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München, 10.03.2015

Münchener V-Markt wird dank Schockgeber herzsicher

Die Björn Steiger Stiftung übergab am Dienstag ein AED-Gerät (automatisierter externer Defibrillator) an den Münchener V-Markt. Der im Euro-Industriepark gelegene Großmarkt ist im Rahmen der Initiative „100.000 Leben zu retten“ fortan mit einer AED-Säule ausgestattet und kann dank des Defibrillators im Notfall, genauer gesagt bei einem plötzlichem Herzstillstand, Menschenleben durch einen Elektroschock retten.

Der V-Markt der bayerischen Landeshauptstadt ist mit über 22.000 m² Verkaufsfläche und regem Publikumsverkehr idealer Standpunkt für solch eine Säule. Durch ihr markantes Erscheinungsbild, leuchtend orange, kann man sie quasi nicht übersehen. Sie ist im Kassenbereich zwischen Apotheke und Metzgerei angebracht, somit zentral gelegen und im Notfall schnell erreichbar.

V-Markt Marktleiter Robert Schmidt, selbst bereits seit über vierzehn Jahren ausgebildeter Sanitäter, bedankt sich schon jetzt für die Unterstützung der Björn Steiger Stiftung. „Interesse an der Materie ließen uns nach Möglichkeiten der Perfektionierung suchen und so kamen wir auf die AED-Säule.“ Der Wunsch nach einem Partner mit einem klaren, nachhaltigen vor allem aber menschlichen Hilfskonzept führte ihn zur Björn Steiger Stiftung. Bei der Aufstellung der Säule wurden auch die Mitarbeiter in den Umgang mit dem Defibrillator eingewiesen.

Die Björn Steiger Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine deutschlandweit flächendeckende Defibrillator-Verfügbarkeit zu erreichen. Mit der Initiative „100.000 Leben zu retten“ sollen speziell öffentliche Plätze, wie Supermärkte, Einkaufszentren... mit einem AED Gerät ausgestattet werden. Im Falles eines plötzlichen Herztodes ist der Defibrillator in Zusammenspiel mit der Herzdruckmassage überlebenswichtig. Sein elektrischer Schock bringt das Herz vorerst zum Stillstand, sodass es anschließend durch die Herzdruckmassage wieder zu seinem regelmäßigen Rhythmus zurückfinden kann.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.