Presse

 
Winnenden, 01.07.2022
Der Sportbund Rheinhessen, die BKK24 und die Björn Steiger Stiftung fördern gemeinsam AED-Geräte in Sportvereinen
In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 100.000 Menschen unvermittelt an einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Schnelle Hilfe in den ersten Minuten kann das Leben der Betroffenen retten! Eine realistische Überlebenschance besteht dann, wenn sofort mit der Herzdruckmassage begonnen wird und ein Defibrillator in den ersten fünf Minuten zum Einsatz kommt. Deswegen ist es wichtig, einen flächendeckenden Zugang zu automatisierten externen Defibrillatoren (AEDs) zu gewährleisten, welche ohne Probleme auch von Laien benutzt werden können. Bei der Defibrillation wird ein elektrischer Schock verwendet, um Herzrhythmusstörungen zu beenden und eine normale Herztätigkeit zu ermöglichen. Aber auch die Durchführung der Herzdruckmassage ist ein wesentlicher Bestandteil der Wiederbelebungsmaßnahmen.

Was tun Sie, wenn bei Ihnen im Verein ein*e Mitspieler*in auf einmal zusammenbricht? Wann war Ihre letzte Erste-Hilfe-Schulung? Wie lange braucht ein Krankenwagen, um Ihren Verein zu erreichen? Oft ist es lange her, dass man sich mit direkten Hilfsmaßnahmen beschäftigt hat. Ein zusätzliches Problem ist, dass der Krankenwagen zur örtlichen Vereinsanlage häufig zu lange braucht, bis er beim Einsatzort ankommt. Dabei sind die ersten Minuten entscheidend. Erste-Hilfe mit einer frühen Defibrillation rettet Leben. Sie steigert die Überlebenschancen um ein Vielfaches.

Aus diesem Grund hat der Sportbund Rheinhessen gemeinsam mit der Björn Steiger Stiftung und der BKK24 das Projekt „Herzsicher – Sportler*innen retten Leben“ initiiert. Ziel ist es, möglichst viele Menschen für das Thema Herzgesundheit zu sensibilisieren und Mitglieder aus Sportvereinen im Umgang mit AEDs auszubilden. Die geförderten Defibrillatoren sollen als zusätzliche Sicherheit für den Alltag im Sportverein und als entscheidender Unterschied für „den Fall der Fälle“ dienen.

Der Präsident des Sportbundes Rheinhessen, Klaus Kuhn, freut sich sehr über die neue Kooperation und weiß um die Wichtigkeit des Themas: „Wir sind sehr dankbar, gemeinsam mit unseren Partnern, der Björn Steiger Stiftung und der BKK24, unsere Sportvereine in der Lebensrettung unterstützen zu können. Die Corona-Pandemie mit möglichen Herzmuskelentzündungen nach einer Infektion hat die Notwendigkeit dabei im sportlichen Kontext nochmals massiv verstärkt. Dem möchten wir präventiv entgegenwirken!“

Doch auch die Sensibilisierung und Schulung von Vereinsvertreter*innen und Übungsleiter*innen ist dem Sportbund Rheinhessen ein Anliegen, so Thorsten Richter, Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen: „Wir möchten zur Herzgesundheit aufklären und dafür sensibilisieren. Mit der Björn Steiger Stiftung und der BKK24 als Krankenkasse konnten wir exzellente Experten als Partner gewinnen. Unser langfristiges Ziel ist es, die Kooperation weiter auszubauen und so nach und nach die rheinhessischen Vereine mit AEDs auszustatten.“

„Das Herz hat höchste Priorität! Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind sehr wichtig, ein plötzlicher Herztod lässt sich leider trotzdem nicht komplett ausschließen. Auch deshalb sollten möglichst viele Menschen in der Lage sein, als Ersthelfer im Ernstfall zu helfen. Das ehrenamtliche Engagement in Sportvereinen ist hier unbedingt zu unterstützen“, so Jörg Nielaczny, Vorsitzender des Vorstandes der BKK24.

„Herzsicherheit ist ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Wir freuen uns, dass der Sportbund Rheinhessen und die BKK24 gemeinsam mit unserer Stiftung das wichtige Thema Laien-Reanimation aufgreifen und ihre Vereine gezielt bei der Beschaffung von Defibrillatoren unterstützen. Damit können sie ihre Sportstätten mit lebensrettenden AED-Geräten herzsicher ausstatten. Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann jeden treffen - unabhängig von Alter, Geschlecht, ob Sportler oder Nicht-Sportler. Mit Defibrillatoren und der Schulung in Herzdruckmassage schaffen wir zusammen die Grundvoraussetzungen für Sportvereine, um in solchen Situationen angemessen und lebensrettend eingreifen zu können. Für dieses Engagement danke ich allen Beteiligten sehr herzlich. Ihr Einsatz ist beispielgebend im Kampf gegen den unvermittelten Herztod“, erklärte Sabrina Seitter, Geschäftsführerin der Björn Steiger Stiftung.

Sportbund Rheinhessen

Als Dachorganisation der rheinhessischen Sportvereine und Fachverbände vertritt der Sportbund Rheinhessen die Interessen seiner rund 900 Vereine, davon 45 Großvereine mit mehr als 1.000 Mitgliedern in 60 Fachverbänden. Der Sportbund Rheinhessen fungiert für rund 270.000 sportliche Mitglieder als Dienstleister zur Regulierung ihrer überfachlichen Angelegenheiten in sechs Sportkreisen (Stadt Mainz, Stadt Worms, Landkreis Alzey-Worms, Landkreis Mainz-Bingen, Landkreis Birkenfeld und Landkreis Bad Kreuznach). Er fördert insbesondere die Sportentwicklung in Rheinhessen wie z.B. die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Vereinsmitarbeiter*innen, die finanzielle Unterstützung von Mitgliedsvereinen, den Sportstättenbau, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Entwicklung sozialer Initiativen im Sport.

BKK24

Mit der Gesundheitsinitiative „Länger besser leben.“ unterstützt die Krankenkasse BKK24 seit vielen Jahren die individuelle Gesundheitsförderung der Menschen in Deutschland. Unabhängig von einer Mitgliedschaft bei der BKK24 können alle Personen ab 18 Jahren kostenlos daran teilnehmen und werden regelmäßig mit wertvollen Informationen rund um die Themen Gesundheit und Wohlbefinden versorgt. Themenschwerpunkte sind Bewegung, Ernährung, Suchtmittelkonsum, mentale Gesundheit sowie Klima und Gesundheit. Auch Informationen zu einzelnen Krankheitsbildern und präventiven Maßnahmen werden immer wieder aufgegriffen, weshalb die Prävention des plötzlichen Herztods für die BKK24 ein wichtiges Anliegen ist. Durch die Schulung in den Sportvereinen sollen die Menschen sensibilisiert werden und Handlungshilfen für den – hoffentlich nicht eintretenden Ernstfall – erhalten.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Christian Hoppe

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Bietigheim-Bissingen, 27.06.2022
Bietigheim-Bissingen rüstet sich für Herz-Notfälle
Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand kann fast jeden treffen – und wenn es im öffentlichen Bereich, auf der Straße oder beim Einkaufen passiert, ist schnelle Hilfe ganz besonders gefragt. Beherzte Ersthelfer, die im Ernstfall schnell eine Wiederbelebung versuchen, bis der Notarzt eintrifft, steigern die Überlebenschancen der Betroffenen deutlich. Ein Defibrillator, ein mobiles Gerät, mit dem auch Laien schnell und einfach umgehen können, kann dabei äußerst hilfreich sein.

Deshalb hat die Stadtverwaltung in den letzten Monaten erfolgreich Kontakt zu verschiedenen Firmen aufgenommen, die bereit waren, bei der weiteren Ausstattung des Stadtgebiets mit solchen Defibrillatoren finanziell behilflich zu sein. Eine Erstausstattung mit 14 Geräten wurde bereits vor einigen Jahren in einigen öffentlichen Einrichtungen realisiert. Zusammen mit der Björn Steiger Stiftung können nun zusätzlich 30 Geräte Zug um Zug installiert werden. Das erste nahm OB Jürgen Kessing zusammen mit Gabriele Ballmer von der Björn Steiger Stiftung in Betrieb. Nach Abschluss der Aktion werden in der Stadt 44 Geräte bereitstehen. Oberbürgermeister Kessing freut sich: „Wir haben eine schöne Resonanz auf unsere Bitte um Unterstützung bei den Firmen der Stadt gefunden. Herzlichen Dank an alle Spender – sie retten Leben im Kampf gegen den plötzlichen Herztod.“

Dank der Bruker-Stiftung Bietigheim-Bissingen werden auch alle Schulen in der Stadt versorgt. Die Bäder und einige Sporthallen wurden schon ausgestattet, die anderen Sporthallen stehen nun ebenfalls auf der Liste. Weitere Standorte werden künftig im Arkadengebäude, am Bürgeramt in der Löchgauer Straße, am Kronenzentrum, in der Otto-Rombach-Bücherei, am Rathaus Bissingen, beim städtischen Bauhof, am Bietigheimer Schloss, im Bürgergarten beim Enzkraftwerk, in der EgeTrans Arena, beim Reisebüro Spillmann am Bahnhof Bietigheim, am Stadion Ellental sowie an den Sportanlagen im Bruchwald und im Buch beim BHTC zu finden sein.

Insgesamt 81.000 Euro werden für die nun aufzustellenden Defibrillatoren investiert, wovon 63.000 Euro über Spenden von Firmen und der Bruker-Stiftung sowie der Björn Steiger Stiftung finanziert werden konnten. Die Björn Steiger Stiftung hat auch die Aufgabe übernommen, die Geräte zu warten und Schulungen zum Umgang mit den Defibrillatoren anzubieten. „Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Projekt „Herzsicher“ durch das großartige Engagement der Stadt Unterstützung findet und wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zu diesem Thema leisten, das uns alle jederzeit betreffen kann. Ich danke allen Beteiligten herzlich für die gute Zusammenarbeit“, erklärte Gabriele Ballmer, Projekt-koordinatorin der Björn Steiger Stiftung, bei der offiziellen Übergabe der ersten AED-Geräte. „Mit diesen neuen Laien-Defibrillatoren wird die Stadt Bietigheim-Bissingen ein großes Stück herzsicherer sein.“

Die Björn Steiger Stiftung arbeitet mit ihrem „Herzsicher“-Projekt seit Jahren daran, Städte und Gemeinden möglichst flächendeckend mit öffentlich zugänglichen AED, den automatisierten externen Defibrillatoren, auszustatten. Als Zielgröße gilt der Stiftung das Vorhandensein von einem Gerät je 1000 Einwohner. Geplant ist die Umsetzung im gesamten Bundesgebiet. Ebenso wichtig ist die Breitenausbildung der Bevölkerung. Selbst kleine Kinder können Leben retten, wenn sie lernen, die Notrufnummer im entscheidenden Moment zu wählen und wissen, was sie sagen oder tun müssen. Ab Klasse 7 können die Schüler lernen, Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen.

Am unvermittelten Herztod sterben ungefähr 100.000 Menschen pro Jahr in Deutschland. Oft sterben sie, weil ihnen nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird. Betroffene haben bei einem Herznotfall eine Überlebenschance von über 50 Prozent, wenn Laien-Ersthelfende sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein AED-Gerät, ein automatisierter externer Defibrillator, noch vor Eintreffen des Rettungsdiensts zum Einsatz kommt. Ohne diese Maßnahmen sinkt die Überlebenschance hingegen mit jeder Minute um weitere zehn Prozent. Bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage bleiben mit hoher Wahrscheinlichkeit irreparable Schäden zurück, da lebenswichtige Organe sehr empfindlich auf einen Sauerstoffmangel reagieren.

Ein Defibrillator kann ein aus dem Takt geratenes Herz mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Die kleinen, tragbaren AED-Geräte sind auch von Laien gefahrlos bedienbar. Im Ernstfall kann sie jeder ohne medizinische Vorkenntnisse anwenden und damit sofort Leben retten. Das AED-Gerät leitet den Helfer durch ein integriertes Sprachmodul akustisch Schritt für Schritt an. Es prüft selbstständig, ob und mit welcher Intensität Stromstöße zur Reanimation abgegeben werden müssen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Saarbrücken, 15.06.2022
Mobile Intensivstation für die Kleinsten ab sofort im Einsatz
Die Björn Steiger Stiftung hat am heutigen Mittwoch, 15. Juni 2022, dem Perinatalzentrum im Klinikum Saarbrücken einen neuen Transportinkubator der modernsten Generation offiziell zur Nutzung übergeben. Zum Einsatz kommt das 100.000 Euro teure Hightech-Transportsystem, wenn sehr kleine Frühgeborene und erkrankte Neugeborene aus umliegenden Geburts- und Kinderkliniken in der Region zur besseren Versorgung und Behandlung sicher und schonend in die Spezialklinik nach Saarbrücken verlegt werden müssen.

Der neue Intensivpflege-Transportinkubator für das Perinatalzentrum auf dem Winterberg, das die höchste Versorgungsstufe Level 1 hat, ist eine spezifische, individuelle Systemlösung der Firma Saegeling Medizintechnik, die gemeinsam mit den Medizinern der Klinik ausgewählt wurde. Er ersetzt das in die Jahre gekommene Vorgängermodell und erfüllt sämtliche aktuelle Sicherheitsnormen. Mit diesem Inkubator können Transporte in allen saarländischen Rettungsmitteln erfolgen, er ist auch geeignet, um in Intensivtransporthubschraubern genutzt zu werden. Bei Gefährdung der Vitalfunktionen des Früh- bzw. Neugeborenen kann auf erweiterte Therapiemöglichkeiten der Intensivmedizin zurückgegriffen werden. Ausgestattet mit allen dafür notwendigen intensivmedizinischen Zusatzgeräten und Überwachungseinheiten für Herz und Atmung, Beatmungsgerät und Spritzen- und Infusionspumpen bietet dieser Transportinkubator für sämtliche Notfälle alles, um die jüngsten Patienten behutsam und sicher ins Zentrum für operative und konservative Kinder- und Jugendmedizin auf dem Winterberg in Saarbrücken zu verlegen. Zusätzlich sorgen die sehr guten Wärme- und Schallschutz-Isolierungswerte des neuen Transportinkubators für den Schutz der kleinen Patienten.

„Die Behandlung in einer spezialisierten Kinderklinik ist für das Überleben von Früh- und Neugeborenen und ihre weitere Entwicklung unerlässlich. Als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe verfügen wir über Erfahrungen und Einrichtungen, um auch schwierigste Fälle jederzeit versorgen zu können. Damit können bei diesen Patienten langfristige Schädigungen verhindert oder abgemildert werden“, sagt Dr. Marie-Claire Detemple, kommissarische Co-Leiterin des Zentrums für operative und konservative Kinder- und Jugendmedizin mit einer Kinderintensivstation, auf der Frühgeborene ab 350 Gramm Geburtsgewicht behandelt werden. Hier kommen jährlich bis zu 55 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm auf die Welt. Aus den umliegenden Geburtskliniken kommen einige hinzu. „Für diese notwendigen Transporte sind wir mit dem neuen Transportinkubator jetzt noch besser aufgestellt“, sagt Dr. Marie-Claire Detemple.

Finanziert wurde der 100.000 Euro teure Intensiv-Transportinkubator durch Spenden der Björn Steiger Stiftung sowie durch das Klinikum Saarbrücken. Die Nebenkosten wie Wartung und Inspektion werden zukünftig von der Björn Steiger Stiftung getragen, die im Einzugsgebiet hierzu Spenden einwirbt.

„Ich freue mich sehr, dass wir dem Perinatalzentrum in Saarbrücken den neuen Transportinkubator übergeben können. In den vergangenen Jahren haben sich neue technische Möglichkeiten ergeben, die jetzt genutzt werden können. Das Risiko, das mit jedem Transport verbunden ist, kann damit auf ein Minimum reduziert werden. Mit diesem hochmodernen System sind die kleinen Patienten immer sicher unterwegs. Für jedes Kind ist diese Unterstützung eine wichtige Hilfe für einen guten Start ins Leben“, so Thomas Pflanz, Manager des Projekts „Baby-Notarztwagen“ bei der Björn Steiger Stiftung. „Ich danke allen Beteiligten für ihre großzügige Unterstützung des Projekts und auch der Firma Saegeling Medizintechnik, die wertvolle Arbeit bei der Beratung zur Konfiguration geleistet hat.“

Das Baby-Notarzt-Projekt der Björn Steiger Stiftung

Seit den 1970er-Jahren kümmert sich die Björn Steiger Stiftung um optimale Transportbedingungen für Frühgeborene. Bereits 1974 war die Stiftung für die Entwicklung und Indienststellung des ersten Rettungswagens für Frühgeborene verantwortlich. Mit „Felix“ stellte sie 2012 die fünfte und jüngste Generation des Fahrzeugs vor. Derzeit sind deutschlandweit die Baby-Notarztwagen der Stiftung an vier aktiven Standorten stationiert. Darüber hinaus hat die Björn Steiger Stiftung Transportinkubatoren für die Krankenhäuser und Kliniken in Flensburg (Schleswig-Holstein), Neuwied (Rheinland-Pfalz), Bayreuth (Bayern), Leipzig (Sachsen), Darmstadt (Hessen), Oldenburg (Niedersachsen) und Halle (Sachsen) für den Einsatz zur Verfügung gestellt. Die Björn Steiger Stiftung finanziert das Baby-Notarztwagenprojekt mithilfe von Spendenaktionen und Sponsoren.

