Presse

 
Sipplingen, 29.07.2021
Vier neue Laien-Defibrillatoren in Sipplingen
Die Herzen von Sipplingen werden künftig sicherer sein: Mit der Installation öffentlich zugänglicher Laien-Defibrillatoren in Sipplingen hat die Björn Steiger Stiftung die Gemeinde nun mit weiteren leicht zu bedienenden Geräten zur Wiederbelebung ausgestattet. Ohne medizinische Vorkenntnisse kann damit bei einem Herzstillstand Leben gerettet werden. Insgesamt vier dieser sogenannten AED-Geräte (Automatisierter Externer Defibrillator) wurden im Rahmen des Projekts „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung zusammen mit ortsansässigen Unternehmen und der Gemeindeverwaltung realisiert. Die Defibrillatoren stehen Ersthelfern im Notfall frei zugänglich zur Verfügung. Ein fünftes Gerät befindet sich momentan im Aufbau.

Bürgermeister Oliver Gortat lobt das Engagement aller Beteiligten: „Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten. Ich freue mich, dass wir dieses wichtige Thema hier in Sipplingen gemeinsam angehen konnten und die Initiative ,Herzsicherer Bodenseekreis‘ der Björn Steiger Stiftung unterstützt haben. Neben der Stiftung danke ich im Namen unserer Bürgerinnen und Bürger dem DLRG für sein Engagement, außerdem der Sparkasse Bodensee, der Kammerer MedTec GmbH &Co.KG und der Schellinger Zerspantechnik GmbH sowie allen am Dorffest der Gemeinde Sipplingen beteiligten Vereine für Ihre großzügigen Spenden. Sie leisten einen ganz tollen Beitrag im Kampf gegen den Herztod.“

Mit Hilfe der örtlichen Spender konnten folgende Standorte realisiert werden:

- Rathaus Sipplingen – Rathausstraße 10 – Außenwandgerät – Zugänglichkeit 24/7
- DLRG Wachstation – Seestraße 9 – Außenwandgerät - Zugänglichkeit 24/7
- Tourist Info – Seestraße 3 – Außenwandgerät – Zugänglichkeit 24/7
- Turn- und Festhalle – Jahnstraße 7 – Außenwandgerät – Zugänglichkeit 24/7
- Geplant: TSV Sipplingen – Am Hauberg 5 – Außenwandgerät Zugänglichkeit 24/7

Im Rahmen des Projektes „Herzsicherer Bodenseekreis“ war von der Björn Steiger Stiftung die Installation von einem AED-Gerät pro 1.500 Einwohner vorgesehen. Dieses Ziel wurde in der Gemeinde Sipplingen weit übertroffen. Alle AED-Standorte wurden in Sipplingen zwischen Stiftung, den Partnern vor Ort und der Gemeindeverwaltung eng abgestimmt, erklärte Johanna Ziegler, Projektmanagerin der Stiftung, anlässlich der offiziellen Übergabe der AED-Geräte. „Ich freue mich nun auf den weiteren Projektverlauf mit den vorgesehenen Schulungen, in denen wir gezielt die Bevölkerung in Sachen Reanimation schulen wollen. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden. Jedes Gerät hilft, die Herzsicherheit entscheidend zu verbessern – auch in Sipplingen, das nun noch herzsicherer ist. Mit der Aufstellung von AED-Geräten alleine ist es aber noch nicht getan“, so Johanna Ziegler. „Voraussetzung ist auch weiterhin ein beherztes Engagement der Menschen.“

Der unvermittelte Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jährlich sterben rund 100.000 Menschen bundesweit durch Herz-Kreislauf-Stillstand. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn schnell Erste Hilfe geleistet wird. Pro Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit nach Eintreten des Herzstillstands um zehn Prozent, wenn überhaupt keine Erste Hilfe erfolgt. Dagegen liegt die Überlebenschance bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach dem Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Solch ein AED-Gerät bringt mit Hilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus. Die automatisierten externen Defibrillatoren sind speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer konzipiert und verfügen über eine Sprachführung, die Fehler verhindert.

Der Kampf gegen den Herztod ist ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung. 2013 startete ihr Projekt „Herzsicher“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren bundesweit voranzutreiben. Das Konzept: an belebten Orten wie Rathäusern und öffentlichen Plätzen zusammen mit lokalen Partnern AED-Säulen aufstellen und Schulungen für die Bevölkerung anbieten. Inzwischen rüstet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung. Sie hat seit 2001 bereits rund 28 500 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. Im Bodenseekreis startete das Projekt im November 2019. Mittlerweile verfügt der gesamte Landkreis über 94 Laien-Defibrillatoren der Björn Steiger Stiftung.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Christian Hoppe

Björn Steiger Stiftung
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Friesoythe, 21.07.2021
Björn Steiger Stiftung macht Friesoythe herzsicher
Die Stadt Freisoythe und die Björn Steiger Stiftung gaben heute mit der Aufstellung der ersten beiden Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) den Startschuss für das Projekt „Herzsicher“. Ein Defibrillator kann bei einem plötzlichen Herzstillstand durch einen Elektroschock Menschenleben retten. Im Rahmen der Initiative stellt die Stiftung an hoch frequentierten Orten öffentlich zugängliche AED-Geräte zur Verfügung. Außerdem soll die Bevölkerung im Rahmen von kostenlosen Schulungen der Björn Steiger Stiftung mit Wiederbelebungsmaßnahmen vertraut gemacht werden.

Wer in der selbständigen Gemeinde Friesoythe im Landkreis Cloppenburg vom plötzlichen Herztod bedroht ist, hat seit heute wesentlich bessere Chancen, dass beherzte Laien mit einem AED-Gerät, auch Laien-Defibrillatoren genannt, Erste Hilfe leisten. Die ersten beiden Geräte sind in einem Außenwandkasten am ehemaligen Rathaus sowie im Friesoyther Jugendzentrum angebracht. Jeder, der in Zukunft Zeuge eines Herzstillstands wird, kann dort den automatisierten Defibrillator entehmen und im Zusammenspiel mit einer Herzdruckmassage optimal helfen. „Rund 100.000 Menschen sterben pro Jahr in Deutschland am Herztod, das sind deutlich mehr als bei Verkehrsunfällen. Es kann jeden jederzeit und überall treffen. In solchen Fällen sind umgehende Reanimationsmaßnahmen lebensrettend. Umso wichtiger ist das Projekt ,Herzsicheres Friesoythe‘. Mit einer flächendeckenden örtlichen Versorgung von Laien-Defibrillatoren erhöhen wir die Überlebenschance unserer Bürgerinnen und Bürger entscheidend. Dafür haben wir nun die gemeinsamen Grundlagen geschaffen und die zentralen Standorte definiert“, sagte Bürgermeister Sven Stratmann zum Start der ersten AED-Geräte. Für dieses Jahr sind noch neun zusätzliche Standorte geplant, weitere neun AED-Geräte sollen im kommenden Jahr installiert werden.

Torsten Krüger, Projektkoordinator der Björn Steiger Stiftung erklärte, wie einfach die Geräte zu verwenden sind.„Viele Menschen kennen AED-Geräte nicht oder trauen sich die Herzdruckmassage und den Einsatz eines AED nicht zu. Diese Sorgen sind unbegründet. Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend. Sobald das Gerät eingeschaltet ist, gibt es dem Ersthelfer klare akustische Anweisungen, die verhindern, dass etwas falsch gemacht wird. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden. Ich möchte mich bei allen Beteiligten dafür bedanken, dass wir hier in Friesoythe dieses wichtige Thema gemeinsam angehen.“

Für den weiteren Projektverlauf ist die Björn Steiger Stiftung auf private und gewerbliche Sponsoren angewiesen. Denn erst in Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort kann das Projekt gelingen, betonte Krüger. Neben der Aufstellung der AED-Geräte gehört zum Konzept des Stiftungsprojekts, dass die Bevölkerung zum Thema Wiederbelebung geschult wird. Inöffentlichen Schulungen üben die Einwohner die Herzdruckmassage und die Verwendung der AED-Geräte. So können die potenziellen Benutzer der Geräte eventuelle Hemmungen abbauen, wenn der Ernstfall Herzstillstand eintritt.

Die Björn Steiger Stiftung kämpft schon lange gegen den Herztod in Deutschland. Sie hat seit 2001 bereits rund 28.500 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. 2013 startete das Projekt „Herzsicher“, inzwischen rüstet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

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Max-Eyth-Straße 7
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Eriskirch, 20.07.2021
Björn Steiger Stiftung macht Eriskirch herzsicher
Eriskirch ist einen großen Schritt weiter in Sachen Herzsicherheit: Mit der Installation mehrerer öffentlich zugänglicher Laien-Defibrillatoren in Eriskirch hat die Björn Steiger Stiftung nun die gesamte Gemeinde Eriskirch im Bodenseekreis mit den leicht zu bedienenden Geräten zur Wiederbelebung ausgestattet. Ohne medizinische Vorkenntnisse können damit bei einem Herzstillstand Leben gerettet werden. Insgesamt sieben dieser sogenannten AED-Geräte (Automatisierter Externer Defibrillator) wurden im Rahmen des Projekts „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung zusammen mit ortsansässigen Unternehmen und der Gemeindeverwaltung in der Kommune realisiert. Die Defibrillatoren stehen Ersthelfern im Notfall frei zugänglich zur Verfügung. Die Geräte sind vollautomatisch und so konstruiert, dass sie ohne medizinische Vorkenntnisse auch von Laien bedient werden können.

Bürgermeister Arman Aigner lobt das Engagement aller Beteiligten: „Ich möchte mich bei allen Beteiligten ganz herzlich dafür bedanken, dass wir dieses wichtige Thema hier in der Gemeinde Eriskirch gemeinsam angegangen sind und die Initiative ,Herzsicherer Bodenseekreis‘ der Björn Steiger Stiftung unterstützt haben. Neben der Stiftung danke ich im Namen unserer Bürgerinnen und Bürger auch ganz besonders der RMP-Service GmbH, der Ernst Zodel & Partner Steuerberatungsgesellschaft, der Volksbank Friedrichshafen-Tettnang sowie der Sparkasse Bodensee für Ihre großzügigen Spenden. Sie sollten zugleich Motivation für weitere Unternehmen und Institutionen in unserem Landkreis sein, einen Beitrag für mehr Sicherheit im Notfall zu leisten.“

Mit Hilfe der örtlichen Spender konnten folgende Standorte realisiert werden:

- Sporthalle Greutherstraße - Außenwandgerät am Eingang - Zugänglichkeit 24/7
- Bürgerhaus Alte Schule - Außenwandgerät am Eingang - Zugänglichkeit 24/7
- Volksbank Friedrichshafen Tettnang - im SB Bereich der Filiale Mariabrunn-24/7
- Kaufland Eriskirch - im Eingangsbereich Innen - Zugänglichkeit während Öffnungszeiten
- Feuerwehr Eriskirch - Außenwandgerät am Eingang - Zugänglichkeit 24/7
- RMP-Service GmbH - Außenwandgerät am Gebäude im Lehen 9 - Zugänglichkeit 24/7

Außerdem erhielt die Feuerwehr Eriskirch ein Gerät von der Stiftung geschenkt, das sich mobil auf dem Feuerwehrfahrzeug befindet.

