger heraus, das in der Vergangenheit unter anderem Hypotheken aufgenommen und das private Wohnhaus verpfändet hatte, um wichtige Anschaffungen im Rettungsdienst auf den Weg zu bringen.

Beim Festakt standen auch die aktuellen Projekte der Björn Steiger Stiftung im Fokus. Darunter:

- der Baby-Notarztwagen „Felix“, der einen sicheren und schonenden Transport von Frühchen und kranken Säuglingen gewährleistet. „Felix“ ist aktuell an vier aktiven Standorten im Einsatz (Oldenburg, Leipzig, Chemnitz und Halle an der Saale) und kommt meist bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik zum Einsatz.

- Verbesserungen im Rettungswesen, wie kürzlich von der Björn Steiger Stiftung auf dem Fachkongress „Wege zum Rettungsdienst der Zukunft“ in Berlin gefordert. Eine zentrale Forderung: Strukturen und Standards, die sich in Teilen Deutschlands und im Ausland bewähren und den Rettungsdienst effizienter machen, sollen bundesweit einheitlich gelten. „Aktuell klaffen zwischen den einzelnen Bundesländern – und sogar zwischen einzelnen Regionen innerhalb eines Bundeslands – große Qualitätslücken, was die Versorgung von Notfallpatienten angeht“, kritisierte Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, im Gespräch mit Moderatorin Hayali. „Das macht Überleben zu einer Frage des Wohnorts und des Zufalls – hier muss sich etwas ändern, da werden wir dranbleiben“, so Steiger weiter.

- das Auslandsengagement der Björn Steiger Stiftung: Die Stiftung arbeitet mit ihrem Rettungs-Know-how daran, unter anderem den Rettungsdienst in Sri Lanka und in den Karibik-Staaten voranzubringen.Sri Lankas Gesundheitsminister Dr. Rajitha Senaratne sowie der Gesundheitsminister von St. Vincent und den Grenadinen, Robert T.L.V. Browne, betonten gleichermaßen die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit der Björn Steiger Stiftung.

- der Kampf gegen den Herztod: Seit 2001 hat die Stiftung rund 26.000 Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) in den Verkehr gebracht. Zusammen mit einer Herzdruckmassage sorgt ein solches Gerät dafür, dass ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus kommt. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen des Projekts „Herzsicher“ ganze Landkreise und Städte mit AED-Geräten aus und schult die Bevölkerung in Sachen Wiederbelebung.

- die Initiative „Mobile Retter“, die seit Februar 2019 ein Projekt der Björn Steiger Stiftung ist. Im Rahmen dieser Initiative erreichen per App alarmierte, ehrenamtliche und qualifizierte Ersthelfer in aktuell elf aktiven Regionen schnell den Notfallort und können mit Wiederbelebung starten, bis der Rettungsdienst eintrifft. 2019 hat das Projekt die 6.000er-Marke der aktiven Helfer überschritten.

Auf dem Festakt verlieh die Björn Steiger Stiftung auch ihren Lebensretterpreis. Mit dem Preis zeichnet die Stiftung Personen aus, die sich um die Lebensrettung verdient gemacht haben. Der Präsidialrats-Vorsitzende Prof. Gramke vergab die Auszeichnung gleich drei Mal: Die Hildesheimerin Simone Simchen verlor im Sommer 2018 ihren Mann bei einem Familienausflug durch Herztod und sammelte anschließend Spenden, damit die Björn Steiger Stiftung am Unglücksort Laien-Defibrillatoren anbringen konnte. Alexandra Lenk-Schiede, Kassenteamleiterin in einem Erfurter „Globus“-SB-Warenhaus, rettete zusammen mit ihrem Team durch Herzdruckmassage und Laien-Defibrillator im Sommer 2018 einen Mann vor dem Herztod. Tobias Gehrlein wurde im Oktober 2017 als Mobiler Retter per App wegen eines Herz-Kreislauf-Stillstands alarmiert. Er eilte zum Unglücksort in der Nähe von Germersheim in Rheinland-Pfalz und startete mit Wiederbelebung, bis der Rettungsdienst eintraf und den Betroffenen versorgte. Lenk-Schiede erhielt den Preis auch stellvertretend für ihr Team, Gehrlein stellvertretend für die ehrenamtlichen Mobilen Retter.

Wir sind alle miteinander sprachlos über das Engagement, das Sie gezeigt haben“, sagte Prof. Gramke bei der Preisübergabe. Er dankte den Preisträgern im Namen der Anwesenden und Betroffenen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Sulz am Neckar, 03.07.2019
Björn Steiger Stiftung macht Sulz am Neckar herzsicher
Heute ist der Startschuss für das Projekt „Herzsicheres Sulz am Neckar“ im Landkreis Rottweil gefallen. Die Björn Steiger Stiftung installiert gemeinsam mit Partnern vor Ort im Stadtgebiet Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) und schult die Bevölkerung in Sachen Wiederbelebung. „Wir freuen uns, dass Sulz am Neckar mit uns zusammen den Kampf gegen den Herztod aufgenommen hat“, sagte Michael Müller, Manager des Projekts „Herzsicher“ bei der Björn Steiger Stiftung. „Gemeinsam werden wir alles dafür tun, um Leben zu retten.“ Bürgermeister Gerd Hieber sagte: „Wir freuen uns sehr, dass wir hier in Sulz am Neckar in Zukunft herzsicher unterwegs sind.“ Zuvor hatte der Gemeinderat der Stadt Sulz am Neckar die Kooperation mit der Björn Steiger Stiftung befürwortet.

Der Herztod fordert in Deutschland rund 100.000 Opfer pro Jahr. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn schnell Erste Hilfe geleistet wird. Pro Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit nach Eintreten des Herzstillstands um zehn Prozent, wenn überhaupt keine Erste Hilfe erfolgt. Dagegen liegt die Überlebenschance bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach dem Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Solch ein AED-Gerät bringt mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus.

Der Plan für Sulz am Neckar sieht vor, ein AED-Gerät pro 1.000 Einwohner in der Kernstadt und in den Teilgebieten zu installieren. „Es geht darum, diese Geräte an gut und schnell zugänglichen Orten zu montieren – damit sie im Notfall schnell gefunden und eingesetzt werden“, betonte Stiftungs-Projektmanager Müller. Alle AED-Standorte werden zwischen Stiftung und Partnern vor Ort eng abgestimmt. Als Standorte der ersten beiden Geräte wurden das Bürgerzentrum Sulz-Sigmarswangen (im Eingangsbereich) und das Kloster Kirchberg (im Eingangsbereich Konventgebäude) ausgewählt. Müller traf sich heute mit dem Geistlichen Leiter des Klosters, Pfarrer Matthias Gössling, und Jürgen Herbst, stellvertretend für die Ortschaft Sigmarswangen, am Kloster Kirchberg zur symbolischen Übergabe der ersten beide AED-Geräte. „Für unsere Gäste ist es eine Beruhigung zu wissen, dass wir einen Defibrillator vor Ort haben und im Notfall nun rasch reagieren können“, sagte Pfarrer Gössling bei der Übergabe.

Bei der reinen Gerätaufstellung wird es nicht bleiben. Zusammen mit Partnern wird die Björn Steiger Stiftung auch Schulungen für die Bevölkerung anbieten. Teilnehmer lernen hier unter anderem, wie eine Herzdruckmassage durchgeführt und ein Laien-Defibrillator eingesetzt wird. Schritt für Schritt werden auf diese Weise Hemmschwellen vor dem Thema Wiederbelebung abgebaut. Damit steigen die Chancen, dass in Sulz am Neckar bei einem Herzstillstand genügend Ersthelfer bereitstehen und helfen können. Der Kampf gegen den Herztod ist ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung. 2013 startete ihr Projekt „Herzsicher“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren voranzutreiben. Das Konzept: Landkreise und Städte, immer an belebten Orten, zusammen mit lokalen Partnern mit Laien-Defibrillatoren ausrüsten und Schulungen anbieten. Seit 2001 hat die Björn Steiger Stiftung insgesamt schon rund 26.000 Laien-Defibrillatoren in den Verkehr gebracht. Andere Regionen, die von der Stiftung herzsicher gemacht werden, sind der Landkreis Freudenstadt, die Städte Heidelberg und Winnenden sowie die Gemeinden Straubenhardt und Nußloch in Baden-Württemberg. In Hessen sind der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Weiterstadt dabei.

Die Björn Steiger Stiftung ist bei ihrem Vorhaben, Deutschland herzsicher zu machen, auf Unterstützer und Sponsoren angewiesen. „Wir würden uns daher sehr freuen, wenn sich auch in Sulz am Neckar Privatpersonen und Unternehmen finden, die dem Herztod den Kampf ansagen die Bereitstellung von AED-Geräten finanziell unterstützen“, so Müller. Den AED-Standort im Bürgerzentraum Sigmarswangen hat die Stadtverwaltung gesponsert.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Berlin, 02.07.2019
Fachkongress sucht nach „Wegen zum Rettungsdienst der Zukunft“
Steigende Einsatzzahlen bei wachsendem Personalmangel, sehr gute, aber auch alarmierend schlechte Notfallversorgung in einigen Regionen und Patienten, die ohne Lotsen im Gesundheitssystem auf sich allein gestellt sind: Der Rettungsdienst in Deutschland braucht Hilfe. Wo er steht, wo er hinmuss und wie er dort hinkommt – damit befassen sich heute und morgen Experten der verschiedensten Fachrichtungen auf dem Kongress „Wege zum Rettungsdienst der Zukunft“ in Berlin. Die Björn Steiger Stiftung, die vor 50 Jahren den Grundstein für ein modernes Rettungswesen legte, hat den Kongress organisiert. „Mit der Zeit wurde unsere Stiftung zum Motor und Schrittmacher der Notfallhilfe in Deutschland. Das ist sie bis heute, wie der Kongress zeigt“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Missstände aufzeigen, Forderungen stellen, aber auch konstruktiv mit anderen Lösungen erarbeiten und Wege finden – all dies gehöre dazu, so Steiger.

Eine zentrale Forderung des Kongresses: Strukturen, die sich in Teilen Deutschlands und im Ausland bewähren und den Rettungsdienst effizienter machen, sollen bundesweit einheitlich gelten. Aktuell klaffen zwischen den einzelnen Bundesländern – und sogar zwischen einzelnen Regionen innerhalb eines Bundeslands – große Qualitätslücken. Wer plant, wie Rettung vor Ort organisiert ist? Wer passt auf, dass Hilfsfristen eingehalten werden und sogenannte Rettungsmittel wie Rettungswagen und -hubschrauber einsatzbereit sind? Wie systematisch und standardisiert läuft die Notrufabfrage bei den Leitstellen? All dies sind Beispiele für fehlende bundesweite Regeln. „Der Patient muss sich darauf verlassen können, dass er im Notfall vom Rettungsdienst überall, egal zu welcher Uhrzeit, gleich gut versorgt wird“, sagt Ulrich Schreiner, Stiftungs-Geschäftsführer im Bereich Rettungsdienst. Nur dann habe der Patient überall gleich hohe Überlebenschancen. Hiervon sei man aber noch weit entfernt. „Überleben darf keine Frage des Bundeslands oder des Landkreises – und damit des Zufalls – sein“, so Schreiner.

Das Kongressprogramm ist vielfältig: Thematisiert wird unter anderem Rettungsdienst in Dänemark, in den Niederlanden und in Österreich. Während in den ersten beiden Ländern Rettungskräfte zentralisierter und mit mehr IT-Unterstützung arbeiten als in Deutschland, werden in Österreich Anrufer von den Leitstellen direkt an die richtigen Anlaufstellen weitergeleitet. Nach Ansicht der Björn Steiger Stiftung kann Deutschland von diesen Beispielen lernen. Auch der Punkt Innovationen im Rettungsdienst spielt beim Kongress eine wichtige Rolle. So sprechen die Referenten unter anderem über das Einfliegen von Spezialisten zum Patienten, über Telemedizin und über dynamische Steuerung von Einsatzkräften. Fest eingeplant ist auch eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Politik. Denn es gilt, auf dem Kongress erarbeitete Forderungen und Lösungen schnell umzusetzen. Dafür müssen politisch die Grundlagen geschaffen werden. „Nur wenn Politiker und Akteure im Rettungsdienst zusammenarbeiten, können wir die Notfallhilfe effektiv voranbringen“, sagt Schreiner.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Relevanz des Fachkongresses vorab in einem Grußwort betont. Das Stiftungssymbol, der Steiger-Stern, symbolisiere mit seinen sieben ungleichen Strahlen Flexibilität sowie den Willen zur Veränderung, so Minister Spahn. Bis heute sei dieser Wille auch im Rettungswesen unverändert stark, was der Blick in das Tagungsprogramm zeige. Der Gesundheitsminister kündigte ferner an, dass mit gemeinsamen Notfallleitstellen und integrierten Notfallzentren künftig Notfälle bedarfsgerechter gesteuert werden sollen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Berlin, 02.07.2019
Journalistenpreis 2019: Kieler Nachrichten und SWR sind die Gewinner
Der Journalistenpreis der Björn Steiger Stiftung geht 2019 an die Kieler Nachrichten. Hauptautor Hans-Jürgen Schekahn und weitere sieben Kolleginnen und Kollegen (Julia Carstens, Christin Jahns, Frida Kammerer, Steffen Mehrens, Imke Schröder, Florian Sötje und Niklas Wieczorek) wurden für ihre Multimedia-Reportage „Mein Einsatz – Wie ein Tag ein Leben verändert“ ausgezeichnet. Der 2018 veröffentlichte Beitrag porträtiert Lebensretter wie Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungsschwimmer der Region. Dabei zeichnet er nicht nur den Alltag der Retter, sondern auch für sie einschneidende Erlebnisse nach. Karten, Grafiken, Videos und historische Fotos vertiefen die Geschichte. Der Vorsitzende der Jury, Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki, und Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, überreichten den Preis im Rahmen des von der Björn Steiger Stiftung ausgerichteten Fachkongresses „Wege zum Rettungsdienst der Zukunft“ in Berlin.

