Presse

 
Berlin, 30.03.2021
Startschuss für das Projekt AI Rescue in der ‚Modellregion Gesundheit Lausitz‘
Im Rettungsdienst sind schnelle Entscheidungen gefordert, nicht selten geht es um Leben und Tod. Künstliche Intelligenz soll nun das Rettungswesen in Deutschland fit machen für die Zukunft. Ziel ist es, Einsatz- und Rettungskräften mittels intelligenter Technologien künftig mehr digitale Unterstützung für die notfallmedizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen. Im neuen Forschungsprojekt AI Rescue erstellt ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern unter Leitung der Björn Steiger Stiftung aktuell eine Machbarkeitsstudie am Beispiel der „Modellregion Gesundheit Lausitz“, wie mithilfe KI-basierter Datenanalyse die Arbeiten im Rettungswesen effektiver und effizient gestaltet werden können. Das Vorhaben wird vom Bundeministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert.

Der Rettungsdienst in Deutschland steht vor großen Herausforderungen: Steigende Einsatzzahlen bei begrenztem Personal, zunehmender Kostendruck, der demografische Wandel und bundesweit uneinheitliche Strukturen sowie Veränderungen des Anforderungsprofils bestimmen das Bild. Zwar hat die Digitalisierung auch in Deutschland Einzug in das Rettungswesen gehalten, allerdings entwickelt sich dieser Prozess im europäischen Vergleich relativ langsam und bundesweit unterschiedlich schnell. Das Potenzial der Künstlichen Intelligenz ist groß, der Bedarf an praxistauglichen, KI-basierten Systemen, die helfen, datenbasierte Entscheidungen vorzubereiten, ist hoch.

Hier setzt das Projekt AI Rescue an. Teil der Machbarkeitsstudie „KI-gestützte Datenanalyse und Simulation des Rettungswesens“ ist die Entwicklung einer Simulation als Demonstrator für den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Rettungswesen am Beispiel der „Modellregion Gesundheit Lausitz“. Im Rahmen des geplanten Lausitzer Zentrums für Künstliche Intelligenz (LZKI) simulieren Wissenschaftler der BTU Cottbus-Senftenberg unter der Leitung von Prof. Dr. Armin Fügenschuh, Fachgebiet Ingenieurmathematik und Numerik, eine Rettungskette von der Leitstelle über den Rettungswagen bis hin zum Notarzt. Im Fokus steht die Einbettung von Methoden der Künstlichen Intelligenz zur Vorhersage der Auswirkungen operativer, taktischer und strategischer Entscheidungen.

„Pro Jahr gehen allein in der Rettungsleitstelle Lausitz rund 120.000 Notrufe bei der Rufnummer 112 und 120.000 weitere Anrufe ein. Bundesländer und Landkreise stehen unter enormem Druck. Rettungsfahrzeuge müssen bereitstehen und entsprechend ausgestattet sein, Notärzte und Krankenhausbetten zur Verfügung stehen. Mit Hilfe unserer Software wird es möglich sein, die Rettungskette virtuell abzubilden und mögliche Einsatzszenarien zu testen. Nur so können Entscheider aus Wirtschaft, Politik und dem Gesundheitswesen optimal planen, wie viele Rettungsfahrzeuge beispielsweise an welchen Leitstellen zur Verfügung stehen müssen, damit Hilfesuchende zu jeder Zeit an jedem Ort die bestmögliche Unterstützung erhalten“, so Prof. Fügenschuh.

Darüber hinaus werden die gegenwärtigen politischen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen analysiert. Damit sollen im Vorhaben konkrete Potenziale für eine Verbesserung von Mobilitätsaspekten der Rettungskette durch KI identifiziert werden. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie bilden die Grundlage für Handlungsempfehlungen, um den effektiven und innovativen Transfer von Daten in konkrete Handlungsanweisungen zu gewährleisten und die Akzeptanz und Zustimmung automatisierter Systeme in der Praxis zu begünstigen. Dies wird nicht nur die Leistung und Zuverlässigkeit bestehender Prozesse und der vorhandenen Dateninfrastrukturen im Rettungswesen deutlich erhöhen und verbessern, sondern soll auch neue Funktionalitäten und Anwendungen erschließen und die Versorgungsqualität erhöhen. Die Erkenntnisse helfen zudem bei der Identifikation von aussichtsreichen Anwendungsszenarien und unterstützen Wirtschaft, Politik und das Gesundheitswesen bei Projekt-Entscheidungen für den Einsatz von KI im rettungsdienstlichen Einsatz in der Zukunft.