Klinikum Saarbrücken gGmbH

Das kommunale Klinikum Saarbrücken zählt mit 600 Klinikbetten und 19 Fachabteilungen zu den modernsten Maximalversorgern im Südwesten Deutschlands sowie für das angrenzende Frankreich und Luxemburg. „Auf dem Winterberg“ kümmern sich 320 Ärztinnen und Ärzte um rund 28.000 stationäre Patienten und 60.000 ambulante Patienten jährlich. In die Zentrale Notaufnahme kommen durchschnittlich 37.000 Patienten pro Jahr. Insgesamt arbeiten 2200 Beschäftigte im Klinikum und den Tochterunternehmen Saarbrücker Pflege GmbH und Klinikservice Saarbrücken GmbH. Das Klinikum Saarbrücken unterhält 19 interdisziplinäre Zentren, darunter ein Zentrum zur Versorgung von Früh- und Neugeborenen (Babyfreundliches Perinatalzentrum Level 1), ein Zentrum zur Versorgung von Schlaganfällen (Neurovaskuläres Zentrum), ein überregionales Traumazentrum, ein Zentrum für die Behandlung von Herzkreislaufstillständen (Cardiac Arrest Center), ein Darmkrebszentrum, ein Adipositaszentrum sowie ein Wirbelsäulenzentrum. Das Klinikum ist zudem Akademisches Lehrkrankenhaus der medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes. Geschäftsführer ist Dr. Christian Braun. Beteiligt ist das Klinikum an der Blutspendezentrale Saar-Pfalz und der Rettungsdienstschule Saar.

Kristin Schäfer
Leitung Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum Saarbrücken gGmbH
Telefon 0681 963-1007
presse@klinikum-saarbruecken.de
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Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Max-Eyth-Straße 7
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Arnsberg, 15.06.2022
Zehn Defibrillatoren für Sportvereine in Arnsberg und Sundern - Bewerbung startet ab sofort
Beim Thema Sport gehen die Meinungen bekanntlich auseinander. Die einen können nicht mit ihm, die anderen nicht ohne ihn. Sport kann allerdings auch mit Risiken verbunden sein, das zeigen zahlreiche Beispiele auf deutschen Sportstätten.Die Stiftung der Sparkasse Arnsberg-Sundern möchte gemeinsam mit der Björn Steiger Stiftung ermöglichen, dass mehr Defibrillatoren an Sportstätten in Arnsberg und Sundern zur Verfügung stehen. Hierfür stellen sie eine Fördersumme in Höhe von 25.000 Euro zur Verfügung.

In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 100.000 Menschen an einem plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand. Oft sterben sie, weil ihnen vor Eintreffen des Rettungsdienstes nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn Ersthelfer sofort lebensrettende Maßnahmen einleiten und nach dem Herz-Stillstand sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein AED-Gerät (Automatisierte Externer Defibrillator, kurz: AED) möglichst innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Darum ist die Erste Hilfe so wichtig – vor allem durch Laien, denn es kann jedem, jederzeit und an jedem Ort widerfahren. Auch sportliche und durchtrainierte Personen kann es treffen – so beispielsweise den dänischen Fußball-Nationalspieler Christian Eriksen, der während eines Spiels bei der Fußball-EM 2021 einen Herzstillstand erlitten hatte und mit Herzdruckmassage und Defibrillator wiederbelebt werden konnte.

Mit AED-Geräten können Laien Leben retten

Genau aus diesem Grund möchte die Stiftung der Sparkasse Arnsberg-Sundern gemeinsam mit der Björn Steiger Stiftung dafür sorgen, dass mehr Defibrillatoren an Sportstätten in Arnsberg und Sundern zu finden sind. Mit der Björn Steiger Stiftung hat die Sparkassenstiftung einen kompetenten Partner an ihrer Seite, denn diese hat sich die Verbesserung der Notfallhilfe in Deutschland zur Aufgabe gemacht und fördert unter anderem die Ausstattung mit AED-Geräten samt Schulungsangeboten in Wiederbelebungsmaßnahmen. „Schnelle Hilfe ist das A und O bei einem plötzlichen Herzstillstand. Ein Defibrillator kann der dann so dringend benötigte Lebensretter sein“, erklärt Ernst-Michael Sittig, Vorstand der Sparkassenstiftung. „Uns liegt besonders am Herzen, mit der Anschaffung und Errichtung von öffentlich zugänglichen Laien-Defibrillatoren zur Verbesserung der direkten Notfallhilfe an den Sportstätten in Arnsberg und Sundern beizutragen.“

Stiftung der Sparkasse Arnsberg-Sundern und Björn Steiger Stiftung stellen Fördergelder in Höhe von 25.000 Euro zur Verfügung

Beide Stiftungen möchten zehn heimischen Sportvereinen jeweils einen Defibrillator ermöglichen und stellen dafür gemeinsam 25.000 Euro zur Verfügung. Das Gesamtpaket pro Verein umfasst einen Wert von rund 3.000 Euro und beinhaltet ein AED-Gerät, eine Tauschkassette nach AED-Einsatz, einen Wandkasten zur Innenmontage sowie die Schulung der Vereinsmitglieder. Alle Vereine, die sich für einen Defibrillator bewerben möchten, müssen lediglich einen Eigenanteil von 500 Euro beitragen. Bewerben kann sich jeder gemeinnützige Sportverein, der eine eigene Sportstätte betreibt. Die Stiftungen freuen sich auf eine Vielzahl von Bewerbungen aus der Welt des Sportes – egal ob Fußball, Handball, Minigolf, Surfen oder auch anderer Sportarten. Bei mehr als zehn Bewerbern entscheidet das Los.

„Das Engagement der Stiftung der Sparkasse Arnsberg-Sundern beim Thema Herzsicherheit verdient Anerkennung und ist von großer Bedeutung. Ein Defibrillator ist klein, aber er kann Leben retten. Daher ist es für unsere Stiftung ein besonderes Anliegen, aktiv zu helfen und für mehr Herzsicherheit zu sorgen“, sagte Ingo Figgen, Regionalbeauftragter der Björn Steiger Stiftung und dankte im Namen der Stiftung für die Initiative und die gute Zusammenarbeit. „Das Projekt kann nur mit starken Partnern und Sponsoren vor Ort nachhaltig umgesetzt werden, damit Defibrillatoren an allen neuralgischen Punkten zur Verfügung stehen. Davon profitieren wir alle“, so Figgen weiter.
-BR Die Sparkassenstiftung nimmt Bewerbungen ab sofort entgegen. Alle Sportvereine in Arnsberg und Sundern können sich bis zum 08.07.2022 unter stiftung-spk-arnsberg-sundern.de/kontakt um einen Defibrillator bewerben.

Die Initiative „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Laien-Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet mit dem Ziel, je 1.000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät öffentlich verfügbar zu machen.

AED – Defibrillator

Ein AED-Gerät bringt mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus. Die kleinen tragbaren Geräte sind ohne Gefahr von Laien bedienbar. Im Ernstfall kann sie jeder ohne medizinische Vorkenntnisse bedienen und sofort Leben retten. Das AED-Gerät leitet den Helfer akustisch unmissverständlich Schritt für Schritt an. Es prüft selbständig, ob der Einsatz überhaupt notwendig ist und mit welcher Intensität die Stromstöße zur Reanimation abzugeben sind.

Stiftung der Sparkasse Arnsberg-Sundern

Unser Herz schlägt für die Region. Wir sind mit den Menschen, die in unserem Geschäftsgebiet wohnen, eng verbunden. Daher engagieren wir uns für unsere Region weit über unsere kredit-wirtschaftlichen Leistungen hinaus und übernehmen Verantwortung in Gesellschaft und Region. Wir engagieren uns zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger und der heimischen Wirtschaft und sichern und stärken die Attraktivität und die Lebensqualität in unserem Geschäftsgebiet. Unsere Sparkassenstiftung fördert vor allem gemeinnützige und gleichzeitig förderungswürdige Anliegen und Projekte und übernimmt damit Mitverantwortung für die Gestaltung und Förderung des Gemeinwesens.



Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Dortmund, 09.06.2022
Bundesligisten Hand in Hand mit Björn Steiger Stiftung, RAG-Stiftung und Initiativkreis Ruhr
Mehr als 100 Tage lang herrscht inzwischen Krieg mitten in Europa. Häufig sind es ausgerechnet die Unschuldigsten – Kinder und Jugendliche – die am meisten leiden. Die Björn Steiger Stiftung hat das Projekt AKUT ins Leben gerufen, um den Jüngsten dabei zu helfen, belastende Kriegs- und Gewalt-Erfahrungen zu verarbeiten. Die RAG-Stiftung unterstützt AKUT, für das sich auch die Bundesligaklubs Borussia Dortmund und FC Schalke 04 einsetzen, mit einer großzügigen Förderung.

Prof. Dr. Jürgen Gramke, Vorsitzender des Präsidialrates der Björn Steiger Stiftung und AKUT-Koordinator, erklärt: „AKUT betreut Kinder und Jugendliche aus dem Kriegsgebiet der Ukraine in den ersten Wochen nach der Flucht. Das Projekt bietet insbesondere Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sieben und 18 Jahren für zwei Wochen die Möglichkeit, intensiv mit erfahrenen Mentoren bzw. Gruppenleitern an durch Kriegsereignisse entstandenen Blockaden und Traumata zu arbeiten.“

Ermöglicht wird das Projekt in seiner ersten Phase maßgeblich durch die signifikante finanzielle Unterstützung der RAG-Stiftung: „Es gilt, den traumatisierten Kindern und Jugendlichen möglichst schnell und unkompliziert zu helfen. Deshalb haben wir auch nicht gezögert, uns hier einzubringen. Damit die Hilfe möglichst viele Kinder und Jugendliche erreicht, wird AKUT an verschiedenen Standorten im Ruhrgebiet, zunächst in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen, angeboten“, sagt Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung. Sie übergab den Projektverantwortlichen am vergangenen Dienstag vor dem Dortmunder SIGNAL IDUNA PARK die schriftliche Zusage über eine großzügige Förderung.

Rolf Buch, Moderator des Initiativkreises Ruhr und Vorstandsvorsitzender von Vonovia, ergänzt: „AKUT hilft bei der Integration und identifiziert Kinder, die eine weitergehende psychotherapeutische Unterstützung benötigen. Deshalb befürworten wir als Initiativkreis Ruhr dieses Projekt der Björn Steiger Stiftung.“

Seit dem 2. Mai und bis zum 31. Juli zeichnet der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund für Projekt-Räumlichkeiten, Logistik und die Verpflegung aller Projekt-Beteiligten verantwortlich. Ab dem 1. Juli und bis zum 30. September wird sich der FC Schalke 04 am Standort Gelsenkirchen in gleichem Maße für AKUT engagieren. „Auch wir haben nicht eine Sekunde gezögert, als die Anfrage kam, ob wir uns für dieses wichtige Thema engagieren“, betont BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer. „Wenn es darum geht, diesen Kindern und Jugendlichen nach all den schrecklichen Erlebnissen jene Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen, helfen wir immer gern“, sagt Dr. Bernd Schröder, Vorstandsvorsitzender des FC Schalke 04.

Beatrix Kramer, Cheftherapeutin von AKUT, erläutert: „Unser Programm startet mit einer ersten Stabilisierungsphase. In Kliniken soll anschließend für besonders stark betroffene Kinder, die eine weitere Unterstützung benötigen, eine zweite Stabilisierung stattfinden. Wir können schon jetzt auf vielversprechende Ergebnisse verweisen. Auf Kinder, die ihre Identität wiedergefunden haben, auf Kinder, die regelrecht aufgeblüht sind und auf sehr dankbare ukrainische Familien." Das AKUT-Projekt folgt auf einen vorangegangenen starken Einsatz der Björn Steiger Stiftung an der ukrainisch-polnischen Grenze, wo in Zusammenarbeit mit Rotary Deutschland am Standort Chelm (Eisenbahngrenzübergang nach Polen) intensive medizinische Unterstützung geleistet worden ist.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Überlingen, 08.06.2022
Mehr Herzsicherheit für Gipfelstürmer
Die Sektion Überlingen des Deutschen Alpenvereins und die Björn Steiger Stiftung haben einen Laien-Defibrillator am neuen Kletter- und Boulderzentrum installiert.

Die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt, rüstete dank der Spende von Peter Zerwes, Inhaber und Geschäftsführer von Innosystec GmbH, das neue DAV Kletter- und Boulderzentrum Volksbank Vertical in Überlingen mit einem Defibrillator aus.

Der erste Vorsitzende des DAV Überlingen Hans-Dieter Fahnauer bedankte sich bei der Übergabe des Gerätes bei Peter Zerwes für das Engagement. Dabei wurde vor allem der ideale Standort betont, da sich das Gerät an der Außenfassade des Kletterzentrums befindet, und somit vom kompletten Schulcampus aus zugänglich ist. Der Verein hat bereits eine Vielzahl an ausgebildeten Ersthelfern, die regelmäßig im Kletterzentrum ehrenamtlich tätig sind. Weitere Ausbildungen werden folgen, damit im Ernstfall schnell und kompetent geholfen werden kann.

Der Herztod fordert rund 100.000 Opfer pro Jahr. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn schnell und beherzt geholfen wird. Die Überlebensrate steigt signifikant, wenn Ersthelfer sofort nach dem Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein AED-Gerät innerhalb der ersten Minuten zum Einsatz bringen.

Die Initiative „Herzsicher“ der Björn-Steiger-Stiftung

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung zusammen mit lokalen Partner im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren an öffentlich gut zugänglichen Standorten aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet mit dem Ziel, je 1.000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) öffentlich verfügbar zu machen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
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Michelfeld/Winnenden, 20.05.2022
Ein neuer Lebensretter für die Region
Im Rahmen des Projektes „Herzsicherer Landkreis Schwäbisch Hall“ der Björn Steiger Stiftung wurde am 19. Mai 2022 ein weiterer Standort für einen öffentlich zugänglichen Laien-Defibrillatoren durch den Sponsor in Betrieb genommen. Wer Zeuge eines Herznotfalls wird, kann mit diesem handlichen mobilen AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibillator) optimal Erste Hilfe leisten und Leben retten. Der Standort befindet sich in den Geschäftsräumen der Filiale Kerz der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim in Michelfeld. Gestiftet hat den neuen Defibrillator die ortsansässige Otterbach Wohnbau GmbH.

Am unvermittelten Herztod sterben ungefähr 100.000 Menschen pro Jahr in Deutschland. Oft sterben sie, weil ihnen nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird. Die Betroffenen haben zumeist nur eine Chance, wenn Ersthelfer sofort mit der Herzdruckmassage beginnen und ein AED-Gerät zum Einsatz kommt, bevor Notarzt oder Rettungsdienst eintreffen. Bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage bleiben mit hoher Wahrscheinlichkeit irreparable Schäden zurück. Daher setzt sich die Björn Steiger Stiftung mit Projektpartnern für die flächendeckende Verbreitung von öffentlich gut zugänglichen Laien-Defibrillatoren ein und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Mit sofort eingeleiteten Wiederbelebungsmaßnahmen haben Betroffene bei einem Herznotfall eine Überlebenschance von über 50 Prozent, ohne diese Maßnahmen sinkt die Überlebenschance hingegen mit jeder Minute um weitere zehn Prozent. Die AED-Geräte sind speziell für Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse konzipiert, damit Ersthelfer bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand oder einem Herzinfarkt Leben retten können. Durch ihre sprachgesteuerte Bediendung führen die Geräte den Laien intuitiv durch die Hilfeleistung im Notfall.

Defi-Sponsor ist Vorreiter im Landkreis bei „Helden. Retten. Leben.“-Schulungen
BR- Im Rahmen der Übergabe des neuen AED-Geräts, das vor allem durch die engagierte Unterstützung des ortsansässigen Unternehmens Otterbach Wohnbau GmbH ermöglicht wurde, findet zudem die erste „Helden.Retten.Leben.“-Schulung der Björn-Steiger Stiftung im Landkreis Schwäbisch Hall statt. Auch hier übernimmt der Sponsor eine Vorreiter-Rolle für die Gesundheit in Michelfeld und schult heute seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Einübung der Laien-Reanimation. Die Teilnehmenden werden für die Problematik eines Herzstillstands sensibilisiert und üben Wiederbelebung mittels Herzdruckmassage und den Umgang mit einem AED-Gerät. Damit gelingt der einfache Einstieg in die Themen Erste Hilfe und betriebliches Gesundheitsmanagement. HRL ist für alle Arbeitgeber und ihre Mitarbeitenden, Vereine und Institutionen geeignet. Eine „Helden. Retten. Leben.“-Schulung dauert 60 – 75 Minuten und soll für Berufstätige auch ohne Vorkenntnisse am Arbeitsplatz bzw. während der Arbeitszeit stattfinden.

