Presse

 
Karlsruhe, 16.12.2015

Laien-Defibrillator im „Ettlinger Tor"

Im größten Karlsruher Einkaufszentrum „Ettlinger Tor“ ist seit heute ein Laien-Defibrillator der Björn Steiger Stiftung für Herz-Notfälle verfügbar. Das lebensrettende Gerät befindet sich in einer auffälligen Säule im EG, rechts neben dem Kundeninformationsstand. Das Personal, aber auch jeder Besucher können darauf zugreifen und im Falle eines plötzlichen Herzstillstands Leben retten. Die Anwendung ist kinderleicht; eine Person übernimmt die Herzdruckmassage, eine zweite holt das Gerät aus dem Säulenkasten. Sobald der grüne Anschaltknopf gedrückt ist, werden akustische Anweisungen vorgegeben. Über dem Säulenkasten befindet sich zusätzlich eine leicht verständliche Anleitung.

Im Rahmen der Initiative „100.000 Leben zu retten“ stellt die Björn Steiger Stiftung diese Säulen mit Laien-Defibrillatoren an Orten mit hoher Besucherfrequenz auf. Das „Ettlinger Tor“ ist mit einer Verkaufsfläche von 33.000 qm ein dankbarer Standort für diesen Ersthelfer-Stützpunkt. AED-Hinweisaufkleber an den Haupteingängen werden zudem die durchschnittlich 30.000 Besucher auf das lebensrettende Gerät hinweisen.

Jährlich sterben deutschlandweit im Schnitt 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Den Betroffenen muss innerhalb kürzester Zeit geholfen werden, denn mit jeder ungenutzten Minute verschlechtert sich die Überlebenschance rapide. Anwesende Laien sollten sofort mit der Herzdruckmassage beginnen und einen Defibrillator einsetzen.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation. Seit dem 7. Juli 1969 war und ist es Ziel der Stiftung, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Seit über 45 Jahren unterstützt und entwickelt die Stiftung daher viele Initiativen, die die Notfallhilfe in Deutschland kontinuierlich verbessert haben. Meilensteine dieser Arbeit sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuell soll Deutschland flächendeckend mit dem neuen Baby-Notarztwagen "Felix" ausgestattet werden. Mit dem Projekt "Retten macht Schule" lernen Siebtklässler die Herz-Lungen-Wiederbelebung, für Grundschüler gibt es das Projekt Sani Sanelli, bei dem sie spielerisch das richtige Verhalten im Notfall üben.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +497195 - 30 55 215
F +497195 - 30 55 912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
Downloads