Presse

 
Seebach, 16.11.2018
Dank Lions Club AED-Säule finanziert
Bereits seit Juli dieses Jahres wird im Rahmen des Landkreisprojekts „Herzsicherer Landkreis Freudenstadt“ eine AED-Säule (Automatisierter Externer Defibrillator) im Nationalpark Schwarzwald bereitgehalten. Die Björn Steiger Stiftung ging für diese in finanzielle Vorleistung - nun gibt es einen Sponsor, seinem Engagement ist es zu verdanken, dass die Säule refinanziert werden konnte: der Lions Club Freudenstadt. Die Unterstützung wurde nun offiziell gemacht und die entsprechende Tafel angebracht.

Für uns ist eine große Freude das Projekt ‚Herzsicherer Landkreis Freudenstadt‘ der Björn Steiger Stiftung unterstützen zu können und so die Herzsicherheit in unserer Heimat zu erhöhen“, sagt Bernd Keppler, Schatzmeister des Clubs. Es ist bereits die dritte Säule, die der Lions Club Freudenstadt fördert. „Der Standort im Nationalpark ist aufgrund seines hohen Besucheraufkommens ein prädestinierter Standort.“ Momentan befindet sich das AED-Gerät im Foyer des Haupthauses. Nach Fertigstellung des neuen Gebäudes wird es für die bessere Erreichbarkeit hierhin versetzt werden.

Bei Herzversagen muss schnell Erste Hilfe geleistet werden, nur so können irreparable Schäden vermieden werden. „Mit der AED-Säule sind wir auf den Ernstfall vorbereitet. Bisher kam das Gerät aber glücklicherweise noch nicht zum Einsatz – und wir hoffen natürlich, dass das auch noch eine ganze Weile so bleibt“, so Nationalparkleiter Dr. Thomas Waldenspuhl.

Im Rahmen des Landkreisprojekts hat die Björn Steiger Stiftung in enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Gemeinden den Landkreis mit AED-Geräten ausgestattet. Auch die Betreuung der AED-Geräte wird übernommen und bei Bedarf werden weitere Standorte umgesetzt. Die aktuelle Standortübersicht der AED-Geräte können Sie hier einsehen: www.steiger-stiftung.de/aed-freudenstadt. Parallel zu der Ausstattung mit AED-Geräten werden noch immer öffentliche und kostenfreie Schulungen für die Bevölkerung angeboten.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E t.langenbach@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden, 15.11.2018
Schauspielerin Kristin Meyer unterstützt die Björn Steiger Stiftung
Schauspielerin Kristin Meyer (u. a. „GZSZ“ und „Unter uns“, beide RTL, „SOKO“, ZDF) macht sich für den Baby-Notarztwagen der Björn Steiger Stiftung stark. „Mir als Mutter von kleinen Zwillingen liegt der Baby-Notarztwagen ‚Felix‘ besonders am Herzen“, sagte Meyer anlässlich des Welt-Frühgeborenentags am 17. November. „Nicht nur, weil ich aus Erfahrung weiß, wie wichtig und lebensrettend schnelles Handeln für ein Frühchen sein kann, sondern auch, weil es hier um die geht, die unseren ganz besonderen Schutz brauchen.“ 

 Der von der Björn Steiger Stiftung entwickelte Baby-Notarztwagen „Felix“ wird meistens bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialkliniken gebraucht. Denn nicht immer ist es möglich, dass Frühchen und kranke Säuglinge dort betreut und medizinisch versorgt werden, wo sie geboren werden. Manchmal sind Verlegungen in eine andere Klinik für einen möglichst guten Start ins Leben unumgänglich. Daher kommt „Felix“ an Standorten zum Einsatz, die eine hohe Transportrate von Säuglingen aufweisen. „Nicht nur für das Frühchen selbst, sondern ebenso für Eltern ist ein solcher Transport belastend“, sagt Meyer. „Wie gut, dass ‚Felix‘ hilft – und die Kleinsten der Kleinen sicher ans Ziel bringt. Was gibt es Schöneres?“

In der Tat ist der Baby-Notarztwagen der Björn Steiger Stiftung technisch hochentwickelt. Der Transport der kleinen Patienten verläuft sicher und schonend. Möglich wird dies durch eine spezielle Dämpfung, eine Akustikdämmung und ein bedienerfreundliches Be- und Entladesystem. Zudem ist der Transportinkubator, ein mobiler Brutkasten, quer zur Fahrtrichtung montiert. Der Grund: Wenn das Fahrzeug bremsen muss, wirken unter Umständen hohe Kräfte auf den Säugling ein. Beim Längstransport könnten Hirnblutungen oder Hirnquetschungen entstehen. Beim Quertransport ist die Gefahr viel geringer – wenn überhaupt vorhanden.

2018 war „Felix“ an drei aktiven Standorten in Deutschland im Einsatz: im niedersächsischen Oldenburg sowie in den sächsischen Städten Chemnitz und Leipzig. Im Zeitraum 1. Januar bis 1. November 2018 brachten die drei Spezialfahrzeuge zusammen 261 Mal Frühchen und kranke Säuglinge sicher ans Ziel und absolvierten dabei insgesamt rund 29.000 Kilometer. Darüber hinaus hat die Björn Steiger Stiftung Krankenhäusern und Kliniken auch einzelne Transportinkubatoren zur Verfügung gestellt. Im Einsatz sind diese Inkubatoren aktuell in Flensburg (Schleswig-Holstein), Neuwied (Rheinland-Pfalz) und Bayreuth (Bayern).

Thomas Pflanz, Manager des Projekts Baby-Notarztwagen bei der Björn Steiger Stiftung, ist Schauspielerin Meyer für ihr Engagement sehr dankbar. „Wir freuen uns, dass Prominente wie Kristin Meyer die Arbeit unserer Stiftung öffentlich unterstützen“, sagt Pflanz. „Ihre Stimmen werden gehört. Durch ihre Vorbildfunktion helfen sie uns dabei, das öffentliche Bewusstsein zum Thema Notfallhilfe und notwendige Verbesserungen Schritt für Schritt zu stärken.“

 Das Baby-Notarztwagenprojekt der Björn Steiger Stiftung wird mithilfe von Spendenaktionen und Sponsoren finanziert. Bereits im Jahr 1974 war die Stiftung für die Entwicklung und Indienststellung des ersten Rettungswagens für Frühgeborene verantwortlich. Mit „Felix“ stellte sie 2012 die fünfte und jüngste Generation des Fahrzeugs vor.    


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Winnenden, 15.11.2018
Baby-Notarztwagenbilanz 2018: Fast 30.000 gefahrene Kilometer für Frühchen und kranke Säuglinge
261 Mal haben die Baby-Notarztwagen der Björn Steiger Stiftung im Zeitraum 1. Januar bis 1. November 2018 Frühchen und kranke Säuglinge sicher ans Ziel gebracht. Dabei legten sie zusammen bundesweit rund 29.000 Kilometer zurück. Das geht aus der Baby-Notarztwagenbilanz 2018 der Stiftung zum Welt-Frühgeborenentag am 17. November hervor. „Wir freuen uns, dass unser Baby-Notarztwagen ‚Felix‘ Familien helfen und kleine Patienten ans Ziel bringen konnte“, sagt Thomas Pflanz, Manager des Projekts Baby-Notarztwagen bei der Björn Steiger Stiftung. „Die Zahlen zeigen: ‚Felix‘ wurde 2018 gebraucht.“

Das von der Björn Steiger Stiftung entwickelte Spezialfahrzeug „Felix“ wird meistens bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialkliniken genutzt. Dementsprechend kommt es an Standorten zum Einsatz, die eine hohe Transportrate von Säuglingen aufweisen. Der Transport selbst verläuft sicher und schonend. Möglich wird dies durch eine spezielle Dämpfung, eine Akustikdämmung und ein bedienerfreundliches Be- und Entladesystem. Zudem ist der Transportinkubator, ein mobiler Brutkasten, quer zur Fahrtrichtung montiert. Der Grund: Wenn das Fahrzeug bremsen muss, wirken unter Umständen hohe Kräfte auf den Säugling ein. Beim Längstransport könnten Hirnblutungen oder Hirnquetschungen entstehen. Beim Quertransport ist die Gefahr viel geringer – wenn überhaupt vorhanden.

Die Bilanz lässt sich weiter aufgliedern. Im angegebenen Zeitraum waren die Baby-Notarztwagen an drei aktiven Standorten stationiert: Oldenburg in Niedersachsen sowie Leipzig und Chemnitz in Sachsen. In Oldenburg absolvierte der Wagen insgesamt rund 9.000 Kilometer bei 45 Fahrten (hier: Stand 1. September 2018), in Chemnitz waren es rund 5.000 Kilometer bei 48 Fahrten. Das Fahrzeug in Leipzig brachte es auf rund 15.000 Kilometer bei 168 Fahrten. Darüber hinaus hat die Björn Steiger Stiftung Krankenhäusern und Kliniken auch einzelne Transportinkubatoren zur Verfügung gestellt. Im Einsatz sind diese Inkubatoren aktuell in Flensburg (Schleswig-Holstein), Neuwied (Rheinland-Pfalz) und Bayreuth (Bayern).

