Presse

 
Winnenden/Straubing-Bogen, 31.05.2010

Sichere Kurven dank Unterfahrschutz – jetzt auch im Landkreis Straubing-Bogen

Sieben gefährliche Kurven auf der Kreisstraße SR 13 von Neukirchen über Pürgl nach Elisabethszell sind durch Anbringung von Unterfahrschutz für Motorradfahrer sicherer. Zur Einweihung der Strecke überreicht Monika Schwill, Geschäftsführerin der Björn Steiger Stiftung MEHRSi gemeinnützigen GmbH (MEHRSi), die sich für die bundesweite Anbringung von Unterfahrschutz einsetzt, Alfred Reisinger, Landrat von Straubing-Bogen, einen Scheck in Höhe von 1.500,- Euro. Mit diesem Betrag bezuschusst MEHRSi die Streckensicherung durch Unterfahrschutz. Der Unterfahrschutz ist eine an die bestehende Schutzplanke federnd angebrachte Stahlplanke, die im Falle einer Kollision Aufprallenergie absorbiert und zudem ein Durchrutschen unter der Schutzplanke wirkungsvoll verhindert. Die letzten Schrauben des neu montierten Unterfahrschutzes werden von Landrat Alfred Reisinger und Monika Schwill symbolisch festgedreht und die Strecke gleich an Ort und Stelle gemeinsam mit Medien und Motorradfahrer eingeweiht.

Landrat Alfred Reisinger, Annette Lauer, Polizeioberrätin und Leiterin der Polizeiinspektion Straubing, Alois Rainer, 1. Bürgermeister der Gemeinde Haibach und Monika Schwill sind sich in ihren Ansprachen einig: Der Unterfahrschutz verhindert keinen Unfall, minimiert aber erheblich die Unfallfolgen. Gemeinsam rufen sie dennoch zu einer defensiven Fahrweise auf.

MEHRSi - Sicherheit für Biker - wurde im August 2003 als gemeinnütziger Verein gegründet. Das Ziel von MEHRSi ist es, die Todesrate und den Verletzungsgrad unter Zweiradfahrern deutlich zu senken. MEHRSi hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, deutschlandweit die Schutzplanken aller für Motorrad-/Zweiradfahrer gefährlichen Kurven mit einem Unterfahrschutz ausstatten zu lassen. Im Januar 2009 fusioniert MEHRSi mit der Björn Steiger Stiftung.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.
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