Presse

 
Winnenden, 20.03.2019
Motorradunfälle: Keine Angst vor Erster Hilfe
Kann ich etwas falsch machen? Füge ich einem ohnehin schwer verletzten Motorradfahrer noch mehr Verletzungen zu, wenn ich aktiv werde?“ Solche Ängste und Unsicherheiten sind weit verbreitet, wenn es darum geht, nach Motorradunfällen Erste Hilfe zu leisten. Darauf macht die Björn Steiger Stiftung zum Frühlingsbeginn, wenn wieder mehr Motorräder auf Deutschlands Straßen sind, aufmerksam. Die Stiftung möchte Verkehrsteilnehmer dazu ermuntern, Erste-Hilfe-Kenntnisse im Allgemeinen und im Bezug auf Motorradfahrer aufzufrischen. „Nichts zu tun, ist keine Option – gerade in Situationen, in denen es um Leben und Tod geht“, sagt Marcus Fluit, Ausbildungsleiter im Bereich Erste Hilfe bei der Björn Steiger Stiftung. „Wer Erste Hilfe übt, kann sie im Notfall anwenden und zum Lebensretter werden.“

Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts sind im Zeitraum Januar bis November 2018 insgesamt 603 Motorradfahrer auf deutschen Straßen tödlich verunglückt. Im Jahr davor waren es im gleichen Zeitraum 575 Getötete. Das entspricht einem Anstieg von knapp fünf Prozent. Dass Motorradfahrer bei Unfällen oft schwer verletzt werden, hat mehrere Gründe: So haben beispielsweise Motorräder keine Knautschzone. Fahrer sind bei einem Aufprall relativ ungeschützt. Auch fehlende Sichtbarkeit ist ein Problem. Auto- und Lkw-Fahrer nehmen Motorradfahrer häufig durch deren dunkle Kleidung und auf den dunklen Maschinen verspätet oder gar nicht wahr. In brenzligen Situationen reagieren sie daher zu spät.

Was kann ein Ersthelfer im Notfall tun? „Zuerst sollte man sich um die Absicherung der Unfallstelle kümmern und über die Nummer 112 einen Notruf absetzen, um weitere, professionelle Hilfe zu organisieren“, rät Fluit. Dies sollte idealerweise immer zeitgleich mit der Versorgung des Verletzten geschehen. Konkret heißt das: den Verletzten ansprechen und prüfen, ob er reagiert. Ist dies der Fall, kann mit ihm kommuniziert werden: Helfer und Unfallopfer können beispielsweise zusammen ausloten, wie Erste Hilfe anhand der Beschwerden durchgeführt werden kann. Ist der Verletzte nicht ansprechbar, muss sein Helm abgenommen werden. „Gerade hier sind Ersthelfer häufig besorgt, für Folgeschäden verantwortlich zu sein“, sagt Fluit. „Diese Angst ist aber nicht gerechtfertigt, wenn man den Verletzten umsichtig versorgt.“

Bei der Helmabnahme wird das Visier nach oben geklappt und der Kinnriemen geöffnet. Dann kniet sich der Ersthelfer hinter den Kopf des Unfallopfers und zieht den Helm mit beiden Händen langsam und vorsichtig vom Kopf. Wichtig ist, dass Ersthelfer ruckartige Bewegungen vermeiden. Auch muss darauf geachtet werden, dass beim Abziehen des Helms ab einem gewissen Punkt mit einer Hand der Kopf des Verletzten von unten gestützt wird. Ist der Helm ab, kann der Kopf vorsichtig auf dem Boden platziert werden. Vorsicht ist bei sogenannten Klapphelmen geboten. Da diese besonders eng anliegen, muss hier vor dem Abnehmen noch ein bestimmter Klappmechanismus geöffnet werden.

Danach sollte der Ersthelfer den Kopf des Verletzten überstrecken und dessen Atmung überprüfen. Falls der Verletzte atmet, sollte er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Ist keine Atmung feststellbar, sollte der Ersthelfer unverzüglich mit einer Herzdruckmassage beginnen – so lange, bis die Rettungskräfte vor Ort sind.