Effektive Zusammenarbeit – Einheit in Vielfalt

In dem vom BMVI geförderten Projekt AI Rescue arbeiten vier Partner zusammen: Neben den Arbeiten der Wissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) steuert die Björn Steiger Stiftung als Konsortialführer die Anwenderkompetenz entlang der Rettungskette im Dienst der Notfallhilfe bei, während das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) die Einbindung aller relevanten Akteure verantwortet, und es wird insgesamt zwei Expertenworkshops zu Beginn und Ende der Projektlaufzeit ausrichten. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) trägt mit seiner Expertise in den Bereichen „Digital Health - Connected Healthcare“ und „Design Thinking“ zu dem Gesamtvorhaben bei, um mit Hilfe einer Studienbegleitgruppe (Subject Matter Experts) im späteren Verlauf aussichtsreiche Anwendungsszenarien herzustellen. Der Lehrstuhl „Digital Health - Connected Healthcare“ der von Prof. Dr. Bert Arnrich an der gemeinsamen Digital-Engineering Fakultät des Hasso-Plattner-Instituts und der Universität Potsdam geleitet wird, beschäftigt sich mit dem Erfassen und der Analyse von gesundheitsrelevanten Daten aus dem täglichen Leben und deren Verknüpfung mit klinischen Daten. Im Projekt AI Rescue soll erforscht werden, wie sich mobile Sensorik in Notfallsituationen einsetzen lässt, um kritische Gesundheitszustände zu überwachen und wichtige Daten für die weitere Behandlung im Krankenhaus zu erheben.

Mit diesem Ansatz leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur KI-Strategie des Bundes, zum Aktionsplan Digitalisierung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie durch einen integrierten Daten-Informationsfluss zur Modernisierung des Rettungswesens im Allgemeinen. Ein weiteres, übergreifendes Ziel der Forschungsarbeit ist es, mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz als branchenübergreifender Schlüsseltechnologie den Transfer von KI-Lösungen in der Wirtschaft deutlich zu verbessern und zu einer Restrukturierung der Braunkohleregion Lausitz beizutragen. Dies gilt für die Sicherstellung der Notfall- und Gesundheitsvorsorge und damit der Steigerung der Lebensqualität, aber auch für die strategische Entwicklung von strukturschwachen Regionen, die vor einer tiefgreifenden Transformation stehen wie beispielsweise die Industriestandorte in der Lausitz. Das Innovationsprojekt soll so gleichermaßen einen Beitrag zum Aus- und Aufbau neuer wirtschaftlicher Zukunftsfelder und zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen im Gesundheitssektor leisten.

Das BMVI fördert das Projekt AI Rescue im Rahmen seines Aktionsplans Digitalisierung, der datenbasierte, digitale Anwendungen für die Mobilität 4.0 unterstützt. Die Machbarkeitsstudie soll im Oktober 2021 abgeschlossen werden und ein Umsetzungskonzept für innovative Konzepte enthalten.

Weitere Informationen >

Björn Steiger Stiftung
Bela Anda
pressestelle@steiger-stiftung.de
Tel: 7195 / 3055 – 0

Brandenburgische Technische Universität Cottbus, Senftenberg
Kristin Ebert
kristin.ebert@b-tu.de
Tel: 0355 / 69 – 2115

Brandenburgisches Institut für Gesellschaft und Sicherheit
Dr. Tim Stuchtey
direktor@bigs-potsdam.org
Tel: 0331 / 704406 – 0

Hasso-Plattner-Institut
Prof. Dr. Bert Arnrich
bert.arnrich@hpi.de
Tel: 0331 / 5505 - 4850