Im Rahmen des Projektes „Herzsicherer Bodenseekreis“ war von der Björn Steiger Stiftung die Installation von einem AED-Gerät pro 1.500 Einwohner vorgesehen. Dieses Ziel wurde sogar übertroffen. Alle AED-Standorte wurden in Eriskirch zwischen Stiftung und Partnern vor Ort eng abgestimmt, erklärte Johanna Ziegler, Projektmanagerin der Stiftung, anlässlich der offiziellen Übergabe der AED-Geräte. „Ich freue mich nun auf den weiteren Projektverlauf mit den vorgesehenen Schulungen, in denen wir gezielt die Bevölkerung in Sachen Reanimation schulen wollen. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden. Jedes Gerät hilft, die Herzsicherheit entscheidend zu verbessern – auch in Eriskirch, das nun noch herzsicherer ist. Mit der Aufstellung von AED-Geräten alleine ist es aber noch nicht getan“, so Johanna Ziegler. „Voraussetzung ist auch weiterhin ein beherztes Engagement der Menschen.“

Der unvermittelte Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jährlich sterben rund 100.000 Menschen bundesweit durch Herz-Kreislauf-Stillstand. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn schnell Erste Hilfe geleistet wird. Pro Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit nach Eintreten des Herzstillstands um zehn Prozent, wenn überhaupt keine Erste Hilfe erfolgt. Dagegen liegt die Überlebenschance bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach dem Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein Laien- Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Solch ein AED-Gerät bringt mit Hilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus. Die automatisierten externen Defibrillatoren sind speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer konzipiert und verfügen über eine Sprachführung, die Fehler verhindert.

Der Kampf gegen den Herztod ist ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung. 2013 startete ihr Projekt „Herzsicher“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren bundesweit voranzutreiben. Das Konzept: an belebten Orten wie Rathäusern und öffentlichen Plätzen zusammen mit lokalen Partnern AED-Säulen aufstellen und Schulungen für die Bevölkerung anbieten. Inzwischen rüstet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung. Sie hat seit 2001 bereits rund 27.000 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. Im Bodenseekreis startete das Projekt im November 2019. Mittlerweile verfügt der gesamte Landkreis über 92 Laien-Defibrillatoren der Björn Steiger Stiftung.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Christian Hoppe

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
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Winnenden, 20.07.2021
Hilfe bei Herznotfällen: Laiendefibrillatoren helfen in Moos Leben retten
Die Gemeinde Moos wir immer herzsicherer. Durch das Engagement des Vereins „Moos Hilft e.V.“ git es in der Bodensee-Gemeinde nun einen weiteren öffentlich zugänglichen Defibrillator. Am neuen Standort im Strandbad Moos übergab der Vereinsvorsitzende Stefan Heck das Gerät an Bürgermeister Patrick Krauss. Der etwa rucksackgroße automatisierte externe Defibrillator (AED) der Björn Steiger Stiftung lässt sich problemlos von Laien bedienen und kann bei Herzinfarkten beziehungsweise Herzkammerflimmern durch einen Stromstoß Leben retten. Das Gerät steht Ersthelfern bei Notfällen Tag und Nacht zur Verfügung.

Im Rahmen des Projekts „Herzsicherer Landkreis Konstanz“ stattet die Björn Steiger Stiftung öffentliche und hoch frequentierte Orte mit Laien-Defibrillatoren aus. „Im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Gemeide bedanke ich mich bei unserem Heimatverein für die großherzige Spende. An diesem öffentlichen Ort mit vielen Badegästen und Besuchern sind wir mit dem Laien-Defibrillator für mögliche Notfälle dank der Herzsicher-Initiative der Björn Steiger Stiftung noch besser gerüstet. Darüber hinaus freue ich mich, dass die Einwohner unserer Gemeinde druch die Stiftung in Wiederbelebungsmaßnahmen geschult werden sollen. Jedes Gerät hilft, die Herzsicherheit entscheidend zu verbessern – auch in Moos, das nun herzsicherer ist als bisher“, sagte Patrick Krauss bei der Übergabe.

Der unvermittelte Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jährlich sterben rund 100.000 Menschen bundesweit daran. Defibrillatoren können Menschenleben retten, wenn schnell Erste Hilfe geleistet wird. Die Überlebenschance der Betroffenen liegt bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach dem Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Solch ein AED-Gerät bringt mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem natürleichen Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus. Die automatisierten externen Defibrillatoren sind speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer konzipiert. Abbildungen zeigen, wie und wo die Elektroden anzubringen sind, per Sprachfunktion, die Fehler verhindert, gibt das Gerät die weiteren Handgriffe und deren Reihenfolge vor.

„Der unvermittelte Herztod ist allgegenwärtig und kann jeden treffen. Das hat uns das EM-Spiel der dänischen Fußball-Nationalmannschaft vor wenigen Wochen vor Augen geführt. Deshalb ist es das Ziel der Björn Steiger Stiftung, bundesweit möglichst viele Kommunen und Unternehmen mit AED-Geräten auszustatten, um nach und nach eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Hierfür brauchen wir auch die Unterstützung der Bevölkerung“, erklärte Johanna Ziegler, Projektmanagerin der Stiftung, anlässlich der offiziellen Übergabe des AED-Geräts in Moos. „Ich freue mich nun auf den weiteren Projektverlauf mit den vorgesehenen Schulungen, in denen wir gezielt die Bevölkerung in Sachen Reanimation schulen wollen. Je mehr Menschen diese Geräte kennen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden. Die Aufstellung von AED-Geräten muss so selbstverständlich sein wie Feuerlöscher. Voraussetzung ist aber weiterhin ein beherztes Engagement der Menschen.“

Die Björn Steiger Stiftung kämpft schon lange gegen den Herztod in Deutschland. Sie hat seit 2001 bereits rund 27.000 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. 2013 startete das Projekt „Herzsicher“, in dessen Rahmen die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren ausrüstet und die Bevölkerung in Wiederbelebung schult. Im Landkreis Konstanz startete das Projekt im Okober 2020.



Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

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Winnenden, 15.07.2021
Startschuss für Projekt „Herzsicherer Landkreis Rottweil“
Der Landkreis Rottweil und die Björn Steiger Stiftung engagieren sich künftig gemeinsam im Rahmen der Initiative „Herzsicherer Landkreis Rottweil“ für die Prävention des Herztodes sowie für die Aufklärungsarbeit bei Erster Hilfe. Im ersten Schritt stellt die Stiftung für jede interessierte Gemeinde im Kreis einen Laien-Defibrillator zur Verfügung, der in einem Außenwandkasten öffentlich für jedermann zugänglich deponiert wird. Mit diesen Defibrillatoren, auch AED (Automatisierter Externer Defibrillator) genannt, können Laien bei einem Herzstillstand Erste Hilfe leisten und Leben retten. Darüber hinaus ist geplant die Bevölkerung in Wiederbelebung zu schulen.

Dr. Wolf-Rüdiger Michel, Landrat des Landkreises Rottweil, freut sich über das neue, lebensrettende Projekt. „Im Notfall zählt jede Minute. Mit den öffentlich zugänglichen Laien-Defibrillatoren kann jeder in einem solchen Fall zum Lebensretter werden. Daher unterstützt der Landkreis Rottweil das Projekt 'Herzsicherer Landkreis' gerne."

Auch Angelo Sapia, Projektverantwortlicher bei der Björn Steiger Stiftung, freut sich über die neue Kooperation: „Ein Herztod kann jeden jederzeit und überall treffen. Wiederbelebung ist kinderleicht und jeder Laien kann den AED problemlos bedienen. Nach dem Einschalten gibt das Gerät alle Anwendungsschritte akustisch vor. Ich möchte mich bei Landrat Dr. Michel dafür bedanken, dass sie dieses wichtige Thema hier im Landkreis Rottweil mit uns angehen möchten.“

Die Björn Steiger Stiftung kämpft schon seit den siebziger Jahren gegen den Herztod in Deutschland. Sie hat seit 2001 bereits rund 27.000 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. Im Jahr 2013 startete sie das Projekt „Herzsicher“ und rüstet sukzessive ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Düsseldorf, 05.07.2021
Land NRW sichert Nutzung der Gateway-Lösung IRIS connect und setzt auf Anbieter-Pluralität bei der digitalen Kontaktnachverfolgung
Durch eine Vereinbarung mit der Björn-Steiger-Stiftung sichert das Land Nordrhein-Westfalen die Nutzung der Gateway-Lösung IRIS connect, die bei Infektionsfällen den Datenaustausch zwischen den Gesundheitsämtern und allen im Einsatz befindlichen Kontaktnachvollziehungs-Apps erleichtert. IT.NRW koordinierte die Umsetzung.

Das Land NRW hat Mitte Mai 2021 einen Vertrag mit der Björn-Steiger-Stiftung zur Bereitstellung der Gateway-Lösung IRIS connect unterzeichnet. Koordiniert wurde die Umsetzung vom Landesbetrieb IT.NRW unter Verantwortung des Landesbeauftragten für Informationstechnik (CIO), Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, der organisatorisch dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) zugeordnet ist.

Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, die Kontaktnachvollziehung durch die Gesundheitsämter im Rahmen der Pandemiebekämpfung wesentlich zu vereinfachen und zugleich die Anbieter-Pluralität bei digitalen Kontaktnachverfolgungssystemen zu sichern.

Die Gateway-Lösung IRIS connect ermöglicht den sicheren Datenaustausch zwischen allen Gesundheitsämtern mit einer breiten Vielzahl von Kontaktnachverfolgungs-Lösungen. Gesundheitsämter, die über einen IRIS connect-Zugang verfügen, müssen nicht mehr gesonderte Abfragen bei den jeweiligen Lösungs-Anbietern stellen. Sie führen nur noch eine standardisierte Abfrage über IRIS connect durch und erhalten dann unmittelbar über einen sicheren Datenübermittlungsweg die relevanten Kontaktinformationen aller angebundenen Lösungsanbieter. Der Mehrwert von IRIS connect liegt darin, Betreibern von Hotellerie und Gastronomie, Sportstätten, Kultur, Einzelhandel und anderen Einrichtungen die freie Wahl der Kontaktnachverfolgungslösung zu ermöglichen sowie gleichzeitig den Arbeitsaufwand der Gesundheitsämter mit Blick auf Kontaktabfragen bei Indexfällen zu reduzieren.

„In Nordrhein-Westfalen setzen wir auf Anbieter-Pluralität bei der Kontaktnachvollziehung, ohne dass hierunter die Effektivität der Pandemiebekämpfung leidet”, erläutert CIO Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke. „IRIS connect ermöglicht den Einrichtungen die freie Entscheidung, welche digitale Lösung zur Kontakt- Nachvollziehung genutzt wird. Zugleich wird den Gesundheitsämtern ein schneller und einfacher Zugriff auf die erforderlichen Daten bei einem Indexfall gegeben. Damit stärkt IRIS connect das digitale Pandemiemanagement in NRW in mehr als nur einer Hinsicht.”

IRIS connect wurde unter dem Dach des Innovationsverbunds Öffentliche Gesundheit (InÖG) initiiert und mit der Open-Source Community entwickelt. Hauptsponsor und Partner hinter IRIS connect ist die Björn-Steiger-Stiftung, die auch für den verlässlichen Verfahrensbetrieb verantwortlich ist. Die Gateway- Lösung IRIS connect wird über IT.NRW im Rechenzentrum der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) partnerschaftlich bereit gestellt.

Die Gateway-Lösung IRIS connect wurde zwischenzeitlich Mitte Juni produktiv gesetzt. Es wird damit gerechnet, dass alle Kommunen bis Mitte Juli an das IRIS Gateway angeschlossen sein werden. Parallel dazu befinden sich verschiedene Kontaktnachverfolgungs-Apps im Prozess der technischen Anbindung.

Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn-Steiger-Stiftung ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unserem Partner Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit (InÖG) und der Open- Source-Community einen wichtigen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten können, indem wir den Gesundheitsämtern eine niedrigschwellige, dezentrale Lösung für ein einfacheres Handling der Kontaktnachverfolgung bieten.”

