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Winnenden/Hamburg, 25.02.2011

Hermes unterstützt ''Kampf dem Herztod'' der Björn Steiger Stiftung

61 Logistikzentren des Paketdienstleisters Hermes bekommen Laien-Defibrillatoren. 100.000 Menschen sterben jährlich am plötzlichen Herztod, auch junge und sportliche Menschen. Durch sofortige Herz-Lungen-Wiederbelebung und Laien-Defibrillation durch AED-Geräte (Automatisierter Externer Defibrillator) könnten viele davon gerettet werden. Mitarbeiter der Hermes Logistik Gruppe Deutschland sind ab sofort in solchen Fällen gut ausgerüstet, denn sowohl die Unternehmenszentrale in Hamburg als auch die Hauptumschlagbasen und 54 Niederlassungen in ganz Deutschland werden mit eigenen Defibrillatoren ausgestattet.

Bei plötzlichem Herzversagen zählen die ersten fünf Minuten, um ohne bleibende Schäden zu überleben. Mit einem Laien-Defibrillator (Defi) kann jetzt jeder Hermes Mitarbeiter im Notfall schnell und einfach Hilfe leisten, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. Mit einem Defi jemanden wiederzubeleben ist auch für Laien nicht schwierig, das Gerät spricht mit dem Anwender und erklärt jeden Schritt. Der elektrische Schock wird garantiert nur ausgelöst, wenn der Patient tatsächlich ein Herzproblem hat.

„Vielen Menschen schrecken vor dem Thema Erste Hilfe zurück, verdrängen es und glauben, es ginge sie nichts an. Der plötzliche Herztod kann jeden treffen, an jedem Ort und zu jeder Zeit. Deshalb freuen wir uns, dass Hermes mit gutem Beispiel voran geht und seine Mitarbeiter mit Defis schützt“, so Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung (BSS).

„Wir möchten auf medizinische Notfälle bestmöglich vorbereitet sein. Dazu gehört für uns auch ganz klar die Anschaffung von Defibrillatoren. In den kommenden Wochen werden wir zudem unsere Mitarbeiter an allen Standorten für den Umgang mit dem Gerät schulen“, erläutert Amadeus Kurz, Bereichsleiter Zentrale Dienste bei Hermes.

Schon 2001 hatte die BSS mit der Initiative „Kampf dem Herztod“ einen Meilenstein gesetzt: Defibrillatoren waren bis dahin in Deutschland weitestgehend unbekannt und zu teuer. Mit einer Abnahmegarantie für die Hersteller und einer hohen Bürgschaft halbierte die Stiftung die Kosten von damals bis zu 5.000 Euro für ein Gerät auf 2.500 Euro, um die Laien-Defibrillation in Deutschland bekannt zu machen. Die Stiftung stellte zudem den Stadt- und Landkreisen über 900 Defis im Gesamtwert von 2,3 Mio. Euro für die Breitenausbildung der Bevölkerung zur Verfügung. Dadurch wurden seit 2001 mehrere hunderttausend Bürger ausgebildet und viele Firmen und Gemeinden mit Laien-Defis ausgestattet.

Heute macht die BSS vor allem durch Beratung und Vermittlung unterschiedlicher Laien-Defibrillatoren die Initiative „Kampf dem Herztod“ weiter bekannt. Ziel ist es, möglichst viele öffentliche Institutionen, Firmen aber eben auch Privatleute zu motivieren, einen Defibrillator zu erwerben und damit eine bundesweite Flächendeckung zu erreichen.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Über Hermes

Das Leistungsspektrum der unter der Marke Hermes operierenden Gesellschaften umfasst die komplette Wertschöpfungskette: Sourcing, Qualitätsabsicherung, Transport, Fulfilment, Paketservice, 2-Mann-Handling sowie die Zustellung von Briefen und Katalogen. Auf dem deutschen Paketmarkt wurden im Geschäftsjahr 2009/2010 über 266 Millionen Sendungen bewegt und ein Nettoumsatz von 840 Millionen Euro realisiert (ohne Beteiligungen und Auslandsgesellschaften). Auch in England, Österreich und Italien ist Hermes aktiv, hält damit rund 25 Prozent am europäischen Privatpaketmarkt und erzielt einen Gesamtumsatz von rund 1.600 Millionen Euro.
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