Finaltag der Amateure 2026 wird zum größten Herzsicherheitstag im deutschen Sport

Am 23. Mai 2026 finden in ganz Deutschland die Landespokalfinals der Männer statt – der Finaltag der Amateure, live in der ARD. In diesem Jahr wird das größte Ereignis des Amateurfußballs erstmals auch zur größten Bühne für ein Thema, das die gesamte Gesellschaft betrifft: In Deutschland versterben jährlich rund 65.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Viele von ihnen könnten gerettet werden, wenn Ersthelfer sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen würden. Genau hier setzt die Initiative „HERZSICHER“ der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung an – und genau deshalb stellen der Deutsche Fußball-Bund, sämtliche Landesverbände und die beiden Stiftungen den Finaltag der Amateure gemeinsam unter das Motto Wiederbelebung.

„Wir wissen, dass auf unseren Sportplätzen, wie überall, plötzlich Herzstillstände passieren können – und dass in diesen Momenten jede Sekunde zählt“, sagt Ronny Zimmermann, 1. DFB-Vizepräsident für die Amateure sowie die Regional- und Landesverbände, der stellvertretend für alle 21 Landesverbände spricht. „Als Landesverbände tragen wir Verantwortung für über 24.000 Vereine und Millionen von Ehrenamtlichen, Spielerinnen und Spielern sowie Fans. Der Finaltag der Amateure ist die perfekte Bühne, um dieses lebensrettende Thema in die Breite zu tragen. Fußball ist das stärkste Bindeglied unserer Gesellschaft – und wenn wir mit unserer Reichweite dazu beitragen können, dass mehr Menschen im Ernstfall richtig handeln, dann ist das eine der sinnvollsten Aufgaben, die wir übernehmen können.“

Bereits beim DFB-Pokalfinale 2025 hatten der DFB und die beiden Stiftungen ihre Zusammenarbeit erfolgreich gestartet. Nun wird diese Partnerschaft auf eine neue Ebene gehoben: Statt eines einzelnen Spiels an einem Standort wird die Botschaft von „HERZSICHER“ am 23. Mai in bis zu 21 Stadien im gesamten Bundesgebiet erlebbar – live übertragen in der ARD-Konferenz und damit weit über die Stadionränge hinaus wirksam. In allen Stadien wird eine gemeinsame Stadionaktion unmittelbar vor dem Anpfiff das Publikum bundesweit für die Bedeutung schnellen Handelns bei einem Herzstillstand sensibilisieren. Zudem laden in einigen Finalstadien Informationsstände zu Kurzeinführungen in die Herzdruckmassage ein und zeigen, wie einfach die Bedienung von Trainings-Defibrillatoren ist.

Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, richtet seinen Dank an die Partner: „Wir sind dem DFB und allen Landesverbänden zutiefst dankbar, dass sie sich mit solcher Überzeugung und Tatkraft dieser Sache angeschlossen haben. Ohne diese Breite der Unterstützung wären so viele Menschen nicht erreichbar. Dass der gesamte deutsche Fußball seine einzigartige Kraft nutzt, um Deutschland herzsicherer zu machen, gibt unserer Initiative eine Sichtbarkeit, die wir allein niemals hätten erreichen können.“

Im Zentrum aller Aktionen am Finaltag steht die Plattform herzsicher.de – denn der Tag im Stadion soll erst der Anfang sein. Über die Plattform kann jeder Mensch eine kostenlose Schulung in Herzdruckmassage buchen: im eigenen Verein, im Betrieb oder im privaten Umfeld. Bereits ab acht Personen findet eine Schulung statt, wobei Ort, Datum und Uhrzeit von den Teilnehmenden selbst bestimmt werden. „HERZSICHER“ geht zu den Menschen – nicht umgekehrt. Das macht die Initiative zu einem der niedrigschwelligsten Schulungsangebote für Herzdruckmassage in Deutschland.

Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, ordnet die Dimension ein: „Nur in etwa 55 Prozent der Fälle beginnen Ersthelfer in Deutschland mit einer Herzdruckmassage, bevor der Rettungsdienst eintrifft. Die Lösung ist denkbar einfach: Prüfen. Rufen. Drücken. Wenn mehr Menschen den Mut und das Wissen haben, sofort zu handeln, können jedes Jahr Tausende Leben gerettet werden. Dass der DFB und alle Landesverbände ihre enorme Reichweite nutzen, um genau diese Botschaft zu verbreiten, ist für uns von unschätzbarem Wert. Diese Partnerschaft hat das Potenzial, die Laienreanimationsquote in Deutschland nachhaltig zu verändern.“

Am 23. Mai 2026 werden Fußballfans in ganz Deutschland nicht nur ihre Mannschaften anfeuern – sie werden erleben, wie einfach es ist, ein Leben zu retten. Es ist eine Einladung an alle: Mitmachen, Herzdruckmassage lernen und Teil einer Bewegung werden, die wirklich zählt.


Bildhinweise:

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HERZSICHER beim DFB-Pokalfinale 2025 - Fotograf: Lennart Ritscher 
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HERZSICHER beim DFB-Pokalfinale 2025

Beim DFB-Pokalfinale 2025 hatten der DFB und die beiden Stiftungen ihre Zusammenarbeit erfolgreich gestartet
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Über die Initiative HERZSICHER

HERZSICHER ist eine gemeinsame Initiative der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung. Über herzsicher.de können kostenlose Schulungen in Herzdruckmassage gebucht werden – ab acht Personen, an einem Ort und zu einem Zeitpunkt, den die Teilnehmenden selbst wählen. Ergänzt wird das Angebot durch die Ausstattung öffentlicher Orte mit Defibrillatoren.


Über den Finaltag der Amateure

Der Finaltag der Amateure ist das jährliche Highlight des deutschen Amateurfußballs. An einem Tag werden die Landespokalfinals in bis zu 21 Landesverbänden ausgetragen – live in der ARD-Konferenz. Die Sieger qualifizieren sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.

Pressekontakt:

Björn Steiger Stiftung  |  Pressestelle  |  pr****@**************ng.de  |  www.steiger-stiftung.de

Deutsche Herzstiftung e.V.  |  Pressestelle  |  pr****@**********ng.de  |  www.herzstiftung.de

Deutscher Fußball-Bund (DFB)  |  Pressestelle  |  pr****@*fb.de  |  www.dfb.de

Über die Björn Steiger Stiftung:

Die Björn Steiger Stiftung wurde 1969 von Ute und Siegfried Steiger gegründet, nachdem ihr Sohn nach einem Verkehrsunfall an den Folgen unzureichender Notfallversorgung verstarb. Seitdem engagiert sich die Stiftung unermüdlich für die Verbesserung des Rettungswesens in Deutschland. Zu ihren wegweisenden Initiativen zählen unter anderem die Einführung der Notrufnummern 110/112, Gründung und Aufbau der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) sowie die Einrichtung von Notrufsäulen an Bundes- und Landstraßen. Die Stiftung verfolgt das Ziel, auf Missstände im Bereich der Notfallhilfe aufmerksam zu machen, den öffentlichen Diskurs anzustoßen und mit eigenen Projekten, wie dem Baby-Notarztwagen oder Herzsicher, und konkreten Lösungen zu einer besseren Notfallversorgung beizutragen – so auch 2025 mit der Einreichung einer Verfassungsbeschwerde zur Schaffung einheitlicher Regelungen im Rettungsdienst. Weitere Informationen unter: www.steiger-stiftung.de

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