Der Landesbetrieb IT.NRW ist nicht nur das Statistische Landesamt, sondern auch der zentrale IT-Dienstleister für das Land Nordrhein-Westfalen. Ausgeprägtes Fachwissen, langjährige Erfahrung und die systematische Qualifizierung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern seine Kompetenz und die Qualität seiner Dienstleistungen. Zur Optimierung seines Produkt- und Dienstleistungsangebotes kooperiert IT.NRW mit wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Institutionen sowie den statistischen Ämtern der Kommunen, der Länder, des Bundes und Europas.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Winnenden, 30.06.2021
Ausgezeichnete Lösungen: Björn Steiger Stiftung vergibt Zukunftspreis für Innovationen im Rettungsdienst
Die Björn Steiger Stiftung verleiht in diesem Jahr erstmals den „Zukunftspreis Rettungsdienst“. Ausgezeichnet werden Institutionen und Unternehmen aus allen Bereichen der rettungsdienstlichen und notfallmedizinischen Versorgung, die mit innovativen Lösungen und Projekten einen Beitrag zur Verbesserung der Qualittät und Produktivität des Rettungsdienstes in Deutschland leisten. Der Preis wird in den vier Kategorien „Personal“, „Technik“, „Einsatzablauf“ und „Forschung“ vergeben. Er ist mit jeweils 2.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.

„Wir haben uns darüber gefreut, eine Vielzahl von Bewerbungen mit zielführenden Entwicklungen und Ideen erhalten zu haben. Es gibt in Deutschland nach wie vor gute Ideen, um die Notfall-Versorgung zu verbessern“, so Ulrich Schreiner, Geschäftsführer Björn Steiger Stiftung gemeinnützige GmbH. „Wir gratulieren den Preisträgern und hoffen, dass unser Zukunftspreis Rettungswesen auch für andere Anreize setzt zur Entwicklung innovativer Lösungen, damit wir gemeinsam einen entscheidenden Beitrag leisten können für den Fortschritt im rettungsdienstlichen Alltag.“

Die Preisträger des Jahres 2021 sind:

Kategorie „Personal“: Konzept „Kliniksanitäter“ von Dr. Gerrit Jansen, Evangelisches Klinikum Bethel, Bielefeld – In dieser Kategorie konnte das Konzept „Kliniksanitäter“ von Dr. Gerrit Jansen und Eugen Latka zur kurzfristigen Weiterqualifikation von rettungsdienstlichem und medizinischem Personal zum Einsatz auf Intensivstationen und in Notaufnahmen die Jury überzeugen. Im März 2020 waren die Krankenhäuser in Deutschland aufgefordert worden, ihre Intensivkapazitäten aufgrund der Zunahme der COVID-19-Erkrankungen auf das Doppelte zu erweitern. Die Häuser standen vor der Frage, woher sie unter Zeitdruck Personal nehmen sollten, das sie nicht hatten. Erschwerend kam hinzu, dass die Kontaktbeschränkungen einen regulären Ausbildungsbetrieb mit Präsenzunterricht unmöglich machten. Zur Lösung dieser Herausforderungen entwickelten der Bielefelder Mediziner und sein interdisziplinäres Team gemeinsam mit dem Studieninstitut Westfalen-Lippe ein Weiterbildungskonzept unter den Herausforderungen der COVID-19-Pandemie. Die Weiterbildungseinheiten bestehen aus E-Learning-Teilen mit Videos und Webinaren und Praxiseinsätzen. Darüber hinaus umfasst das Konzept die Verbesserung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Klinik und Rettungsdienst ebenso wie den wechselseitigen Austausch von Innovationen und den Aufbau bereichsübergreifender Versorgungskonzepte. Auch die Strukturierung von Notfallplänen zur schnellen Gewinnung von Hilfspersonal bei zeitkritischen Phasen ist Bestandteil des Kliniksanitäter-Konzepts. Es eignet sich als Vorlage für andere Krisen- und Katastrophenszenarien.

Kategorie „Forschung“: Projekt „MANV3D“ der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe gGmbH – Ausgezeichnet wurde der DRK-Rettungsdienst für die Entwicklung von virtuellen Trainingsszenarien zur schnellen Orientierung der Rettungskräfte in verschiedenen Umgebungen bei Großschadenereignissen. Das virtuelle Einsatztraining ist nicht nur in Zeiten der COVID-19-Pandemie eine wichtige Ergänzung zu Präsenzübungen. Diese komplexen Prozesse, bei der viele Verletzte schnellstmöglich geborgen und versorgt werden müssen, lassen sich in der Realität nur schwer simulieren. Hier setzt das Projekt MANV3D des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe an. Aus 3D-Scans von realen Objekten oder Einsatzorten wird zunächst eine virtuelle Umgebung erstellt. Mit Hilfe dieser 3D-Modelle können Planübungen für jeden denkbaren Einsatzort bearbeitet und die Daten für die Einsatzplanung, Lageerkundung oder auch Ausbildung genutzt werden. Darüber hinaus können mit diesen Simulationen und den darin durchzuführenden Szenarien auch das Verhalten der Einsatzkräfte geprobt und mögliche Fehler prospektiv vermieden werden. Fehlerquoten aber auch der Schulungsaufwand im realen Betrieb werden damit deutlich reduziert. Auch große, aufwendig geplante Übungen stehen im Nachgang weiter virtuell zur Verfügung. MANV3D ist auf jedem mobilen Endgerät oder Computer nutzbar. Dabei kann der Anwender entscheiden, ob er es per 'touch and walk' oder als VR Version mit einer Virtual Reality Brille nutzt.

Kategorie „Technik“: „INTRAXX“-System der Firma FERNO Transportgeräte GmbH, Troisdorf – In der Kategorie Technik konnte sich das System INTRAXX der FERNO Transportgeräte GmbH aus Troisdorf durchsetzen. Das System dient der Unterbringung loser Ausrüstungsgegenstände im Fahrzeug und erlaubt dem Rettungsdienstpersonal, in sitzender und angegurteter Position zu arbeiten. Damit reduziert sich das Verletzungsrisiko bei einem Unfall oder plötzlichen Brems- oder Ausweichmanövern während der Einsatzfahrt. Das modulare Lochschienensystem kann an der Wand, der Decke, dem Boden oder auf Ablagen/Radkästen montiert werden. Es dient der sicheren Aufnahme der verschiedenen Halterungen und Taschen für Medizinprodukte und Geräte. Das ermöglicht dem Rettungsdienstpersonal, die Arbeitsbereiche so einzuteilen, dass optimales Arbeiten möglich ist, weil das Equipment an gut erreichbarer Stelle platziert werden kann. Häufig benötigte und benutzte Geräte befinden sich so stets in unmittelbarer Nähe des Anwenders. Je nach Einsatz kann das Rettungs-Fahrzeug durch den Einbau des INTRAXX-Systems individualisiert werden. Das erleichtert den Arbeitsfluss, die Bevorratung und senkt die Unterhaltskosten. Auch im Bereich der Hygiene bietet das System einen Mehrwert, da das Fahrzeug leichter gereinigt und desinfiziert werden kann.

Kategorie „Einsatzablauf“: Projekt „Erste Hilfe im Handumdrehen / Kinderzimmer“ der Haagmans & Zapp GbR littleplan, Düsseldorf – Das Projekt von Lynn Marie Zapp und Meike Haagmans platziert das Thema Erste Hilfe mitten im Familienalltag. Die von ihnen entworfenen Erste-Hilfe-Poster sind plakativ sowie informativ gestaltet und zeigen die wichtigsten Maßnahmen und Rufnummern bei Notfällen.

Dennoch heben sich die littleplan-Poster im Design stark von klassischen medizinischen Postern ab und finden so den Weg an die Wände von Kinderzimmern. Dadurch werden die Erste-Hilfe-Maßnahmen im Alltag immer wieder wahrgenommen und die Schritte können verinnerlicht werden. Dabei geben die Poster Eltern die Sicherheit, in einer Notfallsituation handlungsfähig zu bleiben, wodurch die Hilfsfrist und Reaktionszeit im Notfall deutlich verkürzt werden kann. Die Option, das Poster personalisieren zu lassen, macht es zu einem perfekten Geschenk z. B. zur Geburt. Im Fußbereich können neben dem Notruf und der Nummer der Giftnotzentrale ebenfalls Kontaktdaten von Kinderklink und Kinderarzt/-ärztin eingetragen werden. Durch die permanente Visualisierung findet auf einfache und niederschwellige Weise die ErsteHilfe einen prominenten Platz im Alltag junger Familien und leistet damit einen wertvollen Beitrag für die Rettung von Kleinkindern.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
E pressestelle@steiger-stiftung.de
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Christian Hoppe

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Stuttgart/Winnenden, 28.06.2021
R+V spendet 7.500 Euro für das Projekt „Baby-Notarztwagen Felix“ der Björn Steiger Stiftung
Die Stuttgarter Belegschaft der R+V Allgemeine Versicherung AG spendet 7.500 Euro für das Projekt Baby-Notarztwagen der Björn Steiger Stiftung. Die R+V-Mitarbeiter Boris Grutschkowski, Alexander Blos, Michael Lukas, Srdan Milosevic und Katharina Demeter am R+V-Standort Stuttgart überreichten am 24. Juni im Namen der Belegschaft den symbolischen Spendenscheck an Sabrina Seitter, Geschäftsführerin der Björn Steiger Stiftung.

Die Spendensumme wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt zusammengetragen. Der Start erfolgte im Rahmen einer betrieblichen Bewegungsaktion im Frühjahr dieses Jahres. Bei dieser Aktion hatten die Teams des R+V-Innendienstes, der R+V-Vertriebsdirektion Süd-West sowie der Filialdirektionen Stuttgart, Generalagentur und Makler die Gelegenheit, Schritte zu sammeln, um Geld für einen guten Zweck zu erlaufen. 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligten sich an der Gesundheitsaktion und legten innerhalb von zwei Wochen rund 135 Millionen Schritte zurück. Insgesamt kamen auf diese Weise 7.500 Euro zusammen und die Belegschaft stimmte anschließend dafür, die Spendensumme dem Projekt „Baby-Notarztwagen Felix“ der Björn Steiger Stiftung zukommen zu lassen.

