Presse

 
Remshalden, 22.09.2014

Tennisverein Buocher Höhe rüstet sich im Kampf gegen den plötzlichen Herztod


Mitglieder und Besucher des Tennisvereins Buocher Höhe können nun besser und schneller Erste Hilfe leisten. Am Samstag, den 20.09.14 übergab die Björn Steiger Stiftung dem hiesigen Sportwart Mark Warbanoff ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator), der im Falle eines Herz-Kreislaufstillstands zum Einsatz kommt. Der Verein möchte auf diese Weise seinen Beitrag im Kampf gegen den plötzlichen Herztod leisten.

Die feierliche Übergabe fand im Rahmen des Sommerfestes des TV statt. Die vielen Gäste und Mitglieder erfreuten sich nicht nur an dem spannenden Tennisturnier und der anschließenden Feier, sondern begutachteten ebenfalls den neu angebrachten Defibrillator-Kasten. Dieser ist im Flur des Vereinshauses leicht auffindbar. Zudem wurde an diesem Tag ein Spendenkässchen zur Finanzierung dieses Gerätes aufgestellt.

Mark Warbanoff freut sich über diese sinnvolle Anschaffung und das Interesse der Besucher. „Als Sportverein liegt uns unsere Vorbildfunktion sehr am Herzen. Vor einiger Zeit nahm unser Team bei einem Auswärtsturnier teil. Ein ca. fünfzigjähriger Spieler der gegnerischen Mannschaft erlitt während eines Spiels einen Herzinfarkt. Dieses Erlebnis brachte uns zum Nachdenken. Da ich weiß, dass sich die Björn Steiger Stiftung im Kampf gegen den plötzlichen Herztod einsetzt, nahmen wir den Kontakt mit ihr auf. Die Anschaffung eines AED-Gerätes sollte für einen Sportverein selbstverständlich sein. Wir zumindest sind sehr glücklich mit dieser Entscheidung und hoffen natürlich, dass wir das Gerät nie brauchen werden.“

Im Falle des Falles kann nun bei einem plötzlichen Herzversagen innerhalb der ersten lebenswichtigen Minuten Erste Hilfe geleistet werden. Denn bis der Rettungswagen eintrifft, ist es für den Betroffenen oft schon zu spät. Die Anwendung ist zudem kinderleicht, das Gerät gibt via Lautsprecher genaue Anweisungen. Vertreter des TV werden zudem am 06.10. in den Räumen der Björn Steiger Stiftung an einer Schulung teilnehmen.

Deutschlandweit sterben pro Tag durchschnittlich 274 Menschen an einem plötzlichen Herztod - auf das Jahr gerechnet sind das mehr als 100.000 Tote. Die Björn Steiger Stiftung setzt sich seit den Siebziger Jahren mit ihrer Initiative „Kampf dem Herztod“ für eine Breitenausbildung von Laien in der Anwendung von Herzdruckmassagen und im Umgang mit Defibrillatoren ein. Langfristiges Ziel der Stiftung ist das Vorhandensein eines AEDs in allen öffentlichen Einrichtungen, in jeder Firma und in jedem Haushalt, um eine deutschlandweite Flächendeckung zu erreichen.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.