Gemeinsam gegen den plötzlichen Herztod – mit Laien-Defibrillatoren und Schulungen

Im Rahmen des Projekts „Herzsicherer Landkreis Schwäbisch Hall“ hat die Björn Steiger Stiftung seit dem Projektstart im Oktober 2021 bereits 33 Geräte in Städten und Gemeinden im Landkreis installiert, insgesamt 196 Standorte sind geplant. Sparkassen-Vorstand Michael Beck würdigte anlässlich der Geräteübergabe in der Sparkassenfiliale Kerz in Michelfeld das Engagement und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Im Namen der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim und ihrer Kunden danke ich insbesondere dem Sponsor Otterbach Wohnbau für die engagierte Unterstützung. Damit konnte ein weiterer Standort mit einem Defibrillator der Stiftung ausgerüstet werden. Dies macht nicht nur unsere hiesigen Geschäftsräume zu einem sicheren Ort, sondern auch Michelfeld herzsicherer als bisher.“

„Ein Defibrillator ist klein, dennoch kann er Leben retten. Aber nicht überall hängen die Geräte griffbereit. Deshalb möchte die Otterbach Wohnbau GmbH dazu beitragen, dass lebensrettende AED-Geräte an stark frequentierten Orten in Michelfeld und in der Region ausreichend zur Verfügung stehen, sodass sie im Herznotfall zum Einsatz kommen können“, erklärte Kathrin Otterbach-Prang von der örtlichen Wohnbaugesellschaft anlässlich der AED-Inbetriebnahme. „Auch das leistet einen Beitrag, um Michelfeld als Wohnstandort weiterhin attraktiv zu halten.“

„Das Engagement gegen den Herztod, das der Sponsor mit der Finanzierung des AED-Geräts zeigt, verdient Anerkennung. Ebenso die Bereitschaft der Sparkasse Schwäbisch HallCrailsheim, die Region „herzsicher“ zu machen“, betonte Stephanie Fritz, Projektmanagerin „Helden.Retten.Leben.“ von der Björn Steiger Stiftung. „Wir wissen, es kann jeden jederzeit und überall treffen. In solchen Fällen sind Reanimationsmaßnahmen mit einer Herzdruckmassage und einer möglichst frühen Defibrillation lebensrettend. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden. Deshalb schulen wir die Bevölkerung nicht nur im Rahmen der „Herzsicher“-Initiative in Wiederbelebungsmaßnahmen, sondern bieten mit der Initiative „Helden. Retten. Leben.“ auch Unternehmen die Möglichkeit zur Einübung der Laien-Reanimation am Arbeitsplatz - damit im Notfall jeder ein ‚Held‘ sein kann.“

Die Initiative „Herzsicher“ der Björn-Steiger-Stiftung

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet mit dem Ziel, je 1.000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät öffentlich verfügbar zu machen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Niefern, 20.05.2022
Lebensretter in der Genossenschaftsbank
Seit vielen Jahren macht sich die VR Bank Enz plus dafür stark, dass die Region „herzsicher“ wird. Ins-gesamt sind jetzt alle sieben KompetenzCenter sowie fünf SB- und eine Geschäftsstelle des Genossenschaftsinstitutes mit Defibrillatoren ausgestattet. Alle Standorte sind rund um die Uhr zugänglich. Darüber hinaus wurden bisher weitere sieben Geräte an Einrichtungen in der Region gespendet.

„Die Gesundheit der Menschen in der Region liegt uns sehr am Herzen“, so VR Bank-Vorstand Armin Kühn bei der Inbetriebnahme des dreizehnten AED-Gerätes (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) in Räumlichkeiten des Genossenschaftsinstitutes. Nachdem die KompetenzCenter in Ellmendingen, Ittersbach, Söllingen und Wilferdingen bereits seit vielen Jahren mit Defibrillatoren ausgerüstet sind, wurden dieses Jahr im neu erbauten Gebäude in Bauschlott ebenfalls ein AED-Gerät installiert. Parallel dazu hat die Bank auch die KompetenzCenter in Neuhausen und Niefern „herzsicher“ gemacht. Nach Fertigstellung des Neubaus in Stein-Mitteltal im kommenden Frühjahr plant das Genossenschaftsinstitut auch dieses neue KompetenzCenter mit einem Gerät zur ersten Hilfe auszustatten. Die SB-Stellen in Auerbach, Mutschelbach, Kleinsteinbach, Langenalb und Nöttingen sowie die Geschäftsstelle Königsbach verfügen ebenfalls bereits über Defibrillatoren. Alle AED-Geräte sind so installiert, dass diese rund um die Uhr für jedermann zugänglich sind. Durch ihre sprachgesteuerte Bediendung führen die Geräte den Laien intuitiv durch die Hilfeleistung im Notfall.

Aber nicht nur ihre Geschäftsräume macht die VR Bank Enz plus zum sicheren lebensrettenden Ort. Vor zwei Jahren spendete das Finanzinstitut zwei AED-Geräte an die Gemeinde Keltern, welche diese im Au-ßenbereich der Mehrzweckhallen in Weiler und Dietlingen installierte. „Es war uns wichtig“, informiert Bankvorstand Armin Kühn die Projektkoordinatorin "Herzsicher" der Björn Steiger Stiftung Gabriele Ballmer, „trotz der damaligen Geschäftsstellenschließung in Weiler und Dietlingen, die Herzsicherheit der Bevölke-rung in diesen Orten weiterhin zu gewährleisten.“ Außerdem konnten mit Geldern der VR Bank Enz plus weitere fünf Geräte zur Ausstattung von Hallen- und Freibädern sowie Supermärkten in der Region angeschafft werden. Im Laufe des Jahres wird die VR Bank voraussichtlich noch zwei Vereine fördern, die die Anschaffungen eines Defibrillators planen.

Projektkoordinatorin Gabriele Ballmer von der Björn Steiger Stiftung ist beeindruckt vom Engagement der VR Bank für die Gesundheit in der Region. Ballmer betont: „Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Einsatz im Bereich „Herzsicher“ in dieser Region Unterstützung findet. Diese Hilfe ist unverzichtbar. Nur mit solch starken und engagierten Partnern wie der VR Bank Enz plus können wir mehr AED-Geräte in Umlauf bringen, die Öffentlichkeit informieren, schulen und somit Leben retten. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zu diesem so wichtigen Thema, das uns alle jederzeit betreffen kann. Es ist uns deshalb ein besonderes Anliegen, Ihnen für Ihr Engagement zu danken, das zugleich Ausdruck ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die gesamte Region ist.“

Da die Defibrillatoren nach dem Einschalten alle notwendigen Schritte akustisch vorgeben, können diese bei Herznotfällen ganz einfach auch von Laien bedient werden. So kann jeder zum Lebensretter werden.

Weitere Informationen zur VR Bank Enz plus finden Sie unter: www.vrbank-enz-plus.de


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Emden, 18.05.2022
Herzsicherheit geht in Emden vor Anker
„Herzsicheres Emden“ – dieses Projekt hat die Björn Steiger Stiftung mit der Unterstützung der Stadt Emden im vergangenen Jahr initiiert und stattet seitdem die Seehafenstadt mit Hilfe von Sponsoren mit Laien-Defibrillatoren an öffentlich zugänglichen Standorten im gesamten Stadtgebiet aus. Die Geräte sind für nicht ausgebildete Ersthelfer konzipiert, die damit bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand ohne medizinische Vorkenntnisse Leben retten können. Am 17. Mai 2022 wurden vier neue Standorte für die automatisierten externen Defibrillatoren (AED) in Betrieb genommen. Projektpartner für drei der mobilen Lebensretter ist die ortsansässige Anker Schiffahrts-Gesellschaft mbH, ein weiteres AED-Gerät wurde von der Sparkasse Emden gestiftet.

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 100.000 Menschen an einem unvermittelten Herztod. Oft sterben sie, weil ihnen nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird. Der Betroffene hat zumeist nur eine Chance, wenn Ersthelfer sofort mit der Herzdruckmassage beginnen und ein AED-Gerät zum Einsatz kommt, bevor Rettungskräfte eintreffen. Bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage bleiben mit hoher Wahrscheinlichkeit irreparable Schäden zurück. Mit sogenannten Laien-Defbrillatoren können Ersthelfer nichts falsch machen. Die Geräte sind speziell für Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse konzipiert, die damit bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand oder einem Herzinfarkt Leben retten können. Das AED-Gerät gibt akustisch die einzelnen Schritte vor und führt sicher durch die lebensrettenden Wiederbelebungsmaßnahmen.

Gemeinsam gegen den plötzlichen Herztod – mit Laien-Defibrillatoren und Schulungen

Seit dem „Herzsicher“-Projektstart in Emden im März 2021 sind im Stadtgebiet bisher an 16 Standorten Laien-Defibrillatoren installiert worden. Einen Großteil davon hat die Sparkasse Emden finanziert. Für das gesamte Stadtgebiet sind derzeit 27 Standorte vorgesehen. Darüber hinaus ist geplant, die Bevölkerung in Wiederbelebung zu schulen. Die vier neuen AED-Geräte befinden sich öffentlich zugänglich im Inneren der Gebäude:

• Nordseehalle, Früchteburger Weg 17-19. 26721 Emden
• Jugendzentrum Larrelt, Lange Straße 24, 26723 Emden
• Ostfriesisches Landesmuseum, Brückstraße 1, 6725 Emden
• Hotel Deutsches Haus, Neuer Markt 7, 26721 Emden (Sparkasse Emden)

„Wir freuen uns, Teil des Projekts zu sein und wollen mehr Herzsicherheit nachhaltig in unserer Stadt verankern. Es ist uns deshalb ein besonderes Anliegen, mit unserem Spenden-Engagement, das aus einem persönlichen Treffen von Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff und dem CEO der Leschaco Gruppe, Herrn Jörg Conrad entstammt, die wertvolle Arbeit der gemeinnützigen Björn Steiger Stiftung im Rahmen des Projektes „Herzsicheres Emden“ zu unterstützen. Zugleich ist es Ausdruck unserer gesellschaftlichen Verantwortung für die Stadt und die gesamte Region. Es ist wichtig, dieses Projekt schnellstmöglich und flächendeckend voranzutreiben. Auch das leistet einen Beitrag, um Emden als bedeutenden Hafenstandort attraktiv zu halten“, sagte Jan Remmers, Geschäftsführer der Anker Schiffahrt-Gesellschaft mbH bei der Einweihung der AED-Standorte.

Horst Jahnke, Erster Stadtrat und Kämmerer der Stadt Emden, dankte allen Beteiligten im Namen von Rat und Verwaltung für die Initiative und die gute Zusammenarbeit: „Ermöglicht wurde das Projekt vor allem durch die engagierte Unterstützung ortsansässiger Unternehmen. Diese Hilfe ist unverzichtbar. Wir würden uns freuen, wenn sich weitere Sponsoren finden, damit wir unsere Seehafenstadt gemeinsam noch ‚herzsicherer‘ machen können.“

Torsten Krüger, Projektverantwortlicher bei der Björn Steiger Stiftung, dankte den Kooperationspartnern und wies in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit hin, dass Laien im Notfall schnell und optimal Erste Hilfe leisten können. Die Björn Steiger Stiftung setze deshalb auf die Breitenausbildung der Bevölkerung und auf die Präsenz von Laien-Defibrillatoren an öffentlichen Orten. „Die handlichen, mobilen Geräte sollten genauso selbstverständlich werden wie Feuerlöscher“, sagte Krüger. „Dafür braucht es neben Sponsoren von AED-Geräten wie der Sparkassen Emden oder der Anker Schiffahrt-Gesellschaft auch die Bereitschaft von Unterstützern wie von Hotelier Ait Okko van Dyken vom Deutschen Haus, der sich bereit erklärt hat, einen Defi im Eingangsbereich seines Hotels aufzuhängen.“

Die Initiative „Herzsicher“ der Björn-Steiger-Stiftung

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet mit dem Ziel, je 1.000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät öffentlich verfügbar zu machen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Kreßberg, 12.05.2022
Björn Steiger Stiftung: Erster Defibrillator für die Gemeinde Kreßberg
Im Rahmen des Projektes „Herzsicher“ stattet die Björn Steiger Stiftung derzeit Städte und Gemeinden im Landkreis Schwäbisch Hall mit sogenannten Laien-Defibrillatoren aus. Die etwa rucksackgroßen Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) sind speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer konzipiert, die damit lebensrettende Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten können, bis Notarzt und Rettungsdienst eintreffen. Am 12. Mai 2022 wurde das erste AED-Gerät in der Gemeinde Kreßberg an Bürgermeisterin Annemarie Mürter-Mayer übergeben.

Im Zuge des Projektes ist geplant, pro 1000 Einwohner einen öffentlich zugänglichen Defibrillator zu platzieren. Schrittweise werden nun weitere Standorte in der Gemeinde realisiert. Das erste Gerät befindet sich gut zugänglich am Geschäfts- und Ärztehaus Untere Hirtenstraße 36. In Kürze werden weitere unbeschränkt verfügbare Geräte auch an der Turn- und Festhalle Haselhof sowie am Firmengelände der APS Bau GmbH & Co. KG zu finden sein.

Der unvermittelte Herztod gehört zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Ungefähr 100.000 Menschen pro Jahr sterben an einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand - häufig vor allem deshalb, weil ihnen nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird. Betroffene haben zumeist nur dann eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen und ein Defibrillator eingesetzt wird. Dafür setzt sich die Björn Steiger Stiftung seit vielen Jahren mit ihren „Herzsicher“-Projekten in Landkreisen ein.

Die Bedienung eines Laien-Defibrillators ist sehr einfach gehalten. Das AED-Gerät gibt akustisch den Ersthelfenden die einzelnen Schritte vor und führt sie sicher durch die lebensrettenden Wiederbelebungsmaßnahmen. Es prüft dabei selbstständig, ob und mit welcher Intensität Stromstöße zur Reanimation abgegeben werden müssen. Es kann daher auch von Laien gefahrlos bei einem Herznotfall bedient werden.

Projekt „Herzsicherer Landkreis Schwäbisch Hall"

Seit dem Start des „Herzsicher“-Projekts im Landkreis Schwäbisch Hall haben seit Oktober 2021 schon 22 von 30 Städten und Gemeinden ihre Beteiligung am Projekt zugesagt. Insgesamt sind im Landkreis Schwäbisch Hall bereits in 13 Gemeinden derzeit 33 Laien-Defibrillatoren an öffentlich gut zugänglichen Standorten installiert worden.

Bürgermeisterin Mürter-Mayer dankte im Namen der Bürgerinnen und Bürger den Sponsoren sowie der Björn Steiger Stiftung für die Initiative und die gute Zusammenarbeit. „Wir freuen uns, nun Teil des Projektes 'Herzsicherer Landkreis Schwäbisch Hall‘ zu sein. Nicht allein wegen der Installation des ersten AED-Geräts, sondern weil jetzt mehr Menschen in Sachen Laienreanimation aufgeklärt und ausgebildet werden. So können sie auch ohne medizinische Vorkenntnisse bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand ganz einfach die Zeit bis zum Eintreffen des professionellen Rettungssystems überbrücken und Leben retten. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger.“

„Wir freuen uns, jetzt auch in Kreßberg den ersten Defi in Betrieb nehmen zu können“, so Johanna Ziegler, Projektmanagerin der Björn Steiger Stiftung, bei der Übergabe. „Es ist bewundernswert, dass das Projekt auch hier so großen Anklang findet. Unser Dank gilt neben der Gemeinde auch den Sponsoren wie der PictoGraphica Interaktive Medien GmbH, der Firma APS GmbH & Co. KG, der Lorenz Hoffmann GmbH sowie der Keller & Keller Spedition GmbH & Co. KG“, ergänzt Ziegler.

Neben der Aufstellung der Defibrillatoren bietet die Stiftung in Zusammenarbeit mit dem DRK Schwäbisch Hall - Crailsheim e.V. zusätzlich öffentliche Schulungen zur Reanimation an.

Zu einer kostenfreien Wiederbelebungsschulung lädt die Björn Steiger Stiftung die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde ein:

am: 24. Mai 2022
um: 18 Uhr
im: Feuerwehrmagazin-Süd, Untere Hirtenstraße 62


Die Dauer der Schulung beträgt circa 60-90 Minuten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Initiative „Herzsicher“ der Björn-Steiger-Stiftung

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Aichhalden, 12.05.2022
Gemeinde Aichhalden erhält den ersten Defibrillator von der Björn Steiger Stiftung
Im Rahmen des Projektes „Herzsicher“ stattet die Björn Steiger Stiftung derzeit Städte und Gemeinden im Landkreis Rottweil mit sogenannten Laien-Defibrillatoren aus. Die etwa rucksackgroßen Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) sind speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer konzipiert, die damit bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand auch ohne medizinische Vorkenntnisse Leben retten können. Am 12. Mai 2022 wurde das erste AED-Gerät für die Gemeinde Aichhalden offiziell übergeben.

Der unvermittelte Herztod gehört zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Ungefähr 70.000 Menschen sterben daran jedes Jahr – häufig vor allem deshalb, weil ihnen nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird, bevor Notarzt oder Rettungsdienst eintreffen. Betroffene haben bei einem Herznotfall zumeist nur dann eine Chance, wenn sofort mit einer Herz-Druck-Massage begonnen und ein Defibrillator eingesetzt wird. Dafür setzt sich die Björn Steiger Stiftung seit vielen Jahren mit ihren „Herzsicher“-Projekten in Landkreisen ein. Das AED-Gerät gibt den Ersthelfern akustisch die einzelnen Schritte vor und führt sie sicher durch die lebensrettenden Wiederbelebungsmaßnahmen. Es prüft selbstständig, ob und mit welcher Intensität Stromstöße zur Reanimation abgegeben werden müssen. Es kann daher auch von Laien gefahrlos bei einem Herznotfall bedient werden.