Die Björn Steiger Stiftung möchte zum Welt-Frühgeborenentag auch auf das wichtige Thema Frühgeburten aufmerksam machen – zusammen mit dem Bundesverband „Das frühgeborene Kind“. Nach Angaben des Bundesverbandes kommt jedes elfte Kind in Deutschland vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche und damit als sogenanntes Frühgeborenes zur Welt. Demnach machen Frühgeborene die größte Kinderpatientengruppe aus. „Frühchen ist aber nicht gleich Frühchen“, sagt Barbara Mitschdörfer, Vorstandsvorsitzende von „Das frühgeborene Kind“. Je unreifer ein Kind bei seiner vorzeitigen Geburt sei, desto größer seien die Risiken für ein gesundes Überleben.

Optimale Versorgung von Frühchen und enge Einbindung der Familien sind nach Ansicht beider Organisationen überlebenswichtige Aspekte. Eine nachgeburtliche Verlegung von Frühchen sorge immer für zusätzliche Belastungen bei unreifen Kindern, sagt Barbara Mitschdörfer. „Im besten Fall kommen die Kinder bereits dort zur Welt, wo man sie adäquat versorgen kann und auch für auftretende Komplikationen gut gerüstet ist.“ Thomas Pflanz von der Stiftung schließt sich an: „Der beste Brutkasten ist nach wie vor der Bauch der Mutter.“

Sollte eine nachgeburtliche Verlegung aber dennoch unumgänglich sein, kommt es auf die Art und Weise des Transports an. Dieser müsse „so schonend wie möglich sein“, betont Mitschdörfer. Hier habe „Felix“ erfreuliche Maßstäbe in Deutschland gesetzt.

Das Baby-Notarztwagenprojekt der Björn Steiger Stiftung wird mithilfe von Spendenaktionen und Sponsoren finanziert. Bereits 1974 war die Stiftung für die Entwicklung und Indienststellung des ersten Rettungswagens für Frühgeborene verantwortlich. Mit „Felix“ stellte sie 2012 die fünfte und jüngste Generation des Fahrzeugs vor.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Winnenden, 03.11.2018
Weltmännertag: Björn Steiger Stiftung fordert mehr Defibrillatoren in Städten und Landkreisen
Städte und Landkreise müssen beim Kampf gegen den Herztod mehr tun. Das fordert die Björn Steiger Stiftung zum Weltmännertag am 3. November. „Der Weltmännertag rückt das Thema Gesundheit in den Fokus – für uns ein wichtiger Anlass, darauf hinzuweisen, dass das Engagement gegen den Herztod nach wie vor zu gering ist“, sagt Stiftungs-Präsident Pierre-Enric Steiger. Zu wenige Städte und Gemeinden seien in ausreichender Zahl mit Laien-Defibrillatoren ausgestattet. Und zu wenige Einwohner seien mit Erster Hilfe vertraut und könnten im Notfall eingreifen. „Oft genug kommt dann jede Hilfe zu spät, hier muss sich etwas ändern!“, so Steiger.

Etwa 100.000 Menschen in Deutschland sterben im Jahr am Herztod. Bei Männern ist das Risiko größer als bei Frauen. „Das hat mehrere Gründe“, sagt Klaus Dietrich, Bildungsreferent für medizinische Ausbildung der Björn Steiger Stiftung. Gerade bei Männern erhöhe eine sorglose Einstellung zum Lebensstil das Risiko für die Entstehung von Herzerkrankungen. Dies hätten Untersuchungen gezeigt. Ungesunde Lebensgewohnheiten wie falsche Ernährung würden zu Herzerkrankungen entscheidend beitragen, so Dietrich, da über 60 Prozent der Männer häufig vitaminarme, fettige und salzige Speisen bevorzugten. Regelmäßiger Verzehr von Alkohol, Nikotinaufnahme und mangelnde Bewegung seien weitere Faktoren. „Gerade die Kombination dieses Lebensstils führt zu Übergewicht und damit zu weiteren Voraussetzungen für Herzerkrankungen“, sagt Dietrich.

Eliminieren lässt sich das Herztod-Risiko bei Männern – wie auch bei Frauen – nicht. Was ist also im Notfall zu tun? Ersthelfer müssen mit einer Herzdruckmassage sofort beginnen und ein AED-Gerät (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) einsetzen. Solch ein Gerät kann ein aus dem Takt gekommenes Herz durch Stromimpulse in Verbindung der Herzdruckmassage wieder zu einem normalen Herzschlag anregen. „Es ist essenziell, dass diese Maßnahmen sofort durchgeführt werden“, warnt Dietrich. Denn bis nach Absetzen des Notrufs professionelle Hilfe komme, vergehe Zeit. Und bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage blieben bei Betroffenen meistens irreparable Schäden zurück.

Die Zahl der bundesweit aufgestellten Laien-Defibrillatoren lässt nach Ansicht der Björn Steiger Stiftung aber zu wünschen übrig. „Das richtige öffentliche Bewusstsein fehlt – und das bei den vielen Opfern, egal ob Mann oder Frau!“, kritisiert Präsident Steiger. Politik und Verwaltung vor Ort stünden in der Pflicht. Nötig sei, Defibrillatoren den gleichen hohen Stellenwert wie den stets sehr präsenten Feuerlöschern einzuräumen. „Der Brandfall wird vor Ort immer mit bedacht. Da müssen wir, was Defibrillatoren angeht, hinkommen“, so Steiger. Nötig seien auch öffentliche Schulungen, um Hemmungen beim Thema Erste Hilfe abzubauen.

Die Björn Steiger Stiftung zeigt hier viel Engagement. 2013 startete das Projekt „100.000 Leben zu retten“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren voranzutreiben. Das Konzept: an belebten Orten wie Rathäusern und Supermärkten mit lokalen Partnern AED-Säulen aufstellen. Aktuell werden ganze Landkreise und Städte „herzsicher“ gemacht. Der Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg ist schon so weit – mit über 120 Laien-Defibrillatoren steht hier pro 1.000 Einwohner ein „Lebensretter“ bereit. Um die Breitenausbildung der Bevölkerung zu garantieren, werden neben öffentlichen Schulungen zur Wiederbelebung mit Einsatz eines Defibrillators auch die Projekte „Ritter Björn“ für Kindergarten- und Vorschulkinder sowie „Retten macht Schule“ für weiterführende Schulen eingebunden. So werden gleich mehrere Altersgruppen auf Notfälle vorbereitet.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Goslar-Hahnenklee, 30.10.2018
Bocksberg in Goslar-Hahnenklee bekommt zwei Laien-Defibrillatoren
Gemeinsam gegen den Herztod: Die Björn Steiger Stiftung und die ErlebnisBocksBerg Hahnenklee GmbH haben den Bocksberg in Goslar-Hahnenklee „herzsicher“ gemacht. Zusammen haben sie an der Berg- und an der Talstation, die durch eine Gondelbahn verbunden sind, je einen Laien-Defibrillator (AED – Automatisierter Externer Defibrillator) aufgestellt. „ Der Herztod kann jeden treffen“, sagte Thomas Pflanz, Koordinator des Projekts „Kampf dem Herztod“ bei der Björn Steiger Stiftung. „Umso wichtiger ist es daher, alles dafür zu tun, dass im Ernstfall richtig Erste Hilfe geleistet wird.“ „Der Bocksberg ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel“, ergänzte Laura Lünz, stellvertretende Betriebsleiterin des Gondelbahnbetreibers ErlebnisBocksBerg Hahnenklee. Es sei gut, dass man nun auf Notfälle bestmöglich vorbereitet sei und schnell reagieren könne.

Die Aufstellung der beiden AED-Geräte hat eine tragische Vorgeschichte. Im Juli dieses Jahres starb ein zweifacher Familienvater bei einem Familienausflug auf dem Bocksberg am Herztod. Während der Beisetzungsplanung fasste die hinterbliebene Ehefrau, die 42-jährige Simone Simchen, einen Entschluss: Menschen, die Anteil nahmen, wurden gebeten, kein Geld für Blumen und Kränze auszugeben. Stattdessen wurden sie ermutigt, für die Anschaffung eines Defibrillators auf dem Bocksberg zu spenden. „ Das wäre im Sinne meines Mannes gewesen“, sagte Simchen. „ Als wir Hilfe brauchten, konnte man sie uns nicht geben. Das wollte ich ändern.“ Als Partner der Aktion kam die Björn Steiger Stiftung hinzu. Das Spendengeld reichte dann sogar für zwei AED-Geräte. Darüber freute sich Simchen: „ Wenn es dort noch einmal zu einem Notfall kommt – und diese Geräte dann dort stehen und sie jemand bedienen kann –, sind die Überlebenschancen viel größer!