Der Beitrag der Kieler Nachrichten taucht auf außergewöhnliche Art und Weise in die Lebenswelt von Lebensrettern ein“, würdigte Kubicki den Gewinnerbeitrag. Er schaffe es, den Leser emotional zu packen – unter anderem auch dadurch, dass es um die Menschen hinter den Rettern gehe, mit all ihrer Tatkraft, ihrem Mut, aber auch mit den Ungewissheiten, denen sie sich täglich stellen müssen. „Rettungsdienst steht hier für etwas Größeres“, so Kubicki. „Er steht als Beispiel für eine Gesellschaft, die ohne Solidarität und Mitmenschlichkeit nicht funktioniert.“

Neben den Kieler Nachrichten wurde auch der Südwestrundfunk (SWR) für ein journalistisches Themenpaket gewürdigt. Birgit Borsutzky, Nico Heiliger, Dr. Patrick Hünerfeld, Ulrich Lang und Johannes Schmid-Johannsen (Recherche) sowie Holger Schmidt und Martin Schneider (Redaktion) wurden für ihr 2018 veröffentlichtes Rechercheprojekt „Hilfe im Notfall“ mit dem Sonderpreis der Björn Steiger Stiftung geehrt. Das Projekt fußt auf einer Langzeitbeobachtung zur Funktionsfähigkeit des Rettungsdienstes in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Hierfür wurden in mehreren Wellen Einsatzdaten für jede der 3.400 Gemeinden der beiden Länder gesammelt. Heraus kam eine deutliche, strukturell bedingte rettungsdienstliche Unterversorgung in einem Bereich, in dem es um Menschenleben geht. Der SWR griff das Thema in verschiedenen Fernseh- und Radioformaten sowie im Internet und auf Social-Media-Kanälen auf. Schließlich mussten Politik und Verbände reagieren. Es folgten unter anderem Diskussionsrunden, Landtagsdebatten und Ankündigungen für Gesetzesänderungen.

Der Juryvorsitzende Kubicki hob bei seiner Laudatio den enormen Rechercheaufwand, um solch ein Projekt zu realisieren, hervor. Darüber hinaus betonte er, wie wichtig solch eine in die Tiefe gehende Berichterstattung sei, um Veränderungen zu bewirken. „Damit es zu Verbesserungen kommt, müssen Missstände ans Tageslicht gebracht werden“, sagte Kubicki. „Manchmal geht das nur mit Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit. Der SWR hat dies im prämierten Beitrag auf vorbildliche Art und Weise demonstriert.“

Die Björn Steiger Stiftung hat in ihrem 50. Bestehensjahr zum ersten Mal einen Journalistenpreis vergeben. Denn nach Ansicht der Stiftung verdienen und erfordern die Themen Rettungsdienst und Notfallhilfe mehr gesellschaftliche Sichtbarkeit. „Medien sind dabei unverzichtbar, da sie den vielen Fragen rund um die Zukunft des Rettungsdienstes in der gesellschaftlichen Wahrnehmung den angemessenen Stellenwert geben können“, betonte Pierre-Enric Steiger bei der Preisverleihung. Journalisten berichteten kritisch und könnten auf Sachverhalte schauen, die der breiten Bevölkerung bisweilen verborgen bleiben. Er kündigte an, dass die Stiftung in Zukunft alle zwei Jahre einen Medienpreis vergeben will.

Die Björn Steiger Stiftung konnte sich bei ihrem ersten Journalistenpreis auf eine hochkarätig besetzte Jury verlassen. Neben dem Vorsitzenden Wolfgang Kubicki gehörten Dr. Melanie Amann (Leiterin des SPIEGEL-Hauptstadtbüros), Corinna Budras (Mitglied der Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung) Schauspielerin Kristin Meyer, Dr. Hendrik Wieduwilt (Wirtschaftskorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) und Stiftungspräsident Pierre-Enric Steiger dazu.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Baiersbronn-Obertal, 28.06.2019
Im Freibad Obertal ist der neueste Laien-Defibrillator montiert
Das Freibad Obertal in Baiersbronn ist ab sofort herzsicher. Dafür hat die Björn Steiger Stiftung zusammen mit Partnern vor Ort gesorgt und einen Laien-Defibrillator (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) im Außenbereich des Bads, nahe der Duschanlangen, installiert. Michael Müller, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung, traf sich zur Übergabe des AED-Geräts mit Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf, dem Bäder-Betriebsleiter Josef Dettling und Bademeister Volker Pietrowski. Auch Petra Waltersbacher von der Franz Waltersbacher GmbH, die unter anderem Gas- und Kanalanschlüsse, Straßenbaumaßnahmen sowie Außenanlagen realisiert und die Anschaffung des AED-Geräts gesponsert hat, war mit dabei.

„Wir freuen uns sehr, dass wir zusammen noch einen weiteren Schritt in Richtung Herzsicherheit gegangen sind“, sagte Müller im Rahmen der Übergabe. „Wir möchten all unseren Partnern vor Ort danken, dass das Projekt im Landkreis Freudenstadt von allen Seiten so gut aufgenommen und von so vielen Schultern getragen wird.“ Der Herztod fordert in Deutschland rund 100.000 Opfer pro Jahr. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn schnell Erste Hilfe geleistet wird. Pro Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit nach Eintreten des Herzstillstands um zehn Prozent, wenn überhaupt keine Erste Hilfe erfolgt. Dagegen liegt die Überlebenschance bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach dem Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Solch ein AED-Gerät bringt mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus.

Die Björn Steiger Stiftung macht den Landkreis Freudenstadt seit Oktober 2016 herzsicher. Zusammen mit Partnern vor Ort sorgt sie dafür, dass an gut und schnell zugänglichen Orten Laien-Defibrillatoren aufgestellt sind. Darüber hinaus werden Schulungen angeboten, bei denen die Einwohner des Landkreises Reanimationstechniken wie die Herzdruckmassage und den Einsatz eines AED-Geräts lernen. Mit bereits über 120 öffentlich aufgestellten Laien-Defibrillatoren und schon vielen durchgeführten Schulungen ist im Landkreis Freudenstadt die Chance groß, dass im Notfall ein Ersthelfer bereitsteht. Bei Bedarf kommen allerdings weitere AED-Standorte hinzu – wie nun im Freibad Obertal.

Projektmanager Müller dankte der Franz Waltersbacher GmbH als Sponsor des AED-Geräts ausdrücklich. „Für uns ist es ganz wichtig, dass wir engagierte Personen und Unternehmen finden, die dem Herztod zusammen mit uns den Kampf ansagen und die Aufstellung von Laien-Defibrillatoren finanziell unterstützen“, so Müller. In diesem Zusammenhang kündigte er an, dass noch weitere Baiersbronner Freibäder mit AED-Geräten ausgestattet werden sollen und dass hierfür Sponsoren gesucht werden.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Biedenkopf, 18.06.2019
Biedenkopf erhält Laien-Defibrillator
Das Projekt „Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf“ geht in die nächste Runde: Jetzt hat die Stadt Biedenkopf einen Laien-Defibrillator (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) der Björn Steiger Stiftung bekommen. Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig und Projektkoordinator Angelo Sapia von der Björn Steiger Stiftung trafen sich am Marktplatz zur offiziellen Übergabe des AED-Geräts. „Wir in Biedenkopf nehmen den Kampf gegen den Herztod auf und haben uns dazu entschlossen, am Projekt teilzunehmen“, sagte Bürgermeister Thiemig. „Ich freue mich sehr, dass wir einen ersten öffentlich zugänglichen Defibrillator in Betrieb nehmen können, um Menschenleben zu retten.“ In absehbarer Zeit würden nun auch die anderen Stadtteile Biedenkopfs und noch weitere Stellen in der Kernstadt mit den lebensrettenden Geräten in Zusammenarbeit mit der Stiftung ausgestattet, so Bürgermeister Thiemig weiter. Er bedankte sich bei der Stiftung für die Förderung eines solch wichtigen Anliegens.

Auch Angelo Sapia dankte für die gute Zusammenarbeit. „Es freut uns sehr, dass wir mit der Stadt Biedenkopf und dem gesamten Landkreis einen starken Partner an unserer Seite haben“, so Sapia. „Zusammen werden wir viel dafür tun können, die Überlebenschancen beim Herztod zu erhöhen.“ Der Herztod fordert in Deutschland rund 100.000 Opfer pro Jahr. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn schnell Erste Hilfe geleistet wird. „Pro Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit nach Eintreten des Herzstillstands um zehn Prozent, wenn überhaupt keine Erste Hilfe erfolgt“, erläuterte Sapia. Dagegen liege die Überlebenschance bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach dem Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein AED-Gerät innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Ein AED-Gerät bringt mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus.

Der Kampf gegen den Herztod ist ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung. 2013 startete ihr Projekt „Herzsicher“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren voranzutreiben. Das Konzept: Landkreise und Städte, immer an belebten Orten und Plätzen, zusammen mit lokalen Partnern mit Laien-Defibrillatoren ausrüsten. Seit 2001 hat die Björn Steiger Stiftung insgesamt schon rund 26.000 Laien-Defibrillatoren in den Verkehr gebracht. Zusammen mit Hilfsorganisationen vor Ort bietet die Stiftung darüber hinaus Schulungen an, um die Einwohner in Sachen Wiederbelebung und im Umgang mit einem AED-Gerät zu trainieren. „Es geht auch darum, Hemmschwellen abzubauen“, sagte Sapia. „Jeder soll im Notfall zum Lebensretter werden können.“

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf startete das Projekt offiziell im Juli 2018 am Bürgerhaus in Fronhausen. Schon davor, im Juni 2018, waren zehn AED-Geräte im Kreis montiert worden. Aktuell stehen kreisweit bereits über 100 AED-Geräte bereit, die im Ernstfall schnell und gut zu erreichen sind.

Andere Regionen, die von der Björn Steiger Stiftung herzsicher gemacht werden, sind der Landkreis Freudenstadt, die Städte Heidelberg und Winnenden sowie die Gemeinden Straubenhardt und Nußloch in Baden-Württemberg. In Hessen ist neben dem Landkreis Marburg-Biedenkopf die Stadt Weiterstadt (Südhessen) dabei.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden/Berlin, 13.06.2019
Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki übernimmt Juryvorsitz
Die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für bessere Notfallhilfe einsetzt, vergibt zum ersten Mal einen Journalistenpreis. Heute nimmt die Jury, die über den Siegerbeitrag entscheidet, ihre Arbeit auf. Als Vorsitzenden konnte die Stiftung den Bundestags-Vizepräsidenten und stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden Wolfgang Kubicki gewinnen. „Der Preis ist wichtig, weil durch journalistische Tätigkeit öffentliches Bewusstsein geschaffen wird“, sagte Kubicki im Rahmen eines ersten Jurytreffens. Eine breitere Öffentlichkeit könne anschließend Druck ausüben auf den Staat, sich seiner Verantwortung beim Thema Rettungsdienst bewusst zu sein. Menschen in Not müsse schnellstmöglich geholfen werden, so Kubicki weiter.

Mit dem Journalistenpreis will die Björn Steiger Stiftung die Sichtbarkeit des Rettungswesens und der Notfallhilfe in besonderer Weise fördern und den hohen Stellenwert dieses Bereichs in der Gesellschaft betonen. Nach Ansicht der Stiftung ist ein gut funktionierendes Rettungswesen Beweis für eine auf Solidarität aufgebaute Gesellschaft. Vergeben wird der Preis, in dessen Rahmen journalistische Beiträge aus den Kategorien Print, TV, Radio und Online miteinander konkurrieren, am 2. Juli 2019 auf dem von der Stiftung organisierten Fachkongress „Wege zum Rettungsdienst der Zukunft“ in Berlin. Die Auszeichnung ist mit 7.500 Euro dotiert. Die Björn Steiger Stiftung kann darüber hinaus auch einen Sonderpreis für herausragende Verdienste um das Rettungswesen und die Notfallhilfe in der Öffentlichkeit vergeben.