Mit Aichhalden wird seit dem „Herzsicher“-Projektstart im Landkreis Rottweil im Juli 2021 nun eine weitere Gemeinde mit einem Defibrillator ausgestattet. Insgesamt sind im Landkreis Rottweil in neun Gemeinden derzeit 44 Laien-Defibrillatoren an öffentlich gut zugänglichen Standorten installiert. Das neue AED-Gerät ist ab sofort in einem Außenwandgerät am Rathaus Aichhalden jederzeit öffentlich zugänglich. Weitere Standorte in der Gemeinde sind vorgesehen.

Projekt "Herzsicherer Landkreis Rottweil"

„Wir finden das Projekt ‚Herzsicherer Landkreis Rottweil‘ sehr wichtig. Daher ist es für uns in Aichhalden ein besonderes Anliegen, Teil des Projektes zu sein, aktiv zu helfen und für mehr Herzsicherheit zu sorgen“, sagte Bürgermeister Michael Lehrer anlässlich der Übergabe des ersten AED-Geräts an die Gemeinde und dankte im Namen aller Bürgerinnen und Bürger der Björn Steiger Stiftung für die Initiative und die gute Zusammenarbeit. „Das Projekt kann nur mit starken Partnern und Sponsoren vor Ort nachhaltig umgesetzt werden. Für die großzügige Unterstützung bedanke ich mich daher bei allen Beteiligten sehr herzlich. Davon profitieren wir alle“, so Lehrer weiter.

Die Björn Steiger Stiftung bietet neben der Inbetriebnahme von Defibrillatoren in Zusammenarbeit mit lokalen Hilfsorganisationen zusätzlich kostenlose und öffentliche Schulungen zur Wiederbelebung an. „Durch den Besuch dieser kostenlosen Schulungen können die Einwohner sich mit den Laien-Defibrillatoren vertraut machen und in einem Notfall schnell handeln“, betonte Gabriele Ballmer, die das Projekt seitens der Björn Steiger Stiftung koordiniert. „Durch die Schulungen werden Hemmungen vor der Benutzung eines AED-Geräts abgebaut. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden“, so Ballmer.

Die Initiative „Herzsicher“ der Björn-Steiger-Stiftung

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet mit dem Ziel, je 1.000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät öffentlich verfügbar zu machen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Friesoythe, 10.05.2022
Friesoythe geht auf Nummer herzsicher
Insgesamt vier Laien-Defibrillatoren zur Ersten Hilfe bei einem Herz-Notfall sind mit dem Projekt „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung im Friesoyther Stadtgebiet installiert worden. Im vergangenen Jahr wurden bereits zwei AED-Geräte (Automatisierte Externe Defibrillatoren) der Stiftung am Alten Rathaus Stadtmitte und am Jugendzentrum angebracht. Nun folgten am 10. Mai 2022 zwei neue Defibrillatoren an der Polizeistation am Grünen Hof und an der Hansa Apotheke in der Kirchstraße. Zudem hat die Polizei ein mobiles AED-Gerät für Einsatzfahrten erhalten.

Jedes Jahr sterben etwa 100.000 Menschen in Deutschland an einem unvermittelten Herzstillstand. Häufig vor allem deshalb, weil ihnen nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird, bevor Notarzt oder Rettungsdienst eintreffen. Eine realitische Überlebenschance besteht für die Betroffenen bei einem Herznotfall nur, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen und ein Defibrillator eingesetzt wird. Um eine zielgerichtete Erste Hilfe durchführen zu können, werden mit der Projekt „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung mehrere sogenannte Laien-Defibrillatoren im Friesoyther Stadtgebiet installiert.

Torsten Krüger, Projektkoordinator der Björn Steiger Stiftung, ist für die Installation der Defibrillatoren zuständig und überprüft, ob eine Anbringung am Planungsort möglich ist. „Bei der Wahl des Ortes ist es entscheidend, dass die Geräete an öffentlichen und zugänglichen Stellen angebracht werden, die rund um die Uhr erreichbar sind“, erklärte Krüger anlässlich der offiziellen Aushändigung der Defibrillatoren. Nach einer kurzen Defibrillator-Einweisung wurden die AED-Geräte an Jürgen Kuhlmann, Leiter des Polizeikommissariats in Friesoythe, und Marcel Tuchscheerer von Hansa-Apotheke übergeben. „Mit der Anbringung des Defibrillators an unserem Dienstgebäude unterstützen wir sehr gerne die Bemühungen der Stadt Friesoythe“, sagte Kuhlmann. „Zudem können wir mit dem mobilen Gerät auf einem Streifenwagen unsere Notfallkompetenz für die Bürgerinnen und Bürger stärken.“

In Zusammenarbeit mit der Stiftung wurden bisher vier Geräte in Friesoythe installiert. Damit der Bedarf im gesamten Stadtgebiet gedeckt werden kann, sollen mindstens 14 weitere Defibrillatoren folgen. „Um eine flächendeckende Versorgung in Friesoythe zu gewährleisten, werden im nächsten Schritt einige Defibrillatoren in den Ortschaften installiert“, beschreibt Bürgermeister Sven Startmann das weitere Vorgehen. „Es ist aber wichtig, dass wir die Geräte auch außerhalb des Stadtkerns anbringen, sodass im Falle eines Herzversagens überall schnell reagiert werden kann“, betonte er. Zudem plant die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Stiftung einige Schulungen zur Nutzung der Defibrillatoren. Obwohl das Geräte bei einem Einsatz genau erklärt, welche Schritte gemacht werden müssen, ist eine Schulung sinnvoll, um Hemmungen bei der Benutzung eines Defibrillators zu senken.

Die Initiative „Herzsicher“ der Björn-Steiger-Stiftung

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet mit dem Ziel, je 1.000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät öffentlich verfügbar zu machen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

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Marseille/Winnenden, 29.04.2022
EENA Lifetime Achievement Award 2022 für Ute und Siegfried Steiger
Große Ehrung für das Lebenswerk und herausragende Verdienste - Ute und Siegfried Steiger, Gründer der Björn Steiger Stiftung, haben posthum den Lifetime Achievement Award 2022 der European Emergency Numbers Association (EENA) erhalten. Der Ehrenpreis für die vor wenigen Wochen verstorbenen Stiftungsgründer wurde im Rahmen der „112 Awards Ceremony“ anlässlich der Jahreskonferenz der EENA vergeben, die derzeit in Marseille stattfindet.

Mit der Auszeichnung würdigt die Nichtregierungsorganisation EENA mit Sitz in Brüssel gleichermaßen das berufliche Lebenswerk von Ute und Siegfried Steiger, ihr stiftungsübergreifendes Wirken für die gesamte Rettungsdienstbranche sowie ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement. Die Stiftungsgründer haben mit ihrer Arbeit laut EENA „unschätzbare Beiträge zur öffentlichen Sicherheit“ geleistet und damit eine Verbesserung des Notfallrettung sowie den Aufbau eines modernen Rettungswesens in Deutschland hervorgebracht. Überreicht wurde die Auszeichnung vom kroatischen Innenminister Davor Božinovic an Béla Anda, Leiter der Unternehmenskommunikation der Björn Steiger Stiftung, der den Preis bei der 112-Awards-Veranstaltung stellvertretend für die Familie Steiger und den Stiftungspräsidenten Pierre-Enric Steiger entgegen nahm. Kommunikationschef Anda erinnerte bei der Preisübergabe an den maßgeblichen Beitrag der Stiftung zur Verbesserung der Notfalldienste in Deutschland und hob zugleich hervor, wie viel jeder Einzelne für das Gemeinwohl erreichen könne, wenn man sich „wie die Familie Steiger, dieses Ziel setzt“.

Pierre-Enric Steiger dankte in einer Videobotschaft den Teilnehmern der 112-Preisverleihung sowie der EENA-Organisation „herzlich für die besondere Auszeichnung meiner Eltern durch den ‚Lifetime Achievement Award‘. Sie haben meiner Familie und uns allen bei der Björn Steiger Stiftung damit eine ganz besondere Freude bereitet.“ Zugleich betonte der Stiftungspräsident, dass er das gute Miteinander und die bewährte und vielfältige Zusammenarbeit der Stiftung und der Europäischen Vereinigung für Notrufnummern im Sinne seiner Eltern fortsetzen werde. Bereits im Jahr 2009 war das Ehepaar Steiger in Brüssel mit dem „EU-Outstanding Citizen Award“ für die erste flächendeckende Einführung der Notrufnummer 112 geehrt worden.

Die weiteren Preisträger des EENA 112 Awards 2022 unter: https://www.eenaconference.org/112-awards-2022


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Tutzing, 27.04.2022
Sechs schnelle Seenot-Retter
Rechtzeitig zum Start in die Badesaison hat die Björn Steiger Stiftung gemeinsam mit der Gemeinde Tutzing sechs moderne Notrufsäulen am Ufergelände des Starnberger Sees in Tutzing installiert. Die weiß-roten Lebensretter-Säulen der neuesten Generation sind dank Photovoltaikmodul und GSM/LTE-Netzanbindung autark und annähernd wartungsfrei und sollen im Ernstfall schnellere Hilfe ermöglichen.
BR- Wer kein Handy dabei hat oder sich vor Ort nicht auskennt, kann über die Säulen einen Notruf absetzen. Ein Knopfdruck genügt, um eine Verbindung zur Integrierten Rettungsleitstelle (ILS) in Fürstenfeldbruck aufzubauen. Bereits beim Absetzen eines Notrufs wird dort der genaue Standort lokalisiert und an die Einsatzkräfte übermittelt. Das moderne Notrufsystem garantiert so eine deutliche Verkürzung der Alarmierungszeit.

Aktuell ist es noch ein einzigartiges Projekt in der Region. Tutzing sei die erste Gemeinde, die sich südlich von München am Starnberger See und am Ammersee an der Initiative der Björn Steiger Stiftung „Notrufsäulen an Badeseen“ beteilige, sagte Bürgermeisterin Marlene Greinwald bei der Übergabe der SOS-Stelen. Drei der neuen Säulen werden wegen der Vorreiterrolle der Gemeinde durch die Stiftung finanziert. Die Björn Steiger Stiftung hofft nun auf Nachahmer in weiteren Orten in der Region. „Wir würden uns freuen, wenn sich Gemeinden bei uns melden würden“, sagte Christian Lang von der Stiftung. Generell seien Notrufsäulen auch im Handyzeitalter unerlässlich, da sie praktisch immer gute Verbindungen hätten, betonte Andreas Mihm, Projektmanager Notruftelefone der Björn Steiger Stiftung. An Badeseen, Küsten und in den Bergen sind in Deutschland schon rund 300 Notrufsäulen im Einsatz, jährlich 200 Säulen sollen dazukommen – auch in Österreich und der Schweiz.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Dunningen, 21.04.2022
Björn Steiger Stiftung übergibt den ersten Defibrillator an die Gemeinde Dunningen
Im Rahmen des Projektes „Herzsicher“ stattet die Björn Steiger Stiftung derzeit Städte und Gemeinden im Landkreis Rottweil mit sogenannten Laien-Defibrillatoren aus. Die etwa rucksackgroßen Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) sind speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer konzipiert, die damit bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand auch ohne medizinische Vorkenntnisse Leben retten können. Am 21. April 2022 wurde das erste AED-Gerät für die Gemeinde Dunningen offiziell übergeben.

Der plötzliche Herztod gehört zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Ungefähr 100.000 Menschen sterben daran jedes Jahr – häufig vor allem deshalb, weil ihnen nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird, bevor Notarzt oder Rettungsdienst eintreffen. Betroffene haben bei einem Herznotfall zumeist nur dann eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen und ein Defibrillator eingesetzt wird. Dafür setzt sich die Björn Steiger Stiftung seit vielen Jahren mit ihren „Herzsicher“-Projekten in Landkreisen ein. Das AED-Gerät gibt den Ersthelfern akustisch die einzelnen Schritte vor und führt sie sicher durch die lebensrettenden Wiederbelebungsmaßnahmen. Es kann daher auch von Laien gefahrlos bei einem Herznotfall bedient werden.

Mit Dunningen wurde seit dem „Herzsicher“-Projektstart im Landkreis Rottweil im Juli 2021 nun eine weitere Gemeinde mit einem Defibrillator ausgestattet. Insgesamt sind im Landkreis Rottweil in neun Gemeinden derzeit 44 Laien-Defibrillatoren an öffentlich gut zugänglichen Standorten installiert. Das neue AED-Gerät ist ab sofort am Seniorenzentrum "Haus am Adlerbrunnen", Hauptstraße 36 in Dunningen öffentlich zugänglich. Weitere Standorte in der Gemeinde sind geplant.

Projekt "Herzsicherer Landkreis Rottweil"

Bürgermeister Peter Schumacher dankte im Namen aller Bürgerinnen und Bürger der Björn Steiger Stiftung für die Initiative und die gute Zusammenarbeit. „Wir freuen uns, Teil des Projektes 'Herzsicherer Landkreis Rottweil‘ sein zu dürfen. Mithilfe des von der Björn Steiger Stiftung gespendeten AED-Geräts vollzieht unsere Gemeinde einen wichtigen Schritt für mehr Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Nun können auch Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand Leben retten. Betroffene in unserer Gemeinde haben so im Notfall eine bessere Überlebenschance. Wir würden es begrüßen, wenn sich künftig auch in unserer Region Sponsoren finden, die den Erwerb und den Betrieb weiterer Geräte finanziell unterstützen.“

„Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Projekt ‚Herzsicher‘ in dieser traditionsreichen und bodenständigen Region Unterstützung findet und wir einen Beitrag zu diesem so wichtigen Thema, das uns alle jederzeit betreffen kann, leisten können“, erklärte Gabriele Ballmer, Projektkoordinatorin der Björn Steiger Stiftung, bei der Übergabe. Neben den Inbetriebnahmen der Defibrillatoren bietet die Stiftung in Zusammenarbeit mit lokalen Hilfsorganisationen zusätzlich kostenlose und öffentliche Schulungen zur Wiederbelebung an. Die erste Schulung ist für die Kalenderwoche 18 geplant.

Die Initiative „Herzsicher“ der Björn-Steiger-Stiftung

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Berlin/Winnenden, 13.04.2022
Die Zukunft der Wasserrettung: Das Projekt „RescueFly“ ist startklar
Automatisierte Drohnen sollen in Zukunft die Arbeit von Einsatzkäften in der Wasserrettung erleichtern. Dazu wurde nun das Projekt „RescueFly“ gestartet, in dem ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern und Unternehmen unter Koordination der Björn Steiger Stiftung, technische und operative Lösungen für drohnenunterstützte Rettungsaktionen entwickelt. Das Ziel ist, mithilfe von dezentral stationierten, autonomen Drohnen auch an unbewachten Gewässern, insbesondere in schwer zugänglichen und großflächigen Einsatzräumen, schnelle und effektive Hilfe bei Notfällen zu ermöglichen. Getestet wird das Potenzial dieser Drohnen-Technologie zur Wasserrettung zunächst im Lausitzer Seenland. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) mit 2,04 Millionen Euro gefördert.

Ertrinken ist nach Angaben der Weltgesundheitsbehörde WHO die dritthäufigste Unfall-Todesursache und macht global sieben Prozent aller verletzungsbedingten Todesfälle aus. Flüsse und Seen sind nach wie vor die größten Gefahrenquellen. Rund 85 Prozent aller Opfer in Deutschland ertranken im Jahr 2021 laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Binnengewässern.

Mit autonomen Drohnen schnell vor Ort

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr: „Drohnen sind schnelle und intelligente Helfer. Insbesondere bei Rettungseinsätzen können Drohnen einen wichtigen Beitrag leisten. Sie erreichen schwer zugängliche Orte, übermitteln schnell detaillierte Lagebilder direkt an die Rettungskräfte oder transportieren medizinisches Equipment. Im Forschungsprojekt ‚RescueFly‘ soll dieses Potenzial zur Unterstützung der Rettungskette genutzt werden. Es sollen Lösungen entwickelt werden, wie autonome Drohnen intelligent bei der Wasserrettung eingesetzt werden können. Dieses wegweisende Projekt unterstützen wir mit zwei Millionen Euro. Ich bin mir sicher: Ihre Erkenntnisse werden einen wichtigen Beitrag leisten, Einsätze in der Wasserrettung zu erleichtern - und das bundesweit.“

Die Alarmierung und Ortsbestimmung bei Notfällen im Wasser stellen besondere Herausforderungen an die Rettungskette, da schwer zugängliche und großflächige Einsatzräume einen hohen personellen und zeitlichen Aufwand für die Erfassung von Lageinformationen erfordern. Drohnen zur Wasserrettung können hierbei eine ganze Reihe von Vorteilen ausspielen. „Das Forschungsprojekt ‚RescueFly‘ wird damit einen wichtigen technischen und gesellschaftspolitischen Beitrag bei der Entwicklung einer modernen und schnellen Notfallrettung in Deutschland leisten. Mit dem Einsatz automatisierter Drohnen erweitern wir die Möglichkeiten in der Wasserrettung und verkürzen für eine in Not geratene Person die Zeit bis zur ersten Hilfestellung. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) sind Schlüsselfaktoren, diese Aufgaben effektiv zu gestalten“, sagt Joachim von Beesten, Geschäftsführer der Björn Steiger Stiftung, die im Projekt die Konsortialführung übernimmt.