Einer der beiden neuen Laien-Defibrillatoren ist nun in der Talstation der Gondelbahn im Kassenbereich zu finden. Das andere Gerät befindet sich im Aufenthaltsraum der Bergwacht in der Bergstation. Beide AED-Geräte sind mit gut sichtbaren Hinweisschildern versehen. Die Björn Steiger Stiftung und der Betreiber der Gondelbahn sind von Simchens Engagement beeindruckt. „ Dass ein Mensch in all der Trauer die Kraft aufbringt, nach vorn zu schauen und anderen helfen zu wollen, ist bewundernswert“, sagte Thomas Pflanz. Simone Simchen gebühre höchste Anerkennung und größter Respekt. Frau Simchen habe es geschafft, aus einer Erfahrung des Schmerzes heraus etwas Positives zu schaffen, betonte Laura Lünz. Dies könne man nicht genug wertschätzen.

Der Herztod ist mit etwa 100.000 Opfern pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben meist nur eine Chance, wenn Ersthelfer sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein AED-Gerät einsetzen. Ein solches Gerät bringt ein in aus dem Takt geratenes Herz durch Elektrostimulation und mithilfe der Massage wieder in den richtigen Rhythmus. Die Björn Steiger Stiftung hat sich schon lange dem Kampf gegen den Herztod verschrieben. So sorgt sie dafür, dass Laien-Defibrillatoren an belebten Orten aufgestellt werden und organisiert Schulungen zum Thema Wiederbelebung. Darüber hinaus bringen Mitarbeiter Kindern und Jugendlichen in Kindertagesstätten und Schulen richtiges Verhalten im Notfall bei.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Winnenden, 11.10.2018
Notfälle in der dunklen Jahreszeit: Sichtbare Hausnummern erleichtern die Rettung
Wer eine gut sichtbare oder gar beleuchtete Hausnummer am Haus oder an der Wohnung angebracht hat, erleichtert dem Rettungsdienst im Notfall die Arbeit. Darauf weist die Björn Steiger Stiftung zu Beginn der dunklen Jahreszeit hin. „Gut und von weitem sichtbare Hausnummern beschleunigen die Rettung“, sagt Ulrich Schreiner, Geschäftsführer im Bereich Rettungsdienst bei der Björn Steiger Stiftung. Der Grund: Ist der Notruf abgesetzt, rückt der Rettungsdienst aus. Bis er ankommt, vergeht aber Zeit – vor allem, wenn Straßen– und Sichtverhältnisse schlecht sind. „Wenn Fahrer, Notarzt oder Sanitäter noch lange in der Dunkelheit suchen, weil sie die Hausnummer nicht finden und sich erst orientieren müssen, kostet das Zeit“, so Schreiner – Zeit, die Notfallpatienten und Angehörige vielleicht nicht haben. Bei einer gut sichtbaren Hausnummer treffe das Gegenteil zu: Notarzt und Sanitäter seien schnell beim Patienten. Dies erhöhe die Überlebenschancen.

Oft sind Hausnummern noch nicht einmal im Hellen gut und schnell erkennbar, sodass für Verwirrung gesorgt ist und die Rettung verzögert anläuft. „Häufig fehlt das Bewusstsein dafür, dass eine Hausnummer mehr ist als reine Ästhetik am Haus“, sagt Schreiner. Vielmehr erfülle sie eine sehr essenzielle Funktion: gute Erkennbarkeit des eigenen Wohnorts. Im Notfall entscheide dies über Leben und Tod. „Außerdem ist es in den meisten Städten und Gemeinden eine baurechtliche Vorschrift“, ergänzt der Experte.

Die Björn Steiger Stiftung weist darauf hin, dass es noch mehr Möglichkeiten gibt, für schnellen Zugang zur eigenen Wohnung zu sorgen – unabhängig von der Wetterlage. So sollte das Treppenhaus gut passierbar und beispielsweise frei von Schränken und großen Blumenkübeln sein. Denn wenn der Rettungsdienst mit einer Trage, einem Tragestuhl oder einem Bergetuch arbeitet und nicht vorbei kann, muss das Treppenhaus erst freigeräumt werden. Auch hier verstreichen im Notfall wertvolle Minuten.

Hilfreich ist auch, vor Ankunft des Rettungsdienstes dafür zu sorgen, dass Hund, Katze oder andere Haustiere nicht frei in der Wohnung herumlaufen. Stattdessen sollten sie für die Dauer des Rettungseinsatzes in ein separates Zimmer gebracht werden, aus dem sie nicht heraus können. Tiere, die eine angespannte Situation miterleben, werden häufig selbst nervös. Dies kann Notarzt und Rettungssanitäter ablenken und sie von der Arbeit abhalten. „Für Mensch und Tier ist es am besten, da vorzubeugen“, rät Schreiner. Ansonsten könne die Situation für beide kritisch werden – und damit ebenso zum Hindernis für eine erfolgreiche Rettung.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Veringenstadt, 10.10.2018
Ritter Björn zeigt: Auch die Kleinen können Erste Hilfe leisten
Was ist zu tun, wenn sich Oma plötzlich nicht mehr bewegt? Wer kann helfen – und vor allem: wie schnell? Diese Fragen beantwortet die neue bundesweite Initiative „Ritter Björn“ der Björn Steiger Stiftung. Das Projekt, das jetzt offiziell in einer Kindestagesstätte in Veringenstadt in Baden-Württemberg gestartet ist, richtet sich an Kinder ab vier Jahren bis zur Einschulung. „Auch die Kleinen sind schon in der Lage, in einer Notlage oder nach einem Unfall Erste Hilfe zu leisten“, sagt Birgit Sturm, Projektleiterin der Björn Steiger Stiftung. „Sie gehen unbefangen an das Helfen heran und können großartig trösten.

„Ritter Björn“ führt die Vorschulkinder altersgerecht, interaktiv und vor allem spielerisch in die Thematik ein: Der Ritter Björn – eine aufwendig und in Handarbeit genähte und geschneiderte Puppe – erlebt zusammen mit den Kindern Geschichten, die vorgelesen werden. Immer wieder stellt oder beantwortet er Fragen und macht sein junges Publikum vor allem auf ernste Situationen in den Geschichten aufmerksam. Ein Mal sinkt die Oma beim Spielen in sich zusammen, ein anderes Mal fällt ein Mädchen auf dem Spielplatz von der Schwebebrücke. „Die Kinder lernen, eine Notfallsituation als solche zu erkennen. Dann wird geübt, wie man richtig reagiert “, sagt Sturm. Es gehe darum, Kindern beizubringen, eine Notlage sicher und selbstbewusst zu meistern.

Denn richtig helfen lässt sich lernen. Dazu zählt, sich die Notrufnummer 112 einzuprägen und am Telefon ruhig und deutlich die W-Fragen zu beantworten, beispielsweise: Wer ruft an, wo befindet sich der Anrufer und was genau ist passiert? Dazu zählt aber auch, an öffentlichen Orten laut und verständlich um Hilfe zu rufen und auf sich aufmerksam zu machen. All dies übt Ritter Björn mit seinem jungen Publikum ein. Die Kinder führen auch Trainings-Anrufe mit einer speziell von der Stiftung entwickelten Übungs-App durch. Dann nimmt Projektleiterin Sturm die Rolle einer Leitstellen-Mitarbeiterin ein und spricht am Telefon mit dem anrufenden Kind. Je nach Alter machen die jungen Ersthelfer auch praktische Übungen und trainieren beispielsweise die stabile Seitenlage.

Ziel der Stiftung ist es, mit „Ritter Björn“ 120 Kindertagesstätten im Jahr zu erreichen. Der Anfang ist mit Veringenstadt gemacht. Es folgen im Oktober und November weitere Kindertagesstätten in Baden-Württemberg, darunter Freiberg am Neckar, Marbach und Burgstetten. Nach und nach sollen Radius und Umfang des Projekts erweitert werden. Die Björn Steiger Stiftung sucht daher Interessierte, die als ehrenamtliche Mitarbeiter dabei helfen, „Ritter Björn“ perspektivisch deutschlandweit in die Kindertagesstätten zu bringen. „Wir freuen uns über qualifizierte Unterstützung und werden sicherstellen, dass wir unseren Helfern das richtige Know-how mit auf den Weg geben“, sagt Projektleiterin Sturm. Interessierte werden vor dem Einsatz gründlich von Sturm und ihrem Team geschult und auf die Aufgaben vorbereitet.



