Presse

 
Freudenstadt, 31.07.2018
Freudenstadt ist der „herzsicherste“ Landkreis Deutschlands
Wer im Landkreis Freudenstadt einen Herztod erleidet, hat sehr gute Chancen, dass ihm beherzte Laien mit einem Laien-Defibrillator das Leben retten. Mit über 120 öffentlich zugänglichen Laien-Defibrillatoren der Björn Steiger Stiftung steht hier pro 1.000 Einwohner ein „Lebensretter“ zur Verfügung. Damit ist die Region im Schwarzwald die wohl herzsicherste in ganz Deutschland. Parallel hierzu schult die Stiftung die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen; erklärtes Ziel sind 100 geschulte Laien pro Gerät, was 10 Prozent aller Einwohner entspricht.

Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Der Landkreis Freudenstadt im Schwarzwald zählt 117.000 Einwohner. Pro Jahr kommt es hier rein statistisch gesehen zu 85 Todesfällen aufgrund eines Herz-Kreislauf-Stillstands. 50 – 70 Prozent der Betroffenen können überleben, wenn die Herzdruckmassage sofort durchgeführt wird und ein Laien-Defibrillator innerhalb von 3 bis 5 Minuten zum Einsatz kommt.

Seit Herbst 2016 stattet die Björn Steiger Stiftung den Landkreis mit Laien-Defibrillatoren, auch AED (Automatisierter Externer Defibrillator) genannt, aus und schult parallel die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Versorgung mit AED ist abgeschlossen, das Projekt ist hiermit jedoch nicht zu Ende. Die Björn Steiger Stiftung bietet weiterhin Schulungen in Kooperation mit dem DRK an und betreut die bestehenden AED-Standorte. Außerdem kommen bei Bedarf weitere AED-Standorte hinzu. Neun weiterführende Schulen im Landkreis beteiligen sich an „Retten macht Schule“. Im Rahmen dieser Initiative lernen Kinder ab der siebten Klasse mithilfe von Übungspuppen und Trainings-AED die Wiederbelebung. Der rote Kobold „Sani Sanelli“ der Björn Steiger Stiftung hat zudem bereits zwei Grundschulen besucht, um den Kindern auf spielerische Weise das richtige Verhalten im Notfall beizubringen.

„Eine Region ‚herzsicher’ zu gestalten bedeutet für uns nicht, dass wir eine bestimmte Anzahl an Laien-Defibrillatoren verfügbar machen und uns dann aus der Verantwortung ziehen. Wir wollen weiterhin dafür Sorge tragen, dass die Bewohner regelmäßig geschult und über das Thema informiert bleiben“, so Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung.

„Ich freue mich sehr, dass Freudenstadt als erster Landkreis von der Björn Steiger Stiftung herzsicher gestaltet wurde und wird. In der Björn Steiger Stiftung haben wir einen zuverlässigen Partner gefunden, der sich ganzheitlich und nachhaltig um dieses wichtige Thema kümmert. Man kann hier also von einem wahren Erfolgsprojekt sprechen“, so Dr. Klaus Michael Rückert, Landrat des Landkreises Freudenstadt.

Die Projektkosten belaufen sich momentan auf ca. 360.000 Euro. In diesem Betrag sind die Material- und Schulungskosten für acht Jahre inbegriffen. Rund ein Drittel stemmen Sponsoren im Landkreis; der Rest wird über die Stiftung finanziert. Die aktuelle Standortübersicht der AED-Geräte im Landkreis ist unter folgendem Link abrufbar: www.steiger-stiftung.de/aed-freudenstadt.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Fronhausen, 24.07.2018
Projektstart „Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf“
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Björn Steiger Stiftung sagen dem Herztod gemeinsam den Kampf an. Am Montag haben Landrätin Kirsten Fründt und Vertreter der Stiftung für das Projekt „Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf“ im Bürgerhaus in Fronhausen, einem der neuen Standorte für ein AED-Gerät, den offiziellen Startschuss gegeben.

Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die Betroffenen haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) zum Einsatz kommt, um einem aus dem Takt geratenen Herz mit einem lebensrettenden Stromimpuls „Starthilfe“ zu geben. Diese wichtigen Erstmaßnahmen müssen in der Regel von Laien die sich in nächster Nähe befinden durchgeführt werden – denn bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage bleiben in den meisten Fällen irreparable Schäden zurück. Die Björn Steiger Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt AED-Geräte flächendeckend verfügbar zu machen und entsprechende Schulungen für die Bevölkerung anzubieten.

Im Juni wurden bereits die ersten zehn AED-Säulen bzw. -Wandkästen im Landkreis Marburg-Biedenkopf aufgestellt. Im gesamten Landkreis sollen an verschiedenen, öffentlichen und stark frequentierten Orten AED-Säulen aufgestellt werden. Im ersten Schritt erhält jede Gemeinde ein Gerät. Ergänzend zu den öffentlichen kostenlosen Schulungen für die Bevölkerung plant die Stiftung ihre Projekte für Schulen und Kindergärten im Landkreis umzusetzen. So soll sichergestellt werden, dass sich nach und nach alle Bürgerinnen und Bürger – egal welchen Alters – Erste-Hilfe-Maßnahmen zutrauen und auf dieses Weise die Herzsicherheit in der Region deutlich erhöht wird.

Landrätin Kirsten Fründt betonte, wie wichtig das Projekt für die Herzsicherheit im Landkreis ist: „Die wichtigste Rolle bei einem plötzlichen Herzstillstand spielen die Ersthelfer. Sie setzen den Notruf ab, leisten Erste Hilfe und stellen so die Weichen für alle anderen Schritte: Notarzt, Rettungsdienst und Klinik. Mit diesem Projekt können wir die Rolle der Ersthelfer stärken und weiter ausbauen, damit sie noch besser helfen können.“ Dies sei ein weiterer Baustein der Sicherheitsarchitektur in der Region. Bereits jetzt seien die Chancen, einen Herzinfarkt oder einen Herzstillstand zu überleben, in Marburg-Biedenkopf größer als andernorts. „Das hängt mit dem gut ausgebauten System der Rettungsdienste und einer hervorragenden klinischen Versorgung, zum Beispiel im Marburger Uni-klinikum zusammen. Ersthelfer, Mitarbeiter der Rettungsleitstelle, Notärzte, Notfallsanitäter und die Mediziner im Krankenhaus arbeiten hier Hand in Hand und eng aufeinander abgestimmt“, sagte die Landrätin. Da sei es nur folgerichtig und konsequent, die Rettungskette weiter auszubauen. Auch Claudia Schnabel, Bürgermeisterin von Fronhausen, freute sich, dass am Bürgerhaus nun ein lebensrettendes AED-Gerät verfügbar ist.

Neue AED-Standorte:

Rathaus Cölbe, Kasseler Straße 88, 35091 Cölbe, Eingangsbereich
Bürgerhaus Dautphe, Am Bürgerhaus 1, 35232 Dautphe, Eingangsbereich
Gemeindehaus Dreihausen, Dreihäuser Straße 8, 35085 Ebsdorfergrund, Eingangsbereich
Bürgerhaus Fronhausen, Bergstraße 1, 35112 Fronhausen, Eingangsbereich
Rathaus Fronhausen, Schulstraße 19, 35112 Fronhausen, Eingangsbereich
Bürgerbüro Kirchhain, Am Markt 6-8, 35274 Kirchhain, Eingangsbereich
Lahnfelshalle, Otto-Ubbelohde-Weg 21A, 35094 Lahntal, Eingangsbereich
Rathaus Lohra, Heinrich Naumann-Weg 2, 35102 Lohra, Eingangsbereich
Rathaus Stadtallendorf, Bahnhofstraße 1, 35260 Stadtallendorf, Eingangsbereich
Rathaus Wohratal, Halsdorfer Straße 56, 35288 Wohratal, Eingangsbereich

Hintergrundinformationen

Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die Betroffenen haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) zum Einsatz kommt. Der AED ist selbsterklärend und gibt nach Einschalten alle notwendigen Schritte akustisch vor — der Laie kann nichts falsch machen.




Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

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Seebach, 11.07.2018
Hilfe zur Lebensrettung: Defibrillator am Ruhestein
Er kommt überraschend und ist lebensbedrohend: Der Herztod, ein plötzlich auftretender Herz-Kreislauf-Stillstand, gilt als eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jährlich sterben bundesweit bis zu 100.000 Menschen an den Folgen. Um die Überlebenschancen zu erhöhen und die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu überbrücken, ist sofortige Erste Hilfe per Herzdruckmassage notwendig – am besten in Kombination mit einem sogenannten Defibrillator, ein medizinisches Gerät, das mittels Elektrostimulation das Herz wieder zum Schlagen anregen kann. Ein solcher Defibrillator, den jeder Laie bedienen kann, wurde nun auch am Nationalparkzentrum Ruhestein installiert

„Der Nationalpark ist ein Tagesziel sehr vieler Menschen, um die Höhenluft zu genießen oder auch, um sich auf unseren Veranstaltungen über die Natur im Nordschwarzwald zu informieren. Da ist es möglich, dass auch hier eines Tages etwas passiert und schnelle Erste Hilfe notwendig wird“, so Friederike Scharfe, Leiterin des Veranstaltungsbüros des Nationalparks. „Wir freuen uns deshalb sehr über die Initiative der Björn Steiger Stiftung, die Region flächendeckend mit Defibrillatoren auszustatten. Jetzt können wir auch hier im schlimmsten Fall so gut es geht helfen.“

Der Automatisierte Externe Defibrillator (AED) – so die korrekte Bezeichnung – wurde speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer entwickelt. Beim Anschalten beginnt er zu sprechen und erteilt den Benutzerinnen oder Benutzern klare Anweisungen, was Schritt für Schritt zu tun ist. „So kann jeder, der bei einem plötzlichen Herztod in der Nähe ist, schnelle und wirkungsvolle Hilfe leisten“, freut sich auch Maite Graus aus dem Veranstaltungsteam. Sie wurde ebenso wie zahlreiche weitere Mitarbeiter von Harald Leipold von der Björn Steiger Stiftung in die Nutzung des Gerätes eingewiesen.

„Das Gerät ist zwar selbsterklärend, aber die Einweisung kann zusätzlich helfen, die Hemmschwelle zu senken und im Zweifel noch schneller zu reagieren“, erklärt Leipold. „Beim plötzlichen Herztod zählt tatsächlich jede Sekunde“, bestätigt Michael Müller, Projektmanager der Aktion „100.000 Leben zu retten“ der Björn Steiger Stiftung. „Bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage bleiben in den meisten Fällen irreparable Schäden zurück.“

Eine Herzdruckmassage trauen sich nicht alle Menschen spontan zu, ein zögerliches Eingreifen kann aber fatal sein. „Der bereitstehende Defibrillator ist da eine weitere Möglichkeit, schnell und so gut es geht zu helfen, auch wenn der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon Jahre oder gar Jahrzehnte zurück liegt“, führt Michael Müller weiter aus. Für die Björn Steiger Stiftung, die sich grundsätzlich der Verbesserung der Notfallhilfe verschrieben hat, ist der Zeitgewinn und die zusätzliche Option für Ersthelfer Grund genug, sich für die Verbreitung von AED-Geräten und deren Handhabung einzusetzen. „Wir können alle mal in eine Situation kommen, dass wir entweder Hilfe leisten müssen oder wir froh sind, wenn uns jemand Hilfe leisten kann.“

Hintergrund Björn Steiger Stiftung
Der achtjährige Björn Steiger verunglückte 1969 im Straßenverkehr und starb am Schock – die Notfallhilfe kam zu spät, um ihn retten zu können. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Die Stiftung engagierte sich seither unter anderem für die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf – und ganz aktuell für die flächendeckende Installation von AED-Säulen mit den einfach bedienbaren Geräten. Seit Herbst 2016 stellt die Björn Steiger Stiftung auch im gesamten Landkreis Freudenstadt diese Säulen auf und macht so die Region herzsicher. Mittlerweile konnten hier über 120 Defibrillatoren öffentlich verfügbar gemacht und fast 1.000 Bürger in Wiederbelebungsmaßnahmen geschult werden.
Straubenhardt, 04.05.2018
Gemeinsam drücken für ein „Herzsicheres Straubenhardt“
Die Gemeinde Straubenhardt wird von der Björn Steiger Stiftung mit öffentlich zugänglichen AED-Geräten und Wiederbelebungskursen für die Bevölkerung „herzsicher“ gemacht. Ein AED (Automatisierter Externer Defibrillator) kommt bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zum Einsatz und kann von jedem Laien problemlos bedient werden. Insgesamt verfügen die einzelnen Ortsteile Straubenhardts nun über elf dieser öffentlich zugänglichen „Lebensretter“. Gestern wurde das AED-Gerät am Eingang der Straubenhardthalle im Beisein des Bürgermeisters Helge Viehweg und der Sponsoren des Projekts offiziell eingeweiht.

