Meilensteine
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03.05.1969
Der Unfall
Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wird Björn Steiger von einem Auto erfasst. Passanten alarmieren sofort nach dem Unglück Polizei und Rotes Kreuz. Trotzdem dauert es fast eine Stunde, bis der Krankenwagen eintrifft. Björn stirbt nicht an seinen Verletzungen, er stirbt am Schock.
Der kleine Björn Steiger war 8 Jahre alt, als er angefahren wurde.
 
 
10.05.1969
Erste Hilfe
Hilda Heinemann, die Frau des damaligen Bundespräsidenten, kondoliert und sagt den trauernden Eltern Ute und Siegfried Steiger ihre Unterstützung zu — ein Versprechen, welches sie bis zu ihrem Tode gehalten hat.
Hilda Heinemann hat den Steigers wichtige Kontakte zu den Bundesministern vermittelt.
 
 
07.07.1969
Gründung
Mangels Bereitschaft in der Politik ein flächendeckendes Rettungswesen zu schaffen, gründen Ute und Siegfried Steiger mit sieben Freunden der Familie die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützigen Verein. Ziel ist, den Aufbau der Notfallhilfe in Deutschland anzuregen und diese Aufgabe dann den zuständigen Organisationen und Behörden zu überlassen.
Das Ehepaar Steiger plante für die Stiftungsarbeit zunächst 2 Jahre ein.
 
 
01.08.1969
Signet
Ein Freund der Familie, Manfred Kerler, entwickelt zusammen mit dem Ehepaar Steiger den „Steiger-Stern“. Der Stern symbolisiert Schutz und mit seinen sieben ungleichen Strahlen Flexibilität sowie den Willen zur Veränderung.
Die Zahl Sieben ist Lieblingszahl der Steigers.
 
 
07.11.1969
Sprechfunk
1969 haben fast alle Taxis Sprechfunk, Krankenwagen aber nicht. Wir bieten den Landkreisen in Baden-Württemberg an, ein Drittel der Gerätekosten zu übernehmen — und läuten so den flächendeckenden Funksprechverkehr im deutschen Krankentransport ein. Am 07.11.1969 wird das erste Gerät an das Deutsche Rote Kreuz überreicht.
Bis zum 15.08.1970 haben wir 100 Funkgeräte im Wert von 670.000 DM an den Rettungsdienst übergeben.
1969 kostete ein Funkgerät mehr als ein Krankenwagen!
 
 
12.11.1969
15 Punkte für die Notfallhilfe
Ein Anliegen braucht Öffentlichkeit. Mit einem 15-Punkte-Programm fordert Siegfried Steiger die Innenminister der Länder in einem offenen Brief ultimativ auf, die Voraussetzungen zum Aufbau des Rettungsdienstes zu schaffen. Damit wird zum ersten Mal in Deutschland der Politik ein umfassendes Programm für den Aufbau einer funktionierenden Notfallhilfe vorgelegt.
Die hohe Zahl an Verkehrstoten wurde von Politikern gerne in ihren Sonntagsreden erwähnt: "Jeder Verkehrstote ist einer zu viel!" Es unternahm aber keiner etwas dagegen.
 
 
12.01.1970
Zuständigkeiten
Auch nach dem offenen Brief an die Innenminister erklärt sich keine Stelle bereit etwas zu ändern. Das liegt schlicht daran, dass keiner für die Notfallhilfe zuständig ist. Also müssen Zuständigkeiten geschaffen werden: Wir gründen die „Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst Nordwürttemberg“ und weitere Fachgremien unter dem Vorsitz von Siegfried Steiger, aus denen später die „Landes-Rettungsdienstausschüsse“ oder die „Ständige Konferenz Rettungsdienst beim Bundesverkehrsminister“ hervorgeht.
 
 
30.01.1971
Münzen für den Notfall
Um einen Notruf über eine Fernsprecher abzusetzen, benötigte man 20 Pfennig. Damit im Notfall nicht das passende Kleingeld fehlt, initiieren wir symbolische Aktionen mit Pappkarten. Diese enthalten zwei 10-Pfennig Münzen und werden verteilt sowie in öffentlichen Fernsprechern aufgehängt. Nachdem die Bundespost Anfang der 70er Jahre die Einrichtung des münzfreien Notrufs angeboten hatte, üben wir nochmals Druck auf die Innenminister der Länder aus.
Erst 1984 wurde der münzfreie Notruf beschlossen.
 