Die Jury wird eingegangene journalistische Arbeiten gründlich sichten und den Siegerbeitrag ermitteln. Weitere Jurymitglieder neben Wolfgang Kubicki sind Dr. Melanie Amann, Leiterin des SPIEGEL-Hauptstadtbüros, Dr. Hendrik Wieduwilt, Berlinkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) und Corinna Budras, Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Auch die Schauspielerin Kristin Meyer (u. a. „Unter uns“ / „GZSZ“, RTL) ist als Jurorin im Gremium vertreten. Meyer engagiert sich als prominente Fürsprecherin für das Baby-Notarztwagenprojekt „Felix“ der Björn Steiger Stiftung. Mit dabei ist als Jurymitglied auch Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „Es ist mir eine Ehre und Freude, mich mit den Jurykolleginnen und -kollegen austauschen zu können“, so Steiger. „Für ihr ehrenamtliches Engagement möchte ich mich herzlich bedanken.“

In einem Video, erreichbar über die Website der Björn Steiger Stiftung, berichten die Jurymitglieder persönlich über ihre Motivation, sich als Preisrichter einzubringen. Eine besondere Würdigung hat die Auslobung des Journalistenpreises auch durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erhalten: „Es sind in erster Linie die erstklassigen Teams, denen wir zu verdanken haben, dass menschlich und technisch Mögliches auf den Punkt zum Einsatz kommt. Leitstellendisponenten, Notärzte, Notfall- und Rettungssanitäter, Piloten – sie alle laufen nach Absetzen des Notrufs zur Höchstform auf. Mit der Auslobung des Preises macht die Stiftung dieses Engagement sichtbar,“ schreibt Minister Spahn in seinem Grußwort.

Journalistenpreis 2019: Hier geht es zum Video“ >




Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden/Berlin, 03.06.2019
Staat muss mehr Geld für Lkw-Abbiegeassistenten bereitstellen
Mehr Fördergelder für die freiwillige Nachrüstung von Lkw mit Abbiegeassistenten - das fordern die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt, und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) am heutigen Europäischen Tag des Fahrrads vom Bundesverkehrsministerium. „Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, weil abbiegende Lkw-Fahrer die Radfahrer neben ihnen schlicht übersehen“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „Ein Abbiegeassistent rettet Menschenleben. Es ist die Aufgabe des Staates seine Bürger zu schützen und deshalb mehr Fördergelder für die freiwillige Nachrüstung mit solchen Assistenten zur Verfügung zu stellen.“ Das unterstützt auch DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner: „Je mehr Güterkraftfahrzeuge mit Abbiegeassistenten ausgestattet sind, desto geringer ist das Risiko für tödlich endende Abbiegeunfälle!

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes handelte es sich im Jahr 2017 bei etwa jedem dritten Verkehrsunfall zwischen Lastwagen und Radfahrern, bei dem Menschen verletzt wurden oder ums Leben kamen, um einen Abbiegeunfall. Lkw-Abbiegeassistenten, wie sie im Verkehrsblatt vom 15. Oktober 2018 veröffentlicht wurden, können die Lage verbessern. Sie erkennen, wenn sich eine Person im toten Winkel befindet, lösen dann – je nach System – akustischen oder optischen Alarm aus. Der Lkw-Fahrer kann entsprechend reagieren.

Europaweit sollen Abbiegeassistenten ab 2022 für neue Fahrzeugtypen gesetzliche Pflicht werden, ab 2024 für alle neu zugelassenen Fahrzeuge innerhalb der EU. Um die Zeit bis dahin zu verkürzen, startete das Bundesverkehrsministerium Ende Januar 2019 ein Förderprogramm in Höhe von fünf Millionen Euro pro Jahr bis 2021 – ein Anreiz, Lkw und Busse freiwillig mit Abbiegeassistenten auszustatten. Aufgrund der vielen eingegangenen Anträge waren die Fördermittel allerdings innerhalb weniger Tage aufgebraucht. „Der Bedarf ist riesig und ihn zu befriedigen, rettet Leben“, betonen Steiger und Kellner gleichermaßen. Nach Ansicht der Björn Steiger Stiftung und des DVR ist dies ein wichtiger Grund, die Fördermittel noch in diesem Jahr deutlich aufzustocken. Der Bund ist also jetzt am Zug, wichtige Anreize für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu setzen.

Björn Steiger Stiftung und DVR rufen den Bund, die Länder und Kommunen am Europäischen Tag des Fahrrads auch dazu auf, die Diskussion über die Aufteilung des Straßenraums so zu führen, dass vor allem die ungeschützten Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger Sicherheit erhalten. Neben dem Bau von deutlich breiteren Radwegen gehört dazu auch, Radfahrer sichtbarer zu machen. An Kreuzungen wäre dies möglich durch sogenannte Protected Intersections, die den Radverkehr klar vom Kfz-Verkehr trennen. Auch Fahrradstraßen ohne Zulassung für den Kfz-Verkehr oder höhere Strafen für Falschparker auf Radwegen könnten maßgeblich zu mehr Sichtbarkeit von Radfahrern beitragen. Denn sie geraten im städtischen Verkehr, zwischen Autos und Lkw, nach Ansicht von Stiftung und DVR zu oft aus dem Fokus.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)

Die Aufgabe des Vereins ist die Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Schwerpunkte sind Fragen des menschlichen Verhaltens, der Fahrzeugtechnik, der Infrastruktur, des Verkehrsrechts, der Verkehrsüberwachung und der Verkehrsmedizin. Der Verein koordiniert die vielfältigen Aktivitäten seiner Mitglieder, entwickelt Programme und passt diese kontinuierlich neuen Anforderungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen an. Eine seiner zentralen Aufgaben liegt in der Bündelung der Bemühungen aller beteiligten Stellen zu einem gemeinsamen und wirksamen Handeln (Koordinierungsfunktion). Der DVR vertritt die Positionen, die geeignet sind, Leben zu retten bzw. schwere Verletzungen zu vermeiden, deutlich in der Politik, den gesellschaftlichen Gruppen, den Medien, den Bundes-, Landes-, europäischen und sonstigen nationalen und internationalen Institutionen.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach
Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de

Julia Fohrmann
Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)
Jägerstraße 67 - 69
10117 Berlin
T +49 (0)30 2 26 67 71-30
F +49 (0)30 2 26 67 71-29
E jfohmann@dvr.de
H www.dvr.de
Winnenden, 16.05.2019
Björn Steiger Stiftung übergibt Defibrillatoren an die Stadt Winnenden
Winnenden flächendeckend mit Laien-Defibrillatoren zu versorgen, ist für mich schon lange ein Herzenswunsch. Dass dies im Jubiläumsjahr der Stiftung gelingt, freut mich und alle Mitarbeiter der Björn Steiger Stiftung umso mehr“, sagte Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, bei der offiziellen Übergabe der Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) an die Stadt Winnenden. Insgesamt sollen 15 Standorte in der Kernstadt und in den Stadtteilen mit Defibrillatoren ausgestattet werden. Am 16. Mai 2019 wurde nun einer davon symbolisch an das Mineralfreibad Höfen überreicht und in den dortigen Außenkasten übernommen.

Projekt „Herzsicheres Winnenden“
Der Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben im Falle eines Herzstillstands meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen und ein AED eingesetzt wird. Mit der Initiative „Herzsicher“ setzt sich die Björn Steiger Stiftung für die flächendeckende Verbreitung von AED-Geräten ein. Insgesamt 15 neue AED-Geräte stellt die Stiftung der Stadt Winnenden zur Verfügung. Bereits in der Vergangenheit hatte die Stiftung 13 Geräte aufgestellt. „Es ist toll, dass wir mit der Björn Steiger Stiftung eine Institution in Winnenden haben, die mit einer solchen Aktion hilft Leben zu retten. Ich bin ihr sehr dankbar, dass wir gemeinsam das Laien-Defibrillatorennetz in der Kernstadt und den Stadtteilen ausbauen können“, freut sich Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth.

AEDs öffentlich zugänglich
Besonders erfreulich ist, dass die AEDs öffentlich zugänglich und für jedermann nutzbar sind. Die grauen Außenkästen sind gut sichtbar an Häuserwänden, Gebäuden und Mauern angebracht. Darin befindet sich der AED, welcher einfach und unkompliziert angewandt werden kann. Auch im Mineralfreibad Höfen ist der Defibrillator im Außenkasten am Eingangsbereich des Bades zu finden. „Der Standort ist optimal, da er leicht zugänglich ist und somit schnelle Hilfe für Notfälle im Bad und außerhalb bietet“, so Jochen Mulfinger, Geschäftsführer der Stadtwerke Winnenden.

Die Björn Steiger Stiftung bietet zusätzlich kostenlose und öffentliche Schulungen zur Anwendung der Laien-Defibrillatoren an. Ziel ist es, eventuelle Hemmungen potenzieller Benutzer abzubauen. Schulungstermine finden Sie in Kürze im Blickpunkt.

Im Folgenden eine Übersicht der Standorte:

Rathaus Winnenden, Torstr.10 (Innengerät)
Bacher Backhäusle (Außengerät)
Sportfreunde Höfen-Baach (Außengerät)
Kindergarten Höfen, Eckehardstr. 34 (Außengerät)
Mineralfreibad Höfen (Außengerät)
Schöne Aussicht Bürg (Außengerät)
Volksbank Hertmannsweiler, Wiesentalstr. 15 (Innengerät)
Messer Giesser GmbH, Johannes-Gieser-Str. 1 (Außengerät)
Tennisclub Birkmannsweiler, Talaue (Außengerät)
Kreissparkasse, Birkmannsweiler, Querstr. 3 (Innengerät)
Messer Giesser Birkmannsweiler, Birkenstr. 8 (Außengerät)
Backhäuschen Breuningsweiler (Außengerät)
Sportplatz Breuningsweiler (Innengerät)
Hanweiler am alten Rathaus, Silvanerstraße 2 (Außengerät)
Volksbank Schelmenholz, Theodor-Heuss-Platz 2 (Innengerät)
Grundschule Hungerberg (Außengerät)
Rathaus Winnenden, Bengelstr. 5 (Außengerät)


Absender:
Stadtverwaltung Winnenden
Emely Rehberger
Pressesprecherin

Torstraße 10, 71364 Winnenden
Telefon: 07195 13-103, Fax: 07195 13-400
E-Mail: emely.rehberger@winnenden.de, Internet: www.winnenden.de
Weiterstadt, 14.05.2019
Weiterstadt wird herzsicher
Weiterstadt im Rhein-Main-Gebiet wird herzsicher. Heute rüstete die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt, zusammen mit der Stadt Weiterstadt und ortsansässigen Unternehmen die ersten drei Standorte im Stadtgebiet mit Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) aus. „Wir freuen uns sehr, dass Weiterstadt mit uns zusammen den Kampf gegen den Herztod aufgenommen hat“, sagte Ulrich Schreiner, Geschäftsführer des Bereichs Rettungsdienst der Björn Steiger Stiftung, bei der symbolischen Übergabe des ersten AED-Geräts im Rathaus. „Zusammen können und werden wir viel erreichen.“ Weiterstadts Bürgermeister Ralf Möller sagte: „Neben dem Aufstellen der Geräte hat mich vor allem das Konzept der Schulungen überzeugt. Sobald ich gelernt habe, mit dem AED umzugehen, sinkt die Hemmschwelle, im Notfall zu helfen – das kann Leben retten.“

Ein AED sorgt durch Stromimpulse und zusammen mit einer Herzdruckmassage dafür, dass ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus kommt. Zur Bestimmung der ersten drei AED-Standorte haben sich Stiftung und Stadtverwaltung eng abgestimmt. Die Geräte stehen nun in den Eingangsbereichen des Bürgerzentrums, des Rathauses und des Stadtbüros bereit. Im Falle eines Herzstillstands können Ersthelfer die Geräte schnell und gut erreichen. Dies ist aber erst der Anfang: Nach und nach werden noch mehr Laien-Defibrillatoren in den Bürgerhäusern, Sporthallen und im Hallenbad installiert. Darüber hinaus wird die Stiftung in Kooperation mit ihren Partnern auch die Einwohner in Sachen Wiederbelebung schulen. Trainiert wird dort unter anderem, wie eine Herzdruckmassage durchgeführt wird und wie ein Laien-Defibrillator funktioniert.

Der Kampf gegen den Herztod ist ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung. 2013 startete ihr Projekt „Herzsicher“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren voranzutreiben. Das Konzept: an belebten Orten wie Rathäusern und öffentlichen Plätzen zusammen mit lokalen Partnern AED-Säulen aufstellen und Schulungen für die Bevölkerung anbieten. Aktuell werden gleich mehrere Regionen von der Stiftung herzsicher gemacht: Der Landkreis Freudenstadt, die Gemeinde Straubenhardt und die Städte Winnenden und Heidelberg in Baden-Württemberg gehören ebenso dazu wie der hessische Landkreis Marburg-Biedenkopf und nun auch als erste Kommune in Südhessen Weiterstadt.

Der Herztod fordert rund 100.000 Opfer pro Jahr. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn schnell und beherzt geholfen wird. „Pro Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit nach Eintreten des Herzstillstands um zehn Prozent, wenn überhaupt keine Erste Hilfe geleistet wird“, erläutert Schreiner. Dagegen liege die Überlebensrate bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach dem Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein AED-Gerät innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz bringen. „Das macht die Kombination von Herzdruckmassage und AED-Gerät auch so effektiv“, so Schreiner weiter. „Genau deshalb engagieren wir uns mit aller Kraft für ein herzsicheres Deutschland.“


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Bielefeld, 14.05.2019
Mobile Retter in Bielefeld im Einsatz
Heute erfolgte in Bielefeld die Live-Schaltung des Systems Mobile Retter. Die Initiative der Björn Steiger Stiftung hat das Ziel, die Rettungskette entscheidend zu ergänzen: Ehrenamtliche, qualifizierte Retter werden über die Mobile Retter-App alarmiert und können bei einem Notfall in ihrer Nähe schnell Erste Hilfe leisten, bis der Rettungsdienst eintrifft. Das System, das sich bereits in zehn Regionen in Deutschland etabliert hat, wird in Bielefeld von vielen Schultern getragen: Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, der beteiligten Hilfsorganisationen und der Ärztekammer Westfalen-Lippe stellten Anja Ritschel, Erste Beigeordnete der Stadt Bielefeld, Hans-Dieter Mühlenweg, Amtsleiter des Feuerwehramtes der Stadt Bielefeld, und Dennis Brüntje, Leiter Operatives Mobile Retter e.V., das Projekt vor und läuteten den Alarmierungsstart ein.

In Bielefeld startet das Projekt mit 220 registrierten und einsatzbereiten Mobilen Rettern. Geht ein Notruf mit der Meldung Herz-Kreislauf-Stillstand oder Bewusstlosigkeit in der Rettungsleitstelle Bielefeld (112) ein, lösen die Disponenten neben dem Alarm für den Rettungsdienst ab sofort auch eine Alarmierung über die Mobile Retter-App aus. Das zugrundeliegende System ortet dann registrierte Ersthelfer im unmittelbaren Umkreis des Einsatzortes und sendet eine Anfrage auf ihr Smartphone. Nimmt der Mobile Retter den Einsatz an, bekommt er Details wie Ort, Wegbeschreibung und Art des Notfalls übermittelt. Der Ersthelfer kann sich auf den Weg zum Patienten machen und mit Erste-Hilfe-Maßnahmen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken.

Wir freuen uns sehr, das System Mobile Retter in Bielefeld zu integrieren. Die zusätzliche qualifizierte Unterstützung hilft uns, im Notfall noch schneller zu reagieren und Leben zu retten“, betont Anja Ritschel. Künftig arbeiten die Stadt Bielefeld und der Kreis Gütersloh, in dem das System bereits erfolgreich etabliert ist, zusammen. Die beiden Regionen erhöhen damit die Reichweite der App und die Anzahl der alarmierbaren Mobilen Retter. „Die Initiative lebt von den Menschen, die sich dafür engagieren. Nur mit ehrenamtlichen Ersthelfern und ihrem beherzten Engagement ist es möglich, das System erfolgreich und nachhaltig umzusetzen. Daher rufen wir dazu auf, dass sich so viele Helfer wie möglich beteiligen“, erklärt Dennis Brüntje.

Es ist für alle Personen mit folgenden und ähnlichen Qualifikationen möglich, ehrenamtlicher Mobiler Retter zu werden: Angehörige von Hilfsorganisationen, Ärzte, Rettungsdienstmitarbeiter, Feuerwehrleute, Gesundheits- und Krankenpfleger, DLRG, THW, Sanitätsdienst, Einsatzersthelfer Alpha/Bravo (Sanitätsausbildungsstufen der Bundeswehr). Einfach die Mobile Retter-App herunterladen, registrieren und für ein Training anmelden.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Mobile Retter e.V.

Als Initiative setzt sich der gemeinnützige Mobile Retter e.V. seit Anfang 2014 für die Verbreitung Smartphone-basierter Alarmierung von qualifizierten Ersthelfern bei lebensbedrohlichen Notfällen ein. So konnten Mobile Retter in den vergangenen Jahren bereits Dutzende Menschenleben retten. Die Vision ist eine bundesweite Abdeckung mit 100.000 Mobilen Rettern, wodurch bis zu 10.000 Menschenleben pro Jahr gerettet werden könnten. Seit Februar sind die Mobilen Retter eine Initiative der Björn Steiger Stiftung.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach
Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden, 03.05.2019
Gedenkstein erinnert an den Tod Björn Steigers
Dort, wo vor 50 Jahren der achtjährige Björn Steiger in Winnenden die Straße überquerte und später von einem Auto erfasst wurde, erinnert jetzt ein Gedenkstein an ihn. Heute wurde der Stein auf städtischer Fläche beim Kinderhaus Seewasen offiziell enthüllt. Neben der Abbildung des Jungen ist auf dem über fünf Meter langen und rund 7,5 Tonnen schweren, künstlerisch gestalteten Stein auch ein Text angebracht. Er erinnert an Björns tragischen Tod, aber auch an die Gründung der Björn Steiger Stiftung durch seine Eltern Ute und Siegfried Steiger. „Der Tod meines Bruders war ein tiefer Einschnitt im Leben unserer Familie“, sagte Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „Er war aber auch die Geburtsstunde des modernen Rettungsdienstes in Deutschland.“ Zweck des Gedenksteins sei es, an beide Aspekte zu erinnern – „an die furchtbare Tragik und an das Gute, das daraus erwachsen konnte“, so Steiger.

Hartmut Holzwarth, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Winnenden, sagte: „Als die Anfrage der Stiftung für einen Ort der Erinnerung an uns ging, war es uns wichtig, gemeinsam den genauen Standort zu ermitteln: Damit er gut sichtbar und zugänglich an der historischen Stelle des tragischen Unglück liegt, aber selbst natürlich keinerlei Gefahr für heutige Verkehrsteilnehmer darstellt. Das Gedenken an Björn Steiger, das schon mit dem nach ihm benannten Kreisverkehr und jetzt mit dieser Erinnerungsstätte erhalten wird, ist für die Stadt Winnenden von großer Bedeutung, weist es doch weit über das eigentliche Unglück hinaus auf das große Segenswerk hin, das die Björn Steiger Stiftung seit fünf Jahrzehnten im Rettungswesen für unser Land geworden ist.

Entworfen hat den Gedenkstein der international renommierte Architekt und Künstler Jürgen Mayer H. Als „Winnender Kind“ ist ihm die Geschichte der Familie Steiger bekannt. Die erste Idee, das Leben von Björn Steiger und das Wirken der Stiftung mit einem Gedenkstein zu ehren, hatte Klaus-Martin Pfleiderer, Geschäftsführer der Projektbau Pfleiderer GmbH & Co. KG. Er hat als Sponsor auch sämtliche Kosten übernommen. Das Engagement der Familie Pfleiderer für die Björn Steiger Stiftung reicht Jahrzehnte zurück. So unterstützte sie finanziell eines der ersten Notruftelefone, die die Stiftung Anfang der 70-er Jahre am Straßenrand aufstellte. „Es war uns zum 50. Todestag von Björn Steiger ein großes Bedürfnis, Solidarität mit dem Engagement der Stiftung zu zeigen“, sagte Pfleiderer. „Der Gedenkstein gab uns die Möglichkeit, genau dies zu tun.“ Die Familie werde der Björn Steiger Stiftung auch weiterhin von Herzen unterstützend verbunden bleiben, betonte Pfleiderer.

Stiftungspräsident Pierre Steiger bedankte sich bei der Einweihung bei allen Projektbeteiligten. Künstler, Sponsor und Stadt hätten durch ihren Einsatz einen Ort der würdevollen und nachhaltigen Erinnerung geschaffen, so Steiger. „Dafür sind wir Ihnen allen sehr dankbar.

Björn Steiger wurde am 3. Mai 1969 in Winnenden auf dem Heimweg vom Schwimmbad von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde, bis der Krankenwagen eintraf – einen funktionierenden Rettungsdienst gab es noch nicht. Björn verstarb später, beim Transport ins Krankenhaus, an einem Schock. Seine Eltern gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung, um die Notfallhilfe zu verbessern. Bundesweite und kostenlose Notrufnummern 110/112, Notruftelefone am Straßenrand, 24-Stunden-Notarztsystem, BOS-Sprechfunkstandard, Luftrettung – dies und Vieles mehr brachten Ute und Siegfried Steiger durch ihr Engagement mit auf den Weg. Die Björn Steiger Stiftung wurde mit der Zeit zum Motor und Schrittmacher des modernen Rettungswesens in Deutschland. Sie ist bis heute mit vielen Projekten aktiv, um die Notfallhilfe weiter zu verbessern.

Im 50. Bestehensjahr sind weitere Aktivitäten geplant: So wird sich ein von der Stiftung organisierter Fachkongress am 2. und 3. Juli in Berlin damit befassen, wie effizienter Rettungsdienst in Zukunft aussehen kann – und muss. Am 7. Juli findet ein Festakt zum 50. Gründungstag in Winnenden statt. Festredner ist der Präsident des Deutschen Bundestags, Dr. Wolfgang Schäuble.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden, 15.04.2019
Peter Neururer ist neuer Botschafter der Björn Steiger Stiftung
Kult-Trainer, TV-Experte, „Feuerwehrmann“ – und jetzt auch Kämpfer gegen den Herztod: Peter Neururer ist neuer Botschafter der Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Der Fußball-Fachmann will zusammen mit der Stiftung das Engagement gegen den Herztod weiter vorantreiben. „Die Björn Steiger Stiftung ist wichtig, weil sie allen Altersgruppen das Bewusstsein vermittelt, wie wichtig es ist, Leben zu erhalten“, sagt Neururer. Von Kindesbeinen an könne man mit ernsten Situationen konfrontiert werden. Von Kindesbeinen an könne man aber auch Lösungen finden. „Je früher man sich bewusst macht, dass jeder einen Beitrag dazu leisten kann, Menschenleben zu retten, desto besser ist es“, so Neururer weiter.

Der Trainer musste selbst schon Erfahrungen mit dem Thema Herztod sammeln. Im Jahr 2012 erlitt er beim Golfspielen in Gelsenkirchen einen Herzstillstand und musste wiederbelebt werden. „Das war dramatisch“, sagt er rückblickend. „Ich habe nichts geahnt, körperlich war ich topfit.“ Seine Rettung verdanke er „glücklichen Umständen“. Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, ist Neururer für sein Engagement daher sehr dankbar. „Wir freuen uns, dass wir mit Peter Neururer einen absolut authentischen Botschafter gewonnen haben“, sagt Steiger. „So dramatisch seine Geschichte auch ist: Sie zeigt, dass schnelle Erste Hilfe Leben retten kann. Dies aufzuzeigen, ist das Kernanliegen unserer Stiftung.“

Große Lebenseinschränkungen muss Peter Neururer nach seinem Herzstillstand nicht hinnehmen. Rauchen ist allerdings tabu. Mental hat sich bei Peter Neururer in seinem „Leben danach“ aber durchaus viel geändert. Er geht mit mehr Gelassenheit durch Leben. „Mein Bewusstsein für die Wichtigkeit der Dinge hat sich geändert“, sagt Neururer. „Ich rege mich nicht mehr über Sachen auf, von denen ich glaube und weiß, dass ich keinen Einfluss darauf habe.“ Früher habe es ihn als Trainer aufgewühlt, wenn einem seiner Spieler der Ball vom Fuß rutschte und seine Mannschaft dadurch ein Gegentor kassierte. „So etwas belächle ich heute zwar nicht“, betont der Trainer. „Ich gehe aber darüber hinweg und sage: Warum soll ich hier Energie verschwenden? So etwas passiert.“

Boschafter Peter Neururer spricht in einem Videoclip der Björn Steiger Stiftung über die Hintergründe seines Engagements. Zu finden ist der Clip auf der Website der Stiftung und auf den Social-Media-Kanälen. Die Unterstützung geht aber weiter: Geplant ist, mehrere Sportvereine der Region „herzsicher“ zu machen. Stiftungsmitarbeiter statten die Vereine mit Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) aus. Darüber hinaus machen sie die Vereinsmitglieder durch Schulungen fit in Sachen Wiederbelebung und erläutern den Umgang mit den AED-Geräten. Peter Neururer wird bei diesen Terminen dabei sein und aus erster Hand davon berichten, wie wichtig es ist, im Notfall Erste-Hilfe-Kenntnisse anwenden zu können. „Ich freue mich auf diese Aufgabe“, sagt Neururer. „Es ist mir ein ganz wichtiges Anliegen, mit dafür zu sorgen, dass Hemmschwellen beim Thema Erste Hilfe abgebaut werden.“

Rund 100.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr am Herztod. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn Ersthelfer sofort nach Eintritt des Herzstillstands mit einer Herzdruckmassage beginnen und schnellstmöglich einen Defibrillator zum Einsatz bringen. Zusammen mit der Herzdruckmassage sorgt ein solches Gerät dafür, dass ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus kommt.

Die Björn Steiger Stiftung hat den Kampf gegen den Herztod seit Jahren intensiv aufgenommen. Im Rahmen ihrer 2013 gestarteten Initiative „Herzsicher“ stattet sie aktuell ganze Landkreise und Städte mit Laien-Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Sachen Wiederbelebung. Seit 2001, als der Kampf gegen den Herztod begann, konnte die Björn Steiger Stiftung bereits rund 26.000 Laien-Defibrillatoren in Verkehr bringen. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mithilfe engagierter Persönlichkeit wie Peter Neururer weitere Erfolge verbuchen können“, sagt Stiftungspräsident Steiger. Botschafter Neururer hat dieses Ziel ebenfalls ins Auge gefasst. Im 50. Bestehensjahr wünscht er der Stiftung, dass sie weiterhin „Erfolgszahlen schreibt“.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Neustadt an der Weinstraße, 12.04.2019
Bald noch mehr junge Lebensretter in Rheinland-Pfalz
Bald können in Rheinland-Pfalz noch mehr Schülerinnen und Schüler zu Lebensrettern werden – das Projekt „Retten macht Schule“ wird ausgeweitet. Dazu haben die rheinland-pfälzische Bildungsministerin, Dr. Stefanie Hubig, Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, und Lars Wittenberg, Gründer der Stiftung Paula Wittenberg, heute im Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Neustadt an der Weinstraße einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die Kooperation sieht vor, dass das Projekt „Retten macht Schule“ zusätzlich an mehr als 200 weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz durchgeführt werden kann. Perspektivisch ist es das Ziel, flächendeckend in ganz Rheinland-Pfalz Schülerinnen und Schüler in allen weiterführenden Schulen ab der siebten Klasse in Sachen Reanimation fit zu machen. Dafür werden Lehrkräfte geschult, die dann dieses Wissen im Unterricht an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben.

Beim Herzstillstand heißt es: schnell handeln und helfen. Das Einzige, was man bei einem Herz- oder Atemstillstand wirklich falsch machen kann, ist nichts zu machen. Mit den Schulungen wollen wir Ängste abbauen, Kompetenzen schaffen und erreichen, dass bereits Schülerinnen und Schüler die drei lebensrettenden Schritte ‚prüfen, rufen, drücken‘ lernen und im Notfall selbstverständlich anwenden können“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. Prof. Dr. Dierk Vagts, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin des Marienhaus Klinikums Hetzelstift in Neustadt an der Weinstraße, hatte durch seinen persönlichen Einsatz an den Schulen in Neustadt den Startschuss für ein landesweites Konzept der Laienreanimationsausbildung in Rheinland-Pfalz gegeben.

Ich bin der Björn Steiger Stiftung, der Stiftung Paula Wittenberg sowie Professor Vagts und allen Beteiligten des Runden Tisches Reanimation für ihr Engagement sehr dankbar. Die Kooperationsvereinbarung ist ein klares Signal der Landesregierung, gemeinsam mit den Projektpartnern die Reanimationskenntnisse in den Schulen zu stärken“, so Hubig weiter.

Nach Angaben der Björn Steiger Stiftung sterben in Deutschland jedes Jahr insgesamt rund 100.000 Menschen am Herztod. Vor diesem Hintergrund begrüßt Pierre Steiger den Vertrag. „Wir setzen uns schon lange dafür ein, junge Menschen zu Lebensrettern auszubilden. Je mehr Lehrkräfte und Schüler wir mit „Retten macht Schule“ erreichen, desto besser.“ Lars Wittenberg ergänzt: „Unser Vorbild ist Skandinavien. Hier lernen alle Schüler der 7. Klassen seit Jahrzehnten Reanimation. Wiederbelebungsraten sind in diesen Ländern etwa drei Mal höher als in Deutschland. Unser Ziel ist es, durch dieses Projekt Wiederbelebungsraten nach Laienreanimation signifikant zu steigern.

Die Björn Steiger Stiftung rief die Initiative „Retten macht Schule“ 2007 ins Leben. Zwei Jahre später, 2009, fanden die ersten Schulungen in Berlin statt. Das Projekt folgt einem festen Konzept: In einem ersten Schritt bringen Mitarbeiter der Stiftung den Lehrkräften die Herzdruckmassage und die Anwendung eines Laien-Defibrillators (Automatisierter Externer Defibrillator = AED) bei. Im zweiten Schritt geben die Lehrkräfte ihr Wissen dann eigenständig an ihre Schülerinnen und Schüler weiter. Dafür erhalten die teilnehmenden Schulen Übungspuppen für die Reanimation sowie ein Handbuch und ein Übungs-AED-Gerät. Den Schulen wird außerdem ein einsatzbereites AED-Gerät zur Verfügung gestellt, das gut zugänglich im Schulgebäude angebracht wird und für den Notfall bereitsteht.

Durch den Einsatz von Professor Vagts und Lars Wittenberg wurde Neustadt an der Weinstraße die erste Pilotregion in Rheinland-Pfalz. Die zweite Pilotregion war die Stadt Neuwied. Dort wurde die Schulung vom Deutschen Roten Kreuz durchgeführt. Nach dieser Pilotphase geht es nun in einem zweiten, vertraglich festgehaltenen Schritt darum, das Projekt in die Fläche auszuweiten. Alle Projektpartner bringen sich ein: Während beispielsweise Bildungsministerin Dr. Hubig die Schirmherrschaft übernimmt und mit dabei hilft, das Projekt in neue Schulen zu bringen, sorgt die Björn Steiger Stiftung unter anderem für die Durchführung und stattet die Schulen mit Lehr- und Übungsmaterial sowie mit Defibrillatoren aus. Die Stiftung Paula Wittenberg wiederum unterstützt unter anderem bei der Suche nach Spendern, Förderern und Projektpaten.

Weitere Partner begleiten und unterstützen „Retten macht Schule“ am landesweiten Runden Tisch Reanimation. Dazu gehören wichtige medizinische Fachverbände wie der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (Landesverband Rheinland-Pfalz), die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (Landesverband Rheinland-Pfalz), die Landesärztekammer sowie die Unfallkasse Rheinland-Pfalz und die Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz.

Wir haben während der Pilotphase in Neustadt an der Weinstraße hervorragend zusammengearbeitet und viel erreicht“, betonen Pierre Steiger, Professor Vagts und Lars Wittenberg gleichermaßen. „Nun freuen wir uns darauf, den zweiten Schritt zu gehen. Wir danken Ministerin Dr. Hubig für die Unterstützung und wünschen uns gleichzeitig, dass die Finanzierung auch in den kommenden Jahren sichergestellt werden kann.




Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Fronhausen, 11.04.2019
Im Landkreis Marburg-Biedenkopf beginnt die Breitenausbildung
Viele Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) sind installiert – nun geht es verstärkt darum, die Bevölkerung fit zu machen in Sachen Wiederbelebung. Darum bildete Fronhausen den Auftakt für die Breitenausbildung der Bevölkerung im Rahmen des Projekts „Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf“ der Björn Steiger Stiftung. „Uns ist es besonders wichtig, dass die Bevölkerung nicht nur die Standorte der AED-Geräte kennt. Darüber hinaus soll sich auch jeder Einwohner zutrauen, die Geräte im Notfall zu benutzen“, sagte Michael Müller, Manager des Projekts „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung.

Im Landkreis stehen aktuell schon mehr als 50 Laien-Defibrillatoren, die seit Projektstart im Sommer 2018 installiert wurden. Somit wird die Region in Zusammenarbeit mit allen Projektpartnern Stück für Stück herzsicher. „Das Projekt ist ein wichtiger Baustein der medizinischen Notfallversorgung im Kreis und wir stärken damit das wichtigste Glied der Rettungskette“, stellte Landrätin Kirsten Fründt fest. „Die Augenzeugen eines medizinischen Notfalls schaffen die Voraussetzungen für die professionelle Hilfe durch Notarzt und Rettungsdienst. Durch das Alarmieren der Retter über Notruf 112 und Erste-Hilfe-Maßnahmen wie Wiederbelebung sowie den Einsatz der AED werde das Zeitfenster für die medizinische Hilfe weiter geöffnet“, betonte die Landrätin. Das vergrößere die Überlebenschance für Betroffene und schaffe Sicherheit für die Menschen in der Region.

Während der ersten öffentlichen und kostenfreien Schulung im Bürgerhaus Fronhausen erhielten die 40 Anwesenden eine Einweisung durch Thomas Kriebel vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), Kreisverband Marburg-Gießen. Im Landkreis übernehmen die Schulungen vor Ort die beiden DRK-Kreisverbände Biedenkopf und Marburg-Gießen. Anschließend an die theoretischen Erläuterungen konnten die Schulungsteilnehmer in Fronhausen ihr Wissen praktisch an Übungspuppen anwenden. „Nachdem ich bereits nach der Installation des Geräts im Rathaus eine Einweisung erhalten habe bin ich überzeugt, dass jeder Mensch einen AED problemlos nutzen und somit Leben retten kann. Nichts ist schlimmer als hilflos daneben zu stehen, wenn jemand Hilfe benötigt. Deshalb ist es wichtig, die Chance der Breitenausbildung zu nutzen und somit die Angst vor der Ersten Hilfe zu verlieren“, betonte Fronhausens Bürgermeisterin Claudia Schnabel.

Rund 100.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr am Herztod. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn Ersthelfer sofort nach Eintritt des Herzstillstands mit einer Herzdruckmassage beginnen und schnellstmöglich einen Laien-Defibrillator zum Einsatz bringen. Zusammen mit der Herzdruckmassage sorgt ein solches Gerät dafür, dass ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus kommt. Viele trauen sich jedoch nicht zu, ein AED-Gerät zu benutzen und haben Hemmungen, wenn im Notfall Erste Hilfe geleistet werden muss. Daher bietet die Björn Steiger Stiftung Schulungen wie in Fronhausen für die Bevölkerung an. Nach der Auftaktveranstaltung in Fronhausen sind weitere Schulungstermine geplant, so am 2. Mai in Bad Endbach und am 9. Mai in Stadtallendorf.

Die Björn Steiger Stiftung kämpft seit Jahren gegen den Herztod. Im Rahmen ihrer 2013 gestarteten Initiative „Herzsicher“ stattet sie aktuell ganze Landkreise und Städte mit Laien-Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Sachen Wiederbelebung. Seit 2001, als der Kampf gegen den Herztod begann, konnte die Björn Steiger Stiftung bereits rund 26.000 Laien-Defibrillatoren in Verkehr bringen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Mannheim, 28.03.2019
Björn Steiger Stiftung und Lions arbeiten gemeinsam gegen den Herztod
Die Björn Steiger Stiftung kämpft ab sofort gemeinsam mit dem Lions Distrikt 111-SN gegen den Herztod. Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, und Dr. Karsten Haasters, Distrikt-Govenor des Lions Clubs International Distrikt 111-SN, unterzeichneten einen Kooperationsvertrag in Mannheim und bekräftigten damit ihre künftige Zusammenarbeit. „Gemeinsam mit den Lions können wir unser Ziel, Deutschland herzsicherer zu machen, weiter verfolgen und haben einen starken Partner an der Seite“, sagte Steiger. „Wir freuen uns als Lions Vorreiter auf dem Gebiet der Herzsicherheit zu sein und das Know-how und die langjährige Erfahrung der Björn Steiger Stiftung nutzen zu können“, sagte Haasters.

Im Rahmen der Lions Kick-off-Veranstaltung trafen sich Vertreter der Stiftung und der Lions zur Vertragsunterzeichnung im Theresienkrankenhaus Mannheim. Dorthin eingeladen waren auch die Mitglieder der Mannheimer Lions Clubs, die die Möglichkeit hatten, an einer Übungseinheit zum Umgang mit einem Laien-Defibrillator (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) teilzunehmen. Prof. Dr. Markus Haass, Chefarzt der Kardiologie am Theresienkrankenhaus, und Dr. Kai Weinmann, Kardiologe am Helios Klinikum Pforzheim, erläuterten in einem Vortrag vorab die medizinischen Hintergründe sowie die Notwendigkeit von AED-Geräten. Während der Kurzschulung hatten die Anwesenden dann die Gelegenheit, die Reanimation praktisch zu üben und den Umgang mit den Laien-Defibrillatoren zu erlernen.