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.
Emden, 04.03.2021
Startschuss für Projekt „Herzsicheres Emden“
Die Stadt Emden, die Sparkasse Emden und die Björn Steiger Stiftung gaben heute den Startschuss für das gemeinsame Projekt „Herzsicheres Emden“. Gemeinsam engagieren sie sich im Rahmen der Initiative der Stiftung in der Prävention des Herztodes sowie in der Aufklärungsarbeit bei Erste Hilfe. Heute wurden die ersten zehn Laien-Defibrillatoren, die von der Stadt Emden und der Sparkasse Emden gestiftet wurden, vorgestellt (Standorte s. unten). Für das gesamte Stadtgebiet sind 27 Standorte vorgesehen. Darüber hinaus ist geplant die Bevölkerung in Wiederbelebung zu schulen. Mit diesen Defibrillatoren, auch AED (Automatisierter Externer Defibrillator) genannt, können Laien bei einem Herzstillstand Erste Hilfe leisten und Leben retten.

Tim Kruithoff freut sich über das neue, lebensrettende Projekt in seiner Stadt. „Am plötzlichen Herztod sterben etwa 100.000 Menschen pro Jahr. Oft sterben sie, weil ihnen nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird. Dabei ist Leben retten kinderleicht! Mit dem gemeinsamen Projekt machen wir unsere Seehafenstadt herzsicher.“

„Wir freuen uns sehr, über dieses Projekt und unterstützen es sehr gerne. Mit den AED-Standorten in unseren SB-Bereichen kann jeder jedem schnell und rund um die Uhr Hilfe leisten. Das ist gut für unsere Stadt. Gerne übergeben wir auch zwei weitere Geräte an die Branddirektion für ihre Einsatzfahrzeuge", so Jens Jann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Emden.

Auch Torsten Krüger, Projektverantwortlicher bei der Björn Steiger Stiftung, freut sich über die neue Kooperation: „Ein Herztod kann jeden jederzeit und überall treffen. Wiederbelebung ist kinderleicht und jeder Laien kann den AED problemlos bedienen. Nach dem Einschalten gibt das Gerät alle Anwendungsschritte akustisch vor. Ich möchte mich bei Oberbürgermeister Kruithoff und Herrn Jann dafür bedanken, dass sie dieses wichtige Thema hier in Emden mit uns angehen möchten.“

Die Björn Steiger Stiftung kämpft schon seit den siebziger Jahren gegen den Herztod in Deutschland. Sie hat seit 2001 bereits rund 27.000 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. Im Jahr 2013 startete sie das Projekt „Herzsicher“ und rüstet sukzessive ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung.

AED-Standorte in Emden:

- Sparkasse Emden im Foyer des Kundencenters Borssum, Petkumer Str. 288
- Sparkasse Emden im Foyer des Kundencenters Wolthusen, Wolthuser Str. 79
- Sparkasse Emden im Foyer des Kundencenters Larrelt, Hauptstr. 28
- Sparkasse Emden im Foyer des Kundencenters, Auricher Straße 95
- Sparkasse Emden Hauptstelle im Foyer des Kundencenters, Am Delft 2-3
- Tourist-Information und KulturEvents Emden, Alter Markt 2a
- Volkshochschule Emden, An der Berufsschule 3
- Hauptberufliche Wachbereitschaft Emden, Brückstraße 48
- Verwaltungsgebäude III Emden, Maria-Wilts-Straße 3
- Verwaltungsgebäude I Emden, Frickensteinplatz 2

Weitere Informationen über das Projekt erhalten Sie hier >




Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Béla Anda

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Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
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Berlin/Winnenden, 12.02.2021
Zustimmung auch des Bundesrates - Steiger: „Starkes, wichtiges Signal“
Der Bundesrat hat heute in der exakt 1000. Sitzung seit seinem Bestehen dem „Gesetz zur Reform der technischen Assistenzberufe in der Medizin und zur Änderung weiterer Gesetze“ (MTA-Reform-Gesetz) zugestimmt. Dieses war am 28. Januar 2021 bereits vom Deutschen Bundestag beschlossen worden.

