Presse

 
Chemnitz, 17.11.2016

Die kleinsten Chemnitzer Patienten kommen sicher ans Ziel

Am 17.11.2016, dem Weltfrühgeborenentag, übergab die Björn Steiger Stiftung das Baby-Notarztwagen-System „Felix“ an das Klinikum Chemnitz. Dieses Fahrzeug ist speziell für den Transport von Säuglingen und Frühchen ausgelegt, die zur besseren Versorgung von den Geburtskliniken im Umkreis in das Perinatalzentrum in Chemnitz verlegt werden müssen. Da ein Baby-Notarztwagen vom Rettungsdienstgesetz nicht vorgesehen ist, stellt die Björn Steiger Stiftung diesen dem Großraum Chemnitz zur Verfügung. Finanziert wurde das Fahrzeug über Spenden .

„Felix“ ist mit einem speziellen Dämpfungssystem ausgestattet und sorgt somit für einen sicheren und schonenden Transport. Zudem wird der Inkubator quer zur Fahrtrichtung geladen, was die Gefahr einer lebensbedrohlichen Verletzung der empfindlichen Blutgefäße und der nicht verwachsenen Fontanelle senkt. Spezielle Schallschutzmatten in den Radkästen, auf dem Fahrzeugboden sowie an Wänden und der Decke sorgen dafür, dass die kleinen Patienten besser vor Fahrt- und Umgebungsgeräuschen geschützt sind.

Die Björn Steiger Stiftung möchte dem Klinikum zusätzlich zum Fahrzeug einen weiteren Transportinkubator mit Intensivarbeitsplatz zur Verfügung stellen. „Wir hoffen, dass uns die Chemnitzer weiterhin so tatkräftig unterstützen, damit wir unser modernes Baby-Notarztwagen-System vervollständigen können“, so Thomas Pflanz von der Björn Steiger Stiftung.

„Als Perinatalzentrum Level 1, der höchsten Versorgungsstufe, ist das Klinikum Chemnitz erster Ansprechpartner in ganz Südwestsachsen bis ins Erzgebirge für den Transport und die optimale Versorgung zu früh geborener Kinder oder neugeborener Kinder mit schweren Erkrankungen. Deshalb freuen wir uns sehr, mit der dauerhaften Stationierung des Baby-Notarztwagens an unserem Haus einen weiteren Baustein für die hohe Versorgungsqualität dieser Kinder zu erhalten“, sagt Prof. Dr. med. habil. Jens Oeken, Ärztlicher Direktor des Klinikums.

„Pro Jahr fahren unsere Baby-Notärzte gemeinsam mit den Partnern vom Rettungszweckverband Chemnitz-Erzgebirge mehr als 50 Überlandeinsätze. Der Baby-Notarztwagen hilft, den Transport für die kleinen, vulnerablen Früh- und Reifgeborenen medizinisch sicherer zu organisieren. Einen herzlichen Dank dafür an die Björn Steiger Stiftung!“, sagt PD Dr. med. habil. Axel Hübler, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Spendenkonto:

Bernhauser Bank
IBAN DE51 6126 2345 0004 4440 00
BIC GENODES1BBF


Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Weitere Informationen:

Anna Eberchart

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
T +49 7195-30 55-215
F +49 7195-30 55-912
E a.eberchart@steiger-stiftung.de
H www.steiger-stiftung.de
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