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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Augsburg, 27.09.2018
„Retten macht Schule": Rund 5.000 Schüler können bald in Augsburg Lebensretter sein
Rund 5.000 Augsburger Schüler werden bald in der Lage sein, eine Wiederbelebung durchzuführen. Das geht aus einer Schätzung des Augsburger Schulamtes und der Björn Steiger Stiftung hervor. Am 26. September hat die Stiftung im Rahmen des Projektes „Retten macht Schule“ in Augsburg die letzte von drei Schulungen durchgeführt, welche die Lehrer von 14 städtischen Mittelschulen für Notfall-Reanimationen fit gemacht haben. Die Lehrkräfte geben ihr Wissen anschließend an ihre Schüler weiter – und sorgen so dafür, dass junge Menschen zu Lebensrettern werden können. Neben den 14 Mittelschulen war auch das städtische Maria-Theresia-Gymnasium am Projekt beteiligt.

Wir freuen uns, dass wir so viele Schüler mit dem Thema Wiederbelebung erreichen können“, sagt Melanie Schraml, Projektleiterin der Björn Steiger Stiftung. Sie verweist auf ein Problem: Rund 100.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr am plötzlichen Herztod. Viele könnten überleben, wenn schnell Erste Hilfe geleistet wird. Leider passiert dies zu selten. Oft haben Passanten Hemmungen und bleiben untätig. „Wir wissen laut einer Studie der Uniklinik Rostock, dass junge Menschen ab der siebten Klasse in der Lage sind, einen Erwachsenen zu reanimieren“, sagt Schraml. „Und wir wissen, dass sie weniger Berührungsängste haben als Ältere.“ Für die Björn Steiger Stiftung seien dies zwei wichtige Gründe gewesen, das Schulprojekt zu starten.

„Retten macht Schule“ wurde 2009 von der Stiftung ins Leben gerufen. Die Stiftung arbeitete deutschlandweit bereits mit über 500 Schulen zusammen, so unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Rheinland-Pfalz. Schätzungen zufolge wurden auf diese Weise über 200.000 Jugendliche für das Thema Wiederbelebung sensibilisiert. Schon immer war es Teil des Konzepts, Lehrkräfte zu schulen, sodass diese ihren Schülern dann eigenständig beibringen können, eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen und den Laien-Defibrillator zu bedienen. Teilnehmende Schulen verpflichten sich, Wiederbelebung fünf Jahre im Lehrplan zu halten. Die Stiftung versorgt die Schulen mit Reanimations-Übungspuppen, einem Handbuch, einem Schulungsfilm und einem Übungs-Defibrillator. Den Schulen wird auch ein einsatzbereiter Laien-Defibrillator zur Verfügung gestellt.

Das Augsburger Beispiel zeigt, wie effizient Engagement vor Ort sein kann“, lobt Projektleiterin Schraml. Da gleich so viele Schulen in einer Stadt teilgenommen hätten, seien die Chancen nun gut, im Notfall schnell von einem der vielen jungen Ersthelfer versorgt zu werden. „Wir wünschen uns, dass auch anderswo die Chance erkannt wird, dem plötzlichen Herztod auf diese Weise den Kampf anzusagen“, so Schraml. Der Augsburger Bildungsreferent Hermann Köhler ergänzt: „Ein solches Projekt trägt dazu bei, einerseits die Wichtigkeit der Erste-Hilfe-Kenntnisse bei Lehrkräften und Schülern stärker ins Bewusstsein zu rufen, andererseits Unsicherheiten und Ängste beim Umgang mit Notfällen zu überwinden. Der Björn Steiger Stiftung danke ich für ihr großzügiges Engagement.“


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Winnenden, 19.09.2018
45 Jahre nach der bundesweiten Einführung: Björn Steiger Stiftung fordert Verbesserung des Notrufs
„Wo genau ist der Notfallort? Ist die Person ansprechbar? Nein? Atmet sie? Nein? Kein Puls tastbar? Dann beginnen wir mit der Wiederbelebung.“ Wer den Notruf wählt, muss sich auf die richtigen Fragen und Anweisungen der Leitstelle verlassen können. Wie umfassend dies geschieht, ist aber nicht überall gleich. Einheitliche Standards in den bundesweit 278 Leitstellen fehlen. Die Björn Steiger Stiftung fordert die Politik daher auf, bundesweit für ein klar definiertes, systematisches Abfrageverfahren zu sorgen. „Leitstellen mit aufeinander abgestimmten Fragen und Anweisungen bieten Anrufern Orientierung“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „Sie nehmen den Anrufer gewissermaßen an die Hand und führen ihn durch die schwierige Notsituation. Das spart Zeit – und kann Leben retten.“

Teilweise wird mit standardisierten Abfrageverfahren schon gearbeitet, beispielsweise in Niedersachsen, Brandenburg, Berlin, Hamburg und in der Region Bodensee-Oberschwaben. In Niedersachsen ist die flächendeckende Einführung solcher Verfahren sogar in einem entsprechenden Gesetz festgeschrieben. Oft genug fehlen sie aber. Auch kommt es je nach Tageszeit und personeller Besetzung der Leitstelle vor, dass Notrufe ohne Abfragehilfe bearbeitet werden. Das führt zu Unterschieden hinsichtlich der Bearbeitungsdauer und der Wahl des Rettungsmittels. „Wie gut und schnell geholfen wird, hängt damit auch von Zufallsfaktoren wie dem Wohnort ab“, sagt Steiger. Das sei nicht hinnehmbar. Der Notruf brauche bundesweit gleich hohe Qualitätsstandards.

Die Stiftung weist darauf hin, dass ein systematisches Abfragesystem auch Vorteile für das Rettungspersonal hat. Leitstellenmitarbeiter haben ein effektives Werkzeug an der Hand, um schnell den Überblick über eine Notlage zu bekommen und richtig helfen zu können. Das Rettungsdienstpersonal kann sich auf dem Weg zum Einsatz durch die detaillierte Weitergabe aller Informationen gut vorbereiten.

Die Björn Steiger Stiftung nimmt die Politik in die Pflicht: Der Bund muss einheitliche Vorgaben machen. Danach muss er sicherstellen, dass die Bundesländer, in deren Zuständigkeit das Rettungswesen fällt, die neuen Regeln einhalten.

Der Notruf ist ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit fast 50 Jahren der Verbesserung der Notfallhilfe in Deutschland verschrieben hat. Stiftungsgründer Dr. h. c. Siegfried Steiger war der erste, der sich für eine zentrale Notrufnummer stark machte. Nach intensiven Bemühungen verklagte er im Juli 1973 das Land Baden-Württemberg und die Bundesrepublik Deutschland auf Einführung der Notrufnummer. Er verlor den Prozess, der Druck der Medien und der Öffentlichkeit wurde aber größer. Am 20. September 1973 beschlossen Bund und Länder, den Notruf 110/112 bundesweit flächendeckend einzuführen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Stadtallendorf, 20.08.2018
„Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf": Stadtallendorf ist dabei
Seit kurzem ist nun auch das Rathaus in Stadtallendorf mit einem Laien-Defibrillator (AED) ausgestattet. Mit den mobilen Geräten lassen sich bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand automatisch Stromimpulse setzen, um dem aus dem Takt geratenen Herz Starthilfe geben zu können. Das Gerät ist in einem Wandkasten im Eingangsbereich leicht zugänglich und mit dem offiziellen AED-Hinweisaufkleber, ein weißes Herz mit Blitz und Kreuz auf grünem Hintergrund, gekennzeichnet. Finanziert hat das Gerät der in Stadtallendorf ansässige Hersteller von Beschlagsystemen Hoppe AG. „Jeder kann bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand mit der Herzdruckmassage und einem Laien-Defibrillator Leben retten – vorausgesetzt, ein Gerät ist in nächster Nähe verfügbar. Zeit ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Hilfe. Deshalb war ich, als ich die entsprechende Anfrage bekam, gerne bereit, das Projekt zu unterstützen, das die flächendeckende Versorgung des Landkreises mit den Geräten zum Ziel hat“, sagte Wolf Hoppe, Vorstand der Hoppe AG.

Die wichtigste Rolle bei einem plötzlichen Herzstillstand spielen die Ersthelfer. Sie setzen den Notruf ab, leisten Erste Hilfe und stellen so die Weichen für alle anderen Schritte: Notarzt, Rettungsdienst und Klinik. Mit diesem Projekt können wir die Rolle der Ersthelfer stärken und weiter ausbauen, damit sie noch besser helfen können“, sagte Landrätin Fründt. Dies sei ein weiterer Baustein der Sicherheitsarchitektur in der Region.

