Presse

 
Winnenden, 10.02.2020
Björn Steiger Stiftung fordert: Standortdaten müssen im Notfall schnellstmöglich flächendeckend verfügbar sein
Im Notfall zählt jede Sekunde: Dank moderner AML-Technologie (Advanced Mobile Location) erhalten Leitstellen metergenaue Standortdaten des Notrufenden und verlieren bei der Rettung keine wertvolle Zeit. Die Björn Steiger Stiftung fordert Leitstellenbetreiber wie Städte, Landkreise und Hilfsorganisationen am Europäischen Tag des Notrufs auf, alle Leitstellen in Deutschland flächendeckend mit der Technologie auszurüsten, die den Empfang und die Verarbeitung von AML-Daten möglich macht. Dies muss so schnell wie möglich passieren. „Es muss alles Menschenmögliche dafür getan werden, um die neueste und effizienteste Technologie für die Lebensrettung einzusetzen“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „Betreiber dürfen hier weder Kosten noch Mühen scheuen.

Rund 170 der 241 Leitstellen in Deutschland arbeiten bereits mit AML. Allerdings wird noch nicht bei allen der 170 Leitstellen AML auch tatsächlich zur optimalen Einsatzsteuerung verwendet. Die anderen Leitstellen sollen in den kommenden Monaten folgen. Umgerechnet werden damit schon rund 79 Prozent der deutschen Bevölkerung erreicht. Im Umkehrschluss bedeute dies aber eben auch, dass bei 21 Prozent der Bevölkerung AML-Technologie aktuell noch nicht greife, betont Steiger. Dies entspreche Millionen Menschen, bei denen die Rettung im Notfall durchaus länger dauern könnte. „Das Kind, das einen Notruf absetzt und nicht weiß, wo es sich gerade befindet, das eingeklemmte Unfallopfer auf der Landstraße, der Tourist, der ohne Ortskenntnisse auf sich allein gestellt ist: Wenn der Rettungsdienst hier Zeit verliert, kann das dramatische Folgen haben“, verdeutlicht Steiger. Dass schon viele Leitstellenbetreiber die Umstellung auf die neue Technologie vollzogen hätten, sei sehr lobenswert. Das reiche aber noch nicht. „Bis Ende 2020 brauchen wir die flächendeckende Abdeckung von 100 Prozent, um wirklich optimale Versorgung im Ernstfall garantieren zu können“, fordert der Stiftungspräsident.

In anderen europäischen Ländern wie Österreich, Belgien, Finnland, den Niederlanden und Großbritannien ist AML-Technologie bereits seit mehreren Jahren in Betrieb. In Deutschland startete das System im Oktober 2019. Vereinfacht erklärt: Wird der Notruf gewählt, werden automatisch auf dem Smartphone des Notrufenden alle verfügbaren Standortdienste aktiviert – auch wenn sie ausgestellt waren. Das Smartphone bekommt per GPS, W-LAN-Netze und Mobilfunkmasten in der Umgebung aktuelle Koordinaten. Die Standortdaten des Smartphones werden dann automatisch per SMS verschickt. Die zuständige Leitstelle kann dem Rettungswagen oder dem Rettungshubschrauber anschließend metergenau die Position des Notrufenden durchgeben. In Deutschland läuft die Bereitstellung der Technik in der Leitstelle Freiburg und bei der Berliner Feuerwehr. Um Datenschutz zu gewährleisten, werden eingegangene Positionsdaten nach 60 Minuten gelöscht.

Die Björn Steiger Stiftung fordert noch weitere Verbesserungen beim Thema Notruf. So bemängelt sie, dass es immer noch kein bundesweit einheitliches strukturiertes Abfragesystem bei einem Notruf gibt. Solch ein Abfragesystem, bei dem der Disponent in der Leitstelle Notrufenden oder Ersthelfern klar vorgegebene Fragen stellt und je nach Antwort weitere Fragen stellt oder Anweisungen erteilt, hat große Vorteile. Beispielsweise bekommt der Disponent schnell einen Überblick über Lage und kann dementsprechend zügig und angemessen reagieren, um dem Notfallpatienten zu helfen. Das spart Zeit – und kann Leben retten.