Bei der darauffolgenden öffentlichen Schulung im Bürgertreff war das Interesse für die Herz-Lungen-Wiederbelebung groß. Marcus Fluit, Bildungsreferent der Björn Steiger Stiftung, erklärte die einfachen Maßnahmen, mit welchen jeder bei einem Herztod Leben retten kann. Hierzu gehört natürlich die Herzdruckmassage. Dank der Sprachansage des AEDs wird der Laie zudem Schritt für Schritt angeleitet. Viele Teilnehmer hakten nach: „Was ist, wenn ich nicht schnell genug drücke?“, „Muss ich nicht auch beatmen?“, „Kann ich mit dem AED-Gerät auch Schaden anrichten?“ Fluit beantwortete alle Fragen und nahm den verunsicherten Zuhörern ihre Ängste. „Sie können dabei nichts falsch machen. Falsch wäre es nichts zu tun“, betonte er.

Helge Viehweg, Bürgermeister von Straubenhardt, war schon bei Schulungen der Stiftung dabei. Auch er betont: „Davor hätte ich mir das wahrscheinlich auch nicht zugetraut. Aber nun weiß ich, wie einfach Leben retten ist. Ich bin mir sicher, dass ich das jetzt hinkriegen würde, wenn der Ernstfall einträfe.“

Die Gollmer und Hummel GmbH finanzierten das AED-Gerät an der Straubenhardthalle. Für Geschäftsführer Christoph Schönthaler war es naheliegend das Projekt zu unterstützen. „Als Hersteller von Feuerwehrschläuchen sind wir an lebensrettenden Gerätschaften nah dran. Wenn wir die Gelegenheit haben der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können, tuen wir das natürlich gern.“ Auch für die Willy Lillich GmbH war es im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit ein AED mitzufinanzieren, besonders da vergangenes Jahr ein 43-jähriger Mitarbeiter aufgrund eines Herztods verstorben ist. Die Treff Disount GmbH beteiligte sich ebenfalls an dem Projekt.

Im Rahmen des Projekts „Herzsicheres Straubenhardt“ werden zukünftig weiterhin öffentliche und kostenfreie Wiederbelebungskurse angeboten. Außerdem stattete die Björn Steiger Stiftung die Wilhelm-Ganzhorn-Schule mit einem „Retten-macht-Schule“-Lehrpaket aus, damit die Schüler ebenfalls die Herz-Lungen-Wiederbelebung erlernen können.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Leipzig, 13.04.2018
Seit einem Jahr für die Kleinsten im Einsatz
Baby-Notarztwagen „Felix“ begeht seinen ersten Geburtstag

Seit dem 04.04.2017 ist der Baby-Notarztwagen „Felix“ in Leipzig im Einsatz. Insgesamt hat er bei einem aktuellen Kilometerstand von knapp 19.000 Kilometern 181 Fahrten absolviert. Das Spezialfahrzeug für Frühgeborene und kranke Säuglinge kommt meist bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik zum Einsatz. In Leipzig fallen häufig Transporte zwischen dem Universitätsklinikum und dem Herzzentrum an. Der Baby-Notarztwagen hat aber auch schon Säuglinge aus Berlin, Cottbus, Dresden, Chemnitz, Jena, Erfurt und sogar Ljubljana nach Leipzig gebracht. Betrieben wird das Fahrzeug von der Branddirektion.