Die Björn Steiger Stiftung appelliert zum Frühlingsauftakt auch an die Motorradfahrer selbst, umsichtig zu fahren. Denn oft muss sich nach der Winterpause erst wieder das richtige Gefühl für die eigene Maschine einstellen. Manchmal würden die eigenen Fahrfähigkeiten dann doch überschätzt und das Unfallrisiko steige, betont Erste-Hilfe-Experte Fluit. Risikofaktoren gibt es im Frühling genug: Die Fahrbahn kann noch nass und damit rutschig sein, Streusalz, das noch auf den Straßen liegt, kann für schlechtere Bodenhaftung der Reifen sorgen. Auch beim Überqueren von nassen Bahngleisen kann ein Motorrad ins Schlingern kommen. Fluit: „Wer vorsichtig fährt, ist sicherer unterwegs.“


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Halle (Saale), 19.03.2019
Baby-Notarztwagen „Felix 20“ fährt jetzt in Halle (Saale)
Der Baby-Notarztwagen „Felix“ der Björn Steiger Stiftung ist jetzt auch in Halle (Saale) im Einsatz. Im Rahmen einer Feierstunde an der städtischen Hauptfeuerwache übergaben Stiftungspräsident Pierre-Enric Steiger und Projektmanager Thomas Pflanz das Fahrzeug „Felix 20“ an Stadt und Hilfsorganisationen. „Wir freuen uns, dass ,Felix‘ jetzt in der Saalestadt auf der Straße ist“, sagte Steiger. „Das Fahrzeug wird Familien helfen und die Kleinsten der Kleinen sicher ans Ziel bringen. Wir danken Partnern und Spendern vor Ort sowie der Stadt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und für das Ausrichten dieser Veranstaltung“, so Steiger.

Das von der Björn Steiger Stiftung entwickelte Fahrzeug wird meistens bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik gebraucht. In Halle steuert er das Universitätsklinikum sowie die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara an. Der Arbeiter-Samariter-Bund als Leistungserbringer des städtischen Rettungsdiensts ist damit in der Lage, Baby-Transporte sicher und schonend durchzuführen. Gewährleistet wird dies durch eine spezielle Dämpfung, eine Akustikdämmung und ein bedienerfreundliches Be- und Entladesystem. Zudem ist der Transportinkubator, ein mobiler Brutkasten, quer zur Fahrtrichtung positioniert. Wenn das Fahrzeug bremsen muss, können beim Längstransport hohe Kräfte auf den Säugling einwirken. Dabei können Hirnblutungen oder Hirnquetschungen entstehen. Beim Quertransport ist die Gefahr viel geringer – wenn überhaupt vorhanden. Auch die medizinische Versorgung und Betreuung des kleinen Patienten ist beim Quertransport einfacher.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand: „Mit dem neuen Baby-Notarztwagen erhöhen wir die Qualität unseres städtischen Rettungsdienstes weiter. Das neue Fahrzeug sorgt für einen besonders schonenden Transport der kleinsten Patienten und wird künftig bei Verlegungsfahrten zwischen Geburts- und Spezialklinik eingesetzt. Der Baby-Notarztwagen steuert die Universitäts-Kinderklinik sowie die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara an.“ Auch Vertreter der medizinischen Einrichtungen in Halle an der Saale betonten bei der Übergabe, dass „Felix“ dabei helfen kann, Leben zu retten. Privatdozent Dr. Roland Haase, Leiter der Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin des halleschen Universitätsklinikums, der selbst seit zwei Jahrzehnten Transporte von kranken Früh- und Neugeborenen leitet, freute sich über das neue Fahrzeug: „ ,Felix 20‘ wird die Qualität des Neugeborenentransfers verbessern und zu einer Entlastung des Hubschrauber-transportes beitragen“, so Dr. Haase. Privatdozent Dr. Ludwig Patzer, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale), ergänzte: „Dass es gelungen ist, den ersten ,Felix 20‘ in Halle an den Start zu bringen, ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig persönliches und gesellschaftliches Engagement und klinikübergreifende Zusammenarbeit für eine gute und moderne Kindermedizin in Sachsen-Anhalt sind.“