„Ich freue mich sehr über die heutige Entscheidung des Bundesrates. Auch die Länderkammer des Parlaments hat damit ein starkes, wichtiges Signal mit Blick auf die Zukunft der rettungsdienstlichen Versorgung in ganz Deutschland gesetzt: Die Rechtssicherheit für Notfallsanitäterinnen und -sanitäter kommt! Entscheidend ist nun, dass das MTA-Reformgesetz von den Ländern so zügig wie möglich und vor allem bundeseinheitlich umgesetzt wird“, erklärt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „Wir können morgen, am 13. Februar, auf den 45. Jahrestag des modernen Berufsbildes hauptamtlicher Sanitäter zurückblicken, das von der Björn Steiger Stiftung im Jahr 1976 geschaffen wurde. Aus dem damaligen Berufsbild gingen später der Rettungsassistent und danach der Notfallsanitäter hervor und ich freue mich, dass mit Blick auf die berufliche Zukunft in der rettungsdienstlichen Versorgung nun ein weiteres wegweisendes Kapitel beginnen wird - dank der wichtigen Beschlüsse des Bundesrates und zuvor unseres Parlaments.“

Das MTA-Reformgesetz sieht vor, dass Notfallsanitäterinnen und -sanitäter bis zum Eintreffen einer Notärztin bzw. eines Notarztes oder bis zum Beginn einer weiteren ärztlichen (auch teleärztlichen) Versorgung „heilkundliche Maßnahmen, einschließlich heilkundlicher Maßnahmen invasiver Art“ eigenverantwortlich durchführen dürfen. Voraussetzung ist, dass sie diese in ihrer Ausbildung erlernt haben und beherrschen und die Maßnahmen zudem erforderlich sind, um Lebensgefahr oder wesentliche Folgeschäden von Patientinnen und Patienten abzuwenden.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Düsseldorf, 04.02.2021
Digital durch die Pandemie: 10 Punkte für 3 Ziele
Kontaktnachverfolgung, Interoperabilität und verbesserte Datenlage für die Öffentliche Gesundheitsversorgung entscheidend.

Die Ziele sind klar, Eile ist geboten: Für eine erfolgreiche Bekämpfung des Corona-Virus durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) ist Digitalisierung von entscheidender Bedeutung. Welche konkreten Maßnahmen notwendig sind, um die Gesundheitsämter nachhaltig zu entlasten, hat jetzt der Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit (InÖG), dessen Partner die Björn Steiger Stiftung ist, in einem Strategiepapier vorgestellt. Zehn Punkte, die zeitnah umzusetzen sind und die dazu führen sollen, dass durch den Einsatz von Technologie eine vollständige Kontaktnachverfolgung möglich wird.

„Aus Sicht des InÖG gibt es in der Pandemie für den Öffentlichen Gesundheitsdienst drei dringende Ziele. Dies sind 1) eine kreis- und länderübergreifende Kontaktnachverfolgung, 2) die Schaffung von Interoperabilität im Öffentlichen Gesundheitswesen und 3) eine umfassendere und aktuellere Datengrundlage, um das Lagebild zu verbessern", betont Dr. Tobias Opialla als Co-Initiator des InÖG und führt aus: „Wir haben in den vergangenen Monaten zehn Punkte identifiziert, mit denen diese Ziele erreicht werden können. Dabei gilt: Die SORMAS-Technik ist das Herzstück der Pandemiebekämpfung."

Insbesondere vor dem Hintergrund neuer Virusvarianten wie B.1.1.7 und zur Vorbereitung auf die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens ist eine Stärkung des ÖGD entscheidend. Die zehn Maßnahmen sollen deshalb noch bis zum Ende des bestehenden Lockdowns umgesetzt werden. Die Punkte wurden aus den Erkenntnissen der vergangenen Monate abgeleitet und nehmen Bezug auf identifizierte konkrete Bedarfe, die von unterschiedlichen Anspruchsgruppen aus dem ÖGD an den Verbund herangetragen wurden.