Prof. Dr. Ulrich Thome, Leiter der Abteilung Neonatologie am Universitätsklinikum Leipzig, zieht nach einem Jahr Erfahrung mit „Felix“ ein zufriedenes Resümee: „Das Fahrzeug bietet nicht nur optimal schonende Bedingungen für das Kind, sondern auch optimale Arbeitsbedingungen für das begleitende ärztliche und pflegerische Personal. Es bleibt dabei, dass ein Kind, das nach seiner Geburt medizinische Hilfe benötigt, am besten an einem Ort geboren wird, wo es nicht mehr transportiert werden muss. Da sich dies nicht immer erreichen lässt, sind wir sehr froh, durch das spezialisierte Fahrzeug einen möglichst sicheren und schonenden Transport gewährleisten zu können."

„Felix“ sorgt dank einer speziellen Dämpfung, einer Akustikdämmung und einem bedienerfreundlichen Be- und Entladesystem für eine möglichst schonende Fahrt für die fragile Fracht. Zudem ist der Transportinkubator (mobiler Brutkasten) quer zur Fahrtrichtung positioniert, was für die kleinen Patienten wesentlich sicherer ist. Wenn das Fahrzeug bremsen muss, wirken beim Längstransport so hohe Kräfte auf den Säugling ein, dass Hirnblutungen oder Hirnquetschungen auftreten können. Dieses Phänomen ist beim Quertransport sehr viel geringer bzw. gar nicht vorhanden. Dank des Quertransports hat das Personal im „Felix“ auch räumlich einen besseren Zugang zum Kind und kann es so besser überwachen und betreuen.

Da der Baby-Notarztwagen im Rettungsdienstgesetz als Rettungsmittel nicht vorgesehen ist, musste er aus Spendengeldern finanziert werden. Die jährlichen Betriebskosten (Diesel, Versicherung, Inspektion, etc.) von rund 30.000 Euro werden ebenfalls von der Björn Steiger Stiftung getragen.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Oldenburg, 26.03.2018
„Felix“ fährt ab sofort mit verbessertem mobilen Brutkasten
Seit vergangenem Donnerstag steht dem Klinikum Oldenburg ein verbessertes Transport-Inkubator- System für den Baby-Notarztwagen „Felix“ zur Verfügung. Die Björn Steiger Stiftung finanzierte die Modifizierungen, die aufgrund der Anforderungen beim Transport im Rettungswesen notwendig waren. Nun kann der mobile Brutkasten sowohl im Baby-Notarztwagen, als auch im Rettungswagen und im Rettungshubschrauber eingesetzt werden. Am System wurde ein neuer Inkubator, ein neues Beatmungsgerät, eine Absaugpumpe und ein o2-Monitor verbaut.

„Wir sind sehr erfreut über die kontinuierliche Unterstützung der Björn Steiger Stiftung, die unseren „Felix“ noch weiter optimiert und somit zum sanften und sicheren Transport der kranken Früh- und Neugeborenen beiträgt“, so Professor Dr. Jürgen Seidenberg, Direktor in der Kinderklinik des Klinikum Oldenburg AöR. Der Umbau, dessen Kosten sich auf 42.000 Euro beliefen, wurde von Spendengeldern aus der Region finanziert. Zudem übernimmt die Stiftung die laufenden Betriebs- und Wartungskosten von ca. 10.000 Euro im Jahr.

Das Baby-Notarztwagen-System „Felix“ ist für Verlegungsfahrten von Frühchen und Säuglingen ausgelegt, die zur besseren Versorgung ins Elisabeth-Kinderkrankenhaus gebracht werden müssen. Das gesamte System ermöglicht eine möglichst erschütterungsfreie und schonende Fahrt für die kleinsten Patienten. Das Fahrzeug ist seit 2013 am Klinikum Oldenburg stationiert.


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Klosterreichenbach/Freudenstadt, 09.03.2018
Herzsicherer Landkreis Freudenstadt: Klosterreichenbach erhält AED und Schulung
Als Teil des herzsicheren Landkreises Freudenstadt verfügt Klosterreichenbach nun nicht nur über ein öffentlich zugängliches AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) der Björn Steiger Stiftung - auch die erste öffentliche Schulung zur Wiederbelebung fand am Mittwoch Abend im Rathaussaal statt. Marcus Fluit, Bildungsreferent der Stiftung, demonstrierte vor ca. 50 Teilnehmern, wie einfach die lebenserhaltenden Maßnahmen beim Herztod von Laien durchzuführen sind.