„Felix“ ist mit Halle (Saale) jetzt an vier Standorten in Deutschland aktiv. Neben Halle sind dies noch die Städte Leipzig, Chemnitz und Oldenburg. Die Einsatzzahlen für das Jahr 2018 an den damals noch drei aktiven Standorten sprechen für sich: Insgesamt absolvierten die Baby-Notarztwagen der Stiftung im vergangenen Jahr 332 Fahrten und legten dabei rund 34.500 Kilometer zurück. „Diese Werte zeigen deutlich: Unser ,Felix‘ wurde und wird gebraucht“, sagte Präsident Steiger. Die Björn Steiger Stiftung hat darüber hinaus Krankenhäusern und Kliniken auch einzelne Transportinkubatoren zur Verfügung gestellt. Im Einsatz sind diese Inkubatoren aktuell in Flensburg (Schleswig-Holstein), Neuwied (Rheinland-Pfalz) und Bayreuth (Bayern).

Die Stiftung finanziert das Baby-Notarztwagenprojekt mithilfe von Spendenaktionen und Sponsoren. Sie befasste sich schon früh mit dem Problem der Säuglingssterblichkeit. Denn bereits 1974 war sie für die Entwicklung und Indienststellung des ersten Rettungswagens für Frühgeborene verantwortlich. Über die Jahre wurde der Rettungswagen immer weiterentwickelt und verbessert. Im Jahr 2012 stellte die Björn Steiger Stiftung mit „Felix“ die fünfte und jüngste Generation des Fahrzeugs vor.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

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Enzkreis/Gemeinde Straubenhardt, 08.03.2019
Rathaus Schwann mit Laien-Defibrillator ausgestattet
Am Rathaus Schwann konnte Michael Müller, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung, der Gemeinde Straubenhardt im Enzkreis den neuesten Laien-Defibrillator (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) übergeben. Zur Anschaffung dieses Geräts hat die Bürgerstiftung Straubenhardt den finanziellen Beitrag geleistet, der die Aufstellung möglich machte. Bei der Übergabe des AED-Geräts an Bürgermeister Helge Viehweg war daher auch Joachim Scheffler, Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung, anwesend. „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Projektförderern funktioniert wunderbar – mit diesem beherzten Engagement werden wir Straubenhardt weiter herzsicher machen“, sagte Müller im Hinblick auf die Kooperation. Insgesamt wurde damit der zwölfte öffentlich zugängliche Laien-Defibrillator im Gemeindegebiet aufgestellt – drei davon wurden nicht von der Stiftung installiert – und Straubenhardt macht einen weiteren Schritt in Richtung „herzsicher“.

Nach der Übergabe fanden sich knapp 30 Teilnehmer in der Turn- und Festhalle Schwann zur bereits vierten Schulung der Björn Steiger Stiftung zum Thema Wiederbelebung ein. „Die sehr gute Resonanz in der Bevölkerung auf unsere Veranstaltungen bestätigt, dass wir hier sehr gute Arbeit machen“, so Projektmanager Müller. Denn die kostenlosen und öffentlichen Schulungen finden regelmäßig im Rahmen des Projekts „Herzsicheres Straubenhardt“ statt. Sie bieten den Einwohnern die Möglichkeit, ihr Wissen über Wiederbelebung samt dem Einsatz eines Laien-Defibrillators aufzufrischen. Damit soll potenziellen Benutzern der Laien-Defibrillatoren die Hemmungen vor der Nutzung genommen werden.

Der Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Betroffene haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator eingesetzt wird. Die Björn Steiger Stiftung stattet seit Herbst 2017 in enger Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort die Gemeinde Straubenhardt mit AED-Säulen aus und schult die Bevölkerung in Erster Hilfe.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

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Schopfloch/Landkreis Freudenstadt, 22.02.2019
Schulung für Schopflocher samt Übergabe der Laien-Defibrillatoren
Bereits zwei Defibrillatoren der landkreisweiten Aktion „Herzsicherer Landkreis Freudenstadt“ wurden von Bürgern schon eingesetzt. Wie wichtig das Projekt ist und wie jeder mit einem AED (Automatisierter Externer Defibrillator) umgehen kann, zeigten die Björn Steiger Stiftung und der DRK-Kreisverband Freudenstadt bei der AED-Schulung im Schopflocher Rathaus. Schulungsreferent Roger Cornitzius vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Freudenstadt informierte darüber, wie die Laien-Defis benutzt werden müssen. Vorab wurden die Anwesenden durch Schopflochs Bürgermeister Klaas Klaassen und Michael Müller, Projektmanager der Björn Steiger Stiftung, begrüßt. „Wir sind überwältigt vom Interesse der Bürger und wissen, wie notwendig die Installation dieser Geräte ist“, sagte Klaassen.