Der Notruf ist ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit 50 Jahren um die Verbesserung der Notfallhilfe in Deutschland bemüht. Stiftungsgründer Siegfried Steiger war der erste, der sich für eine zentrale Notrufnummer in der Bundesrepublik starkmachte. Nach intensiven Bemühungen verklagte er im Juli 1973 das Land Baden-Württemberg und die Bundesrepublik Deutschland auf Einführung der Notrufnummer. Er verlor den Prozess, der Druck der Medien und der Öffentlichkeit war aber groß. Am 20. September 1973 beschlossen Bund und Länder, die Notrufnummern 112 und 110 bundesweit flächendeckend einzuführen.

Auch in Sachen Handy-Ortung im Notfall war die Björn Steiger Stiftung in der Vergangenheit bereits aktiv. So führte sie 2006 eine Ortungsplattform ein, über die alle Notrufzentralen in Deutschland bis Mitte 2013 kostenlos Handy-Notrufe orten konnten.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Winnenden, 30.01.2020
Björn Steiger Stiftung und Pflasterpass gGmbH arbeiten künftig zusammen
Die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt, und die Pflasterpass gGmbH werden zu Kooperationspartnern. Zusammen wollen die zwei gemeinnützigen Organisationen daran arbeiten, so vielen Kindern wie möglich, spielerisch die altersgerechten Grundlagen der Ersten Hilfe zu vermitteln. „Wir haben uns beide gleichermaßen auf die Fahnen geschrieben, die Helfer von morgen auszubilden – durch die Kooperation können wir hier unsere Kräfte bündeln“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „Die Zusammenarbeit ist ein Schritt nach vorn und wird so auch die Laien-Hilfe in Deutschland weiter voranbringen“, betont Frank M. Liehr, Geschäftsführer der Pflasterpass gGmbH.

Bei der Kooperation geht es vor allem darum, das Thema Erste Hilfe für Kinder deutschlandweit weiter in die Fläche zu bringen. Die Björn Steiger Stiftung setzt mit ihrem Vorschul-Projekt „Ritter Björn“ aktuell einen Schwerpunkt im Süden Deutschlands. Das modulare Kurskonzept „Pflasterpass – Wissen kann Leben retten“ ist mit seinen Bronze-, Silber- und Gold-Kursen gegenwärtig vermehrt im Nordosten und im Westen Deutschlands aktiv.

Das Projekt „Ritter Björn“ der Björn Steiger Stiftung wurde im Oktober 2018 ins Leben gerufen und richtet sich an Kinder ab vier Jahren bis zur Einschulung. Gemeinsam mit Ritter Björn, einer aufwendig und in Handarbeit erstellten Puppe, die Stiftungsmitarbeiter zum Leben erwecken, erkunden die Kinder die Welt des Helfens. Notruf absetzen, Erwachsene in einer Notlage auf sich aufmerksam machen, eine Notlage überhaupt erst einmal als solche erkennen: Genau darum geht es in den altersgerechten und spielerischen „Ritter Björn“-Schulungen. Im ersten Jahr konnte die Stiftung auf diese Weise knapp 3.000 Kinder für den Notfall sensibilisieren.