Sponsor des Geräts Volker Kallfass von der Kallfass GmbH freute sich über das große Interesse bei der Schulung. Als stellvertretender Kommandant der freiwilligen Feuerwehr Klosterreichenbach weiß er um die Notwendigkeit schneller Wiederbelebung beim plötzlichen Herztod. „Dank der öffentlichen Schulungen wird die Angst vor Erster Hilfe und dem AED genommen. Für uns war es sofort klar, dass wir das Projekt der Stiftung hier vor Ort unterstützen.“

Insgesamt sind in der größten Flächengemeinde Baiersbronn nun 19 AED-Geräte installiert; der gesamte Landkreis Freudenstadt verfügt über 115 öffentlich zugängliche Laien-Defibrillatoren.


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Schopfloch/Landkreis Freudenstadt, 08.03.2018
Herzsicherer Landkreis Freudenstadt: Schopfloch ist mit dabei
Nun ist es auch in Schopfloch soweit: Das erste AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) der Björn Steiger Stiftung ist gestern offiziell eingeweiht worden. Standort ist die Gemeinschaftsschule in Schopfloch, die sich auch an dem Projekt „Retten macht Schule“ beteiligt. Mit 15 von der Björn Steiger Stiftung zur Verfügung gestellten Übungspuppen können nun die Schüler ab Klassenstufe sieben Wiederbelebungsmaßnahmen erlernen. Im Lehrpaket ist auch ein Trainings-AED enthalten, welches den „scharfen“ Geräten im „Herzsicheren Landkreis Freudenstadt“ entspricht. Der Leiter der medizinischen Abteilung der Björn Steiger Stiftung schulte gestern im ersten Schritt das Kollegium der Schule, damit die Lehrer den Stoff zukünftig selbstständig an die Schüler weitergeben und die Übungen in Eigenregie durchführen können.

Bei der gestrigen Einweihung waren Bürgermeister Klaas Klaassen und Rektorin Simone Schuon zugegen, die sich beide sehr über die lebensrettenden Geräte und die Schulungsmaßnahmen im Landkreis freuen. „Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Betroffenen im Jahr immernoch eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Das Bestreben, den Landkreis herzsicher zu gestalten und schnelle Erste Hilfe zu fördern, unterstützen wir deshalb natürlich sehr gerne“, betont Klaassen. „Gut, dass die Björn Steiger Stiftung Schulungen anbietet, die die Hemmschwelle Erste Hilfe zu leisten hoffentlich senken. Durch das AED-Gerät, das zur Bedienung selbst Anweisungen gibt, finden die Menschen wahrscheinlich eher den Mut das Gerät in einem Notfall zu bedienen. Wichtig ist es, diese AED-Geräte an vielen öffentlichen Standorten zu finden. Ich freue mich, dass zukünftig ein solches Gerät auch unserer Schule zur Verfügung stehen wird“, so Simone Schuon.

Drei weitere öffentlich zugängliche Geräte sollen demnächst in Schopfloch installiert werden: in der Eugen-Hornberger-Halle, in der Iflinger und außen am Gemeinschaftsgebäude Unteriflingen.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Flensburg, 15.02.2018
70.000 Euro von der Björn Steiger Stiftung: Transport-Inkubator der Diako-Kinderklinik erhielt modernste Technik
Nach sieben Jahren im Einsatz war er nicht mehr auf dem neuesten Stand, zudem fehlten Ersatzteile: Für rund 70.000 Euro von der Björn Steiger Stiftung wurde der Transport-Inkubator der Diako-Kinderklinik jetzt runderneuert. „Dank dieser Hilfe ist unser Transport-Inkubator wieder auf dem neuesten Stand der Technik“, freute sich Chefarzt Dr. Michael Dördelmann bei der Übergabe des Gerätes durch Thomas Pflanz, Projektleiter der Björn Steiger Stiftung. Die gemeinnützige Organisation engagiert sich seit fast 50 Jahren für das Rettungswesen in Deutschland.