Rettungsdrohnen: Autonome Lebensretter aus der dritten Dimension

Mithilfe von Rettungsdrohnen können Menschen in Not durch z.B. einer niedrigen Flughöhe und deutlicheren Sichtlinien, die nicht durch starken Wellengang verdeckt werden könnten, meist besser geortet werden als durch Boote oder Rettungsschwimmer. Darüber hinaus können Drohnen unbewachte Gewässer bereits vor dem Eintreffen von Rettungskräften automatisiert und zügig nach Unfallopfern absuchen und die Daten in Echtzeit an die Einsatzstellen weiterleiten. Sie können dadurch Rettungskräfte schneller zum Verunglückten navigieren. Auch kann dessen Überlebenschance durch den ortspräzisen Abwurf von Hilfsmitteln wie selbstauslösende Schwimmkörper, bis zum Eintreffen der Rettungskräfte entscheidend verlängert werden.

Weitere Vorteile: Drohnen sind in der Beschaffung weitaus günstiger als Hubschrauber und gewährleisten eine schnellere Reaktionszeit bei gleichzeitig geringeren Einsatzkosten und reduziertem Personalbedarf. Dank ihrer niedrigen Flughöhe können sie auch bei schlechten Sichtverhältnissen eingesetzt werden. Die Wasserrettung mittels Drohnenunterstützung wird somit ein wertvoller und zugleich auch ergänzender Bestandteil der Rettungskette.

Hier setzt das am 01.01.2022 gestartete Projekt „RescueFly“ an. Das übergreifende Ziel des vom BMDV geförderten Vorhabens ist es, einen Beitrag zur Verkürzung der Rettungsfrist bei der Wasserrettung zu leisten.

Dazu wird im „RescueFly“-Vorhaben beabsichtigt, spezielle, mit Kameras ausgerüstete Rettungsdrohnen (UAS - Unmanned Aircraft Systems) zur Unterstützung bei der Wasserrettung zu entwickeln und einzusetzen. Sie werden in der Versuchsregion dezentral in modernen und technisch fortschrittlichen Drohnengaragen stationiert. Dort sind sie mit einer Rettungszentrale online verbunden und mit adäquater Sensorik ausgestattet. Exemplarisches Einsatzgebiet ist die Lausitzer Seenlandschaft, hier speziell die im Land Brandenburg und Freistaat Sachsen liegenden Seen Geierswalder See und Partwitzer See.

Innovationen mit Perspektiven für die Lausitz

Drohnen sind schon seit geraumer Zeit in vielen Bereichen im Einsatz, wenn eine Luftunterstützung für die Suche und Erkundung essenziell ist. Unbemannte Drohnen kommen ebenfalls bei der Versorgung mit Hilfsgütern in schwer erreichbaren Gebieten zum Einsatz. Die Besonderheit dieses Projektes liegt deshalb nicht ausschließlich bei der vom Kooperationspartner THOLEG Civil Protection Systems neu entwickelten Rettungsdrohne, sondern in dem neuartigen Zusammenwirken unterschiedlicher Technologien und autonomer Systeme.

Dafür verfolgt das Projekt einen innovativen Ansatz: der Einsatz von KI soll die Vernetzung der unbemannten Drohnen mit den Rettungsleitstellen ermöglichen. Dies geht einher mit der notwendigen digitalen Transformation des Rettungswesens, um den veränderten Rahmenbedingungen zu begegnen und die bisherigen Prozesse entsprechend zu optimieren. Dabei liegen die Forschungsschwerpunkte einerseits im Bereich der Bildanalyseverfahren und der vollautomatischen Datenauswertung von optischen und ultraschallbasierten Bildinformationen. Andererseits in der Integration der Drohne in die operative Alarmierung- und Rettungskette.

Ein weiterer Schwerpunkt von „RescueFly“ ist der Bereich der Simulationsverfahren zur Darstellung der gesamten Rettungskette in den Badegewässern der Projektregion. Insgesamt gilt es, die Menge der anfallenden Informationen zur Erstellung eines Gesamtlagebildes zu verarbeiten und zu strukturieren sowie über entsprechende Schnittstellen die Einbindung aller Systeme und Verfahren zu ermöglichen. Dies soll nicht nur die Leistung und Zuverlässigkeit des Gesamtsystem erhöhen, sondern auch neue Funktionalitäten und Anwendung für das Rettungswesen erschließen.

Nahtlose Zusammenarbeit bei „RescueFly“: Sieben Partner, ein Ziel

Im Projektverlauf soll hierfür zunächst der Einsatz von fortschrittlichen und vernetzten Drohnengaragen sowie zusätzliche Alarmierungs- und KI-Elemente für die Bilderkennung und Flugmissionsoptimierung in einer virtuellen Umgebung simuliert werden, um die Lage der Drohnengaragen und Flugtrajektorien der Drohnen zu den Einsatzpunkten zu analysieren und zu optimieren. Dafür vereint das Projektkonsortium die Expertise aus den Bereichen Simulation und Bildanalyse von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und der TU Dresden, die für die Planung von Flugtrajektorien und das Concept of Operation zuständig sind. Darüber hinaus die Expertise der TU Chemitz zur Entwicklung intelligenter Drohnengaragen, mit den Unternehmen aus den Anwendungsbereichen Dohnenentwicklung und -Steuerung. Hier liefert THOLEG eine neuentwickelte Videodrohne, die auch Hilfsmittel zur Rettung Ertrinkender transportieren kann. Die Droniq, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Flugsicherung und der Deutschen Telekom, gewährleistet bei den autonomen Rettungsflügen die sichere und automatisierte Integration der Drohne in den Luftraum. Dazu nutzt sie das von ihr vertriebene und von der Deutschen Flugsicherung (DFS) entwickelte Verkehrsmanagementsystem für Drohnen (UTM), das sie auch den Rettungsleitstellen zur Verfügung stellt.

Die Björn Steiger Stiftung wird in das Projekt unter anderem ihre Erfahrung im Bereich Notruftechnik einbringen. Mit der Installation moderner Notruftelefone an Uferabschnitten wird die Notfallprävention gestärkt. Durch Modifikation der bereits installierten Notruftelefone wird die Infrastruktur zur Steuerung der Drohnen und Nutzdatenübertragung direkt mit der Rettungskette verbunden.

Parallel werden darüber hinaus in einem weiteren Anwendungsfall durch das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) die Herausforderungen, die durch den bundesland- und landkreisübergreifenden Einsatz der Drohne entstehen, auf rechtlicher, organisatorischer, flugbetrieblicher sowie ökonomischer Ebene analysiert. Im Rahmen eines Abschlusstests wird das Institut das drohnenbasierte Rettungssystem zusätzlich evaluieren. BIGS erarbeitet dann die Handlungsempfehlungen für einen zukünftigen Regelbetrieb von „RescueFly“ - auch in anderen Regionen. „Letzlich gilt es, die Effizienz auch im Rettungswesen zu Gunsten der Opfer und der Gesellschaft zu erhöhen“, so Dr. Tim Stuchtey, geschäftsführender Direktor des BIGS.

Nicht zuletzt wollen die Kooperationspartner von „RescueFly“ auch durch die Verwendung von offenen Technologie-Standards sowie die Einbindung von nationalem und regionalem Know-how in das Forschungsprojekt, die Modellregion „Gesundheit in der Lausitz“ weltweit als Vorreiter positionieren und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des entwickelten Drohnen-Rettungssystem stärken. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts wird das Konsortium online unter https://rescuefly.org zugänglich machen.

Weitere Informationen:

Björn Steiger Stiftung
Bela Anda
pressestelle@steiger-stiftung.de
Tel: 7195 / 3055 – 0

Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
Kristin Ebert
kristin.ebert@b-tu.de
Tel: 0355 / 69 – 2115

Brandenburgisches Institut für Gesellschaft und Sicherheit
Dr. Tim Stuchtey
direktor@bigs-potsdam.org Tel: 0331 / 704406 – 0

Technische Universität Dresden
Hannes Braßel
hannes.brassel@tu-dresden.de
Tel: 0351 / 463 36738

Technische Universität Chemnitz
Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfram Hardt
hardt@cs.tu-chemnitz.de
Tel: 0371 / 531 2555 – 0

THOLEG Civil Protection Systems
Thomas Zügel
info@tholeg.com
Tel: 035751 / 28415 – 0

Droniq GmbH
Pressestelle
Phil Stephan
phil.stephan@droniq.de
Tel: 0171 / 6099747



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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Winnenden, 07.04.2022
Baden „mit“ liegt im Trend
Notrufsäulen der Björn Steiger Stiftung sollen künftig auch an Badeseen in Österreich für raschere Hilfe sorgen. Ende März wurde die erste Säule der Stiftung am Steinbrunner See im Burgenland in Betrieb genommen. Die Säule der neuesten Generation ist dank Photovoltaikmodul und GSM/LTE-Netzanbindung autark und annähernd wartungsfrei, auf Erdkabel kann verzichtet werden. Auch eine Restube-Rettungsboje kann in der Notrufsäule untergebracht werden. Die Bedienung der Säule ist einfach gehalten: Ein Knopfdruck genügt, um eine Verbindung zur örtlichen Rettungsleitstelle aufzubauen - auch, wenn es kein oder nur ein ganz schwaches Handynetz gibt. Bereits beim Absetzen eines Notrufs wird dort der genaue Standort lokalisiert und an die Einsatzkräfte übermittelt. Das moderne Notrufsystem garantiert so eine deutliche Verkürzung der Alarmierungszeit. Nicht nur bei Ertrinkungsnotfällen kann die Säule lebensrettend sein. Notfälle ereignen sich zu jeder Jahreszeit auch bei Spaziergängern, Fahrradfahrern und Joggern, die möglicherweise auch kein Handy zur Hand haben oder nicht wissen, wo sie sich örtlich genau befinden.

Ob im Sommer beim Badebetrieb oder im Winter beim Schlittschuhlaufen - nach den Vorstellungen von Andreas Mihm, Projektmanager im Bereich Notruftelefone der Björn Steiger Stiftung, sollen bald auch an anderen Badeseen und Badestränden der Alpenrepublik Notrufsäulen der Stiftung zu finden sein. Interessensbekunden zahlreicher österreichischer Gemeinden liegen der Björn Steiger Stiftung bereits vor. Das Potenzial ist groß: Mehr als 25.000 größere Seen gibt es in Österreich, die zum Planschen und Schwimmen oder sonstigen Freizeitaktivitäten einladen. Aber nur an wenigen Seen sind Rettungssäulen installiert, um im Ernstfall schnell Hilfe holen zu können.

Interesse an Notrufsäulen besteht nicht nur in Österreich, sondern auch in der Schweiz. Aktuell stehen vier Melder der Björn Steiger Stiftung im schweizerischen Luzern, weitere Standorte sind in Planung. Ungebrochen groß ist die Nachfrage in Deutschland: Seit 2019 hat die Björn Steiger Stiftung gemeinsam mit der DLRG bereits 253 Notrufsäulen an der Küste und an Badeseen aufgebaut. Zwar bremst die Corona bedingte Lieferkettenproblematik bei Prozessoren derzeit die Hersteller von Notrufsäulen. Projektmanager Mihm ist zuversichtlich, die gesteckten Ziele in diesem Jahr zu erreichen und spricht von einer „guten Basis für den Ausbau unserer Führungsposition in diesem Marktsegment - Baden ‚mit‘ liegt im Trend“. Allein in Deutschland ist für 2022 die Installation von 200 weiteren Steiger-Säulen geplant.



Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Winnenden, 02.04.2022
Letztes Geleit für Siegfried Steiger mit Blaulicht und Martinshorn
Wenige Tage nach seinem Tod ist unser Stiftungsgründer Siegfried Steiger am vergangenen Samstag in seiner Wahlheimat Winnenden beigesetzt worden. Siegfried Steiger war am 17. März 2022 nur wenige Tage nach seiner Ehefrau im Alter von 92 Jahren verstorben. Gemeinsam hatte sich das Ehepaar Steiger mit der von ihnen gegründeten Björn Steiger Stiftung über nahezu fünf Jahrzehnte für Notfallhilfe und ein modernes Rettungswesen in Deutschland eingesetzt. Mit einer Trauermesse in der Winnender Schlosskirche nahmen die Familie, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung sowie zahlreiche Wegbegleiter und Unterstützer Abschied von Siegfried Steiger.

Der frühere Ministerpräsident Günther Oettinger sowie der Innenminister des Landes Baden-Württemberg Thomas Strobl brachten bei der Trauerfeier ihre Wertschätzung und Anerkennung der Lebensleistung der Stiftungsgründer zum Ausdruck. Der ehemalige EU-Kommissar bezeichnete das verstorbene Ehepaar als „Lebensretter" und lobte die Weitsicht der aus Winnenden kommenden Vorschläge für das Rettungswesen. „Vieles von dem, was Ute und Siegfried gefordert und erfolgreich umgesetzt haben, ist heute noch aktuell und keineswegs überholt", sagte Oettinger.

Thomas Strobl betonte in seiner Trauerrede: „Als Team haben Ute und Siegfried Steiger den Rettungsdienst in Deutschland mit ihren teilweise bahnbrechenden Ideen revolutioniert. Das Land Baden-Württemberg ist dieser Familie zu tiefem Dank verpflichtet.“ Auch Winnendens Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth sprach in seinem Nachruf von einer „herausragenden Lebensleistung", für die das Ehepaar Steiger 2018 mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt ausgezeichnet wurde.

An der Trauerzeremonie beteiligte sich die gesamte „Blaulicht-Gemeinde", die eindrucksvoll durch die Rettungsfahrzeuge der bundesweit agierenden Rettungs- und Hilfsorganisationen von DRK, Malteser, Johanniter, ASB, DLRG, THW, Feuerwehr und Polizei vertreten war. Sie bildeten gemeinsam einen Konvoi und eskortierten den Sarg mit Blaulicht und Martinshorn zum Stadtfriedhof. Als Vertreter der gesamten bundesweit tätigen Blaulicht-Fraktion erinnerte der frühere Leiter der Berliner Feuerwehr und ehemalige Vize-Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Albrecht Broemme, nochmals an die ungeheure Entwicklung im Rettungsdienst, die das Ehepaar Steiger maßgeblich vorangetrieben hat. „Bis 1969 war es leider Standard, dass der Fahrer eines Krankenwagens ab und zu in den Rückspiegel geschaut hat, ob der Patient noch lebt", sagte der bis 2019 amtierende Präsident des Technischen Hilfswerks (THW). „Wir brauchten einen solchen Visionär mit Dickkopf wie ihn, nur das brachte Erfolg.“

Mit Ute und Siegfried Steiger haben uns die Architekten des modernen deutschen Rettungswesens verlassen. Wir werden nicht aufhören, mit viel Engagement und Einsatz den Stiftungsauftrag im Sinne der Stiftungsgründer fortzuführen. Denn WIR HELFEN LEBEN RETTEN!


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Christian Hoppe

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Crailsheim/Winnenden, 31.03.2022
Crailsheim wird „Herzsicher“
Die Björn Steiger Stiftung stattet die Stadt Crailsheim mit öffentlich zugänglichen Laien-Defibrillatoren aus. Diese Automatisierten Externen Defibrillatoren (kurz AED) sind speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer konzipiert, die damit bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand auch ohne medizinische Vorkenntnisse Leben retten können. Am 31. März 2022 übergab die Stiftung die ersten Geräte symbolisch an Bürgermeister Jörg Steuler. Ermöglicht wurde das Projekt vor allem durch die engagierte Unterstützung der beteiligten Unternehmen vor Ort und der Stadtverwaltung.

Die etwa rucksackgroßen AED-Geräte führen Ersthelfer mithilfe von Abbildungen und per Sprachanleitung sicher durch lebensrettende Wiederbelebungsmaßnahmen, bis Notarzt und Rettungsdienst eintreffen. Mit einer sofort eingeleiteten Wiederbelebung haben Betroffene bei einem Herznotfall eine Überlebenschance von über 50 Prozent, ohne diese Maßnahmen sinkt die Überlebenschance hingegen mit jeder Minute um weitere zehn Prozent. Im Rahmen des Projekts „Herzsicherer Landkreis Schwäbisch Hall“ hat die Björn Steiger Stiftung seit dem Projektstart im Oktober 2021 bereits 25 Geräte in in Städten und Gemeinden im Landkreis installiert, insgesamt 195 Standorte sind geplant.

Bürgermeister Jörg Steuler würdigte anlässlich der symbolischen Geräteübergabe im Veranstaltungszentrum „Hangar“ das Engagement und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Im Namen unserer Bürgerinnen und Bürger danke ich allen Sponsoren, die dieses Projekt ermöglicht haben. Neben der Björn Steiger Stiftung sind dies die Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim, die Baugenossenschaft Crailsheim eG sowie der Entsorgungsfachbetrieb H.Gröger GmbH. Dank ihrer Hilfe ist unsere Stadt nun herzsicherer als bisher, vor allem, wenn die Bürger sich auch im Umgang mit den Defibrillatoren schulen lassen. Im Notfall haben Betroffene damit bei uns eine höhere Überlebenschance.“

Mit Hilfe der Spender konnten bisher folgende Standorte in Crailsheim realisiert werden:

• „Hangar“ Event Location Indoor, Im Fliegerhorst 2, 74564 Crailsheim (zugänglich während Veranstaltungen);
• Hirtenwiesenhalle, Bürgermeister-Demuth-Allee 2 (Innenbereich am Eingang, zugänglich während Schulzeiten und werktags bis 22 Uhr);
• Sparkasse Schwäbisch Hall Crailsheim, Wilhelmstraße 10 (Indoor SB Bereich, rund um die Uhr zugänglich);
• Entsorgungsfachbetriebe H.Gröger GmbH (Außenwandgerät, rund um die Uhr zugänglich).