Auch die Schulungen der Pflasterpass gGmbH, die 2013 gegründet wurde, sind altersgerecht gehalten. Für die Erste-Hilfe-Kurse wurde eine eigene Erzähl- und Bilderwelt geschaffen. In deren Mittelpunkt stehen Igelchen und seine Tierfreunde. Sie erleben zusammen mit den Kindern Abenteuer und sensibilisieren sie für die Gefahren in Heim und Freizeit. Durch interaktives Erzählen und Rollenspiele werden schon die Jüngsten zum Mitmachen animiert, um in einer Notfallsituation richtig zu reagieren. Nach einem Kurs können die Kinder Gefahren besser erkennen und einschätzen, um so Unfälle zu vermeiden. Sie lernen die Notrufnummer 112 zu beherrschen, um einen Notruf richtig abzusetzen, Verbände und Pflaster anzulegen und auch Erwachsene in die stabile Seitenlage zu bringen. Alle Kinder erhalten nach der Teilnahme an einem Pflasterpass-Kurs einen Ausweis: den „Pflasterpass“. Er dokumentiert die erfolgreiche Teilnahme für Vier- und Fünfjährige (Bronze), Sechsjährige (Silber) und Sieben- bis Achtjährige (Gold). Darüber hinaus erhalten die kleinen Helfer einen Button mit der Aufschrift „Auch ich kann helfen“.

Die Björn Steiger Stiftung und die Pflasterpass gGmbH betonen gleichermaßen: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass schon Vierjährige in der Lage sind, einen Notfall zu erkennen und entsprechend ihrer Möglichkeiten zu handeln. Wichtig hierfür ist allerdings, dass ihnen im Vorfeld die Grundlagen der Ersten Hilfe kompetent, kind- und altersgerecht vermittelt wurden. „Genau dort setzen wir mit unseren jeweiligen Projekten an“, unterstreichen Steiger und Liehr. Durch die Zusammenarbeit sei nun ein noch effektiveres Wirken möglich.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Hagnau, 30.01.2020
Gwandhaus in Hagnau am Bodensee erhält Laien-Defibrillator
Im November 2019 ist das Projekt „Herzsicherer Bodenseekreis“ mit der Übergabe des ersten Laien-Defibrillators (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) offiziell angelaufen. Heute trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Hagnau am Bodensee und der Björn Steiger Stiftung zur Übergabe eines AED-Geräts. „Es ist gut zu wissen, dass wir mit dem neuen AED-Gerät die Herzsicherheit hier in der Gemeinde weiter erhöhen und für den Notfall ausgerüstet sind“, sagte Volker Frede, Bürgermeister der Gemeinde Hagnau. „Das erklärte Ziel des Pilot-Projektes im Bodenseekreis, pro 1.500 Einwohner ein AED-Gerät vorzuhalten, haben wir mit 3 bereits länger vorhandenen und dem neuen Gerät deutlich übertroffen“, freut sich Frede.

Der neue Laien-Defibrillator befindet sich gut zugänglich rechts neben dem Eingang des Kinderhauses/der Grundschule (Gwandhaus) an der Außenfassade. Die Anwesenden nahmen an einer Kurzschulung in Sachen Wiederbelebung teil und lernten unter anderem, wie das AED-Gerät im Notfall schnell eingesetzt werden kann. Weitere kostenlose Schulungen für die Bevölkerung folgen. „Ich freue mich über die großartige Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hagnau“, sagte Angelo Sapia, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung. „Für das großartige Engagement bedanke ich mich ganz herzlich bei allen Beteiligten“, so Sapia weiter.

Der Herztod fordert rund 100.000 Opfer pro Jahr und ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben meist nur eine Chance, wenn Ersthelfer sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein AED-Gerät einsetzen. Ein AED-Gerät kann mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Zu den „Herzsicher“-Projekten der Björn Steiger Stiftung gehören deshalb zwei Komponenten: Zum einen die flächendeckende Aufstellung von AED-Geräten, zum anderen die Schulung der Bevölkerung in Sachen Wiederbelebung. „Durch die Schulungen werden Hemmungen vor Wiederbelebungsmaßnahmen und vor der Benutzung eines AED-Geräts abgebaut. So können Helfer im Falle eines Herzstillstands schnell Erste Hilfe leisten“, so Sapia.