Der moderne transportable „Brutkasten“ ist für den Einsatz im Rettungswagen vorgesehen, wenn eine schnelle und dringende Verlegung von kleinen Intensivpatienten nötig ist. Der von der Firma Dräger in Lübeck entwickelte Inkubator macht einen Transport der Babys auch per Hubschrauber oder per Seenotrettungskreuzer möglich. Damit können alle Frühgeborenen und kranken Neugeborenen aus dem gesamten Norden Schleswig-Holsteins und auch von den Inseln für eine spezielle medizinische Versorgung sicher nach Flensburg verlegt werden. Der Transport-Inkubator verfügt jetzt wieder über modernste Infusionspumpen, Monitoring-Systeme, Absauggerät, Beatmungsgerät sowie eine Sauerstoff- und Druckluftversorgung. „Ich bin sehr dankbar dafür“, erklärte Dr. Dördelmann. „Eben weil die Technik niemals versagen darf, war die Modernisierung so wichtig.“ Ein technischer Vorteil gegenüber der alten Ausstattung sei zudem die integrierte Turbine für die Luftversorgung, die dafür sorge, dass für das neue Beatmungsgerät keine Sauerstoffflasche mehr erforderlich ist.

Die kleinen Patienten werden vom Frühchen-Team des Perinatalzentrums (perinatal heißt: „um die Geburt herum“) in den Entbindungskliniken oder auch nach Hausgeburten abgeholt und unter möglichst schonenden Transportbedingungen direkt auf die speziell ausgestattete Intensivstation in der Kinderklinik des Diakonissenkrankenhauses gebracht.

Das Flensburger Perinatalzentrum bietet die höchste Versorgungsstufe, so dass selbst sehr unreife Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm medizinisch ver-sorgt werden können.


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Zur Rettung von Menschen ist eine Zukunftsplanung überfällig
Rettungsdienst in Baden-Württemberg: Innenministerium muss handeln

Das Rettungswesen in Baden-Württemberg ist in den vergangenen Jahren selbst zum Patienten geworden und ist im deutschlandweiten Vergleich vor allem im Bereich der Hilfsfrist schlechter als in vielen anderen Bundesländern. Gleichzeitig verändern sich unter anderem aufgrund des demografischen Wandels die Rahmenbedingungen. In der Folge ist eine weitere Verschlechterung der Qualität des Rettungswesens in Baden-Württemberg absehbar. Zuständig für den Rettungsdienst in Baden-Württemberg ist das Innenministerium. Die Björn Steiger Stiftung sieht seit langer Zeit Handlungsbedarf, sowohl im Bereich der Veränderung bestehender Gesetze als auch im Bereich der Umsetzung zukunftsorientierter Maßnahmen.

Anders als in vielen anderen Bundesländern hat in Baden-Württemberg die Überschreitung der Hilfsfristen keine Konsequenzen. Das Innenministerium als regulierende Behörde nimmt regelmäßige Überschreitungen hin. Es erfolgen keine Sanktionen gegenüber den Leistungserbringern des Rettungsdienstes. Anders ist dies beispielsweise in Hessen. „In Hessen werden bereits Sanktionen bei der Nichteinhaltung der dort definierten Ausrückezeit und Fahrzeit verhängt, wenn die Begründungen nicht akzeptabel sind“, so Ulrich Schreiner, Geschäftsführer der Björn Steiger Stiftung Luftrettung gGmbH. „Sehen sich die Betreiber aufgrund Personal- oder Materialmangels nicht in der Lage die Zeiten einzuhalten, üben sie wiederum verstärkt Druck auf die Kostenträger, also auf die Krankenkassen aus. Dies wird dann in den Ausschüssen zwischen Krankenkassen, Landkreis (Rettungsdienstträger) und beauftragtem Leistungserbringer verhandelt und notfalls in der Landesschiedsstelle Rettungsdienst entschieden. Dieses Regulierungsmittel wäre auch für Baden-Württemberg wünschenswert, um Verbesserungen in Gang zu setzen.“