Der Aufstellung der AED-Geräte war eine Standortsuche vorausgegangen. Denn die Geräte müssen sowohl öffentlich zugänglich sein als auch geschützt – so steht nun einer der insgesamt vier Laien-Defibrillatoren im Eingangsbereich des Rathauses. „Damit haben wir die Gemeinde Schopfloch wie geplant herzsicher gemacht - ebenso wie den gesamten Kreis Freudenstadt“, sagte Müller. Wie er weiter informierte, waren vor kurzem bereits zwei Laien-Defibrillatoren im Kreis erfolgreich im Einsatz gewesen. „Ich bin sehr dankbar, dass wir die Defibrillatoren haben“, ergänzte Klaassen.

Bei der symbolischen Übergabe der Laien-Defibrillatoren im Rathaus erwähnte Müller die breite Unterstützung für das Projekt. Die Unternehmensgruppe Saier, die Fischerwerke sowie die Gemeinde Schopfloch selbst würden sich auch finanziell für die Aufstellung der AED-Geräte engagieren. Anschließend waren die Anwesenden zur kostenlosen Schulung eingeladen. Kooperationspartner für die Schulungen in Schopfloch ist der DRK-Kreisverband Freudenstadt, in dessen Namen Rettungssanitäter Roger Cornitzius das AED-Gerät erläuterte. Er betonte: „Man kann nichts falsch machen, außer man macht nichts.“ Daher müsse man sofort handeln, wenn es zu einem Herzstillstand komme. „Die Herzdruckmassage ist anstrengend, daher rufen Sie um Hilfe“, lautete die Empfehlung. Ein zweiter Helfer könne das AED-Gerät hinzuholen und den Notruf absetzen.

Die Björn Steiger Stiftung stattet seit Oktober 2016 den Landkreis Freudenstadt mit Laien-Defibrillatoren aus. Mittlerweile ist die Region die wohl herzsicherste in ganz Deutschland. Damit haben Betroffene im Falle eines Herzstillstands bessere Überlebenschancen. Wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein Laien-Defibrillator innerhalb der ersten drei Minuten nach Stillstand des Herzens zum Einsatz kommt, haben 50 bis 70 Prozent der Betroffenen durchaus realistische Überlebenschancen. In der Gemeinde Schopfloch finden weiterhin Schulungen statt: Der nächste Termin ist am 29. März im Oberiflinger Sportheim.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

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Winnenden, 21.02.2019
Monatliche Überprüfung der Hilfsfristen reicht längst nicht aus – Versorgungslage wird dadurch nicht besser
Die Björn Steiger Stiftung übt Kritik an den Plänen des baden-württembergischen Innenministeriums, künftig monatlich kontrollieren zu wollen, ob Rettungsdienste die Hilfsfristen einhalten und beauftragte Rettungsmittel überhaupt personell besetzt sind. „Die Pläne des Innenministeriums greifen zu kurz“, sagt Ulrich Schreiner, Geschäftsführer im Bereich Rettungsdienst der Björn Steiger Stiftung. Verbessert werde die Versorgungslage dadurch jedenfalls nicht. „Das Nachbarland Hessen macht vor, wie es besser geht.“ Dort kontrolliere der jeweilige Rettungsdienstträger – Landkreis oder kreisfreie Stadt – täglich automatisiert, ob die Rettungsdienste die Hilfsfristen inklusive Dispositions-, Ausrücke- und Fahrzeiten einhalten. „Eine Nichtbesetzung eines Rettungsmittels ist nahezu undenkbar, da dies mit Unzuverlässigkeit der Leistungserbringung gleichgesetzt werden könnte“, so Schreiner. In Hessen sei auch Bußgeld ein Thema, das sich bewährt habe. Die tägliche Kontrolle mit Anforderung einer Begründung, warum Fristen nicht eingehalten wurden, wäre auch in Baden-Württemberg angemessen und ein Schritt nach vorn.