Weitere Standorte sind unter anderem bei den Turn- und Festhallen der Teilorte sowie auf dem Vereinsgelände der Sportvereine TSV Crailsheim und VfR Altenmünster geplant.

Jede Hilfe kann Leben retten

Projektmanagerin Johanna Ziegler von der Björn Steiger Stiftung betonte, dass die Stiftung für die Umsetzung ihrer „Herzsicher“-Projekte weiterhin auf private und gewerbliche Sponsoren sowie auf engagierte Helfer angewiesen sei. „Das Engagement gegen den Herztod, das die Sponsoren mit der Finanzierung der AED-Geräte zeigen, verdient Anerkennung“, sagte Ziegler. „Wir wissen, es kann jeden jederzeit und überall treffen. In solchen Fällen sind Reanimationsmaßnahmen mit einer Herzdruckmassage und einer möglichst frühen Defibrillation lebensrettend. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden.“

Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand fordert allein in Deutschland rund 100.000 Opfer pro Jahr. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn sofort lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden. Dafür müssen Ersthelfer nach dem Herzstillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen sowie ein AED-Gerät innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz bringen. Der Defibrillator kann ein aus dem Takt geratenes Herz mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Die kleinen, tragbaren Geräte sind auch von Laien gefahrlos bedienbar. Im Ernstfall kann sie jeder ohne medizinische Vorkenntnisse anwenden und damit sofort Leben retten. Das AED-Gerät leitet den Helfer akustisch Schritt für Schritt an. Es prüft selbstständig, ob und mit welcher Intensität Stromstöße zur Reanimation abgegeben werden müssen.

Das Projekt „Herzsicherer Landkreis Schwäbisch-Hall“

Zusätzlich zu der Installation von AED-Geräten umfasst das Projekt „Herzsicherer Landkreis Schwäbisch Hall“ auch die Breitenausbildung der Bevölkerung. In Kooperation mit dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) werden öffentlich kostenlose Schulungen im ganzen Landkreis angeboten. Durch diese Kurzschulungen sollen eventuell vorhandene Hemmschwellen beim Thema Reanimation abgebaut werden.

Die erste Auftaktschulung im Landkreis fand unmittelbar im Anschluss an die Übergabe im Veranstaltungszentrum „Hangar“ in Crailsheim statt. Hierzu waren alle Bürger und Interessierte eingeladen, eine Anmeldung war nicht erforderlich. Geplant ist, in allen teilnehmenden Städten und Gemeinden im Landkreis jeweils mindestens zwei Schulungen anzubieten. Unabhängig davon nehmen seit 2017 Schulen im Landkreis Schwäbisch Hall am Schulungsprogramm „Retten macht Schule“ teil, bei dem Lehrerinnen und Lehrer der Klassenstufen Sieben und Acht von der Björn Steiger Stiftung geschult werden. Diese können ihr Wissen dann selbstständig an die Schülerinnen und Schüler weitergeben und an Übungspuppen unter Einsatz eines Trainings-AED-Gerätes üben.

Der Kampf gegen den unerwarteten Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet mit dem Ziel, je 1.000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät öffentlich verfügbar zu machen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Winnenden, 17.03.2022
Trauer um Stiftungsgründer Dr. h.c. Siegfried Steiger – Der Architekt des deutschen Rettungs- und Notfallwesens ist tot
Die Björn Steiger Stiftung trauert um ihren Stiftungsgründer, Dr. h.c. Siegfried Steiger, Pionier der Notfallhilfe und Architekt des modernen Rettungswesens in Deutschland, der nach einem erfüllten Leben am Abend des 17. März 2022 im Alter von 92 Jahren friedlich zu Hause im Kreise seiner Familie in Winnenden für immer eingeschlafen ist.

„Mit Siegfried Steiger verliert die Stiftung eine außergewöhnliche und geschätzte Persönlichkeit, die sich mit enormer Tatkraft und Gestaltungswillen für die Ziele der Stiftung eingesetzt hat. Mehr als vier Jahrzehnte hat Siegfried Steiger erfolgreich die Geschicke seiner Stiftung geleitet und maßgeblich geprägt. Es war ihm und seiner vor wenigen Tagen verstorbenen Ehefrau stets ein Herzensanliegen, sich mit der Stiftung für das Gemeinwohl einzusetzen“, sagt Prof. Dr. Jürgen Gramke, Vorsitzender des Präsidialrates der Björn Steiger Stiftung. „Er war ein Visionär, der immer vorausschauend handelte. Vieles, was heute im Rettungswesen selbstverständlich erscheint, ist durch sein Engagement und die Stiftung angestoßen und vorangetrieben geworden. Mit Hochachtung nehmen wir nun Abschied von Siegfried Steiger. Wir werden ihm sowie seiner Ehefrau Ute stets ein ehrendes Andenken bewahren.“

Dr. h.c. Siegfried Steiger wurde am 15. Dezember 1929 im heutigen Bad Brambach in Sachsen geboren. Nach Kriegsende begann er Ende der 1940er Jahre zunächst eine handwerkliche Ausbildung beim Bau und legte nach einer Lehrzeit drei Gesellenprüfungen ab – als Zimmermann, Gipser sowie als Maurer. Danach folgte ein Studium an der „Ingenieurschule für Bauwesen Chemnitz“ bei Hermann Heuss, dem Bruder des späteren Bundespräsidenten Theodor Heuss, das er als Diplom-Ingenieur abschloss. 1950 lernte er seine spätere Frau Ute kennen. 1952 flohen erst er, dann später auch seine Frau aus der DDR in die Bundesrepublik. 1953 heirateten Siegfried und Ute Steiger in Stuttgart. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Ab 1955 baute das Ehepaar Steiger ein Architekturbüro in Winnenden auf, das große Bauprojekte umsetzte. Siegfried Steiger realisierte als Diplom-Ingenieur den Bau von über 10.000 Häusern und Wohnungen sowie Einkaufszentren und Fabrikgebäude in ganz Deutschland. 1969 kam die Arbeit für die Stiftung parallel hinzu.

1969 änderte sich das Leben der Steigers schlagartig: Am 3. Mai 1969 verstarb ihr achtjähriger Sohn Björn nach einem Verkehrsunfall. Eine funktionierende Notfallhilfe gab es noch nicht, der Krankenwagen kam erst nach einer Stunde. Björn starb auf dem Weg ins Krankenhaus an einem Schock. Kurz darauf, am 7. Juli 1969, gründete das Ehepaar Steiger die Björn Steiger Stiftung mit dem Ziel, das damals unzulängliche Rettungswesen in Deutschland zu verbessern. Die Ersparnisse des Architekten reichten nicht für die Aufgaben der Stiftung zur Verbesserung der Notfallhilfe. Gemeinsam mit Freunden organisierte das Ehepaar deshalb eine bundesweite Altpapiersammlung. Gleich im ersten Jahr erbrachte diese Aktion Erlöse von 750.000 Mark. Dies war das Startkapital für die ersten Initiativen der „Björn Steiger Stiftung. „Das Leben ihres Sohnes konnte man nicht retten. Meine Eltern setzten daher alles daran, möglichst viele andere Leben zu retten“, sagt Pierre-Enric Steiger, der heutige Präsident der Björn Steiger Stiftung.

Schritt für Schritt wurden Veränderungen auf den Weg gebracht – angefangen bei dem offenen 15-Punkte-Brandbrief, den die Steigers 1969 an alle deutschen Innenminister richteten, um einen funktionierenden und zeitgemäßen Rettungsdienst in der Bundesrepublik zu fordern. Bis 1970 gab es in Deutschland keine staatliche Zuständigkeit, Finanzierung oder Organisationsstruktur für den Rettungsdienst. All diese Grundlagen, die heute selbstverständlich sind, gehen auf Siegfried Steiger zurück, weshalb er auch oft als Architekt des deutschen Rettungswesen bezeichnet worden ist und mit vielen Ehrungen durch den Staat sowie Hilfsorganisationen ausgezeichnet wurde.

Die Liste der durch ihn initiierten Veränderungen, Initiativen und Errungenschaften ist lang: Initiierung der bundesweiten Notrufnummern 110/112, Aufbau von Notruftelefonen an deutschen Straßen, 24-Stunden-Notarztsystem, BOS-Sprechfunkstandard im Rettungsdienst, Schaffung der Rettungsleitstellenstruktur, Aufbau der Luftrettung unter anderem mit der Gründung der heutigen DRF Luftrettung, Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, die Entwicklung und Finanzierung des Babynotarztwagens sowie die Verbreitung von Laien-Defibrillatoren gegen den Herztod und vieles mehr setzte das Ehepaar Steiger durch und machte damit die Stiftung zum Motor und Schrittmacher der modernen Notfallhilfe.

Stets ging es Siegfried Steiger darum, Schwachstellen in der Notfallhilfe aufzudecken und durch Forderungen und eigene Initiativen Lösungen dafür zu finden. Diese trieb er durch Spenden und mit eigenen finanziellen Mitteln voran, etwa im Jahr 1972, als das Projekt Luftrettung in Deutschland vor dem Aus stand, nachdem die Bundesregierung die staatliche Finanzierung für den Rettungshubschrauber Christoph 2 in Frankfurt nicht erfüllen konnte und die Björn Steiger Stiftung anstelle des Bundesinnenministeriums als Käufer einsprang. Mit der Übergabe des Rettungshubschraubers Christoph 2 am 15. August 1972 an die Stadt Frankfurt durch das Ehepaar Steiger wurde der Fortbestand der staatlichen Luftrettung gesichert. Zur Absicherung der hohen Anschaffungskosten verpfändeten die Steigers sogar ihr eigenes Wohnhaus.

Um nicht mehr allein auf den Staat in der Luftrettung angewiesen zu sein, gründete das Ehepaar Steiger am 6. September 1972 die Deutsche Rettungsflugwacht e.V., die heutige DRF Luftrettung, als erste zivile Luftrettungsorganisation in Deutschland. Beinahe 30 Jahre wurde die DRF nicht nur von Siegfried Steiger als Präsident geführt, sondern wurde als Initiative der Björn Steiger Stiftung auch finanziell und inhaltlich mitgetragen und entwickelt. Siegfried Steigers Engagement im Bereich Luftrettung kannte keine Grenzen. So wurde er auch 1988 zum Mitgründer der Luxemburgischen Rettungsflugwacht (LAR) und gab 1990 die Starthilfe der Luftrettung in Ungarn und den Baltikstaaten.

Um die Ziele der Stiftung finanziell umzusetzen, setzte das Ehepaar Steiger nicht nur auf Spenden und Sponsoren. Zur Unterstützung suchten sie auch Partner in der Politik, bei Banken und in der Wirtschaft. Hilfe erhielten sie unter anderem von Hilda Heinemann, der Ehefrau des 1969 gewählten Bundespräsidenten. „Die Beschaffung von Mitteln zur Unterstützung und Förderung der Stiftungsprojekte war im Laufe der Stiftungsgeschichte ein Schwerpunkt des Handelns von Siegfried Steiger. Neben seinem finanziellen Engagement hat er sich immer auch persönlich um die Durchsetzung der verschiedenen Projekte gekümmert. Ein halbes Jahrhundert Einsatz für Verbesserungen in der Notfallrettung hat Wirkung gezeigt. Das Ehepaar Siegfried und Ute Steiger hat einen wesentlichen Anteil daran, dass die Weiterentwicklung des Rettungsdienstes in Deutschland ein Erfolgsmodell wurde. Die Familie hat Grund, stolz auf das Erreichte zu sein“, sagt der frühere Chef der Deutschen Bahn, Prof. Dr. Rüdiger Grube, derzeit stellvertretender Präsidialratsvorsitzender der Björn Steiger Stiftung.

Auch der erste gesamtdeutsche Luftrettungseinsatz zwischen DDR und Bundesrepublik, die Einführung der Luftrettung im damaligen Westberlin und der Aufbau der Luftrettung in Luxemburg und weiteren Staaten gehen auf das Engagement Siegfried Steigers zurück. „Die Verbesserung der Notfallhilfe war für meinen Vater Mission und Grundmotivation seines Handelns“, betont sein Sohn Pierre-Enric Steiger. „Das in den 70er-Jahren vom Ehepaar Steiger in Baden-Württemberg initiierte „Rettungsmodell Rems-Murr“ – eine erstmals eigenständig erhobene, vollständige und wissenschaftliche Personal- und Materialberechnung für einen finanzierbaren Rettungsdienst inklusive des ersten strukturellen Aufbaus eines Rettungsdienstbezirk mit einer koordinierenden Leitstelle, die mehrere Rettungswachen mit Rettungswagen, Notarztwagen und einen Rettungshubschrauber in einem größeren Flächengebiet zentral führen konnte – wurde zum Muster für die bundesweite moderne Struktur der Notfallhilfe.“

„Siegfried und Ute Steiger haben damals die Notfallrettung in Deutschland zu einem politischen Thema gemacht. Sie haben mit Erfolg die Einsicht vermittelt, dass die Notfallhilfe selbst ein Notfall war und Reformen dringend erforderlich waren. Die Politik war gezwungen zu handeln. Es wurden dann Verbesserungen umgesetzt, die zur damaligen Zeit visionär waren und uns heute selbstverständlich erscheinen. Die Arbeit der Stiftung hat viele Menschenleben gerettet“, betont der ehemalige EU-Kommissar und frühere Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Günther Oettinger, heute Mitglied des Präsidialrats der Björn Steiger Stiftung.

In Anerkennung seiner herausragenden Leistungen für die Gesellschaft erhielt Siegfried Steiger zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. So erhielt er 1978 die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg, 1982 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet und 1991 erhielt er den höchsten Verdienstorden des Großherzogtums Luxemburg für Ausländer, im Rang eines Offiziers. Im Jahre 2005 wurde ihm außerdem die Ehrendoktorwürde der Medizinischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen für sein Lebenswerk zugesprochen. 2009 wurde das Ehepaar Steiger in Brüssel mit dem „EU-Outstanding Citizen Award“ für die erste flächendeckende Einführung der Notrufnummer 112 geehrt und 2018 zu Ehrenbürgern der Stadt Winnenden ernannt.

Im Jahr 2010 folgte Pierre-Enric Steiger seinem Vater Siegfried als Präsident der Björn Steiger Stiftung nach. Auch heute hat sich die Björn Steiger Stiftung dem Ziel verschrieben, die Notfallhilfe voranzubringen. Die derzeitigen Strukturen im Rettungsdienst stehen nach über 50 Jahren erneut auf dem Prüfstand. Das digitale Zeitalter sowie neue zentralere Strukturen, Vernetzungen und Standardisierungen in ihrer Gesamtheit sind die Herausforderungen unserer heutigen Zeit.

Hinzu kommen die noch durch Siegfried Steiger selbst mitinitiierten Projekte und Themen der Stiftung, in denen sich die Stiftung auch weiterhin verpflichtet fühlt. Dazu gehören die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren, Schulungen in Wiederbelebung, Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, sicherer Transport von Frühgeborenen, Notrufsäulen an Straßen, Stränden und Badeseen. Weiterhin fordert die Stiftung unter anderem bundesweite einheitliche Qualitätsstandards für den deutschen Rettungsdienst. Städte und Gemeinden sollen den Kampf gegen den Herztod intensivieren.

„Verantwortungsbewusstsein und soziales Engagement zeichneten Siegfried Steiger aus. Er hat bis zuletzt die Entwicklung der Stiftung mit großem Engagement begleitet. Wir danken sehr für sein Wirken und werden auch künftig den Stiftungsauftrag im Sinne der Stiftungsgründer fortführen“, erklärt der frühere Vize-Kanzler Sigmar Gabriel, heute Präsidialratsmitglied der Stiftung.