Weiteres Potenzial der Qualitätsverbesserung sieht die Björn Steiger Stiftung in der Trennung zwischen Notfallrettung und Krankentransport. In Baden-Württemberg werden derzeit Rettungswagen auch für Krankentransporte eingesetzt und sind somit für lebensbedrohliche Notfälle in diesem Zeitraum nicht verfügbar. Die Nach-Hause-Bringung eines Genesenen verhindert somit die Rettung eines akut erkrankten oder verunfallten Menschen. Die Lösung wäre eine eigene Organisationsstruktur für reine Krankentransportmittel. „Sinnvoll wären etwa fünf überregionale Dispositionszentralen für Baden-Württemberg, um die geplanten Transporte logistisch effizient zu organisieren“, so Schreiner.

Der Landkreis Waldshut hat unter den Mängeln im Rettungswesen im Land am meisten zu leiden; hier werden die Hilfsfristen am häufigsten überschritten. Aus diesem Grund fordert er seit über sieben Jahren einen Rettungshubschrauber, um eine schnellere Notfallversorgung zu gewährleisten. Das Innenministerium sitzt dieses Thema jedoch seit dieser Zeit aus. Die Björn Steiger Stiftung setzt sich seit 2015 für einen Dual-Use-Hubschrauber RTH/ITH am Standort Hütten ein. Mit einem zusätzlichen Hubschrauber müsste die Bevölkerung nicht wie bisher zu lange auf einen Notarzt warten (s. Tabelle). Eine luftrechtliche Genehmigung liegt bereits vor, doch das Innenministerium weigert sich nach wie vor die Betriebsgenehmigung zu erteilen. Stattdessen will es ein eigenes Gutachten zur Struktur der rettungsdienstlichen Versorgung in Auftrag geben, obwohl der Landkreis bereits letztes Jahr ein entsprechendes Gutachten erstellt und beim Innenministerium eingereicht hat. In der Folge wird die Region mindestens ein weiteres Jahr unterversorgt bleiben.

- „Wir verstehen nicht warum viele Verbesserungen, die seit langem diskutiert werden, nicht angepackt werden. Insbesondere im Südschwarzwald macht das Aussitzen von Entscheidungen die Lage zunehmend prekärer und lässt die Bürger im Regen stehen“, so Schreiner. Mit Blick auf die kommenden Jahre wird ein Handeln umso dringlicher. Aufgrund gesellschaftlicher und struktureller Veränderungen, wie beispielsweise demografischer Wandel, Klinikzentralisierung, Hausarztmangel, verändertes Notrufverhalten und vielem mehr sind Verbesserungen durch neue Konzepte im Rettungsdienst zwingend notwendig und bereits heute überfällig.

Hintergrundinformationen Hilfsfrist

Da der Rettungsdienst in Deutschland föderal organisiert ist, bestehen bundesweit 16 verschiedene Rettungsdienstgesetze. Dementsprechend hat jedes Bundesland eigene Vorgaben für die Hilfsfrist, also die Zeit, die nach dem Eingang des Notrufs bis zum Eintreffen der Rettungskräfte am Unfallort höchstens verstreichen darf. Die Hilfsfrist in Baden-Württemberg beträgt 10 bis höchstens 15 Minuten (in 95% der Fälle), was im bundesdeutschen Vergleich relativ lang ist. Vergessen wurden im Gesetz die Festlegung von Sanktionen und die Definition von Dispositionszeit, Ausrückzeit und Fahrzeit. Zudem wird die Hilfsfrist im Rettungsdienstgesetz als reine Planungsgröße verstanden.

Ziel der Hilfsfristen ist es das sogenannte therapiefreie Intervall beim Patienten so kurz wie möglich zu halten. Um die Genesung eines Notfallpatienten zu gewährleisten, müssen lebensrettende Sofortmaßnahmen möglichst zeitnah durchgeführt werden. Da bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand bereits in den ersten paar Minuten reanimiert werden sollte, versuchen private, ehrenamtliche Initiativen mit der Einrichtung von Helfer-vor-Ort-Gruppen/First Responder das therapiefreie Intervall noch kürzer zu halten.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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