 
07.07.1971
Notruftelefon
Das Bundesverkehrsministerium installiert testweise 100 Notruftelefone in verschiedenen Bundesländern, doch diese verweigern die Kostenbeteiligung und der Bund stellt seine Aktivität in dieser Richtung ein. Deshalb bestücken wir selbst insgesamt 35.000 Kilometer Bundes- und Landstraßen mit Notruftelefonen.
Die meisten Notruftelefone mussten einen eigenen Telefonhauptanschluss haben, der monatlich von der Bundespost mit DM 27,50 abgerechnet wurde.
 
 
10.07.1971
Notarzt 24/7
Mit Unterstützung der Motor-Presse-Stuttgart finanzieren wir einen voll ausgerüsteten Notarztwagen, um ihn einer deutschen Stadt zu übergeben. Die Auflage: Rund um die Uhr muss ein Notarzt zur Verfügung stehen. Diese Auflage will aber keine Großstadt erfüllen. Erst nach der Berichterstattung in den Medien organisiert die Stadt Stuttgart einen Notarztdienst. Das war der Start für das bundesdeutsche 24-Stunden-Notarztsystem.
Stuttgarts OB Klett konnte zunächst keine Besatzung garantieren: "Schenken Sie mir ein neues Müllfahrzeug, das kostet ebenso viel!"
 
 
25.08.1971
Autobahn-Notruf
Die nach dem Krieg gebauten Autobahnen haben kein Notrufsystem. Das Bundesverkehrsministerium denkt darüber nach, auch die ungenutzten Systeme an den Vorkriegsautobahnen abzubauen. In einem ausführlichen Gespräch überzeugt Siegfried Steiger Bundesverkehrsminister Georg Leber vom Erhalt und der notwendigen Wiederbestückung mit modernen Notruftelefonen. Darüber hinaus erreichen wir, dass ab 1973 alle neuen Autobahnen von Anfang an wieder mit stationären Notruftelefonen bestückt werden.
Die Autobahnmeldeanlagen dienten lediglich der Wartung und waren nicht für Notrufe vorgesehen.
 
 
06.12.1971
Rettungsdienst
Schnelle Hilfe ist wichtig — möglichst schon auf dem Weg ins Krankenhaus. Bis dahin erfolgte der Transport von Verletzten meist nur mit Krankenwagen ohne medizinische Einrichtung und ohne betreuenden Rettungssanitäter. Deshalb übergeben wir jedem Bundesland einen Rettungswagen mit voller medizinischer Ausrüstung — die Geburtsstunde des Rettungsdienstes in der Bundesrepublik.
In vielen Bundesländern war es der erste Rettungswagen überhaupt. Die Kosten wurden teilweise durch Benefizschallplatten getragen.
 
 
15.08.1972
Staatliche Luftrettung
Die Bundesregierung kann den für den Großraum Frankfurt zugesagten Rettungshubschrauber nicht finanzieren — und auch der ADAC revidiert seine Finanzierungszusage. Deshalb kaufen wir in Eigenregie aus den Erlösen einer Benefizschallplatte und durch die Verpfändung des Wohnhauses der Familie Steiger den Rettungshubschrauber Christoph 2 und übergeben ihn an das Bundesinnenministerium. Damit ist eine der schwierigsten Krisen zu Beginn der zivilen Luftrettung überwunden.
Vor der Übergabe ließ Siegfried Steiger den Hubschrauber wiegen: Er war 82 Kilo zu schwer. Um dennoch eine Zulassung zu erreichen, ließ er den Tank verkleinern.
 
 
06.09.1972
Zivile Luftrettung
Die flächendeckende Finanzierung der Luftrettung ist für die Bundesregierung nicht machbar. Deshalb sorgen wir für den Aufbau und die Finanzierung der ersten zivilen Luftrettungsorganisation in Deutschland: der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF).
Während der Eröffnung des ersten Luftrettungszentrums in Stuttgart wird der Hubschrauber alarmiert: Ein schwerer Autounfall zwischen Tübingen und Stuttgart.
 
 
01.05.1973
Rettungsmodell
Wir starten das eigenfinanzierte „Rettungsmodell Rems-Murr“. Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Strukturanalyse wird erstmals eine vollständige Personal- und Materialberechnung für einen wirtschaftlich finanzierbaren Rettungsdienst erhoben. Am 25. März 1974 wird das Modell vom Kreistag übernommen und später dann zum Muster für die bundesweite Notfallhilfe. Die damals errechneten Werte sind bis heute gültig. Schon 1973 fordern wir Zentral-Leitstellen für mehrere Millionen Einwohner.
Mit diesem Projekt wurde erstmals in Europa eine flächendeckende Notfallhilfe mit zentraler Rettungsleitstelle geschaffen.
 