Das baden-württembergische Innenministerium will mit seinen Plänen Defizite in der regionalen Notfallversorgung abstellen. Denn der Rettungsdienst ist überlastet. Wie Recherchen des Fernsehsenders SWR im vergangenen Jahr zeigten, fallen in einigen Bereichen des Rettungsdienstes regelmäßig Rettungswagen-Schichten aus. Als häufigsten Grund dafür nannte der SWR Personalprobleme. Dabei soll die Versorgung von Notfallpatienten in Baden-Württemberg grundsätzlich zügig geschehen. So ist festgelegt, dass die Rettungskräfte spätestens 15 Minuten nach Absetzen des Notrufs beim Patienten sein müssen. Wie der SWR weiter berichtet, wird diese Hilfsfrist aber „in tausenden Fällen“ nicht eingehalten.

Aus Sicht der Björn Steiger Stiftung ist dies ein nicht hinnehmbarer Zustand, da auf diese Weise Engpässe bei der Versorgung von Notfallpatienten entstehen. Hier ist mehr Anstrengung seitens der Politik vonnöten, beispielsweise – als eine von mehreren notwendigen Maßnahmen – tägliche Hilfsfrist-Kontrolle bis hin zum Entzug der Rettungsdienst-Beauftragung.

Die in Deutschland unterschiedliche Notfallversorgung ist nach Ansicht der Björn Steiger Stiftung ein großes Problem. Der Grund hierfür ist der deutsche Föderalismus der Bundesländer. Der Rettungsdienst liegt in der Verantwortung des jeweiligen Bundeslandes. Wie qualifiziert und wie schnell der Rettungsdienst arbeitet, ist von Land zu Land – und teilweise sogar von Region zu Region innerhalb eines einzigen Landes – verschieden. Qualität, Ausbildung und vor allem bundesweite Standardisierung: Die Liste der Punkte, die dringend verbessert werden müssen, ist lang. Die Björn Steiger Stiftung richtet unter anderem aus diesem Grund am 2. und 3. Juli 2019 in Berlin den Fachkongress „Wege zum Rettungsdienst der Zukunft“ aus. Experten der verschiedensten Fachrichtungen werden die unterschiedlichen Rettungsdienst-Standards unter die Lupe nehmen sowie Lösungsansätze und Best-Practice-Beispiele vorstellen, die bereits in Teilen Deutschlands oder im Ausland umgesetzt werden.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

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Köln/Winnenden, 11.02.2019
Björn Steiger Stiftung und Mobile Retter schließen sich zusammen
Zum Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar bündeln Experten der Notfallhilfe ihre Kräfte: Die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt, und der Verein Mobile Retter schließen sich zusammen und gründen eine gemeinsame gemeinnützige Organisation. Die Mobilen Retter – eine Initiative, in deren Rahmen ausgebildete Ersthelfer bei einem Notfall per App alarmiert werden – sind damit jetzt ein Projekt der Björn Steiger Stiftung. „Wir freuen uns über diesen Zusammenschluss“, sagte Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, beim Pressegespräch in Köln. „Durch schnelle Hilfe retten die Mobilen Retter Leben. Ihr Projekt fußt auf moderner Technik und passt inhaltlich perfekt zu unserer Stiftung. Damit stellen wir uns in unserem 50. Bestehensjahr in Sachen Notfallhilfe noch besser für die Zukunft auf.“ Die Björn Steiger Stiftung habe sich von ganzem Herzen der Verbesserung der Notfallhilfe verschrieben, sagte Dr. Stefan Schmitgen, 2. Vorsitzender des Mobile Retter e.V. „Wir teilen diese Motivation und freuen uns darauf, zukünftig gemeinsam weitere Erfolge in diesem Bereich zu erreichen.“