Die Björn Steiger Stiftung arbeitet schon seit Jahren gegen den Herztod. 2013 startete das Projekt „Herzsicher“, inzwischen stattet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Laien-Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Erster Hilfe. Seit 2001, als der Kampf gegen den Herztod begann, hat die Stiftung schon rund 27.000 Laien-Defibrillatoren in den Verkehr gebracht.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Sulz am Neckar, 20.01.2020
dm-Filiale wird mit Laien-Defibrillator ausgestattet
Im Juli 2019 läutete die Björn Steiger Stiftung mit lokalen Partnern das Projekt „Herzsichere Stadt Sulz am Neckar“ mit der Aufstellung des ersten Laien-Defibrillators (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) ein. Heute trafen sich Vertreter der Stadtverwaltung und der Björn Steiger Stiftung mit Saskia Schenk, dm-Filialleiterin in Sulz am Neckar, und Patrick Laye, Geschäftsführender Gesellschafter der LAYE GmbH, zur offiziellen Übergabe eines weiteren AED-Geräts für die Stadt.

Der neue Laien-Defibrillator befindet sich gut zugänglich im Eingangsbereich an der Außenfassade des dm-Drogeriemarkts in der Bahnhofstraße 49. Darüber hinaus bekamen die Anwesenden eine Kurzschulung in Sachen Wiederbelebung und lernten unter anderem, wie das AED-Gerät im Notfall schnell eingesetzt werden kann. Gestiftet hat das Gerät Patrick Laye von der LAYE GmbH in Sulz am Neckar. „Das Projekt ‚Herzsichere Stadt Sulz am Neckar‘ finde ich überaus wichtig. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, aktiv zu helfen und für mehr Herzsicherheit zu sorgen“, sagte Laye, der auch den Standort für das neue AED-Gerät bereitgestellt hat. „Ich freue mich sehr über das beherzte Engagement der Beteiligten vor Ort. Nur mit solchen starken Partnern und Sponsoren können wir das Projekt nachhaltig gestalten und weiter ausbauen“, sagte Angelo Sapia, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung. „Für die großzügige Unterstützung und die Einsatzbereitschaft bedanke ich mich daher heute bei allen herzlich“, so Sapia weiter.

Der Herztod fordert rund 100.000 Opfer pro Jahr und ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben meist nur eine Chance, wenn Ersthelfer sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein AED-Gerät einsetzen. Ein AED-Gerät kann mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Zu den „Herzsicher“-Projekten der Björn Steiger Stiftung gehören deshalb zwei Komponenten: Zum einen die flächendeckende Aufstellung von AED-Geräten, zum anderen die Schulung der Bevölkerung in Sachen Wiederbelebung. „Durch die Schulungen werden Hemmungen vor Wiederbelebungsmaßnahmen und vor der Benutzung eines AED-Geräts abgebaut. So können Helfer im Falle eines Herzstillstands rasch Erste Hilfe leisten“, so Sapia.

Die Björn Steiger Stiftung engagiert sich schon seit Jahren im Kampf gegen den Herztod. 2013 startete das Projekt „Herzsicher“. Inzwischen stattet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Laien-Defibrillatoren aus und organisiert die Schulungen vor Ort. Seit 2001, als der Kampf gegen den Herztod begann, hat die Stiftung schon rund 27.000 Laien-Defibrillatoren in den Verkehr gebracht.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Winnenden, 14.01.2020
Katharina Bauer ist neue Botschafterin der Björn Steiger Stiftung
Stabhochspringerin Katharina Bauer ist neue Botschafterin der Björn Steiger Stiftung. Die von der „BILD“-Zeitung einmal als „härteste WM-Athletin“ Deutschlands bezeichnete 29-Jährige kämpft ab sofort zusammen mit der Stiftung gegen den Herztod, an dem in Deutschland pro Jahr rund 100.000 Menschen sterben. „Mir geht es darum, öffentliches Bewusstsein für das Thema Herztod und Erste Hilfe im Notfall zu schaffen“, sagt Bauer. „Wie kann ich Betroffenen helfen? Wie funktioniert eine Herzdruckmassage und wie geht man mit einem Defibrillator um? Ich möchte mit daran arbeiten, dass das alles zur Selbstverständlichkeit wird und jeder weiß, was im Notfall zu tun ist“, so Bauer.

