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Ilmenau, 19.01.2017

Kaufland-Filiale in Ilmenau mit Laien-Defibrillator ausgestattet

Die Björn Steiger Stiftung übergab heute ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) an das Kaufland in Ilmenau. Dank der Initiative „100.000 Leben zu retten“ ist die Kaufland-Filiale ab sofort mit einer AED-Säule ausgestattet. Mit dem darin enthaltenen Defibrillator können nun Mitarbeiter, wie auch Kunden im Falle eines plötzlichen Herzstillstands Menschenleben durch Elektroschock retten.

Aufgrund seiner großen Verkaufsfläche und regem Publikumsverkehr ist das Ilmenauer Kaufland idealer Standpunkt für solch eine Säule. Durch ihr markantes Erscheinungsbild - roter Fuß, AED-Hinweisaufkleber und Infotafel - kann sie quasi nicht übersehen werden. Sie ist im Markt zentral im Eingangsbereich angebracht und somit im Notfall schnell erreichbar. „Das Gerät ist wirklich einfach zu bedienen, sodass jeder damit umgehen kann. Eine Person übernimmt die Herzdruckmassage, eine zweite holt das Gerät aus dem Säulenkasten. Sobald der grüne Anschaltknopf gedrückt ist, erfolgt eine akustische Gebrauchsanweisung. Zusätzlich befindet sich über dem Säulenkasten eine leicht verständliche schriftliche Anleitung. Es ist wichtig, den Menschen die Scheu vor diesem Gerät zu nehmen. Im Notfall, wenn es auf jede Sekunde ankommt, ist Nichts tun die schlechteste Variante“, so Hausleiterin Stephanie Rohrig.

Die Björn Steiger Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine deutschlandweit flächendeckende AED-Verfügbarkeit zu erreichen. Mit der Initiative „100.000 Leben zu retten“ sollen speziell öffentliche Plätze, wie Supermärkte, Einkaufszentren, Sportvereine... mit einem AED-Gerät ausgestattet werden. Bei jeder Aufstellung werden die Mitarbeiter in den Umgang mit dem Defibrillator angeleitet. Im Falles eines plötzlichen Herztodes ist dieser in Zusammenspiel mit der Herzdruckmassage überlebenswichtig. Sein elektrischer Schock unterbricht das Kammerflimmern, sodass das Herz anschließend durch die Herzdruckmassage wieder zu seinem regelmäßigen Rhythmus zurückfinden kann.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de