Laien-Defibrillatoren, Alarmierung von Ersthelfern per App, Frühgeborenentransport, Notrufsäulen und Erste-Hilfe-Schulungen: All das geschieht künftig unter dem Dach der Björn Steiger Stiftung. Notfallhilfe wird damit noch koordinierter. Projektpate für die Mobilen Retter ist Jürgen Roters, ehemaliger Oberbürgermeister und früherer Polizeipräsident der Stadt Köln. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Jürgen Roters einen absoluten Experten für das Projekt gewinnen konnten“, sagte Steiger. „Herr Roters verfügt über umfassende Einblicke in das Thema Rettungsdienst, Notfallplanung und Notversorgung“, betonte Dr. Schmitgen. „Mit seiner Erfahrung kann er entscheidend dazu beitragen, das Projekt Mobile Retter weiter voranzubringen.“

Worum geht es bei den Mobilen Rettern? Qualifizierte Ersthelfer wie Krankenschwestern, Feuerwehrleute, Sanitäter und Rettungsschwimmer können sich die Mobile Retter-App herunterladen und sich registrieren. Danach folgt ein Training vor Ort mit einer Qualifikationsüberprüfung und Einweisung in das Projekt. Ist dies erfolgt, werden die Ersthelfer freigeschaltet und stehen als aktive Unterstützung im Notfall zur Verfügung. Wird im Ernstfall über die 112 ein Notruf – aufgrund eines Herz-Kreislauf-Stillstandes oder von Bewusstlosigkeit – abgesetzt, alarmiert die Leitstelle den Rettungsdienst und parallel dazu die Mobilen Retter. Die App lokalisiert die Ersthelfer, die sich in unmittelbarer Nähe zum Notfall befinden, über ihr Smartphone und sendet einen Alarm. Die Mobilen Retter können auf diesen Alarm reagieren und innerhalb kurzer Zeit am Ort des Geschehens sein. Noch bevor die Rettungskräfte eintreffen und übernehmen, können die Helfer mit sofortiger Erster Hilfe wie der Herzdruckmassage starten und die Überlebenschancen des Betroffenen drastisch erhöhen.

Durch den Zusammenschluss beider Organisationen werden auch die über 5.300 aktiven ehrenamtlichen Mobilen Retter Teil der Björn Steiger-Familie. Mit vollem Herzen dabei sein und den Wunsch zu helfen als Grundmotivation des eigenen Tuns ansehen: Dies charakterisiere das Ehrenamt, sagte Stiftungspräsident Steiger. „Wir danken den Rettern für ihr wertvolles Engagement in Sachen Lebensrettung.“ Dr. Schmitgen betonte: „Ohne unsere ehrenamtlichen Helfer wäre die Arbeit der Mobilen Retter nicht möglich. Sie sind es, die das Projekt zum Leben bringen. Ihnen gebührt unsere größte Wertschätzung.“

Aktuell binden Leitstellen in zehn Regionen das System der Mobilen Retter mit ein. Mit Hochdruck wird eine bundesweite Ausweitung angestrebt. Denn genau hier liegt nach Ansicht der Stiftung und der Mobilen Retter ein großes Problem: Nur wenige Landkreise und Städte haben Ersthelfer-Appsysteme wie das der Mobilen Retter in ihre Leitstellen integriert. Zu oft vergeht in Deutschland nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu viel Zeit, bis mit Erster Hilfe begonnen wird.

Björn Steiger Stiftung und Mobile Retter fordern: Hier muss dringend gehandelt werden. Gebietskörperschaften wie Landkreise und kreisfreie Städte sollen Alarmierungssysteme für Ersthelfer flächendeckend in Deutschland einsetzen. „Es geht um Menschenleben“, sagte Dr. Schmitgen. Politische Entscheider vor Ort seien aufgefordert, alles Menschenmögliche dafür zu tun, Einwohner effektiv bei Notfällen zu schützen. Erste Hilfe sei kein Luxus, auf den verzichtet werden könne, sondern gehöre zur Grundversorgung, stellte Steiger klar. Gute oder schlechte Überlebenschancen dürften keine Frage des Wohnortes – und damit des Zufalls – sein.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

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Winnenden, 25.01.2019
Björn Steiger Stiftung fordert Tempolimit auf Landstraßen
In der aktuellen Diskussion um Tempolimits fordert die Björn Steiger Stiftung, Landstraßen mehr in den Fokus zu nehmen. „Nach wie vor passieren die meisten tödlichen Unfälle auf Landstraßen, darauf müssen wir aufmerksam machen“, sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Mit entsprechenden Maßnahmen könne viel dafür getan werden, die Sicherheit zu erhöhen und Leben zu retten. „Daher fordern wir auf Landstraßen ein generelles Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde“, so Steiger. Dort, wo die Straße allerdings breiter, weniger kurvenreich und besser einsichtig sei, könne streckenweise auf 100 km/h erhöht werden.