Im gesamten Landkreis sollen an verschiedenen, öffentlichen und stark frequentierten Orten AED-Säulen aufgestellt werden. Im ersten Schritt erhält jede Gemeinde ein Gerät. Ergänzend zu den öffentlichen kostenlosen Schulungen für die Bevölkerung plant die Stiftung ihre Projekte für Schulen und Kindergärten im Landkreis umzusetzen. So soll sichergestellt werden, „dass sich nach und nach alle Bürgerinnen und Bürger – egal welchen Alters – Erste-Hilfe-Maßnahmen zutrauen und auf dieses Weise die Herzsicherheit in der Region deutlich erhöht wird“, so die Landrätin. Da sei es nur folgerichtig und konsequent, die Rettungskette weiter auszubauen. Die Björn Steiger Stiftung finanziert das Projekt und wirbt dafür um Spenden.

Hintergrundinformationen

Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die Betroffenen haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) zum Einsatz kommt. Der AED ist selbsterklärend und gibt nach Einschalten alle notwendigen Schritte akustisch vor — der Laie kann nichts falsch machen.

Neue AED-Standorte:

Rathaus Cölbe, Kasseler Straße 88, 35091 Cölbe, Eingangsbereich
Bürgerhaus Dautphe, Am Bürgerhaus 1, 35232 Dautphe, Eingangsbereich
Gemeindehaus Dreihausen, Dreihäuser Straße 8, 35085 Ebsdorfergrund, Eingangsbereich
Bürgerhaus Fronhausen, Bergstraße 1, 35112 Fronhausen, Eingangsbereich
Rathaus Fronhausen, Schulstraße 19, 35112 Fronhausen, Eingangsbereich
Bürgerbüro Kirchhain, Am Markt 6-8, 35274 Kirchhain, Eingangsbereich
Lahnfelshalle, Otto-Ubbelohde-Weg 21A, 35094 Lahntal, Eingangsbereich
Rathaus Lohra, Heinrich Naumann-Weg 2, 35102 Lohra, Eingangsbereich
Rathaus Stadtallendorf, Bahnhofstraße 1, 35260 Stadtallendorf, Eingangsbereich
Rathaus Wohratal, Halsdorfer Straße 56, 35288 Wohratal, Eingangsbereich


Bereits bestehende AED-Standorte können online unter folgendem Link eingesehen werden: www.steiger-stiftung.de/initiativen/kampf-dem-herztod/100000-leben-zu-retten/marburg-biedenkopf


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

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Freudenstadt, 31.07.2018
Freudenstadt ist der „herzsicherste“ Landkreis Deutschlands
Wer im Landkreis Freudenstadt einen Herztod erleidet, hat sehr gute Chancen, dass ihm beherzte Laien mit einem Laien-Defibrillator das Leben retten. Mit über 120 öffentlich zugänglichen Laien-Defibrillatoren der Björn Steiger Stiftung steht hier pro 1.000 Einwohner ein „Lebensretter“ zur Verfügung. Damit ist die Region im Schwarzwald die wohl herzsicherste in ganz Deutschland. Parallel hierzu schult die Stiftung die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen; erklärtes Ziel sind 100 geschulte Laien pro Gerät, was 10 Prozent aller Einwohner entspricht.

Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Der Landkreis Freudenstadt im Schwarzwald zählt 117.000 Einwohner. Pro Jahr kommt es hier rein statistisch gesehen zu 85 Todesfällen aufgrund eines Herz-Kreislauf-Stillstands. 50 – 70 Prozent der Betroffenen können überleben, wenn die Herzdruckmassage sofort durchgeführt wird und ein Laien-Defibrillator innerhalb von 3 bis 5 Minuten zum Einsatz kommt.

Seit Herbst 2016 stattet die Björn Steiger Stiftung den Landkreis mit Laien-Defibrillatoren, auch AED (Automatisierter Externer Defibrillator) genannt, aus und schult parallel die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Versorgung mit AED ist abgeschlossen, das Projekt ist hiermit jedoch nicht zu Ende. Die Björn Steiger Stiftung bietet weiterhin Schulungen in Kooperation mit dem DRK an und betreut die bestehenden AED-Standorte. Außerdem kommen bei Bedarf weitere AED-Standorte hinzu. Neun weiterführende Schulen im Landkreis beteiligen sich an „Retten macht Schule“. Im Rahmen dieser Initiative lernen Kinder ab der siebten Klasse mithilfe von Übungspuppen und Trainings-AED die Wiederbelebung. Der rote Kobold „Sani Sanelli“ der Björn Steiger Stiftung hat zudem bereits zwei Grundschulen besucht, um den Kindern auf spielerische Weise das richtige Verhalten im Notfall beizubringen.

„Eine Region ‚herzsicher’ zu gestalten bedeutet für uns nicht, dass wir eine bestimmte Anzahl an Laien-Defibrillatoren verfügbar machen und uns dann aus der Verantwortung ziehen. Wir wollen weiterhin dafür Sorge tragen, dass die Bewohner regelmäßig geschult und über das Thema informiert bleiben“, so Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung.

„Ich freue mich sehr, dass Freudenstadt als erster Landkreis von der Björn Steiger Stiftung herzsicher gestaltet wurde und wird. In der Björn Steiger Stiftung haben wir einen zuverlässigen Partner gefunden, der sich ganzheitlich und nachhaltig um dieses wichtige Thema kümmert. Man kann hier also von einem wahren Erfolgsprojekt sprechen“, so Dr. Klaus Michael Rückert, Landrat des Landkreises Freudenstadt.

Die Projektkosten belaufen sich momentan auf ca. 360.000 Euro. In diesem Betrag sind die Material- und Schulungskosten für acht Jahre inbegriffen. Rund ein Drittel stemmen Sponsoren im Landkreis; der Rest wird über die Stiftung finanziert. Die aktuelle Standortübersicht der AED-Geräte im Landkreis ist unter folgendem Link abrufbar: www.steiger-stiftung.de/aed-freudenstadt.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
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Fronhausen, 24.07.2018
Projektstart „Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf“
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Björn Steiger Stiftung sagen dem Herztod gemeinsam den Kampf an. Am Montag haben Landrätin Kirsten Fründt und Vertreter der Stiftung für das Projekt „Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf“ im Bürgerhaus in Fronhausen, einem der neuen Standorte für ein AED-Gerät, den offiziellen Startschuss gegeben.

Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die Betroffenen haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) zum Einsatz kommt, um einem aus dem Takt geratenen Herz mit einem lebensrettenden Stromimpuls „Starthilfe“ zu geben. Diese wichtigen Erstmaßnahmen müssen in der Regel von Laien die sich in nächster Nähe befinden durchgeführt werden – denn bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage bleiben in den meisten Fällen irreparable Schäden zurück. Die Björn Steiger Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt AED-Geräte flächendeckend verfügbar zu machen und entsprechende Schulungen für die Bevölkerung anzubieten.

Im Juni wurden bereits die ersten zehn AED-Säulen bzw. -Wandkästen im Landkreis Marburg-Biedenkopf aufgestellt. Im gesamten Landkreis sollen an verschiedenen, öffentlichen und stark frequentierten Orten AED-Säulen aufgestellt werden. Im ersten Schritt erhält jede Gemeinde ein Gerät. Ergänzend zu den öffentlichen kostenlosen Schulungen für die Bevölkerung plant die Stiftung ihre Projekte für Schulen und Kindergärten im Landkreis umzusetzen. So soll sichergestellt werden, dass sich nach und nach alle Bürgerinnen und Bürger – egal welchen Alters – Erste-Hilfe-Maßnahmen zutrauen und auf dieses Weise die Herzsicherheit in der Region deutlich erhöht wird.

Landrätin Kirsten Fründt betonte, wie wichtig das Projekt für die Herzsicherheit im Landkreis ist: „Die wichtigste Rolle bei einem plötzlichen Herzstillstand spielen die Ersthelfer. Sie setzen den Notruf ab, leisten Erste Hilfe und stellen so die Weichen für alle anderen Schritte: Notarzt, Rettungsdienst und Klinik. Mit diesem Projekt können wir die Rolle der Ersthelfer stärken und weiter ausbauen, damit sie noch besser helfen können.“ Dies sei ein weiterer Baustein der Sicherheitsarchitektur in der Region. Bereits jetzt seien die Chancen, einen Herzinfarkt oder einen Herzstillstand zu überleben, in Marburg-Biedenkopf größer als andernorts. „Das hängt mit dem gut ausgebauten System der Rettungsdienste und einer hervorragenden klinischen Versorgung, zum Beispiel im Marburger Uni-klinikum zusammen. Ersthelfer, Mitarbeiter der Rettungsleitstelle, Notärzte, Notfallsanitäter und die Mediziner im Krankenhaus arbeiten hier Hand in Hand und eng aufeinander abgestimmt“, sagte die Landrätin. Da sei es nur folgerichtig und konsequent, die Rettungskette weiter auszubauen. Auch Claudia Schnabel, Bürgermeisterin von Fronhausen, freute sich, dass am Bürgerhaus nun ein lebensrettendes AED-Gerät verfügbar ist.

