Björn Steiger Stiftung zeichnet Innovation und Engagement im Rettungswesen aus

27. Februar 2026

Im Rahmen einer festlichen Abendveranstaltung hat die Björn Steiger Stiftung am 25. Februar 2026 in Berlin die Björn Steiger Awards in den Kategorien Technik und Forschung sowie den Ute und Siegfried Steiger Award für das Lebenswerk verliehen. Mit den Auszeichnungen würdigt die Stiftung herausragende Projekte, innovative Forschung und technologische Entwicklungen im Rettungsdienst – sowie eine Persönlichkeit, die das Rettungswesen über Jahrzehnte hinweg nachhaltig geprägt hat.

Im Bereich Forschung ehrt die Stiftung die WEINMANN Emergency Medical Technology GmbH für die Entwicklung der Chest Compression Synchronized Ventilation (CCSV) sowie Prof. Dr. Saskia Eschenbacher für ihre Forschung zur Traumaverarbeitung und Resilienz von Rettungskräften. Im Bereich Technik zeichnet die Stiftung zwei innovative Lösungen für eine effizientere Notfallversorgung aus: Die EmergencyEye®-Lösung der Corevas GmbH & Co. KG für den browserbasierten Zugriff auf Kamera-, Standort- und Sensordaten von Smartphones und das internationale Drohnenprojekt der ÖAMTC-Flugrettung. Als Sonderpreis ehrt der Ute und Siegfried Steiger Award das Lebenswerk von René Closter, Gründer und langjähriger Motor der Luxembourg Air Rescue.

Ute und Siegfried Steiger Award für das Lebenswerk: René Closter
1988 gründete René Closter gegen erhebliche politische Widerstände die Luxembourg Air Rescue (LAR). Mit unerschütterlicher Entschlossenheit entwickelte er die LAR von einer visionären Idee zu einem unverzichtbaren Bestandteil des luxemburgischen Gesundheitssystems. Heute steht die Organisation für hochmoderne, grenzüberschreitende Notfallrettung und internationale Patiententransporte. „Mit dieser Auszeichnung ehrt die Björn Steiger Stiftung eine außergewöhnliche Persönlichkeit, deren Lebenswerk beispielhaft für Pioniergeist, Mut und unermüdliches Engagement für die Notfallversorgung steht,“ begründet Pierre-Enric Steiger die Auszeichnung.

Björn Steiger Award Forschung – Zwei Forschungsprojekte verbessern Notfallversorgung
Mit der Chest Compression Synchronized Ventilation (CCSV) hat die WEINMANN Emergency Medical Technology GmbH einen innovativen Beatmungsmodus für die Reanimation entwickelt. CCSV verbessert die Sauerstoffversorgung von Blut und Gehirn, unterstützt die Durchblutung und hat damit einen positiven Einfluss auf die Wiederherstellung eines Spontankreislaufs (ROSC). Studien zeigen, dass es durch die Synchronisation von Beatmung und Thoraxkompressionen einen Trend zu verbesserten Überlebenschancen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand gibt. Für Rettungsteams bietet CCSV ein klares Feedback zur Qualität von Beatmung und Kompression und trägt so zu einer höheren Behandlungsqualität bei.

Die Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Saskia Eschenbacher von der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften ermöglichen neue Ansätze in der Aus- und Fortbildung von Rettungskräften. Durch strukturierte Reflexions- und Gesprächsformate können Belastungen besser verarbeitet, Ausfallzeiten reduziert und die Einsatzqualität nachhaltig verbessert werden – zum direkten Nutzen von Patientinnen und Patienten. Ihre Forschung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Einsatzfähigkeit im Rettungsdienst.

Björn Steiger Award Technik – Zwei Lösungen steigern Effizienz und Schnelligkeit
Die patentierte EmergencyEye®-Technologie der Corevas GmbH & Co. KG ermöglicht Notruf- und Servicestellen eine sichere, DSGVO-konforme, appfreie Live-Verbindung zum Smartphone der Anrufenden. Helfer erhalten Zugriff auf Kamera, Standort, ausgewählte Sensordaten und damit ein unmittelbares Lagebild. Dies verbessert im Notfall die Erstversorgung vor Eintreffen der Rettungskräfte, optimiert Disposition und Ressourceneinsatz und schafft in der kritischen Anfangsphase einen entscheidenden Informationsvorsprung. Die Lösung entstand aus einer persönlichen Notfallerfahrung der Gründer und wird bereits in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg eingesetzt.

Bei der ÖAMTC-Flugrettung sollen elektrisch betriebene Drohnen die schnelle Lieferung von Medikamenten, Laborproben oder medizinischem Material ermöglichen – auch in abgelegene Regionen oder zu Randzeiten. Damit ergänzt das grenzüberschreitende Drohnenprojekt von ÖAMTC-Flugrettung (Österreich), ANWB Medical Air Assistance (Niederlande) und TCS (Schweiz) bestehende Rettungsstrukturen und trägt zu einer flächendeckend besseren medizinischen Versorgung bei. Durch die Schaffung eines europäischen Drohnennetzwerks können Skaleneffekte erzielt werden, die den Betrieb kosteneffizient machen.

Über die Björn Steiger Stiftung:
Die Björn Steiger Stiftung wurde 1969 von Ute und Siegfried Steiger gegründet, nachdem ihr Sohn nach einem Verkehrsunfall an den Folgen unzureichender Notfallversorgung verstarb. Seitdem engagiert sich die Stiftung unermüdlich für die Verbesserung des Rettungswesens in Deutschland. Zu ihren wegweisenden Initiativen zählen unter anderem die Einführung der Notrufnummern 110/112, Gründung und Aufbau der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) sowie die Einrichtung von Notrufsäulen an Bundes- und Landstraßen. Die Stiftung verfolgt das Ziel, auf Missstände im Bereich der Notfallhilfe aufmerksam zu machen, den öffentlichen Diskurs anzustoßen und mit eigenen Projekten, wie dem Baby-Notarztwagen oder Herzsicher, und konkreten Lösungen zu einer besseren
Notfallversorgung beizutragen – so auch 2025 mit der Einreichung einer Verfassungsbeschwerde zur Schaffung einheitlicher Regelungen im Rettungsdienst. Seit 2024 engagiert sich die Stiftung in konsequenter Weiterentwicklung ihrer Geschichte mit einem eigenen Bereich in der Vermeidung von Verkehrsunfällen.
Weitere Informationen unter: www.steiger-stiftung.de

Bildhinweise:

PM SteigerAwards25
Alle Gewinner der Björn Steiger Awards mit Pierre-Enric Steiger (links) und Christof Constantin Chwojka (rechts) bei der Preisverleihung am 25.02. in Berlin
UteundSiegfriedSteigerAward ReneCloster
Ute und Siegfried Steiger Award: René Closter (Mitte) mit Pierre-Enric Steiger und Nicole Steiger
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