Die Punkte im Detail:

1. Kontaktnachverfolgung bzw. Ausbruchsermittlung weiter digitalisieren und vernetzen
2. Überblick über Systemarchitektur und notwendige Schnittstellen schaffen
3. SORMAS bundesweit einführen, inklusive Prozessebene
4. Beschleunigte Umsetzung von DEMIS
5. Notwendige Infrastruktur bereitstellen
6. Zentralen Tech-Support anbieten
7. Externes Personal der Gesundheitsämter flexibler bei der Kontaktnachverfolgung einsetzen
8. Den Austausch zwischen den Gesundheitsämtern fördern
9. Corona-Warn-App stärker in die Abläufe des ÖGD integrieren
10. Weitere digitale Lösungen an SORMAS anschließen

„Unter Beteiligung der Zivilgesellschaft, gemeinsam mit Politik und Forschung, leisten wir alle zusammen Pionierarbeit im Sinne von Open Social Innovation und schaffen damit als Vorreiter den Grundstein in unserem Land für die digitale Transformation im öffentlichen Sektor", sagt Achim Löbke als Co-Initiator des InÖG und führt weiter aus: „Wir haben das Potenzial sowohl in der Europäischen Union als auch in der Welt, wichtige Anstöße zu geben. Dies ist ein einmaliger Vorgang in der jüngeren Geschichte und diese Chance sollten wir mitnehmen."

Weitere Informationen zum Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit finden sich unter:

https://www.inög.de

Ansprechpartnerin:
Franziska Seidel
franziska.seidel@inoeg.de
www.inoeg.de


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Berlin, 29.01.2021
„Wegweisender Schritt“: Björn Steiger Stiftung begrüßt Regelung zu Rechtssicherheit in der Notfallversorgung
Neuerung nach gestrigem Beschluss im Deutschen Bundestag: Notfallsanitäterinnen und -sanitäter sollen in lebensbedrohlichen Lagen im Einsatz in Zukunft ohne viele Vorgaben mehr Kompetenzen bekommen. Darauf hatten sich bereits mehrere Bundestagsabgeordnete der Unionsparteien und der SPD im Gesundheitsausschuss verständigt, bevor der Beschluss am gestrigen Tag durch den Deutschen Bundestag bestätigt wurde - angehängt an das Gesetz zur Reform der technischen Assistenzberufe in der Medizin (MTA-Reformgesetz).

„Wir als Stiftung begrüßen die im Deutschen Bundestag beschlossene Regelung sehr. Sie ist ein wegweisender Schritt! Mit ihr wird eine jahrelange Forderung umgesetzt, für die sich auch die Björn Steiger Stiftung immer entschieden und mit dem gebotenen Nachdruck eingesetzt hat“, betont Pierre-Enric Steiger. „Wir sind nun in Deutschland endlich auf dem zielführenden Weg, dass das neue Berufsbild im Rettungsdienst sich auch entfalten kann. Mein Dank gilt allen, die sich in den vergangenen Jahren für diese Neuerung eingesetzt und zum Beschluss im Deutschen Bundestag und zuvor im Gesundheitsausschuss beigetragen haben. Wichtig ist zugleich: Der Bund hat jetzt Sorge für bundeseinheitliche Vorgaben in den Ländern, Städten und Landkreisen zu tragen, damit Notfallpatientinnen und -patienten eine einheitliche Versorgung erhalten - egal, in welchem Bundesland. Ich appelliere an die Länder, das Gesetz nicht zu verwässern, sondern ihm im Bundesrat zuzustimmen und es danach entsprechend zügig und einheitlich umzusetzen“, verdeutlicht der Präsident der Björn Steiger Stiftung..

Vorgesehen ist, dass Notfallsanitäterinnen und -sanitäter bis zum Eintreffen einer Notärztin bzw. eines Notarztes oder bis zum Beginn einer weiteren ärztlichen (auch teleärztlichen) Versorgung „heilkundliche Maßnahmen, einschließlich heilkundlicher Maßnahmen invasiver Art“ eigenverantwortlich durchführen dürfen. Voraussetzung ist, dass sie diese in ihrer Ausbildung erlernt haben und beherrschen und die Maßnahmen zudem erforderlich sind, um Lebensgefahr oder wesentliche Folgeschäden von Patientinnen und Patienten abzuwenden.

