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Bad Urach, 31.03.2016

Sani Sanelli besucht Grundschulkinder in Bad Urach

Am 31.03.16 führte die Björn Steiger Stiftung an der Barbara-Gonzaga-Gesamtschule das Grundschulprojekt „Sani Sanelli“ durch. Im Rahmen der Ferienbetreuung lernten die Schüler und Schülerinnen auf spielerische Art, wie sie sich in einer Notfallsituation verhalten sollen. Der rote Plüschkobold Sani Sanelli und Stiftungsmitarbeiterin Birgit Sturm brachten den Kindern die Notrufnummer 112 bei und spielten mit ihnen das Absetzen eines Notrufs mithilfe von Handy-Attrappen durch. Sani Sanelli ist eine kleine Helferfigur, die den jungen Schülern in Notfällen beisteht und ihnen sagt, was sie tun müssen.

Die Kinder waren motiviert bei der Sache, übten eifrig am Handy das Gespräch mit der Leitstelle und waren ganz wild darauf die stabile Seitenlage auszuprobieren. Die meisten Schüler waren Dritt- bzw. Viertklässler, es waren aber auch jüngere und ältere dabei. Spannend waren jedoch die Lehrinhalte und die Geschichten um Sani Sanelli für alle.

Iris Schuster und Marion Nagler-Long, Ganztagsbetreuerinnen an der Gesamtschule, zeigten sich von dem Konzept überzeugt: „Mit Sani Sanelli lernen die Kinder genau das, was sie dann auch tatsächlich in einer Notfallsituation tun können. Außerdem haben sie bei der stabilen Seitenlage im Vergleich zu Erwachsenen noch wenig Berührungsängste. Wenn sie diese einfachen Schritte mit den Jahren verinnerlichen und anwenden können, ist das schon viel für sie“, so Iris Schuster nach der Lehreinheit.



Hintergrundinformationen zu „Sani Sanelli“

Nachdem ihre Nichte alleine miterleben musste, wie die Großmutter einen Herzanfall erlitt, realisierte die gelernte OP-Fachschwester Marion Mihm, dass Kindern der Umgang mit Notfällen selten vermittelt wird. Diese Lücke wollte sie schließen und begann bereits im Jahre 2005 Grundschulen mit ihrem Kobold zu besuchen und praktische Tipps für den Notfall zu geben. Die Sani-Sanelli-Schulung beinhaltet ein Lehrpaket mit einer didaktischen Anleitung, dem Plüschkobold Sani Sanelli, Handyattrappen, ein Buch und ein Hörbuch - gesprochen von Manfred Sexauer - mit den Geschichten des roten Kobolds.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
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