Neue AED-Standorte:

Rathaus Cölbe, Kasseler Straße 88, 35091 Cölbe, Eingangsbereich
Bürgerhaus Dautphe, Am Bürgerhaus 1, 35232 Dautphe, Eingangsbereich
Gemeindehaus Dreihausen, Dreihäuser Straße 8, 35085 Ebsdorfergrund, Eingangsbereich
Bürgerhaus Fronhausen, Bergstraße 1, 35112 Fronhausen, Eingangsbereich
Rathaus Fronhausen, Schulstraße 19, 35112 Fronhausen, Eingangsbereich
Bürgerbüro Kirchhain, Am Markt 6-8, 35274 Kirchhain, Eingangsbereich
Lahnfelshalle, Otto-Ubbelohde-Weg 21A, 35094 Lahntal, Eingangsbereich
Rathaus Lohra, Heinrich Naumann-Weg 2, 35102 Lohra, Eingangsbereich
Rathaus Stadtallendorf, Bahnhofstraße 1, 35260 Stadtallendorf, Eingangsbereich
Rathaus Wohratal, Halsdorfer Straße 56, 35288 Wohratal, Eingangsbereich

Hintergrundinformationen

Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die Betroffenen haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) zum Einsatz kommt. Der AED ist selbsterklärend und gibt nach Einschalten alle notwendigen Schritte akustisch vor — der Laie kann nichts falsch machen.




Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
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Seebach, 11.07.2018
Hilfe zur Lebensrettung: Defibrillator am Ruhestein
Er kommt überraschend und ist lebensbedrohend: Der Herztod, ein plötzlich auftretender Herz-Kreislauf-Stillstand, gilt als eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jährlich sterben bundesweit bis zu 100.000 Menschen an den Folgen. Um die Überlebenschancen zu erhöhen und die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu überbrücken, ist sofortige Erste Hilfe per Herzdruckmassage notwendig – am besten in Kombination mit einem sogenannten Defibrillator, ein medizinisches Gerät, das mittels Elektrostimulation das Herz wieder zum Schlagen anregen kann. Ein solcher Defibrillator, den jeder Laie bedienen kann, wurde nun auch am Nationalparkzentrum Ruhestein installiert

„Der Nationalpark ist ein Tagesziel sehr vieler Menschen, um die Höhenluft zu genießen oder auch, um sich auf unseren Veranstaltungen über die Natur im Nordschwarzwald zu informieren. Da ist es möglich, dass auch hier eines Tages etwas passiert und schnelle Erste Hilfe notwendig wird“, so Friederike Scharfe, Leiterin des Veranstaltungsbüros des Nationalparks. „Wir freuen uns deshalb sehr über die Initiative der Björn Steiger Stiftung, die Region flächendeckend mit Defibrillatoren auszustatten. Jetzt können wir auch hier im schlimmsten Fall so gut es geht helfen.“

Der Automatisierte Externe Defibrillator (AED) – so die korrekte Bezeichnung – wurde speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer entwickelt. Beim Anschalten beginnt er zu sprechen und erteilt den Benutzerinnen oder Benutzern klare Anweisungen, was Schritt für Schritt zu tun ist. „So kann jeder, der bei einem plötzlichen Herztod in der Nähe ist, schnelle und wirkungsvolle Hilfe leisten“, freut sich auch Maite Graus aus dem Veranstaltungsteam. Sie wurde ebenso wie zahlreiche weitere Mitarbeiter von Harald Leipold von der Björn Steiger Stiftung in die Nutzung des Gerätes eingewiesen.

„Das Gerät ist zwar selbsterklärend, aber die Einweisung kann zusätzlich helfen, die Hemmschwelle zu senken und im Zweifel noch schneller zu reagieren“, erklärt Leipold. „Beim plötzlichen Herztod zählt tatsächlich jede Sekunde“, bestätigt Michael Müller, Projektmanager der Aktion „100.000 Leben zu retten“ der Björn Steiger Stiftung. „Bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage bleiben in den meisten Fällen irreparable Schäden zurück.“

Eine Herzdruckmassage trauen sich nicht alle Menschen spontan zu, ein zögerliches Eingreifen kann aber fatal sein. „Der bereitstehende Defibrillator ist da eine weitere Möglichkeit, schnell und so gut es geht zu helfen, auch wenn der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon Jahre oder gar Jahrzehnte zurück liegt“, führt Michael Müller weiter aus. Für die Björn Steiger Stiftung, die sich grundsätzlich der Verbesserung der Notfallhilfe verschrieben hat, ist der Zeitgewinn und die zusätzliche Option für Ersthelfer Grund genug, sich für die Verbreitung von AED-Geräten und deren Handhabung einzusetzen. „Wir können alle mal in eine Situation kommen, dass wir entweder Hilfe leisten müssen oder wir froh sind, wenn uns jemand Hilfe leisten kann.“

Hintergrund Björn Steiger Stiftung
Der achtjährige Björn Steiger verunglückte 1969 im Straßenverkehr und starb am Schock – die Notfallhilfe kam zu spät, um ihn retten zu können. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Die Stiftung engagierte sich seither unter anderem für die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf – und ganz aktuell für die flächendeckende Installation von AED-Säulen mit den einfach bedienbaren Geräten. Seit Herbst 2016 stellt die Björn Steiger Stiftung auch im gesamten Landkreis Freudenstadt diese Säulen auf und macht so die Region herzsicher. Mittlerweile konnten hier über 120 Defibrillatoren öffentlich verfügbar gemacht und fast 1.000 Bürger in Wiederbelebungsmaßnahmen geschult werden.
Straubenhardt, 04.05.2018
Gemeinsam drücken für ein „Herzsicheres Straubenhardt“
Die Gemeinde Straubenhardt wird von der Björn Steiger Stiftung mit öffentlich zugänglichen AED-Geräten und Wiederbelebungskursen für die Bevölkerung „herzsicher“ gemacht. Ein AED (Automatisierter Externer Defibrillator) kommt bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zum Einsatz und kann von jedem Laien problemlos bedient werden. Insgesamt verfügen die einzelnen Ortsteile Straubenhardts nun über elf dieser öffentlich zugänglichen „Lebensretter“. Gestern wurde das AED-Gerät am Eingang der Straubenhardthalle im Beisein des Bürgermeisters Helge Viehweg und der Sponsoren des Projekts offiziell eingeweiht.

Bei der darauffolgenden öffentlichen Schulung im Bürgertreff war das Interesse für die Herz-Lungen-Wiederbelebung groß. Marcus Fluit, Bildungsreferent der Björn Steiger Stiftung, erklärte die einfachen Maßnahmen, mit welchen jeder bei einem Herztod Leben retten kann. Hierzu gehört natürlich die Herzdruckmassage. Dank der Sprachansage des AEDs wird der Laie zudem Schritt für Schritt angeleitet. Viele Teilnehmer hakten nach: „Was ist, wenn ich nicht schnell genug drücke?“, „Muss ich nicht auch beatmen?“, „Kann ich mit dem AED-Gerät auch Schaden anrichten?“ Fluit beantwortete alle Fragen und nahm den verunsicherten Zuhörern ihre Ängste. „Sie können dabei nichts falsch machen. Falsch wäre es nichts zu tun“, betonte er.

Helge Viehweg, Bürgermeister von Straubenhardt, war schon bei Schulungen der Stiftung dabei. Auch er betont: „Davor hätte ich mir das wahrscheinlich auch nicht zugetraut. Aber nun weiß ich, wie einfach Leben retten ist. Ich bin mir sicher, dass ich das jetzt hinkriegen würde, wenn der Ernstfall einträfe.“

Die Gollmer und Hummel GmbH finanzierten das AED-Gerät an der Straubenhardthalle. Für Geschäftsführer Christoph Schönthaler war es naheliegend das Projekt zu unterstützen. „Als Hersteller von Feuerwehrschläuchen sind wir an lebensrettenden Gerätschaften nah dran. Wenn wir die Gelegenheit haben der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können, tuen wir das natürlich gern.“ Auch für die Willy Lillich GmbH war es im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit ein AED mitzufinanzieren, besonders da vergangenes Jahr ein 43-jähriger Mitarbeiter aufgrund eines Herztods verstorben ist. Die Treff Disount GmbH beteiligte sich ebenfalls an dem Projekt.

