Presse

 
Ludwigsburg, 01.03.2016

Sani Sanelli zeigt Ludwigsburger Grundschülern den Notruf

Am 22. und 29.02.16 besuchte die Björn Steiger Stiftung mit ihrem Projekt „Sani Sanelli“ die Hirschbergschule in Ludwigburg-Eglosheim. Im Rahmen dieser Unterrichtseinheit lernten die Grundschulkinder mit dem roten Plüschkobold Sani Sanelli auf spielerische Art und Weise, wie ein Notruf 112 abgesetzt wird. Birgit Sturm von der Björn Steiger Stiftung stellte verschiedene Notfallsituationen vor, verteilte Handy-Attrappen und spielte mit den Schülern ein Gespräch mit der Leitstelle nach. Alle Kinder haben sich die 112 schnell merken können und wollten unbedingt einen Notruf mit Birgit Sturm durchspielen. Dabei saß der Plüschkobold geduldig auf dem Schoß der kleinen Ersthelfer und nahm ihnen auf diese Weise ein wenig die Nervosität. Wilma Stickel, Lehrerin an der Hirschbergschule, ist sich der bestehenden Lücken bei vielen Kindern bewusst. „Die ganz Kleinen sollen wissen, wie sie sich Hilfe holen können. Aber viele trauen sich nicht, weil sie Angst davor haben etwas falsch zu machen. Ich bin der Björn Steiger Stiftung sehr dankbar, dass sie diesen Unterricht für unsere Schüler möglich gemacht hat.“


Hintergrundinformationen zu „Sani Sanelli“

Nachdem ihre Nichte alleine miterleben musste, wie die Großmutter einen Herzanfall erlitt, realisierte die gelernte OP-Fachschwester Marion Mihm, dass Kindern der Umgang mit Notfällen selten vermittelt wird. Diese Lücke wollte sie schließen und begann bereits im Jahre 2005 Grundschulen mit ihrem Kobold zu besuchen und praktische Tipps für den Notfall zu geben. Die Sani-Sanelli-Schulung beinhaltet ein Lehrpaket mit einer didaktischen Anleitung, dem Plüschkobold Sani Sanelli, Handyattrappen, ein Buch und ein Hörbuch - gesprochen von Manfred Sexauer - mit den Geschichten des roten Kobolds.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de