Bayern setzt Maßstab in der Notfallversorgung: Feierliche Übergabe des Zuwendungsbescheids für die „LifeSaverDB – Zentrale AED-Datenbank Bayern“ im Bayerischen Landtag

5. Februar 2026

München – Mit der feierlichen Übergabe des Zuwendungsbescheids für das Projekt „LifeSaverDB – Zentrale AED-Datenbank Bayern“ hat der Freistaat Bayern heute im Bayerischen Landtag ein starkes Signal für den Schutz von Menschenleben und die Modernisierung der Notfallversorgung gesetzt. In Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft und Medizin würdigten Rednerinnen und Redner aus Landtag, Staatsregierung und Fachorganisationen die Bedeutung dieses Projekts für Bayern – und darüber hinaus.

Die Veranstaltung wurde durch Sascha Schnürer eröffnet, der die Gäste begrüßte und den Rahmen für die Zuwendungsübergabe skizzierte. In seiner anschließenden Rede unterstrich Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bayerischen Landtag, die politische Bedeutung des Projekts für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Freistaat.

Den offiziellen Förderbescheid überreichte anschließend Staatssekretär Sandro Kirchner im Namen des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration. Mit der bewilligten Zuwendung in Höhe von 340.000 Euro aus Mitteln des bayerischen Staatshaushalts wird der Aufbau und Betrieb einer landesweiten, zentralen Datenbank für öffentlich zugängliche Defibrillatoren (AED) ermöglicht. Das Projekt ist im Rahmen der Fraktionsinitiative zum Nachtragshaushalt 2025 verankert und läuft zunächst bis zum 31. März 2027. 

In seiner Rede hob Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, die strategische Bedeutung von „LifeSaverDB“ hervor:

„Heute entscheidet Bayern nicht nur über ein Förderprojekt – heute entscheidet Bayern über eine neue Qualität der Notfallhilfe. Mit der „LifeSaverDB“ schaffen wir eine Infrastruktur für Leben. Wir schließen die Lücke zwischen dem bloßen Vorhandensein von Defibrillatoren und ihrer tatsächlichen Verfügbarkeit im Notfall. Bayern zeigt damit, wie Digitalisierung nicht verwaltet, sondern rettet.“

Steiger betonte, dass Defibrillatoren in Bayern bereits vielerorts vorhanden seien, jedoch bislang nicht systematisch erfasst und in Notfallsysteme integriert seien. Die neue Datenbank soll bis zu 50.000 AED-Standorte erfassen und mit strukturierten Informationen zu GPS-Standorten, Zugänglichkeit, Wartungsstatus und Öffnungszeiten hinterlegen. Offene Schnittstellen sollen eine Anbindung an Rettungsleitstellen, Ersthelfer-Systeme und digitale Kartendienste ermöglichen.

Den fachlichen Abschluss bildete die Rede von Dr. Sinann Al Najem von der Deutschen Herzstiftung, die das Projekt als wichtigen Meilenstein für Prävention, Aufklärung und lebensrettende Strukturen würdigte. Er unterstrich die Bedeutung der Kooperation zwischen Björn Steiger Stiftung und Deutscher Herzstiftung als Verbindung von medizinischer Expertise und praktischer Umsetzung.

Bayern als Vorbild für Deutschland

Mehrfach wurde im Rahmen der Veranstaltung betont, dass Bayern mit „LifeSaverDB“ eine bundesweite Vorreiterrolle einnimmt. Der Freistaat positioniert sich als Gestalter einer modernen, vernetzten und bürgernahen Notfallversorgung.

„Bayern zeigt heute, was möglich ist, wenn politische Entschlossenheit, digitale Innovation und gesellschaftliches Engagement zusammenkommen“, so Pierre-Enric Steiger. „Dieses Projekt ist kein technisches Werkzeug allein – es ist ein Baustein für eine neue Kultur der Hilfe.“

Hintergrund zum Projekt „LifeSaverDB“

Die „LifeSaverDB – Zentrale AED-Datenbank Bayern“ wird in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung umgesetzt. Ziel ist die Entwicklung und der Betrieb einer zentralen Datenbank zur Erfassung, Verwaltung und Veröffentlichung öffentlich zugänglicher automatisierter externer Defibrillatoren (AED) im Freistaat Bayern. Die technische Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Erlanger Unternehmen CardiLink GmbH.

Der Projektstart ist für den 1. März 2026 vorgesehen, die vollständige Inbetriebnahme der Datenbank für den 1. März 2027. Der anschließende Betrieb und die Wartung sind bis mindestens März 2029 geplant. Während des Projektzeitraums sollen weitere Fördermittel zur Finanzierung der jährlichen Betriebskosten über diesen Zeitraum hinaus generiert werden. Projektbegleitende Vernetzungs- und Öffentlichkeitsmaßnahmen sollen zudem das Bewusstsein für Erste Hilfe und AED-Nutzung in der Bevölkerung stärken.

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