Presse

 
Erfurt, 28.01.2015

Erfurter Globus Märkte mit AED-Säulen ausgestattet

Die Erfurter Globus Märkte Linderbach und Mittelhausen erhalten je eine AED-Säule der Björn Steiger Stiftung. AED steht für automatisierter externer Defibrillator und wird im Falle eines plötzlichen Herzstillstandes im Rahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung eingesetzt. Durch seinen Schock kann das lebensbedrohliche Kammerflimmern beendet werden, wodurch das Herz wieder in der Lage ist zu seinem ursprünglichen Rhythmus zurückzufinden In beiden Märkten gab es für die Ersthelfer eine Einweisung in den Umgang mit dem Defibrillator.

Marktleiter des Globus Marktes Linderbach, Christian Schmitt, freut sich darüber ein solches Gerät nun in seinem Markt zu haben. Vor zweieinhalb Jahren hatte er bereits den Fall, dass jemand mit Herzinfarkt im Markt zusammenbrach. Dies war für ihn der Anlass sich spezieller mit diesem Thema auseinander zu setzen. „Wir freuen uns mit der Björn Steiger Stiftung einen Partner gefunden zu haben“ so Schmitt, „selbstverständlich darf die Stiftung auch weiterhin in unserem Markt über dieses wichtige Thema informieren, um die Öffentlichkeit aufzuklären“

Auch der Mittelhausener Globus Markt hatte bereits den Fall eines plötzlichen Herzstillstandes. „Wir sind sehr froh darüber, nun einen Defibrillator bei uns im Hause zu haben“ so der Assistent der Geschäftsführung Herr Finkler. „Das schöne ist, dass man mit dem Gerät nichts falsch machen kann.“

Im Rahmen der Initiative „100.000 Leben zu retten“ möchte die Björn Steiger Stiftung eine deutschlandweit flächendeckende Defibrillator-Verfügbarkeit erreichen, um somit die ersten überlebenswichtigen Minuten bis zum Eintreffen des Notarztes zu überbrücken. Die Defibrillatoren sind kinderleicht zu bedienen, sie geben dem Ersthelfer akustisch vor, was zu tun ist. Angebracht sind die Schockgeber in beiden Märkten in einer ehemaligen Notrufsäule der Stiftung. Diese wurden entsprechend umgebaut und sorgen durch ihr prägnantes, orangefarbenes Aussehen für einen hohen Wiedererkennungswert.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.