Im Rahmen des Projekts „Herzsicheres Straubenhardt“ werden zukünftig weiterhin öffentliche und kostenfreie Wiederbelebungskurse angeboten. Außerdem stattete die Björn Steiger Stiftung die Wilhelm-Ganzhorn-Schule mit einem „Retten-macht-Schule“-Lehrpaket aus, damit die Schüler ebenfalls die Herz-Lungen-Wiederbelebung erlernen können.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Leipzig, 13.04.2018
Seit einem Jahr für die Kleinsten im Einsatz
Baby-Notarztwagen „Felix“ begeht seinen ersten Geburtstag

Seit dem 04.04.2017 ist der Baby-Notarztwagen „Felix“ in Leipzig im Einsatz. Insgesamt hat er bei einem aktuellen Kilometerstand von knapp 19.000 Kilometern 181 Fahrten absolviert. Das Spezialfahrzeug für Frühgeborene und kranke Säuglinge kommt meist bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik zum Einsatz. In Leipzig fallen häufig Transporte zwischen dem Universitätsklinikum und dem Herzzentrum an. Der Baby-Notarztwagen hat aber auch schon Säuglinge aus Berlin, Cottbus, Dresden, Chemnitz, Jena, Erfurt und sogar Ljubljana nach Leipzig gebracht. Betrieben wird das Fahrzeug von der Branddirektion.

Prof. Dr. Ulrich Thome, Leiter der Abteilung Neonatologie am Universitätsklinikum Leipzig, zieht nach einem Jahr Erfahrung mit „Felix“ ein zufriedenes Resümee: „Das Fahrzeug bietet nicht nur optimal schonende Bedingungen für das Kind, sondern auch optimale Arbeitsbedingungen für das begleitende ärztliche und pflegerische Personal. Es bleibt dabei, dass ein Kind, das nach seiner Geburt medizinische Hilfe benötigt, am besten an einem Ort geboren wird, wo es nicht mehr transportiert werden muss. Da sich dies nicht immer erreichen lässt, sind wir sehr froh, durch das spezialisierte Fahrzeug einen möglichst sicheren und schonenden Transport gewährleisten zu können."

„Felix“ sorgt dank einer speziellen Dämpfung, einer Akustikdämmung und einem bedienerfreundlichen Be- und Entladesystem für eine möglichst schonende Fahrt für die fragile Fracht. Zudem ist der Transportinkubator (mobiler Brutkasten) quer zur Fahrtrichtung positioniert, was für die kleinen Patienten wesentlich sicherer ist. Wenn das Fahrzeug bremsen muss, wirken beim Längstransport so hohe Kräfte auf den Säugling ein, dass Hirnblutungen oder Hirnquetschungen auftreten können. Dieses Phänomen ist beim Quertransport sehr viel geringer bzw. gar nicht vorhanden. Dank des Quertransports hat das Personal im „Felix“ auch räumlich einen besseren Zugang zum Kind und kann es so besser überwachen und betreuen.

Da der Baby-Notarztwagen im Rettungsdienstgesetz als Rettungsmittel nicht vorgesehen ist, musste er aus Spendengeldern finanziert werden. Die jährlichen Betriebskosten (Diesel, Versicherung, Inspektion, etc.) von rund 30.000 Euro werden ebenfalls von der Björn Steiger Stiftung getragen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Oldenburg, 26.03.2018
„Felix“ fährt ab sofort mit verbessertem mobilen Brutkasten
Seit vergangenem Donnerstag steht dem Klinikum Oldenburg ein verbessertes Transport-Inkubator- System für den Baby-Notarztwagen „Felix“ zur Verfügung. Die Björn Steiger Stiftung finanzierte die Modifizierungen, die aufgrund der Anforderungen beim Transport im Rettungswesen notwendig waren. Nun kann der mobile Brutkasten sowohl im Baby-Notarztwagen, als auch im Rettungswagen und im Rettungshubschrauber eingesetzt werden. Am System wurde ein neuer Inkubator, ein neues Beatmungsgerät, eine Absaugpumpe und ein o2-Monitor verbaut.

„Wir sind sehr erfreut über die kontinuierliche Unterstützung der Björn Steiger Stiftung, die unseren „Felix“ noch weiter optimiert und somit zum sanften und sicheren Transport der kranken Früh- und Neugeborenen beiträgt“, so Professor Dr. Jürgen Seidenberg, Direktor in der Kinderklinik des Klinikum Oldenburg AöR. Der Umbau, dessen Kosten sich auf 42.000 Euro beliefen, wurde von Spendengeldern aus der Region finanziert. Zudem übernimmt die Stiftung die laufenden Betriebs- und Wartungskosten von ca. 10.000 Euro im Jahr.

Das Baby-Notarztwagen-System „Felix“ ist für Verlegungsfahrten von Frühchen und Säuglingen ausgelegt, die zur besseren Versorgung ins Elisabeth-Kinderkrankenhaus gebracht werden müssen. Das gesamte System ermöglicht eine möglichst erschütterungsfreie und schonende Fahrt für die kleinsten Patienten. Das Fahrzeug ist seit 2013 am Klinikum Oldenburg stationiert.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Klosterreichenbach/Freudenstadt, 09.03.2018
Herzsicherer Landkreis Freudenstadt: Klosterreichenbach erhält AED und Schulung
Als Teil des herzsicheren Landkreises Freudenstadt verfügt Klosterreichenbach nun nicht nur über ein öffentlich zugängliches AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) der Björn Steiger Stiftung - auch die erste öffentliche Schulung zur Wiederbelebung fand am Mittwoch Abend im Rathaussaal statt. Marcus Fluit, Bildungsreferent der Stiftung, demonstrierte vor ca. 50 Teilnehmern, wie einfach die lebenserhaltenden Maßnahmen beim Herztod von Laien durchzuführen sind.

Sponsor des Geräts Volker Kallfass von der Kallfass GmbH freute sich über das große Interesse bei der Schulung. Als stellvertretender Kommandant der freiwilligen Feuerwehr Klosterreichenbach weiß er um die Notwendigkeit schneller Wiederbelebung beim plötzlichen Herztod. „Dank der öffentlichen Schulungen wird die Angst vor Erster Hilfe und dem AED genommen. Für uns war es sofort klar, dass wir das Projekt der Stiftung hier vor Ort unterstützen.“

Insgesamt sind in der größten Flächengemeinde Baiersbronn nun 19 AED-Geräte installiert; der gesamte Landkreis Freudenstadt verfügt über 115 öffentlich zugängliche Laien-Defibrillatoren.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Schopfloch/Landkreis Freudenstadt, 08.03.2018
Herzsicherer Landkreis Freudenstadt: Schopfloch ist mit dabei
Nun ist es auch in Schopfloch soweit: Das erste AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) der Björn Steiger Stiftung ist gestern offiziell eingeweiht worden. Standort ist die Gemeinschaftsschule in Schopfloch, die sich auch an dem Projekt „Retten macht Schule“ beteiligt. Mit 15 von der Björn Steiger Stiftung zur Verfügung gestellten Übungspuppen können nun die Schüler ab Klassenstufe sieben Wiederbelebungsmaßnahmen erlernen. Im Lehrpaket ist auch ein Trainings-AED enthalten, welches den „scharfen“ Geräten im „Herzsicheren Landkreis Freudenstadt“ entspricht. Der Leiter der medizinischen Abteilung der Björn Steiger Stiftung schulte gestern im ersten Schritt das Kollegium der Schule, damit die Lehrer den Stoff zukünftig selbstständig an die Schüler weitergeben und die Übungen in Eigenregie durchführen können.

Bei der gestrigen Einweihung waren Bürgermeister Klaas Klaassen und Rektorin Simone Schuon zugegen, die sich beide sehr über die lebensrettenden Geräte und die Schulungsmaßnahmen im Landkreis freuen. „Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Betroffenen im Jahr immernoch eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Das Bestreben, den Landkreis herzsicher zu gestalten und schnelle Erste Hilfe zu fördern, unterstützen wir deshalb natürlich sehr gerne“, betont Klaassen. „Gut, dass die Björn Steiger Stiftung Schulungen anbietet, die die Hemmschwelle Erste Hilfe zu leisten hoffentlich senken. Durch das AED-Gerät, das zur Bedienung selbst Anweisungen gibt, finden die Menschen wahrscheinlich eher den Mut das Gerät in einem Notfall zu bedienen. Wichtig ist es, diese AED-Geräte an vielen öffentlichen Standorten zu finden. Ich freue mich, dass zukünftig ein solches Gerät auch unserer Schule zur Verfügung stehen wird“, so Simone Schuon.

Drei weitere öffentlich zugängliche Geräte sollen demnächst in Schopfloch installiert werden: in der Eugen-Hornberger-Halle, in der Iflinger und außen am Gemeinschaftsgebäude Unteriflingen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Flensburg, 15.02.2018
70.000 Euro von der Björn Steiger Stiftung: Transport-Inkubator der Diako-Kinderklinik erhielt modernste Technik
Nach sieben Jahren im Einsatz war er nicht mehr auf dem neuesten Stand, zudem fehlten Ersatzteile: Für rund 70.000 Euro von der Björn Steiger Stiftung wurde der Transport-Inkubator der Diako-Kinderklinik jetzt runderneuert. „Dank dieser Hilfe ist unser Transport-Inkubator wieder auf dem neuesten Stand der Technik“, freute sich Chefarzt Dr. Michael Dördelmann bei der Übergabe des Gerätes durch Thomas Pflanz, Projektleiter der Björn Steiger Stiftung. Die gemeinnützige Organisation engagiert sich seit fast 50 Jahren für das Rettungswesen in Deutschland.

Der moderne transportable „Brutkasten“ ist für den Einsatz im Rettungswagen vorgesehen, wenn eine schnelle und dringende Verlegung von kleinen Intensivpatienten nötig ist. Der von der Firma Dräger in Lübeck entwickelte Inkubator macht einen Transport der Babys auch per Hubschrauber oder per Seenotrettungskreuzer möglich. Damit können alle Frühgeborenen und kranken Neugeborenen aus dem gesamten Norden Schleswig-Holsteins und auch von den Inseln für eine spezielle medizinische Versorgung sicher nach Flensburg verlegt werden. Der Transport-Inkubator verfügt jetzt wieder über modernste Infusionspumpen, Monitoring-Systeme, Absauggerät, Beatmungsgerät sowie eine Sauerstoff- und Druckluftversorgung. „Ich bin sehr dankbar dafür“, erklärte Dr. Dördelmann. „Eben weil die Technik niemals versagen darf, war die Modernisierung so wichtig.“ Ein technischer Vorteil gegenüber der alten Ausstattung sei zudem die integrierte Turbine für die Luftversorgung, die dafür sorge, dass für das neue Beatmungsgerät keine Sauerstoffflasche mehr erforderlich ist.

Die kleinen Patienten werden vom Frühchen-Team des Perinatalzentrums (perinatal heißt: „um die Geburt herum“) in den Entbindungskliniken oder auch nach Hausgeburten abgeholt und unter möglichst schonenden Transportbedingungen direkt auf die speziell ausgestattete Intensivstation in der Kinderklinik des Diakonissenkrankenhauses gebracht.

Das Flensburger Perinatalzentrum bietet die höchste Versorgungsstufe, so dass selbst sehr unreife Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm medizinisch ver-sorgt werden können.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Winnenden, 12.01.2018
Zur Rettung von Menschen ist eine Zukunftsplanung überfällig
Rettungsdienst in Baden-Württemberg: Innenministerium muss handeln

Das Rettungswesen in Baden-Württemberg ist in den vergangenen Jahren selbst zum Patienten geworden und ist im deutschlandweiten Vergleich vor allem im Bereich der Hilfsfrist schlechter als in vielen anderen Bundesländern. Gleichzeitig verändern sich unter anderem aufgrund des demografischen Wandels die Rahmenbedingungen. In der Folge ist eine weitere Verschlechterung der Qualität des Rettungswesens in Baden-Württemberg absehbar. Zuständig für den Rettungsdienst in Baden-Württemberg ist das Innenministerium. Die Björn Steiger Stiftung sieht seit langer Zeit Handlungsbedarf, sowohl im Bereich der Veränderung bestehender Gesetze als auch im Bereich der Umsetzung zukunftsorientierter Maßnahmen.

Anders als in vielen anderen Bundesländern hat in Baden-Württemberg die Überschreitung der Hilfsfristen keine Konsequenzen. Das Innenministerium als regulierende Behörde nimmt regelmäßige Überschreitungen hin. Es erfolgen keine Sanktionen gegenüber den Leistungserbringern des Rettungsdienstes. Anders ist dies beispielsweise in Hessen. „In Hessen werden bereits Sanktionen bei der Nichteinhaltung der dort definierten Ausrückezeit und Fahrzeit verhängt, wenn die Begründungen nicht akzeptabel sind“, so Ulrich Schreiner, Geschäftsführer der Björn Steiger Stiftung Luftrettung gGmbH. „Sehen sich die Betreiber aufgrund Personal- oder Materialmangels nicht in der Lage die Zeiten einzuhalten, üben sie wiederum verstärkt Druck auf die Kostenträger, also auf die Krankenkassen aus. Dies wird dann in den Ausschüssen zwischen Krankenkassen, Landkreis (Rettungsdienstträger) und beauftragtem Leistungserbringer verhandelt und notfalls in der Landesschiedsstelle Rettungsdienst entschieden. Dieses Regulierungsmittel wäre auch für Baden-Württemberg wünschenswert, um Verbesserungen in Gang zu setzen.“

Weiteres Potenzial der Qualitätsverbesserung sieht die Björn Steiger Stiftung in der Trennung zwischen Notfallrettung und Krankentransport. In Baden-Württemberg werden derzeit Rettungswagen auch für Krankentransporte eingesetzt und sind somit für lebensbedrohliche Notfälle in diesem Zeitraum nicht verfügbar. Die Nach-Hause-Bringung eines Genesenen verhindert somit die Rettung eines akut erkrankten oder verunfallten Menschen. Die Lösung wäre eine eigene Organisationsstruktur für reine Krankentransportmittel. „Sinnvoll wären etwa fünf überregionale Dispositionszentralen für Baden-Württemberg, um die geplanten Transporte logistisch effizient zu organisieren“, so Schreiner.

Der Landkreis Waldshut hat unter den Mängeln im Rettungswesen im Land am meisten zu leiden; hier werden die Hilfsfristen am häufigsten überschritten. Aus diesem Grund fordert er seit über sieben Jahren einen Rettungshubschrauber, um eine schnellere Notfallversorgung zu gewährleisten. Das Innenministerium sitzt dieses Thema jedoch seit dieser Zeit aus. Die Björn Steiger Stiftung setzt sich seit 2015 für einen Dual-Use-Hubschrauber RTH/ITH am Standort Hütten ein. Mit einem zusätzlichen Hubschrauber müsste die Bevölkerung nicht wie bisher zu lange auf einen Notarzt warten (s. Tabelle). Eine luftrechtliche Genehmigung liegt bereits vor, doch das Innenministerium weigert sich nach wie vor die Betriebsgenehmigung zu erteilen. Stattdessen will es ein eigenes Gutachten zur Struktur der rettungsdienstlichen Versorgung in Auftrag geben, obwohl der Landkreis bereits letztes Jahr ein entsprechendes Gutachten erstellt und beim Innenministerium eingereicht hat. In der Folge wird die Region mindestens ein weiteres Jahr unterversorgt bleiben.

- „Wir verstehen nicht warum viele Verbesserungen, die seit langem diskutiert werden, nicht angepackt werden. Insbesondere im Südschwarzwald macht das Aussitzen von Entscheidungen die Lage zunehmend prekärer und lässt die Bürger im Regen stehen“, so Schreiner. Mit Blick auf die kommenden Jahre wird ein Handeln umso dringlicher. Aufgrund gesellschaftlicher und struktureller Veränderungen, wie beispielsweise demografischer Wandel, Klinikzentralisierung, Hausarztmangel, verändertes Notrufverhalten und vielem mehr sind Verbesserungen durch neue Konzepte im Rettungsdienst zwingend notwendig und bereits heute überfällig.

Hintergrundinformationen Hilfsfrist

Da der Rettungsdienst in Deutschland föderal organisiert ist, bestehen bundesweit 16 verschiedene Rettungsdienstgesetze. Dementsprechend hat jedes Bundesland eigene Vorgaben für die Hilfsfrist, also die Zeit, die nach dem Eingang des Notrufs bis zum Eintreffen der Rettungskräfte am Unfallort höchstens verstreichen darf. Die Hilfsfrist in Baden-Württemberg beträgt 10 bis höchstens 15 Minuten (in 95% der Fälle), was im bundesdeutschen Vergleich relativ lang ist. Vergessen wurden im Gesetz die Festlegung von Sanktionen und die Definition von Dispositionszeit, Ausrückzeit und Fahrzeit. Zudem wird die Hilfsfrist im Rettungsdienstgesetz als reine Planungsgröße verstanden.

Ziel der Hilfsfristen ist es das sogenannte therapiefreie Intervall beim Patienten so kurz wie möglich zu halten. Um die Genesung eines Notfallpatienten zu gewährleisten, müssen lebensrettende Sofortmaßnahmen möglichst zeitnah durchgeführt werden. Da bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand bereits in den ersten paar Minuten reanimiert werden sollte, versuchen private, ehrenamtliche Initiativen mit der Einrichtung von Helfer-vor-Ort-Gruppen/First Responder das therapiefreie Intervall noch kürzer zu halten.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

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Tobias Langenbach
Pressesprecher
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