 
20.09.1973
Notruf 110/112
Im Frühjahr 1973 führen wir die Notrufnummer 110/112 in allen Ortsnetzen der Deutschen Bundespost im damaligen Regierungsbezirk Nordwürttemberg ein. Als die bundesweite Einführung scheitert, verklagt Siegfried Steiger am 27. Juli 1973 das Land Baden-Württemberg und die Bundesrepublik Deutschland vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart auf Einführung der Notrufnummer (AZ: II 139/73). Die Klage wird am 3. September 1973 erwartungsgemäß abgelehnt, führt aber zu einer breiten Unterstützung durch die Öffentlichkeit. Am 20. September 1973 wird die Einführung des Notrufs dann auf der Sitzung der Ministerpräsidenten mit dem Bundeskanzler beschlossen.
Die Notrufnummern 110 für Polizei und 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst gab es in Deutschland schon seit 1956. Aber nur wenige Großstädte hatten sie geschaltet.
 
 
15.05.1974
Schnellbergung
Schwerverletzte, eingeklemmte Unfallopfer müssen Anfang der 1970er Jahre oft lange auf ihre Bergung warten, weil die schweren Rüstwagen der Feuerwehr zu spät oder gar nicht zum Unfallort kommen. Um eingeklemmte Unfallopfer schneller bergen zu können, entwickeln wir zusammen mit der Stuttgarter Feuerwehr einen geländegängigen Schnellbergungswagen (SBW). Wir finanzieren mehr als zehn dieser Fahrzeuge.
Heute sind die Nachfolger unter dem Namen "Vorausrüstwagen" (VRW) weltweit im Einsatz.
 
 
25.06.1974
Baby-Notarztwagen
Bis 1974 hat die Bundesrepublik die höchste Säuglingssterblichkeit aller Industrienationen. Der Grund: die in Deutschland noch immer praktizierte Trennung von Entbindungs- und Kinderkliniken. Problematische Transporte ohne ärztliche Versorgung führen häufig zu Spätfolgen oder gar zu Todesfällen. Deshalb entwickeln und finanzieren wir den ersten Baby-Notarztwagen mit integriertem Transport-Inkubator. Die Säuglingssterblichkeit sinkt in den Entbindungskliniken rund um Stuttgart im ersten Jahr um fast 70%. Insgesamt haben wir 14 Baby-NAW finanziert.
Frühgeborene unter 1.000 Gramm wurden damals noch "entsorgt". Heute haben Kinder unter 500 Gramm eine Chance gesund auf die Welt zu kommen.
 
 
06.06.1975
Telematik
Das Notarztystem bringt Patienten zwar schnell in die Notaufnahme, doch dort müssen zuerst zeitaufwändig Patientendaten erstellt werden — die Behandlung beginnt häufig mit Verzögerung. Um Zeit zu gewinnen, entwickeln wir den ersten Telematik-Notarztwagen, von dem aus Patientendaten direkt in die Klinik übermittelt werden können.
Der erste Feldversuch muss nach 6 Monaten abgebrochen werden, weil die Bundespost die dafür notwendigen Funkfrequenzen nicht länger zur Verfügung stellt.
 
 
13.02.1976
Rettungssanitäter
Schon 1969 fordert Siegfried Steiger in seinem 15-Punkte-Programm ein Berufsbild für Rettungssanitäter. Nun geben wir einen weiteren wichtigen Anstoß hierfür und finanzieren die Ausbildung eines Rettungssanitäters des Deutschen Roten Kreuzes für zwei Jahre mit DM 50.000. Es schließen sich immer mehr Fachleute an.
Erst am 1. September 1989 wird das Berufsbild "Rettungsassistent" gesetzlich geregelt.
 
 
20.07.1979
Notarzt-Einsatz-Fahrzeug (NEF)
Im Idealfall sind Notarzt, Rettungsassistent und Fahrer eines Notarztwagens in der gleichen Rettungswache stationiert. Wo dies nicht möglich ist, wird der Notarzt nach der Alarmierung in der Klinik abgeholt. Dies führt zu erheblichen Zeitverzögerungen. Deshalb entwickeln wir ein Notarzt-Einsatz-Fahrzeug (NEF).
Am 25. August 1980 schenken wir in Bonn den vier Hilfsorganisationen ASB (Arbeiter-Samariter-Bund), DRK (Deutsches Rotes Kreuz), JUH (Johanniter-Unfall-Hilfe) und MHD (Malteser Hilfsdienst) je ein NEF.
1979 stellen wir das erste NEF auf der IAA in Frankfurt vor. Heute sind NEFs bundesweit fester Bestandteil des Rettungsdienstes.
 
