Presse

 
Niefern-Öschelbronn, 30.01.2015

Herzsicheres Einkaufen bei EDEKA Kuhnle in Niefern

Im Rahmen der Initiative „100.000 Leben zu retten“ übergab die Björn Steiger Stiftung am Freitag, den 30.01. ein AED-Gerät (automatisierter externer Defibrillator) an den EDEKA Markt Kuhnle. Dieses ist im Markt für jedermann zugänglich und kann im Notfall Leben retten. Die Übergabe fand durch die Björn Steiger Stiftung an den Marktleiter Ferdinand Krämer statt. Ebenfalls anwesend war ein Sponsor, die VR Bank im Enzkreis, die durch Vorstandsvorsitzenden Klemens Schork vertreten war.

Der Defibrillator ist im Falle des plötzlichen Herztodes im Zusammenspiel mit der Herzdruckmassage ein überlebenswichtiges Gerät. Sein Schock kann Leben retten. Er bringt das Herz, welches bei einem akuten Atemstillstand meist unter Kammerflimmern leidet, zu einem Stillstand, sodass es anschließend durch die Herzdruckmassage wieder zu seinem ursprünglichen Rhythmus zurückfinden kann. Der AED ist in einem grauen Wandkasten angebracht, gut gekennzeichnet durch das Defibrillator Symbol: Ein weißes Herz auf grünem Untergrund, mit grünem Blitz und einem weißen Kreuz. So ist er im Falle des Falles schnell auffindbar.

Marktleiter Ferdinand Krämer hält die Initiative für eine „super Sache“ und freut sich über die daraus entstandene Neuanschaffung, die Leben retten kann. „Ich hoffe jedoch, dass wir ihn nicht benutzen müssen!“

Die Ersthelfer des EDEKA Marktes wurden in den Gebrauch des Defibrillators eingewiesen, sodass sie im Notfall sofort handeln können. Allerdings muss an dieser Stelle betont werden, dass es sich um einen Laien-Defibrillator handelt, der von jedermann bedient werden kann. Es ist kinderleicht, sobald er eingeschaltet ist, gibt er akustisch vor, was zu tun ist. So kann die lebenswichtige Zeit bis zum Eintreffen des Notarztwagens überbrückt werden.

Die VR Bank im Enzkreis beteiligte sich am Erwerb dieses Defibrillators. Für sie war es jedoch nicht das erste mal, bereits 2010 sponsorte die VR-Bank zwei Defibrillatoren in Niefern, welche im Rathaus und im örtlichen Freibad angebracht wurden. Diese stammen ebenfalls aus der Initiative der Björn Steiger Stiftung.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.