Die Leichtathletin nahm in ihrer Karriere schon an vielen Welt-, Europa- und nationalen Meisterschaften teil. 2014 wurde sie Team-Europameisterin, 2018 holte sie den ersten Platz bei den Deutschen Hallenmeisterschaften. Dabei musste sie immer wieder Rückschläge wie Handbrüche und einen Bandscheibenvorfall verkraften. Sie stand aber auch immer wieder auf und widmet sich bis heute mit Energie und Hingabe dem Leistungssport.

Dass dies keine Floskel ist, bewies sie an anderer Stelle ihrer Biographie: Mit sieben Jahren wurde bei Katharina Bauer ein Herzfehler festgestellt – ihr Herz schlug schneller als dies gewöhnlich der Fall ist. Mit der Zeit wurde die Lage ernster, 2018 unterzog sie sich daher einer Operation: Die Ärzte implantierten ihr einen Defibrillator, der das Herz durch elektrische Impulse im Notfall wieder in den richtigen Takt bringen kann. Was folgte, war eine belastende Zeit der Ungewissheit. „Das war sehr heftig für mich damals, ich hatte Angst und tausend Fragen im Kopf, wie es mit meinem Leben weitergeht und ob ich jemals wieder springen könnte“, sagt Bauer im Rückblick. Trainer, Familie, Kolleginnen und Kollegen aus dem Sport hätten sie in dieser Zeit aber nach Kräften unterstützt. Und nicht nur das: Nach und nach gewöhnte sich die Leistungssportlerin an den implantierten Defibrillator. „Ich habe im Kopf umgeschaltet und ihn als Lebensretter begrüßt, der mich begleitet und da ist, wenn es darauf ankommt “, verrät Bauer.

Die Verbindung zur Björn Steiger Stiftung liegt auf der Hand. Denn auch die Stiftung setzt sich dafür ein, dass Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) als Lebensretter vor Ort sind und im Notfall für jedermann bereitstehen. Darüber hinaus schult sie die Bevölkerung flächendeckend in Wiederbelebung und zeigt, wie eine Herzdruckmassage funktioniert und ein AED-Gerät zu bedienen ist. Seit 2001, als der Kampf gegen den Herztod begann, hat die Björn Steiger Stiftung bereits rund 27.000 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. 2013 startete ihr Projekt „Herzsicher“, inzwischen werden ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Laien-Defibrillatoren ausgerüstet und ihre Einwohner in Reanimation geschult.

Katharina Bauer wird die Stiftung dabei unterstützen: Geplant sind unter anderem gemeinsame Besuche bei Sportvereinen. Im Rahmen dieser Termine wird die Sportlerin AED-Geräte überreichen und bei Wiederbelebungstrainings dabei sein. Vor allem kann sie durch ihre eigene Geschichte herausstellen, wie wichtig es ist, im Notfall helfen zu können. Erste Hilfe sei nichts Fremdes oder etwas, vor dem man Angst haben müsse, betont Bauer. Im Gegenteil: Wer vorbereitet sei und schnell eingreife, könne Leben retten. Wo und wann die Botschafterin in Aktion zu sehen ist, wird die Björn Steiger Stiftung rechtzeitig bekanntgeben.

Wir freuen uns sehr über den Weg, den wir jetzt zusammen mit Katharina Bauer gehen “, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Dass sie sich neben vielen anderen Aufgaben noch ehrenamtlich für die Notfallhilfe engagiere, verdiene größte Hochachtung. „Wir sind fest davon überzeugt, gemeinsam viel bewirken zu können – im besten Fall retten wir Leben“, so Steiger weiter.

Neben Katharina Bauer sind der Fußballtrainer Peter Neururer und die Schauspielerin Kristin Meyer für die Björn Steiger Stiftung als Botschafter aktiv.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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