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Winnenden, 18.03.2015

Winnenden ist Stadt der Lebensretter

18 Fachgeschäfte mit 93 Mitarbeiter/innen - so lautet die Teilnehmerzahl der kostenlosen Schulungsaktion „Kampf dem Herztod“ in den Winnender Fachgeschäften durch die Björn Steiger Stiftung. Zudem wurde im Alten Rathaus ein Defibrillator angebracht, der im Notfall öffentlich zugänglich ist und im Bereich der Innenstadt sehr zentral gelegen ist.

Im Rahmen der Initiative „Kampf dem Herztod“ hat sich die Björn-Steiger Stiftung in Kooperation mit dem Verein „Attraktives Winnenden“ zum Ziel gesetzt, die Winnender Innenstadt herzsicher zu gestalten. Zahlreiche kostenlose Schulungen in Wiederbelebungsmaßnahmen wurden in den letzten Monaten angeboten und von Mitarbeiter/innen der Handelsgeschäfte rege wahrgenommen. Insgesamt haben sich 93 Mitarbeiter von 18 Einzelhandelsgeschäften, Banken und Apotheken aus der Marktstraße im vergangenen Jahr erfolgreich schulen lassen und können im Notfall eines Herzstillstandes handeln.

Deutschlandweit sterben pro Tag rund 274 Menschen an plötzlichem Herzversagen. „Nur wenn einem Betroffenen innerhalb der ersten drei bis fünf Minuten von einem beherzt handelnden Laien geholfen wird, kann er dies ohne bleibende Schäden überleben“, so Klaus Dietrich, Leiter der Medizinischen Ausbildung der Björn Steiger Stiftung, zur Notwendigkeit der Schulungen.

Auch Timm Hettich, Geschäftsführer vom Verein „Attraktives Winnenden“ ist froh, dass die Resonanz auf die Schulungen groß war: „Erfreulich ist die Anzahl der beteiligten Fachgeschäfte. Unser Ziel war es, das täglich mit Kunden im Kontakt stehende Servicepersonal im Bereich der stark frequentierten Innenstadt zu schulen, um im Notfall einer Herzattacke bei Kunden, Besuchern oder dem eigenen Personal effektiv und schnellstmöglich handeln zu können. Aufgrund der zahlreichen Teilnehmer, sind wir dem Ziel, unsere Innenstadt herzsicher zu gestalten einen großen Schritt näher gekommen.“

Ebenfalls erfreulich und besonders erwähnenswert ist das Engagement der Volksbank Stuttgart. Die Volksbank Stuttgart um Regionaldirektor Harald Auwärter, hat neben der Teilnahme an den Schulungen, zusätzlich einen Defibrillator an die Stadt gespendet. Dieser wurde vergangene Woche offiziell von Vertretern der Volksbank an die Stadt übergeben. Der Defibrillator wurde in zentraler Innenstadtlage im Cafe Benz, am Alten Rathaus, angebracht und ist zu den üblichen Öffnungszeiten frei zugänglich.

ist durch die oben aufgeführten Maßnahmen, die erste Einkaufsstraße Deutschlands, in der ein Großteil der Fachgeschäfte mit seinem Servicepersonal im Kampf gegen den plötzlichen Herztod geschult ist. Die geschulten Mitarbeiter des umliegenden Einzelhandels und das AED-Gerät bieten ein Rundum-Paket für die Herzsicherheit der Besucher und Passanten in der Winnender Innenstadt.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.
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