Kontakt:
Björn Steiger Stiftung
Pressestelle
T +49 7195 30 55 213
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de

Präsidialrat
Prof. Dr. Jürgen Gramke – Vorsitzender
Liz Mohn – stellv. Vorsitzende
Prof. Dr. Rüdiger Grube – stellv. Vorsitzender
Prof. Kurt Bodewig
Siegmar Gabriel
Günther Oettinger
Prof. Klaus-Dieter Scheurle

Präsident
Pierre-Enric Steiger

Geschäftsführung
Marcel Schneider
Sabrina Seitter
Stuttgart, 10.03.2022
Initiative übergibt Defibrillatoren an Oberbürgermeister Dr. Nopper
Der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper hat am 3. März symbolisch von einer Initiative gestiftete Defibrillatoren entgegengenommen. Defibrillatoren sind lebensrettende medizinische Hilfsgeräte, die bei einem Herz-Kreislaufstillstand eingesetzt werden. Die insgesamt zehn Geräte für die Landeshauptstadt werden von der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK) und der Björn Steiger Stiftung finanziert. Die Björn Steiger Stiftung wird diese an öffentlich zugänglichen Plätzen der Landeshauptstadt anbringen, welche gemeinsam ausgewählt werden.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper: „Der Einsatz eines Defibrillators kann im Fall der Fälle die Wiederbelebung hilfreich unterstützen und Leben retten. Ich danke der Initiative sehr herzlich für das gemeinsame Engagement. Mit der großzügigen Spende der lebensrettenden Geräte ist sie beispielgebend im Kampf gegen den plötzlichen Herztod. Die Landeshauptstadt Stuttgart wird gemeinsam mit den Initiatoren geeignete Standorte im öffentlichen Raum finden.“

Dr. Michael Preusch MdL, Intensivmediziner und Berater der Björn Steiger Stiftung: „Selbst medizinische Laien retten mit Defibrillation Leben. Als Notfall- und Intensivmediziner ist es mir ein Herzensanliegen, dieses Thema in die Kommunen des Landes zu tragen. Es freut mich, dass die Süddeutsche Krankenversicherung gemeinsam mit der Björn Steiger Stiftung und der Stadt Stuttgart dieses Thema aufgegriffen und Defibrillatoren für die Installation an öffentlich zugänglichen Plätzen unterstützt haben.“

Benno Schmeing, Betriebsvorstand der SDK und Kuratoriumsvorsitzender der SDK Stiftung: „Das, worauf es im Leben wirklich ankommt, ist Gesundheit. Deshalb unterstützen wir gerne und seit Jahren mit unserer SDK Stiftung soziale Projekte zur Gesundheitsförderung. Wir freuen uns sehr, als regional verwurzelter Gesundheitsspezialist nun durch die Bereitstellung der AED-Geräte hier in Stuttgart, quasi vor unserer Haustür, ganz konkret etwas bewirken zu können.“

Marcel Schneider, Geschäftsführer der Björn Steiger Stiftung: „Die Herzsicherheit im öffentlichen Raum zu verbessern ist für uns alle in ganz Deutschland lebenswichtig. Herzerkrankungen und vor allem der plötzliche Herztod sind nach wie vor die häufigsten Todesursachen in unserem Land. Insbesondere der Einsatz eines Automatisierten Externen Defibrillators, eines AED-Geräts, ist lebenswichtig. Wir von der Björn Steiger Stiftung arbeiten deshalb dafür, dass so viele Laien wie möglich im Umgang mit AED-Geräten geschult werden. Wir wollen und werden die Herzsicherheit in ganz Deutschland weiter verbessern. Mein Dank gilt allen, die sich dafür einsetzen - mit klugen Ideen, mit helfender Hand und mit finanzieller Unterstützung.“

Jährlich erleiden mehr als 60.000 Menschen in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Nur rund zehn Prozent der Betroffenen überleben diesen. Für das Überleben muss die Wiederbelebung (Herzdruckmassage) sofort beginnen, da lebenswichtige Organe sehr empfindlich auf einen Sauerstoffmangel reagieren. Bei rund einem Viertel der Betroffenen wird der Herz-Kreislauf-Stillstand durch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen verursacht. Diese werden von einem Defibrillator erkannt und durch einen Elektroschock behandelt, um den Kreislauf wieder in Gang zu bringen. Die von der Initiative gestifteten halbautomatischen Defibrillatoren können von medizinischen Laien angewendet werden. Ein integriertes Sprachmodul leitet durch den Prozess der Herzdruckmassage.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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71364 Winnenden
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Max-Eyth-Straße 7
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Winnenden, 02.03.2022
Björn Steiger Stiftung trauert um ihre Stiftungsgründerin Ute Steiger
Im Namen der Familie Steiger gibt die Björn Steiger Stiftung bekannt, dass Ute Steiger, Wegbereiterin des modernen Rettungswesens, am 28. Februar 2022 im Alter von 88 Jahren in Winnenden verstorben ist. „Die Björn Steiger Stiftung betrauert den Verlust ihrer Gründerin, die in der Nacht vom vergangenen Sonntag auf Montag zu Hause friedlich für immer eingeschlafen ist“, sagt Prof. Dr. Jürgen Gramke, Vorsitzender des Präsidialrats der Björn Steiger Stiftung. „Mit Dankbarkeit und großem Respekt blicken wir auf ihre große Lebensleistung als Mitbegründerin unserer Stiftung zurück. Sie hat viel von dem, was im deutschen Rettungsdienst heute selbstverständlich ist, mit angestoßen und vorangetrieben. Nach einem erfüllten Leben verliert die Stiftung mit dem Tod von Ute Steiger eine engagierte Persönlichkeit, die ein hohes Ansehen genoss und die unsere Stiftungsgeschichte von Anfang an maßgeblich mitgeprägt und intensiv begleitet hat. Es ist für uns alle ein großer Verlust. Wir werden sie vermissen.“

Gemeinsam mit ihrem Mann, Dr. h. c. Siegfried Steiger, brachte Ute Steiger ein modernes Rettungswesen und eine bessere Notfallhilfe in Deutschland und in anderen Staaten auf den Weg. Zu ihren Verdiensten gehören unter anderem der Aufbau der Notruftelefone an Bundes- und Landstraßen 1971, der Aufbau der Luftrettung und die Gründung der DRF Luftrettung im Jahre 1972, die bundesweite Einführung der Notrufnummern 110/112 im Jahr 1973, die Entwicklung und Finanzierung des Baby-Notarztwagens 1974 sowie der Kampf gegen den Herztod durch die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren seit 2001. Sie war darüber hinaus auf verschiedene Weise an zahlreichen weiteren Stiftungsprojekten beteiligt. Ute Steiger, geborene Badstübner, wurde am 2. August 1933 in Rodewisch im Vogtland geboren. 1950 lernte die ausgebildete Modistin ihren späteren Ehemann Siegfried Steiger kennen. Nachdem Siegfried Steiger 1952 aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland geflohen war, folgte sie ihm kurze Zeit später. 1953 heiratete das Paar in Stuttgart, 1955 bauten sie zusammen ein Architektenbüro in Winnenden bei Stuttgart auf. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

1969 wurden die Familie Steiger mit einem denkbar schweren Schicksalsschlag konfrontiert: Ihr ältester Sohn Björn wurde am 3. Mai, eine Woche vor seinem neunten Geburtstag, in Winnenden auf dem Heimweg vom Schwimmbad von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde, bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb auf dem Weg ins Krankenhaus nicht an seinen Verletzungen, sondern am Schock. Am 7. Juli 1969 gründete das Ehepaar Steiger daraufhin die Björn Steiger Stiftung mit dem Ziel, das damals unzulängliche Rettungswesen in Deutschland zu verbessern. „Da man ihren Sohn nicht retten konnte, fassten die beiden den Entschluss, so viel andere Leben wie möglich zu retten“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „Dies wurde zu ihrer Mission, die sie ihr ganzes Leben lang verfolgten.“ So wurde die Björn Steiger Stiftung zum Motor und Schrittmacher des modernen Rettungswesens in Deutschland.

Das Ehepaar Steiger forderte die Politik immer wieder zum Handeln auf, brachte Verbesserungsideen vor und setzte neben Spenden auch eigene finanzielle Mittel ein. Als beispielsweise im Jahr 1972 die Luftrettung mit Helikoptern in Deutschland finanziell vor dem Scheitern stand, verpfändete das Ehepaar Steiger das eigene Wohnhaus, um die Finanzierung von Rettungshubschraubern zu sichern. Auch der erste gesamtdeutsche Luftrettungseinsatz zwischen der Bundesrepublik und der DDR sowie der Aufbau der Luftrettung in Luxemburg und weiteren Staaten gehen maßgeblich auf das Engagement des Ehepaars Steiger zurück. Das in den 70er-Jahren von den beiden initiierte „Rettungsmodell Rems-Murr“ – eine erstmals eigenständig erhobene, vollständige und wissenschaftliche Personal- und Material-Planung für einen finanzierbaren Rettungsdienst – wurde zum Muster für den bundesweiten Auf- und Ausbau einer Notfallhilfe, wie wir sie heute kennen.

Siegfried Steiger war stets mit Forderungen und Initiativen der Stiftung in der Öffentlichkeit sichtbar. Ohne die Unterstützung, Produktivität und den Teamgeist seiner Frau Ute wäre diese Präsenz nicht möglich gewesen. „Meine Mutter Ute war das organisatorische Rückgrat der Stiftung und baute wichtige diplomatische Brücken zwischen Politik und Verbänden, um die Modernisierung der Notfallhilfe auch auf der persönlichen Ebene voranzubringen. Ohne ihren Charme und ihre Beharrlichkeit hätte es viele Erfolge nicht gegeben“, betont Pierre-Enric Steiger. Unvergessen bleibt die Klage der Steigers gegen die Bundesregierung beim Kampf um die Einführung der bundesweiten Notrufnummern 110/112 im Jahr 1973. Damals verfasste Ute Steiger, im Zeitalter der manuellen Schreibmaschinen, rund 6.000 Briefe an Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker, um den dafür erforderlichen politischen Druck aufzubauen.

Für ihre Verdienste zur Verbesserung der Notfallhilfe hat Ute Steiger national und international Anerkennung erhalten. So wurde sie 1974 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet, 1982 folgte die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. 2001 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse zugesprochen, ein Jahr später folgte die Verleihung des Verdienstordens des Freistaates Sachsen. 2009 wurde das Ehepaar Steiger in Brüssel mit dem „EU-Outstanding Citizen Award“ für die flächendeckende Einführung der Notrufnummer 112 geehrt und 2018 zu Ehrenbürgern der Stadt Winnenden ernannt. Die Björn Steiger Stiftung hat sich bis heute dem Ziel verschrieben, die Notfallhilfe weiter zu entwickeln: Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren, Alarmierung von qualifizierten Ersthelfern per App, Schulungen in Sachen Wiederbelebung, Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und sicherer Transport von Frühgeborenen – all dies gehört bis heute zu den aktuellen Projekten der Stiftung. „Wir führen das Lebenswerk und die Mission meiner Mutter und meines Vaters fort“, sagt Pierre-Enric Steiger.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
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Aue-Bad Schlema, 25.02.2022
"Herzsicherer Leuchtturm im Landkreis“: 22 Defibrillatoren in Aue-Bad Schlema übergeben
Am 25. Februar 2022 übergab die Björn Steiger Stiftung in Aue-Bad Schlema die ersten von vorerst 22 Laien-Defibrillatoren, die die Stadt künftig „herzsicher“ machen sollen. Projektpartner sind die Große Kreisstadt Aue-Bad Schlema, das Helios Klinikum Aue und der Kreisverband Erzgebirge der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Bürgermeister Heinrich Kohl nahm die ersten beiden Geräte symbolisch auf dem Auer Postplatz und am Kulturhaus entgegen. Alle 22 Defibrillatoren werden in den kommenden Wochen an öffentlich zugänglichen Standorten im gesamten Stadtgebiet installiert, wo sie im Notfall jederzeit schnell zur Hand sind. Ermöglicht wurde das Projekt vor allem durch die engagierte Unterstützung ortsansässiger Unternehmen.

Der plötzliche Herztod gehört zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland: Über 70.000 Menschen sterben jedes Jahr daran. Viele überleben nicht, weil ihnen entweder gar nicht oder zu spät geholfen wird, aus Scheu oder aus Angst, etwas falsch zu machen. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand oder Herzinfarkt haben Betroffene nur dann eine Überlebenschance, wenn Ersthelfer sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen und innerhalb von drei bis fünf Minuten einen Defibrillator zum Einsatz bringen.

Mit einem Automatisierten Externen Defibrillator (kurz AED) können Ersthelfer nichts falsch machen: Die Geräte sind speziell für nicht ausgebildete Laien konzipiert. Auch ohne medizinische Vorkenntnisse kann damit jeder Leben retten, bis Notarzt und Rettungsdienst eintreffen. Das Gerät sagt dem Anwender per Sprachfunktion, was zu tun ist, und prüft zugleich automatisch, ob und in welcher Intensivtät ein Stromstoß erforderlich ist, um das Herz wieder in Takt zu bringen. Bereits Schüler ab zwölf Jahren können das Gerät gefahrlos bedienen.

„Mir sind persönlich zwei Fälle bekannt, in denen Schüler ihre eigenen Väter nach einem Herzinfarkt erfolgreich wiederbelebt haben“, sagt Dr. Thomas Ketteler, Chefarzt am Helios Klinikum in Aue, das die medizinische Expertise für das Projekt beisteuert. „Solche Geschichten zu hören ist die schönste Bestätigung für das jahrelange Engagement im Bereich Laienreanimation, die man sich wünschen kann. Wenn vor Ort im Notfall ein Defibrillator vorhanden ist und es Menschen gibt, die ihn auch anwenden, dann erhöhen sich die Überlebenschancen beim Betroffenen in jedem Fall enorm.“

Der lange Weg zum „Herzsicher“-Projekt in Aue-Bad Schlema
Dr. Ketteler gehört zu den Hauptiniatoren des „Herzsicher“-Projektes in Aue-Bad Schlema. Als Kardiologe am größten Klinikum in der Region bereitet ihm die hohe Herzinfarktsterblichkeit im Landkreis natürlich besondere Sorgen. So gibt es in den östlichen Bundesländern deutlich mehr vermeidbare Todesfälle durch Herzinfarkt oder Herzkreislaufstillstand als in anderen Bundesländern. Die Ursachen hierfür sind nach seiner Einschätzung komplex: „Hier gehört es sozusagen zum guten Ton, dass man sich lieber selbst hilft. Viele Menschen gehen daher gar nicht zum Arzt oder kommen häufig erst, wenn es bereits fast zu spät ist. Hinzu kommen ausgeprägte kardiovaskuläre Risikofaktoren und die abgeschiedene Lage.“

Das Helios Klinikum Aue engagiert sich seit vielen Jahren für das Thema Laienreanimation. Bereits 2010 begann Chefarzt Dr. Ketteler, öffentliche Vorträge über Laien-Reanimation zu halten, beispielsweise im Lions-Club Aue-Schwarzenberg, beim „World Restart A Heart-Day“ oder bei den Auer Herztagen. Gemeinsam mit der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin wird jedes Jahr die „Woche der Wiederbelebung“ genutzt, um Schüler und Mitbürger in der Laienreanimation zu unterrichten oder Eltern im Umgang mit Notfällen bei Babys und Kleinkindern zu schulen. Als Dr. Ketteler gemeinsam mit dem LIONS-Club Aue-Schwarzenberg nun das Thema „Herzsicher“ ins Gespräch brachte, stieß er bei den Stadtverantwortlichen auf offene Ohren.

‚Beherztes‘ Engagement
Besonders vielversprechend erschienen die Aussichten für das Projekt im Erzgebirgskreis anfangs nicht, sagt Thomas Pflanz, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung. Obwohl der Landrat selbst aktiv für das Projekt warb, waren die Reaktionen im Landkreis sehr verhalten. Viele Kommunen waren vollauf mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie beschäftigt. Nachdem die Mindestbeteiligung von sechzig Prozent der Städte und Gemeinden, die für die Finanzierung solcher Projekte erforderlich ist, nicht einmal ansatzweise erreicht wurde, sah es zunächst so aus, als würde es im Erzgebirgskreis überhaupt kein „Herzsicher“-Projekt geben können. Doch dank des ‚beherzten‘ persönlichen Engagements der Beteiligten hat sich die Große Kreisstadt Aue-Bad Schlema zum geradezu enthusiastischen Vorreiter für „Herzsicher“ entwickelt. Nun ist aus dem Landkreis-Projekt also vorerst ein Stadt-Projekt geworden.

Oberbürgermeister Heinrich Kohl: „Auch wenn wir es nicht geschafft haben, einen herzsicheren Landkreis zu etablieren, so freue ich mich doch sehr, dass uns das für Aue-Bad Schlema gelungen ist.“ Nachdem die Stadtverwaltung eine Reihe von Standorten auf städtischen Grundstücken und Einrichtungen zur Verfügung gestellt hatte, gab es geradezu einen Ansturm auf die mobilen kleinen Lebensretter. Innerhalb von kurzer Zeit Zeit lagen Zusagen von Spendern vor, die die Finanzierung von bisher 22 Standorten ermöglichen. Und damit ist das Projekt noch nicht abgeschlossen, es liegen bereits weitere Finanzierungszusagen vor.

Mit über 20 Geräten auf rund 20.000 Einwohner hat die Stadt die übliche Zielmarke der „Herzsicher“-Projekte bereits jetzt erfüllt: Die Stiftung möchte auf je 1.000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät öffentlich verfügbar machen. Nun hoffen die Projektpartner, dass sich andere Städten und Gemeinden im Erzgebirgskreis von der Begeisterung anstecken lassen. Bis dahin ist Aue-Bad Schlema der „herzsichere Leuchtturm“ im Landkreis.

Die Unterstützer des Projektes
Projektmanager Thomas Pflanz von der Björn Steiger Stiftung betont, dass die Stiftung für die Umsetzung ihrer „Herzsicher“-Projekte weiterhin auf private und gewerbliche Sponsoren sowie auf engagierte Helfer angewiesen sei. „Das Engagement gegen den Herztod, das die Sponsoren mit der Finanzierung der AED-Geräte zeigen, verdient Anerkennung“, sagte Pflanz. „Wir wissen, es kann jeden jederzeit und überall treffen. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden.“

Auch Oberbürgermeister Heinrich Kohl würdigte bei der Geräteübergabe auf dem Postplatz das Engagement und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Im Namen unserer Bürgerinnen und Bürger danke ich allen Sponsoren, die dieses Projekt ermöglicht haben. Dank ihrer Hilfe ist unsere Stadt nun herzsicherer als bisher, vor allem, wenn die Bürger sich auch schulen lassen, wie sie die Defibrillatoren einsetzen müssen. Im Notfall haben Betroffene damit bei uns eine höhere Überlebenschance.“

Die Breitenausbildung der Bevölkerung ist neben der Installation von AED-Geräte ein wesentlicher Bestandteil der Initiative Herzsicher. Der Kreisverband Erzgebirge der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. unterstützt das Projekt mit zwei geschulten Ausbildern, die in Erste-Hilfe-Schulungen die Teilnehmenden an den Umgang mit AED heranführen. Sie vermitteln spezifisches Wissen über AEDs und trainieren mit den Teilnehmenden den Einsatz der Geräte, um Hemmungen abzubauen. Fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung hoffen die Projektpartner mit diesen Schulungen zu erreichen.

