Presse

 
Winnenden/Flensburg, 26.01.2012

BSS übergibt neuen Transport-Inkubator an die Flensburger Diako-Kinderklinik

Am Flensburger Perinatal-Zentrum übergaben am Donnerstag, den 26. Januar 2012, der Projektleiter der Björn Steiger Stiftung, Thomas Pflanz und Peter Dietl, Regional-Leiter Notfall-Medizin von Dräger, dem Chefarzt der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt Dr. med. Michael Dördelmann einen neuen Intensiv-Pflege-Transport-Inkubator. Mit der kostenlosen Dauerleihgabe der Björn Steiger Stiftung ersetzt die Klinik ihren seit 18 Jahren eingesetzten Inkubator für den dort stationierten Baby-Notarztwagen. Die Björn Steiger Stiftung hat dieses Projekt initiiert und trägt neben den beteiligten Partnern die Kosten für das Medizingerät. Der Preis des Inkubators inklusive der Peripherie-Geräte beträgt rund 120.000 Euro.

„Das gesamte Team der Diako-Kinderklinik ist sehr froh, von den Vorteilen dieses modernen Transport-Inkubator-Systems beim Hospitaltransfer von Frühchen und Babys profitieren zu können. Für den Transport von Früh- und Neugeborenen im Rettungsfahrzeug oder Hubschrauber bietet der neue Inkubator die optimale Lösung unserer Bedürfnisse. Dank des Engagements der Björn Steiger Stiftung und ihrer Partner ist dieser riskante Transport für die empfindlichen Neugeborenen mit dem neuen Inkubator-System heute sehr viel sicherer als früher“, erklärte Kinderklinik-Chef Dr. Dördelmann anlässlich der Übergabe des neuen Inkubators und betonte, dass dies auch für die Rettungskräfte und das medizinische Begleitpersonal eine deutliche Erleichterung bedeute.

Die Systemlösung des Transport-Inkubators ist eine Entwicklung von Dräger. Der Transport-Inkubator wird beim Transport von Frühgeborenen und erkrankten Neugeborenen eingesetzt, die von einer Entbindungsklinik in Perinatal-Zentren oder auch andere Spezialkliniken verlegt werden müssen. Das Gesamtsystem ist entsprechend dieser speziellen Anforderungen leichter und mobil ausgelegt und verfügt über eine moderne technische Ausstattung. Sie bietet den Rettungskräften und dem medizinischen Begleitpersonal mehr Sicherheit, eine verbesserte Handhabung der Geräte sowie zusätzliche Möglichkeiten der Überwachung und Betreuung.

„Unser neues System ist insbesondere auf die Bedürfnisse der intensivmedizinischen Versorgung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen abgestimmt.“, betonte Dräger-Mitarbeiter Dietl. Der Transport-Inkubator verfügt über Absauggerät, Beatmungsgerät, Infusionspumpen, Monitoring-Systeme sowie Sauerstoff- und Druckluftversorgung.

Abschließend gab Thomas Pflanz, Projektleiter Baby-Notarztwagen bei der Björn Steiger Stiftung, bekannt, dass die Stiftung am 15. März die nächste Generation des Baby-Notarztwagens in Stuttgart vorstellen wird. Der optimierte Baby-Notarztwagen erhält ein völlig neuartiges, aktives Dämpfungssystem. Ebenfalls neu sind dann der Tragentisch und das Fahrgestell für den querverbauten Transportinkubator sowie ein hydraulisches und erschütterungsfreies Be- und Entladesystem für den Inkubator.„Dieses neue Fahrzeug möchten wir der Kinder-Klinik ebenfalls zur Verfügung stellen, denn nur in Verbindung mit dem heute gelieferten Inkubator-System wird ein optimal schonender und gefahrloser Transport unserer kleinsten Patienten ermöglicht. Allerdings sind wir zur Finanzierung dieses neuen Spezialfahrzeugs noch auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. Zur Realisierung fehlen noch fast 200.000 Euro. Gerne wollen wir die neueste Fahrzeuggeneration auch schnell in Flensburg zum Einsatz bringen“, sagte Pflanz. Insgesamt plant die Björn Steiger Stiftung bis Ende 2016 rund 60 Fahrzeuge zu finanzieren. Der genaue Finanzierungsbedarf pro Fahrzeug kann abschließend erst nach den letzten Tests ermittelt werden, nach aktuellem Kenntnisstand muss die Stiftung den Finanzierungsbedarf mit rund 450.000 Euro pro Fahrzeug kalkulieren.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.
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