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02.04.2022

Letztes Geleit für Siegfried Steiger mit Blaulicht und Martinshorn

Wenige Tage nach seinem Tod ist unser Stiftungsgründer Siegfried Steiger am vergangenen Samstag in seiner Wahlheimat Winnenden beigesetzt worden. Siegfried Steiger war am 17. März 2022 nur wenige Tage nach seiner Ehefrau im Alter von 92 Jahren verstorben. Gemeinsam hatte sich das Ehepaar Steiger mit der von ihnen gegründeten Björn Steiger Stiftung über nahezu fünf Jahrzehnte für Notfallhilfe und ein modernes Rettungswesen in Deutschland eingesetzt. Mit einer Trauermesse in der Winnender Schlosskirche nahmen die Familie, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung sowie zahlreiche Wegbegleiter und Unterstützer Abschied von Siegfried Steiger.
Der frühere Ministerpräsident Günther Oettinger sowie der Innenminister des Landes Baden-Württemberg Thomas Strobl brachten bei der Trauerfeier ihre Wertschätzung und Anerkennung der Lebensleistung der Stiftungsgründer zum Ausdruck. Der ehemalige EU-Kommissar bezeichnete das verstorbene Ehepaar als „Lebensretter" und lobte die Weitsicht der aus Winnenden kommenden Vorschläge für das Rettungswesen. „Vieles von dem, was Ute und Siegfried gefordert und erfolgreich umgesetzt haben, ist heute noch aktuell und keineswegs überholt", sagte Oettinger.

Thomas Strobl betonte in seiner Trauerrede: „Als Team haben Ute und Siegfried Steiger den Rettungsdienst in Deutschland mit ihren teilweise bahnbrechenden Ideen revolutioniert. Das Land Baden-Württemberg ist dieser Familie zu tiefem Dank verpflichtet.“ Auch Winnendens Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth sprach in seinem Nachruf von einer „herausragenden Lebensleistung", für die das Ehepaar Steiger 2018 mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt ausgezeichnet wurde.

An der Trauerzeremonie beteiligte sich die gesamte „Blaulicht-Gemeinde", die eindrucksvoll durch die Rettungsfahrzeuge der bundesweit agierenden Rettungs- und Hilfsorganisationen von DRK, Malteser, Johanniter, ASB, DLRG, THW, Feuerwehr und Polizei vertreten war. Sie bildeten gemeinsam einen Konvoi und eskortierten den Sarg mit Blaulicht und Martinshorn zum Stadtfriedhof. Als Vertreter der gesamten bundesweit tätigen Blaulicht-Fraktion erinnerte der frühere Leiter der Berliner Feuerwehr und ehemalige Vize-Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Albrecht Broemme, nochmals an die ungeheure Entwicklung im Rettungsdienst, die das Ehepaar Steiger maßgeblich vorangetrieben hat. „Bis 1969 war es leider Standard, dass der Fahrer eines Krankenwagens ab und zu in den Rückspiegel geschaut hat, ob der Patient noch lebt", sagte der bis 2019 amtierende Präsident des Technischen Hilfswerks (THW). „Wir brauchten einen solchen Visionär mit Dickkopf wie ihn, nur das brachte Erfolg.“

Mit Ute und Siegfried Steiger haben uns die Architekten des modernen deutschen Rettungswesens verlassen. Wir werden nicht aufhören, mit viel Engagement und Einsatz den Stiftungsauftrag im Sinne der Stiftungsgründer fortzuführen. Denn WIR HELFEN LEBEN RETTEN!
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