Presse

 
Chemnitz, 05.05.2017

„Felix“ bringt die kleine Mathilda sicher in die Kinderklinik

„Felix“, der Baby-Notarztwagen der Björn Steiger Stiftung, ist seit November letzten Jahres in und um Chemnitz unterwegs und bringt Frühchen und Säuglinge sicher in die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Chemnitz. Über 30 Fahrten hat er mittlerweile schon erfolgreich absolviert.

Auch die kleine Mathilda Lindner ist im Februar sicher und schonend mit „Felix“ zur besseren Versorgung verlegt worden. Die Kleine erblickte 4 Wochen zu früh das Licht der Welt. Da sie weder Anpassungsstörungen noch andere Auffälligkeiten zeigte, konnten die glücklichen Eltern sie nach vier Tagen nach Hause mitnehmen. Die Freude war jedoch schnell verflogen, als sie sich bei ihrem großen Bruder mit einer Erkältung ansteckte. „Unsere Kleine wurde zusehends apathischer, verweigerte die Nahrungsaufnahme und hatte bereits Probleme beim Atmen“, so Susann Lindner, die Mutter von Mathilda. Schließlich fuhren die besorgten Eltern mit ihr ins Erzgebirgsklinikum Annaberg. Dort wurde festgestellt, dass sie sich mit dem RS-Virus angesteckt hatte - für Kinder und Erwachsene eine harmlos verlaufende Grippe, aber für Säuglinge lebensbedrohlich. Da sich ihr Zustand bis hin zu Atemaussetzern immer mehr verschlechterte und in Annaberg nicht die entsprechenden medizinischen Möglichkeiten vorhanden sind, war eine Verlegung ins Klinikum Chemnitz unumgänglich.

„So kam es, dass wir die Hilfe des Baby-Notarztwagens in Anspruch nehmen durften, von dessen Existenz wir vorher keine Ahnung hatten“, so Susann Lindner. „Das Ärzteteam, das mit dem Baby-Notarztwagen aus Chemnitz eintraf, handelte Dank der Erfahrung sowie der speziellen Ausbildung im Umgang mit solch kleinen Patienten sehr professionell. Da unsere Tochter auf maschinelle Beatmung angewiesen war, wurde sie für den Transport im Inkubator vorbereitet. Mit Hilfe des Baby-Notarztwagens konnte dann eine schnelle Verlegung nach Chemnitz erfolgen.“

PD Dr. med. habil. Axel Hübler, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendmedizin am Klinikum Chemnitz, ist aufgrund dieser und ähnlicher Erfahrungen von „Felix“ überzeugt: „Nicht zuletzt bei den Überlandfahrten ins Erzgebirge mit teilweise komplizierten Straßenverhältnissen erweist sich die modernste Technik des ,Felix 21‘ als Segen für die betroffenen kleinen und kleinsten Patienten. Das Dämpfungssystem des Fahrzeugs sowie die Befestigung und Federung des Brutkastens reduzieren die Erschütterungen und damit auch Gefährdungen der Kinder auf ein Minimum.“

Susann Lindner ist glücklich darüber, dass ihre Tochter mit dem sichersten Transportmittel verlegt werden konnte. „Heute ist unsere Kleinste wieder wohlauf und wir sind sehr dankbar, dass es Organisationen wie die Björn Steiger Stiftung gibt, die sich für das Leben einsetzen.“


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
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71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de