Presse

 
Fellbach, 10.09.2015

Herzsicherheit beim Möbelkauf - Poco Einrichtungsmarkt in Fellbach erhält AED-Säule

Der Poco Einrichtungsmarkt in wurde heute mit einer AED-Säule der Björn Steiger Stiftung ausgestattet. In dieser Säule, die sich direkt an den Kassen befindet, liegt ein Laien-Defibrillator, welcher im Falle eines plötzlichen Herztodes in Zusammenspiel mit der Herzdruckmassage überlebenswichtig ist. Nach der Installation der Säule wurde das Team von Poco, darunter auch Marktleiter Hans-Jürgen Matthé, in den Umgang mit dem Defibrillator eingewiesen.

Der plötzliche Herztod ist deutschlandweit mit etwa 100.000 Todesopfern die häufigste Todesursache. Der Betroffene hat nur eine Chance, wenn sofort gehandelt wird. Dies bedeutet, dass die anwesenden Laien vor Ort sofort aktiv werden müssen: Herzdruckmassage und Einsatz eines Defibrillators. Dabei kann man nichts falsch machen, da das Gerät akustisch jeden Anwendungsschritt genau vorgibt. Es analysiert den Herzrhythmus und fordert gegebenenfalls zum Drücken der Schocktaste auf, - wodurch der Herzmuskel zum Stillstand gebracht wird, damit er anschließend wieder mittels Herzdruckmassage in seinen ursprünglichen Rhythmus zurückfinden kann. Hans-Jürgen Matthé ist mit der Kooperation sehr zufrieden: „Wir haben in der Björn Steiger Stiftung einen zuverlässigen Partner gefunden, der uns nicht nur die AED-Säule zur Verfügung gestellt hat. Der Aufbau und die Einweisung wurden ebenfalls von der Stiftung durchgeführt. Und falls sich zukünftig Fragen ergeben, können wir uns jederzeit an sie wenden.“

Im Rahmen der Initiative „100.000 Leben zu retten“ möchte die Björn Steiger Stiftung eine deutschlandweit flächendeckende Defibrillator-Verfügbarkeit erreichen, um somit die ersten überlebenswichtigen Minuten bis zum Eintreffen des Notarztes zu überbrücken. Die Säulenköpfe sind mit einem auffälligen grünen Defibrillator-Symbol gekennzeichnet.

Die Björn Steiger Stiftung setzt sich bereits seit den Siebziger Jahren mit der Initiative „Kampf dem Herztod“ für die Verbreitung von Laien-Defibrillatoren und der Breitenausbildung der Bevölkerung ein. 2001 halbierte die Stiftung die Preise der Geräte und machte sie somit bekannter und zugänglicher.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.