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Filderstadt/Neuhausen/Stetten, 05.12.2014

„Lebensretter“ für Filderstadt, Neuhausen und Stetten

Seit November gibt es in allen Geschäftsstellen der Volksbank Filder (Bonlanden, Sielmingen, Plattenhardt, Harthausen, Neuhausen und Stetten) automatisierte externe Defibrillatoren (AED). Die „Schockgeber“ können bei einem Herzstillstand Leben retten. Grund genug für die Volksbank Filder die Initiative der Björn Steiger Stiftung und des Privatinitiators Richard Briem zu unterstützen, öffentliche Plätze und Firmen mit einem sogenannten Laien-Defibrillator auszustatten. „Die Defibrillatoren in unseren Geschäftsstellen sind öffentlich und rund um die Uhr zugänglich. Wir möchten auf diese Weise einen Beitrag im Kampf gegen den plötzlichen Herztod leisten“, erklärt Vorstandssprecher Rainer Spannagel.

Der Bankchef betont, dass die Geräte nicht nur Kunden und Mitarbeitern, sondern auch Passanten zur Verfügung stehen. Sie sind im SB-Bereich der jeweiligen Geschäftsstellen 24 Stunden zugänglich. Ein grünes Defibrillator-Rettungszeichen -ein Herz mit einem Kreuz- am Schaufenster weist auf den elektronischen Lebensretter hin. Die Bank investierte rund 8.000 Euro für die sechs Geräte.

„Nur drei kurze Minuten können über Leben und Tod entscheiden und diese Defibrillatoren kann jeder bedienen“, erläutert Anna Eberchart von der Björn Steiger Stiftung die Bedienerfreundlichkeit des Geräts. Der Defibrillator ermöglicht im Ernstfall eine professionelle Erste Hilfe zu leisten. Das leichte und handliche Gerät, das nach dem Einschalten akustisch klar und unmissverständlich Anweisungen zur lebensrettenden Maßnahme vorgibt, spricht zu dem „Retter“. Sollte ein lebensgefährliches Kammerflimmern vorliegen, navigiert der Apparat per Tastendruck Anweisungen und Hinweise. Dadurch kann jeder Passant, auch ohne Notarzt, eine lebensrettende Beatmung und Herzdruckmassage durchführen. Richard Briem freut sich über die Unterstützung der Volksbank Filder: „Ein Menschenleben ist unbezahlbar, allein schon deshalb lohnt sich die Anschaffung.“

Hintergrund der Initiative

Im Falle des Falles kann nun bei einem plötzlichen Herzversagen innerhalb der ersten lebenswichtigen Minuten Erste Hilfe geleistet werden. Denn bis der Rettungswagen eintrifft, ist es für den Betroffenen oft schon zu spät. Die Anwendung ist zudem kinderleicht, das Gerät gibt via Lautsprecher genaue Anweisungen. Deutschlandweit sterben pro Tag durchschnittlich 274 Menschen an einem plötzlichen Herztod - auf das Jahr gerechnet sind das mehr als 100.000 Tote. Die Björn Steiger Stiftung setzt sich seit den siebziger Jahren mit ihrer Initiative „Kampf dem Herztod“ für eine Breitenausbildung von Laien in der Anwendung von Herzdruckmassagen und im Umgang mit Defibrillatoren ein. Langfristiges Ziel der Stiftung ist das Vorhandensein eines AEDs in allen öffentlichen Einrichtungen, in jeder Firma und in jedem Haushalt, um eine deutschlandweite Flächendeckung zu erreichen.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.
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