 
19.03.1981
Vorfahrt für Einsatzfahrzeuge
Schnellere Durchfahrt und weniger Belästigung durch Martinshörner: das sind die Vorteile des von uns entwickelten Systems zur Beeinflussung von Verkehrssignalanlagen. Einsatzfahrzeuge sind damit schneller als mit Licht- und Ton-Signalgebern. Dieses System wird in Kooperation mit der Technischen Hochschule Karlsruhe in Winnenden und in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin in Westberlin mit großem Erfolg langzeitgetestet.
Leider haben heute die Kommunen das kostengünstige System nur in Einzelfällen in ihre Ampelanlagen integriert.
 
 
30.04.1982
Organtransport
Spender und Empfänger eines Organs sind häufig weit voneinander getrennt. Um die Entfernung möglichst schnell und effektiv zu überbrücken, entwickeln wir ein Fahrzeug mit separatem, schwankungsfreien Kühlaggregat — den Organtransportwagen.
 
 
18.04.1988
LAR
Nicht nur in der Bundesrepublik geben wir den Anstoß zur zivilen Luftrettung. Gemeinsam mit der DRF realisieren wir die Gründung der Luxembourg Air Rescue (LAR), welche sich rasch zur mitgliedsstärksten Organisation in Luxemburg entwickelt.
Erbgroßherzog Henri übernimmt die Schirmherrschaft der LAR.
 
 
17.08.1990
Luftrettung in der DDR
Nach dem Fall der Berliner Mauer unterschreiben wir mit der ersten frei gewählten Regierung am 17.08.1990 einen Vertrag zum Aufbau der Luftrettung in der DDR. Unsere Tochter DRF und der ADAC bauen gemeinsam mit den ostdeutschen Behörden 11 Luftrettungszentren auf. Nach der Wiedervereinigung wird der Vertrag jedoch als nichtig erklärt und die Zusammenarbeit aufgelöst.
Nachdem sich die Bundesregierung kurze Zeit später außerstande sieht die Luftrettung selbst zu organisieren, beauftragt sie die DRF mit dem Luftrettungszentrum Dresden. Daraufhin folgen die Zentren für Zwickau, Greifswald, Chemnitz, Suhl, Bad Berka und Halle in den neuen Bundesländern.
 
 
02.03.2001
Kampf dem Herztod
Die erste Initiative „Kampf dem Herztod“ scheitert 1977 am Widerstand von Ärzten und Behörden. Nach einer vergleichbaren und sehr erfolgreichen Aktion in den USA werden wir 2000 wieder aktiv. Schirmherr wird Bundespräsident Johannes Rau. Am wirksamsten im Kampf gegen den plötzlichen Herztod erweist sich der Einsatz von Automatisierten Externen Defibrillatoren, sogenannten AED-Geräten. Mit einer Abnahmegarantie von 3.000 Stück und einer Ausfallbürgschaft von 1,5 Millionen Euro können wir den Preis für die Geräte in Deutschland glatt halbieren.
Für die Ausbildung der breiten Öffentlichkeit geben wir allen Stadt- und Landkreisen insgesamt 902 lebensrettende Schulungsgeräte als Dauerleihgabe — verbunden mit der Verpflichtung, monatlich 20 Personen daran auszubilden.
Heute installieren wir Bundesweit AED-Geräte und unterrichten Siebtklässler in Wiederbelebung.
 
 
31.08.2005
Sani Sanelli
„Sani Sanelli“ macht den Notruf zum „Kinderspiel“! Kinder können nicht zu perfekten Ersthelfern ausgebildet werden, aber sie können lernen, wie man sich im Notfall richtig verhält: nämlich ruhig bleiben und den Notruf 112 wählen oder einen Erwachsenen um Hilfe bitten. Wir stellen Grundschulen Unterrichtsmaterialien zum Thema „Notruf“ und „Verhalten im Notfall“ zur Verfügung, damit richtiges Verhalten zum „Kinderspiel“ wird. Diese Inhalte werden über das Maskottchen Sani Sanelli spielerisch an die Kinder weitergegeben.
 