„Als eine der führenden Versicherungen in Deutschland haben wir eine gesellschaftliche und soziale Verantwortung. Als verlässlicher Partner mit unseren R+V-Teams am Standort Stuttgart leisten wir gerne einen Beitrag, um gemeinnützige Einrichtungen oder Inititaiven wie den Baby-Notarztwagen „Felix“ zu unterstützen“, erklärte Boris Grutschkowski im Namen der Belegschaft für die Vertriebsdirektion Süd-West und die Filialdirektion Stuttgart bei der Spendenübergabe in der Stuttgarter R+V-Zentrale. „Dies ist unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein wichtiges Anliegen.“

Sabrina Seitter, Geschäftsführerin der Björn Steiger Stiftung, würdigte bei der Entgegennahme des Spendenschecks die R+V-Belegschaft für ihren Einsatz und das Engagement: „Sie haben eine erfolgreiche Gesundheitsaktion auf die Beine gestellt. Dabei haben Sie nicht nur etwas für sich getan, sondern haben sich auch für einen guten Zweck engagiert, um uns zu helfen, Leben zu retten. Ihre Unterstützung ist besonders wertvoll, denn es geht um etwas ganz Besonderes. Nämlich um den Schutz von kranken Säuglingen und Frühgeborenen, die optimale Transportbedingungen benötigen, wenn sie schnell ärztliche Hilfe in einer geeigneten Klink in Anspruch nehmen müssen. Dafür haben wir den Baby-Notarztwagen „Felix“ entwickelt. Für Ihre großzügige Unterstützung möchten wir uns ausdrücklich bedanken.“

Bis 1974 hatte die Bundesrepublik Deutschland die höchste Säuglingssterblichkeit aller westlichen Industriestaaten. Grund hierfür war die Trennung der Entbindungs- und Kinderkliniken. Die Kinder mussten ohne geeignetes Transportfahrzeug und somit ohne hinreichende medizinische Versorgung von einer zur anderen Klinik transportiert werden. Deshalb entwickelte die Björn Steiger Stiftung 1974 den ersten Baby-Notarztwagen, woraufhin die Säuglingssterblichkeit im selben Jahr bereits gesenkt werden konnte. Heutzutage werden die Kliniken immer öfter zusammengelegt, sodass Transportwege eingespart werden können. Doch die Anzahl an Frühgeburten in Deutschland nimmt zu, viele können aber am Geburtsort nach wie vor nicht ausreichend versorgt und müssen in eine Spezialklinik verlegt werden. Ein möglichst ruhiger und erschütterungsfreier Transport kann lebensentscheidend sein. Da ein Baby- Notarztwagen noch immer nicht im Rettungsmittelgesetz verankert ist, sind Kliniken auf deren Spende angewiesen. Die Björn Steiger Stiftung konzipierte ab 2009 einen vollständig neuen Baby-Notarztwagen-Typ, der den fortschrittlichsten technischen und medizinischen Ansprüchen genügt. Verschiedene Partner waren daran beteiligt, u.a. die Hochschule Esslingen, Dräger und Daimler-Benz, um so die 5. Generation des Baby-Notarztwagens „Felix“ an die Kliniken zu bringen. Besonders hervorzuheben sind hierbei das Dämpfungssystem, das bedienerfreundliche Be- und Entladesystem, der neu entwickelte Intensivarbeitsplatz mit Inkubator und dessen bewährtem Quertransport.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Chemnitz, 25.06.2021
„Strassenräuber“ mit Herz: Spende für das Projekt „Baby-Notarztwagen Felix“ der Björn Steiger Stiftung
Strassenräuber und Wohltätigkeit? Was zunächst wie ein Widerspruch aussieht, stellte sich als willkommene Geldspende für das Projekt „Baby-Notarztwagen Felix“ der Björn Steiger Stiftung heraus. Mit einem Spendenscheck in Höhe von 2.085 Euro im Gepäck übergaben Vertreter aus dem Team „#27 Strassenräuber“ die Ausbeute ihres jüngsten Abenteuers an den Projektmanager des Baby-Notarztwagens Thomas Pflanz in Chemnitz.

Beim Team „#27 Strassenräuber“ handelt es sich um keine kriminelle Vereinigung, sondern um eine Gruppe junger Männer, die als Team am Baltic Sea Circle teilnehmen - eine Rallye einmal rund um die Ostsee, circa 7.500 Kilometer, keine Autobahn, kein Navi und mit einem mindestens 20 Jahre alten Fahrzeug. Die Rallye wird organisiert vom Superlative Adventure Club und sollte ursprünglich im Jahr 2020 zum zehnten Mal stattfinden. Hauptmerkmal der Rallye ist, dass jedes Team seine Teilnahme mit dem Sammeln von Spenden für ein ausgewähltes Projekt verknüpft. Durch die Vielzahl an Teams sollte einiges für den guten Zweck zusammenkommen.

Nach der Verschiebung des Baltic Sea Circle 2020 auf 2021 ist die Neuauflage der Rallyenun für das kommenden Jahr geplant. „Wir müssen den Tatsachen erneut ins Auge sehen: „Baltic Sea Circle 2022“ heißt jetzt der Plan. Wir bleiben also dran, Aufgabe ist keine Option!“ erklärte Enrico Kufs bei der Spendenübergabe. „Da aber die bisher eingegangen Spenden zeitnah verwendet werden müssen, mussten wir das Spendenprojekt bereits jetzt beenden. Wir freuen uns aber, über 2.000 Euro an die Björn Steiger Stiftung und den Baby-Notarztwagen Felix in Chemnitz überreichen zu können. Wir danken noch einmal herzlichst allen Spendern und Helfern für die Unterstützung der Aktion! Ihr seid großartig!“

Stellvertretend für die gesamte Björn Steiger Stiftung bedankte sich der Stiftungsmitarbeiter Thomas Pflanz bei der persönlichen Übergabe der Spenden herzlich für das tolle Engagement des Teams: „Wir freuen uns über die Spende und danken allen 44 Spendern, die sich in diesem Jahr beteiligt haben Es gibt zwar noch kein Rallye-Siegerteam, aber dennoch wir haben alle gewonnen. Jetzt drücken wir den Strassenräubern die Daumen für das nächste Jahr, wenn das Team bei der Baltic Sea Circle 2022 für einen guten Zweck fahren und sammeln will - für die Björn Steiger Stiftung und speziell für den Baby-Notarztwagen "Felix" in Chmenitz.“

Baby-Notarztwagen „Felix“
Bereits in den 1970er-Jahren kümmerte sich die Björn Steiger Stiftung um optimale Transportbedingungen für Frühgeborene. Seit 2012 ist der Baby-Notarztwagen „Felix“ für den sicheren Transport von kranken Säuglingen und Frühchen unterwegs, für die ein normaler Krankenwagen ungeeignet ist. Die Björn Steiger Stiftung finanziert diese speziell aufgebauten und ausgestatten Fahrzeuge, deren Unterhalt und Wartung sowie zusätzlich benötigtes Equipment wie Transportinkubatoren. Die Fahrzeuge werden dann an größeren Kliniken stationiert, wie zum Beispiel im Klinikum Chemnitz seit 2016.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Bermatingen-Ahausen/Winnenden, 24.06.2021
Björn Steiger Stiftung macht Bermatingen-Ahausen herzsicher
Bermatingen ist einen großen Schritt weiter in Sachen Herzsicherheit: Mit der Installation eines weiteren öffentlich zugänglichen Laien-Defibrillators im Ortsteil Ahausen hat die Björn Steiger Stiftung nun die gesamte Gemeinde Bermatingen im Bodenseekreis mit den leicht zu bedienenden Geräten zur Wiederbelebung ausgestattet. Ohne medizinische Vorkenntnisse können damit bei einem Herzstillstand Leben gerettet werden. Insgesamt fünf dieser sogenannten AED-Geräte (Automatisierter Externer Defibrillator) wurden im Rahmen des Projekts „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung zusammen mit ortsansässigen Unternehmen und der Gemeindeverwaltung in der Kommune realisiert. Das neue von der Firma S&T Gebäuderservice, dem Narrenverein Moschtobst und der Feuerwehr Bermatingen-Ahausen finanzierte Gerät befindet sich im Bereich des Briefkastens am Rathaus Ahausen. Der Defibrillator steht Ersthelfern bei Notfällen Tag und Nacht zur Verfügung.

Der unvermittelte Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jährlich sterben rund 100.000 Menschen bundesweit durch Herz-Kreislauf-Stillstand. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn schnell Erste Hilfe geleistet wird. Pro Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit nach Eintreten des Herzstillstands um zehn Prozent, wenn überhaupt keine Erste Hilfe erfolgt. Dagegen liegt die Überlebenschance bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach dem Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Solch ein AED-Gerät bringt mit Hilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus. Die automatisierten externen Defibrillatoren sind speziell für nicht ausgebildete Ersthelfer konzipiert und verfügen über eine Sprachführung, die Fehler verhindert.

Die Björn Steiger Stiftung kämpft schon lange gegen den Herztod in Deutschland. Sie hat seit 2001 bereits rund 27.000 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. 2013 startete das Projekt „Herzsicher“, inzwischen rüstet die Stiftung ganze Landkreise, St?dte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung. Im Bodenseekreis startete das Projekt im November 2019. Mittlerweile verfügt der gesamte Landkreis über 92 Laien-Defibrillatoren der Björn Steiger Stiftung.

Bürgermeister Martin Rupp lobt das Engagement aller Beteiligten: „Ich möchte mich bei allen Beteiligten dafür bedanken, dass wir dieses wichtige Thema hier in der Gemeinde Bermatingen gemeinsam angegangen sind und die Initiative ,Herzsicherer Bodenseekreis‘ der Björn-Steiger- Stiftung unterstützt haben. Neben der Stiftung danke ich im Namen unserer Bürgerinnen und Bürger sowie unserer Touristen auch ganz besonders der Apotheke im Rosenhof, dem Landgasthaus Zollerstuben, den Firmen LogoTec und S&T Gebeäudeservice, nah & gut Edeka Sulger, dem Narrenverein Moschtobst Ahausen und der Feuerwehr für Ihre großzügige Spende sowie der Sparkasse Salem-Heiligenberg für ihr Engagement – sie alle haben im guten Miteinander die Umsetzung ermöglicht“.

Im Rahmen des Projektes „Herzsicherer Bodenseekreis“ war von der Björn Steiger Stiftung die Installation von einem AED-Gerät pro 1.500 Einwohner je Ortsteil in der Gemeinde Bermatingen vorgesehen. Dieses Ziel sei nun erreicht, alle AED-Standorte wurden in Bermatigen zwischen Stiftung und Partnern vor Ort eng abgestimmt, erklärte Johanna Ziegler, Projektmanagerin der Stiftung, anlässlich der offiziellen Übergabe des AED-Geräts in Ahausen. „Ich freue mich nun auf den weiteren Projektverlauf mit den vorgesehenen Schulungen, in denen wir gezielt die Bevölkerung in Sachen Reanimation schulen wollen. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden. Jedes Gerät hilft, die Herzsicherheit entscheidend zu verbessern – auch in Bermatingen, das nun herzsicherer ist als bisher. Mit der Aufstellung von AED-Geräten alleine ist es aber noch nicht getan“, so Johanna Ziegler. „Voraussetzung ist auch weiterhin ein beherztes Engagement der Menschen.“

Weitere AED-Standorte:
- Sparkasse Salem Heiligenberg am Rathaus Bermatingen (im SB-Bereich) - Markdorfer Str. 2, 88697 Bermatingen
- Landgasthaus Zollerstuben (Terrasse) - Gartenstra?e 20, 88697 Bermatingen
- LogoTec - Hofäckerstraße 6, 88697 Bermatingen-Ahausen
- nah & gut Edeka Sulger (während der Öffnungszeiten: Eingangsbereich des Marktes) - In der Breite 2, 88697 Bermatingen
- Sportanlage Bermatingen (Halle) - In der Breite, 88697 Bermatingen




Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Bad Brambach, 17.06.2021
Eine Spende, die Leben retten kann
Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen. Um Bad Brambach für die Bürgerinnen und Bürger noch sicherer zu machen und im Ernstfall schnelle Hilfe zu ermöglichen, hat die Björn Steiger Stiftung der Gemeinde zwei Laien-Defibrillatoren gespendet. Die lebensrettenden AED-Geräte (Automatisierter Externer Defibrillator) wurden am 17. Juni 2021 von Thomas Pflanz, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung, offiziell an Bürgermeister Maik Schüller übergeben. Die Geräte sind für jedermann zugänglich im Außenbereich der Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr in den Ortsteilen Schönberg und Raun angebracht und stehen Ersthelfern Tag und Nacht bereit. Ohne medizinische Vorkenntnisse können damit im Notfall bei einem Herzstillstand Leben gerettet werden.