Mit Hilfe der Spender können nun folgende voraussichtliche Standorte im Stadtgebiet realisiert werden:
1. Feuerwehrgerätehaus Alberoda
2. Wildbacher Hauptstraße, Kindertagestätte Wildbach
3. Auer Talstraße, Netto Einkaufsmarkt (OT Bad Schlema)
4. Kulturhaus Aktivist Bad Schlema
5. Marktpassage Bad Schlema
6. Parkhaus Bad Schlema
7. Besucherbergwerk Bad Schlema
8. Ärztehaus Bad Schlema
9. Kaufland Brünlasberg
10. Grundschule Auerhammer
11. Bäckerei Schellenberger, Standort Eichert
12. Altersgerechter Wohnblock Eichert
13. Zoo der Minis Aue
14. Simmel Center Aue
15. Erzgebirgssparkassen Aue
16. Rathaus OT Aue / Kulturhaus Aue
17. Postplatz Aue
18. Kino Aue
19. Zeller Berg, ehemalige Sparkassenfiliale (ASB)
20. Volksbank Aue
21. Firma MBR, Edelhofweg, OT Bad Schlema
22. Haltestelle am Gesundheitsbad, Abzweig zum AZURIT-Pflegeheim „Alte Gleesbergschule“

Weitere Standorte sind bereits in Planung.

Die Finanzierung der AED-Geräte konnte mit der Unterstützung der folgenden Sponsoren realisiert werden:
• Helios Klinikum Aue GmbH
• Stadtwerke Aue – Bad Schlema GmbH
• Nickelhütte Aue GmbH
• Stadtwerke Schneeberg GmbH
• Volksbank Chemnitz eG
• MBR Medical Beauty Research GmbH
• Erzgebirgssparkasse
• Auer Wohnungsbaugesellschaft mbH
• Simmel AG
• Weitblick Wohnbau GmbH
• Azurit GmbH
• Zahnarztpraxis Dipl.-Stom. Petra Schröder
• AWEBA Werkzeugbau GmbH Aue

Aktuell werden mit weiteren Sponsoren Gespräche geführt, so dass diese Liste nur den aktuellen Stand widerspiegelt.

Die Initiative „Herzsicher“ der Björn-Steiger-Stiftung
Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet mit dem Ziel, je 1.000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät öffentlich verfügbar zu machen.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Winnenden, 24.02.2022
Ein großer Scheck für den guten Zweck
Mit 154.035 Euro unterstützt das Versicherungsunternehmen HUK-Coburg in diesem Jahr die Arbeit der Björn Steiger Stiftung. Die Spendensumme haben Kundinnen und Kunden der Kfz-Versicherung für einen guten Zweck „erfahren“. Dabei wird eine besonders umweltfreundliche Fahrweise mit Punkten belohnt, die jeweils am Jahresende in einen Euro-Betrag umgerechnet werden, den das Unternehmen gemeinnützigen Organisationen zukommen lässt.

Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, und Geschäftsführerin Sabrina Seitter würdigten bei der Entgegennahme des Schecks den Einsatz der HUK-Coburg und das Engagement ihrer Kundinnen und Kunden: „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Unternehmen über ihre eigentliche Geschäftstätigkeit hinaus für das Gemeinwohl engagieren. Das Engagement der HUK-Coburg ist Ausdruck ihres gesamtgesellschaftlichen Verantwortungsbewusstseins, das soziale, ökologische und ökonomische Aspekte berücksichtigt und erfolgreich miteinander verbindet. Umweltbewusst fahren und Gutes tun – das gemeinschaftliche Engagement von Versicherung und Versicherten hilft uns, Leben zu retten. Für die großzügige Unterstützung danken wir Ihnen ganz herzlich.“

Mehr als 740.000 Euro haben Kundinnen und Kunden der HUK-Coburg mit einem speziellen Telematik-Tarif im vergangenen Jahr für einen guten Zweck „erfahren“. Der durch umweltbewusstes Fahren eingesammelte Gesamtbetrag von 741.123 Euro wurde jetzt anteilig jeweils an Partnerorganisationen übergeben, die auch von den Kundinnen und Kunden ausgewählt wurden. Neben der Björn Steiger Stiftung sind dies auch der Primaklima e.V. sowie die Tafeln Deutschland e.V.

„Dass wir in so kurzer Zeit eine so hohe Akzeptanz erzielen und deutlich über 700.000 Euro einsammeln konnten, freut mich sehr“, sagte Dr. Jörg Rheinländer, im Vorstand der HUK-Coburg unter anderem verantwortlich für das Kfz-Geschäft, anlässlich der Scheckübergaben an die Partnerorganisationen. „Zugleich bedanke ich mich von Herzen bei unseren Kundinnen und Kunden für ihr Engagement“.

Die Sammlung wird 2022 unter Beteiligung aller drei Empfänger-Organisationen fortgesetzt.



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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Oberndorf/Winnenden, 03.02.2022
Heckler & Koch spendet 9.000 Euro für Projekte der Björn Steiger Stiftung
Mit einer Spende in Höhe von 9.000 Euro unterstützt das baden-württembergische Unternehmen Heckler & Koch mit Sitz in Oberndorf am Neckar (Landkreis Rottweil) die Arbeit der Björn Steiger Stiftung. Die Spende wird verwendet, um im Stadtgebiet einen weiteren Laien-Defibrillator zur Wiederbelebung an einem öffentlichen Standort zur Verfügung zu stellen. Der Spendenbetrag kommt zudem der Stiftungs-Initiative „Retten macht Schule“ zugute, um Jugendlichen Praxiswissen zum Thema Erste Hilfe zu vermitteln. Wichtige Aspekte sind dabei Wiederbelebungsmaßnahmen sowie das richtige Anwenden eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand.

„Unsere Spende ist Ausdruck unserer Wertschätzung für die wertvolle Arbeit der gemeinnützigen Björn Steiger Stiftung und Wahrnehmung unserer gesellschaftlichen Verantwortung in der Stadt und Region. Es freut uns, dass wir damit nicht nur das soziale und gesellschaftliche Engagement der Stiftung unterstützen, sondern direkt auch Projekte wie ‚Herzsicher‘ und ‚Retten macht Schule‘ fördern können, wo gesetzliche Vorgaben beispielsweise für AED-Geräte im öffentlichen Raum noch fehlen oder finanzielle Möglichkeiten von Kommunen nicht ausreichen. Zugleich hoffen wir, einen Impuls zu geben, damit auch andere Unternehmen oder Privatpersonen unserem Beispiel folgen, gesellschaftlich nachhaltige Projekte tatkräftig zu unterstützen“, erklärte Dr. Björn Krönert, Geschäftsführer und Finanzvorstand von Heckler & Koch, bei der Übergabe des Spendenschecks in Oberndorf an Gabriele Ballmer, die zuständige Projektkoordinatorin im „Herzsicher“-Team der Björn Steiger Stiftung. Die gemeinnützige Organisation setzt sich seit 1969 für die Verbesserung der Notfallhilfe in Deutschland ein.

Ballmer wies in ihren Dankesworten darauf hin, dass die Stiftung für die Umsetzung ihrer Projekte weiterhin auf private und gewerbliche Sponsoren sowie auf engagierte Helfer angewiesen sei. „Das Engagement Ihres Unternehmens für die Bürgerinnen und Bürger bei einem Herznotfall ist nicht selbstverständlich und verdient Anerkennung. Ihre Spende hilft, damit wir weiter helfen können. Dafür sind wir dankbar.“ Die Björn Steiger Stiftung wird nun in Oberndorf neben den sechs bereits installierten lebensrettenden AED-Geräten einen weiteren öffentlichen Defibrillator-Standort bei der örtlichen Feuerwehr einrichten und die Stadt damit herzsicherer machen. Jerome Schempp, Bereichsleitung Global HR und Nachhaltigkeitsmanagement von Heckler & Koch, ergänzte: „Wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende Unterstützung für die oft sehr schwierige Arbeit der Einsatzkräfte der Feuerwehr Oberndorf leisten können. Ihnen werden nun neben einem öffentlichen AED-Gerät auch ein Übungsdefibrillator und zwei Übungspuppen sowie Schulungen zur Verfügung gestellt, um den lebensrettenden Defibrillator im Notfall auch sicher und effektiv bedienen zu können.“

„Defibrillatoren können Leben retten, wenn man sie anwendet“, so Ballmer weiter. „Wiederbelebungs-Trainings für die Bevölkerung schließen sich deshalb als wichtiger Projektbaustein an. Hier geht es auch darum, Hemmschwellen vor dem Thema Erste Hilfe zu senken. Noch immer trauen sich zu wenige Menschen zu, bei einem Notfall einzugreifen und Betroffene als Ersthelfer zu versorgen. Dies will die Björn Steiger Stiftung mit ihren Projekten ‚Herzsicher‘ und ‚Retten macht Schule‘ ändern.“ Heckler & Koch geht hier schon seit Jahren mit gutem Beispiel voran und schult in seiner Ersthelfer-Ausbildung den Einsatz eines Defibrillators, um so für den Notfall gerüstet zu sein. Die Firma verfügt auch selbst über ein solches Gerät.

Projekt „Herzsicher“
Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet mit dem Ziel, je 1.000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät öffentlich verfügbar zu machen. Im Landkreis Rottweil wurden seit dem Projektstart im Juli 2021 bereits 36 Geräte in sechs Gemeinden und Ortschaften installiert, insgesamt sind für den gesamten Landkreis 140 AED-Standorte geplant.

Projekt „Retten macht Schule“
Mit einem Pilotprojekt in Berlin begann 2009 das Stiftungsprojekt „Retten macht Schule". Im Folgejahr schulte die Björn Steiger Stiftung alle Lehrerinnen und Lehrer der siebten Klassen in Mecklenburg-Vorpommern. Bis heute werden Schülerinnen und Schüler dort mit Übungspuppen der Stiftung unterrichtet. Ein großer Erfolg war im Juni 2014 die Empfehlung des Schulausschusses der Kultusministerkonferenz der Länder, Wiederbelebungskurse ab Klassenstufe 7 fest in den Lehrplan zu integrieren. Die Björn Steiger Stiftung hat mit ihrem Projekt maßgeblich zu dieser Entscheidung beigetragen. Die Umsetzung der Empfehlung ist aber bislang nicht abgeschlossen. Wiederbelebungskurse sind noch immer nicht flächendeckend eingeführt.

Deshalb führt die Stiftung das Projekt seit 2014 in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern ein. „Retten macht Schule“ wird überall dort durchgeführt, wo es der Stiftung finanziell möglich ist. Die Björn Steiger Stiftung stellt dann den Schulen eigens zu diesem Zweck entwickelte Übungspuppen sowie ein Handbuch kostenlos zur Verfügung. Ein Übungs-Defibrillator sowie ein echter Automatisierter Externer Defibrillator sind ebenfalls Teil des „Retten macht Schule"-Paketes der Stiftung. Ziel ist es, dass die Lehrkräfte an den Schulen nach einer Initialschulung in der Lage sind, im Anschluss den Wiederbelebungsunterricht mit ihren Schülerinnen und Schülern selbstständig durchzuführen.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Salem, 27.01.2022
„Herzsicherer Bodenseekreis“: Neue Laien-Defibrillatoren für Salem
Die Björn Steiger Stiftung hat weitere Standorte in der Gemeinde Salem im Bodenseekreis mit öffentlich zugänglichen Laien-Defibrillatoren ausgestattet. Diese Automatisierten Externen Defibrillatoren (kurz AED) sind speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer konzipiert, die damit bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand auch ohne medizinische Vorkenntnisse Leben retten können. Am 26. Januar 2022 übergab die Stiftung das insgesamt sechste Gerät an Bürgermeister Manfred Härle. Ermöglicht wurde das Projekt vor allem durch die engagierte Unterstützung der beteiligten Unternehmen vor Ort und der Gemeindeverwaltung.

Die etwa rucksackgroßen AED-Geräte führen Ersthelfer mithilfe von Abbildungen und per Sprachanleitung sicher durch lebensrettende Wiederbelebungsmaßnahmen, bis Notarzt und Rettungsdienst eintreffen. Mit einer sofort eingeleiteten Wiederbelebung haben Betroffene bei einem Herznotfall eine Überlebenschance von über 50 Prozent, ohne diese Maßnahmen sinkt die Überlebenschance hingegen mit jeder Minute um weitere zehn Prozent. Im Rahmen des Projekts „Herzsicherer Bodenseekreis“ hat die Björn Steiger Stiftung seit dem Projektstart im November 2019 bereits 115 Geräte in in Städten und Gemeinden im Landkreis installiert, weitere Standorte sind geplant.

Bürgermeister Manfred Härle würdigte anlässlich der Geräteübergabe am Rathaus in Salem das Engagement und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Im Namen unserer Bürgerinnen und Bürger danke ich allen Sponsoren, die dieses Projekt ermöglicht haben. Neben der Björn Steiger Stiftung sind dies die Pension Busch, die Kunden der Rats-Apotheke, die Patienten der Arztpraxen Dr. Karoline Ambraß und Dr. Patricia Andriessens sowie der Zahnarztpraxis Kai Sallie, die innoSysTec GmbH, die HSM GmbH & Co. KG, die Kurzmann + Maaß Ingenieure GbR sowie Rolls-Royce Power Systems AG. Dank ihrer Hilfe ist Salem ist nun herzsicherer als bisher, vor allem, wenn die Bürger sich auch schulen lassen, wie sie die Defibrillatoren einsetzen müssen. Im Notfall haben Betroffene damit bei uns eine höhere Überlebenschance.“

Mit Hilfe der Spender konnten bisher folgende Standorte in Salem realisiert werden

• Rathaus Salem, Am Schlosssee 1 (Innenbereich am Eingang zur Tiefgarage, Mo-Fr. rund um die Uhr verfügbar, Sa.-So. 07:00-23:00 Uhr);
• Bildungszentrum Salem, Schlossseeallee 45 (Innenbereich in der Sporthalle, zugänglich während der Betriebszeiten);
• Stefansfeld Förderschule Salem-Stefansfeld, Markgrafenstraße 4 (Innenbereich vor der Turnhalle, zugänglich nach Betrieb, sowie Innenbereich im Foyer, zugänglich während der Schulzeiten);
• Pension Busch, Dorfstraße 3, Salem-Grasbeuren (Außenbereich am Eingang, rund um die Uhr verfügbar);
• Praxisgemeinschaft Dr. Ambraß und Dr. Andriessens, Bahnhofstraße 1, Salem-Mimmenhausen (Außenbereich am Eingang, rund um die Uhr verfügbar).

Ein weiteres Gerät ist bei der innoSysTec GmbH am Standort Am Wasserstall 16 geplant.

Jede Hilfe kann Leben retten
Projektmanagerin Johanna Ziegler von der Björn Steiger Stiftung betonte, dass die Stiftung für die Umsetzung ihrer „Herzsicher“-Projekte weiterhin auf private und gewerbliche Sponsoren sowie auf engagierte Helfer angewiesen sei. „Das Engagement gegen den Herztod, das die Sponsoren mit der Finanzierung der AED-Geräte zeigen, verdient Anerkennung“, sagte Ziegler. „Wir wissen, es kann jeden jederzeit und überall treffen. In solchen Fällen sind Reanimationsmaßnahmen mit einer Herzdruckmassage und einer möglichst frühen Defibrillation lebensrettend. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden.“

Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand fordert allein in Deutschland rund 100.000 Opfer pro Jahr. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn sofort lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden. Dafür müssen Ersthelfer nach dem Herzstillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen sowie ein AED-Gerät innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz bringen. Der Defibrillator kann ein aus dem Takt geratenes Herz mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Die kleinen, tragbaren Geräte sind auch von Laien gefahrlos bedienbar. Im Ernstfall kann sie jeder ohne medizinische Vorkenntnisse anwenden und damit sofort Leben retten. Das AED-Gerät leitet den Helfer akustisch Schritt für Schritt an. Es prüft selbstständig, ob und mit welcher Intensität Stromstöße zur Reanimation abgegeben werden müssen.

Das Projekt „Herzsicherer Bodenseekreis“
Zusätzlich zu der Installation von AED-Geräten umfasst das Projekt „Herzsicherer Bodenseekreis“ auch die Breitenausbildung der Bevölkerung. In Kooperation mit den Johannitern und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) werden in diesem Jahr wieder öffentlich kostenlose Schulungen im ganzen Landkreis angeboten. Durch diese Kurzschulungen sollen eventuell vorhandene Hemmschwellen beim Thema Reanimation abgebaut werden.

In der Förderschule Stefansfeld begann dazu im Oktober 2021 das Schulungsprogramm „Retten macht Schule“, bei dem Lehrerinnen und Lehrer von der Björn Steiger Stiftung geschult werden. Diese können nun ihr Wissen an die Schülerinnen und Schüler weitergeben und an Übungspuppen unter Einsatz eines Trainings-AED-Gerätes üben.

Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung rund 29.500 Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem weitere 14.500 Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet mit dem Ziel, je 1.000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät öffentlich verfügbar zu machen.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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