Diese Übungen für die Allgemeinheit bietet die Björn Steiger Stiftung an allen AED-Standorten an. Damit wird sichergestellt, dass nicht nur ein Laien-Defibrillator vor Ort und frei zugänglich ist. Darüber hinaus lernt die Bevölkerung, wie sie einen solchen bedienen kann. Wichtig ist dabei vor allem, dass Hemmungen bei der Ersten Hilfe abgebaut werden. Denn die Laien-Defibrillatoren weisen den Ersthelfer im Ernstfall akustisch Schritt für Schritt an.

Der Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben im Falle eines Herzstillstands meist nur dann eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator eingesetzt wird. Daher setzt sich die Björn Steiger Stiftung seit 2001 mit der Initiative „Kampf dem Herztod“ für die massenhafte Verbreitung von AED-Geräten ein. So hat die Stiftung seit Beginn der Initiative über 26.000 Laien-Defibrillatoren in Verkehr gebracht.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de

Lions Clubs International

Lions Clubs International ist eine weltweite Vereinigung freier Menschen, die in freundschaftlicher Verbundenheit bereit sind, sich den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit zu stellen und uneigennützig an ihrer Lösung mitzuwirken.
Lions helfen. Ob in Kinder- und Jugendprojekten, bei der Unterstützung Sehbehinderter oder in Ländern der Dritten Welt – Lions engagieren sich ehrenamtlich für Menschen, die Hilfe brauchen. Dabei kümmern sie sich um die Mitmenschen in ihrer Nachbarschaft genauso wie um Notleidende in aller Welt.
„We Serve" („Wir dienen") ist unser Motto. Mit 1,4 Millionen Mitgliedern weltweit ist Lions Clubs International (LCI) eine der größten Nichtregierungsorganisationen. Lions initiieren eigene Projekte oder unterstützen nützliche Projekte von Partnerorganisationen. Neben sozialen Zielen fördern Lions auch kulturelle Projekte und setzen sich für Völkerverständigung, Toleranz, Humanität und Bildung ein. Der erste deutsche Lions Club wurde 1951 in Düsseldorf gegründet. Derzeit engagieren sich in der Bundesrepublik über 52.000 Mitglieder für die Gemeinschaft und für Menschen in Not. Der Lions Distrikt SN (Süd-Nord) umfasst den Norden Baden-Württembergs (Nord-Baden und Teile von Württemberg). 57 Clubs und rund 2.000 Lions-Freunde engagieren sich ehrenamtlich.

Weitere Informationen unter https://www.lions.de/web/111sn.
Lions Clubs International – MD 111-Deutschland
Bleichstraße 3, 65183 Wiesbaden, Telefon: 0611 991 54-0
sekretariat@lions-clubs.de
Winnenden, 27.03.2019
Björn Steiger Stiftung und Stadt Winnenden machen Winnenden gemeinsam herzsicher
Der Winnender Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung vom 26. März die Zusammenarbeit mit der Björn Steiger Stiftung beschlossen, um flächendeckend Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) aufzustellen. Durch das gemeinsame Projekt „Herzsicheres Winnenden“ wird die Große Kreisstadt Winnenden, Sitz der Stiftung, nun mit weiteren AED-Geräten ausgestattet, die alle öffentlich zugänglich und damit jederzeit für die Bevölkerung erreichbar sein werden. „Mir ist es ein besonders Anliegen und eine besondere Freude, unsere Heimatstadt herzsicher zu machen“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth freut sich über die Zusammenarbeit mit der Björn Steiger Stiftung: „Es ist toll, dass wir mit der Björn Steiger Stiftung eine Institution in Winnenden haben, die hilft Leben zu retten. Ich bin ihr sehr dankbar, dass wir gemeinsam das Laien-Defibrillatorennetz in der Kernstadt und den Stadtteilen weiter ausbauen können.“

Der Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben im Falle eines Herzstillstands meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator eingesetzt wird. Daher engagiert sich die Björn Steiger Stiftung seit 2013 mit der Initiative „Herzsicher“ für die flächendeckende Verbreitung von AED-Geräten in vielen Städten und Landkreisen.

Die Stadt installiert die 15 neu von der Stiftung zur Verfügung gestellten AED-Geräte in der Kernstadt und den Winnender Stadtteilen. In der Vergangenheit hatte die Stiftung bereits 13 Laien-Defibrillatoren aufgestellt. Die neuen Standorte sind auf beiliegender Stadtkarte ersichtlich. Die Stiftung übernimmt vorerst allein die Anschaffungs- und Schulungskosten von bislang 50.000 Euro. Dies umfasst die Laien-Defibrillatoren, die Aufbewahrungskästen für die Geräte sowie die Kosten, um die Winnender Bevölkerung im Umgang mit den AED-Geräten zu schulen. Sponsoren sind jedoch aufgerufen, sich am Projekt finanziell oder durch Anregung ihrer Mitarbeiter zur Teilnahme an den Kurzschulungen zu beteiligen. So können auch die Sponsoren ihren Beitrag dazu leisten, die Heimat herzsicher zu machen.

Die kostenlosen und öffentlichen Ausbildungen der Stiftung sind ein wichtiger Teil des Projekts: Sie zeigen nicht nur, wie ein AED-Gerät benutzt wird. Vor allem helfen sie auch, Hemmungen abzubauen, einen Laien-Defibrillator zu benutzen. Diese kurzen Schulungseinheiten werden künftig regelmäßig von der Stiftung angeboten. Die Termine hierfür werden nach Montage der AED-Geräte veröffentlicht.

Schon bisher hat die Björn Steiger Stiftung einiges für die Herzsicherheit in Winnenden getan. Kürzlich übergab die Stiftung der Winnender Feuerwehr insgesamt fünf neue Laien-Defibrillatoren. Außerdem wurde das bisherige AED-Gerät am Rathaus durch ein neues Modell ersetzt. Insgesamt erhält die Stadt Winnenden damit 21 neue Laien-Defibrillatoren durch die Stiftung.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Stadtverwaltung Winnenden
Emely Rehberger
Pressesprecherin
T +49 7195 13103
E emely.rehberger@winnenden.de
H www.winnenden.de
Winnenden, 20.03.2019
Motorradunfälle: Keine Angst vor Erster Hilfe
Kann ich etwas falsch machen? Füge ich einem ohnehin schwer verletzten Motorradfahrer noch mehr Verletzungen zu, wenn ich aktiv werde?“ Solche Ängste und Unsicherheiten sind weit verbreitet, wenn es darum geht, nach Motorradunfällen Erste Hilfe zu leisten. Darauf macht die Björn Steiger Stiftung zum Frühlingsbeginn, wenn wieder mehr Motorräder auf Deutschlands Straßen sind, aufmerksam. Die Stiftung möchte Verkehrsteilnehmer dazu ermuntern, Erste-Hilfe-Kenntnisse im Allgemeinen und im Bezug auf Motorradfahrer aufzufrischen. „Nichts zu tun, ist keine Option – gerade in Situationen, in denen es um Leben und Tod geht“, sagt Marcus Fluit, Ausbildungsleiter im Bereich Erste Hilfe bei der Björn Steiger Stiftung. „Wer Erste Hilfe übt, kann sie im Notfall anwenden und zum Lebensretter werden.“

Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts sind im Zeitraum Januar bis November 2018 insgesamt 603 Motorradfahrer auf deutschen Straßen tödlich verunglückt. Im Jahr davor waren es im gleichen Zeitraum 575 Getötete. Das entspricht einem Anstieg von knapp fünf Prozent. Dass Motorradfahrer bei Unfällen oft schwer verletzt werden, hat mehrere Gründe: So haben beispielsweise Motorräder keine Knautschzone. Fahrer sind bei einem Aufprall relativ ungeschützt. Auch fehlende Sichtbarkeit ist ein Problem. Auto- und Lkw-Fahrer nehmen Motorradfahrer häufig durch deren dunkle Kleidung und auf den dunklen Maschinen verspätet oder gar nicht wahr. In brenzligen Situationen reagieren sie daher zu spät.

Was kann ein Ersthelfer im Notfall tun? „Zuerst sollte man sich um die Absicherung der Unfallstelle kümmern und über die Nummer 112 einen Notruf absetzen, um weitere, professionelle Hilfe zu organisieren“, rät Fluit. Dies sollte idealerweise immer zeitgleich mit der Versorgung des Verletzten geschehen. Konkret heißt das: den Verletzten ansprechen und prüfen, ob er reagiert. Ist dies der Fall, kann mit ihm kommuniziert werden: Helfer und Unfallopfer können beispielsweise zusammen ausloten, wie Erste Hilfe anhand der Beschwerden durchgeführt werden kann. Ist der Verletzte nicht ansprechbar, muss sein Helm abgenommen werden. „Gerade hier sind Ersthelfer häufig besorgt, für Folgeschäden verantwortlich zu sein“, sagt Fluit. „Diese Angst ist aber nicht gerechtfertigt, wenn man den Verletzten umsichtig versorgt.“

Bei der Helmabnahme wird das Visier nach oben geklappt und der Kinnriemen geöffnet. Dann kniet sich der Ersthelfer hinter den Kopf des Unfallopfers und zieht den Helm mit beiden Händen langsam und vorsichtig vom Kopf. Wichtig ist, dass Ersthelfer ruckartige Bewegungen vermeiden. Auch muss darauf geachtet werden, dass beim Abziehen des Helms ab einem gewissen Punkt mit einer Hand der Kopf des Verletzten von unten gestützt wird. Ist der Helm ab, kann der Kopf vorsichtig auf dem Boden platziert werden. Vorsicht ist bei sogenannten Klapphelmen geboten. Da diese besonders eng anliegen, muss hier vor dem Abnehmen noch ein bestimmter Klappmechanismus geöffnet werden.

Danach sollte der Ersthelfer den Kopf des Verletzten überstrecken und dessen Atmung überprüfen. Falls der Verletzte atmet, sollte er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Ist keine Atmung feststellbar, sollte der Ersthelfer unverzüglich mit einer Herzdruckmassage beginnen – so lange, bis die Rettungskräfte vor Ort sind.

Die Björn Steiger Stiftung appelliert zum Frühlingsauftakt auch an die Motorradfahrer selbst, umsichtig zu fahren. Denn oft muss sich nach der Winterpause erst wieder das richtige Gefühl für die eigene Maschine einstellen. Manchmal würden die eigenen Fahrfähigkeiten dann doch überschätzt und das Unfallrisiko steige, betont Erste-Hilfe-Experte Fluit. Risikofaktoren gibt es im Frühling genug: Die Fahrbahn kann noch nass und damit rutschig sein, Streusalz, das noch auf den Straßen liegt, kann für schlechtere Bodenhaftung der Reifen sorgen. Auch beim Überqueren von nassen Bahngleisen kann ein Motorrad ins Schlingern kommen. Fluit: „Wer vorsichtig fährt, ist sicherer unterwegs.“


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Halle (Saale), 19.03.2019
Baby-Notarztwagen „Felix 20“ fährt jetzt in Halle (Saale)
Der Baby-Notarztwagen „Felix“ der Björn Steiger Stiftung ist jetzt auch in Halle (Saale) im Einsatz. Im Rahmen einer Feierstunde an der städtischen Hauptfeuerwache übergaben Stiftungspräsident Pierre-Enric Steiger und Projektmanager Thomas Pflanz das Fahrzeug „Felix 20“ an Stadt und Hilfsorganisationen. „Wir freuen uns, dass ,Felix‘ jetzt in der Saalestadt auf der Straße ist“, sagte Steiger. „Das Fahrzeug wird Familien helfen und die Kleinsten der Kleinen sicher ans Ziel bringen. Wir danken Partnern und Spendern vor Ort sowie der Stadt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und für das Ausrichten dieser Veranstaltung“, so Steiger.

