
Lachend erzählt Ronny von dem Kommentar seiner Frau: „Du hast kein Herz. Du hast einen Steiger-Stern in der Brust!“. Was für eine Aussage! Wie es dazu kam, erzählen wir in einem Beitrag über unseren Kollegen Ronny Riesner, der ohne ein AED-Gerät nicht mehr am Leben wäre und sich unter anderem deshalb so leidenschaftlich für die Arbeit der Björn Steiger Stiftung engagiert. Ronny ist bei uns im Haus in der Förderabteilung aktiv. Er bringt den Menschen da draußen von ganzem Herzen das Thema „Leben retten“ nahe, um sie als Unterstützer für unsere Arbeit zu gewinnen. Dabei hing sein eigenes Leben x-fach am seidenen Faden – eine unglaubliche Geschichte.
Ronny engagierte sich bereits 6 Jahre im Außendienst für die Stiftung, bis er 2015 erkrankte. Diagnose: Lymphdrüsenkrebs. 8x erduldete Ronny diverse Chemotherapien. Sein Immunsystem war sehr schwach. Als 2020 die Corona-Impfungen hinzukommen, findet sich Ronny 3-mal auf der Intensivstation wieder, wo er beinahe stirbt. Es stellte sich heraus, dass seine Herzleistung nur noch bei 11% lag, d.h. eine Eigenleistung ohne externe Unterstützung war nicht mehr möglich. Ronny erhielt zunächst einen implantierten Defibrillator, benötigt aber eigentlich ein neues Herz. Da er zum damaligen Zeitpunkt zu viel Gewicht hatte, war eine Herztransplantation nicht möglich.

Die Lösung war ein künstliches Herz, das mit Ronnys eigenem Herzen verbunden wird und ihm hilft zu schlagen. Eine OP mit dramatischen Folgen: Nach dem Eingriff bricht Ronnys Herz zusammen, denn das künstliche Herz funktionierte nicht so, wie es sollte.
Der implantierte Defibrillator schlug 12-mal in 8 Minuten aus, um sein Herz wieder zum Schlagen zu bringen. Ein Schmerz, den Ronny niemandem wünscht. Doch damit nicht genug. Am Folgetag gab es einen erneuten Eingriff, bei dem Ronnys Herz neu eingestellt werden sollte. Hierfür musste der implantierte Defi ausgeschaltet werden. Erneut kollabiert Ronnys Herz. Das Krankenhaus muss auf ein AED-Gerät zurückgreifen, das Ronny rettet. Bewegt erzählt uns Ronny: “Als ich erwachte, sah ich das AED-Gerät mit dem Steiger-Stern neben mir liegen. Es war unglaublich: Die Stiftung hatte mir tatsächlich das Leben gerettet!“.
Wenn man Ronny sieht, fällt einem gleich die Tasche auf, die er am Körper trägt. In dieser befindet sich das externe Steuerungsgerät für das künstliche Herz. „Sobald mein Gewicht im gewünschten Bereich ist, werde ich erneut operiert“, berichtet er weiter. Dann bekommt er ein richtiges Herztransplantat. Ronny freut sich jetzt schon, wenn er endlich wieder duschen kann, ohne das externe Gerät aufwendig abzukleben, damit es nicht nass wird. „Mir fehlen noch 3 kg“. Bald ist es so weit, aber das bedeutet erneut eine schwere OP.
Es ist schwer zu glauben, dass sich Ronny bei solch krassen Lebensumständen so
leidenschaftlich für das Leben anderer einsetzt.
„Die Stiftung ist das Beste, was mir je passiert ist“, strahlt Ronny. „Man war immer für mich da und hat mir sogar die Möglichkeit gegeben auch von zu Hause zu arbeiten“. Wann immer möglich, will Ronny auch im Außendienst dabei sein. „Bei uns weiß man, wo das Geld hinkommt“, schwärmt Ronny. Der Babynotarztwagen „Felix“ liegt ihm so am Herzen, ebenso die Verbreitung der AED’s, die ihm selbst das Leben gerettet haben. „Nach 12 Minuten ist alles vorbei!“ weiß Ronny. „Leben retten ist so wichtig. Mich hat es auch von einem Tag auf den anderen erwischt“. Er leistet immer Erste Hilfe, egal wie es ihm geht. Einmal habe er trotz des künstlichen Herzens eine Person aus einem Unfallwagen gezerrt und reanimiert. „Leben retten kann jeder und wenn man nur den Notruf betätigt oder die Leute beruhigt“ resümiert Ronny weiter. Wie recht er doch hat.
Für ihn gibt es nichts wichtigeres als Leben retten und so steht er auch voll hinter dem Engagement der Stiftung, das System des Rettungswesens zu verbessern und den Staat zur Verantwortung zu ziehen.
Tag für Tag begeistert Ronny Menschen mit seiner Leidenschaft für das Leben und die Björn Steiger Stiftung. Er ist stolz auf die Geschichte der Eheleute Steiger, die nach dem Tod ihres Sohnes Björn die Stiftung gegründet haben, weil sie wollten, dass es Anderen nicht so geht.
„Da bekomme ich Gänsehaut“ flüstert Ronny.
Die Stiftung gehört für ihn zur Familie. Und wir sind stolz darauf, dass Ronny Teil unserer Familie ist.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen