Presse

 
Brüssel, 10.02.2009

Preis der EU für Lebenswerk von Ute und Dr. Siegfried Steiger

Dr. Siegfried und Ute Steiger aus Winnenden werden heute für ihre großen Verdienste in der deutschen und europäischen Notfallhilfe ausgezeichnet. Damit ehrt die EENA das Lebenswerk der Eheleute, die aus einem tragischen Anlass heraus vor 40 Jahren die Björn Steiger Stiftung gegründet hatten. Ihr Sohn, der damals knapp neunjährige Björn Steiger, wurde am 3. Mai 1969 auf dem Heimweg von einem Auto erfasst, doch trotz sofortiger Alarmierung des Rettungsdienstes dauerte es fast eine Stunde, bis ein Krankenwagen am Unfallort eintraf. Björn Steiger starb auf dem Weg in die Klinik. Mit der Gründung der Stiftung wollten die Eltern einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Notfallhilfe in Deutschland leisten - was ihnen gelungen ist. Die Preisverleihung, an der zahlreiche Mitglieder und Repräsentanten des Europäischen Parlaments teilnehmen, findet im Palais d'Egmont in Brüssel statt.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.
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