Der Herztod fordert in Deutschland rund 100.000 Opfer pro Jahr. Dabei haben Betroffene eine realistische Überlebenschance, wenn schnell und beherzt geholfen wird. Pro Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit nach Eintreten des Herzstillstands um zehn Prozent, wenn überhaupt keine Erste Hilfe erfolgt. Dagegen liegt die Überlebenschance bei realistischen 50 bis 70 Prozent, wenn Ersthelfer sofort nach dem Stillstand mit einer Herzdruckmassage beginnen und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt. Ein AED-Gerät kann mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Die Geräte sind vollautomatisch und so konstruiert, dass sie auch von Laien bedient werden können und haben eine Sprachführung, die auch Fehler verhindert.

Bürgermeister Maik Schüller lobt das Engagement aller Beteiligten. „Ich freue mich für unsere Bürgerinnen und Bürger über die Herzsicher-Initiative der Björn-Steiger-Stiftung, mit der zwei Laien-Defibrillatoren in Bad Brambach realisiert werden konnten. Im Namen der Gemeinde danke ich für die Unterstützung der Stiftung, es ist eine Spende, die Leben retten kann. Nun sind es schon drei Laien-Defibrillatoren, welche für den Notfall im Gemeindegebiet bereit stehen. Es ist ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass für den Fall der Fälle Hilfe in greifbarer Nähe ist – für die Einwohner unserer Gemeinde und auch für unsere Kur-Gäste.

„Wir freuen uns sehr, die Bürgerinnen und Bürger von Bad Brambach im Rahmen unseres Herzsicher-Projektes mit diesen Defibrillatoren unterstützen zu können. Es ist uns an diesem Standort, dem Geburtsort von Siegfried Steiger, Gründer der Björn Steiger Stiftung, eine ganz besondere Herzensangelegenheit, aktiv zu helfen und mit dieser Spende für mehr Herzsicherheit zu sorgen,“ erklärte Thomas Pflanz von der Björn Steiger Stiftung anlässlich der Übergabe der AED-Geräte. „Ich möchte mich bei allen Beteiligten dafür bedanken, dass wir gemeinsam dieses wichtige Thema hier in Bad Brambach angehen. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Menschen können vor dem Herztod gerettet werden. Jedes Gerät hilft, die Herzsicherheit entscheidend zu verbessern – auch in Bad Brambach, das nun herzsicherer ist als bisher. Voraussetzung ist lediglich ein beherztes Engagement der Menschen.“

Der Kampf gegen den Herztod ist ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung. 2013 startete ihr Projekt „Herzsicher“, um die Massenverbreitung von Laien-Defibrillatoren voranzutreiben. Das Konzept: an belebten Orten wie Rathäusern und öffentlichen Plätzen zusammen mit lokalen Partnern AED-Säulen aufstellen und Schulungen für die Bevölkerung anbieten. Inzwischen rüstet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung. Sie hat seit 2001 bereits rund 27.000 AED-Geräte in den Verkehr gebracht.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Berlin/Winnenden, 15.06.2021
Überzeugende Beiträge, verdiente Gewinner: Journalistenpreis 2021 für Beiträge der WELT und des NDR in Berlin übergeben
Die Björn Steiger Stiftung hat die Preisträger ihres diesjährigen Journalistenpreises am 11. Juni 2021 in Berlin ausgezeichnet. Die mit jeweils 4.500 Euro dotierten Preise der Björn Steiger Stiftung wurden vom Jury-Vorsitzenden Wolfgang Kubicki, MdB und Vizepräsident des Deutschen Bundestages, und Nicolas Basse, dem Hauptstadtrepräsentanten der Björn Steiger Stiftung, am Deutschen Bundestag übergeben. Die Jury unter Vorsitz von Wolfgang Kubicki hatte bereits im April die Reportagen von Johannes Koch (Norddeutscher Rundfunk) „Systemrelevant; Rettungsdienst trotz Corona“ und von Christian Schweppe (WELT) „Für Ronjas Rettung fehlten bloß Minuten“ als Preisträger gekürt. Die Beiträge sind jeweils im November 2020 erschienen.

„Dokumentation und mediale Aufklärung über die Leistungen, aber auch über die Herausforderungen und Missstände in der rettungsdienstlichen Versorgung in ganz Deutschland werden immer wichtiger - und die journalistischen Arbeiten von Johannes Koch und Christian Schweppe haben auf ganz verschiedene Weise hervorragend veranschaulicht, welch enormen Belastungen die Einsatzkräfte im Rettungsdienst immer wieder ausgesetzt sind“, betonte Kubicki in einer kurzen Laudatio gegenüber den beiden Preisträgern.

„Wir freuen uns seitens der Björn Steiger Stiftung sehr darüber, dass Johannes Koch und Christian Schweppe jeweils sehr unterschiedliche Herausforderungen in der rettungsdienstlichen Versorgung journalistisch aufgegriffen haben. Die Ruhe, mit der beide Reportagen den überaus harten Berufsalltag von Einsatz- und Rettungskräften dokumentieren, ist beeindruckend, es sind überzeugende Beiträge und verdiente Gewinner. Wir hoffen, dass wir mit unserem Journalistenpreis auch in Zukunft dazu beitragen können, das Bewusstsein der Bevölkerung für rettungsdienstliche Belange zu schärfen“, ergänzte Nicolas Basse.

Der Jury um Wolfgang Kubicki gehörten neben Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, auch Dr. Melanie Amann („Spiegel“), Corinna Budras (FAZ), Marion Kracht (Schauspielerin, u. a. „Babylon Berlin“), Kristin Meyer (Schauspielerin, u. a. „GZSZ“), Dr. Sarah Tacke (ZDF), Markus Bräuer (Medienbeauftragter des Rates der Ev. Kirche in Deutschland), Dr. Sebastian Engelbrecht (Deutschlandfunk) und Dr. Hendrik Wieduwilt (Kommunikationsberater bei FAKTOR 3) an. Die Björn Steiger Stiftung schreibt ihren Journalistenpreis alle zwei Jahre aus, um herausragende journalistische Arbeiten über die rettungsdienstliche Versorgung in Deutschland zu würdigen und um das gesellschaftliche Bewusstsein für bestehende Herausforderungen in diesem Bereich zu erweitern.

Links zu den Beiträgen:

„Für Ronjas Rettung fehlten bloß Minuten" >

„Systemrelevant; Rettungsdienst trotz Corona" >


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Berlin, 08.06.2021
Aufzeichnung Fachkongress der Björn Steiger Stiftung jetzt kostenlos online
Vor über 50 Jahren legte die Björn Steiger Stiftung den Grundstein für den Rettungsdienst in Deutschland. Viel hat sich seit 1969 verbessert. Dennoch ist das Rettungswesen noch lange nicht dort, wo es sein sollte. Nach dem ersten Kongress „Wege zum Rettungsdienst der Zukunft“ in Berlin im Jahr 2019 veranstaltete die Björn Steiger Stiftung am 17. April 2021 ihren zweiten Kongress. In dieser Veranstaltung standen die Notfallsanitäter*innen im Zentrum. Darüber hinaus wurde der Blick auf die gesamte Rettungskette gelegt. Der Kongress fand online statt und umfasste 19 je 15-minütige Vorträge. Alle Vorträge stellen wir der breiten Öffentlichkeit und insbesondere den Fachmedien im Nachgang zu unserer Veranstaltung einzeln oder im gesamten Live-Stream unter www.steiger-stiftung.de zur Verfügung. Zur Veranstaltung im April schalteten sich über 1.500 Teilnehmer zu. Ein Besuch lohnt sich sehr: „ https://www.steiger-stiftung.de/veranstaltungen/rueckblick/rettungsdienstderzukunft2021" >

und „ https://www.steiger-stiftung.de/onlinekongress" >



Die Vorträge der Referenten vermitteln viele Informationen zu aktuellen Themen, zum Beispiel zur Rechts- und Patientensicherheit vor dem Hintergrund der neuen Gesetzgebung oder praktischen Hinweisen zur Arbeitssicherheit. Verschiedene Vorträge gaben Einblicke in neue Schulungsmöglichkeiten in Form von e-learning, Simulation und 3-D-Brille.

Wie die Digitalisierung den Rettungsdienst in Zukunft verbessern kann, wird am Beispiel der Patientensteuerung, des effizienten Einsatzes von Rettungsmitteln und der Übergabe der Patientendaten aus dem Rettungswagen ins Kliniksystem aufgezeigt. Darüber hinaus erfahren die Besucher, wie künstliche Intelligenz gewinnbringend für den Rettungsdienst eingesetzt werden kann. Die Mitarbeiter*innen im Rettungsdienst stehen in ihrem Berufsalltag besonderen Herausforderungen gegenüber. Eine Studie zur psychischen Belastung im Rettungsdienst ging diesem Thema auf den Grund. Darüber hinaus beleuchtet ein Vortrag den Personalmangel, dem der Rettungsdienst gegenübersteht.

Umrahmt werden die Inhalte durch Vorträge zu einer der zentralen Forderungen der Björn Steiger Stiftung: Strukturen, die sich regional und im Ausland bewähren und den Rettungsdienst qualitativ besser und effizienter machen, sollen einheitlich für ganz Deutschland gelten. Ein Lagebericht zum aktuellen Stand sowie positive bundeslandübergreifende Beispiele werden aufgezeigt.




Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

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Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
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Wiesbaden, 31.05.2021
Laien-Defibrillator an das Theater im Pariser Hof gespendet
Herzensangelegenheit - im wahrsten Sinne des Wortes. Am Wiesbadener Theater im Pariser Hof in der Spiegelgasse 9 ist ab sofort ein zugänglicher Laien-Defibrillator der Björn Steiger Stiftung vorhanden. Dieser ist zu den Veranstaltungen und Öffnungszeiten des Theaters wie auch des benachbarten Restaurants frei zugänglich. Wer Zeugin oder Zeuge eines Herznotfalls wird, kann mit diesem handlichen mobilen Gerät umgehend Erste Hilfe leisten und Leben retten. Die Bedienung des Laien-Defibrillators, auch AED (Automatisierter Externer Defibrillator) genannt, ist denkbar einfach: Nach dem Einschalten gibt er alle Anwendungsschritte akustisch vor.

Das Gerät befindet sich in einem Wandkasten vor dem Theatersaal im Foyer.

Fabián Kuhl, 1. Vorstandsvorsitzender des Theaters, freut sich über das lebensrettende Gerät in der Kultureinrichtung: „Am plötzlichen Herztod sterben nach wie vor ungefähr 100.000 Menschen in ganz Deutschland - Jahr für Jahr. Oft sterben sie, weil ihnen nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird. Dabei sind Erste Hilfe und sogar lebensrettende Maßnahmen kinderleicht! Dank der Björn Steiger Stiftung sind wir für solche Notfälle nun bestmöglich ausgestattet - und das nützt auch unseren Mitmenschen in Wiesbaden. Wir freuen uns, dass unser Theater ab sofort herzsicher ist.“

Angelo Sapia, Projektmanager „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung ergänzt: „Jedes zugängliche AED-Gerät ist für eine verbesserte Herzsicherheit von wesentlicher Bedeutung. Das gilt von Sylt bis zum Bodensee, vom Dreiländereck bei Aachen bis zur ländlichen Umgebung am östlichen Stadtrand von Görlitz - und natürlich auch in Wiesbaden. Wir von der Björn Steiger Stiftung freuen uns deshalb sehr darüber, dass auch die hessische Landeshauptstadt von nun an herzsicherer als bisher ist - und wir setzen unser Projekt fort.“

Die Björn Steiger Stiftung kämpft bereits seit langen Jahren gegen den Herztod in Deutschland. Sie hat seit 2001 rund 27.000 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. 2013 startete das Projekt „Herzsicher“, inzwischen rüstet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die breite Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Schwäbisch-Hall, 06.05.2021
Schnelltest-Station vorgestellt
Die Pandemie des Corona-Virus hat ganz Deutschland nach wie vor fest im Griff. Zugleich wird „Licht am Ende des Tunnels“ sichtbar: Die Zahl der Impfungen steigt Tag für Tag und Woche für Woche - und daneben sind und bleiben auch Schnelltests auf das Corona-Virus ein besonders wichtiges Instrument und eine feste, tragende Säule im Kampf gegen die Pandemie.