 
09.11.2006
Handy-Ortung im Notfall
Fast jeder Bundesbürger besitzt heute ein Mobiltelefon und nutzt dieses auch zur Notfallalarmierung. Ein neues Problem entsteht: Die Zeit zwischen Unfall und dem Eintreffen der Rettungskräfte wird länger, weil viele Anrufer ihren genauen Standort nicht kennen. Deshalb entwickeln wir eine Ortungsplattform für die Rettungsleitstellen (LifeService112), die den Standort von Mobiltelefonen im Notfall ermitteln kann und stellen diese den Notrufzentralen kostenlos zur Verfügung.
Wir haben unsere Aktivität in diesem Bereich am 31.12.2016 eingestellt. Notwendige Änderungen am Telekommunikationsgesetz sind nicht absehbar. Aktuell sind nur sehr ungenaue Notfallortungen möglich und selbst hierfür sind nicht alle Notrufzentralen technisch vorbereitet.
 
 
31.07.2007
Retten macht Schule
Kinder und Jugendliche gehen unbefangener mit dem Thema Erste-Hilfe um. Nach einer Studie der Uniklinik Rostock sind bereits 11-Jährige in der Lage einen erwachsenen Menschen wiederzubeleben.
Unsere Initiative „Retten macht Schule“ sieht vor Siebtklässlern in einer Unterrichtseinheit nahezubringen, wie sie Mitmenschen mit der klassischen Herz-Lungen-Wiederbelebung retten können. Den Schulen stellen wir bundesweit 1 Mio. Übungspuppen zur Verfügung.
Am 02.07.2014 beschließt der Schulausschuss der Kultusministerkonferenz der Länder, dass Wiederbelebungskurse fest in den Unterricht siebter Klassen gehören.
 
 
15.03.2012
Felix
Nach 30 Monaten Entwicklung und über fünf Millionen Euro Entwicklungskosten ist das erste ganzheitliche Baby-Notarztwagen-System der Welt entstanden: „Felix“. Technisch optimierte Bereiche wie das aktiv Federungssystem steigern nochmals die Qualität der Neugeborenen-Versorgung und senken die Sterblichkeitsquote sowie das Risiko von Spätschäden. Spezielle regelmäßige Trainings des Klinik- und Fahrpersonals runden das ganzheitliche System ab.
Da Geburts- und Kinderkliniken immer häufiger zusammengelegt werden, sinkt nach und nach die Anzahl der Verlegungsfahrten. Trotzdem sind heute noch viele Kliniken auf ein spezielles Transportmittel angewiesen.
 
 
01.08.2013
100.000 Leben zu retten
Noch immer sterben in Deutschland über 100.000 Menschen im Jahr am plötzlichen Herztod. Vergessen — oder verdrängt — wird oft, dass es nicht nur herzkranke Menschen treffen kann. Um weiter gegen diese enorme Zahl anzukämpfen, rüsten wir zunächst ehemalige Notruftelefone zu AED-Säulen mit Laien-Defibrillator um. 2015 entwickeln wir neue Säulen mit AED-Geräten, die wir an Orten mit hoher Besucherzahl aufstellen.
 
 
13.07.2016
Rettungswesen in China
Die Volksrepublik China will ein modernes Rettungswesen nach deutschem Vorbild aufbauen. Bereits 2014 beschließen Bundesregierung und die chinesische Regierung einen Aktionsplan zur gesundheitspolitischen Zusammenarbeit.
Nun werden wir beauftragt ein Pilotprojekt für ein integriertes Rettungssystem in der südchinesischen Stadt Jieyang (7,5 Millionen Einwohner) in der Provinz Guangdong aufzubauen.
 
 
Nachtrag
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
das Niveau der Notfallhilfe in Deutschland ist heute, dank des unglaublichen Engagements des Ehepaars Steiger, im internationalen Vergleich sehr hoch. Damit dies so bleibt, setzen wir uns jeden Tag dafür ein notwendige Verbesserungen auf den Weg zu bringen. Dies machen wir seit 1969 ohne staatliche Subventionen und sind deshalb auf Ihre Unterstützung angewiesen.


Unsere aktuellen Projekte:

Baby-Notarztwagen-System „Felix“ >
Notruf >
Kampf dem Herztod >
100.000 Leben zu retten >
Retten macht Schule >
Sani Sanelli >
Rettungsdienst- und Notarztgrundversorgung >
 
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