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Gadebusch, 25.05.2011

Lebensretterwoche geht in die zweite Runde in Mecklenburg-Vorpommern

Auch in diesem Jahr werden flächendeckend Siebtklässler Mecklenburg-Vorpommerns vom 23.-27. Mai durch die Initiative „Retten macht Schule“ der Björn Steiger Stiftung (BSS) zu potentiellen Lebensrettern ausgebildet. Heute besucht Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur deshalb die Regionale Schule „Heinrich Heine“ in , um als Schirmherr der Aktion dabei zu sein. Insgesamt nehmen 10.658 Schüler aus 244 Schulen an der Initiative teil. Die Schirmherrschaft der Initiative in Mecklenburg-Vorpommern hatte Henry Tesch bereits zum Start der ersten Lebensretterwoche im März 2010 übernommen. Mit den beiden Partnern Drägerwerk AG & Co. KGaA und den HELIOS Kliniken wird die diesjährige Lebensretterwoche erstmals in Zusammenarbeit mit zwei Unternehmen gestaltet, die die vollständige Finanzierung des Projektes übernehmen.

„Die Lebensretterwoche 2010 war ein voller Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern. Die guten Erfahrungen und die hohe Nachfrage von Lehrern und Schülern veranlassen mich, auch in diesem Jahr eine Lebensretterwoche im Land durchzuführen. Ich freue mich, dass wir dies zusammen mit unseren beiden Partnern Dräger und HELIOS geschafft haben“, sagt Minister Tesch über seine Motivation als Schirmherr. Im letzten Schuljahr hatten 300 Lehrer an der Qualifizierung zu Übungsleitern teilgenommen. 12.000 Schüler waren anschließend ausgebildet worden.

Auch in diesem Jahr lernen die Schüler einen Herz-Kreislauf-Stillstand zu erkennen, einen Notruf abzusetzen und die Herz-Lungen-Wiederbelebung effektiv durchzuführen. Denn jeder weiß es: Erste Hilfe ist überlebenswichtig. Fakt ist aber, dass sich viele Deutsche unsicher fühlen, tatsächlich Hilfe zu leisten. Kinder und Jugendliche gehen unbefangener an dieses Thema heran.

„Wiederbelebung ist ab Klassenstufe 7 problemlos theoretisch erlernbar und praktisch mit Erfolg durchführbar. Wir empfehlen daher die flächendeckende Einführung von Wiederbelebungskursen an allen Schulen als Pflichtlernstoff. Durch diese Maßnahme könnten selbst bei vorsichtiger Schätzung jährlich 5.000 Menschen durch rechtzeitige Wiederbelebung zusätzlich gerettet werden“, erläutert Dr.med. Gernot Rücker, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Rostock, der das Projekt begleitet und daneben diverse Studien zum Thema Ausbildung von Schülern in Wiederbelebung durchgeführt hat.

„Retten macht Schule“ ist ein Spenden- und Sponsoren finanziertes Projekt der Björn Steiger Stiftung. Für die zweite Runde in Mecklenburg-Vorpommern setzen sich die Drägerwerk AG & Co. KGaA und die HELIOS Kliniken ein und helfen so, das Projekt in Mecklenburg-Vorpommern umzusetzen. Generell möchte die Björn Steiger Stiftung die Initiative bundesweit umsetzen, hierfür benötigt sie finanzielle Unterstützung. Spenden können überwiesen werden an die Bernhauser Bank, Verwendungszweck: Retten macht Schule, Konto 4444 000, BLZ 612 623 45.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.
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