Dass sich die Debatte momentan nur auf Autobahn-Höchstgeschwindigkeiten verengt, vernachlässigt nach Ansicht Steigers das Problem der vielen Todesopfer auf Landstraßen zu sehr. Der Stiftungspräsident verweist auf die Datenlage: Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts für 2017 starben über die Hälfte aller Getöteten im Straßenverkehr auf der Landstraße (56,4 Prozent) – pro 1.000 Unfällen endeten 24 tödlich. Die Ursache war meist überhöhte Geschwindigkeit. Der Anteil der auf Autobahnen zu Tode Gekommenen lag 2017 den Angaben zufolge dagegen bei knapp 13 Prozent. „Es geht immer um Menschenleben. Jeder Unfalltod ist einer zu viel, egal ob auf der Landstraße oder auf der Autobahn“, stellt Steiger klar. Es gelte allerdings, Dringlichkeiten zu beachten. Gerade auf den Landstraßen müsse schnell etwas passieren, um die Situation zu verbessern und Leben zu retten.

Die Björn Steiger Stiftung ist nicht die einzige Organisation, die sich für Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Landstraßen ausspricht. So fordert unter anderem der Deutsche Verkehrsrat (DVR) ein Tempolimit von 80 km/h auf schmalen Landstraßen mit einer Breite von maximal sechs Metern.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1969 setzt sich die Björn Steiger Stiftung dafür ein, die Notfallhilfe zu verbessern und Menschenleben zu retten. Ein Fokus lag dabei stets auch auf dem Straßenverkehr. So begann die Stiftung im Jahr 1971 mit der Aufstellung von Notrufsäulen am Straßenrand – es war eines der ersten Projekte, derer sie sich annahm.


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Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

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Winnenden, 24.01.2019
Fast 21.500 Schüler zu Lebensrettern ausgebildet
Mit fast 21.500 neu ausgebildeten Schülerinnen und Schülern im Jahr 2018 fällt die Bilanz für das Projekt „Retten macht Schule“ der Björn Steiger Stiftung sehr positiv aus. „Mit einem Aktivitätsschwerpunkt im süddeutschen Raum konnten wir im vergangenen Jahr wieder viele Schüler erreichen“, freut sich Projektleiterin Melanie Schraml von der Björn Steiger Stiftung. „Damit sind viele junge Menschen in der Lage, eine Wiederbelebung durchzuführen und im besten Fall Leben zu retten.“ Zur positiven Bilanz zählen auch 60 neue Schulen, die 2018 zu Projektpartnern wurden und seit dem vergangenen Jahr ihren Schülern die Herz-Lungen-Wiederbelebung vermitteln – darunter viele Schulen in Bayern und Baden-Württemberg.

Die Björn Steiger Stiftung rief die Initiative „Retten macht Schule“ 2007 ins Leben. Zwei Jahre später, 2009, wurde es konkret: Die Stiftung ging erstmals in Berliner Schulen und bildete erst Lehrkräfte aus, die ihren Schülern anschließend die Herzdruckmassage beibringen konnten. Das Projekt folgt einem festen Konzept: In einem ersten Schritt bringen Mitarbeiter der Stiftung den Lehrkräften die Herzdruckmassage und die Anwendung eines Laien-Defibrillators (Automatisierter Externer Defibrillator = AED) bei. Im zweiten Schritt geben Lehrerinnen und Lehrer ihr Wissen im Rahmen einer Schulstunde eigenständig an ihre Schüler weiter. Dafür erhalten die teilnehmenden Schulen Übungspuppen für die Reanimation sowie ein Handbuch und ein Übungs-AED-Gerät. Den Schulen wird außerdem ein einsatzbereites AED-Gerät zur Verfügung gestellt, das gut zugänglich im Schulgebäude angebracht wird und für den Notfall bereitsteht.