Das von der Björn Steiger Stiftung entwickelte Fahrzeug wird meistens bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik gebraucht. In Halle steuert er das Universitätsklinikum sowie die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara an. Der Arbeiter-Samariter-Bund als Leistungserbringer des städtischen Rettungsdiensts ist damit in der Lage, Baby-Transporte sicher und schonend durchzuführen. Gewährleistet wird dies durch eine spezielle Dämpfung, eine Akustikdämmung und ein bedienerfreundliches Be- und Entladesystem. Zudem ist der Transportinkubator, ein mobiler Brutkasten, quer zur Fahrtrichtung positioniert. Wenn das Fahrzeug bremsen muss, können beim Längstransport hohe Kräfte auf den Säugling einwirken. Dabei können Hirnblutungen oder Hirnquetschungen entstehen. Beim Quertransport ist die Gefahr viel geringer – wenn überhaupt vorhanden. Auch die medizinische Versorgung und Betreuung des kleinen Patienten ist beim Quertransport einfacher.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand: „Mit dem neuen Baby-Notarztwagen erhöhen wir die Qualität unseres städtischen Rettungsdienstes weiter. Das neue Fahrzeug sorgt für einen besonders schonenden Transport der kleinsten Patienten und wird künftig bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik eingesetzt. Der Baby-Notarztwagen steuert die Universitäts-Kinderklinik sowie die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara an.“ Auch Vertreter der medizinischen Einrichtungen in Halle an der Saale betonten bei der Übergabe, dass „Felix“ dabei helfen kann, Leben zu retten. Privatdozent Dr. Roland Haase, Leiter der Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin des halleschen Universitätsklinikums, der selbst seit zwei Jahrzehnten Transporte von kranken Früh- und Neugeborenen leitet, freute sich über das neue Fahrzeug: „ ,Felix 20‘ wird die Qualität des Neugeborenentransfers verbessern und zu einer Entlastung des Hubschrauber-transportes beitragen“, so Dr. Haase. Privatdozent Dr. Ludwig Patzer, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale), ergänzte: „Dass es gelungen ist, den ersten ,Felix 20‘ in Halle an den Start zu bringen, ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig persönliches und gesellschaftliches Engagement und klinikübergreifende Zusammenarbeit für eine gute und moderne Kindermedizin in Sachsen-Anhalt sind.“

„Felix“ ist mit Halle (Saale) jetzt an vier Standorten in Deutschland aktiv. Neben Halle sind dies noch die Städte Leipzig, Chemnitz und Oldenburg. Die Einsatzzahlen für das Jahr 2018 an den damals noch drei aktiven Standorten sprechen für sich: Insgesamt absolvierten die Baby-Notarztwagen der Stiftung im vergangenen Jahr 332 Fahrten und legten dabei rund 34.500 Kilometer zurück. „Diese Werte zeigen deutlich: Unser ,Felix‘ wurde und wird gebraucht“, sagte Präsident Steiger. Die Björn Steiger Stiftung hat darüber hinaus Krankenhäusern und Kliniken auch einzelne Transportinkubatoren zur Verfügung gestellt. Im Einsatz sind diese Inkubatoren aktuell in Flensburg (Schleswig-Holstein), Neuwied (Rheinland-Pfalz) und Bayreuth (Bayern).

Die Stiftung finanziert das Baby-Notarztwagenprojekt mithilfe von Spendenaktionen und Sponsoren. Sie befasste sich schon früh mit dem Problem der Säuglingssterblichkeit. Denn bereits 1974 war sie für die Entwicklung und Indienststellung des ersten Rettungswagens für Frühgeborene verantwortlich. Über die Jahre wurde der Rettungswagen immer weiterentwickelt und verbessert. Im Jahr 2012 stellte die Björn Steiger Stiftung mit „Felix“ die fünfte und jüngste Generation des Fahrzeugs vor.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Enzkreis/Gemeinde Straubenhardt, 08.03.2019
Rathaus Schwann mit Laien-Defibrillator ausgestattet
Am Rathaus Schwann konnte Michael Müller, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung, der Gemeinde Straubenhardt im Enzkreis den neuesten Laien-Defibrillator (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) übergeben. Zur Anschaffung dieses Geräts hat die Bürgerstiftung Straubenhardt den finanziellen Beitrag geleistet, der die Aufstellung möglich machte. Bei der Übergabe des AED-Geräts an Bürgermeister Helge Viehweg war daher auch Joachim Scheffler, Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung, anwesend. „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Projektförderern funktioniert wunderbar – mit diesem beherzten Engagement werden wir Straubenhardt weiter herzsicher machen“, sagte Müller im Hinblick auf die Kooperation. Insgesamt wurde damit der zwölfte öffentlich zugängliche Laien-Defibrillator im Gemeindegebiet aufgestellt – drei davon wurden nicht von der Stiftung installiert – und Straubenhardt macht einen weiteren Schritt in Richtung „herzsicher“.

Nach der Übergabe fanden sich knapp 30 Teilnehmer in der Turn- und Festhalle Schwann zur bereits vierten Schulung der Björn Steiger Stiftung zum Thema Wiederbelebung ein. „Die sehr gute Resonanz in der Bevölkerung auf unsere Veranstaltungen bestätigt, dass wir hier sehr gute Arbeit machen“, so Projektmanager Müller. Denn die kostenlosen und öffentlichen Schulungen finden regelmäßig im Rahmen des Projekts „Herzsicheres Straubenhardt“ statt. Sie bieten den Einwohnern die Möglichkeit, ihr Wissen über Wiederbelebung samt dem Einsatz eines Laien-Defibrillators aufzufrischen. Damit soll potenziellen Benutzern der Laien-Defibrillatoren die Hemmungen vor der Nutzung genommen werden.

Der Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator eingesetzt wird. Die Björn Steiger Stiftung stattet seit Herbst 2017 in enger Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort die Gemeinde Straubenhardt mit AED-Säulen aus und schult die Bevölkerung in Erster Hilfe.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Schopfloch/Landkreis Freudenstadt, 22.02.2019
Schulung für Schopflocher samt Übergabe der Laien-Defibrillatoren
Bereits zwei Defibrillatoren der landkreisweiten Aktion „Herzsicherer Landkreis Freudenstadt“ wurden von Bürgern schon eingesetzt. Wie wichtig das Projekt ist und wie jeder mit einem AED (Automatisierter Externer Defibrillator) umgehen kann, zeigten die Björn Steiger Stiftung und der DRK-Kreisverband Freudenstadt bei der AED-Schulung im Schopflocher Rathaus. Schulungsreferent Roger Cornitzius vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Freudenstadt informierte darüber, wie die Laien-Defis benutzt werden müssen. Vorab wurden die Anwesenden durch Schopflochs Bürgermeister Klaas Klaassen und Michael Müller, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung, begrüßt. „Wir sind überwältigt vom Interesse der Bürger und wissen, wie notwendig die Installation dieser Geräte ist“, sagte Klaassen.

Der Aufstellung der AED-Geräte war eine Standortsuche vorausgegangen. Denn die Geräte müssen sowohl öffentlich zugänglich sein als auch geschützt – so steht nun einer der insgesamt vier Laien-Defibrillatoren im Eingangsbereich des Rathauses. „Damit haben wir die Gemeinde Schopfloch wie geplant herzsicher gemacht - ebenso wie den gesamten Kreis Freudenstadt“, sagte Müller. Wie er weiter informierte, waren vor kurzem bereits zwei Laien-Defibrillatoren im Kreis erfolgreich im Einsatz gewesen. „Ich bin sehr dankbar, dass wir die Defibrillatoren haben“, ergänzte Klaassen.

Bei der symbolischen Übergabe der Laien-Defibrillatoren im Rathaus erwähnte Müller die breite Unterstützung für das Projekt. Die Unternehmensgruppe Saier, die Fischerwerke sowie die Gemeinde Schopfloch selbst würden sich auch finanziell für die Aufstellung der AED-Geräte engagieren. Anschließend waren die Anwesenden zur kostenlosen Schulung eingeladen. Kooperationspartner für die Schulungen in Schopfloch ist der DRK-Kreisverband Freudenstadt, in dessen Namen Rettungssanitäter Roger Cornitzius das AED-Gerät erläuterte. Er betonte: „Man kann nichts falsch machen, außer man macht nichts.“ Daher müsse man sofort handeln, wenn es zu einem Herzstillstand komme. „Die Herzdruckmassage ist anstrengend, daher rufen Sie um Hilfe“, lautete die Empfehlung. Ein zweiter Helfer könne das AED-Gerät hinzuholen und den Notruf absetzen.

Die Björn Steiger Stiftung stattet seit Oktober 2016 den Landkreis Freudenstadt mit Laien-Defibrillatoren aus. Mittlerweile ist die Region die wohl herzsicherste in ganz Deutschland. Damit haben Betroffene im Falle eines Herzstillstands bessere Überlebenschancen. Wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten nach Stillstand des Herzens zum Einsatz kommt, haben 50 bis 70 Prozent der Betroffenen durchaus realistische Überlebenschancen. In der Gemeinde Schopfloch finden weiterhin Schulungen statt: Der nächste Termin ist am 29. März im Oberiflinger Sportheim.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden, 21.02.2019
Monatliche Überprüfung der Hilfsfristen reicht längst nicht aus – Versorgungslage wird dadurch nicht besser
Die Björn Steiger Stiftung übt Kritik an den Plänen des baden-württembergischen Innenministeriums, künftig monatlich kontrollieren zu wollen, ob Rettungsdienste die Hilfsfristen einhalten und beauftragte Rettungsmittel überhaupt personell besetzt sind. „Die Pläne des Innenministeriums greifen zu kurz“, sagt Ulrich Schreiner, Geschäftsführer im Bereich Rettungsdienst der Björn Steiger Stiftung. Verbessert werde die Versorgungslage dadurch jedenfalls nicht. „Das Nachbarland Hessen macht vor, wie es besser geht.“ Dort kontrolliere der jeweilige Rettungsdienstträger – Landkreis oder kreisfreie Stadt – täglich automatisiert, ob die Rettungsdienste die Hilfsfristen inklusive Dispositions-, Ausrücke- und Fahrzeiten einhalten. „Eine Nichtbesetzung eines Rettungsmittels ist nahezu undenkbar, da dies mit Unzuverlässigkeit der Leistungserbringung gleichgesetzt werden könnte“, so Schreiner. In Hessen sei auch Bußgeld ein Thema, das sich bewährt habe. Die tägliche Kontrolle mit Anforderung einer Begründung, warum Fristen nicht eingehalten wurden, wäre auch in Baden-Württemberg angemessen und ein Schritt nach vorn.

Das baden-württembergische Innenministerium will mit seinen Plänen Defizite in der regionalen Notfallversorgung abstellen. Denn der Rettungsdienst ist überlastet. Wie Recherchen des Fernsehsenders SWR im vergangenen Jahr zeigten, fallen in einigen Bereichen des Rettungsdienstes regelmäßig Rettungswagen-Schichten aus. Als häufigsten Grund dafür nannte der SWR Personalprobleme. Dabei soll die Versorgung von Notfallpatienten in Baden-Württemberg grundsätzlich zügig geschehen. So ist festgelegt, dass die Rettungskräfte spätestens 15 Minuten nach Absetzen des Notrufs beim Patienten sein müssen. Wie der SWR weiter berichtet, wird diese Hilfsfrist aber „in tausenden Fällen“ nicht eingehalten.

Aus Sicht der Björn Steiger Stiftung ist dies ein nicht hinnehmbarer Zustand, da auf diese Weise Engpässe bei der Versorgung von Notfallpatienten entstehen. Hier ist mehr Anstrengung seitens der Politik vonnöten, beispielsweise – als eine von mehreren notwendigen Maßnahmen – tägliche Hilfsfrist-Kontrolle bis hin zum Entzug der Rettungsdienst-Beauftragung.

Die in Deutschland unterschiedliche Notfallversorgung ist nach Ansicht der Björn Steiger Stiftung ein großes Problem. Der Grund hierfür ist der deutsche Föderalismus der Bundesländer. Der Rettungsdienst liegt in der Verantwortung des jeweiligen Bundeslandes. Wie qualifiziert und wie schnell der Rettungsdienst arbeitet, ist von Land zu Land – und teilweise sogar von Region zu Region innerhalb eines einzigen Landes – verschieden. Qualität, Ausbildung und vor allem bundesweite Standardisierung: Die Liste der Punkte, die dringend verbessert werden müssen, ist lang. Die Björn Steiger Stiftung richtet unter anderem aus diesem Grund am 2. und 3. Juli 2019 in Berlin den Fachkongress „Wege zum Rettungsdienst der Zukunft“ aus. Experten der verschiedensten Fachrichtungen werden die unterschiedlichen Rettungsdienst-Standards unter die Lupe nehmen sowie Lösungsansätze und Best-Practice-Beispiele vorstellen, die bereits in Teilen Deutschlands oder im Ausland umgesetzt werden.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Köln/Winnenden, 11.02.2019
Björn Steiger Stiftung und Mobile Retter schließen sich zusammen
Zum Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar bündeln Experten der Notfallhilfe ihre Kräfte: Die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt, und der Verein Mobile Retter schließen sich zusammen und gründen eine gemeinsame gemeinnützige Organisation. Die Mobilen Retter – eine Initiative, in deren Rahmen ausgebildete Ersthelfer bei einem Notfall per App alarmiert werden – sind damit jetzt ein Projekt der Björn Steiger Stiftung. „Wir freuen uns über diesen Zusammenschluss“, sagte Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, beim Pressegespräch in Köln. „Durch schnelle Hilfe retten die Mobilen Retter Leben. Ihr Projekt fußt auf moderner Technik und passt inhaltlich perfekt zu unserer Stiftung. Damit stellen wir uns in unserem 50. Bestehensjahr in Sachen Notfallhilfe noch besser für die Zukunft auf.“ Die Björn Steiger Stiftung habe sich von ganzem Herzen der Verbesserung der Notfallhilfe verschrieben, sagte Dr. Stefan Schmitgen, 2. Vorsitzender des Mobile Retter e.V. „Wir teilen diese Motivation und freuen uns darauf, zukünftig gemeinsam weitere Erfolge in diesem Bereich zu erreichen.“

