Presse

 
Neuwied, 08.03.2011

Gemeinsam für technisch neuen Baby-Notarztwagen


Das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth und die Björn Steiger Stiftung suchen Unterstützer. Rund 30.000 Babys jährlich müssen von Kinder- und Entbindungskliniken in Spezialkliniken transportiert werden. Häufig sind es Frühchen, die als Notfall in ein Perinatalzentrum oder eine Fachklinik verlegt werden müsse. Es betrifft aber auch Babys, die in einer Klinik behandelt werden und deren Gesundheitszustand sich plötzlich verschlechtert, oder die nach einer problematisch verlaufenen Geburt schnell fachärztlicher Hilfe bedürfen. Der Transport dieser Babys erfordert besonders ausgestattete Notarztwagen, die an die Bedürfnisse der kleinen Patienten angepasst sind, um ihren Gesundheitszustand nicht zusätzlich zu belasten.

Das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth ist mit seinem Perinatalzentrum der Maximalversorgung und seiner Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, zu der auch eine Frühgeborenen- und Kinderintensivstation gehört, bestens ausgestattet, um Neu- und Frühgeborene zu behandeln. Jetzt hat sich das Klinikum mit der Björn Steiger Stiftung zusammengetan, um die Anschaffung, den Unterhalt und die Inbetriebnahme eines Baby-Notarztwagens für die Region sicherzustellen.

Die Björn Steiger Stiftung entwickelt seit 1974 speziell ausgestattete Baby- Notarztwagen. Mittelpunkt des Fahrzeugs ist der querliegende Transportinkubator. „Bei Babys ist die Fontanelle am Kopf noch nicht geschlossen“, erläutert Melanie Storch, Pressesprecherin der Stiftung, „um Auswirkungen von Bremsmanövern und Beschleunigung des Wagens auszuschließen, müssen sie quer zur Fahrtrichtung transportiert werden.“ Eine weitere Neuerung ist ein neuartiges Dämpfungssystem, mit dem Erschütterungen und Vibrationen ausgeglichen werden. Um die Anschaffungskosten von mindestens 200.000 Euro und den Erhalt des Fahrzeugs zu finanzieren, sucht die Stiftung Förderer und sammelt Spenden. Das Klinikum stellt anschließend Kinderarzt und Kinderkrankenschwester und kümmert sich um das medizinische Verbrauchsmaterial. Je mehr Menschen spenden und dieses Projekt unterstützen, desto schneller erhält das Marienhaus Klinikum seinen Baby-Notarztwagen.

Rund um den 10. Männergesundheitstag den das Marienhaus Klinikum am 19. März 2011 in der Reha Rhein-Wied veranstaltet, sind deshalb Repräsentanten der Björn Steiger Stiftung vor Ort und suchen Förderer für den Baby-Notarztwagen. Diese Mitarbeiter tragen spezielle Kleidung, können sich ausweisen und sammeln keine Bargeld-Spenden ein.

Unabhängig von diesem Termin können Spenden für den Baby-Notarztwagen mit dem Verwendungszweck Baby-NAW überwiesen werden auf das Konto: 4444060 bei der Bernhauser Bank (BLZ 612 623 45) oder online über www.steiger-stiftung.de. Dort ist auch der aktuelle Spendenstand über das Spendenbarometer zu sehen.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.