Die bisher geltende Rechtslage sieht vor, dass Notfallsanitäterinnen und -sanitäter gegen den Heilkundevorbehalt verstoßen, wenn sie ohne ärztliche Anweisung heilkundliche Maßnahmen invasiver Art vornehmen. Schlimmstenfalls droht ihnen eine strafrechtliche Belangung wegen Körperverletzung. Umgekehrt können sie allerdings auch wegen unterlassener Hilfeleistung in Haftung genommen werden, wenn sie nichts unternehmen.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Winnenden/Hamburg, 25.01.2021
Mit Lebensretterinnen und -rettern im Gespräch: Neuer Podcast „2Retter1Mikro“ mit Tobias Schlegl
Die erste Folge des neuen Podcasts „2Retter1Mikro“ von und mit Notfallsanitäter und Moderator Tobias Schlegl, produziert von der Björn Steiger Stiftung und der Gude Leude Fabrik, ist ab dem 28.01. über alle gängigen Podcast-Apps verfügbar (z. B. Spotify, Apple). Im Rahmen dieses neuen Formats spricht Schlegl mit Kolleginnen und Kollegen aus Rettungsdienst und Pflege über schöne sowie schlimme Momente aus dem Berufsalltag und über Arbeitsbedingungen sowie Verbesserungsmöglichkeiten im Gesundheits- und Rettungswesen. Die Techniker Krankenkasse und der FC St. Pauli fungieren als Sponsor, die Hamburger Morgenpost ist Medienpartner. Der Podcast erscheint künftig alle zwei Wochen.

Gast in der ersten Folge ist Intensivpfleger Matthias, der ebenfalls im Rettungsdienst tätig ist. Tobias Schlegl spricht mit ihm über die persönliche Motivation in ihren Berufen, über Einsätze, die in Erinnerung bleiben, über die Arbeitsbelastungen und Verbesserungsmöglichkeiten im Rettungsdienst und wie die Corona-Pandemie momentan den Arbeitsalltag beeinflusst.

„Uns lag es schon immer am Herzen, das Thema Lebensrettung und Notfallhilfe in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken. Der Podcast mit Tobias Schlegl eröffnet die wunderbare Möglichkeit, den Mitarbeitern aus Rettungsdienst und Pflege das Wort zu erteilen und so auf die Situation und die Probleme in diesen Berufsfeldern aufmerksam zu machen“, so Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „In der ersten Folge wird beispielsweise thematisiert, dass Notfallsanitäter bestimmte Medikamente oder Schmerzmittel nicht in jedem Bundesland verabreichen dürfen, obwohl sie dafür ausgebildet sind. Wir fordern schon lange, dass hier Rechtssicherheit geschaffen wird.“

Jede Folge endet mit einem Erste-Hilfe-Kapitel, welches eine Notfallsituation beschreibt und Tipps gibt, wie sich Laien in diesen am besten verhalten sollten. In der ersten Folge geht es um den Herz-Kreislauf-Stillstand und Laien-Reanimation – ein Thema, für welches sich die Björn Steiger Stiftung schon sehr lange mit dem Projekt „Herzsicher“ einsetzt. „Für uns Rettungskräfte ist es immer frustrierend, wenn Anwesende bei einem Notfall keine Erste Hilfe leisten, obwohl sie es könnten. Wenn wir nach vielleicht zehn Minuten am Unfallort eintreffen, kann es im schlimmsten Fall für den Patienten schon zu spät sein. Mit diesem Themenblock wollen wir einfache Handlungsanweisungen geben und Ängste abbauen. Es lohnt sich auf jeden Fall zu helfen, denn es gibt kein schöneres Gefühl, als bei einer Lebensrettung dabei zu sein“, so Schlegl.

Tobias Schlegl begann seine TV-Karriere mit 17 Jahren beim Musiksender Viva. Später moderierte er unter anderem die Sendung „Absolut Schlegl“ auf Prosieben, das Satiremagazin „extra 3“ beim NDR und zuletzt die ZDF-Sendung „Aspekte“. Außerdem war und ist er als Journalist und Autor aktiv. Im Juli 2016 hängte Schlegl seinen TV-Job an den Nagel und begann die Ausbildung zum Notfallsanitäter. In seinem 2020 erschienenen Roman „Schockraum“ fließen seine Erfahrungen aus dem Rettungsdienst in die fiktive Geschichte des Notfallsanitäters Kim ein. Ebenfalls im vergangenen Jahr interviewte er im Podcast „Fighting Corona“ von N-Joy Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind.


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