Presse

 
Winnenden, 18.03.2015

Lebensretter an der Grundschule Birkmannsweiler installiert

Die Grundschule Birkmannsweiler verfügt seit heute über ein AED-Gerät (automatisierter externer Defibrillator) der Björn Steiger Stiftung. Dank des großzügigen Sponsorings der Firma Elektro Wagner GmbH konnte diese Anschaffung realisiert werden. Der Schockgeber kann im Falle eines plötzlichen Herzstillstands lebensrettend sein.

Im Rahmen der Initiative „Kampf dem Herztod“ und dem Vorhaben der Stiftung die Stadt Winnenden herzsicher zu gestalten, wurde heute das Kollegium der Grundschule in Laien-Reanimation geschult. In naher Zukunft soll eine solche Einweisung auch für die Eltern und Anwohner der Grundschule angeboten werden. Da das Gerät voraussichtlich in einem Wandkasten außen am Eingangsbereich angebracht wird, wird es auch außerhalb der Schulöffnungszeiten erreichbar sein. So könnten beispielsweise auch die Besucher der Buchenbachhalle darauf zugreifen.

Rektorin Carola Bauer ist von diesen Maßnahmen sichtlich begeistert: „Nun können wir uns hier in der Schule sicher sein, dass wir im Notfall bestmöglich Erste Hilfe leisten können. Die Anwendung des AEDs ist tatsächlich kinderleicht.“ Auch Andreas Girnt und Jürgen Knauß, Inhaber der Firma Elektro Wagner, sehen ihre finanzielle Unterstützung gut angelegt: „Wir freuen uns über diese sinnvolle Investition und hoffen gleichzeitig, dass der Defibrillator nie zum Einsatz kommen muss. Aber es ist gut, dass er im Falle des Falles verfügbar ist“, freut sich Jürgen Knauß.

Deutschlandweit sterben pro Tag durchschnittlich 274 Menschen an einem plötzlichen Herztod – auf das Jahr gerechnet sind das mehr als 100.000 Tote. Die Björn Steiger Stiftung setzt sich seit den Siebziger Jahren mit ihrer Initiative „Kampf dem Herztod“ für eine Breitenausbildung der Bevölkerung in Laien-Reanimation ein. Im Falle eines plötzlichen Herztodes ist der Defibrillator in Zusammenspiel mit der Herzdruckmassage überlebenswichtig. Sein elektrischer Schock bringt das Herz vorerst zum Stillstand, sodass es anschließend durch die Herzdruckmassage wieder zu seinem regelmäßigen Rhythmus zurückfinden kann. Langfristiges Ziel der Stiftung ist das Vorhandensein eines AEDs in allen öffentlichen Einrichtungen, in jeder Firma und in jedem Haushalt, um eine deutschlandweite Flächendeckung zu erreichen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
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