Presse

 
Herrischried, 06.09.2016

Herrischrieder Bürgermeisteramt dank AED-Gerät der Björn Steiger Stiftung herzsicher


Im Bürgermeisteramt Herrischried steht seit diesem Dienstag ein Laien-Defibrillator für Herznotfälle zur Verfügung. Zentral im Foyer des Rathauses angebracht, ist der neu angebrachte Wandkasten mit dem lebensrettenden Gerät kaum zu übersehen und wird so von den Besuchern bewusst wahrgenommen.

Im Rahmen der Initiative „100.000 Leben retten“ stellt die Björn Steiger Stiftung AED-Säulen (Automatisierter Externer Defibrillator) an öffentlich zugänglichen Orten auf, um im Notfall schnelle Hilfe garantieren zu können. Das Bürgermeisteramt in Herrischried ist, als Anlaufstelle für wichtige Bürgerangelegenheiten, hierfür ein idealer Standort. „Wir beschäftigen uns in unserer Gemeinde ebenfalls mit der Ausstattung der First-Responder-Gruppe mit AED-Geräten und auch der Einrichtung von AED-Standorten“, sagt Bürgermeister Christof Berger, „so kam uns das Angebot der Björn-Steiger-Stiftung wie gerufen.“

Im Falle eines Herzstillstandes ist schnelle Hilfe sehr wichtig für den weiteren Gesundheitszustand des Betroffenen. Noch bevor der Rettungsdienst eintrifft sollten Anwesende mit der Herzdruckmassage beginnen und den Laien-Defibrillator anwenden. Das Gerät gibt akustisch eine Anleitung vor; somit kann der Laie nichts falsch machen. Zusätzlich ist eine Anleitung an der Säule angebracht, die ebenfalls die wichtigen Schritte zur Wiederbelebung aufzeigt. Durch das Abgeben eines Elektroschocks, in Kombination mit der Herzdruckmassage, erhöhen sich die Überlebenschancen enorm. Der Schock führt hierbei zu einem vorübergehenden Herzstillstand. Durch die anschließende Herzdruckmassage kann das Herz daraufhin wieder in seinen alten Rhythmus finden.

Noch immer sterben deutschlandweit jährlich mehr als 100.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Die Björn Steiger Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht mit der Massenverbreitung von AED-Geräten und der Breitenausbildung der Bevölkerung diese enorme Zahl an Todesopfern zu senken.


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de