Die Björn Steiger Stiftung hat deshalb am heutigen Tag eine Schnelltest-Station im Kampf gegen das Virus vorgestellt und zugleich in Betrieb genommen, die in der Stadt und im Landkreis Schwäbisch Hall auf bis zu zwei Abstrich-Plätzen ab heute an insgesamt 47 Stunden pro Woche kostenfreie Schnelltests für Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Region durchführen wird. Standort der Station ist das Parkplatzgelände des „GLOBUS“-Baumarktes (Raiffeisenstraße 22, 74523 Schwäbisch Hall). Der Testbetrieb durch die Björn Steiger Stiftung wird ab dem heutigen Mittag und dann jeweils von Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr sowie samstags von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr erfolgen. Für den Testbetrieb wird in den ersten Tagen ein Zelt genutzt und ab dem 10. Mai eine stationäre Testeinheit in Form eines Bürocontainers.

„Unsere kommunalen Testzentren werden sehr gut angenommen, mittlerweile führen wir dort knapp 4.000 Antigen-Schnelltests in der Woche durch. Die Nachfrage könnte noch deutlich zunehmen, wenn ein negativer Schnelltest die Türen zum Beispiel zu Einzelhandel und Gastronomie öffnet. Wir freuen uns daher sehr, wenn unsere Testzentren durch weitere Testmöglichkeiten wie die Schnelltest-Station der Björn Steiger Stiftung ergänzt werden. Vor allem für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Kundinnen und Kunden des angrenzenden Gewerbegebiets liegt die Teststation sehr günstig und ich hoffe, dass das Angebot rege in Anspruch genommen wird“, so der Oberbürgermeister Schwäbisch-Halls, Hermann-Josef Pelgrim.

„Wir helfen Leben retten: Das ist Anspruch und Wirken der Björn Steiger Stiftung seit ihrer Gründung vor mehr als 50 Jahren. Klar ist, dass auch wir in der Pandemie des Corona-Virus unseren Kernauftrag - Verbesserungen in der rettungsdienstlichen Versorgung - erweitern und unseren Beitrag im Kampf gegen die Seuche leisten, die uns nach wie vor alle vor besondere Herausforderungen stellt. ‚Impfen! Impfen! Impfen!‘ und ‚Testen! Testen! Testen!‘ sind in ganz Deutschland aktuell die wichtigsten Mittel in der Pandemiebekämpfung - und das wird noch geraume Zeit so bleiben. Ich bin Herrn Oberbürgermeister Pelgrim, der Stadt und dem Landkreis Schwäbisch Hall und natürlich auch dem „GLOBUS“-Baumarkt, der uns unterstützt, sehr dankbar für die zügige Absprache über alle organisatorischen Maßnahmen und deren Umsetzung - und jetzt packen wir an!“, erklärt Marcel Schneider, Geschäftsführer der Björn Steiger Stiftung.

„Die Kolleginnen und Kollegen aus Schwäbisch Hall und wir von der Björn Steiger Stiftung haben in der Vorbereitung ein sehr gutes Miteinander erlebt. Jetzt rufe ich alle Menschen in der Stadt und im Landkreis Schwäbisch Hall auf: Kommt zu uns auf das Parkplatzgelände des „GLOBUS“-Baumarktes und lasst Euch testen. Denn das bleibt wichtig! Im Kampf gegen das Virus ist auch weiterhin besondere Vorsicht geboten. Lockerungen der politisch vorgegebenen Maßnahmen und eine steigende Zahl an Impfungen sind zwar erfreulich, aber umso entschlossener müssen wir auch in der dritten Welle der Virus-Pandemie bleiben, um Leben zu schützen und Infektionsketten durchbrechen zu können. Wir stehen bereit, um unseren Beitrag zu leisten - und ich bin zuversichtlich: Die Bevölkerung von Schwäbisch Hall wird mitmachen“, ergänzt Rettungssanitäter Marcus Fluit, der als Bevollmächtigter der Björn Steiger Stiftung den Betrieb in der Schnelltest-Station beaufsichtigen und dabei von einem Notarzt und einem Apotheker unterstützt werden wird.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Berlin, 21.04.2021
Journalistenpreis 2021 an Beiträge der „WELT“ und des NDR vergeben
Ausgezeichnet! - Die Björn Steiger Stiftung hat am 19. April zum zweiten Male ihren Journalistenpreis vergeben. Die Jury unter dem Vorsitz von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki MdB entschied nach eingehender Beratung im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages, ihren Preis gleichberechtigt an zwei journalistische Beiträge zu vergeben. Die Reportage „Für Ronjas Rettung fehlten bloß Minuten“ von Christian Schweppe aus der „Welt“ vom 28. November 2020 beeindruckte die Jury ebenso wie die Dokumentation „Systemrelevant: Rettungsdienst trotz Corona“ von Johannes Koch, die am 9. November 2020 im Norddeutschen Rundfunk ausgestrahlt wurde.

„Dokumentation und mediale Aufklärung über die Leistungen, aber auch über die Herausforderungen und Missstände in der rettungsdienstlichen Versorgung in ganz Deutschland werden immer wichtiger. Ich habe es deshalb ausdrücklich begrüßt, dass die Björn Steiger Stiftung aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens im Jahr 2019 ihren Journalistenpreis geschaffen hat und diesen nun regelmäßig alle zwei Jahre erneut ausschreibt. Die Vielzahl der im gegenwärtigen Jahr eingegangenen Bewerbungen zeigt: Die Themen rund um den Rettungsdienst werden medial immer eingehender und auf vielfache Weise bespielt. Zugleich ist wichtig, dass noch viel mehr Menschen in der breiten Bevölkerung als bisher für das wertvolle, lebenswichtige Wirken der Einsatz- und Rettungskräfte sensibilisiert werden - übrigens auch unabhängig von der Pandemie des Corona-Virus. Dazu trägt auch der Preis der Björn Steiger Stiftung bei - und mit Christian Schweppe, der zum Zeitpunkt seines ausgezeichneten Zeitungsartikels bei der „WELT“ tätig war, und mit Johannes Koch vom NDR haben sich zwei Journalisten in besonderer Weise um ganz unterschiedliche Fragen im rettungsdienstlichen Alltag verdient gemacht“, erklärt Wolfgang Kubicki MdB mit Blick auf die Arbeit der Jury und die beiden Beiträge, an deren Autoren der Preis der Björn Steiger Stiftung verliehen wird.

„Ich freue mich sehr darüber, dass uns auch in diesem Jahr eine Vielzahl sehr unterschiedlicher, starker Beiträge zu verschiedenen Aspekten der rettungsdienstlichen Versorgung und aus ganz verschiedenen Medienbereichen zugegangen ist.
Christian Schweppe hat mit seiner eingehenden Aufarbeitung eines besonders schweren Unglücks dabei eine journalistische Meisterleistung im Print-Bereich vollbracht und dokumentiert einen schrecklichen Vorfall: Ein Mädchen wird in Berlin von einer Straßenbahn erfasst, überlebt zunächst und verstirbt - eingeklemmt unter dem Straßenbahnwaggon - bei der Rettung durch die Feuerwehr. Der Tod des Mädchens war ursächlich nicht zuletzt auf veraltete Technik aufgrund kommunalpolitischer Sparmaßnahmen zurückzuführen. Das entsprechende gerichtliche Verfahren war umfassend - und Christian Schweppe ist es gelungen, alle Facetten des Unfalls auf bemerkenswerte Weise zu rekonstruieren. Das gilt für den Unfallhergang und dessen Folgen ebenso wie für die Empfindungen der Eltern bzw. der Familie der tödlich verunglückten Jugendlichen und die äußerst schwierigen Fragen nach Schuld und möglichem Versagen der Rettungskräfte.
Johannes Koch hat daneben den Blick auf den Einsatzalltag in der rettungsdienstlichen Versorgung unter der Pandemie des Corona-Virus gerichtet - beispielhaft an Rettungskräften aus dem niedersächsischen Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes. ‚Wenn wir ausfallen... Wer soll dann unseren Job übernehmen?!‘, fragt ein junger Notfallsanitäter im Mittelpunkt der Reportage. Das zeigt: Auch die Rettungskräfte sind nach wie vor da, sie fahren und gehen hinaus und ziehen ihren „Knochenjob“ durch - für uns alle und inmitten einer schweren Krise, obwohl die Angst vor einer Infektion mit dem Corona-Virus im Rettungswagen gleichsam immer ‚mitfährt‘. Diese Situation hat Johannes Koch mit ebenso ruhigen wie bewegenden Bildern und O-Tönen sehr beeindruckend aufbereitet“
, ergänzt Pierre-Enric Steiger als Präsident der Björn Steiger Stiftung.

Christian Schweppe und Johannes Koch werden beide mit einem Preisgeld von 4.500 Euro bedacht. Der Jury um Wolfgang Kubicki MdB gehörten neben Pierre-Enric Steiger als dem Präsidenten der Björn Steiger Stiftung auch Dr. Melanie Amann („Spiegel“), Corinna Budras (FAZ), Marion Kracht (Schauspielerin, u. a. „Babylon Berlin“), Kristin Meyer (Schauspielerin, u. a. „GZSZ“), Dr. Sarah Tacke (ZDF), Markus Bräuer (Medienbeauftragter des Rates der Ev. Kirche in Deutschland), Dr. Sebastian Engelbrecht (Deutschlandfunk) und Dr. Hendrik Wieduwilt (Kommunikationsberater bei FAKTOR 3) an. Die Björn Steiger Stiftung schreibt ihren Journalistenpreis alle zwei Jahre aus, um herausragende journalistische Arbeiten über die rettungsdienstliche Versorgung in Deutschland zu würdigen und um das gesellschaftliche Bewusstsein für bestehende Herausforderungen in diesem Bereich zu erweitern.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Berlin, 30.03.2021
Startschuss für das Projekt AI Rescue in der ‚Modellregion Gesundheit Lausitz‘
Im Rettungsdienst sind schnelle Entscheidungen gefordert, nicht selten geht es um Leben und Tod. Künstliche Intelligenz soll nun das Rettungswesen in Deutschland fit machen für die Zukunft. Ziel ist es, Einsatz- und Rettungskräften mittels intelligenter Technologien künftig mehr digitale Unterstützung für die notfallmedizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen. Im neuen Forschungsprojekt AI Rescue erstellt ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern unter Leitung der Björn Steiger Stiftung aktuell eine Machbarkeitsstudie am Beispiel der „Modellregion Gesundheit Lausitz“, wie mithilfe KI-basierter Datenanalyse die Arbeiten im Rettungswesen effektiver und effizient gestaltet werden können. Das Vorhaben wird vom Bundeministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert.

Der Rettungsdienst in Deutschland steht vor großen Herausforderungen: Steigende Einsatzzahlen bei begrenztem Personal, zunehmender Kostendruck, der demografische Wandel und bundesweit uneinheitliche Strukturen sowie Veränderungen des Anforderungsprofils bestimmen das Bild. Zwar hat die Digitalisierung auch in Deutschland Einzug in das Rettungswesen gehalten, allerdings entwickelt sich dieser Prozess im europäischen Vergleich relativ langsam und bundesweit unterschiedlich schnell. Das Potenzial der Künstlichen Intelligenz ist groß, der Bedarf an praxistauglichen, KI-basierten Systemen, die helfen, datenbasierte Entscheidungen vorzubereiten, ist hoch.

Hier setzt das Projekt AI Rescue an. Teil der Machbarkeitsstudie „KI-gestützte Datenanalyse und Simulation des Rettungswesens“ ist die Entwicklung einer Simulation als Demonstrator für den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Rettungswesen am Beispiel der „Modellregion Gesundheit Lausitz“. Im Rahmen des geplanten Lausitzer Zentrums für Künstliche Intelligenz (LZKI) simulieren Wissenschaftler der BTU Cottbus-Senftenberg unter der Leitung von Prof. Dr. Armin Fügenschuh, Fachgebiet Ingenieurmathematik und Numerik, eine Rettungskette von der Leitstelle über den Rettungswagen bis hin zum Notarzt. Im Fokus steht die Einbettung von Methoden der Künstlichen Intelligenz zur Vorhersage der Auswirkungen operativer, taktischer und strategischer Entscheidungen.

„Pro Jahr gehen allein in der Rettungsleitstelle Lausitz rund 120.000 Notrufe bei der Rufnummer 112 und 120.000 weitere Anrufe ein. Bundesländer und Landkreise stehen unter enormem Druck. Rettungsfahrzeuge müssen bereitstehen und entsprechend ausgestattet sein, Notärzte und Krankenhausbetten zur Verfügung stehen. Mit Hilfe unserer Software wird es möglich sein, die Rettungskette virtuell abzubilden und mögliche Einsatzszenarien zu testen. Nur so können Entscheider aus Wirtschaft, Politik und dem Gesundheitswesen optimal planen, wie viele Rettungsfahrzeuge beispielsweise an welchen Leitstellen zur Verfügung stehen müssen, damit Hilfesuchende zu jeder Zeit an jedem Ort die bestmögliche Unterstützung erhalten“, so Prof. Fügenschuh.

Darüber hinaus werden die gegenwärtigen politischen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen analysiert. Damit sollen im Vorhaben konkrete Potenziale für eine Verbesserung von Mobilitätsaspekten der Rettungskette durch KI identifiziert werden. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie bilden die Grundlage für Handlungsempfehlungen, um den effektiven und innovativen Transfer von Daten in konkrete Handlungsanweisungen zu gewährleisten und die Akzeptanz und Zustimmung automatisierter Systeme in der Praxis zu begünstigen. Dies wird nicht nur die Leistung und Zuverlässigkeit bestehender Prozesse und der vorhandenen Dateninfrastrukturen im Rettungswesen deutlich erhöhen und verbessern, sondern soll auch neue Funktionalitäten und Anwendungen erschließen und die Versorgungsqualität erhöhen. Die Erkenntnisse helfen zudem bei der Identifikation von aussichtsreichen Anwendungsszenarien und unterstützen Wirtschaft, Politik und das Gesundheitswesen bei Projekt-Entscheidungen für den Einsatz von KI im rettungsdienstlichen Einsatz in der Zukunft.

Effektive Zusammenarbeit – Einheit in Vielfalt

In dem vom BMVI geförderten Projekt AI Rescue arbeiten vier Partner zusammen: Neben den Arbeiten der Wissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) steuert die Björn Steiger Stiftung als Konsortialführer die Anwenderkompetenz entlang der Rettungskette im Dienst der Notfallhilfe bei, während das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) die Einbindung aller relevanten Akteure verantwortet, und es wird insgesamt zwei Expertenworkshops zu Beginn und Ende der Projektlaufzeit ausrichten. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) trägt mit seiner Expertise in den Bereichen „Digital Health - Connected Healthcare“ und „Design Thinking“ zu dem Gesamtvorhaben bei, um mit Hilfe einer Studienbegleitgruppe (Subject Matter Experts) im späteren Verlauf aussichtsreiche Anwendungsszenarien herzustellen. Der Lehrstuhl „Digital Health - Connected Healthcare“ der von Prof. Dr. Bert Arnrich an der gemeinsamen Digital-Engineering Fakultät des Hasso-Plattner-Instituts und der Universität Potsdam geleitet wird, beschäftigt sich mit dem Erfassen und der Analyse von gesundheitsrelevanten Daten aus dem täglichen Leben und deren Verknüpfung mit klinischen Daten. Im Projekt AI Rescue soll erforscht werden, wie sich mobile Sensorik in Notfallsituationen einsetzen lässt, um kritische Gesundheitszustände zu überwachen und wichtige Daten für die weitere Behandlung im Krankenhaus zu erheben.

Mit diesem Ansatz leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur KI-Strategie des Bundes, zum Aktionsplan Digitalisierung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie durch einen integrierten Daten-Informationsfluss zur Modernisierung des Rettungswesens im Allgemeinen. Ein weiteres, übergreifendes Ziel der Forschungsarbeit ist es, mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz als branchenübergreifender Schlüsseltechnologie den Transfer von KI-Lösungen in der Wirtschaft deutlich zu verbessern und zu einer Restrukturierung der Braunkohleregion Lausitz beizutragen. Dies gilt für die Sicherstellung der Notfall- und Gesundheitsvorsorge und damit der Steigerung der Lebensqualität, aber auch für die strategische Entwicklung von strukturschwachen Regionen, die vor einer tiefgreifenden Transformation stehen wie beispielsweise die Industriestandorte in der Lausitz. Das Innovationsprojekt soll so gleichermaßen einen Beitrag zum Aus- und Aufbau neuer wirtschaftlicher Zukunftsfelder und zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen im Gesundheitssektor leisten.

Das BMVI fördert das Projekt AI Rescue im Rahmen seines Aktionsplans Digitalisierung, der datenbasierte, digitale Anwendungen für die Mobilität 4.0 unterstützt. Die Machbarkeitsstudie soll im Oktober 2021 abgeschlossen werden und ein Umsetzungskonzept für innovative Konzepte enthalten.

Weitere Informationen >

Björn Steiger Stiftung
Bela Anda
pressestelle@steiger-stiftung.de
Tel: 7195 / 3055 – 0

Brandenburgische Technische Universität Cottbus, Senftenberg
Kristin Ebert
kristin.ebert@b-tu.de
Tel: 0355 / 69 – 2115

Brandenburgisches Institut für Gesellschaft und Sicherheit
Dr. Tim Stuchtey
direktor@bigs-potsdam.org
Tel: 0331 / 704406 – 0

Hasso-Plattner-Institut
Prof. Dr. Bert Arnrich
bert.arnrich@hpi.de
Tel: 0331 / 5505 - 4850


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Emden, 04.03.2021
Startschuss für Projekt „Herzsicheres Emden“
Die Stadt Emden, die Sparkasse Emden und die Björn Steiger Stiftung gaben heute den Startschuss für das gemeinsame Projekt „Herzsicheres Emden“. Gemeinsam engagieren sie sich im Rahmen der Initiative der Stiftung in der Prävention des Herztodes sowie in der Aufklärungsarbeit bei Erste Hilfe. Heute wurden die ersten zehn Laien-Defibrillatoren, die von der Stadt Emden und der Sparkasse Emden gestiftet wurden, vorgestellt (Standorte s. unten). Für das gesamte Stadtgebiet sind 27 Standorte vorgesehen. Darüber hinaus ist geplant die Bevölkerung in Wiederbelebung zu schulen. Mit diesen Defibrillatoren, auch AED (Automatisierter Externer Defibrillator) genannt, können Laien bei einem Herzstillstand Erste Hilfe leisten und Leben retten.

Tim Kruithoff freut sich über das neue, lebensrettende Projekt in seiner Stadt. „Am plötzlichen Herztod sterben etwa 100.000 Menschen pro Jahr. Oft sterben sie, weil ihnen nicht rechtzeitig oder gar nicht geholfen wird. Dabei ist Leben retten kinderleicht! Mit dem gemeinsamen Projekt machen wir unsere Seehafenstadt herzsicher.“

„Wir freuen uns sehr, über dieses Projekt und unterstützen es sehr gerne. Mit den AED-Standorten in unseren SB-Bereichen kann jeder jedem schnell und rund um die Uhr Hilfe leisten. Das ist gut für unsere Stadt. Gerne übergeben wir auch zwei weitere Geräte an die Branddirektion für ihre Einsatzfahrzeuge", so Jens Jann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Emden.

Auch Torsten Krüger, Projektverantwortlicher bei der Björn Steiger Stiftung, freut sich über die neue Kooperation: „Ein Herztod kann jeden jederzeit und überall treffen. Wiederbelebung ist kinderleicht und jeder Laien kann den AED problemlos bedienen. Nach dem Einschalten gibt das Gerät alle Anwendungsschritte akustisch vor. Ich möchte mich bei Oberbürgermeister Kruithoff und Herrn Jann dafür bedanken, dass sie dieses wichtige Thema hier in Emden mit uns angehen möchten.“

Die Björn Steiger Stiftung kämpft schon seit den siebziger Jahren gegen den Herztod in Deutschland. Sie hat seit 2001 bereits rund 27.000 AED-Geräte in den Verkehr gebracht. Im Jahr 2013 startete sie das Projekt „Herzsicher“ und rüstet sukzessive ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebung.

AED-Standorte in Emden:

- Sparkasse Emden im Foyer des Kundencenters Borssum, Petkumer Str. 288
- Sparkasse Emden im Foyer des Kundencenters Wolthusen, Wolthuser Str. 79
- Sparkasse Emden im Foyer des Kundencenters Larrelt, Hauptstr. 28
- Sparkasse Emden im Foyer des Kundencenters, Auricher Straße 95
- Sparkasse Emden Hauptstelle im Foyer des Kundencenters, Am Delft 2-3
- Tourist-Information und KulturEvents Emden, Alter Markt 2a
- Volkshochschule Emden, An der Berufsschule 3
- Hauptberufliche Wachbereitschaft Emden, Brückstraße 48
- Verwaltungsgebäude III Emden, Maria-Wilts-Straße 3
- Verwaltungsgebäude I Emden, Frickensteinplatz 2

Weitere Informationen über das Projekt erhalten Sie hier >

TK_PRESSTEXTPRESET
Berlin/Winnenden, 12.02.2021
Zustimmung auch des Bundesrates - Steiger: „Starkes, wichtiges Signal“
Der Bundesrat hat heute in der exakt 1000. Sitzung seit seinem Bestehen dem „Gesetz zur Reform der technischen Assistenzberufe in der Medizin und zur Änderung weiterer Gesetze“ (MTA-Reform-Gesetz) zugestimmt. Dieses war am 28. Januar 2021 bereits vom Deutschen Bundestag beschlossen worden.