Laut einer Studie der Uniklinik Rostock sind bereits junge Menschen ab der siebten Klasse in der Lage, einen Erwachsenen im Falle eines Herzstillstands zu reanimieren. Außerdem haben Jugendliche in diesem Alter der Untersuchung zufolge weniger Hemmungen beim Thema Erste Hilfe als Erwachsene. „Das sind zwei wichtige Erkenntnisse, die unser Projekt stetig voranbringen“, sagt Schraml. „Retten macht Schule“ wendet sich daher an alle weiterführenden Schulen, die ihren Schülern grundlegendes Wissen zum Thema Wiederbelebung vermitteln wollen.

Insgesamt waren etwa 500 Schulen im Jahr 2018 mit „Retten macht Schule“ aktiv – die 60 neuen Schulen miteingerechnet – und bilden nun ihre Schüler aus. Durch die langfristige Auslegung des Projekts will die Stiftung die Relevanz des Themas für die Gesamtbevölkerung untermauern. „Der Kontakt zum Thema Reanimation darf keine einmalige Sache bleiben; erst die Kontinuität der Ausbildung vermittelt langfristig Sicherheit“, betont Projektleiterin Schraml. Mit Projektstart verpflichten sich die teilnehmenden Schulen daher in den folgenden vier Jahren zur Durchführung von Schulungen. So können durch eine kontinuierliche Ausbildung der siebten Klassen mittelfristig alle Jahrgänge erreicht werden. Ein besonderes Erfolgserlebnis war 2018 die Schulung von Lehrern an fünfzehn Augsburger Schulen. In diesem Jahr wollen sich weitere Schulen in Augsburg anschließen und mit „Retten macht Schule" starten.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

Weitere Informationen:

Tobias Langenbach

Björn Steiger Stiftung
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E pressestelle@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Marburg-Michelbach, 17.01.2019
Kita-Kinder lernen mit „Ritter Björn“ Erste Hilfe
Die Björn Steiger Stiftung ist nun auch mit ihrer Initiative für Kindergärten und –tagesstätten, „Ritter Björn“, im Landkreis Marburg-Biedenkopf aktiv. Bei einem Besuch in der Kindertagesstätte im Marburger Stadtteil Michelbach-Nord lernten die Vorschulkinder altersgerecht einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen. „Mit der Schulung in Michelbach ergänzt ‚Ritter Björn‘ das Landkreisprojekt und sorgt für Informationen zum Thema Erste Hilfe in der jüngsten Zielgruppe“, sagt Projektleiterin Birgit Sturm von der Björn Steiger Stiftung.

Die Initiative rund um die Handpuppe Ritter Björn wurde entwickelt, um Kinder im Alter von vier Jahren bis zur Einschulung mit dem Thema Helfen vertraut zu machen. Im Oktober 2018 startete das Projekt in Baden-Württemberg und vermittelt seitdem kleinen Kindern, wie sie bei einem Unfall reagieren können. „Durch das altersgerechte Konzept lernen auch die Kleinsten spielerisch, wie sie trösten, helfen und Hilfe organisieren“, sagt Sturm. Während der Schulung können die Kinder auch ausprobieren, wie man einen Notruf absetzt. Hierfür entwickelte die Björn Steiger Stiftung eine eigene Übungs-App. Außerdem dürfen die Kinder Verbände anlegen und die stabile Seitenlage üben.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf arbeitet bereits seit Juli 2018 mit der Björn Steiger Stiftung zusammen, um die Notfallhilfe vor Ort noch weiter voranzubringen. Seit dem Start des Projekts „Herzsicherer Landkreis Marburg-Biedenkopf“ werden sukzessive in allen Gemeinden Laien-Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) aufgestellt. Ein solches Gerät bringt ein aus dem Takt geratenes Herz durch Elektrostimulation zunächst zum Stillstand, bevor es mithilfe der Herzdruckmassage wieder den richtigen Rhythmus findet. Aktuell stehen bereits 46 Laien-Defibrillatoren im Landkreis verteilt. Auch werden kostenfreie Schulungen zur Wiederbelebung in diesem Jahr angeboten. Nun ergänzt das Projekt „Ritter Björn“ als weiterer Baustein die Notfallhilfe in Marburg-Biedenkopf.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfern per App.

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Tobias Langenbach
Pressesprecher
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