Laien-Defibrillatoren, Alarmierung von Ersthelfern per App, Frühgeborenentransport, Notrufsäulen und Erste-Hilfe-Schulungen: All das geschieht künftig unter dem Dach der Björn Steiger Stiftung. Notfallhilfe wird damit noch koordinierter. Projektpate für die Mobilen Retter ist Jürgen Roters, ehemaliger Oberbürgermeister und früherer Polizeipräsident der Stadt Köln. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Jürgen Roters einen absoluten Experten für das Projekt gewinnen konnten“, sagte Steiger. „Herr Roters verfügt über umfassende Einblicke in das Thema Rettungsdienst, Notfallplanung und Notversorgung“, betonte Dr. Schmitgen. „Mit seiner Erfahrung kann er entscheidend dazu beitragen, das Projekt Mobile Retter weiter voranzubringen.“

Worum geht es bei den Mobilen Rettern? Qualifizierte Ersthelfer wie Krankenschwestern, Feuerwehrleute, Sanitäter und Rettungsschwimmer können sich die Mobile Retter-App herunterladen und sich registrieren. Danach folgt ein Training vor Ort mit einer Qualifikationsüberprüfung und Einweisung in das Projekt. Ist dies erfolgt, werden die Ersthelfer freigeschaltet und stehen als aktive Unterstützung im Notfall zur Verfügung. Wird im Ernstfall über die 112 ein Notruf – aufgrund eines Herz-Kreislauf-Stillstandes oder von Bewusstlosigkeit – abgesetzt, alarmiert die Leitstelle den Rettungsdienst und parallel dazu die Mobilen Retter. Die App lokalisiert die Ersthelfer, die sich in unmittelbarer Nähe zum Notfall befinden, über ihr Smartphone und sendet einen Alarm. Die Mobilen Retter können auf diesen Alarm reagieren und innerhalb kurzer Zeit am Ort des Geschehens sein. Noch bevor die Rettungskräfte eintreffen und übernehmen, können die Helfer mit sofortiger Erster Hilfe wie der Herzdruckmassage starten und die Überlebenschancen des Betroffenen drastisch erhöhen.

Durch den Zusammenschluss beider Organisationen werden auch die über 5.300 aktiven ehrenamtlichen Mobilen Retter Teil der Björn Steiger-Familie. Mit vollem Herzen dabei sein und den Wunsch zu helfen als Grundmotivation des eigenen Tuns ansehen: Dies charakterisiere das Ehrenamt, sagte Stiftungspräsident Steiger. „Wir danken den Rettern für ihr wertvolles Engagement in Sachen Lebensrettung.“ Dr. Schmitgen betonte: „Ohne unsere ehrenamtlichen Helfer wäre die Arbeit der Mobilen Retter nicht möglich. Sie sind es, die das Projekt zum Leben bringen. Ihnen gebührt unsere größte Wertschätzung.“

Aktuell binden Leitstellen in zehn Regionen das System der Mobilen Retter mit ein. Mit Hochdruck wird eine bundesweite Ausweitung angestrebt. Denn genau hier liegt nach Ansicht der Stiftung und der Mobilen Retter ein großes Problem: Nur wenige Landkreise und Städte haben Ersthelfer-Appsysteme wie das der Mobilen Retter in ihre Leitstellen integriert. Zu oft vergeht in Deutschland nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu viel Zeit, bis mit Erster Hilfe begonnen wird.

Björn Steiger Stiftung und Mobile Retter fordern: Hier muss dringend gehandelt werden. Gebietskörperschaften wie Landkreise und kreisfreie Städte sollen Alarmierungssysteme für Ersthelfer flächendeckend in Deutschland einsetzen. „Es geht um Menschenleben“, sagte Dr. Schmitgen. Politische Entscheider vor Ort seien aufgefordert, alles Menschenmögliche dafür zu tun, Einwohner effektiv bei Notfällen zu schützen. Erste Hilfe sei kein Luxus, auf den verzichtet werden könne, sondern gehöre zur Grundversorgung, stellte Steiger klar. Gute oder schlechte Überlebenschancen dürften keine Frage des Wohnortes – und damit des Zufalls – sein.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden, 25.01.2019
Björn Steiger Stiftung fordert Tempolimit auf Landstraßen
In der aktuellen Diskussion um Tempolimits fordert die Björn Steiger Stiftung, Landstraßen mehr in den Fokus zu nehmen. „Nach wie vor passieren die meisten tödlichen Unfälle auf Landstraßen, darauf müssen wir aufmerksam machen“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Mit entsprechenden Maßnahmen könne viel dafür getan werden, die Sicherheit zu erhöhen und Leben zu retten. „Daher fordern wir auf Landstraßen ein generelles Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde“, so Steiger. Dort, wo die Straße allerdings breiter, weniger kurvenreich und besser einsichtig sei, könne streckenweise auf 100 km/h erhöht werden.

Dass sich die Debatte momentan nur auf Autobahn-Höchstgeschwindigkeiten verengt, vernachlässigt nach Ansicht Steigers das Problem der vielen Todesopfer auf Landstraßen zu sehr. Der Stiftungspräsident verweist auf die Datenlage: Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts für 2017 starben über die Hälfte aller Getöteten im Straßenverkehr auf der Landstraße (56,4 Prozent) – pro 1.000 Unfällen endeten 24 tödlich. Die Ursache war meist überhöhte Geschwindigkeit. Der Anteil der auf Autobahnen zu Tode Gekommenen lag 2017 den Angaben zufolge dagegen bei knapp 13 Prozent. „Es geht immer um Menschenleben. Jeder Unfalltod ist einer zu viel, egal ob auf der Landstraße oder auf der Autobahn“, stellt Steiger klar. Es gelte allerdings, Dringlichkeiten zu beachten. Gerade auf den Landstraßen müsse schnell etwas passieren, um die Situation zu verbessern und Leben zu retten.

Die Björn Steiger Stiftung ist nicht die einzige Organisation, die sich für Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Landstraßen ausspricht. So fordert unter anderem der Deutsche Verkehrsrat (DVR) ein Tempolimit von 80 km/h auf schmalen Landstraßen mit einer Breite von maximal sechs Metern.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1969 setzt sich die Björn Steiger Stiftung dafür ein, die Notfallhilfe zu verbessern und Menschenleben zu retten. Ein Fokus lag dabei stets auch auf dem Straßenverkehr. So begann die Stiftung im Jahr 1971 mit der Aufstellung von Notrufsäulen am Straßenrand – es war eines der ersten Projekte, derer sie sich annahm.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden, 24.01.2019
Fast 21.500 Schüler zu Lebensrettern ausgebildet
Mit fast 21.500 neu ausgebildeten Schülerinnen und Schülern im Jahr 2018 fällt die Bilanz für das Projekt „Retten macht Schule“ der Björn Steiger Stiftung sehr positiv aus. „Mit einem Aktivitätsschwerpunkt im süddeutschen Raum konnten wir im vergangenen Jahr wieder viele Schüler erreichen“, freut sich Projektleiterin Melanie Schraml von der Björn Steiger Stiftung. „Damit sind viele junge Menschen in der Lage, eine Wiederbelebung durchzuführen und im besten Fall Leben zu retten.“ Zur positiven Bilanz zählen auch 60 neue Schulen, die 2018 zu Projektpartnern wurden und seit dem vergangenen Jahr ihren Schülern die Herz-Lungen-Wiederbelebung vermitteln – darunter viele Schulen in Bayern und Baden-Württemberg.

Die Björn Steiger Stiftung rief die Initiative „Retten macht Schule“ 2007 ins Leben. Zwei Jahre später, 2009, wurde es konkret: Die Stiftung ging erstmals in Berliner Schulen und bildete erst Lehrkräfte aus, die ihren Schülern anschließend die Herzdruckmassage beibringen konnten. Das Projekt folgt einem festen Konzept: In einem ersten Schritt bringen Mitarbeiter der Stiftung den Lehrkräften die Herzdruckmassage und die Anwendung eines Laien-Defibrillators (Automatisierter Externer Defibrillator = AED) bei. Im zweiten Schritt geben Lehrerinnen und Lehrer ihr Wissen im Rahmen einer Schulstunde eigenständig an ihre Schüler weiter. Dafür erhalten die teilnehmenden Schulen Übungspuppen für die Reanimation sowie ein Handbuch und ein Übungs-AED-Gerät. Den Schulen wird außerdem ein einsatzbereites AED-Gerät zur Verfügung gestellt, das gut zugänglich im Schulgebäude angebracht wird und für den Notfall bereitsteht.

Laut einer Studie der Uniklinik Rostock sind bereits junge Menschen ab der siebten Klasse in der Lage, einen Erwachsenen im Falle eines Herzstillstands zu reanimieren. Außerdem haben Jugendliche in diesem Alter der Untersuchung zufolge weniger Hemmungen beim Thema Erste Hilfe als Erwachsene. „Das sind zwei wichtige Erkenntnisse, die unser Projekt stetig voranbringen“, sagt Schraml. „Retten macht Schule“ wendet sich daher an alle weiterführenden Schulen, die ihren Schülern grundlegendes Wissen zum Thema Wiederbelebung vermitteln wollen.

Insgesamt waren etwa 500 Schulen im Jahr 2018 mit „Retten macht Schule“ aktiv – die 60 neuen Schulen miteingerechnet – und bilden nun ihre Schüler aus. Durch die langfristige Auslegung des Projekts will die Stiftung die Relevanz des Themas für die Gesamtbevölkerung untermauern. „Der Kontakt zum Thema Reanimation darf keine einmalige Sache bleiben; erst die Kontinuität der Ausbildung vermittelt langfristig Sicherheit“, betont Projektleiterin Schraml. Mit Projektstart verpflichten sich die teilnehmenden Schulen daher in den folgenden vier Jahren zur Durchführung von Schulungen. So können durch eine kontinuierliche Ausbildung der siebten Klassen mittelfristig alle Jahrgänge erreicht werden. Ein besonderes Erfolgserlebnis war 2018 die Schulung von Lehrern an fünfzehn Augsburger Schulen. In diesem Jahr wollen sich weitere Schulen in Augsburg anschließen und mit „Retten macht Schule" starten.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Marburg-Michelbach, 17.01.2019
Kita-Kinder lernen mit „Ritter Björn“ Erste Hilfe
Die Björn Steiger Stiftung ist nun auch mit ihrer Initiative für Kindergärten und –tagesstätten, „Ritter Björn“, im Landkreis Marburg-Biedenkopf aktiv. Bei einem Besuch in der Kindertagesstätte im Marburger Stadtteil Michelbach-Nord lernten die Vorschulkinder altersgerecht einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen. „Mit der Schulung in Michelbach ergänzt ‚Ritter Björn‘ das Landkreisprojekt und sorgt für Informationen zum Thema Erste Hilfe in der jüngsten Zielgruppe“, sagt Projektleiterin Birgit Sturm von der Björn Steiger Stiftung.

Die Initiative rund um die Handpuppe Ritter Björn wurde entwickelt, um Kinder im Alter von vier Jahren bis zur Einschulung mit dem Thema Helfen vertraut zu machen. Im Oktober 2018 startete das Projekt in Baden-Württemberg und vermittelt seitdem kleinen Kindern, wie sie bei einem Unfall reagieren können. „Durch das altersgerechte Konzept lernen auch die Kleinsten spielerisch, wie sie trösten, helfen und Hilfe organisieren“, sagt Sturm. Während der Schulung können die Kinder auch ausprobieren, wie man einen Notruf absetzt. Hierfür entwickelte die Björn Steiger Stiftung eine eigene Übungs-App. Außerdem dürfen die Kinder Verbände anlegen und die stabile Seitenlage üben.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf arbeitet bereits seit Juli 2018 mit der Björn Steiger Stiftung zusammen, um die Notfallhilfe vor Ort noch weiter voranzubringen. Seit dem Start des Projekts „Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf“ werden sukzessive in allen Gemeinden Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) aufgestellt. Ein solches Gerät bringt ein aus dem Takt geratenes Herz durch Elektrostimulation zunächst zum Stillstand, bevor es mithilfe der Herzdruckmassage wieder den richtigen Rhythmus findet. Aktuell stehen bereits 46 Laien-Defibrillatoren im Landkreis verteilt. Auch werden kostenfreie Schulungen zur Wiederbelebung in diesem Jahr angeboten. Nun ergänzt das Projekt „Ritter Björn“ als weiterer Baustein die Notfallhilfe in Marburg-Biedenkopf.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Tobias Langenbach
Pressesprecher
+49 7195-30 55-215
Tobias Langenbach
Pressesprecher
+49 7195-30 55-215
Presseverteiler