„Ich freue mich sehr über die heutige Entscheidung des Bundesrates. Auch die Länderkammer des Parlaments hat damit ein starkes, wichtiges Signal mit Blick auf die Zukunft der rettungsdienstlichen Versorgung in ganz Deutschland gesetzt: Die Rechtssicherheit für Notfallsanitäterinnen und -sanitäter kommt! Entscheidend ist nun, dass das MTA-Reformgesetz von den Ländern so zügig wie möglich und vor allem bundeseinheitlich umgesetzt wird“, erklärt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „Wir können morgen, am 13. Februar, auf den 45. Jahrestag des modernen Berufsbildes hauptamtlicher Sanitäter zurückblicken, das von der Björn Steiger Stiftung im Jahr 1976 geschaffen wurde. Aus dem damaligen Berufsbild gingen später der Rettungsassistent und danach der Notfallsanitäter hervor und ich freue mich, dass mit Blick auf die berufliche Zukunft in der rettungsdienstlichen Versorgung nun ein weiteres wegweisendes Kapitel beginnen wird - dank der wichtigen Beschlüsse des Bundesrates und zuvor unseres Parlaments.“

Das MTA-Reformgesetz sieht vor, dass Notfallsanitäterinnen und -sanitäter bis zum Eintreffen einer Notärztin bzw. eines Notarztes oder bis zum Beginn einer weiteren ärztlichen (auch teleärztlichen) Versorgung „heilkundliche Maßnahmen, einschließlich heilkundlicher Maßnahmen invasiver Art“ eigenverantwortlich durchführen dürfen. Voraussetzung ist, dass sie diese in ihrer Ausbildung erlernt haben und beherrschen und die Maßnahmen zudem erforderlich sind, um Lebensgefahr oder wesentliche Folgeschäden von Patientinnen und Patienten abzuwenden.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Düsseldorf, 04.02.2021
Digital durch die Pandemie: 10 Punkte für 3 Ziele
Kontaktnachverfolgung, Interoperabilität und verbesserte Datenlage für die Öffentliche Gesundheitsversorgung entscheidend.

Die Ziele sind klar, Eile ist geboten: Für eine erfolgreiche Bekämpfung des Corona-Virus durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) ist Digitalisierung von entscheidender Bedeutung. Welche konkreten Maßnahmen notwendig sind, um die Gesundheitsämter nachhaltig zu entlasten, hat jetzt der Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit (InÖG), dessen Partner die Björn Steiger Stiftung ist, in einem Strategiepapier vorgestellt. Zehn Punkte, die zeitnah umzusetzen sind und die dazu führen sollen, dass durch den Einsatz von Technologie eine vollständige Kontaktnachverfolgung möglich wird.

„Aus Sicht des InÖG gibt es in der Pandemie für den Öffentlichen Gesundheitsdienst drei dringende Ziele. Dies sind 1) eine kreis- und länderübergreifende Kontaktnachverfolgung, 2) die Schaffung von Interoperabilität im Öffentlichen Gesundheitswesen und 3) eine umfassendere und aktuellere Datengrundlage, um das Lagebild zu verbessern", betont Dr. Tobias Opialla als Co-Initiator des InÖG und führt aus: „Wir haben in den vergangenen Monaten zehn Punkte identifiziert, mit denen diese Ziele erreicht werden können. Dabei gilt: Die SORMAS-Technik ist das Herzstück der Pandemiebekämpfung."

Insbesondere vor dem Hintergrund neuer Virusvarianten wie B.1.1.7 und zur Vorbereitung auf die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens ist eine Stärkung des ÖGD entscheidend. Die zehn Maßnahmen sollen deshalb noch bis zum Ende des bestehenden Lockdowns umgesetzt werden. Die Punkte wurden aus den Erkenntnissen der vergangenen Monate abgeleitet und nehmen Bezug auf identifizierte konkrete Bedarfe, die von unterschiedlichen Anspruchsgruppen aus dem ÖGD an den Verbund herangetragen wurden.

Die Punkte im Detail:

1. Kontaktnachverfolgung bzw. Ausbruchsermittlung weiter digitalisieren und vernetzen
2. Überblick über Systemarchitektur und notwendige Schnittstellen schaffen
3. SORMAS bundesweit einführen, inklusive Prozessebene
4. Beschleunigte Umsetzung von DEMIS
5. Notwendige Infrastruktur bereitstellen
6. Zentralen Tech-Support anbieten
7. Externes Personal der Gesundheitsämter flexibler bei der Kontaktnachverfolgung einsetzen
8. Den Austausch zwischen den Gesundheitsämtern fördern
9. Corona-Warn-App stärker in die Abläufe des ÖGD integrieren
10. Weitere digitale Lösungen an SORMAS anschließen

„Unter Beteiligung der Zivilgesellschaft, gemeinsam mit Politik und Forschung, leisten wir alle zusammen Pionierarbeit im Sinne von Open Social Innovation und schaffen damit als Vorreiter den Grundstein in unserem Land für die digitale Transformation im öffentlichen Sektor", sagt Achim Löbke als Co-Initiator des InÖG und führt weiter aus: „Wir haben das Potenzial sowohl in der Europäischen Union als auch in der Welt, wichtige Anstöße zu geben. Dies ist ein einmaliger Vorgang in der jüngeren Geschichte und diese Chance sollten wir mitnehmen."

Weitere Informationen zum Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit finden sich unter:

https://www.inög.de

Ansprechpartnerin:
Franziska Seidel
franziska.seidel@inoeg.de
www.inoeg.de


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Weitere Informationen:

Béla Anda

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-0
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de


Christian Hoppe

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
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Berlin, 29.01.2021
„Wegweisender Schritt“: Björn Steiger Stiftung begrüßt Regelung zu Rechtssicherheit in der Notfallversorgung
Neuerung nach gestrigem Beschluss im Deutschen Bundestag: Notfallsanitäterinnen und -sanitäter sollen in lebensbedrohlichen Lagen im Einsatz in Zukunft ohne viele Vorgaben mehr Kompetenzen bekommen. Darauf hatten sich bereits mehrere Bundestagsabgeordnete der Unionsparteien und der SPD im Gesundheitsausschuss verständigt, bevor der Beschluss am gestrigen Tag durch den Deutschen Bundestag bestätigt wurde - angehängt an das Gesetz zur Reform der technischen Assistenzberufe in der Medizin (MTA-Reformgesetz).

„Wir als Stiftung begrüßen die im Deutschen Bundestag beschlossene Regelung sehr. Sie ist ein wegweisender Schritt! Mit ihr wird eine jahrelange Forderung umgesetzt, für die sich auch die Björn Steiger Stiftung immer entschieden und mit dem gebotenen Nachdruck eingesetzt hat“, betont Pierre-Enric Steiger. „Wir sind nun in Deutschland endlich auf dem zielführenden Weg, dass das neue Berufsbild im Rettungsdienst sich auch entfalten kann. Mein Dank gilt allen, die sich in den vergangenen Jahren für diese Neuerung eingesetzt und zum Beschluss im Deutschen Bundestag und zuvor im Gesundheitsausschuss beigetragen haben. Wichtig ist zugleich: Der Bund hat jetzt Sorge für bundeseinheitliche Vorgaben in den Ländern, Städten und Landkreisen zu tragen, damit Notfallpatientinnen und -patienten eine einheitliche Versorgung erhalten - egal, in welchem Bundesland. Ich appelliere an die Länder, das Gesetz nicht zu verwässern, sondern ihm im Bundesrat zuzustimmen und es danach entsprechend zügig und einheitlich umzusetzen“, verdeutlicht der Präsident der Björn Steiger Stiftung..

Vorgesehen ist, dass Notfallsanitäterinnen und -sanitäter bis zum Eintreffen einer Notärztin bzw. eines Notarztes oder bis zum Beginn einer weiteren ärztlichen (auch teleärztlichen) Versorgung „heilkundliche Maßnahmen, einschließlich heilkundlicher Maßnahmen invasiver Art“ eigenverantwortlich durchführen dürfen. Voraussetzung ist, dass sie diese in ihrer Ausbildung erlernt haben und beherrschen und die Maßnahmen zudem erforderlich sind, um Lebensgefahr oder wesentliche Folgeschäden von Patientinnen und Patienten abzuwenden.

Die bisher geltende Rechtslage sieht vor, dass Notfallsanitäterinnen und -sanitäter gegen den Heilkundevorbehalt verstoßen, wenn sie ohne ärztliche Anweisung heilkundliche Maßnahmen invasiver Art vornehmen. Schlimmstenfalls droht ihnen eine strafrechtliche Belangung wegen Körperverletzung. Umgekehrt können sie allerdings auch wegen unterlassener Hilfeleistung in Haftung genommen werden, wenn sie nichts unternehmen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

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Winnenden/Hamburg, 25.01.2021
Mit Lebensretterinnen und -rettern im Gespräch: Neuer Podcast „2Retter1Mikro“ mit Tobias Schlegl
Die erste Folge des neuen Podcasts „2Retter1Mikro“ von und mit Notfallsanitäter und Moderator Tobias Schlegl, produziert von der Björn Steiger Stiftung und der Gude Leude Fabrik, ist ab dem 28.01. über alle gängigen Podcast-Apps verfügbar (z. B. Spotify, Apple). Im Rahmen dieses neuen Formats spricht Schlegl mit Kolleginnen und Kollegen aus Rettungsdienst und Pflege über schöne sowie schlimme Momente aus dem Berufsalltag und über Arbeitsbedingungen sowie Verbesserungsmöglichkeiten im Gesundheits- und Rettungswesen. Die Techniker Krankenkasse und der FC St. Pauli fungieren als Sponsor, die Hamburger Morgenpost ist Medienpartner. Der Podcast erscheint künftig alle zwei Wochen.

Gast in der ersten Folge ist Intensivpfleger Matthias, der ebenfalls im Rettungsdienst tätig ist. Tobias Schlegl spricht mit ihm über die persönliche Motivation in ihren Berufen, über Einsätze, die in Erinnerung bleiben, über die Arbeitsbelastungen und Verbesserungsmöglichkeiten im Rettungsdienst und wie die Corona-Pandemie momentan den Arbeitsalltag beeinflusst.

„Uns lag es schon immer am Herzen, das Thema Lebensrettung und Notfallhilfe in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken. Der Podcast mit Tobias Schlegl eröffnet die wunderbare Möglichkeit, den Mitarbeitern aus Rettungsdienst und Pflege das Wort zu erteilen und so auf die Situation und die Probleme in diesen Berufsfeldern aufmerksam zu machen“, so Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „In der ersten Folge wird beispielsweise thematisiert, dass Notfallsanitäter bestimmte Medikamente oder Schmerzmittel nicht in jedem Bundesland verabreichen dürfen, obwohl sie dafür ausgebildet sind. Wir fordern schon lange, dass hier Rechtssicherheit geschaffen wird.“

Jede Folge endet mit einem Erste-Hilfe-Kapitel, welches eine Notfallsituation beschreibt und Tipps gibt, wie sich Laien in diesen am besten verhalten sollten. In der ersten Folge geht es um den Herz-Kreislauf-Stillstand und Laien-Reanimation – ein Thema, für welches sich die Björn Steiger Stiftung schon sehr lange mit dem Projekt „Herzsicher“ einsetzt. „Für uns Rettungskräfte ist es immer frustrierend, wenn Anwesende bei einem Notfall keine Erste Hilfe leisten, obwohl sie es könnten. Wenn wir nach vielleicht zehn Minuten am Unfallort eintreffen, kann es im schlimmsten Fall für den Patienten schon zu spät sein. Mit diesem Themenblock wollen wir einfache Handlungsanweisungen geben und Ängste abbauen. Es lohnt sich auf jeden Fall zu helfen, denn es gibt kein schöneres Gefühl, als bei einer Lebensrettung dabei zu sein“, so Schlegl.

Tobias Schlegl begann seine TV-Karriere mit 17 Jahren beim Musiksender Viva. Später moderierte er unter anderem die Sendung „Absolut Schlegl“ auf Prosieben, das Satiremagazin „extra 3“ beim NDR und zuletzt die ZDF-Sendung „Aspekte“. Außerdem war und ist er als Journalist und Autor aktiv. Im Juli 2016 hängte Schlegl seinen TV-Job an den Nagel und begann die Ausbildung zum Notfallsanitäter. In seinem 2020 erschienenen Roman „Schockraum“ fließen seine Erfahrungen aus dem Rettungsdienst in die fiktive Geschichte des Notfallsanitäters Kim ein. Ebenfalls im vergangenen Jahr interviewte er im Podcast „Fighting Corona“ von N-Joy Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind.


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